»Selbstzerstörungsmodus aktiviert. Bitte evakuieren sie die Station. Es verbleiben 10 Minuten bis zur Detonation. Selbstzerstörungsmodus aktiviert…«, schallte es durch die Lautsprecher der Station.
„Beeilung, Schatz!“, rief Jaryl Jin zu, der noch einen kurzen Blick zurück auf die Leiche des genetischen Experiments warf, welches sie vorhin in einem schweren Kampf besiegen konnten.
»8 Minuten bis zur Detonation…«
„Was ist mit diesen verdammten Viechern los?!“, rief Jaryl, der mit einem durch Feuermagie verstärkten Schwung seines Hammers mehrere Monster aus dem Weg knüppeln konnte, „als ob sie uns fast schon gezielt vom Hangar fernhalten wollen!“
„Bitte nicht…“, nuschelt Jin verzweifelt, bevor er mit einem aufgeladenen Blitzzauber den Rest der Monster, die ihnen den Weg versperrten, bis auf die Knochen verbrannte.
»6 Minuten bis zur Detonation…«
„Beschissene lahmarschige Aufzüge. Mach' mal hinne!“, zeterte Jaryl, während er und Jin einen benutzten, um zum Hangar zu gelangen, da ein anderer Weg über Treppen komplett eingestürzt war.
»5 Minuten bis zur Detonation…«
Endlich kam der Aufzug am Ziel an, Jaryl und Jin rannten wie von der Tarantel gestochen in den Hangar, wo sie zuvor ein noch funktionierendes Raumschiff gefunden hatten. Jedoch wurden sie dort bereits erwartet…
„Verpiss dich! Der Saftladen hier geht in die Luft, und uns kannst du nicht davon abhalten, hier abzuhauen!“, schrie Jaryl dem Androiden zu, der ihnen den Weg zum Raumschiff versperrte.
Jin begann wortlos, einen Blitz-Zauberspruch vorzubereiten.
»4 Minuten bis zur Detonation…«
„Welch eine Schande, dass ihr unser Vorhaben weiterhin so schmäht. Ihr hättet die komplette Kontrolle über eure Heimatwelt erlangen können.“, sprach der Androide. Er hatte bereits vorhin mehrere Male versucht, Jaryl und Jin daran zu hindern, aus dieser Station zu entkommen, aber das war das erste Mal, dass sie ihm höchstpersönlich gegenüberstanden. Der Androide zog eine Strahlenpistole aus seinem Mantel und richtete sie auf Jaryl, der sich schützend vor Jin gestellt hatte.
„Komm' mir nicht schon wieder mit dem Blödsinn“, knurrte Jin, und er ließ den geladenen Blitzzauber auf den Androiden los.
»3 Minuten bis zur Detonation…«
Die zwei rannten an den Überresten des Androiden vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen, und stiegen in das Raumschiff.
„Gleich haben wir's, komm schon…“, murmelte Jaryl, der hastig versuchte, die Systeme des Schiffs zu starten.
»2 Minuten bis zur Detonation…«
„Geschafft!“, rief Jaryl, als das Raumschiff endlich anstartete, „jetzt das Signal für das Tor hinaus!“
„Hoffentlich haben wir genug Zeit…“, nuschelte Jin, der so langsam die Hoffnung verlor, hier lebend rauszukommen.
»1 Minute zur Detonation…«
Das Tor ins Weltall hatte sich endgültig geöffnet.
„JETZT!!!“, rief Jaryl, als er mit dem Raumschiff Vollgas gab. Kaum waren sie aus dem Hangar hinaus, fing hinter ihnen an, die Weltraumstation zu explodieren.
„Gerade noch so…“, ächzte Jaryl, der sich erleichtert am Pilotensitz zurückfallen ließ. Jin ging hinter ihm regelrecht in die Knie.
„Wir… wir haben's geschafft…“, sprach Jin, der es kaum glauben konnte. Er hatte beinahe schon mit dem Leben abgeschlossen.
„Was jetzt, Schatz?“, fragte Jaryl, den Lenker des Schiffs wieder fest im Griff. Durch das Cockpit konnten sie ihren Heimatplaneten schon sehen.
„Ich… ich weiß es nicht“, erwiderte Jin.
Wollten sie tatsächlich zurück auf ihre Heimatwelt? Jin war sich nicht sicher. Es war ihre Heimat, wo sie aufgewachsen und gelebt hatten. Wo sie vieles gesehen und erlebt hatten. Wo ihre Familien und Freunde waren. Freunde, von denen sie letztendlich verraten und verkauft wurden, da Jin die Reinkarnation eines Todesgottes war…
„Du musst mir nicht gleich eine Antwort geben, Schatz. Wir haben genug Luft und Treibstoff in der Maschine.“, vergewisserte Jaryl ihn, „Lass dir Zeit.“
Jin nickte, er ließ sich neben Jaryl auf den Beifahrersitz nieder. Er hatte das Gefühl, erst jetzt zum ersten Mal wieder so richtig durchatmen zu können.
„Jaryl?“
„Hm?“
„Ich will nicht mehr zurück“, sprach Jin. Er blickte auf ihre Heimatwelt, die vom Weltall aus so klein und unbedeutend aussah, „Ich weiß, es ist unser Zuhause. Wo unsere Familien und… Freunde sind, und…“
Beim Gedanken an die Leute, die Jin früher als seine Freunde zu schätzen glaubte, stiegen ihm die Tränen in die Augen und die Wut ins Herz.
„Schatz…“, sagte Jaryl, der einen seiner Arme tröstend über Jin's Schultern legte, „Scheiß auf die Arschlöcher da unten. Ich will auch nicht mehr zurück.“
„Danke…“
„Kein Problem, Schatz…“
Ein paar Momente später sah sich Jaryl die Weltraumkarte an, die in diesem Raumschiff gespeichert war.
„So wie's aussieht, ist eine weitere bewohnte Welt in der Nähe. Die Reise dort hin dauert ein paar Stunden, aber das sollte sich mit der Menge an Luft und Treibstoff, die wir haben, ausgehen. Wenn wir dann dort sind, schauen wir weiter.“, erklärte Jaryl.
„Klingt gut, ich bin dafür.“, sagte Jin, der wieder neuen Mut fassen konnte.
„Na dann, los geht's!“
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Flucht aus der Weltraumstation
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Jaryl & Jin versuchen, aus der Weltraumstation zu entkommen. Ob sie es wohl nach Hause schaffen?
[rule]
Habe einen Nachfolger zu der vorherigen Weltraumstation-Geschichte geschrieben!
Für die Designs von Jaryl (dem Hyänenmann) und Jin (dem Drachenmann) hatte ich diese hier im Kopf!
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Habe einen Nachfolger zu der vorherigen Weltraumstation-Geschichte geschrieben!
Für die Designs von Jaryl (dem Hyänenmann) und Jin (dem Drachenmann) hatte ich diese hier im Kopf!
1 year ago
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