Die iterative Erfindung des Rades

Oder: Die Welt erklärt in Witzen.

feuersteinStoney Curtis sitzt an einem Felsen-Schreibtisch der Steinzeit und grübelt, grübelt und grübelt, um endlich das Rad zu erfinden. Da ertönt plötzlich von Weitem das berühmte “Yabba Dabba Doo!”.

Angefahren – UND ZWAR ZWEIRÄDRIG! – kommen Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer. Stoney guckt hoch und sieht zwei Räder – ein dummes Gefühl.

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Jedenfalls war eine meiner ersten Ideen, Wodka wie Senf in Gläser abzufüllen. Exakt russischem Standard – 100 Gramm. Einem der Vorschläge der Mendelejew’schen Doktorarbeit folgend. 100grammDoch siehe da: Andere sind genauso schlau. Wodka in 100-Gramm-Gläsern gibt es bereits.

“Partisan” als Markenname, die Homepage, das Design – alles exakt so, wie ich es gemacht hätte, hätte ich es gemacht.

Zumal “Partisan” mehrfach symbolisch ist, denn man hat eigentlich nur als Partisan eine Chance in einen fest abgesteckten Markt zu dringen. In einem Land, in welchem Wodka nun einmal nicht zu den Grundnahrungsmitteln gehört.

Cool die Werbung:

Cool das Image-Video:

Garniert mit der Erklärung der Bräuche:

In Russland gelten vielerlei ungeschriebene Gesetze. Für alle Freunde des Wodkas ist es demnach gut, ein paar wichtige zu kennen.

1. Alleine trinkt nur der Alkoholiker.

2. Selbst zwei, die anstoßen, ist  einer zu wenig.

3. Männer nippen nicht! Entweder Du leerst Dein Schnapsglas in einem einzigen Zug – oder gar nicht.

4. Vodka von russischem Boden trinkst Du in Reinform! Nebenbei ein Glas Wasser oder einen Schluck Saft sind verzeihlich, aber verfälsche Deinen echt russischen Vodka niemals durch Mixen!

5. Serviere Deinen Gästen „Sakuskas” zu ihrem Vodka! Sakuskas sind kalte und warme Häppchen. 
Dazu zählt von sauer eingelegtem Gemüse über Fisch mit Zwiebeln, gebratene Auberginen bis hin zu Speck mit Knoblauch alles, was das russische Herz höher schlagen lässt.

Mehr gibt es hier: http://www.partisan-vodka.de/

Die Macher sind offenbar cool und ich bin a bissel neidisch. Daher merke ich an: Es fehlt noch ein kleines Tier – ein kleiner Braunbär vielleicht – der sich immer und überall versteckt. UND: WODKA SCHREIBT MAN MIT “W” UND NICHT MIT “V” – ihr blöden Legastheniker, ihr!

Die Macht der Marke

Es ist bald Männertag! Weshalb die Frau dem Mann was Schönes schenkt. Von außen hübsch verpackt – drinnen Jeans.

Seit dem Mauerfall ist erst wenig Zeit vergangen. Klein-Erna, vier, fünf Jahre alt, wünscht sich eine Barbie. Eines Tages kommt die Omma zu Besuch. Voller Vorfreude auf das zu erwartende Glück der Enkelin übergibt die Dame mit gönnerhaftem Gestus ein hübsch verpacktes Paket.

„Hier – bitteschön – hast-de deine Puppe!“

JUHU! Klein-Erna reißt aufgeregt die Verpackung auf und ~ @! ~ alle Anwohner der Vorstadt vernehmen des Kindes Aufschrei der Enttäuschung:

„Das ist ja gar keine Barby!“

Dass Claudi oder Petra keine Barbie sind, weiß Oma jetzt – doch nun isses zu spät.

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Lara gestern. Große Geste, hübsche Verpackung.

„Hier – bitteschön – с наступающим!“

Was mit „anlässlich des bevorstehenden Feiertages“ übersetzt werden kann und sie meint wohl den „Tag des Verteidigers des Vaterlandes„.

Was fast komisch – immerhin bin ich als Deutscher – eigentlich – Feind. Darüber hinaus stand einer meiner Großväter vor Stalingrad, um sich die Zehen abzufrieren. Der andere war zwar zu keiner Zeit KV -kriegsverwendungsfähig – aber Feind bleibt Feind. Fürimmerundewig.

Unabhängig davon: Es ist Männertag! Weshalb eine russische Frau einem Mann etwas Schönes schenkt.

Von außen hübsch verpackt – drinnen Jeans. Ich gucke auf`s Label – „Geisha“ – @? – Was ist denn das für eine Marke?! – @- – – NEE! Männerjeans mit Frauenlabel? So antisexistisch bin ich nun auch wieder nicht, auch wenn sie wie angegossen passen. „An meine Beine gehört Levis“, denke ich und sage:

„Aber ich kann doch nicht mit einer Geisha laufen!“

Offenbar befriedigt eine Marke die in uns vorhandene tiefe Sehnsucht nach Treue. Windows – zum Beispiel – hatte bei mir zehn Jahre lang seine faire Chance. Bis ich mich eines Tages scheiden ließ. Der neue Partner heißt nun Mac. Und bis der Grieche in Babelsberg mich nicht enttäuscht, gehe ich immer wieder hin.

Wir sind Stammtischmenschen. Von Klein-Erna bis zum letzten Nerd.

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