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F.R.E.Z Kapitel 12.1

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Veränderungen und ihre Tücken

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New wacht etwas verschlafen auf. Seine Augen sind noch geschlossen als er eine Bewegung an seinem Bauch wahrnimmt. Etwas weiches und warmes bewegt sich dort. Beim nachsehen öffnet er die Augen und erkennt ein Kleines knäul Fell und ein Renamon neben sich im Bett. Er wird schlagartig Nervös, bis ihm einfällt wer dort liegt. Es ist Reon und eine seiner Töchter. Reon Schläft noch genau wie seine Tochter. Er nutzt die Gelegenheit und beobachtet beide aufmerksam. Ein seltsames Gefühl steigt in ihm auf. Es schwer deuten zu können entscheidet er sich es, zu schön um wahr zu sein, zu nennen. Denn so ist es für ihn auch, doch er genießt es so lange es dauert.

New in Gedanken: „Ich glaube, ich fühle mich jetzt das erste mal, so etwas wie geborgen und geliebt. Geliebt von einem Digimon, einem Renamon."

News Augen fangen an zu Tränen, da der Moment einfach zu schön ist. Er sieht Reon, er sieht seine Tochter und bekommt plötzlich Berührungsängste. Er versteht nicht wieso und was los ist. Er dreht sich auf den Rücken und versucht einen klaren Kopf zu behalten, doch es ist schwer.

„Verdammt! Was ist mit mir los? Es ist alles so schön und jetzt?", New fast verzweifelt, im Gedanken.

Er steht verwirrt auf und geht um das Bett. Auf dem Weg zur Tür zieht er sich nur ein Bademantel über und geht hinaus. Die Gänge sind fast alle leer, da die meisten entweder noch Schlafen oder unterwegs sind. New beachtet niemanden, den er begegnet und bemerkt daher auch Kira nicht, an die er vorbei läuft.

„New, was ist los?", Kira hinter ihm her fragend.

„Er sah aus als hätte er geweint. Mal Reon fragen, was da passiert ist."

Sie geht zum Schlafzimmer der beiden.

„Nichts zu hören. ... Reon schläft noch? Auch die kleinen sind noch nicht wach? Wieso weint New, dann?", Kira irritiert.

Sie geht wieder zurück und zum Ausgang des Bunkers. Als sie draußen ist, sieht sie New auf einem Teil eines Baumes sitzen und weinen. Erst will sie gehen und fragen was los ist, doch ist sie unsicher was sagen oder fragen.

„Was ist nur passiert? Er war doch gstern noch so Glücklich. Ich kann mich auch nicht Erinnern das sie Streit hatten.", Kira im Gedanken.

Ein paar Minuten beobachtet sie ihn und geht dann wieder hinein. Auf dem weg zu Reon begegnet sie Piet, einem Rapitmon und sagt hastig:

„Gehe bitte schnell raus und behalte New im Auge. Ich gehe schnell zu Reon und hole sie."

Sie geht weiter und kommt wenig später bei Reon im Schlafzimmer an. Kira rüttelt an ihr um sie aufzuwecken. Nur wenig später wacht Reon auf.

„Kira was ist los. Warum bist du so in Aufregung und Hektik?", Reon etwas verschlafen.

„Vorsicht die kleine ist im Bett.", deutet Kira auf die Tochter die gleich neben Reon liegt.

„Es ist wegen New. Ist irgendwas passiert zwischen euch?", Kira neugierig.

Reon sieht neben sich und New ist weg. Dann Reon etwas Irritiert: „Nein außer dem Sex, den du ja beobachtet hast und das ich ihm gesagt habe, das ich ihn liebe ist nichts gewesen."

Kira wird schlagartig nervös und knall Rot unter ihrem Fell.

„Das weißt du? ... Auch egal. New ist völlig weggetreten und verweint aus dem Bunker raus. Als ich ihn beim raus gehen ansprach hat er nicht reagiert. Er sitzt jetzt seit einigen Minuten draußen und heult wie ein kleiner Welpe. Erst dachte ich das zwischen euch etwas war, doch du hast noch geschlafen. Ich habe Piet schnell noch gebeten ihn im Auge zu behalten, als ich hier her kam."

Reon steht besorgt auf und sagt im gehen: „Bitte passe auf die kleinen auf, ich muss zu ihm."

Sie geht hastig zum Ausgang und verlässt den Bunker. Draußen wird es langsam hell und nur News weinen unterbricht die Stille. Die Luft ist angenehm Kühl und etwas feucht. Sie sieht kaum Fünfzehn Meter entfernt einen Rest eines Umgestürzten Baumes und darauf New.

„Was ist los?", Reon zu Piet der immer noch New beobachtet.

„Ich weiß nicht. Er sitzt nur da und weint, seid ich von Kira gebeten wurde ihn im Auge zu behalten.", Piet etwas Ratlos.

Fast Zehn Minuten sitzt er nun schon dort, als sich plötzlich Reon neben ihn setzt.

„Was ist mit dir New? Warum weinst du?", sie besorgt.

„Ich weiß es nicht. Ich war nach dem Aufwachen so glücklich wie nie und dann plötzlich hatte ich Angst euch anzufassen und bin völlig verwirrt. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Ich kapiere das nicht, Reon." New weinend und verzweifelt.

Reon schweigt, da sie auch nicht weiß was sie sagen soll. Sie steht auf und kniet sich direkt vor ihm hin und nimmt ihn in den Arm. Reon spürt das New im Moment fast Panisch ist und auch so reagiert, da er sich etwas wehrt, doch Reon hält ihn fest, bis er sich kurze Zeit später beruhigt. New erwidert zaghaft die Umarmung und heult wie ein Schlosshund. Plötzlich und überraschend befindet Reon sich wieder in seinem eigenem Bewusstsein.

„Jira?", Reon irritiert.

„Ja, Reon.", die kurz darauf vor ihm erscheint.

„Was ist?"

„Es ist wegen New. Er ist völlig verwirrt.", Jira etwas besorgt.

„Ja ich weiß und ich ahne auch warum."

„Was denkst du, was es ist?", Jira etwas erstaunt und neugierig.

„Ich denke mal New ist mit den Nerven am Ende, wie man hier sagen würde. Es war einfach zu viel in den letzten Vier Wochen. Dann auch noch die ganzen, enormen Veränderungen. Feinde sind Freunde, seine Mutter, er ist Vater geworden und das andere alles. Ich fürchte es war nur eine Frage der Zeit bis es passiert.", Reon bedrückt.

„Deine Einschätzung teile ich. Aber wie du sagst, es ist die Summe allen was er erlebt hat und ich denke es ist nicht nur das was in den letzten Wochen passiert ist."

Reon etwas überrascht: „Was denn noch?"

„Reon, er war heute Morgen überglücklich. Er hatte was er immer wollte. Liebe, Geborgenheit und eine Familie. Was jetzt aus ihm herausbricht ist auch sein Martyrium, was er all die Jahre erleiden musste. Womöglich auch ein Stück weit Angst, dies wieder zu verlieren. Auch aus dem Grund bin ich der Meinung, das es für New gut sein kann nicht nur eine Partnerinnen zu haben, sofern du damit leben könntest. Da er so immer noch wenigstens einen Halt im Leben hat. Denn den Kindern, kann man diese bürde nicht allein auferlegen."

„Du meinst Kira?"

„Ich meine das allgemein, egal ob Mensch oder Digimon. Kira ist ein anständiges und kluges Renamon und sicher nicht verkehrt, denn die beide verbindet etwas. Wobei bei Digimon eher Anthropomorphe wie Renamon oder XVeemon für New geeignet sind. Einfach weil er etwas Gemeinsamkeit braucht, auch wenn er selbst das nicht merkt."

„Was soll die beiden verbindet, sie kennen sich ja kaum? Und was machen wir nun mit New?", Reon irritiert und etwas Ratlos.

„Er hat am eigenem Körper erlebt wie sie Vergewaltigt und angeschossen wurde. Das verbindet sie. Lasse ihn sich ausweinen. Er soll alles, was sich die Jahre angestaut hat, rauslassen. Ich habe den Eindruck das er Recht schnell wieder er selbst sein wird, wenn auch nicht mehr ganz wie vorher.", Jira beruhigend.

„Wie meinst du das?"

Jira unsicher: „Ich weiß nicht genau wie New reagieren wird. Vielleicht wird er Selbstbewusster, emotionaler oder man merkt nichts. Es kommt darauf an wie er es verarbeitet. Sei einfach für ihn da, wenn er dich braucht. Mehr kannst du, im Moment nicht machen."

„Das bin ich gern. ... Ach Jira! Die beiden kleinen haben ja noch keine Namen und scheinen selbst auch keinen zu kennen, hättest du etwas dagegen wenn wir eine nach dir benennen?"

Jira überrascht: „Nein, das würde mich sogar sehr freuen. Doch jetzt sollten wir Schluss machen. Ich hatte nur wegen seines Zustandes Kontakt aufgenommen, was aber scheinbar gar nicht nötig war. Wiedersehen Reon."

Und wieder kaum gesagt ist sie auch wieder bei New.

„Weine ruhig. Lasse es raus, ich bin bei dir.", Reon liebevoll.

Nach dem Gespräch mit Jira erinnert Reon sich wieder an die Erinnerungen von New, aus dessen Kindheit und ihr wird klar das Jira wahrscheinlich Recht hat.

„Warum muss das jetzt passieren? Es lief doch so gut. Und nun traue ich mich nicht mal meine eigenen Kinder anzufassen.", New verzweifelt.

„Du bist im Moment einfach mit den Nerven am ende. Das was du in den letzten Vier Wochen erlebt hast, war einfach zu viel mit einem mal und dann noch die Veränderungen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passieren musste. Keine Angst, ich, wir sind für dich da."

Beide sitzen eine weile dort, während New weint. Irgendwann legt er seinen Kopf auf ihren schoß. Nach gut einer Stunde hat er sich etwas beruhigt, kann aber immer noch keinen klaren Gedanken fassen. Reon weiß nicht recht was nun machen, einfach nur da sitzen und bei ihm sein erscheint ihr zu wenig. Doch hat sie auch Bedenken, das sie es, mit allem was sie macht oder sagt, noch schlimmer machen kann. Auch macht es jede Entscheidung im Moment schwerer. Dann New auf einmal.

„Keine Angst, wir sind für dich da. Seltsam und schön das zu hören. So etwas habe ich von meinen eigenen Eltern nie gehört."

„New, ich bin nicht deine Eltern. Ich bin auch nicht mehr nur dein Digimonpartner, den du mit deinem Leben, an dich gebunden hattest. Ich bin deine Partnerin und Mutter, deiner Töchter. Neben den Beiden kleinen, bedeutest du mir inzwischen mehr als alles, was ich je besaß und kante.", Reon ernst und Gefühlvoll, während sie New sanft übers Gesicht streichelt.

New dreht sich auf den Rücken und sieht ihr ins Gesicht. Es ist Tierisch, ernst und Gefühlvoll. Unter all dem Fell kann er mehr Gefühle für ihn entdecken, als er je bei seinen Eltern wahrgenommen hat. Sie, die ihn gerade mal einen Monat kennt, macht sich Sorgen um ihn und ist in dieser Situation bei ihm, um ihm beizustehen. Es ist so unwirklich.

„Ich verstehe es nicht.", New irritiert.

„Was meinst du?", Reon verwundert.

New nimmt seine Rechte Hand und berührt damit ihr Gesicht. Er fühlt ihre wärme unter dem Fell und sieht ihr angenehmes lächeln als Reaktion auf die Berührung.

„Alles! Warum sind wir uns begegnet? Warum lieben wir uns? Warum habe ich solche Eltern? Warum bist du, die mich kaum einen Monat kennt, für mich da? Warum, warum, warum .... Nichts macht mehr Sinn."

Sie greift nach seinem Arm der noch immer an ihrem Gesicht ist und sagt Gefühlvoll:

„Ist es denn so wichtig, welchen Sinn es hat? Ich bin hier, du bist hier und deine Kinder sind hier. Nicht zu vergessen Kira und die anderen Digimon. Es ist wie es ist und im Moment könnte es für uns beide kaum schöner sein. Meinst du nicht auch?"

New nimmt seine Hand von ihrem Gesicht und greift ihre Hand. Er drückt sie sanft und schaut sich beide Hände zusammen an.

„Es könnte schöner sein. Wir könnten in einer friedlichen Digiwelt mit unseren Kinder so im Gras liegen und das leben genießen. Die Freiheit."

Reon lächelt und sagt:

„Ja schon, aber eines nach dem anderen. Wir wollen es ja nicht übertreiben. Erst einmal lerne das zu genießen was du hast und sei deinen Töchtern ein guter Vater. Ich weiß das du das schaffst."

New löst sich von ihrer Hand und legt seine auf ihren Bauch, direkt vor seinem Gesicht. Er sieht auf seine Hand und sagt nachdenklich:

„Vater? Du hast für mich dein Geschlecht geändert. Das ist für mich immer noch unbegreiflich."

„Ich würde Lügen, wenn ich sage das es für mich nichts besonderes ist ein anderes Geschlecht zu haben und es eine einfache Entscheidung war, doch seit wir unsere beiden kleinem Baby Renamon haben, habe ich keinerlei Zweifel mehr, ob die Entscheidung Richtig war. Sicher ich hätte mich auch mit Kira paaren können, wenn du und sie damit einverstanden gewesen wärt, doch das wäre nicht das selbe gewesen, wie mit dir Kinder zu haben.", Reon während sie ihre Hand auf seine Gelegt hat.

„Dir liegt so viel an mir?", New verwirrt.

„New ich liebe dich. Anfangs hast du mein Leben und mich, als Digimon Partner an dein Leben gebunden und mich bei dir gehalten. Doch die Zeit ist vorbei. Du bist nicht mehr nur mein Partner den ich beschütze, du bist mei...."

„.... ihr Ehemann und Vater Eurer Kinder. Das was euch inzwischen verbindet geht weiter als die meisten von uns je erleben werden. New, du und Reon, ihr habt mit euren Gefühlen für einander eine unüberwindliche Barriere durchbrochen und mit euren Kinder Zwei Welten miteinander verschmolzen. Ihr beide seit unter euren Artgenossen einzigartig, obwohl ihr einer von vielen seit.", Kira zu den beiden.

Sie ist mit den Kindern zu den Beiden gekommen und steht nun etwas Zwei Meter hinter ihnen. New hat sich überrascht aufgesetzt und zugehört. Er sitzt nun entgegengesetzt zu Reon. Beide sind Sichtlich überrascht. Reon ist nachdenklich und sieht zu New, der etwas Ratlos seine Kinder und Kira ansieht. Sie hebt ein Bein über den Stamm und bleibt so sitzen und sagt ruhig:

„Kira hat Recht. Die beiden und wir, sind auf unsere weise etwas besonderes. Aber dennoch sind wir nichts besseres, wir sind wer wir sind. Wir sind zwei Wesen die sich gelernt haben zu lieben, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Denke immer daran New, ich und Kira sind für dich da. Du bist nicht allein.", während sie das sagt nähert sie sich New und umarmt ihn von der Seite.

New legt seinen Arm auf ihren um sie zu erwidern und genießt es.

„Halt mal, Ehemann?", New irritiert zu Kira.

„Na ja, so würdet ihr Menschen das bezeichnen. Wir Renamon haben uns da nicht so. Wir sind zusammen und lieben uns und das ist bei uns genauso viel wert, auch ohne Ritual.", Reon zu liebevoll zu New.

New spürt Reons zärtliche Umarmung. Er spürt ihre Liebe und Sorge um ihn. Auch die Zuneigung seiner Kinder, die bei Kira im Arm warten zu Papa zu dürfen. Aber auch Kiras Freundschaftliche Gefühle nimmt er war. Es ist, für ihn, ein Seltsames Gefühl ihre Gefühle wahrzunehmen, wenn auch nicht sehr stark. Dennoch oder gerade deshalb ist alles so verwirrend, wobei das Wissen über die Gefühle der anderen ihn etwas beruhigt. Kira geht mit den beiden Mädchen zu New und kniet sich von ihm hin.

„Reon, lässt du New mal Frei."

Reon löst die Umarmung und sieht zu neugierig Kira. Auch New ist etwas irritiert und beobachtet sie mit den kindern im Arm. Kaum das Kira bei New ist streckt eines der Baby Renamon den Arm nach ihm aus.

„Wie du siehst bist du sehr gefragt und einigen sehr wichtig. Sei stark New, die beiden brauchen auch dich, ihren Papa.", Kira zu New.

New sieht die kleine dunkle an, die den Arm nach ihm ausstreckt und hebt seinen ebenfalls Zaghaft.

„Nimm sie ruhig.", Kira gefühlvoll.

Doch New zögert. Für Reon scheint es als hätte er Angst. Noch bevor sie selbst dazu kommt ihm Mut zu zureden, springt die kleine von Kiras Arm auf News Beine und legt ihre Arme um seine Brust und sagt etwas unbeholfen:

„Nicht traurig ..... Papa."

News Gefühle fahren in dem Moment Achterbahn. Von Angst zu Freude und stolz, immer hin und her. Nach einem Moment nimmt er sie Plötzlich hoch und umarmt sie Kräftig. Kurz darauf beginnen die ersten Tränen wieder zu laufen. Worauf Kira zu New sagt:

„Komm mit hinein. Die kleinen brauchen was zu Essen und ihr beide auch."

New reagiert nicht. Er hält einfach nur seine Tochter fest im Arm. Reon merkt das auch seine andere Tochter zu ihm will. Sie merkt das die kleinen instinktiv seine Gefühle wahrnehmen und darauf reagieren. Reon streckt ihre Arme zu Kira aus, worauf Kira ihr die andere Tochter gibt.

„Bereitest du schon mal etwas vor?", Reon ruhig und etwas leiser zu Kira.

„Na klar, mach ich."

Kira macht sich auf den Weg zurück zum Bunker und lässt die beiden allein. Piet beobachtet das geschehen derweil, immer noch vom Bunkereingang aus. Reon sieht ihre zweite Tochter in ihren Armen nun liebevoll an. Sie sieht in ein kleines unschuldig wirkendes Renamon Gesicht. Was natürlich auch sogleich seine Folgen hat. Eine angenehme wärme und Freude steigt in ihr auf. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl von dem Sie vor einem Monat nicht mal zu träumen wagte. Während sie die Kleine in ihren Armen ansieht sagt sie zu New:

„Ich kann es selbst noch nicht glauben, das ich Mutter bin. Doch das Gefühl ist unbeschreiblich schön. Vor allem sie sind Renamon, so klein und zierlich. Als wir uns das erste mal trafen hätte ich im leben nicht damit gerechnet das es so wie heute aussehen würde und Babys solch starke Gefühle hervorrufen."

Die Kleine in ihrem Arm reagiert schnell auf sie und kuschelt sich an sie. Wieder geht eine Welle der Emotionen durch Reon, etwas was sie vor den Kindern, so noch nicht erlebt hat. New Reagiert immer noch nicht auf sie. Er hält immer noch seine Tochter fest in den Armen. Er genießt das Gefühl, vor allen da in dem Moment seine Gedanken etwas ruhiger sind. Für Reon ist die Stärke der Gefühle und die Konstellation völlig neu. Auch es bei anderen zu sehen.

New brauchte noch eine gute halbe Stunde, bis er sich endlich mit Reon und den Kindern in den Bunker begab und mit ihnen etwas aß. Seiner Tochter störte das nicht im geringsten, da sie so bei Papa sein konnte. Dies machte aber ihre Schwester etwas Eifersüchtig, was sich aber dank Mama in Grenzen hielt. Drinnen aßen alle erst mal, wobei New nicht ein Wort sagte. Doch ständig zu den kleinen und Reon sah. Nach dem Essen blieben Reon, New und die kleinen zusammen. Sie spürte förmlich wie er die nähe zu ihr und den Kindern genoss, wenn er auch nervös war. Doch irgendwann rief die Pflicht und Reon musste New mit den Kindern allein lassen.

Gegen Sechzehn Uhr kommt Reon wieder und trifft auf dem Weg in ihren und News Wohnbereich Kira. Sie bleibt stehen und Fragst sie:

„Wie geht es New?"

„Er schläft seit einer weile mit den kleinen. Sie haben die ganze Zeit geschmust. Er hat es wie es aussah genossen und die beiden Mädchen sowieso. Hast mit ihm wirklich ein guten Fang gemacht. Man kann dich richtig beneiden.", Kira wirklich neidisch klingend.

Reon wird etwas nachdenklich, was auch Kira nicht übersehen kann.

„Was hast du?"

„Sage mal Kira, was genau meintest du, als du sagtest, wenn er ein Renamon wäre? Also was Partner angeht. Kommen für dich keine anderen Digimon in Frage?", Reon etwas neugierig.

Kira ist etwas überrascht und antwortet nachdenklich: „Nein, ich habe nicht perseh etwas gegen andere Digimon. Es kommt mir nur unter Renamon irgendwie stimmiger vor. Ich kenne es halt durch meine Kindheit nicht anders, auch wenn es bei uns immer wieder mal zu Mischbeziehungen kam. Na ja und Menschen sind halt noch weit mehr anders als Digimon und Nachwuchs daher faktisch ausgeschlossen. Ums Kurz zu sagen, wenn mir der Richtige über den Weg läuft, bin ich auch kein Kostverächter und nehme auch andere Digimon als Partner."

Reon wieder etwas Nachdenklich und Fragt schließlich: „Und was ist mit New?"

„Was meinst du? Was soll mit ihm sein? Keine Angst Reon, ich mache dir ihn nicht Abspenstig, falls du darauf hinaus willst.", Kira etwas nervös.

„Nicht direkt. Nur könntest du dir eine Beziehung zu ihm Vorstellen? Vor allem wenn du nicht die Einzige Partnerin wäre?"

„Reon willst du mich etwa verkuppeln?", Kira irritiert.

Reon sieht sie etwas überrascht an. „Nein! Oder doch? ... Ich weiß nicht. Eigentlich Frage ich nur, weil Jira so etwas angesprochen hat und meinte das es für New gut wäre, wenn ich auch eine andere Partnerin an seiner Seite Akzeptieren würde. Dann hat er immer einen Halt, auch wenn er jemanden verliert und da stimme ich ihr zu."

„Reon, man merkt das du bis vor Kurzen noch ein Rüde warst. Ja sie hat womöglich recht mit New. Doch wie kommt ihr oder du auf mich?"

„Du bist eigentlich eher zufällig gefallen, da es etwas gibt was euch verbindet. Zudem hat Jira ein gute Meinung von dir."

„Uns verbindet etwas? Was soll das sein? Ich habe ihn bis vor Kurzen doch noch nicht mal gekannt.", Kira Irritiert.

„Ja stimmt. Doch New hat deine Vergewaltigung und davor, wie du angeschossen wurdest, miterlebt. Es sind die Erinnerungen die ihr beide teilen tut."

Kira bleibt einen Moment Nachdenklich ruhig. Denn auch wenn sie es wusste, ist ihr die Tatsache bisher nicht bewusst geworden.

„Jetzt wo du es sagst, stimmt. Das ist mir bisher irgendwie nicht so bewusst geworden, bis jetzt. Schon irgendwie seltsam, zu Wissen das wir diese Erinnerungen Teilen.", Kira etwas nachdenklich.

„Um die Sache nicht unnötig Komplizierter zu machen, als es sein muss. Ich hatte einige Zeit um darüber Nachzudenken und habe mich entschieden andere Partnerinnen neben mir zu Akzeptieren. Ich weiß das New mich liebt. Das konnte ich bei unserer Verbindung fühlen und sein Wohl ist mir sehr wichtig, zumal ich jederzeit sterben könnte. Ob du es bist, oder jemand anderes ist egal. Du brauchst jedenfalls keine Angst haben, das ich dir es übel nehme, solltest du dein Interesse an ihm auch offen Zeigen, denn das hast du zumindest etwas, so blind bin ich als Ex Rüde nämlich auch nicht.", Reon Gefühlvoll und am Ende Grinsend.

Kira wird verlegen und will erst Einspruch erheben, doch Reon spricht dann in verlegeneren Ton weiter:

„Aber nun etwas anderes. Woran würde ich eigentlich merken das ich schwanger bin?"

Kira ist wieder irritiert, aber auch amüsiert: „Wow Reon. Du schaffst es echt einen zu überraschen. Wie kommst du jetzt darauf?"

„Wegen Gestern und wenn ich das Richtig bemerke, bin ich immer noch in Hitze, was das bedeutet brauche ich dir ja nicht sagen."

„Stimmt der Sex und dem Geruch nach bist du noch in Hitze. Ich muss gestehen, das ich das nicht mal genau weiß, aber ich denke das in dem Fall die Hitze aufhört. Doch ob das sofort oder etwas Verzögert passiert, weiß ich nicht. Ich werde mich mal bei einigen weiblichen Digimon erkundigen."

„In Ordnung, mache das. Irgendwie wünschte ich mir sogar das ich Schwanger werde, doch das wäre in Kämpfen nicht gut, da die kleinen verletzt werden könnten, wenn ich verletzt werde.", Reon etwas deprimiert.

Kira tritt direkt an sie heran und umarmt sie.

„Ja das kann ich verstehen. Es ist wunderschön sie zu haben und zu bekommen, doch die Angst das ihnen etwas passiert ist immer da. Doch wie ich an dir gesehen habe, ist es das Wert und wir finden eine Lösung, sollte es wieder Welpen geben.", Kira mitfühlend.

Reon hat direkt, aber etwas zögernd und Aufgewühlt die Umarmung erwidert. Nach einer weile sagt Kira dann.

„Da nichts wichtiges anliegt, gehe ruhig zu New und lege dich mit zu ihm. Du kannst auch en wenig versuchen zu schlafen, wer weiß wann wir wieder Ärger bekommen."

Reon löst die Umarmung und Antwortet: „Ja stimmt und im Moment braucht New, mehr denn je jemanden."

Danach geht sie auf direkten Weg zum Schlafraum, von sich und New. Er liegt noch immer schlafend im Bett und die beiden kleinen neben ihm. Sie geht zu den Dreien ans Bett und schaut sie von nahen an, wie sie dort zusamgekauert da liegen. Wieder einmal steigt ein angenehmes Gefühl in ihr auf, warm und angenehm. Reon legt sich an den Rand des Bettes, nur Zentimeter von ihren Töchtern entfernt hin und genießt die Ruhe und die nähe zu den Dreien.

 

Kira geht nach dem Treffen mit ihm hinaus aus dem Bunker und setzt sich auf den Baum, auf den New und Reon gesessen haben. Die Unterhaltung mit Reon, hat die Erinnerung an den letzten Abend wieder zurückgebracht. Aber auch die an die Vergewaltigung. Es ist schwer für sie, da beide Erfahrungen so sehr unterschiedlich sind. Es sind solch extreme Gegensätze, der Hass des Menschen, bei der Vergewaltigung und die erstaunliche Liebe zwischen New und Reon, welche sie bei dem Sex der beiden erlebt hat. Sie fühlt in den Erinnerungen die Liebe der beiden. Die Liebe zwischen einem Mensch und einem Digimon. Dazu noch deren Kinder, etwas nahezu unmögliches.

Das allein verwirrend genug, kommt dann auch noch Reons Aussage hinzu, das sie es Akzeptieren würde, sollte sie auch eine Beziehung mit New eingehen wollen. Eine Renamon die sich eine andere Frau, in einer Beziehung neben sich vorstellen kann, ist für sie auch nicht alltäglich. Kira muss sich eingestehen das Reon nicht ganz unrecht hatte, was die Gefühle für New angeht. Sie liebt ihn zwar nicht, aber sie mag ihn sehr. Kira sitzt eine ganze weile, dort auf dem umgestürzten Baum und bekommt nach einiger Zeit auch Gesellschaft von Piet, welcher ein offenes Ohr für sie hat. Aber auch ebenso zerrissen ist wie sie, was die Menschen angeht. Da er wie Kira schlechte Erfahrungen machen musste und nun mit New und Reons Liebe konfrontiert wird.

Etwa eine Stunde später stehen beide auf. Piet macht eine Kontrollrunde und Kira geht in den Bunker zurück um für Reon die Erkundigung einzuholen. New ist inzwischen wieder wach und wird von Reon behütet.

Gegen Neunzehn Uhr bei General Hanson:

„Sir, ich müsste sie mal einen Moment sprechen."

Als Hanson sieht wer dort in seiner Tür steht, sieht er schon dessen Hinrichtung mit vergnügen in der Fantasie ablaufen. Doch aller spaß hat mal ein ende und als General sehr schnell.

„Was wollen sie.", Hanson unfreundlich.

„Es geht um New, dem Partner von Reon. Wie es scheint gibt es Probleme."

Hanson sieht ihn nun etwas neugierig, aber Misstrauisch an.

„Was für Probleme? Reden sie schon, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit. Zivilisten!", Hanson brummig.

„Verzeihen sie. Wie es aussieht und ich erfahren habe, hat er irgend ein Psychologisches Problem bekommen. Wenn ich das Richtig mitbekommen habe, scheint er die ganzen Änderungen der letzten Wochen, nicht so einfach zu verkraften. Daher wollte ich vorschlagen, ihm einen Psychologen zur Seite zu stellen, der beiden Helfen kann."

„Und wie Äußert sich das? Muss ich ihnen denn alles aus der Nase ziehen?"

„... Weinen, schlafen, sich zurückziehen. Kurz gesagt er war zu nichts zu gebrauchen, wie sie es wohl sagen würden.", der Besuch nervös.

„Na geht doch. Kurz und Bündig. Einverstanden. Das letzte was ich jetzt brauchen kann ist das einer Nervös und unberechenbar wird. Ich werde einen bei unseren Leuten, in der nähe von deren Bunker, stationieren lassen. Dort ist er immer erreichbar und dort können sie ihn auch über die Lage aufklären.", Hanson bestimmend.

„Danke General. Ich werde dann wieder gehen."

Der Besucher ist gerade an der Tür angekommen als General Hanson ruft: „Stopp, ein Moment."

Der Besuch dreht sich besorgt und Nervös zu dem General um und wagt es kaum ihn anzusehen.

„Da sie gerade hier sind, können sie ihrer Herrin Kira ausrichten das ich sie bitte sprechen möchte. Es geht um das Verletzte Digimon.", Hanson etwas Nachdenklich.

„Verstanden, ich werde es ihr ausrichten. Darf ich jetzt gehen?", Kiras Sklave nervös.

„Ja. Wegtreten."

Er verlässt den Raum und macht sich auf den Weg.

Nachdem Kiras Sklave aus dem Raum ist, denkt der General:

„Unterwürfiger kleiner Perversling. Wie es scheint will er sich seine Freiheit verdienen, so brav wie der ist. Selbst wenn nicht, es gibt einige meiner Männer die ihn liebend gern als Zielscheibe nehmen würden. Aber lebend macht er weniger Papierkram.", Hanson am ende etwas amüsiert.