Current Track: Blabb
KEYBOARD SHORTCUTS

\n Ich verzichte mal auf den ganzen Kram hier. Ihr wisst hoffentlich mittlerweile Bescheid. Und wenn nicht: Lest euch erst die anderen Kapitel durch     :P

\n

\n  

\n

\n Geheime Liebe: Kapitel 6 Der Vorfall im Schloss

\n

\n  

\n

\n  

\n

\n Felix schlug die Augen auf. Es war stockduster und selbst mit seinen Katzenaugen konnte er nichts erkennen. Etwas Schweres, Kaltes lag auf ihm und hinderte ihn daran, sich zu bewegen. Sofort machte sich Panik in ihm breit und er begann, sich gegen den Widerstand zu wehren, doch war nicht in der Lage freizukommen.

\n

\n Nach kurzer Zeit hörte er auf, sich zu wehren und lauschte stattdessen aufmerksam, ob die Umgebungsgeräusche ihm Verraten konnten, wo er war. Es war ein leises gleichmäßiges Atmen zu hören und als Felix anfing, die Gerüche um ihn herum wahrzunehmen, schlug ihm ein vertrauter und willkommener Geruch in die Nase. Sofort entspannte er sich. Die Erinnerungen vom letzten Tag kehrten ihm ins Gedächtnis zurück. Doch dies half ihm nicht, aus dem eisernen Gefängnis, das aus Damons gepanzertem Arm bestand, zu entkommen.

\n

\n „Damon? Kannst du deinen Arm bitte von mir runter nehmen? Ich muss mal ganz dringen wo hin!", flüsterte er in die Richtung, in der er das Ohr von dem Wolf vermutete. Dieser gab ein leises Brummen von sich, nahm aber schließlich den Arm von Felix runter und wie es sich anhörte, drehte er sich einmal komplett um.

\n

\n In dem Moment hörte Felix nur noch ein deutliches Knacken und der nachfolgende Schmerzensschrei bestätigte nur seinen Gedanken, dass er sich wohl stark verspannt hatte, was ihn aber auch nicht sonderlich wunderte, da der Wolf die ganze Nacht in der Rüstung verbracht hatte. „Ahhh... verdammte sch.... nochmal MEIN RÜCKEN!!", schrie dieser schmerzvoll in die Dunkelheit und Felix konnte sich ein schadenfrohes Kichern nicht verdrücken. Schnell stand er auf, um außer Reichweite des Wolfes zu sein der nun Anfing, ihm die wildesten Flüche entgegenzuwerfen.

\n

\n „Glaub mir, wenn ich hier wieder hochkomme, dann wirst du noch dein blaues Wunder erleben!", drohte er dem Kater, der allerdings nur anfing stärker zu kichern. Er konnte sich nur zu gut vorstellen, wie der Wolf auf dem Bett lag und ihm versuchte giftige Blicke zuzuwerfen und der Gedanke daran ließ ihn nur noch intensiver lachen.

\n

\n Mit einem breiten Grinsen suchte er sich schließlich aus dem Raum, gefolgt von den Flüchen und Drohungen des Wolfes und machte sich auf den Weg zur Bar.

\n

\n Als er unten angekommen war, saßen mittlerweile kaum noch Leute im Raum und die Wenigen, die noch an den Tischen saßen, schenkten ihm keine Beachtung. Zögerlich begann er in Richtung Tresen zu gehen und schaute sich nach dem Wirt um. Er brauchte nicht lange, um das Pferd zu finden und ging zu ihm herüber.

\n

\n „Ähm. Entschuldigung? Könnten Sie mir sagen, wo ich hier meine Notdurft loswerden kann?", fragte er den Wirt verlegen und bemerkte, wie ihm das Blut leicht in den Kopf stieg. „Natürlich du musst einfach die Tür hier links an der Theke nehmen. Dort kommst du dann auf den Hinterhof, wo ein kleines Holzhäuschen steht. Da rein!" „Dankeschön." Er nickte dem Pferd zu und machte sich auf den Weg zum Hinterhof.

\n

\n Dort angekommen, öffnete er sofort die Tür zu der „Toilette". Es stieg ihm ein strenger, abscheulicher Gestank entgegen. Bevor er in dem Häuschen verschwand, holte er nochmals tief Luft und hielt sie während seines Aufenthaltes an. Er beeilte sich, so schnell wie möglich aus dem Plumpsklo raus zu kommen und als er wieder an die frische Luft trat, atmete er erst einmal tief durch.

\n

\n Seine Augen tränten schon nach so kurzer Zeit in der miefenden Kabine und er hatte das unbändige Verlangen, sich auf der Stelle zu übergeben. Doch er hielt die Übelkeit zurück nicht willens, sich durch diese Aktion zu blamieren. Er stützte seine Hände kurz auf seinen Knien ab und versuchte die Benommenheit, die ihn angefangen hatte zu übermannen, abzuschütteln.

\n

\n  

\n

\n  

\n

\n  

\n

\n Damon tat jeder Muskel weh. Normalerweise, wenn er in einem Bett schlief, legte er seine Rüstung ab, doch diesmal hatte er es vergessen und bereute es. Sein Rücken fühlte sich an, als hätte jemand kurzerhand ihn mit einem Messer von oben bis unten aufgeschnitten. Vorsichtig versuchte er sich aufzusetzen, darauf bedacht, die Bewegungen zu vermeiden, die den Schmerz noch zusätzlich verstärkten.

\n

\n Es dauerte einige Zeit und einige Schmerzensschreie, bis er es geschafft hatte aufrecht im Bett, mit dem Rücken an die Wand gelehnt, zu sitzen. Er versuchte durch ein paar einfache Dehnübungen die Verspannungen zu lösen. Geringfügig half dies auch, doch er wusste, dass dieser Schmerz ihn noch eine Weile begleiten würde.

\n

\n Felix hatte die Tür zum Zimmer ein wenig offen gelassen, daher war es nichtmehr stockdunkel und er konnte sich orientieren. Erneut sehr vorsichtig und langsam begann er vom Bett aufzustehen und fluchte bei jeder falschen Bewegung laut auf. Als er es schließlich nach einigen Umständen doch geschafft hatte aufzustehen, machte er sich auf den Weg zur Zimmertür und sah hinaus auf den Flur.

\n

\n Wie am Abend zuvor war der Flur verlassen und es machte nicht den Anschein, als würde eines der Zimmer belegt sein, auch wenn er es besser wusste. Die meisten der Bewohner zogen es vor sich komplett zurückzuziehen, da sie schließlich hier waren, um sich zu verstecken genauso wie Damon und Felix.

\n

\n Urplötzlich überkam ihn ein ungutes Gefühl. Irgendetwas stimmte nicht und er konnte sich nicht erklären, was es war. Er verließ vollends das Zimmer und begann langsam Richtung Treppe zu gehen. Da fiel es ihm auf. Unten waren laute Geräusche zu hören, als ob sich jemand streiten würde und genau das gefiel ihm nicht. Soweit er sich an dieses Versteck erinnern konnte, neigten die Besitzer dazu, nur Leute einzulassen, bei denen sie sich sicher waren, dass sie keine Probleme machen würden und die Katze war sehr gut im Einschätzen von Leuten.

\n

\n Der Lärm wurde lauter als der Wolf auf der Treppe stand und er konnte nun erkennen, um was es sich handelte. Das Gasthaus musste aufgeflogen sein, denn es waren eindeutig Befehle zu hören, die nur in der Armee oder bei den Staatswachen gegeben wurden. Mit einer raschen Bewegung zog er sein Schwert und humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht die Treppe runter.

\n

\n Dort erwarteten ihn mehrere erstaunt dreinblickende Wachen. Sie schienen nicht mit Gegenwehr gerechnet zu haben, daher war das komplett gepanzerte Auftreten des Wolfs ein kleiner Schock für sie, doch schnell passten sie sich der neuen Situation an.

\n

\n Erneut wurden Befehle gebellt und die Wachen begannen auf Damon zuzulaufen. Dieser setzte nur ein kaltes Lächeln auf und bereitete sich auf die erste Wache vor. Als sie ihn erreichte parierte er ihren Schlag, der ihn ansonsten enthauptet hätte. Der Soldat war überrascht, dass der Wolf so leicht parieren konnte und diesen Moment der Unachtsamkeit nutzte Damon, um seine freie, gepanzerte Faust in das Gesicht des Gegners zu schlagen.

\n

\n Dieser flog quer durch den Raum und räumte dabei mehrere weitere Wachen aus dem Weg. Überrascht von seiner eigenen Kraft, sah Damon nur etwas verdutzt drein. „Wahnsinn. Dass ich so viel Kraft hab hätte ich nicht gedacht.", sprach er ungläubig zu sich selbst. Diesmal nutzte einer der Soldaten die Unachtsamkeit von dem Wolf aus und bohrte ihm das Schwert durch eine Spalt in seiner Panzerrüstung in seinen Magen.

\n

\n Ihm entwich die Luft bei dem Schlag doch interessanterweise, fühlte er keinen Schmerz. Das einzige was die Attacke von seinem Gegner erweckte, war ein unbändiger Zorn. Damon schlug auf den Arm des Soldaten, der mit einem knackenden Geräusch brach und in einem unmöglichen Winkel ab stand. Den nächsten Schlag den er führte Zielte er auf den Brustkorb der Wache und mit einem berstenden Geräusch drücke sich dessen Brust ein. Lautlos fiel er zu Boden lediglich einige nach Luft ringende Geräusche von sich gebend. Das nächste was Damon wusste, war, dass er auf die restlichen vor Angst zurückweichenden Soldaten zulief. Dann wurde es schwarz vor seinen Augen.

\n

\n  

\n

\n Als Damon wieder die Augen aufschlug, befand er sich immer noch im Gasthaus. Der Raum der normalerweise gut geordnet und sauber war, war nun total verwüstet. Überall lagen Leichen auf dem Boden, teilweise bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt und die meisten sahen aus als hätte man sie mit einem stumpfen Gegenstand zu einem Haufen Brei prügeln wollen.

\n

\n Als der Wolf sich schließlich weiter ungläubig umsah, bemerkte er, dass auch alle der Flüchtigen und auch der Wirt und die Türsteherin niedergemetzelt worden waren. Er konnte sich nicht erklären was passiert war. Doch als er an sich selber runter sah, wusste er, dass er sehr wahrscheinlich die Ursache für dieses Massaker war. Erneut schaute er ungläubig durch den Raum. Jede Leiche, jeder zerstörte Gegenstand wies auf eine Kraft hin, die absolut nicht normal war.

\n

\n Dann fiel ihm etwas ein, dass ihn alles vergessen ließ was ihn beschäftigte. Wo war Felix? Seine Gedanken fixierten sich auf den Kater und als er anfing zu suchen erwartete er schon fast, zwischen all den Leichen den leblosen Körper des gelblichen Katers zu finden. Tränen der Verzweiflung liefen ihm die Wangen runter, doch als er ihn nicht fand, beruhigte er sich ein wenig. Vielleicht ist er noch im Hinterhof, dachte sich der Wolf und eilte schnell zu dem Ausgang.

\n

\n Draußen im Hinterhof allerdings fand er ihn auch nicht und die Sorge, die sich in ihm aufzubauen begonnen hatte, verstärkte sich bis ins Unermessliche. Er ließ ein lang gezogenes, von Trauer erfülltes Heulen ertönen, dass noch bis weit in die Stadt zu hören war und jedem einen eisigen Schauer über den Rücken jagte.

\n

\n Schlagartig drehte sich Damon zum Eingang des Gasthauses um. Sein Blick war von Hass und Trauer durchsetzt. Mit schnellen Schritten ging er durch das Haus und am Vordereingang wieder raus. Er wusste, was er nun zu tun hatte. Sein Weg führte ihn direkt vor das Schloss des Fürsten.

\n

\n Am Eingang standen Wachen, doch Damon störte sich nicht an ihnen und ging einfach, offen auf das Haupttor zu. „Halt! Stehen bleiben! Wer sind Sie und was wollen Sie hier?", sprach ihn eine der Wachen an. Der Wolf warf ihr einen kalten Blick zu. Es war ein schmächtig aussehender Fuchs, doch er störte sich nicht daran, dass sein Gegenüber vielleicht gar nicht diese Arbeit verrichten wollte und zog mit einer schnellen Bewegung sein Schwert.

\n

\n Mit seiner schnellen Handlung überraschte er die Wachen und noch bevor diese sich wehren konnten, lagen sie schon Tod am Boden. Mit gezogener Waffe setzte Damon seinen Weg fort, durch das Tor des Schlosses. Jeder, der es wagte sich in seinen Weg zu stellen, wurde kurzerhand niedergemetzelt.

\n

\n Er wusste nicht, wo er anfangen sollte zu suchen, daher ging er einfach Ziellos im Schloss umher und tötete jeden, der ihm entgegenkam. „Achtung wir werden angegriffen sofort alle Soldaten sammeln und geschlossen den Gegner zur Strecke bringen!", tönte es durch das Schloss nach kurzer Zeit. Selbst dies interessierte den Wolf nicht. Seine Gedanken kreisten nur um Felix und darum seinen Peinigern dem Tod zu überantworten.

\n

\n Kurz nach diesem Sammelruf von einem der Hauptmänner im Schloss, liefen ihm auch schon die ersten Gruppen von Wachen entgegen. Doch niemand vermochte es ihn zur Strecke zu bringen oder ihm gar einen Kratzer zuzufügen. Jeder Angreifer wurde innerhalb kürzester Zeit zur Strecke gebracht. Seine Wut kannte nun keine Grenzen mehr. Nicht das seine Gegner es wagten Felix etwas anzutun, sondern dass sie nun auch meinten sich ihm in den Weg zu stellen machte ihn rasend.

\n

\n Damons Augen hatten mittlerweile ein leicht bläuliches Schimmern angenommen und der Wolf spürte erneut, wie sein Bewusstsein langsam in den Hintergrund geschoben wurde. Doch er gab nicht nach und fokussierte seine Aufmerksamkeit darauf nicht das Bewusstsein zu verlieren. Ohne es zu bemerken, hatte Damons Weg ihn vor eine Tür geführt, die wohl in eines der Gemächer führte.

\n

\n Mit einem Brutalen Tritt öffnete er die Tür. Der Raum hinter der Tür war leer bis auf eine Füchsin, die ihn erstaunt ansah. „Wer bist du?", fragte sie ihn. Sie schien noch ziemlich jung zu sein und das orangefarbene Fell hatte einen leichten rötlichen Schimmer. Ihr Gesicht zeugte von Trauer und sie hatte leicht gerötete Augen.

\n

\n Offensichtlich überrascht von dem, was er vorgefunden hatte, starrte Damon sie nur an. Bis er sich daran erinnerte, warum Felix eigentlich zu dem Schloss unterwegs war und es dämmerte ihm, dass dies vielleicht die Tochter des Fürsten war. „Du bist nicht in der Position Fragen zu stellen! Also sag mir wer du bist, bevor du erfährst wer dein Henker war!", erwiderte der Wolf schließlich mit einer kälte in seiner Stimme, die selbst ihn überraschte.

\n

\n Er hatte noch nie das Verlangen gehabt, Frauen zu töten oder zu verletzen. Aber in diesem Moment hätte er ihr am liebsten sofort die Kehle durchgeschnitten. Erschrocken über die Antwort von Damon, sah sie ihn an und er konnte sehen, wie es in ihr arbeitete. „Ich bin Sara Morheim.", sagte sie schließlich knapp zu ihm und in ihrer Stimme lag nun ein Hauch von Angst.

\n

\n Sofort ging der Wolf mit schweren Schritten zu ihr. Seine Vermutung wurde bestätigt und nun würde er sie benutzen, um seinen Rachedurst zu stillen. Als er direkt vor ihr stand sah sie ihn mit offenem Mund an. „Mo..Moment! Ich glaube ich weiß was du suchst und ich würde dir gerne helfen!", versuchte sie ihn noch zu überzeugen, doch Damon hatte schon sein Schwert gezogen und an ihrer Kehle platziert. „Ich werde nicht auf diesen Trick reinfallen. Und nun wisse, dass Damon Lupus dich in die Hölle befördert hat!"

\n

\n „STOPP!", ertönte es kurz bevor Damon zustechen konnte. Sofort drehte dieser sich um und seine Augen weiteten sich vor Überraschung.

\n

\n  

\n

\n  

\n

\n  

\n

\n  

\n

\n Felix schlug die Augen auf. Das Letzte, an das er sich erinnern konnte, war, wie zwei dubios aussehende Gestalten auf dem Hof zu ihm gekommen waren. Dann wurde es Schwarz. Nun war er in einer Zelle wie er feststellen konnte und er konnte sich denken, wo er war. Seine Hände und Füße warum zusammengekettet und zwei mürrisch dreinblickende Wachen standen am Zelleneingang. Sofort erkannte er das Zeichen des Fürsten Morheim auf ihren Rüstungen, was seine Vermutung bestätigte, von wem er gefangen genommen wurde.

\n

\n Ein lauter Knall zeugte davon, dass jemand in den Zellentrakt gekommen war. Nach ein paar Sekunden stand ein weiblicher Fuchs vor der Zelle und sah die Wachen an. „Lassen Sie uns allein!", befahl sie den Wachen knapp, die daraufhin nur kurz nickten und das Feld räumten.

\n

\n Sie schaute den Wachen nach, bis diese verschwunden waren und sah dann mit sorgenvollem Blick zu Felix. „Wir werden nicht viel Zeit haben! Ich muss dich hier schnell raus bringen!", sagte sie zu ihm mit einem drängenden Unterton in der Stimme. „Wer bist du überhaupt?", fragte der Kater die junge Füchsin. Er war verwirrt von der plötzlichen und unerwarteten Hilfe.

\n

\n „Später!", erwiderte sie nur knapp und begann an einem Schlüsselbund herumzufummeln. Nach kurzer Zeit steckte sie einen Schlüssel in das Schloss und öffnete die Gittertür. Schließlich machte sie sich auch an Felix Fesseln zu schaffen und innerhalb kürzester Zeit war er frei. „Jetzt folg mir!"

\n

\n Sie ging in einem schnellen Tempo los und Felix hatte anfangs Probleme, ihr zu folgen. Als sie schließlich vor einem Gemälde stehen blieb konnte er aufholen, allerdings nur um in einen von dem Bild verborgenen Gang gedrückt zu werden.

\n

\n „Wer bist du denn jetzt?", wiederholte Felix seine Frage und blieb demonstrativ Mitten im Weg stehen. Die Füchsin seufzte und begann ihre Antwort. „Mein Name ist Sara Morheim." Die Kinnlade des Katers klappte runter und er sah sie mit offenem Mund an. „Aber...", setzte er an doch wurde von ihr unterbrochen. „Du brauchst dich nicht zu wundern! Ich bin nun mal anders als mein Vater und bin absolut gegen sein Handeln!"

\n

\n Der junge Kater sah sie weiterhin nur verdutzt an und wusste nicht was er sagen sollte. Es verwirrte ihn, dass er ausgerechnet von der Tochter des Fürsten gerettet wurde. Sanft drückte sie ihn aus dem Weg, um auch in dem Geheimgang zu verschwinden und zog das Gemälde wieder an seinen ursprünglichen Platz. „Gleich können wir über alles reden folg mir einfach.", bot sie ihm schließlich an und ging langsam den Weg weiter.

\n

\n Plötzlich hörten sie hinter sich Geschreie und es klang als würden die Wachen mit jemandem Kämpfen. „Was ist da draußen bloß los?", wunderte sich Sara blieb jedoch nicht stehen, sondern setzte unerbittlich den Weg durch den Geheimgang fort.

\n

\n Bald erreichten die beiden eine Sackgasse doch die Füchsin brachte einen länglichen Gegenstand zum Vorschein, den Felix allerdings nicht richtig erkennen konnte. Kurzerhand ließ sie ihn in einem Spalt in der Wand verschwinden und vor ihnen öffnete sich ein Durchgang in sehr luxuriös wirkende Gemächer. „Darf ich Vorstellen? Mein Zimmer.", erklärte Sara nur knapp und ging weiter zur gegenüberliegenden Wand.

\n

\n Während sie sich an ihr zu schaffen machte schaute sich Felix genauer um. Es war ein großer Raum von dem eine Wandseite komplett aus Fenstern bestand. Gegenüber dieser Wand stand ein kleiner Tisch mit diversen Fläschchen die wie Parfüm aussahen. An der Wand gegenüber der Tür im Zimmer stand ein großes Himmelbett das geradezu einlud sich drauf zu werfen. Jedes bisschen in dem Raum deutete auf ihren Stand hin. Etwas woran Felix nicht gewöhnt war.

\n

\n Er hatte lediglich ein einfaches Zimmer bekommen, wenn er nicht gerade im Kerker bei den Gefangenen eingesperrt war. Nie hatte man ihm Luxus angeboten, obwohl er der einzige Sohn seines Vaters war und es stimmte ihn traurig, dass die Tochter von einem abgrundtief bösen Mann so luxuriös leben konnte.

\n

\n „So du kannst dich hier erst mal verstecken!", sagte Sara und holte ihn so aus seinen Gedanken heraus. Als er zu ihr Blickte hatte sie die Wand neben dem Tischchen geöffnet und entblößte einen kleinen Raum. „Da soll ich rein? Ich kann aber auch von Innen wieder da raus oder?", erwiderte Felix sorgenvoll, immer noch im Hinterkopf habend, dass sie trotz alledem die Tochter des Fürsten war und vielleicht ein doppeltes Spiel spielte. „Natürlich!", antwortete Sara knapp und machte eine einladende Geste in Richtung des geheimen Raums.

\n

\n Zögerlich ging Felix in den Raum hinein. Als er durch den Durchgang hindurch war hörte er ein leises knirschen und die Wand schob sich langsam wieder zu. „Wenn du raus willst hast du direkt neben dir eine Kurbel mit der kannst du sie wieder öffnen.", erklärte ihm Sara noch schnell, bevor die Wand wieder zu war.

\n

\n Nun war es Stockduster und Felix wurde es leicht mulmig zumute. Draußen hörte er erneut Geräusche eines Kampfes. Dann dämmerte es ihm. Es gab nur einen, der in diesem Moment verrückt genug wäre, um das Schloss anzugreifen. Damon! Sofort waren alle Sorgen um sich selber vergessen und jeder Gedanke von ihm begann um den Wolf zu kreisen. „Hoffentlich passiert ihm nichts! Ich könnte mir das nie verzeihen!"

\n

\n Plötzlich war ein lauter Knall zu hören, der wohl von der Zimmertür her kam. Als er dann Damon sprechen hörte fielen ihm mehrere Steine vom Herzen. Doch das Gespräch ging nicht in die Richtung, wie er es erwartet hatte. Panisch fing er an nach der Kurbel zu suchen und als er sie fand, begann er mit all seiner Kraft sie zu bedienen. Quälend langsam öffnete sich die Wand und Felix dachte schon er würde es nichtmehr rechtzeitig schaffen.

\n

\n Aber Damon hatte lange gezögert ihr etwas anzutun. „STOPP!", rief er mit entschlossener Stimme zu dem Wolf. Dieser ließ sofort von Sara ab und wandte sich zu Felix um. Seine Gesichtszüge spiegelten deutlich Überraschung wieder, doch am meisten überwiegte die Erleichterung in seinem Gesicht.

\n

\n Ohne zu zögern ließ er seine Waffe fallen und schlang seine Arme um den Kater, um ihn in einen langen und innigen Kuss zu ziehen. Er erforschte mit seiner Zunge den Mund von ihm und wollte den Kuss nichtmehr beenden. Doch er merkte, dass der Kater schon leicht zurück zog. Als er ihn freiließ holte Felix erst mal tief Luft.

\n

\n Dies war der intensivste Kuss, den er jemals gehabt hatte und er hatte ihn absolut Überrascht. Als er wieder zu Sara schaute sah er ihre großen Augen und schlagartig spürte er wie das Blut in seinen Kopf schoss. Es war eine Sache alleine im Wald jemanden zu küssen und eine Andere vor anderen Leuten jemanden zu küssen und Felix war es nicht gewohnt öffentlich in irgendeiner Weise Zuneigung auszutauschen.

\n

\n „Ihr beide seid also... ähm... zusammen?", fragte die Füchsin mit einem ungläubigen Gesichtsausdruck die Beiden. „Ähm... ich glaube... ja.", stotterte der Kater, dem die Situation mehr als unangenehm war. Nicht nur dass er etwas öffentlich gemacht hatte, was er so nie tun würde, sondern dass es auch etwas Verbotenes war.

\n

\n Damon hingegen schien die ganze Situation nicht zu berühren. Er hatte nur Augen für den Kater und untersuchte jeden Winkel an ihm nach Verletzungen ab. Der wiederum genoss zwar die Aufmerksamkeit, die er vom Wolf erhielt, doch er wollte gleichzeitig so schnell wie möglich diese Situation beenden. „Was machen wir jetzt, Damon?", fragte er den Wolf in der Hoffnung, dieser hätte einen Plan, wie sie nun aus dem Schloss kommen sollten.

\n

\n „Mal sehn... wir gehen jetzt zu diesem Bastard namens Morheim und werden den mal so richtig die Hölle heiß machen! Wie klingt das für dich?", erwiderte er mit einem sehr kalten und verachtendem Unterton. Sein Verhalten ließ leicht darauf schließen, was er von dem Fürsten hielt. „Wenn ihr dass plant, dann möchte ich euch gerne begleiten." Sofort richteten sich die Blicke von Damon und Felix auf Sara. Erstaunen lag in ihnen.

\n

\n „Wenn es das ist was du willst.", antwortete der Wolf schließlich und um zu zeigen, dass er keine Zeit verschwenden wollte, fasste er Felix an der Pfote und zerrte ihn hinter sich aus der Tür hinaus. „Du kannst sogar nützlich sein. Du kannst uns den Weg zeigen." Ein Lächeln breitete sich auf dem Gesicht von Damon aus. Doch es war nicht von freundlicher Natur.

\n

\n Die Füchsin beeilte sich vor sie zu kommen und führte sie durch die teilweise verschlungenen Gänge des Schlosses, bis sie vor einem großen, vergoldeten Tor standen. Die zwei Wachen, die vor ihm Gestanden hatten, wurden von Damon gnadenlos erdrosselt. Dann sah er zum Tor. „Hier liegt die Ursache allen Übels, das uns bis jetzt widerfahren ist Felix. Nun lass uns das endlich beseitigen!" Mit diesen Worten ging er auf das Tor zu und drückte mit all seiner Kraft gegen es. Sie hörten ein berstendes Geräusch, das vermutlich von dem Riegel hinter dem Tor kam, als dieser aus der Wand gerissen wurde. Mit sicheren Schritten ging er auf den Thron zu, auf dem der alte Fürst Morheim saß und mit großen Augen auf seinen Besuch schaute.

\n

\n  

\n

\n _____________________________________________________________________________________________________

\n

\n  

\n

\n So hab ich es auch mal geschafft... Etwas spät aber lieber später als nie :P

\n

\n Diesmal kann ich wulfila leider nich danken hatte  keine zeit mehr dir das vorher zu schicken aber... egal^^

\n

\n  

\n

\n Wünsch dann all meinen Lesern noch ein schönes restliches Jahr und nen guten Rutsch...

\n

\n (Und macht es nich wie ich und sauft dann zuviel... es sei denn ihr seid dann in meiner Nähe :D:D)

\n