Mittwoch, 23. November 2022
Hello, Goodbye
Der wunderbare Christian hat mir eine Seite gebastelt und meine alten Beiträge gleich mit umgezogen - an dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung von Dirk Olbertz beim Kisten schleppen (in 16 Jahren haben sich so manche MB angesammelt). In Zukunft bin ich also unter folgender Adresse zu finden:

frauklugscheisser.de

Wundern Sie sich nicht, es sieht dort fast genauso aus wie hier. Ich hatte ein bisschen Bammel, dass ich mich im Eigenheim nicht zurechtfinde, deswegen ließ ich das Erscheinungsbild so stehen, wie ich es seit 16 Jahren kenne. Der Nachsendeantrag für Kommentare läuft übrigens noch auf unbestimmte Zeit.

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Donnerstag, 22. September 2022
Don't it always seem to go...
... that you don't know what you've got till it's gone.

Nicht nur Joni und Janet besangen es, auch ich weiß, dass sich Vieles über die Jahre ändert. Manches lautlos und unbemerkt, manches mit einem Kanonenschlag und zwar dort, wo wir's am wenigsten erwarten, wo es aber ganz individuell weh tut. So geschehen mit dem Ausbruch der Pandemie, dem Ukrainekrieg und vielen anderen Ereignissen in der Vergangenheit. Das ganze Ausmaß spüren wir erst so richtig, wenn es mit persönlichen Einschlägen einhergeht. Ansonsten kommen wir mit einem Streifschuss gesellschaftlicher Unbequemlichkeiten davon, den wir nach Abheilen bald vergessen. Wenn es nur irgendwie weitergeht, balancieren wir äusserliches Ungleichgewicht mit eigener Annehmlichkeit. Je schneller wir adaptieren umso schneller ist die Erschütterung vergessen.

Schnelle Autos, höhere Gehälter und die warme Wohnung fallen für die unter die Kategorie Spielsachen, deren Grundbedürfnisse gesichert sind. Sowas geben wir nur unter lautem Protest her. Hier ist die Stelle, an der mein Text die Kurve nicht mehr kriegt, denn was ist ein Blog schon mehr als eine kleine Spielerei, die jetzt auf der Kippe steht, da Dirk Olbertz - der Betreiber von blogger.de - aufhören wird. Als Twitter aufgekauft werden sollte, fanden wir das ein wenig skandalös, im Grunde war die Aufregung aber nur Ausdruck einer Internetsüchtelei. Der Raum hier ist mein über die Jahre gewachsenes Stück Heimat. Zwischen langen Ruhephasen kam ich immer wieder hierher zurück. Manchmal las ich nur alte Beiträge, freute mich über längst Vergessenes oder wunderte mich über meine einstigen Sichtweisen. Ein andermal war mir danach, das Eingabefenster mit Buchstaben zu füllen und etwas in die Welt hinauszuschicken und meine Gedanken für andere nachvollziehbar zu sortieren. Über die ungewisse Zukunft dieser Plattform bin ich traurig, denn ich ahne, dass ich kaum eine private URL mein Eigen werde nennen können, die so gut zu mir passt wie diese hier.

Im globalen Vergleich ein Fliegenschiss, werden Sie jetzt denken. In einigen Monaten werde ich bestimmt ein neues Spielzeug gefunden oder viel schlimmere Sorgen haben. Heute Abend ist es mir jedoch das Wichtigste. Und das soll hier festgehalten werden. Mach' es gut, kleine Internetecke. Du warst sehr kuschelig. Ich werde Dich vermissen.


Das einzige Katzenfoto auf meinem Blog

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Montag, 19. September 2022
Talk to Me
Kroatisch ist die Sprache der Gewinner beim Scrabble. Wo nur wenige Vokale die Konsonantenfolgen unterbrechen, kann die Aussprache für uns Deutschsprachige zur Herausforderung werden. Andererseits scheint man auch internationale Wörter in der Schreibweise frei zu interpretieren.



So war ich jeden Morgen beim Griff nach dem Shampoo leicht irritiert. Aber auch andere Worte erinnerten mich stark an Bekanntes. Beispielsweise haben sich die Kroaten am Bayrisch bedient:



Eine kroatische Freundin wohnt mit ihrem amerikanischen Mann in Zagreb. Die kleine Tochter wächst zweisprachig auf, der Vater lernt nun die Landessprache mit Bilderbüchern. Bei den Assoziationen waren wir uns einig, denn ausser den üblichen Worten und Sätzen - man hört sie jeden Tag - konnte ich mir nur den Frosch merken: ?aba. Ausgesprochen wird er nämlich wie der berühmte Schleimhaufen aus Star Wars, Jabba the Hutt.

So leicht es ist, sich über eine nicht beherrschte Sprache lustig zu machen, so schwer ist es, sie zu erlernen. Denn Sprache - da machen wir es uns vielleicht durch das bekannte Lernsystem zu einfach - besteht aus weit mehr als nur Wörtern. Unser Denken besteht aus Bildern und Gefühlen, die wir in Worte fassen, um uns mitzuteilen. Diese Bilder sind in jeder Kultur sehr spezifisch. Ohne in die Sprachwissenschaften einsteigen zu wollen, habe ich einst ein kleines, persönliches Experiment verfolgt. Meine Spanischkenntnisse waren zu dieser Zeit sehr rudimentär, was mich aber nicht davon abhielt, während eines beruflichen Aufenthaltes im Land ein paar Gedichtbände zu erwerben. Dann begann ich, die Zeilen Wort für Wort in's Deutsche zu übersetzen. Es ergaben sich Bilder von solch' gewaltiger Dimension, die mich damals wie heute erstaunten. Die romanischen Sprachen benötigen weit weniger Worte als beispielsweise im Englischen gebraucht werden, doch die Kultur zeichnet überdimensionierte Bilder von Gefühlen des Leids und Verlustes, der Trauer und Freude. Man kennt das Stereotyp des sich im Detail verlierenden Briten im Gegensatz zum exaltierten oder zumindest extrovertierten spanischsprechenden Menschen. Wenn ich mir die Sprache mit ihren Bildern ansehe, könnte da wirklich was dran sein.

Eigentlich wollte ich was ganz anderes erzählen aber die Worte haben sich so ergeben. Das Deutsche ruckelt halt so schön vor sich hin - von Plätschern kann ja bei so viel Zusammengesetztem keine Rede sein. Da verdienen wir nämlich beim Scrabble zumindest den zweiten Platz, gleich hinter kroatisch.

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Samstag, 17. September 2022
Unstoppable
Damals in der Cola-WG... In memoriam Elle Journelle (Elena)

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Mittwoch, 14. September 2022
Swimming


Immer nur Meer- und Essensfotos sind auch langweilig. Deshalb habe ich keine Kosten und Mühen gescheut, Ihnen nun einen kleinen, exklusiven Einblick hinter die Kulissen des Remakes von Badende Venus zu präsentieren. Dort, wo einst Winnetou über die Prairie ritt, kraule ich gemächlich in blaugrünem Wasser. Damit man mich auch sehen kann, trage ich rot. Was sie auf dem oberen Bild sehen, ist also keine Rettungsboje, sondern die perfekte Kombination aus Badehaube und Sonnenschutz. Während andere gerötet aus dem Urlaub kommen, werde ich nur mild lächelnd auf meine neue Gesichtsmaske verweisen. Jetzt heißt es nur noch 'entdeckt werden', denn so ganz ohne Folgschaft kann ich mir noch so viele Schriftzüge auf die Stirn kleben, das ganz große Geld bleibt wohl aus. Naja, Hauptsache es hat Spaß gemacht.

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Montag, 12. September 2022
If You're Happy and You Know It (Clap Your Hands)
Das Fenster steht offen, von draussen dringen Meerluft und die Klänge einer Blaskapelle in's Zimmer - das eine kriege ich nicht ohne das andere. Insgesamt ist es aber eher langweilig hier. Schnödes blau in blau mit einem Hauch sonnendurchtränktem Grün, weshalb ich hier auch keine Fotos einstelle. Daheim in Deutschland soll das Wetter gerade nicht so fein sein, so genau weiß ich das aber nicht, weil ich es nicht nachschaue. Es interessiert mich einfach nicht. Meine hochformatigen Fotos werden liegend angezeigt, wenn ich sie bearbeite, stehen sie zwar für die Betrachtenden richtigrum, ich kann sie aber nicht mehr mit demselben Namen speichern, denn das war ja das andere, liegende Foto. Und jetzt wissen Sie, wie es mir geht, denn das ist gerade mein dringendstes Problem - abgesehen von der Blaskapelle unten auf dem Dorfplatz, die gerade Adèle ausschlachtet und von den letzten verbleibenden Touristen umjubelt wird.


na gut, eins geht schon

Meine Begleitung sagt, es gäbe hier am Meer keine Stechmücken, weil hier ständig Wind wehe. Seltsamerweise surren eine oder zwei von den Tierchen ständig nachts um meine Ohren. Ich bin auch die, die komplett zerstochene Beine hat. Die Begleitung fühlt sich nur ein wenig im Schlaf gestört und klatscht gelegentlich nachts in die Hände. Dann denke ich, es geht ihr auch gut. Und so vergehen die Tage und Nächte hier am Meer viel zu schnell. Gestern haben wir eine Wanderung zur höchsten Erhebung der Insel gemacht. Auf dem Weg trafen wir einen semi-professionellen Steinschleuderer, der örtliche Wettbewerbe organisiert. Er fragte, ob ich auch mal probieren wolle, ich fragte, wie lange er bereits trainiere. Auf seine Antwort "sein ganzes Leben" erwiderte ich nur, dann sei ich bereits zu spät dran.



Liebe Omi, das Essen ist gut, das Wetter schön und leider müssen wir bald wieder abreisen. Solche Postkartentexte schreibt man nicht mehr, weil man keine Postkarten mehr schickt. Die letzten schickte ich von Florenz, die kamen nie an. Jetzt schicke ich sie immer von Deutschland aus ab, damit das mit der Zustellung klappt. Wie die Rezipienten wohl schauen würden, wenn ich solche Texte per Messenger verschickte. Oder Bilder vom Essen statt von der Landschaft. Das Essen ist übrigens nicht immer gut, dafür aber teuer. Obige Ausnahme bestätigt leider die Regel.



Mehrsprachigkeit hat auch ihre Tücken. Heute habe ich ein französischsprachiges Pärchen auf unser Boot eingeladen. Das war schön, weil man bei Wind und Wellen nicht so viel versteht, dafür aber meistens mit falscher Grammatik dennoch verstanden wird. Oder mit falschen Wörtern. Die Übersetzung von Spanisch oder Englisch funktioniert in's Französische nur sehr eingeschränkt, so meine heutige Erkenntnis. Die Mitfahrenden sind aber äusserst bemüht uns zu verstehen. Der Rest klappt dann später mit Alkohol.



Kroatinnen und Kroaten sprechen übrigens eher deutsch als englisch, sind im Allgemeinen aber durchaus bemüht, auch alles andere zu verstehen. So habe ich einiges über die lokalen Gepflogenheiten gelernt. Beispielsweise werden Pfandflaschen nur vom Großmarkt an der Hauptstraße zurückgenommen. Dort wirft man sie allerdings in großen Säcken hinter's Gebäude, statt sie in irgendeiner Form zu recyclen. Ich bringe sie brav zurück, ziehe einen Bon und lege den auf einen Papierkorb an der Straße. Irgendwer sammelt die Bons wie alle anderen leeren Plastikflaschen und freut sich drüber. Ich höre manchmal jemanden auf dem Dorfplatz nachts klatschen. Ob das den Flaschen oder den Moskitos gilt, weiß ich nicht. Jedenfalls scheinen die Leute hier glücklich zu sein.

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Freitag, 9. September 2022
Keep calm and carry on

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Samstag, 3. September 2022
Let The Good Times Roll
Während ich an einem Plastiktisch auf dem schmalen Gehweg einen Teller frisch zubereitetes Phat Thai verspeise, kriecht eine Schnecke an der Wellblechabsperrung entlang. Wenn man ihren Standort - oder in diesem Fall Kriechort - nur gelegentlich registriert, legt sie einen beachtlichen Weg zurück, während sie sich unter Beobachtung kaum fortzubewegen scheint. Ich finde das ein sehr anschauliches Beispiel für Zeitempfinden.



Das Essen wird übrigens in Bangkok auf der Straße zubereitet. Eine alte Frau zieht jeden Abend einen Wagen an den Straßenrand, auf dem sie die Zutaten schneidet, kocht und anrichtet. Serviert wird dann entweder auf Plastikgeschirr oder zum Mitnehmen in beschichtetes Papier gewickelt, das ich daheim von der Wursttheke kenne. Ich gehe jeden Tag dort vorbei, kaufe eine kleine Portion Phat Thai und gebe umgerechnet 50 Cent extra. Das ist für die Frau wahrscheinlich viel Geld. Der Kellner in der Rooftopbar eine Straße weiter rümpft darüber die Nase. Ich kann mit dieser Währung schlecht umgehen, rechne in Euro, wäge ab und finde doch keine gute Relation, was als Trinkgeld angemessen scheint. Im Kaufhaus zahle ich für ein T-Shirt made in Bangkok 5 Euro, daneben 50. Ja was denn nun, möchte ich am liebsten rufen.



Der Verkehr ist verrückt. Am ersten Tag fahre ich Bus. Fahrtrichtung ist hier links. Ich denke in Himmelsrichtungen, meine Fahrt soll nach Westen gehen, folglich muss ich auf den Bus an der hiesigen Straßenseite warten. Als er kommt, steige ich ein und krame nach Geldscheinen. Eine Kontrolleurin bittet mich, einen Sitzplatz einzunehmen bevor ich bezahle. Sie bewahrt das Wechselgeld in einer länglichen Schatulle mit Deckel. Geschickt zählt sie mit der freien Hand die Münzen und zieht einen Fahrschein von der Rolle, händigt mir beides aus und geht zum nächsten Fahrgast. Eine halbe Stunde später hat der Bus drei Haltestellen zurückgelegt. Auch hier ist Zeit relativ. Ich beschließe, mit der Metro zurückzufahren.

Am nächsten Tag fahre ich ein Stück Taxi, weil es regnet - wie jeden Tag. Mein Ziel liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Der Fahrer kennt weder die Straße noch Englische Wörter. Ich öffne Googlemaps auf dem Handy. Als er vor der Abbiegung hält, deute ich an, er solle bis zur nächsten Kehre weiterfahren. Da kommt aber keine Kehre. Als er schließlich auf der anderen Seite an der richtigen Seitenstraße hält, hat sich der Preis auf dem Taximeter verdoppelt. Sein zahnloses Lachen hört sich fast an, als würde er mich auslachen. Dabei drückt er nur seine Verlegenheit damit aus. Ja, die dumme Touristin hat auf Weiterfahren bestanden, obwohl sie über die Fußgängerbrücke billiger an's Ziel gekommen wäre. Ich gebe auch hier Trinkgeld, allerdings sind es nur ein paar Groschen. Bei Regen ein freies Taxi mit freundlichem Fahrer zu finden grenzt an ein Wunder. Ich bin mir sicher, das Tourituktuki hätte mich doppelt soviel gekostet.



In der Metro falle ich nicht nur mit meinem orangen Sommerkleid auf, sondern vor allem mit der Tigermaske, die ein Geschenk eines Ladeninhabers war. Ich bin hier nicht nur im fliegerischen Einsatz, sondern auch in geheimer Mission unterwegs. Der kleine Junge mir gegenüber möchte auch so eine Maske. Das macht er seiner Mutter durch Blicke und Fingerzeigen klar. Dann betritt ein Mönch die Bahn. Sein Gewand hat dieselbe Farbe wie mein Kleid. Vielleicht sieht er mich aber nicht deswegen so komisch an, sondern wegen der Maske. Das fällt mir aber erst später ein, denn ich sehe mich ja nicht von aussen. Jemand räumt einen Sitzplatz. Auf einem Schild wird gebeten, für Alte, Kranke, Schwangere und Mönche aufzustehen. Das ist mir neu. Ich sollte das Kleid mal zu Stoßzeiten und ohne Jacke in der Bahn tragen, dann kriege ich sicher einen Sitzplatz.

Am Zielort muss ich mich beeilen, um vor dem großen Feierabendverkehr zurück zu sein. Dann weichen die Motor- und Fahrräder auf die sowieso schon schmalen Gehwege aus. Ich erschrecke nicht nur einmal über die wohl unterschiedlich wahrgenommene Gefährlichkeit der Fortbewegung als Fußgehende zum motorisierten Verkehr. Dennoch lege ich einen beträchtlichen Teil des Weges freiwillig so zurück, denn alles andere macht bei stehendem Verkehr keinen Sinn. Ich bin spät dran. Für den nächsten Tag nehme ich mir vor, ein wenig früher loszukommen. Oder die Erledigungen schneller zu absolvieren. Wahrscheinlich werde ich aber einen Platzregen abwartend irgendwo unterstehen und mich anschließend im Schneckentempo auf schmalen Wegen hinter anderen Fußgängern einreihen. Irgendwann komme ich an, egal ob ich mich schnell oder langsam bewege. Eigentlich ist nur wichtig, was dazwischen passiert.

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Montag, 15. August 2022
Nothing but Blue Skies Do I See


Während ich nach der Ankunft aus San Francisco das Mitleid meiner Kollegen beim Betrachten der neuen Nachrichten auf meinem Handy und dem Ausruf: "Ich fliege morgen!" bekam, musste ich aufklären, dass es sich nicht um Arbeit handelt, sondern mein Vorhaben, am nächsten Tag bei schönstem Sonnenschein und klarer Sicht einen ersten Tandemflug mit dem Gleitschirm zu absolvieren. Ohne Triebwerke und nur mit ein paar Gurten zwischen mir und der Luft zog uns ein dünner Stoffschirm auf fast 3000m Höhe. Ich sah staunend in die Ferne, nach unten und oben in's Blau, musste fast eine ganze Stunde grenzdebil lachen und dann feststellen, dass man davon einen sehr trockenen Mund bekommt. Der Wind ist nämlich nicht zu unterschätzen. Die Landung war etwas unsanft, jedoch ohne bleibende Schäden. Ich fürchte, ich mache das in Zukunft noch öfter. Also das Fliegen mit Gleitschirm, nicht das unsanfte Landen. Und irgendwann vielleicht auch ohne Piloten und ganz alleine.



Der kleine, bunte Fleck, das ist unser Schirm, an dem ich hänge.

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Freitag, 12. August 2022
Be Sure to Wear Some Flowers in Your Hair


Bombastisches Wetter in San Francisco, wo es häufiger regnet und nebelt als in Hamburg. Na gut, das schreibe ich nur, weil es so ein schöner Übergang vom letzten Eintrag über die Nebelausstellung ist. Eigentlich bin ich nämlich vor dem heißen Europäischen Sommer hierher geflüchtet. Der Wetterbericht versprach bewölkte 19°C, doch der Wind vertreibt die Wolken. Schließlich laufe ich ohneärmelig - eine Bezeichnung aus meinem frühkindlichen Wortschatz - aber mit Jacke über die Hügel. Wahrscheinlich kaufen im selben Moment zwei meiner Kollegen Kleidung, weil es hier meist kühler als erwartet ist. Übrigens laufe ich an diesem Tag mehr auf und ab als sowieso schon in San Francisco, weil die Vizepräsidentin da ist und ein ganzer Block abgesperrt wurde. Um einen Block herumgehen bedeutet hier aber entweder steil hoch oder steil runter. Das fühlt sich zu Fuß wie städtisches Bergsteigen an (urban mountainclimbing). Ich komme aus München und habe in Stuttgart Führerschein gemacht, ich kann das beurteilen.

Ob die Amerikaner diese alten Autos überhaupt fahren können? Am Berg anfahren? Mit Handbremse? Ich bezweifle das. Die auf Oldtimer spezialisierte Werkstatt hat anscheinend gut zu tun.

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Too Late to Apologize


Mason Street, San Francisco

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