November 2015 – Sammelbeitrag Nr. 1

DU ZHAN (aka DRUG WAR) (China/Hongkong 2012, Regie: Johnnie To)

du zhan

(Fassung: Blu-ray, Koch Media, Deutschland)

Um der sicheren Todesstrafe zu entgehen, versucht der skrupellose Drogenhändler Timmy Choi (Louis Koo) dem Chefermittler der Polizei, Captain Zhang Lei (Sun Honglei), bei einer Undercover-Operation zu helfen und so die wirklich dicken Fische im Drogengeschäft an Land zu ziehen. Doch Zhang Lei ist sich nicht sicher, ob Choi nicht ein doppeltes Spiel spielt…

Mal wieder ein Ausflug ins asiatische Kino, wird von mir sowieso viel zu selten unternommen. Die Filme von Johnnie To sind im Endeffekt immer ein Bank, da bildet auch DU ZHAN keine Ausnahme. To wählt eine relativ ruhige Erzählweise, baut langsam Spannung auf und platziert dazwischen immer wieder tolle Suspense-Szenen und ebenso staubtrocken wie druckvoll inszenierte Actioneinlagen mit blutigen Shoot-Outs. An die exorbitant hohe Qualität eines FONG JUK (aka EXILED) kommt DU ZHAN zwar nicht ganz heran, als Fan (asiatischen) Actionkinos führt allerdings kein Weg an DU ZHAN vorbei. Anschauen, unbedingt!

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

THIS IS WHERE I LEAVE YOU (USA 2014, Regie: Shawn Levy)

this is where i leave you

(Fassung: Blu-ray, Warner, Deutschland)

In THIS IS WHERE I LEAVE YOU muss sich Jason Bateman als Judd Altman – kurz nachdem er seine Frau beim Seitensprung erwischt hatte – auch noch damit auseinandersetzen, dass sein Vater verstorben ist und dieser einen außergewöhnlichen Wunsch hinterlassen hat: Judd und seine drei Geschwister (Tina Fey, Adam Driver, Corey Stoll) sollen für eine Woche in ihr Elternhaus zurückkehren um gemeinsam mit ihrer Mutter (Jane Fonda) Trauerarbeit zu leisten. Es werden, wie der deutsche Titel ausnahmsweise einmal ziemlich treffend umschreibt, sieben verdammt lange Tage…

THIS IS WHERE I LEAVE YOU ist eine dieser kleinen Tragikomödien, wie sie in den letzten Jahren zentnerweise in die Kinos gespült werden. Und wie so viele ähnliche Filme überrascht es nicht wirklich, dass es auch hier keine größeren Überraschungen für das Publikum gibt. Es geht mal wieder um eine gemäßigt dysfunktionale Familie, die durch einen tragischen Schicksalsschlag wieder funktionsfähig gemacht wird. Es geht um das Zurückkehren in die alte Heimatstadt, um die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit und um Auseinandersetzungen, aus denen letztendlich alle in gewisser Weise als Sieger hervorgehen werden. Es gibt den üblichen Alternative- bzw. 80er-Jahre-Soundtrack zu hören (im vorliegenden Fall u.a. Coldplay, Pearl Jam, INXS und Cyndi Lauper), es gibt die übliche Mischung aus komischen und dramatischen Momenten und es gibt natürlich eine routinierte Besetzung (neben Jason Bateman und Tina Fey sind bspw. noch Rose Byrne und Timothy Olyphant mit von der Partie), mit deren Hilfe schauspielerisch nichts groß anbrennen kann. Ich verstehe jeden, der Filme wie diesen hier als langweilig, unspektakulär oder überflüssig empfindet, der diese Art von Kino in den letzten Jahren vielleicht schon zu oft gesehen hat und es langsam aber sich nicht mehr sehen kann. Ich persönlich habe jedoch eine absolute Schwäche für diese Tragikomödien, sie lösen – so vorhersehbar sie auch sein mögen – einfach etwas in mir aus, sorgen für ein wohliges Gefühl in der Magengegend und es bereitet mir immer wieder große Freude, solche Filme anzusehen. Auch THIS IS WHERE I LEAVE YOU macht da keine Ausnahme. Kino zum Wohlfühlen. Schön.

Persönliche Bewertung: Gut!

MILLENNIUM DEL 1 & 2: MÄN SOM HATAR KVINNOR (Dänemark / Deutschland / Norwegen / Schweden 2010, Regie: Niels Arden Oplev)

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(Fassung: Blu-ray, Momentum Pictures, Großbritannien)

Bereits im Jahr 2009 kamen die Verfilmungen der Millennium-Trilogie des Autors Stieg Larsson in die Kinos. Die schwedische Produktionsfirma Yellow Bird plante ursprünglich nur den ersten Teil als Kinofilm zu vermarkten, die beiden anderen Filme sollten nur im TV laufen. Der große Erfolg des ersten Films führte schließlich dazu, dass auch die beiden anderen, eigentlich ausschließlich fürs TV produzierten Filme, in die Kinos kamen. Ein Jahr nach dem Kinoeinsatz kam die komplette Trilogie schließlich als Miniserie ins Fernsehen, bei der jeder Film in zwei Episoden geteilt und insgesamt mit einer teils weitaus längeren Laufzeit ausgestattet wurde als die Kinoversionen. Die Kinofilme habe ich damals allesamt nicht gesehen, stattdessen möchte ich mir nun die längeren TV-Fassungen zu Gemüte führen.

MILLENNIUM DEL 1 & 2: MÄN SOM HATAR KVINNOR ist die um knapp 40 Minuten längere Version des ersten Teils, der damals unter dem Titel VERBLENDUNG in den deutschen Kinos lief. MÄN SOM HATAR KVINNOR dient in allerster Linie als Einführung der beiden Hauptfiguren, der von Noomi Rapace gespielten Hackerin Lisbeth Salander und des von Michael Nyqvist gespielten Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist, die den Zuschauer auch in den nächsten beiden Filmen bzw. vier Episoden begleiten sollen, und zur langsamen Entwicklung ihrer Beziehung miteinander. Ganz nebenbei hat Regisseur Oplev aber auch noch die Geschichte des zu lösenden Kriminalfalls zu erzählen, mit all seinen überraschenden Wendungen, seinen dubiosen Beteiligten und seinem schockierenden Ende. Und das gelingt ihm auf absolut mitreißende und packende Art und Weise. Die epische Laufzeit von 3 Stunden vergeht praktisch wie im Flug. MÄN SOM HATAR KVINNOR beginnt schon nach wenigen Minuten, den Zuschauer zu fesseln, zu begeistern und einfach nicht mehr loszulassen. Ein großer Verdienst vor allem der durch die Bank vorzüglichen Schauspieler, die ihre Rollen mit Leben füllen und mehr als überzeugend agieren. Hervorzuheben ist dabei insbesondere Noomi Rapace in der Rolle der Lisbeth Salander, die eine wirklich großartige Vorstellung abliefert und der man wohl noch viel länger bei ihrem Schauspiel hätte zusehen können. Meine Vorfreude auf die anderen beiden Filme der Trilogie ist auch wegen ihr ziemlich hoch.

Persönliche Bewertung: Hervorragend!

CHARIOTS OF FIRE (Großbritannien 1981, Regie: Hugh Hudson)

chariots of fire

(Fassung: DVD, 20th Century Fox, Deutschland)

Hugh Hudsons Sportdrama erzählt die wahre Geschichte der beiden britischen Sprinter Eric Liddell (Ian Charleson) und Harold Abrahams (Ben Cross), die sich im Jahr 1924 einen Traum erfüllten, bei den Olympischen Spielen teilnahmen und als gesellschaftliche Außenseiter jeweils die Goldmedaille gewinnen konnten.

Im Gegenteil zu den explosiven Sprints, welche die beiden Sportler im Film immer wieder ansetzen, ist CHARIOTS OF FIRE jedoch ziemlich ruhig geraten. Hudsons Film plätschert ohne große Höhepunkte vor sich hin, ist sicher gut gespielt und auch ausgesprochen hübsch inszeniert, hat jedoch über die komplette Laufzeit immer wieder damit zu kämpfen, dass – dies ist dann halt auch den historischen Ereignissen geschuldet, auf die der Film basiert – einfach zu wenig passiert, um den Zuschauer zu echten Begeisterungsstürmen zu bewegen. Dass der Film nach seiner 2-stündigen Laufzeit trotz dieser vermeintlichen Schwäche dennoch ohne größere Längen über die Zielgerade kommt, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass CHARIOTS OF FIRE, je länger er dauert, eine Atmosphäre entwickelt, bei der man sich als Zuschauer einfach wohlfühlt. Man sieht den beiden Kontrahenten gerne beim respektvollen Zweikampf zu, beobachtet sie interessiert beim Trainieren, freut sich mit ihnen über den jeweiligen Triumph und hat Respekt vor ihrer Einstellung, sich nicht durch äußere Einflüsse verbiegen zu lassen. CHARIOTS OF FIRE ist sicher kein strahlender Höhepunkt innerhalb des Genres des Sportfilms (auch wenn er einst den Oscar als “Bester Film“ gewinnen konnte), sehenswert ist Hudsons Film jedoch allemal.

Persönliche Bewertung: Gut!

STRIPPED TO KILL (USA 1987, Regie: Katt Shea)

stripped to kill

(Fassung: DVD, Scorpion Releasing, USA)

„STRIPPED TO KILL came out in a very strange way. Katt Shea was an actress who had worked with us, who was very bright and very good and she wanted to direct. And she had directed a little short subjects which I had seen and I thought it was fine. I said: ‚Fine Katt, come up with some sort of an idea. If it’s an idea I like, I’ll back you up in the picture.‘ So she sent me a long detailed treatment of something and I didn’t like it. She than sent me a shorter treatment, anyway, to make the story short, there was a number of treatments and they each got shorter as I turned down each one of them. And finally she would just call me on the phone and tell me in one sentence the idea. She said there has been a murder in a strip club and a police woman detective has to go undercover as a stripper to solve the mystery. I said: ‚Katt, we will make that picture.'“ – mit vorstehenden Worten erinnert sich Roger Corman in einer kurzen Featurette, welche im Bonusmaterial der US-DVD von STRIPPED TO KILL enthalten ist, an die damalige Entstehung des Films. Filmemachen kann so einfach sein.

So simpel wie die Grundidee ist dann auch der Film geraten. In der ersten Stunde interessiert sich Regisseurin Katt Shea nicht wirklich für ihre Geschichte, sondern konzentriert sich eher darauf, ihr geneigtes Zielpublikum mit ausufernden Schauwerten einzulullen. STRIPPED TO KILL besteht zunächst fast ausschließlich aus – teils durchaus aufwendig choreographierten – Stripszenen, die durch einen Hauch von Handlung lose miteinander verbunden werden. Im letzten Drittel kommt die Tittenparade langsam zur Ruhe und stattdessen nimmt der Thrillerplot an Fahrt auf. Plötzlich entwickelt sich tatsächlich so etwas wie Spannung und es gibt sogar einen kleinen Plottwist zu bewundern. Für Corman war STRIPPED TO KILL – das betont er auch in der eingangs genannten Featurette – überraschenderweise so erfolgreich, dass er zwei Jahre später sogar noch eine Fortsetzung drehen ließ, die abermals von Katt Shea inszeniert wurde. Vielleicht erbarmt sich ja ein Label und bringt auch die noch auf DVD raus. Ich würde mir sie ansehen.

Persönliche Bewertung: Unterhaltsam!

THE MAN WITH TWO BRAINS (USA 1983, Regie: Carl Reiner)

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(Fassung: DVD, Warner, Deutschland)

In THE MAN WITH TWO BRAINS fällt Steve Martin als Gehirnspezialist Dr. Hfuhruhurr zunächst auf eine fiese Heiratsschwindlerin (Kathleen Turner) herein und verliebt sich schließlich in die bezaubernde Anne Uumellmahaye – die Sache hat nur einen Haken: Anne ist ein Gehirn in einem Einmachglas (dem Sissy Spacek in der Originalfassung ihre Stimme geliehen hat) mit dem der liebestrunkene Arzt telepathisch kommuniziert und für das er fortan versucht, einen geeigneten Körper zu finden…

Reiners Film lässt sich vielleicht am besten mit den Komödien eines Mel Brooks oder des unwiderstehlichen Trios David Zucker, Jim Abrahams und Jerry Zucker vergleichen. Mit Filmen, in denen die verrücktesten und absurdesten Situationen mit größter Selbstverständlichkeit zur Normalität erklärt werden und die vor obskuren Witzen und herrlicher Situationskomik fast überquellen zu scheinen. THE MAN WITH TWO BRAINS ist ein Paradebeispiel für diese besondere Art von Humor und Steve Martin – der in vielen seiner Filme ja auch immer vollen Körpereinsatz zeigt und ein wahrer Meister des sich Verrenkens und Grimasse Schneidens ist – ist als Dr. Hfuhruhurr (allein dieser Name!!!) hier natürlich absolut in seinem Element. THE MAN WITH TWO BRAINS ist mit seiner Mischung aus Mad-Scientist-Geschichte und Love-Story einfach zum Schreien komisch. Martin zieht alle Register seines Könnens, es gibt eigentlich keinen Gag, der nicht zündet und würde man versuchen, Reiners Film mit einem Wort zu beschreiben, so wäre “irrsinnig“ vielleicht die beste Wahl.

THE MAN WITH TWO BRAINS gehört zu den Filmen, mit denen ich als Jugendlicher praktisch aufgewachsen bin und natürlich neigt man dann dazu, solche Filme, bei einem späteren Wiedersehen dann in gewisser Weise nostalgisch zu verklären. THE MAN WITH TWO BRAINS benötigt keine nostalgische Verklärung, er ist einfach klasse.

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

MILLENNIUM DEL 3 & 4: FLICKAN SOM LEKTE MED ELDEN (Dänemark / Deutschland / Schweden 2010, Regie: Daniel Alfredson)

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(Fassung: Blu-ray, Momentum Pictures, Großbritannien)

Ging es im Vorgänger noch um Missbrauch und das Auffinden eines vor langer Zeit spurlos verschwundenen Mädchens, wird Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) im Mittelteil der MILLENNIUM-Trilogie nun mit einer sich rund um Menschenhandel und Zwangsprostitution drehenden Story konfrontiert, die es zu veröffentlichen gilt. Als im Wege der Recherchen sowohl der junge Reporter Dag (Hans Christian Thulin) und dessen Freundin Mia (Jennie Silfverhjelm), als auch der Anwalt Bjurmann (Peter Andersson) ermordet aufgefunden werden, gerät die seit einem Jahr untergetauchte Lisbeth Salander (Noomi Rapace) ins Visier der Polizei. Beim ermordeten Anwalt handelte es sich um ihren gesetzlichen Betreuer, alle drei Opfer wurden mit derselben Waffe erschossen und auf dieser befanden sich Lisbeths Fingerabdrücke…

Auch FLICKAN SOM LEKTE MED ELDEN überzeugt durch eine ausgeklügelte Story, die auf ausgesprochen spannende Art und Weise präsentiert wird und den Zuschauer sehr schnell in ihren Bann zieht. Auch hier vergeht die insgesamt 3-stündige Laufzeit der beiden Teile wie im Flug und Regisseur Daniel Alfredson hat natürlich den großen Vorteil, dass er seine Hauptcharaktere nicht erst noch einführen muss – dies hat sein Kollege Niels Arden Oplev ja bereits in MÄN SOM HATAR KVINNOR erledigt – und sich stattdessen unmittelbar in den neuen Fall stürzen kann. Und doch ist FLICKAN SOM LEKTE MED ELDEN etwas schwächer als der hervorragende Vorgänger ausgefallen, was jedoch einfach der literarischen Vorlage geschuldet ist. Das Zusammenspiel der beiden Charaktere Blomkvist und Salander, das den ganz großen Reiz von MÄN SOM HATAR KVINNOR ausgemacht hatte, ist in FLICKAN SOM LEKTE MED ELDEN praktisch nicht vorhanden. Die die beiden Hauptfiguren betreffenden Erzählstränge laufen nebeneinander ab – Blomkvist versucht zu beweisen, dass Lisbeth unschuldig ist, gleichzeitig hält sich Lisbeth vor der Polizei versteckt und versucht ebenfalls, ihre Unschuld zu beweisen – und es gibt so gut wie keine Szene, in der Michael Nyqvist als Blomkvist und Noomi Rapace als Lisbeth gemeinsam im Bild zu sehen sind. Das fand ich zwar etwas schade, an der Tatsache, dass Regisseur Daniel Alfredson hier trotzdem richtig, richtig gutes Fernsehen abgeliefert hat, ändert natürlich auch dieser vermeintliche Makel nichts.

Die von mir angesehene TV-Fassung läuft übrigens gut 1 Stunde länger als die Version, die damals unter dem Titel VERDAMMNIS in den deutschen Kinos gelaufen ist. Beim Vorgänger fehlten in der Kinofassung gegenüber der TV-Fassung “nur“ knapp 40 Minuten. Ich persönlich möchte keine Minute der Langfassungen missen und will gar nicht wissen, was da alles rausgeschnitten werden musste, um die Filme auf Kinolänge zu kürzen.

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

ALI (USA 2001, Regie: Michael Mann)

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(Fassung: DVD, 20th Century Fox, Deutschland)

Mit ALI hat sich Regisseur Michael Mann einem relativ kurzen Zeitraum – von 1964-1974 – in der Biographie des Boxchampions Muhammad Ali vorgeknöpft und präsentiert dem Zuschauer zwar ziemlich unkritisches, aber dafür umso größeres Kino auf einer epischen Länge von 150 Minuten. ALI ist bis in die kleinste Nebenrolle schlicht phantastisch besetzt – neben Will Smith in der Hauptrolle überzeugen u.a. Jamie Foxx, Jon Voight, Mario Van Peebles, Jada Pinkett Smith, Bruce McGill, LeVar Burton (um nur einige zu nennen) in ihren Rollen allesamt auf ganzer Linie – und überzeugt neben der schauspielerischen Seite auch in technischer Hinsicht vollkommen. Die Handschrift von Action- und Thrillerspezialist Michael Mann ist auch in dieser Sportbiographie unverkennbar, Kameramann Emmanuel Lubezki taucht den Film in wunderschöne Bilder, die Inszenierung und Choreographie der Boxkämpfe ist unheimlich dynamisch und schlichtweg atemberaubend und der Score von Pieter Bourke und Lisa Gerrard sorgt im Zusammenspiel mit der tollen Songauswahl immer wieder für eine verträumt-melancholische Atmosphäre. Großes Kino!

Persönliche Bewertung: Hervorragend!

Kein Sport mehr…

EXTREME JUSTICE (USA 1993, Regie: Mark L. Lester)

extreme justice

(Fassung: DVD, Filmart, Deutschland)

Mit seinen wenig zimperlichen Methoden bei der Verbrechensbekämpfung ist der junge Cop Jeff Powers (Lou Diamond Phillips) immer ein heißer Kandidat für die Abteilung der internen Ermittlungen. Umso erfreuter ist er, als ihm das Angebot unterbreitet wird, bei einer geheimen Spezialeinheit des Los Angeles Police Department einsteigen zu können. Die sogenannte SIS unter der Leitung von Dan Vaughn (Scott Glenn) hat praktisch komplett freie Hand in der Wahl ihrer Methoden und Powers kann es kaum erwarten, fiese Verbrecher nicht mehr mit Samthandschuhen anfassen zu müssen. Als ihm jedoch nach kurzer Zeit bewusst wird, dass Vaughn wirklich jedes Mittel recht ist um einen Fall abzuschließen und auch Opfer innerhalb der unbescholtenen Zivilbevölkerung und sonstige Kollateralschäden billigend in Kauf nimmt, versucht er alles, um Vaughn zu stoppen…

Wirklich beunruhigend an EXTREME JUSTICE ist insbesondere die Tatsache, dass dieser Film angeblich von einer – zumindest noch zur damaligen Entstehungszeit des Films vor nunmehr auch schon wieder über 20 Jahren – tatsächlich existierenden Spezialeinheit innerhalb der Polizei von Los Angeles inspiriert wurde. Im Endeffekt nimmt EXTREME JUSTICE auf gewisse Weise die Cop-Serie THE SHIELD, die ich ja gerade anschaue, vorweg und konfrontiert den Zuschauer mit einer Welt, in der Selbstjustiz an der Tagesordnung ist und die Trennung zwischen Exekutive, Judikative und Legislative komplett aufgehoben wurde. Regisseur Mark L. Lester hat mit EXTREME JUSTICE einen auch für den Zuschauer unangenehmen Film gedreht, die hier gezeigte Selbstjustiz ist nicht hoffnungslos überzeichnet wie z.B. in seinem grandiosen COMMANDO mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle, als Zuschauer kann man sich nicht gemütlich im Sessel zurücklehnen um einen politisch unkorrekten Actionklopper zu genießen, nein, EXTREME JUSTICE trifft einen wie der sprichwörtliche Faustschlag in die Magengrube. EXTREME JUSTICE ist ein mehr als beeindruckender Film, der leider nie die Beachtung erfahren hat, die er eigentlich verdient hätte. EXTREME JUSTICE ist ein Highlight – sowohl innerhalb des Subgenres des Copfilms als auch im Bereich der Actionfilme der 90er Jahre.

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

MAN OF STEEL (Großbritannien/Kanada/USA 2013, Regie: Zack Snyder)

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(Fassung: Blu-ray, Warner, Großbritannien)

Nach dem mehr als durchwachsenem SUPERMAN RETURNS aus dem Jahr 2006 gab es mit MAN OF STEEL sieben Jahre später ein echtes Reboot der Reihe um den vom Planeten Krypton stammenden Superhelden. MAN OF STEEL variiert die mir bekannte, klassische Geschichte von Superman dabei sehr stark und für mich als Zuschauer war diese Version, in der plötzlich alles ganz anders abläuft, durchaus gewöhnungsbedürftig und so wirklich anfreunden konnte ich mich mit dieser Superman-Version über die komplette Laufzeit nicht.

Prinzipiell tut frischer Wind, der alteingesessene Geschichten etwas durcheinanderwirbelt sicher gut, aber MAN OF STEEL kam mir in den ersten 2/3 seiner Laufzeit mitunter doch ziemlich zerfahren vor, so, als ob da ein prinzipiell simpler Plot unnötig aufgebauscht und gekünstelt verkompliziert erzählt werden müsste (mag das vielleicht daran liegen, dass die Vorlage zum Drehbuch von David S. Goyer u.a. von Christopher Nolan stammt, dem ungekrönten König darin, Story-Mücken zu Story-Elefanten aufzublasen?). Noch störender fand ich dann die Tatsache, dass Snyder nach diesen besagten 2/3 der Laufzeit einfach mit seiner Geschichte aufhört und stattdessen mit einer schon sehr schnell sehr ermüdend wirkenden Materialschlacht beginnt, die zwar sicher ganz nett anzusehen ist, in der Art und Weise der Inszenierung – insbesondere Bays TRANSFORMERS-Reihe lässt grüßen – aber nicht sonderlich viel Neues zu bieten hat.

Keine Ahnung, was ich letztendlich von MAN OF STEEL halten soll, vielleicht hatte ich auch einfach keinen guten Tag für einen Film dieser Art erwischt. Im Endeffekt fand ich das Teil hier ausgesprochen bescheiden.

Persönliche Bewertung: Naja!

STREETS (USA 1990, Regie: Katt Shea)

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(Fassung: DVD, Shout! Factory, USA)

Nachdem ich mir vor etwas längerer Zeit mit STREETWALKIN’ und UNCAGED bereits zwei von Cormans “(teenage) prostitutes in distress“-Filmen angesehen habe, war mit STREETS der dritte und letzte mir vorliegende Film an der Reihe. Ähnlich wie die beiden anderen Filme zeigt sich auch STREETS von Regisseurin Katt Shea deutlich von Gary Shermans VICE SQUAD aus dem Jahr 1982 und natürlich auch von Robert Vincent O’Neills ANGEL aus dem Jahr 1984 beeinflusst. Im Gegensatz zu STREETWALKIN’ und UNCAGED geht es in STREETS jedoch deutlich ruhiger – man könnte auch sagen “harmloser“ – zur Sache.

Katt Shea erzählt die Geschichte des Ausreißers Sy (David Mendenhall), der die jungen Prositutierte Dawn (Christina Applegate – Corman hat da einen echten Besetzungscoup gelandet, brachte die junge Schauspielerin aufgrund ihrer Rolle der Kelly Bundy aus MARRIED WITH CHILDREN doch fast so etwas wie Starpower in den kleinen Film) vor einem psychopathischen Kunden (Eb Lottimer) rettet, welcher sich schließlich als Motorrad-Cop  entpuppt und fortan Jagd auf das junge Paar macht. STREETS ist behutsam erzählt, überzeugt weniger durch einen steten Spannungsaufbau oder überbordende Schauwerte, sondern vielmehr durch seine tollen Bilder, mit denen Shea ihren Film ausgestattet hat und die dem kleinen Exploiter eine fast schon albtraumhafte Atmosphäre verleihen. Die gezeigten Straßen von Los Angeles sind bei den Tagesaufnahmen in tiefrote und bei den Nachtaufnahmen in tiefblaue Farben getaucht, werden ausschließlich von gescheiterten Existenzen und fragwürdigen Gestalten bevölkert und erzeugen dabei eine Stimmung, die an post-apokalyptische Szenarien erinnert. Auf Schauspielerseite überzeugt insbesondere Eb Lottimer als Bösewicht mit seiner mehr als bedrohlichen und beunruhigenden Aura. Woran STREETS qualitativ jedoch letztendlich ein bisschen zu knabbern hat ist die Tatsache, dass der Plot mit dem jagenden Cop und der Plot der sich anbahnenden Liebesgeschichte zwischen Sy und Dawn praktisch über die komplette Laufzeit des Films wie zwei Fremdkörper nebeneinander stehen und nie so wirklich miteinander verbunden werden. STREETS wirkt so nie wie eine echte Einheit und hätte sich Katt Shea, die auch für das Drehbuch mitverantwortlich zeichnete, einfach auf eine der beiden Geschichten konzentriert und die andere außen vor gelassen, aus STREETS wäre vielleicht sogar ein richtig guter Film geworden.

Persönliche Bewertung: Ok!

TAKERS (USA 2010, Regie: John Luessenhop)

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(Fassung: Blu-ray, Sony, Deutschland)

Auch wenn TAKERS eine ganze Armada an bekannten Gesichtern präsentiert – u.a. Paul Walker, Matt Dillon, Hayden Christensen, Chris Brown, Idris Elba, T.I., Jay Hernandez und Zoe Saldana -, auf schauspielerischer Ebene kann Luessenhops Film eigentlich überhaupt nicht überzeugen. Praktisch alle Schauspieler bleiben blass, keiner hinterlässt so etwas wie eine Duftmarke, und die Figuren, die sie darstellen müssen, sind allesamt nicht viel mehr als klischeehafte Schablonen. Und auch der Plot dieser Mischung aus Heist Movie und Actionfilm gehört dann doch eher zu den vorhersehbareren seiner Sorte – da kann auch die eine oder andere nette Wendung nicht viel retten. Und doch fand ich persönlich TAKERS richtig gut, kurzweilig und extrem unterhaltsam.

Das ist einer dieser Filme, die ausschließlich über die Schauwerte funktionieren und von denen gibt es – insbesondere in der zweiten Hälfte – jede Menge. TAKERS erwischt mit diesem ausgesprochen hübsch choreographierten Banküberfall gleich zu Beginn schon mal einen richtig guten Start (vor allem die Flucht im Helikopter ist der Knaller), danach geht es – typisch für ein Heist Movie – zwar erst mal etwas ruhiger zur Sache, aber dieses unbewusste Katz-und-Maus zwischen Gangstern und Polizei, welches während der Vorbereitungen zum Überfall aufgezogen wird, sorgt schon dafür, dass es nie zu ruhig wird und wenn der große Coup dann erst mal ins Rollen kommt, gibt es bis zum Abspann sowieso keine Langeweile mehr. Die Verfolgungsjagd zu Fuß ist bspw. einfach nur großartig in Szene gesetzt und diese geile Shoot-Out-Sequenz im Hotelzimmer hat mir auch richtig gut gefallen.

Im Endeffekt ist TAKERS ein auf Handlungsebene bestenfalls durchschnittlicher Film geworden, die überragenden Schauwerte reißen es raus und sorgen schließlich dafür, dass mir TAKERS dann doch eher positiv im Gedächtnis bleiben wird.

Persönliche Bewertung: Gut!

THE SHIELD: SEASON 3 (USA 2004, Idee: Shawn Ryan)

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(Fassung: DVD, Sony, USA)

In der dritten Staffel von THE SHIELD müssen sich Detective Vic Mackey (Michael Chiklis) und sein Team damit auseinandersetzen, dass das von ihnen erbeutete Schwarzgeld mehr Fluch als Segen darzustellen scheint. Die Banknoten sind markiert, das Strike Team gerät ins Visier der Behörden und die armenische Mafia schwört Rache für den Überfall. Und dann bekommt Mackey mit seiner integeren Kollegin Claudette Wyms (CCH Pounder) auch noch einen Wachhund der besonderen Art vorgesetzt. Die verdächtigt Mackey und sein Team schon länger, unlautere Sachen zu treiben und hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, das Strike Team zu Fall zu bringen…

Die von Shawn Ryan entwickelte Copserie büßt auch in dieser dritten Staffel kein bisschen von der Faszination ein, die sie praktisch bereits von Anfang an auf den Zuschauer ausübt. THE SHIELD verbindet Action, Anspruch und Thrill auf nahezu perfekte Art und Weise miteinander. Der die komplette Staffel durchziehende Handlungsstrang rund um das vom Strike Team geklaute Schwarzgeld ist ungemein spannend und wendungsreich inszeniert und die in den einzelnen Episoden vorhandenen Subplots um diverse sonstige Fälle, die es von der Polizeieinheit aufzuklären gilt, fügen sich Folge um Folge ganz vorzüglich in die Haupthandlung ein. Und der halbdokumentarische Stil mit diesen grobkörnigen, teilweise auch unscharfen und durch den Einsatz der Handkamera verwackelten Bildern sorgt auch in dieser Season wieder dafür, dass THE SHIELD ungemein authentisch und realistisch rüberkommt (obwohl so manche Wendung der Handlung und so mancher Fall so “over the top“ erscheint, dass man bei nüchterner Betrachtung sicher nicht von Realismus sprechen kann). Das größte Plus der Serie ist – ich kann mich da nur gebetsmühlenartig wiederholen – jedoch die Besetzung und die Zeichnung und Ausarbeitung der Charaktere. THE SHIELD wird ausschließlich von Typen bevölkert, keine der handelnden Personen ist uneingeschränkt gut oder uneingeschränkt böse, jeder hat seine Ecken und Kanten und jeder – auch die von CCH Pounder gespielte Claudette Wyms, die eigentlich das positive Gegenstück zum korrupten und intriganten Vic Mackey darstellt – ist bereit, für seine Interessen die Spielregeln zu umgehen und alles zu tun, um seine Ziele irgendwie zu erreichen. Als Zuschauer sitzt man eigentlich immer nur fassungslos vor dem Fernseher und das praktisch komplette Abhandensein echter Identifikationsfiguren ist eine der großen Herausforderungen, die THE SHIELD an seine Zuschauer stellt. Großes, wirklich ganz großen Fernsehen!

Persönliche Bewertung: Hervorragend!

STRETCH (USA 2014, Regie: Joe Carnahan)

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(Fassung: Blu-ray, Koch Media, Deutschland)

Ich muss zugeben, ich habe ein Herz für diese “Durch die Nacht“-Filme, in denen ein Protagonist ohne es groß vorauszuahnen von einem Schlamassel in den nächsten gerät und im Wachzustand eine Nacht voller Albträume durchstehen muss. Auch STRETCH gehört zu dieser Gattung von Filmen und erzählt die Geschichte des von Patrick Wilson gespielten Titelhelden, der einst mit den Träumen von einer Karriere als Schauspieler nach L.A. kam und sich nun als Fahrer einer Limousine seine Brötchen verdienen muss. In dieser ganz speziellen Nacht hat er den exzentrischen Roger Karos (Chris Pine, der trotz eines ziemlichen großen Parts witzigerweise nicht in den Credits genannt wird) zu chauffieren und der winkt mit einem ordentlichen Trinkgeld, wenn Stretch all das erledigt, was sein verrückter Passagier verlangt. Und da Stretch das Geld dringend benötigt um Schulden bei einem fiesen Buchhalter zurückzuzahlen, willigt er in den Deal ein.

Regisseur Joe Carnahan hat u.a. SMOKIN’ ACES und THE A-TEAM gedreht und mit dieser Vita im Gepäck ist es wenig verwunderlich, dass auch STRETCH vor absurden Situationen überläuft, mit durchgeknallten Charakteren bis zum Abwinken bevölkert ist und die für Filme dieser Art typische Coolness über die komplette Laufzeit vorhanden sein muss. Als ich vor einigen Monaten den vom Stil her ähnlichen HIT AND RUN der beiden Regisseure David Palmer und Dax Shepard gesehen hatte, ist mir damals schon bewusst geworden, dass die Zeit solcher Filme mittlerweile einfach vorbei zu sein scheint. Und diese Erkenntnis wurde durch STRETCH nun erneut bestätigt. Gibt es tatsächlich noch eine Fanbase für Filme dieser Art? Für diese Klone der Tarantino-Klone aus den späten 90er und früher 00er Jahren? Das hat man doch alles schon unzählige Male gesehen und auch STRETCH bietet jetzt nicht wirklich etwas Neues. Natürlich ist das alles in gewisser Weise unterhaltsam, ganz hübsch anzusehen und zu behaupten, dass ich jetzt gar keinen Spaß mit dem Film gehabt hätte, würde auch nicht der Wahrheit entsprechen. Aber “gut“ ist was anderes und wenn ich STRETCH jetzt nicht gesehen hätte, hätte ich auch nichts verpasst.

Persönliche Bewertung: Nett!

MEN, WOMEN & CHILDREN (USA 2014, Regie: Jason Reitman)

men, women & children

(Fassung: Blu-ray, Paramount, Deutschland)

Mit MEN, WOMEN & CHILDREN wendet sich Regisseur Jason Reitman – der mit JUNO, UP IN THE AIR und YOUNG ADULT bereits mindestens drei ganz hervorragende Filme abgeliefert hat – erneut dem unendlichen Thema zwischenmenschlicher Beziehungen zu und wirft einen kritisch, tragikomischen, ernüchternden und auch irgendwie entlarvenden Blick auf die Generation Smartphone und die Probleme, welche die digitale Welt so mit sich bringt.

MEN, WOMEN & CHILDREN erzählt mit seiner episodenhaften Struktur mehrere, kleinere Geschichten. Über gut 2 Stunden begleitet Reitman eine Handvoll Familien und lässt den Zuschauer als stillen Beobachter mit in deren Häuser, lässt ihn an deren Kommunikationen per Mail, Facebook, Twitter, usw. teilhaben und zeigt dabei – ohne dies groß zu werten oder zu kommentieren – deutlich auf, wo die Probleme und Gefahren der immer weiter fortschreitenden, digitalen Welt liegen und wie sich diese auf die zwischenmenschlichen Beziehungen auswirken. Vielleicht kann man Reitman vorwerfen, dass er nur Klischee an Klischee reihen würde und die hier gezeigten Fälle – u.a. ein Teenager, der eine hoffnungsvolle Karriere als Sportler zugunsten eines Online-Spiels in den Sand setzt, ein Ehepaar, welches sich nicht mehr viel zu sagen hat, was schließlich dazu führt, dass sich jeder der beiden Partner bei verschiedenen Dating-Portalen einen neuen Kick sucht, eine überprotektive Mutter, die ihrer Tochter keinerlei Freiraum mehr lässt und diese auf Schritt und Tritt überwacht – zwar sicher in gewisser Weise glaubwürdig sind, aber dennoch nicht unbedingt der Norm entsprechen dürften. Das mag richtig sein, aber schaut man sich MEN, WOMEN & CHILDREN aufmerksam an und beobachtet man insbesondere die Kleinigkeiten am Rande, so wird sicher niemand, der in irgendeiner Weise in der digitalen Welt aktiv ist, behaupten können, dass in MEN, WOMEN & CHILDREN nicht verdammt viel Wahrheit steckt und er sich tatsächlich in keiner einzigen Sequenz zumindest ein kleines bisschen wiederentdeckt hätte. Reitman legt den Finger auf sympathische Weise in die Wunde. Ich mag ihn und seine Filme.

Persönliche Bewertung: Gut!