Media Monday #762 – Woche 27 meines Sabbatjahres

So. Heute habe ich mich endlich mal richtig beraten lassen und mir Wanderschuhe gekauft, die mir tatsächlich passen. Dazu noch ordentliche Regenklamotten (Wassersäule 20.000), damit ich nicht wieder in Gefahr gerate, komplett durchnässt dazustehen, wie am Tag meiner Gletschertour in Island. Da habe ich nochmal ordentlich Geld investiert 😮 😳 , aber dafür habe ich hoffentlich hochwertige Ausrüstung, die mich lange begleiten wird. Lange begleitet mich auch schon der Media Monday

1. Müsste ich mich diesen Monat für nur eine Neuveröffentlichung entscheiden, dann würde ich wohl die zweite Hälfte der 4. Staffel von BRIDGERTON (26.2.) wählen, denn ich möchte schon gerne sehen, wie Benedict und Sophie doch noch zusammen kommen (denn so wird es ja sicher enden, wenn man die letzten Staffeln gesehen hat), auch wenn ich die „Aschenputtel“-Idee jetzt nicht sooo originell finde. Aber ich mag Benedict (und Luke Thompson, den ich ja auch schon live im Theater und an der Stage Door – vor BRIDGERTON – gesehen habe) schon sehr. ❤

2. SHAMELESS (US) ist wahrscheinlich besser als das Original, denn da bin ich definitiv länger dran geblieben, als bei der britischen Originalserie, deren erste zwei Staffeln ich ehrlicherweise eh nur wegen James McAvoy geguckt habe. Dann stieg er aus – und ich auch. Allerdings – SHAME on me – habe ich die amerikanische Version auch nicht bis zum bitteren (?) Ende geschaut.

3. Es wäre sicherlich ein Leichtes gewesen, am 1. Februar damit zu beginnen, meine „A Puddle A Day“-Reihe auf meinem Fotoblog fortzusetzen, aber dann ist mir die Idee zu spät gekommen und ich musste noch den Vollmond jagen gehen…

So geht es eben ab heute weiter mit dieser Reihe – als Countdown bis zur Neuseelandreise.

4. ADOLESCENCE schafft es tatsächlich, dem Thema neue Facetten abzuringen und punktet außerdem durch die One-Shot-Kameraführung (und die herausragenden schauspielerischen Leistungen).

5. Ich freue mich ja schon sehr auf Neuseeland. 🙂

6. Die kontroverse Diskussion um die Besetzung der Figuren bei Christopher Nolans THE ODYSSEY (man munkelt, dass Lupita Nyong’o Helena spielen soll, und auf X/Twitter wird sich darüber das Maul zerrissen, dass das „historisch unkorrekt“ wäre) macht mich neugierig, aber eigentlich reizt mich der Stoff jetzt nicht besonders. Aber, hey, es ist ein Film von Christopher Nolan, also werde ich ihn mir vermutlich ansehen. Wobei ich ja nicht alle seine Filme gleich gerne mag.

7. Zuletzt habe ich mit Adoring Audience ausgemacht, dass wir morgen HAMNET zusammen ansehen (meine Zweitsichtung, ihre Erstsichtung), und das war gut, weil ich den Film noch einmal sehen möchte, da ich bei der Erstsichtung nicht immer voll bei der Sache war, weil ich mich über andere Kinobesucher ärgern musste, die immer wieder miteinander redeten oder an unpassenden Stellen lachten. Eins kann ich jedoch schon sagen: das Ende gehört zu den besten Filmenden EVER.

Rückblick 2017 #5: Die besten Staffeln von fortgesetzten Serien

Bzgl. der „alteingesessenen‟ Serien stelle ich am Ende des Jahres ein seltsames Phänomen fest: Ich kann mich bei den wenigsten so richtig erinnern, wie gut ich sie fand, was ich beim Sehen empfunden habe. Da stechen nur wenige so heraus, dass ich mich an Details aus den Staffeln erinnern kann. Deswegen fiel es mir besonders schwer, hier ein Ranking aufzustellen, zumal ich fast keine Rezensionen zu diesen Staffeln verfasst habe. Dumm.

Nun könnte man meinen, dass dadurch meine Bestenliste kürzer würde, aber – wenig überraschend bei mir, kann ich mich doch selten auf die übliche Anzahl beschränken – sie wurde dadurch eher länger, bzw. ich habe sie auf zwei Listen aufgeteilt. Und so bekommt ihr zunächst ein Ranking der besten britischen Serien, und danach der amerikanischen Serien. Spoiler sind zu erwarten.

Die fünf besten Staffeln von FORTGESETZTEN britischen Serien

1. Penny Dreadful – Season 3

Die dritte Staffel hat mir besonders gut gefallen, wohl auch, weil Rory Kinnear als The Creature / John Clare hier nochmal alle Facetten seines Könnens zeigen kann. Dabei stach für mich dann auch insbesondere die Folge „A Blade of Grass‟ heraus, denn die galt ganz Eva Green und Kinnear. Hier durfte er sowohl Dracula als auch Lucifer verkörpern – und den hilfsbereiten Pfleger. Fantastisch gespielt! Einzig die Storyline um Josh Hartnetts Ethan Chandler hat mich nicht so überzeugt. Ansonsten ein sehr würdiger Abschluss dieser Serie.

2. Downton Abbey – finale Staffel

Ich hatte noch nie Downton Abbey in einer Bestenliste, glaube ich. Das muss ich jetzt endlich nachholen; denn nachdem Amazon Prime endlich auch die finale Staffel ins Programm genommen hatte, habe ich mir diese endlich – zwei Jahre nach der Ausstrahlung! – angesehen. Und was soll ich sagen: Gerade die letzten zwei bis drei Folgen haben mich richtig, richtig melancholisch und traurig gemacht. Ständig hatte ich Tränen in den Augen und einen Kloß im Hals. Julian Fellowes ist ein wunderschönes Serienfinale gelungen, das mir sehr nahe gegangen ist.

3. Sherlock – Season 4

Nicht mal zu Sherlock habe ich eine Rezension geschrieben!?!! Unglaublich, aber wahr… Ich wollte immer auf die komplette zweite Sichtung warten, die ich jedoch immer noch nicht durchgezogen habe. Die Season ist ja mit nur drei Folgen äußerst kurz geworden, und auch ein ziemliches mixed bag. Die erste Folge („The Six Thatchers‟) fand ich ziemlich schwach, selbst der Tod von Mary hat mich kein bisschen mitgenommen. Dafür war und bin ich vollends begeistert von Folge 2 („The Lying Detective‟), die mit Toby Jones‘ Culverton Smith meines Erachtens den zweitbesten Bösewicht (nach Moriarty) aus der Reihe präsentiert und ein Showcase für die schauspielerischen Leistungen des Cast, insbesondere von Martin Freeman, ist. Spannend, emotional, witzig und herzzerreißend. Eine meiner Lieblingsepisoden der ganzen Serie. Die dritte Episode („The Final Problem‟) muss ich mir zur abschließenden Bewertung noch einmal ansehen. Teile davon fand ich sehr stark, manches – vor allem die Nachwirkungen von Mollys erzwungenen Liebeserklärungen – wurde nicht gut für mich aufgelöst. Trotzdem durch „The Lying Detective‟ ein Highlight in diesem Jahr!

4. Broadchurch – Series 3

Ha, hierzu habe ich tatsächlich etwas geschrieben (ich empfehle die Lektüre der gesamten Kritik): Ich weiß nicht, ob ich schon mal einen Film oder eine Serie gesehen habe, in der das Thema Vergewaltigung mit so viel Würde behandelt worden ist. Das hat mich wirklich stark beeindruckt und bewegt, wie hier mit dem Thema umgegangen wird und wie auch ganz klar gemacht wird: Die vergewaltigte Frau trägt absolut keine Schuld daran, was durch die Aufklärung des Falls am Ende noch mehr betont wird. Colman verkörpert Ellie, die das Bindeglied zum Zuschauer ist, so überzeugend, dass sich ihre Empfindungen, etwa die Abscheu angesichts dessen, was da manche Verdächtigen von sich geben, auf den Zuschauer überträgt. Ihre Empathie mit all jenen, die schwer zu tragen haben, ist zu jeder Zeit offenbar und macht die Figur Ellie Miller zu einer meiner liebsten Frauenfiguren in einer Serie. Und das Team Hardy/Miller zu einem meiner liebsten Ermittler-Duos! Die beiden ungleichen Ermittler haben so eine gute Chemie zusammen, ohne dass da unterschwellig eine sexuelle Anziehungskraft da ist. Sie sind beste Freunde – und beide mit Ecken und Kanten, und wenn die beiden zusammenarbeiten, ist nicht immer alles harmonisch. Neben dem sensiblen Umgang mit dem Thema sexuelle Gewalt und den Schauspielern, besticht die 3. Staffel wieder durch atemberaubend schöne Aufnahmen der Natur und der Ortes. Erstmals wurden Drohnen eingesetzt, die noch ganz andere Kamerabewegungen und -shots erlaubten. Die Bilder in Verknüpfung mit der Musik des jungen isländischen Komponisten Ólafur Arnalds bleiben im Gedächtnis haften. Ein gelungener Abschluss einer außergewöhnlichen Krimiserie!

5. Happy Valley – Series 2 / Grantchester – Series 3

In beiden Serien spielt James Norton mit, den ich in nur wenigen Tagen live auf der Bühne im Donmar Warehouse sehen werde. ❤ Zur 2. Staffel von Happy Valley schrieb ich: Auch wenn mich die erste Staffel vielleicht noch etwas mehr gehooked hat, besonders durch James Norton als wirklich verabscheuungswürdigen Vergewaltiger und Mörder (er hat etwas weniger Screentime in Staffel 2, ist aber in den wenigen Szenen wieder großartig), fand ich auch die 2. Staffel wieder äußerst spannend. Die Authentizität der Charaktere und des Lebens in solch einer Kleinstadt fasziniert mich nach wie vor, auch wenn es natürlich immer etwas unwahrscheinlich ist, dass sich auf dem Land Mörder, Vergewaltiger und Serienkiller die Klinke in die Hand geben. Was diese Serie außerdem aus der Masse von Krimiserien für mich herausstechen lässt, ist, dass es nicht nur ein Whodunnit ist, sondern es sehr stark um die Charaktere geht, hier eben vor allem die Familie von Catherine, die ja immer noch daran zu knabbern hat, dass Catherines Tochter 10 Jahre zuvor sechs Wochen nach der Geburt ihres Sohnes Ryan Selbstmord begangen hat und eben dieser Sohn, der perfiderweise der Sohn von Vergewaltiger Tommy Lee Royce ist, von Großmutter und Großtante Clare aufgezogen wurde und wird. Und zu guter Letzt ist da Sarah Lancashire als Protagonistin, deren Spiel den Zuschauer tief in ihre Seele blicken lässt. Das ist wahrhaft bewunderswert und wird außerdem kameratechnisch und musikalisch so exzellent in Szene gesetzt, dass man sich an ihr nicht satt sehen kann und mit ihr sehr stark mitfühlen kann, ohne dass das Ganze auch nur im Geringsten als „tear jerker‟ ausgelegt ist.

Grantchester ist anders, ein bisschen positiver von der Grundstimmung, auch wenn hier auch nicht viel glatt läuft. In der 3. Staffel geht z. B. Geordie (Robson Green) fremd und Sidney (James Norton) und Amanda (Morven Christie) müssen feststellen, dass es in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unmöglich ist, dass ein Pastor und eine in Trennung lebende Frau mit Kind zusammenleben. Trotzdem ist der Grundtenor der von Liebe & Freundschaft (starke Bromance zwischen Geordie und Sidney! ❤ ), Familie & Loyalität – und war deswegen für mich genau das richtige in den letzten Wochen, als ich nochmal die ganze Serie von vorne und dann die 3. Staffel neu ansah. Wenn man dann auch noch in den Specials sieht, wie sehr die Schauspieler sich auch als große Familie ansehen, geht einem schon das Herz auf…

Die 10 besten Staffeln von FORTGESETZTEN amerikanischen Serien

1. Suits – Season 6

Puh, auch wenn ich diesmal gar keinen Beitrag geschrieben habe, saß ich auch diesmal wieder gebannt Tag für Tag vor dem Fernseher, um die Serie in kürzester Zeit bingezuwatchen. Harvey, Mike, Louis, Donna & Co. sind einfach auch irgendwie wie eine Familie. Die Loyalität (die Shipper nennen es Liebe ❤ 😉 ) etwa zwischen Harvey und Mike zu erleben, ist einfach immer eine Freude!

2. The Man in the High Castle – Season 2

Nicht nur, weil ich Anfang des Jahres – vor der Sichtung der zweiten Staffel – Rufus Sewell, der den Obergruppenführer John Smith spielt, live auf der Bühne und an der Stage Door gesehen habe, gefiel mir die zweite Staffel dieser Serie nach dem Buch von Philip K. Dick noch besser als die erste: Ich finde es großartig, wie die Serie Aspekte des Nationalsozialismus, aber auch eines totaliltären Großreiches Japan, aufgreift und somit im Grunde genommen – trotz einer komplett fiktionalen Phantasievorstellung – Aufarbeitung betreibt. Grausamkeiten erzeugen Hass und Gegengewalt. Menschlichkeit ist jedoch nicht völlig verschwunden – sie wird sichtbar in allen Gruppen und auf allen Ebenen. Bis auf die Protagonistin Juliana (Alexa Davalos), die einfach irgendwie „das Gute‟ in dieser Welt verkörpert, sind (fast) alle wichtigen Charaktere und Nebencharaktere doch recht ambivalent, egal ob es sich um die Mitglieder des Widerstandes handelt (in den von den Japanern kontrollierten Pacific States und in „Nazi-Amerika‟ an der Ostküste), um die japanischen Unterdrücker (allen voran der Wirtschaftsminister Tagomi (minimalistisch, aber absolut überzeugend dargestellt von Cary-Hiroyuki Tagawa) oder eben um die Nazis. Schwarz-Weiß-Malerei wird hier nicht betrieben, die „Guten‟ gehen manchmal genauso über Leichen wie die Bösen, und die „Bösen‟ tun manchmal auch das Richtige und Gute. Das spricht mich sehr an und wird meines Erachtens in der 2. Staffel noch verstärkt.

3. Shameless – Season 5 + 6

It’s a shame, dass ich mich nicht an allzu viele Details aus den beiden Staffeln erinnere. Zu Staffel 5 fällt mir ein: Fiona trifft und heiratet Gus (Steve Kazee) – und ich verliebe mich mit ihr in diesen Mr. Perfect, denn: er kann singen! ❤ Ist natürlich alles too good to be true, aber man durfte wenigstens für ein Weilchen träumen… Bei Staffel 6 blieb mir vielleicht am meisten die Affäre zwischen Lip und seiner Professorin in Erinnerung… Erm, wishful thinking? 😳 😉 Auch wenn manches sich wiederholt (Frank…) und manches mir zu extrem war (die Episode, in der der nervige Nachbar verbrennt), ich schaue doch immer wieder mit Vergnügen und Kopfschütteln dem zu, was die Gallaghers veranstalten!

4. Fargo – Year 2

Gut, dass ich der zweiten Staffel doch noch eine Chance gegeben habe, nachdem ich im Flieger im Sommer 2016 nach einer Folge nicht so gehooked war, dass ich weiterschauen wollte. Doch die Faszination hat sich Folge für Folge weiterentwickelt – zumal ich dann doch irgendwann gecheckt habe, dass das ja quasi eine Vorgeschichte zur ersten Staffel ist. Ähem, Schnellcheckerin vom Dienst… 😳 Kamera- und ausstattungstechnisch perfekt (Noah Hawley hat wirklich ein Händchen dafür, einer Serie ihren ganz eigenen Look zu geben – siehe auch seine neue Serie Legion), dazu ein herrlich passender Soundtrack und mit Patrick Wilson als der junge Lou Solverson ein absolut liebenswerter Hauptcharakter. Kirsten Dunst ist auch fantastisch – wenn auch bisweilen etwas schwer zu ertragen. Ich bin gespannt auf Year 3, das ja auch hochgelobt wird!

5. The Walking Dead – Season 7

Ich weiß, viele bemängeln, das TWD an „Biss‟ (pun intended! 😉 ) verloren hat und sind schwer enttäuscht davon, wie sich die Serie (nicht) entwickelt hat. Nun, ich habe in diesem Jahr sowohl Staffel 6 als auch 7 gesehen, und wenn ich an Season 6 auch einiges zu bemängeln hatte – der Auftritt von Negan im Finale hat mir sehr viel Lust auf Season 7 gemacht… Und aus meiner Sicht hat S7 geliefert. Das liegt in allererster Linie an Jeffrey Dean Morgan als Neegan, den ich anbetungswürdig verabscheuungswürdig finde. Seltsame Wortwahl? Für mich ist Negan zwar ein fieses, brutales Arschloch auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber hat er eben einen ganz eigenen, durchaus logischen Kodex. Und ja: Damn, Jeffrey Dean Morgan is HOT! Ich habe ja bisher eher für die „Guten‟ in dieser Serie geschwärmt (Glenn, Rick), aber Negan zieht mich so in seinen Bann, wie das bisher noch kein Charakter geschafft hat. Holy hell, ich habe mir wegen ihm bzw. JD Morgan sogar ein Ticket für die Walker Stalker Convention in Mannheim gekauft! ❤ 😳 WEHE, er sagt kurzfristig ab… [/fangirlmodus]

6. The Affair – Season 3

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht mehr sehr gut an die 3. Staffel erinnern, die ich über den Jahreswechsel 2016/17 gesehen habe (ist also lang her), aber ich weiß, dass ich jeder neuen Folge (wurde wöchentlich auf Amazon Prime veröffentlicht) hinfieberte. Man lernte wieder neue Facetten der Charaktere kennen, gerade Noah hat doch große psychische Probleme nach der Freilassung aus dem Gefängnis. Puh, so langsam kommen wieder die Erinnerungen. Ganz besonders creepy in dieser Staffel: Brendan Fraser als Gefängniswärter von Noah. Wow – wie aus dem netten Traum aller Schwiegermütter (und deren Töchter) in Die Mumie so ein abscheulicher Typ in dieser Serie werden konnte… Kaum wiederzuerkennen, sowohl körperlich (hat einiges an Pfünden draufgelegt), als auch charakterlich. Respekt! Immer noch eine spannende Serie mit vielschichtigen Charakteren.

7. Lucifer – Season 2

Bei meinem letzten Jahresrückblick hat es die erste Staffel – aus Mangel an Tiefgang – nicht in meine Top 10 geschafft. Nun hat aber die zweite Staffel wirklich noch mal zugelegt, sodass ich sie guten Gewissens als eine meiner Lieblingsstaffeln in diesem Jahr bezeichnen kann. Das liegt sicher mit daran, dass der staffelübergreifende Handlungsbogen mehr Betonung gegenüber dem „murder of the week‟ bekommt. Außerdem muss ich sagen, dass der Neuzugang von Tricia Helfer (Battlestar Galactica) als körperliche Hülle für Lucifers Mutter mir schon viel Freude bereitet hat. Und, ja, ich finde Tom Ellis als Lucifer einfach unwiderstehlich. ❤ Fast wäre ich wegen ihm zur Magic Con gefahren, aber das habe ich mir jetzt doch verkniffen. Ich denke, bei ihm (einem Briten) stehen ja die Chancen grundsätzlich nicht so schlecht, dass er nochmal auf die Theaterbühne in London steigt…

8. The Path – Season 2

Was mir nach wie vor sehr gut an dieser Serie gefällt ist die Ambivalenz. Es werden die Schattenseiten der Bewegung gezeigt, aber es kommt auch das Licht zu Tage, an das die Bewegung glaubt. Ich fühlte mich abwechselnd wie ein kritischer Beobachter von außen, dem ein unangenehmer Schauer über den Rücken läuft, wenn unburdening sessions durchgeführt werden, wenn drogenartige Substanzen eingesetzt werden, um gewisse transzendentale Erfahrungen zu machen, und wie ein Sympathisant der Idee, aus dem begrenzten Leben, das wir haben, alles rauszuholen, sowohl für uns selbst als auch für andere, für die, die wir lieben und die, die in Schwierigkeiten stecken. Es gibt einen Moment, in dem Cal auf einem Religions-Symposium spricht und das gesamte Publikum – von christlichen Nonnen bis Buddhisten – in seinen Bann zieht mit seinen Gedanken von Liebe und Nächstenliebe. Es ist eine interessante Erfahrung, zu spüren, dass man sich dem appeal der meyeristischen Ideale nicht ganz entziehen kann, obwohl man auch sieht, wie gerade die „geistlichen Führer‟ der Bewegung gegen diese Idealen immer wieder verstoßen. Einen Tick schwächer als die erste Staffel, aber The Path bleibt weiterhin eine spannende Serie, die auch zum Nachdenken über die Gesellschaft und sich selbst anregt.

9. Bosch – Season 3

Hm, worum ging es in dieser Staffel nochmal? Ehrlich gesagt, keine Ahnung… Aber der Ermittler Harry Bosch (Titus Welliver) hat einfach so eine authentische und sympathische Ausstrahlung, dass es nicht langweilig wird, ihm zuzusehen. Nach wie vor eine der sehr guten Amazon-Produktionen – sehr zu empfehlen (auch wenn Staffel 1 wohl bisher die stärkste war), obwohl ich sie letztes Jahr nicht in meine Top 10 aufgenommen hatte.

10. Homeland – Season 5 / Supernatural – Season 11

Zwei Dauerbrenner, die für mich nicht mehr so viel Reiz ausüben wie in den ersten (bei Homeland zwei, bei Supernatural fünf) Staffeln. Und doch haben mir diese Staffeln wieder mal ganz gut gefallen, sodass sie sich einen Platz 10 verdient haben.

Das Setting von Homeland in Berlin gefiel mir ganz gut, auch dass sie tatsächlich deutsche Schauspieler (so namhafte wie Nina Hoss und Sebastian Koch, außerdem Alexander Fehling, der als Freund von Carrie eine sehr gute Figur machte) eingesetzt haben. Gute Staffel!

Bei der 11. (!!!) Staffel von Supernatural gefiel mir die Antagonistin von Sam und Dean – the Darkness – ausnehmend gut, auch dass Dean eine besondere Verbindung zu ihr hatte. Da hat mich der staffelübergreifende Handlungsbogen einfach überzeugt. Fragt mich jetzt aber nicht nach Details – SPN schaue ich immer so schnell hintereinander weg, dass nicht mehr allzu viele Details hängen bleiben…Obwohl ich also bei der 11. Staffel wieder Spaß hatte, wünsche ich mir doch, dass diese Serie ENDLICH BEENDET wird! Please! Es muss ein Leben nach Supernatural für Jensen Ackles und Jared Padalecki geben, das wird schon jetzt verdammt schwer, dass man sie als irgendjemand anderen sieht…

Ein paar weitere Staffeln von Serien, die ich schon kannte, habe ich auch noch gesehen (z. B. von Hap & Leonard oder Wayward Pines), aber da diesmal dieser Beitrag ohnehin schon sehr ausführlich geraten ist, werde ich diese nicht alle noch erwähnen.

Meine aktuelle Technikausstattung – ich habe in meiner Wohnung (noch) keinen kompatiblen Fernseher, sondern tatsächlich noch einen Röhrenfernseher – wird mindestens im ersten Halbjahr von 2018 dazu führen, dass ich a) weniger Prime schauen werde, b) mir immer noch kein Netflix leisten werde und c) fast alles auf DVD schauen werde. Meine nächste größere Anschaffung muss eine neue Brille sein (Gleitsicht – ich bin offiziell ALT! :-/ ), deswegen heißt es etwas ausharren, was Streaming anbelangt, denn auf dem kleinen Fire Tablet schauen ist keine dauerhafte Lösung. Dazu kommt, dass mein acht Jahre altes Netbook zu langsam für Streaming ist. Tja, eine Nebenwirkung der Trennung von meinem Freund…

Deswegen ärgert es mich besonders, dass es weder Stranger Things noch Sense8 bisher auf DVD gibt. Ich bin soooo gespannt auf diese Serien – und werde sie wohl so schnell doch nicht sehen. 😦 Dafür freue ich mich, dass die 4. Staffel von Peaky Blinders bereits am 22. Januar in UK auf DVD erscheint – sie ist schon vorbestellt! Ebenso werde ich bald – und ENDLICH – Veronica Mars weitergucken und The Americans. Begonnen habe ich mit der Sichtung von Edgar Wrights Frühwerk Spaced und im Bereich britische Comedy liegt auch noch Miranda hier. Es gibt also einiges, worauf ich mich serientechnisch im neuen Jahr freue – auch ohne Netflix! 🙂

Welche Serien aus meiner Liste mochtet ihr auch? Konnte ich euch vielleicht auch Serien schmackhaft machen, die ihr noch nicht kennt? Und was schlagt ihr mir vor für nächstes Jahr? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Blogparade: Antiheld – die „echten‟ Protagonisten

Miss Booleana hat noch während meiner „Regierungszeit als Blogparaden-Königin‟ (bzw. meiner noch bis zum 15.7. laufenden Blogparade „Marry me!‟) zu einer äußerst interessanten Blogparade aufgerufen. Ich lasse Miss B. selbst erklären:

Was macht den Antiheld aus? Er ist meiner Meinung nach ‚echter‘ und menschlicher. Daher der Beititel der Blogparade: ‚echter‘ Protagonist. Denn Antihelden sind nicht frei von Fehlern. Sie haben Ängste, Schwächen, eher Einzelgänger oder sind nicht hübsch. Im Gegensatz zu so manchem Saubermann, der mit seinem Zahnpasta-Lächeln den Tag rettet und dem scheinbar alles gelingt. In den Antihelden können wir uns aber besser hineinversetzen, denn wir sind alle nicht fehlerfrei. Und das ist es, was den Antiheld meist dann doch irgendwie liebenswert macht. Oder dafür sorgt, dass wir umso mehr mit ihm oder ihr mitfiebern. Selbst wenn der Antiheld so ‚anti‘ ist, dass wir ihn oder sie nicht mal besonders mögen.

Für mich verschwimmt hier ein bisschen die Grenze zum Bösewicht, denn manch einen, den ich auf meiner Villain-Liste hatte, gehört auch – oder vielleicht sogar eher – auf diese hier, wie z. B. Frank Underwood (House of Cards) oder Bruce Robertson (Filth). Denn sie sind ja jeweils die Protagonisten – und nicht etwa die Gegenspieler des Protagonisten (im Gegensatz zum Joker in The Dark Knight oder zu Hannibal Lecter in Das Schweigen der Lämmer) Das Spannende ist: Ich weiß im Moment des Schreibens dieser Einleitung noch nicht, ob ich mich dafür entscheide, die beiden noch einmal hier zu nennen, oder ob ich es schaffe, 10 andere Antihelden zu finden. Lassen wir uns also alle überraschen! 😉

(Achtung: Spoiler können vorhanden sein)

Die Nummerierung drückt keine Wertung aus:

1. Thomas Shelby (Cillian Murphy in Peaky Blinders)

Ich wiederhole mich: Cillian Murphy ist als Gangsterboss Tommy Shelby einfach elektrisierend. Seinem rauen Flüstern und dem durchdringenden Blick kann man sich kaum entziehen. Irgendwie ist er für den Zuschauer der Gute, auch wenn er krumme Geschäfte dreht und recht „unzimperlich‟ mit Gegnern umgeht.

2. Jerry (Ryan Reynolds in The Voices)

Ich schwankte zwischen Ryan Reynolds Rollen in Deadpool und The Voices, habe mich aber für letzteres entschieden, einfach weil der Film von Marjan Satrapi weitaus weniger bekannt ist. Jerry wirkt auf den ersten Blick wie ein Durchschnittstyp. Wenn da nur nicht die Tatsache wäre, dass er mit seinen Haustieren und abgetrennten Köpfen spricht (und diese ihm antworten)… Seit dieser Rolle traue ich Ryan R. alles zu, denn er spielt die Facetten dieses schwer psychisch gestörten Mannes absolut überzeugend!

3. Jessica Jones (Krysten Ritter in Jessica Jones)

Jessica Jones hat Superkräfte. Eine „saubere‟ Superheldin ist sie trotzdem nicht: sie säuft, geht nicht gerade nett mit ihren Mitmenschen um und glaubt nicht recht an sich (und ihre Kräfte), seit sie für Kilgrave getötet hat. Gerade diese menschlichen Schwächen machen sie zu einer richtig interessanten Superhelden-Persönlichkeit.

4. Claire Underwood (Robin Wright in House of Cards, basierend auf Season 1+2)

Der männliche Protagonist hat schon seine Ehre auf meiner Best-Villain-Liste bekommen, also bekommt hier seine Ehefrau ihren verdienten Platz. Für die Karriere (ihre und die ihres Mannes) geht sie über Leichen (nicht ganz so wörtlich wie Frank) – und doch blitzt da manchmal etwas durch, das sie wieder sympathisch macht und wodurch sie eben keine reine Bösewichtin ist, dafür aber durchaus zu den Antihelden passt.

5. Jesse Pinkman (Aaron Paul in Breaking Bad)

Klar, Walter White ist vielleicht der offensichtlichere Kandidat, aber er ist für mich ab dem Zeitpunkt, als er Jesses Freundin sterben lässt, eigentlich ein echter Bösewicht. Jesse dagegen ist der Antiheld, wie er im Buche steht: Schlechte Angewohnheiten (Drogen), schlechte Entscheidungen, aber im Grunde genommen ein gutes Herz. Ich liebe Jesse! ❤

6. Familie Gallagher und Freunde der Gallaghers (Shameless US)

Hier kann ich mich nicht auf einen Charakter festlegen – das sind durch die Bank Antihelden: Jeder trifft mal richtig blöde Entscheidungen, es wird gesoffen, gestohlen, der Vater hat Sex mit der Freundin des Sohnes, eine Mutter wird Leihmutter für ihre Tochter (mit „natürlicher‟ Befruchtung durch den Ehemann der Tochter – AAAAAAAHHHHH, allein die Vorstellung!!!), usw. usf. Und doch kann man nicht anders als sie zu lieben.

7. (Fast) Alle Hauptfiguren der kolonialen Flotte (Battlestar Galactica)

Ein Grund, warum ich diese Serie so liebe: Fast jeder Charakter macht irgendwann etwas, das ich grenzwertig bis hin zu verabscheuungswürdig finde. Und doch fieberte und litt ich mit ihnen mit.

8. Spike (James Marsters in Buffy – the Vampire Slayer)

Ach, diese Figur ist doch für fast jede Blogparade gut! 🙂 Anfangs als Gegenspieler, als Villain, eingesetzt, entwickelt er sich später zum Antihelden: Will Buffy beeindrucken, hilft also auch immer wieder „den Guten‟ und kann doch nicht so ganz aus seiner Vampirhaut. Das geht hin bis zur versuchten Vergewaltigung Buffys. Und doch liebt man ihn. Mit Haut und Haar. Und zwar vielleicht fast mehr BEVOR er seine Seele bekommt als danach…

9. Alan Shore & Denny Crane (James Spader & William Shatner in Boston Legal)

Sympathisch sind keine der beiden, auf die Idee, einen von beiden bei meiner „Marry Me!‟-Blogparade zu nennen, ist noch keiner gekommen. Denny ist ein Narziss par excellence, (schusswaffen)geil, sexistisch – um nur ein paar seiner reizendsten Charakterzüge zu nennen. Alan ist auch sehr SEHR von sich überzeugt, auch was seine Wirkung auf das andere Geschlecht anbelangt, und wendet mitunter recht zweifelhafte Methoden an. Und doch ist man immer wieder hingerissen von Alans Plädoyers (, die mich z. Tl. zu Tränen gerührt haben,) und weiß, dass letztlich auch Denny das Herz am rechten Fleck hat. Diese Charaktere sind großartig geschrieben und gespielt.

10. Dr. Gregory House (Hugh Laurie in House M. D.)

Klar, er ist der geniale Mediziner, der am Ende (fast) immer das Leben der Erkrankten rettet, aber er ist die meiste Zeit auch ein richtiges Arschloch – gegenüber den Patienten, seinen Kollegen, seinem besten Freund. Genau deswegen habe ich die Serie so gerne geschaut.

Tja, am Anfang habe ich mir etwas schwer getan, aber jetzt fallen mir noch viele weitere ein (ich gebe zu, auch mit etwas Hilfe, z. B. von tvtropes.org). Und dass mir niemand meckert, es wären zu wenig Frauen dabei: bei 6. und 7. sind ausdrücklich auch die Frauen gemeint. 😉

Und, wer hätte eurer Meinung nach dazugehört, wer müsste rausfliegen?

Wenn ihr auch noch mitmachen wollt, könnt ihr das noch bis zum 23. Juli tun – nicht vergessen, euren Beitrag bei Miss Booleana (und gerne auch bei mir) zu verlinken und auch auf ihren Ursprungsartikel in eurem Beitrag zu verweisen!

Highlights, Middlegrounds und Lowpoints 2016 #1 (Serien)

Ähm, das klingt nun wirklich so, als hätte ich keine anderen Hobbys: Ich habe 17 Serienstaffeln in den ersten drei Monaten des Jahres gesehen! 😮 Allerdings sind darunter auch sehr kurze Staffeln, wie z. B. ganze zwei Folgen von Luther Series 4 oder je drei von Black Mirror. Trotzdem irgendwie erschreckend – aber es war definitiv ein sehr spannendes Quartal, insbesondere was neue Serien anbelangt! (Ich entschuldige schon mal im Voraus für die übermäßige Einflechtung von englischen Wörtern, für mich drücken die manchmal besser aus, was ich sagen will).

(Für mich) NEUE SERIEN (abgeschlossene Staffeln):

Les Revenants (Staffel 1): Diese französische Serie um ein Dorf, in das vor Jahren Gestorbene plötzlich wieder zurückkehren, ist unheimlich stark: Charaktere, Stimmung, Plot – da stimmt einfach alles! HIGHLIGHT!

Forever: Die Serie um den unsterblichen Medical Examiner Henry Morgan, gespielt vom überaus charmanten Ioan Gruffudd, wurde schon noch einer Staffel abgesetzt. Einerseits verständlich, denn die Serie bietet eher leichte Unterhaltung, dennoch hat sie mir Spaß gemacht – und vor allem die Beziehung zwischen Henry und der Polizistin Jo Martinez (Alana De La Garza) hätte ich gerne noch weiterentwickelt gesehen. Außerdem war auch die Chemie zwischen Henry und seinem „Sohn‟ Abe (Judd Hirsch) sehr nett. Trotzdem im Vergleich mit anderen Serien doch eher MIDDLEGROUND.

Daredevil (Season 1 – Season 2, Episode 7): Ich konnte die letzten drei Tage kaum an mir halten, nicht die ganze 2. Season in einem Rutsch durchzuschaun. Ich LIEBE die Serie, von der Besetzung der Hauptfigur und seiner Sidekicks sowie den Gegenspielern (Vincent D’Onofrio als Wilson Fisk in der 1. Staffel ist mesmerizing!), über die Kamera und Beleuchtung bis hin zu den atemberaubenden Kampfszenen! Und – SPOILER – dann dieses „Vorspiel‟ zum ersten Kuss zwischen Matt und Karen im Regen! ❤ Außerdem etwas, das ich sehr schätze: Selbst Daredevil sieht am Tag nach einem Kampf nicht wieder so aus, als wäre nichts passiert. Das macht diese Comic(!)-Serie viel, viel besser als die – theoretisch! – realistischere Serie Hawaii Five-0, in der eine Folge, nachdem Steve übelst gefoltert und unter Drogen gesetzt worden war, alles wieder seinen normalen Gang geht. Absolut süchtig machendes HIGHLIGHT!!!!!

Jessica Jones (Season 1): Yeah, Frauenpower! Jessica Jones (Krysten Ritter) ist eher ein reluctant superhero, aber gerade das macht sie so interessant. Auch diese Serie wartet in der 1. Season mit Kilgrave mit einem vielschichtigen Bösewicht auf, der genial von David Tennant dargestellt wird. Mit Jessicas Freundin Trish (Rachael Taylor) und der lesbischen Anwältin Jeri Hogarth (Carrie-Anne Moss), die ein richtiges Biest sein kann, hat die Serie noch weitere starke Frauenfiguren. Love it! Kleines Zuckerl noch extra für mich: In Jessicas Wohnung hängt mein Lieblingsbild von Egon Schiele! Ich mag ja viele seiner Portraits gar nicht, weil sie so, naja, hässlich sind, aber dieses Bild liebe ich:

HIGHLIGHT!

Black Mirror (Series 1+2; Christmas Episode): Dieser Serie bietet lauter von einander unabhängige Episoden, die hauptsächlich in der Zukunft spielen und sich viel damit beschäftigt, welche Rolle Technologie dabei einnimmt. Die erste Folge fällt da für mich ein bisschen heraus. Gleichzeitig ist sie mit die verstörendste: Würdest du – als Mann – mit einem Schwein Sex haben (inkl. Live-Übertragung ins Fernsehen!), um einen anderen Menschen zu retten? Harter Stoff! Aber auch andere Folgen werfen sehr interessante moralische Fragen auf. Wie wäre es z. B., wenn alles, was wir erleben, aufgezeichnet würde, sodass wir es jederzeit wieder vor unserem inneren Auge abspielen lassen könnten – oder es auf den Bildschirm anderen zeigen können? HIGHLIGHT!

The Night Manager: Eventuell soll es ja doch eine zweite Staffel geben – ich würde es sehr begrüßen, denn die Serie ist sexy, spannend, aufwändig gefilmt – und mit Tom Hiddleston in der Hauptrolle! Hugh Laurie als Gegenpart, Olivia Colman hochschwanger und absolutely determined in what she does, die hochgewachsene, bildschöne und talentierte Elizabeth Debicki, die tollen Locations – all das trägt dazu bei: HIGHLIGHT!

Nordlicht – Mörder ohne Reue (Den som dræber) (2011): Mein Freund ist Krimi-Fan – und ganz besonders gerne schauen wir skandinavische Krimis. Auch dieser hier hat eine weibliche Ermittlerin (gespielt von Laura Bach), die von einem Psychologen (Jakob Cedergren) unterstützt wird. Der strenge Chef der Einheit wird von Lars Mikkelsen gespielt, der vielen spätestens seit der dritten Staffel von Sherlock ein Begriff sein sollte. Die Staffel endete tragisch! MIDDLEGROUND bis HIGHLIGHT!

Der Adler – die Spur des Verbrechens (Ørnen: En krimi-odyssé) (2004): Die erste Staffel um die Einsatztruppe des „Adlers‟ Hallgrim Ørn Hallgrimsson (Jens Albinus) in Dänemark, der ursprünglich aus Island stammt, hat mir ganz gut gefallen, weil der Hauptcharakter ganz gut ist und auch sein Gegenspieler Sergej (Thomas W. Gabrielsson) interessant war. Aber zu Beginn der 2. Staffel hatte ich plötzlich keine Lust mehr drauf. Deswegen nur MIDDLEGROUND:

FORTGESETZTE SERIEN:

The Walking Dead (Season 5): Die fünfte Staffel hat mich wieder richtig begeistert – nachdem ich bzgl. der 4. ja eher gemischte Gefühle hatte. Meine Begeisterung habe ich ja schon in meinem I’m hooked!-Beitrag (s. Link oben) ausgedrückt! HIGHLIGHT!!!

Shameless (Season 4): The best season so far! Auch da habe ich schon das Wichtigste dazu gesagt. Ich stelle allerdings nochmal heraus, dass das Paar Mickey und Ian in dieser Staffel für mich eines der besten (schwulen) Paare EVER ist. Die Entwicklung, die Mickey durchmacht, bis er es schafft, zu Ian und zu seinem Schwulsein zu stehen – das hat mich richtig, richtig berührt. HIGHLIGHT!!!

Sherlock: The Abominable Bride: Ich bin nicht so enthusiastisch, wie beispielsweise schauwerte, aber es war schön, Sherlock, Watson UND Moriarty endlich wieder zu sehen. Die Folge hat sowohl das unkaputtbare Band zwischen Sherlock und Watson zementiert, als auch mein besonderes Faible für die Beziehung zwischen Sherlock und Moriarty wiederbelebt. Allein dafür war die „Christmas‟-Episode schon ein HIGHLIGHT!

The Big Bang Theory (Season 8): So gern ich die Serie schaue, schon wenige Wochen danach weiß ich nicht mehr so recht, was in der letzten Staffel eigentlich alles passiert ist. Die Highlights – wie besondere Gastauftritte oder wenn Sheldon mal Gefühle zeigt oder gar ausspricht *gasp* – die bleiben vielleicht etwas länger in Erinnerung, aber ansonsten ist das inzwischen halt einfach Routine. Macht aber trotzdem Spaß! MIDDLEGROUND mit einzelnen HIGHLIGHTS!

Transparent (Season 2): Die 2. Staffel besticht weiterhin durch authentische Charaktere und bissige Dialoge – und sehr viel soul-searching bei praktisch ALLEN Figuren, aber sie hat mir nicht ganz so gut gefallen, wie die erste. Die ganze Storyline um Ali Pfefferman (Gaby Hoffman), die jetzt „plötzlich‟ lesbisch ist und sich – obwohl sie eine so liebe Freundin hat – in eine wesentlich ältere Feministin (Cherry Jones, früher mal US-Präsidentin in 24) verliebt, fand ich irgendwie etwas nervig. Überhaupt – dieses „Frauencamp‟, das sie mit Sarah (Amy Landecker) und Maura (Jeffrey Tambor) besucht, das fand ich so dermaßen over the top, und das Verhalten der Frauen da – inklusive Sarah und Ali – so abstoßend und letztlich ja auch wieder diskriminierend. Einziger Lichtblick dadurch: das Auftauchen von Anjelica Huston! Die Szenen zwischen ihrer Figur und Maura sind von einer Zartheit, die über die vielen harten Worte, die in dieser Serie fallen. Am spannendsten finde ich übrigens die Beziehung zwischen Josh (Jay Duplass) und Maura. Dem Sohn fällt es wohl innerlich am schwersten, damit zurecht zu kommen, dass der Vater nun eine Frau ist, obwohl Maura ein viel besseres „Elter‟ ist als Mort Vater gewesen ist. Josh muss sich das aber auch erstmal eingestehen – und dabei hilft interessanterweise der neue Partner seiner Mutter (sympathischster Neuzugang, gespielt von Richard Masur). HIGHLIGHT!

Luther (Series 4): Leider nur zwei Folgen. Aber Idris Elba begeistert weiterhin durch seine Leinwand- bzw. Bildschirmpräsenz! Es ist schwierig, über diese zwei Folgen zu schreiben, ohne das dramatische Ende von Series 3 zu spoilern. (Und ich weiß, es gibt hier nur wenige, die Luther schauen, was wirklich ein großes Versäumnis ist!!! Das ist wirklich BESTES britisches Fernsehen!) Suffice it to say: Es ist schön, dass gezeigt wird, dass Luther, mit dem, was da passiert ist, noch zu kämpfen hat – und dann bekommt er gleich noch die nächste schlechte Nachricht! Die Serie weiß außerdem auch in diesen zwei Folgen wieder den Zuschauer zu schockieren. Luther ist und bleibt ein HIGHLIGHT! Ich will Idris Elba als neuen James Bond! 🙂

True Detective (Season 2): Ich musste mich erst hineinfinden in diese Staffel, die ja viele als viel schlechter als die erste empfunden haben. Mich packte es erst ab Folge 4, deren Finale so gripping war, dass nicht nur die drei Hauptfiguren, gespielt von Colin Farrell, Rachel McAdams und Taylor Kitsch, völlig fertig waren, sondern auch ich ganz erschöpft vor dem Fernseher saß. Minuspunkte der Staffel: Der zu lösende Fall (der hat mich einfach NULL interessiert) und das Fehlen des Südstaatenfeelings. Pluspunkte der Serie: Die kaputten Hauptfiguren! Was die alles mit sich rumzutragen hatten an emotional baggage – definitiv keine Feel-Good-Serie. Auch wenn ich nicht so viele „Ah – was für eine perfekte Kompostion von Bild und Musik‟-Wow-Momente hatte wie in Season 1, fand ich doch auch Los Angeles gut bildlich eingefangen. Gerade diese Aufnahmen der Autobahnkreuzungen z. B. – toll! Kein 10-Punkte-Highlight wie Season 1, aber immer noch ein 8-Punkte-HIGHLIGHT!

Die Brücke III (Bron/Broen): Wohl die beste skandinavische Serie, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Sofia Helin ist weiterhin eine Offenbarung als Ermittlerin Saga – und nach dem dramatischen Ende der 2. Staffel hat sie nun einen neuen Partner (gespielt von Thure Lindhardt) auf dänischer Seite, der mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Die Mordserie selbst ist brutal und wird sehr persönlich für Saga und die schwedische Polizei. Der Weggang von Kim Bodnia hat der Serie nicht geschadet – ich fand die 3. Staffel fast noch besser. HIGHLIGHT!!!

The X-Files (Season 10): Ich fasse mich kurz: die Serie besteht für mich aus einem HIGHLIGHT (Folge 3: Mulder & Scully Meet the Were-Monster), aus ein paar MIDDLEGROUND-Folgen und LOWPOINTS (insbesondere 1. und 5. Episode). Aus meiner Sicht hat es diese Wiederauferstehung der Serie nicht gebraucht. Auf eine Fortsetzung mit neuem Team (in Folge 5 eingeführt) bin ich nicht scharf.

Daneben habe ich auch mit ein paar Serien begonnen, nämlich mit Ripper Street und der dänischen Serie Protectors. Letztere gefällt mir recht gut bisher (drei Folgen), auch wenn es vielleicht ein bisschen unrealistisch ist, dass bisher immer alles am Ende der Folge gut ausgeht. Mal sehen, ob das sich noch ändert. MUSS eigentlich fast, die Dänen sind da ja sonst auch nicht so zimperlich… 😉 Ripper Street hat mich noch nicht so recht gepackt, das schaue ich eher sporadisch mal.

Puh, ganz schön viel Stoff! Was muss ich trotzdem noch unbedingt sehen? Was haltet ihr von den o.g. Serien?

Blogparade: Die 10 besten Remakes

Noch bevor ich mich von Ostern zu meiner Jesus 2.0-Blogparade inspirieren ließ, hatte sich Ma-Go Filmtipps von dem bevorstehenden Ben Hur-Remake zu einer Blogparade über die besten Remakes inspirieren lassen. Meine erste Reaktion war: BESTE Remakes?! Bei „schlechteste oder überflüssigste Remakes‟ hätte ich ja gleich eine Liste voll gehabt – gibt es überhaupt gute Remakes? ❓ Nach längerem Überlegen fielen mir zumindest mehr als eines ein, eine Herausforderung also, noch mehr zu finden. Obwohl Ma-Go Filmtipps nicht als Voraussetzung vorgibt, dass man auch die Originalversion des Remakes kennt, habe ich mich nun doch entschieden, nur Remakes heranzuziehen, deren Original ich kenne. Wie will man sonst beurteilen, ob das ein gutes Remake ist? Deswegen fällt z. B. leider die großartige Serie The Killing weg. Mal sehen, ob ich trotzdem noch auf 10 Remakes komme… Die Reihenfolge gibt keine Wertung wieder.

  1. Nightwatch (1997): Da fand damals ich die amerikanische Version mit Ewan McGregor ebenso creepy wie das Original Nattevagten (1994; habe ich aber wohl erst nach dem Remake gesehen), allerdings vielleicht nicht so überraschend, denn Ole Bornedal hat beide Filme gedreht.
  2. King Kong (2005): Auch wenn Peter Jacksons Remake mir nicht ohne Einschränkungen gefallen hat, so ist allein die Tricktechnik (Andy Serkis als King Kong) so fantastisch, dass es sich allein dafür schon gelohnt hat!
  3. Cape Fear (Kap der Angst, 1991): Da habe ich mit Sicherheit auch das geniale Original mit Gregory Peck (einer meiner Schwärme aus meiner frühesten Jugend) und Robert Mitchum aus dem Jahr 1962 gesehen. Trotzdem fand ich Robert de Niro ebenso Angst einflößend…
  4. City of Angels (Stadt der Engel, 1998): Ach, ich gebe zu, damals mochte ich einfach Nicholas Cage sehr gerne und ich fand den Film einfach soooo romantisch. Nun ist das ja ein Remake, das nur relativ lose auf Wim Wenders‘ Himmel über Berlin basiert, von daher ist es auch etwas schwierig, beide zu vergleichen.
  5. The Magnificent Seven (Die Glorreichen Sieben, 1960): Diesen Film mit Yul Brynner habe ich weit vor der Vorlage Die Sieben Samurai von Akira Kurosawa gesehen. Beide Filme haben ihren Reiz!
  6. Nosferatu (1979): Wenn ich ehrlich bin, bin ich mir nicht 100% sicher, ob ich jemals beide Filme (also auch das Original von F.W. Murnau von 1932) komplett gesehen habe, aber ich habe sowohl Max Schreck als auch Klaus Kinski ähnlich erschreckend in Erinnerung. Klaus Kinski war ja auch im richtigen Leben erschreckend…
  7. Hawaii Five-0 (2010-): Obwohl ich ja immer dachte, dass ich die alte Serie nie geschaut habe, war mir der Titelsong aber sowas von präsent und im Ohr, dass ich doch als Kind oder Jugendliche da ab und zu reingeschaut haben muss. Die neue Serie mit Alex O’Loughlin und Scott Caan hat leider in den Seasons 4 und 5 etwas nachgelassen, kann aber immer noch mit einer Bromance aufwarten, die seinesgleichen sucht! ❤
  8. Wallander (britische Version mit Kenneth Branagh): Zwar kommt insgesamt die schwedische Serie einen Tick authentischer rüber, aber gerade die erste Staffel der britischen Serie ist schon sehr, sehr gut. Und mit Tom Hiddleston als Kollege von Wallander! 🙂 Streng genommen ist das vielleicht kein echtes Remake, weil ja beides auf den Büchern von Henning Mankell basiert…
  9. Shameless US (2011-): Vom britischen Original (auch hier sind beide vom selben Schöpfer) habe ich nur die ersten zwei Staffeln (2004/2005)gesehen. Nach Weggehen von James McAvoy war mir die Serie nicht mehr wirklich sehenswert. Die amerikanische Version davon ist jedoch richtig klasse und hat mich mehr in ihren Bann gezogen (zuletzt mit Season 4)!

Na gut, da mir nun partout kein gutes 10. Remake eines Films oder einer Serie einfällt, von dem ich auch das Original kenne, gibt als Nummer 10, sozusagen als Zugabe, noch einen Film, von dem ich das dänische Original nicht kenne:

10. Brothers (2009): Dieser Film um zwei Brüder (Spoiler! 😀 ) inspirierte mich zu zwei Einträgen hier auf meinem Blog: Zum einen zu einem Beitrag über „Hollywood Kids‟, zum anderen zur Blogparade: 10 most surprising performances. Schauspielerisch ist dieser Film einfach top besetzt, von Bailee Madison, die die kleine Tochter des aus der Gefangenschaft in Afghanistan zurückkehrenden Soldaten spielt, bis hin zu Tobey Maguire, der hier die Performance seines Lebens gibt. Kaum vorstellbar, dass das Original emotional noch mehr reinhaut.

Welche Remakes findet ihr besonders gelungen? Wenn ihr bei Ma-Go Filmtipps‘ Blogparade noch mitmachen wollt, geht das bis 10. April. Er freut sich auf eine Verlinkung bei seinem Ursprungsartikel (siehe oben) und ich freue mich natürlich auch, wenn ihr hier kommentiert! 🙂

I’m hooked! #5: Shameless (US), Season 4

(enthält Spoiler zu Season 3 und 4)

Komisch – bei den Gallaghers aus Chicago war es bei mir nicht so Liebe auf den ersten Blick, weil ich noch die britischen Gallaghers im Kopf hatte (and, come on, who can compete with James McAvoy? 😉 ). Die dritte Staffel fand ich dann z. Tl. so abgefahren (Sex mit der Schwiegermutter, um ein Baby zu bekommen – WTF?!?!!), dass mir eine kleine Pause von dem Gallagher-Wahnsinn ganz recht war. 😉

In der vierten Staffel habe ich mich nun endgültig verliebt in diese Familie, obwohl hier die vormals vernünftigsten Mitglieder der Familie echt krassen Scheiß bauen – v.a. Fiona. Wie oft saß ich da und habe gerufen: „Don’t do that!‟ Dafür wächst Lip über sich hinaus und wird zum einzig „responsible adult‟ in der Familie. Aber – es wären nicht die Gallaghers, wenn nicht auch die Vernünftigsten ab und zu mal Scheiß bauen… Trotzdem scheint Lip momentan der Einzige zu sein, der es schaffen könnte, sein Leben in den Griff zu bekommen.

Am meisten hat mich das wohl schwierigste Paar berührt: Ian und Mickey! Wenn so ein (zumindest nach außen hin) harter, destruktiver Typ wie Mickey dem schlafenden Ian übers Haar streicht, schmilzt bei mir alles dahin. Als er sich vor versammelter Mannschaft – inkl. homophobem, gewalttätigen Vater – outet, um Ian nicht zu verlieren und ihn hinterher der Cop gehen lässt, weil dieser sich nicht die ganze Nacht mit der Festnahme um die Ohren schlagen will, sondern lieber heim zu seinem Ehemann Carlos will, da ging mir einfach das Herz auf – und ich bin begeistert, dass es Drehbuchautoren gibt, die solche Charaktere und Geschichten schreiben.

Sympathischster Neuzugang: Matty, der „Freund‟ (20 J.) von Debbie (13 J.). Es gibt auch in diesem Milieu Typen mit Moral – sehr schön. Zeigt auch, dass nicht bei allen Männern das Gehirn aussetzt, wenn sich eine Frau (na gut, hier: ein Mädchen) sexy in Szene setzt.

Insgesamt finde ich es auch toll, dass Debbie und Carl mehr im Vordergrund stehen – so ist mir Carl auch etwas mehr ans Herz gewachsen, auch wenn er wohl am ehesten in Gefahr ist, auf die schiefe Bahn zu geraten. Moment, ich korrigiere mich: er IST schon mitten auf der schiefen Bahn. Aber er zeigt auch Herz, gerade im Umgang mit Frank.

Ach, und Frank? Todkrank macht er sich an seine Tochter ran, um an ihre Leber zu kommen – das ist einfach Frank, wie er leibt und lebt (oder stirbt…).

Einziger Charakter, auf den ich verzichten könnte, weil sie mich einfach zu sehr nervt, ist Sheila. Irgendwie ist mir die zu over-the-top. Nicht mehr authentisch. Wenn wir schon bei Charakteren sind, die mir nicht so gefallen: ich empfand Jimmys Abwesenheit als sehr angenehm, weswegen ich nach dem Ende der Staffel etwas zwiespältig der nächsten Staffel entgegen sehe.

Hätte nicht erwartet, dass ich so süchtig nach dieser Serie bin, habe mir aber die 12 Folgen innerhalb von vier Tagen reingezogen. Gut, heute war sie mein Strohhalm, weil mein Kopfweh nichts anderes erlaubt hat (ich kann mich nicht hinlegen, das macht es eher schlimmer). Inzwischen ist es so schlimm, dass ich mir fast eine Einstellung wie Frank wünsche: egal was, gib mir was, das die Schmerzen wegmacht!

Highlights, Middlegrounds und Lowpoints (Serie) 2015 #4

Was sich schon bei den Filmen abzeichnete, setzt sich bei den Serien fort. Im letzten Quartal habe ich nicht viele Serien gesehen. Eine Reihe von Serien(-Fortsetzungen) liegen immer noch auf Eis, zum Teil, weil Amazon sich standhaft weigert, die letzte Staffel ins Prime-Programm aufzunehmen (z. B. The Walking Dead), zum Teil, weil ich einfach nicht mehr Zeit habe bzw. mal auch lieber noch eine Stunde lese, als noch eine Serienepisode zu schauen.

(Für mich) NEUE SERIEN:

Orphan Black (Season 1+2): Wie ich schon in meinem I’m hooked!-Beitrag geschrieben habe: eine Serie, die mich – nach leichten Anlaufschwierigkeiten – richtig begeistert, allen voran Tatiana Maslany, die die unterschiedlichen Klons so eindeutig unterschiedlich spielt, dass man sogar sehen kann, wenn Allison in die Rolle von Sarah schlüpft. Das ist so große Schauspielkunst! Und dabei hat man nie das Gefühl, man sieht Maslany beim Schauspielern zu, nein, das sind einfach ganz unterschiedliche Figuren – wer oder wie die Schauspielerin selbst ist, bleibt völlig verborgen. HIGHLIGHT!

The Man in the High Castle (Season 1): Diese Amazon-Serie, basierend auf Philip K. Dicks Roman aus dem Jahr 1963, zeigt die Welt (bisher hauptsächlich die USA), wie sie aussähe, hätten Nazi-Deutschland und Japan den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Die Westküste wird von den Japanern verwaltet, die Ostküste von den Nazis. Dazwischen gibt es auch eine neutrale Zone, die aber auch nicht besonders reizvoll zu sein scheint. Die Serie spielt im Jahr 1962 und dreht sich insbesondere um die Widerstandsbewegung und geheimnisvolle Filme, die auftauchen und ein ganz anderes Ende des Weltkrieges zeigen – Berlin wird von den Alliierten eingenommen, Japan bekommt die Atombomben zu spüren… Was hat es mit diesen Filmen auf sich? Wer ist der „Man in the High Castle‟, der angeblich für diese Filme verantwortlich ist? Auch wenn mich die Serie noch nicht vollends in die Story „gezoomt‟ hat (ich betrachte sie doch sehr von außen), finde ich sie sehr interessant. Es gefällt mir sehr gut, dass es eine Reihe von Charakteren gibt, deren Ziele man nicht so ganz einschätzen kann, sowohl auf der Seite der Nazis, als auch bei den Japanern. Hochkarätig besetzt, u.a. mit einem exzellenten Rufus Sewell als Obergruppenführer John Smith und Cary-Hiroyuki Tagawa als Wirtschaftsminister Nobusuke Tagomi. Die weibliche Hauptrolle wird von Alexa Davalos gespielt, die ich noch als im wahrsten Sinne „elektrisierende‟ Gwen Raiden aus der Serie Angel kenne. HIGHLIGHT!

Mr. Robot (Season 1, inkl. Ep. 8): Eine Serie, die im Hacker-Milieu spielt – klang ideal für eine Serie, die mein Freund (IT-Branche) und ich zusammen ansehen könnten. Bin mir nicht ganz sicher, wie sie ihm nun eigentlich gefällt, denn die Erzählweise des Protagonisten ist mitunter etwas anstrengend. Gefühlte 80% der Zeit hört man Elliot (Rami Malek – ein sehr außergewöhnliches Gesicht!) im Voiceover mit seinem „imaginary friend‟ reden. Dazu muss man wissen, dass Elliot an Persönlichkeitsstörungen und Paranoia leidet, die ihn dazu gebracht haben, von Morphium abhängig zu werden. Er arbeitet bei einer Internet-Security-Firma namens Allsafe, die u.a. für das größte Konglomerat der Welt, E Corp (auch Evil Corp genannt), zuständig ist. Als er von „Mr. Robot‟ (Kopf der Hackergruppe fsociety; gespielt von Christian Slater) angeworben wird, ändert sich einiges in seinem Leben… Fsociety hat nämlich ein großes, weltveränderndes Ziel! Es fällt mir, ehrlich gesagt, manchmal etwas schwer, dem ganzen technobabble zu folgen. Es ist sicherlich eine Serie, bei der man sich konzentrieren muss, um mitzukommen (insbesondere, wenn man sie in OV ansieht), aber ich finde sie durchaus interessant, schon allein, weil der Protagonist sehr ungewöhnlich ist. HIGHLIGHT!

FORTGESETZTE SERIEN:

The Affair (Season 2): Über Amazon Prime konnten wir jeweils nur wenige Tage nach Ausstrahlung in den USA die aktuellen Folgen ansehen. Hat auch mal wieder etwas, wenn man weiß, was man am Dienstag Abend ansehen will. Die zweite Staffel wird nun nicht mehr nur abwechselnd aus Noahs (Dominic West) und Alisons (Ruth Wilson) Sicht erzählt, sondern erweitert durch Helen (Maura Tierney) und Cole (Joshua Jackson). Das hat mir sehr gut gefallen, denn so gewinnt die Geschichte um die Affäre von Noah und Alison – die ja verknüpft wird mit der Frage, wer Schuld am Tod von Coles Bruder Scotty (Colin Donnell) trägt – um weitere interessante Facetten. Immer wieder kommt es zu Entwicklungen/Enthüllungen, die ein neues Licht auf die Charaktere und die ganze Situation werfen. Nicht mehr so sexy wie die erste Staffel (so ist das eben, wenn die Affäre nicht mehr frisch ist 😉 ), aber es bleibt höchst spannend, zumal das Ende der Staffel so ist, dass man sich auch vorstellen könnte, dass die Serie nun zu Ende ist, da sie endlich einiges aufklärt. Laut IMDb ist aber eine Episode 3.1 in Planung. HIGHLIGHT!

Being Human UK (Season 1-5): (enthält leichte Spoiler, die Serie ist allerdings schon seit 2013 beendet) Wie schon im letzten Rückblick angekündigt, habe ich nun die komplette Serie noch einmal von Anfang an angesehen. Vor ein paar Jahren hatte ich nach der 3. Staffel aufgehört, weil zwei der Hauptcharaktere ausgestiegen waren. Nun habe ich „den Neuen‟ doch noch eine Chance gegeben – und habe es nicht bereut. Interessanterweise gefallen mir Anfang und Ende der Serie am besten. Die erste Staffel, in der wir die drei „unhuman‟ WG-Bewohner (Geist, Vampir, Werwolf) mit ihren Problemen, Teil der menschlichen Gesellschaft sein zu wollen, aber nicht so recht sein zu können, kennenlernen, bleibt meine Lieblingsstaffel. Russell Tovey als Werwolf George ist einfach „putzig‟, Aidan Turner als Vampir Mitchell sexy. Ihre Nachfolger – der einfach gestrickte Werwolf Tom (Michael Socha) auf der Suche nach der ersten Liebe und der elegante Vampir Hal mit Ordnungsfimmel (Damien Molony) – sind völlig anders, wodurch eine andere Dynamik entsteht. Nach den eher dramatischen Staffeln 2+3 sind dann auch die Staffeln 4+5 (zum Teil) wieder etwas lustiger, was u.a. auch dem neuen, herrlich sarkastischem (und schottischem!) Geist Alex (Kate Bracken) zu verdanken ist. Geist Annie (Lenora Crichlow) fand ich ja immer etwas nervig. Sie bekommt aber einen tollen Abgang in der 4. Staffel. Das Ende der Serie ist wunderbar emotional und versöhnlich – oder auch nicht, wenn man in den Specials der DVD das alternative Ende ansieht… Insgesamt ein HIGHLIGHT!

Das war’s auch schon. (Vor-)Bestellt habe ich mir in den letzten Tagen: die 4. Staffel von Shameless (US) (müsste schon im Briefkasten liegen), die 4. Staffel von Luther, die 2. Staffel von True Detective, „The Abominable Bride‟ von Sherlock (alle noch nicht veröffentlicht) und die 1. Staffel von Les Revenants (frz. OV mit engl. UT). Eigentlich wollte ich auch schon lange meinen Netflix-Probemonat nehmen, aber es hat einfach keinen Sinn. Ich kann ihn z. Zt. nicht ausnutzen! Vielleicht um die Osterferien herum…

Was muss ich mir denn im nächsten Quartal unbedingt noch ansehen?

Highlights, Middlegrounds und Lowpoints (Serie) 2015 #2.2

Bevor ich endgültig den Überblick verliere, versuche ich doch noch eine Zusammenstellung der Serien, die ich seit April gesehen habe. Manche haben so einen Suchtfaktor, dass ich nebenher keine anderen Serien geschaut habe (außer die Serien, die ich mit meinem Freund zusammen ansehe). Lowpoints fallen aus, da ich keine Serien schaue, die mir nicht gefallen. Bei einem Film kann ja ein Totalausfall vorkommen, wenn mir jedoch eine Serie gar nicht gefällt, schau ich sie einfach nicht weiter…

Deswegen teile ich nach (für mich) neuen und fortgesetzten Serien auf. Weitgehend spoilerfrei.

NEUE SERIEN

Suits (Season 1-4): Die größte Überraschung des Jahres für mich bisher, weil ich ohne jegliches Vorwissen, nur aufgrund der mehrfachen Nennung bei meiner Blogparade zu den besten Serien-Intros, die Box mit Staffel 1-3 auf Verdacht gekauft habe. Die Prämisse (Anwaltsserie) klingt nach etwas, das man schon tausendfach gesehen hat – und doch hat die Serie einen solchen Suchtfaktor bei mir ausgelöst, dass ich ohne tägliche Dosis nicht auskam und mir gleich die 4. Season vorbestellte, damit ich sie sofort nach Erscheinen in UK bekam. Und wieder mal bestätigt sich für mich, was für mich das A und O bei Serien ist: die Beziehungen zwischen den Charakteren! Die vierte Staffel habe ich deswegen zunächst etwas zwiespältig gesehen, weil zu Beginn Harvey und Mike nicht mehr in derselben Firma arbeiteten, geschweige denn auf derselben Seite spielten. Doch der Konflikt zwischen den beiden machte es natürlich auch wieder interessant. Trotzdem war ich froh, dass Mike nicht auf Dauer Investment Banker blieb, sondern wieder zurückkehrte. Auch die 4. Staffel wartet mit vielen zwischenmenschlichen Momenten auf, die mir auf unterschiedliche Weise sehr nahe gingen. Gegen Ende der Staffel gab es sogar ein „You know I love you,…‟ – von einem Charakter, der sonst nicht gerade sein Herz auf der Zunge trägt. Hach! ❤ Neben den beiden männlichen Hauptdarstellern (Gabriel Macht und Patrick J. Adams, der übrigens bei einer Folge auch Regie führte – Hut ab!) und deren Bromance, ist Donna Paulson (die schöne 42-jährige Sarah Rafferty) ein Hauptgrund, warum ich diese Serie so liebe – sie ist eine meiner derzeit liebsten weiblichen Serienfiguren! HIGHLIGHT!

Penny Dreadful (Season 1): Vielversprechende erste Staffel, auch wenn ich sie nicht so „hype‟ wie viele andere aus der Blogosphäre. Faszinierend finde ich die Idee, all diese Charaktere aus der Gothic-Welt zusammenzuwerfen. Ich wusste ja mal wieder relativ wenig vor der Sichtung, so war ich dann doch einigermaßen überrascht, als Dr. Frankenstein (inkl. „Monster‟) und Dorian Gray auftauchten. Und – wow – Dorian Gray: was hat DER für eine erotische Ausstrahlung, zieht Frauen UND Männer in seinen Bann! Sehr gut besetzt mit dem mir völlig unbekannten Reeve Carney. Überhaupt ist die Besetzung schon die halbe Miete: Allen voran natürlich Eva Green, die zum x-ten Mal beweist, was für eine große Schauspielerin sie ist. Was ihr hier alles abverlangt wird, ist echt heftig. Während es also weniger überraschend ist, dass Eva Green – und auch so ein Bühnenveteran wie Rory Kinnear als „Monster‟ – überzeugt, hat es mich doch ehrlich verwundert, wie gut mir Josh Hartnett in der Rolle von Ethan Chandler gefällt. Gefühlt habe ich Hartnett seit Pearl Harbor (, der ja nun wirklich keine „Perle‟ der Filmgeschichte war, von den Angriffsszenen auf den Hafen mal abgesehen) nicht mehr gesehen. Selbst wenn, dann hat er keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen – hier tut er es. Harry Treadaway ist toll als ein sehr junger Frankenstein, die Chemie zwischen ihm und seinen Kreaturen ist greifbar. Wie man schon ein bisschen merkt, ich stelle hier hauptsächlich die Schauspieler und Figuren heraus, die Story nämlich hat mich noch nicht vollends überzeugt. Aber die erste Staffel hat ja SEHR viel Basis gelegt für alles mögliche, was da noch kommen mag. Ich bin gespannt. HIGHLIGHT!

Shameless – US (Staffel 1-3, nicht ganz fertig): Als mein Kopf frisch verdreht von James McAvoy war, habe ich mir auch die zwei Staffeln der britischen Serie Shameless angesehen, in der er Steve, Fiona Gallaghers (Anne-Marie Duff) Freund, gespielt hat. Die fand ich schon ziemlich abgefahren, britische Unterschicht vom Feinsten. Aber am Ende der 2. Staffel stiegen sowohl McAvoy als auch Duff (auch wenn sie bis 2013 auf IMDb gelistet ist, sie hat aber nur in insg. 19 Folgen mitgespielt) aus, und somit hatte die Serie für mich ihren Reiz verloren. Dann hörte ich immer mehr Gutes über die amerikanische Version, die ich aber zunächst auch ignoriert hatte, weil ich grundsätzlich kein großer Fan von Serien bin, die nochmal extra für den amerikanischen Markt gemacht werden (siehe auch Being Human oder Die Brücke), insbesondere wenn es schon eine englischsprachige Version davon gibt. Aber da auch der Vorspann in meiner Blogparade mehrfach genannt wurde – und ich ihn auch sehr gut fand – hatte ich mir mal die erste Staffel bestellt, und angeguckt. Ich gebe zu, dass mich die erste Folge nicht sehr überzeugt hat, weil sie wirklich nahezu 1:1 wie die britische war. Aber mit der Zeit hat mich die amerikanische Version doch fast mehr angesprochen als die britische, vor allem, weil ich manche Charaktere nun sympathischer fand. Mit einer großen Ausnahme allerdings: die Chemie zwischen der amerikanischen Fiona und dem amerikanischen Steve/Jimmy finde ich nicht ganz so gut wie die zwischen James und Anne-Marie (schließlich haben die zwei ja später auch im RL geheiratet), überhaupt gefällt mir Justin Chatwin nicht besonders als Mann. Er passt schon in die Rolle, aber er ist für mich eigentlich inzwischen der Charakter, den ich am wenigsten mag. Dafür sind aber alle anderen wirklich unglaublich liebenswert – auf ihre ganz eigene Weise. Ganz besonders schlägt mein Herz für Ian (Cameron Monaghan). Nun bin ich ja gerade bei der 3. Staffel (noch drei Folgen) – und hallo, haben die Macher hier nochmal eine Scheibe draufgelegt! Was da alles an Krassem passiert – das geht auf keine Kuhhaut, wie man so schön sagt! 😮 Gerade eben ist wieder etwas absolut Heftiges und in dieser Form gänzlich Unerwartetes passiert, das einen Satz, der vorher gesagt wurde („She is good for me – and you are not.‟) im Grunde genommen wieder völlig zunichte macht. Und wie V und Kev versuchen, ein Baby mithilfe von XXX zu zeugen, das überschreitet DEUTLICH die Grenzen dessen, was ich bereit wäre, für einen Kinderwunsch zu tun… Ist das nun lustig oder abartig? Die Zuschauer dürfen selbst entscheiden. Ausnahmslos JEDE Figur (mit Ausnahme von Liam 😉 ) baut Mist in dieser Serie, und trotzdem sind sie irgendwie liebenswert und man hofft mit ihnen, dass sie sich – wenn auch selten mit lauteren Methoden – immer wieder aus der Scheiße rausziehen. HIGHLIGHT!

The Fall (Series 1+2): Vorgestern zu Ende geschaut. Ich weiß jetzt, warum wohl Jamie Dornan für die Verfilmung von 50 Shades of Grey gecastet worden ist, diese Serie ist ein verdammt gutes Bewerbungsvideo für einen Charakter, der eine Frau dazu bringt, alles für ihn zu tun. (Ich habe allerdings weder das Buch gelesen, noch den Film gesehen.) Wie Serienkiller Paul Spector mit der Babysitterin Katie (Aisling Franciosi), die ihm absolut verfallen ist, umgeht, das ist wirklich perfide und hat in mir große Abscheu erzeugt – auch wenn ich gleichzeitig schon ein Stück weit nachvollziehen konnte, dass sich ein junges Mädchen in so jemanden verlieben kann. Was mir sonst noch an der Serie gefällt: sie spielt in Belfast (ich habe noch selten Serien oder Filme gesehen, die in Nordirland spielen), Gillian Anderson spielt die englische DSI (Detective Super Intendant) Stella Gibson in einer ganz eigenen Mischung. Mal wirkt sie kühl und ohne tiefe Gefühle – Sex ist nur Triebbefriedigung, sie sieht einen Mann und nimmt ihn sich einfach (sonst eher zu sehen bei männlichen Charakteren), bestellt ihn sich schon fast ins Hotel wie eine Ware (ohne zu bezahlen). Gut genug sieht sie ja aus, um davon auszugehen, dass kaum ein Mann (oder auch Frau?) bei ihr nein sagen würde. Dann zeigt sie sich aber doch auch verletzlich, besonders als im Grunde genommen durch ihre Schuld eine Frau entführt wird. Eine etwas sperrige Person, die der Zuschauer nicht so recht ins Herz schließen mag. Die Kamera ist oft ganz nahe an den Gesichtern, schon fast in den Gesichtern, sodass kleinste Regungen spürbar werden und man das Gefühl hat, den Figuren sehr nahe zu sein. Sehr oft nimmt sich die Kamera viel Zeit, manchmal auch für Dinge, die für den Fortgang der Story nicht wichtig erscheinen. Die Erzählweise ist auch sehr interessant. Der Zuschauer weiß ja von Anfang an, wer der Killer ist – und darf nun miterleben, wie die Polizei sich immer näher herantastet. In der 2. Staffel gibt es jedoch eine Abweichung vom Zuschauer als dem Allwissenden, ab einem gewissen Punkt wissen wir nicht mehr, was mit der entführten Frau weiter passiert ist. Sehr kluges Drehbuch! HIGHLIGHT!

Begonnene Serien, bei denen ich aber noch nicht über wenige Folgen hinausgekommen bin: The Wire und Veronica Mars. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ah, und gestern haben wir die ersten zwei Folgen von Banshee gesehen, recht brutal, aber könnte ganz interessant werden. Ex-Con (Antony Starr) gibt sich in Banshee, Pennsylvania, als neuer Sheriff Lucas Hood aus. Toller Gegenspieler: Ulrich Thomson als Kai Proctor.

FORTGESETZTE SERIEN

Arrow (Season 3, 2. Hälfte): Unterhaltsam, schon auch spannend, aber nicht viel mehr. Selbst die Szene, die wahrscheinlich allen Felicity/Oliver-Shippern das Herz aufgehen ließ, hat mich nicht mehr so berührt, wie einige andere Szenen zwischen den beiden vorher. Thea gewinnt wieder etwas an Sympathie, da sie sich nicht mehr von Malcolm blenden lässt, außerdem hat es doch eine sehr gute Storyline um sie gegeben. Laurel finde ich nach wie vor als Teil des Team Arrow unglaubwürdig. So lange ich es schaue, gute Unterhaltung, aber nichts, was mich nachhaltig beeindruckt. MIDDLEGROUND (mit einzelnen Highlights)

The Walking Dead (4. Season, 2. Hälfte): Besser als der erste Teil, aber – um ehrlich zu sein – bis auf wenige schockierende Entwicklungen (z. B. um die zwei Mädels herum) fiele es mir schwer, inhaltliche Höhepunkte herauszustellen. Ich schau denen allen immer noch gerne beim Überlebenskampf zu (und das Ende lässt genügend Fragen für die neue Staffel, die ihr natürlich fast alle schon gesehen habt, offen), aber das High, das ich bei den ersten zwei Staffeln verspürt habe, ist so ein bisschen verpufft. Ich werde aber auf jeden Fall weiterschauen. MIDDLEGROUND (mit einzelnen Highlights)

New Girl (Season 3): Puh, schon fast keine Erinnerung mehr an Einzelheiten, außer daran, dass es doch schwierig für die so gegensätzlichen Personen Nick und Jess war, eine Beziehung zu führen. Bissl übertrieben vielleicht, aber immer unterhaltsam! HIGHLIGHT!

Justified (Season 4+5): Ehrlich gesagt, kann ich bei Justified die Staffeln nur schwer auseinander halten, weil wir alles einfach so nacheinander wegschauen. Zwischen der vierten und fünften Staffel mussten wir allerdings eine Zwangspause einlegen, weil es die 5. nicht auf Amazon Prime gab. Da warteten wir, bis ein Freund mit seinen DVDs durch war und sie uns dann leihen konnte… Von daher weiß ich ein klein bisschen besser, was in der 5. Staffel so los war, dass Ava im Gefängnis ihre Frau stehen muss, dass neue Player aus Florida nach Harlan, Kentucky kommen (Michael Rapaport als Daryl Crowe Jr. ist so richtig schön fies)… Aber egal was passiert, ich genieße es einfach nur – neben Marshal Raylan Givens – Boyd Crowder zuzuschauen und zuzuhören! Ihr habt mir ja von Anfang an gesagt, dass Walton Goggins‘ Boyd ein irre guter Charakter ist – indeed, he is! Seine Art zu sprechen, seine Art und Weise, Probleme aus dem Weg zu schaffen, seine Liebe zu Ava, sein Händchen dafür, aus jeder scheinbar ausweglosen Situation wieder herauszufinden… Was für ein Charakter! Schade, dass die 6. Staffel dann auch die letzte sein wird… HIGHLIGHT!

Hannibal (Season 2): Hm, sollte ich die bei meinem letzten Rückblick vergessen haben? Oder haben wir die wirklich erst ab April geguckt? Ich kann es nicht mehr genau sagen… Aber auf jeden Fall fand ich die 2. Staffel sehr gut, Will Graham im Gefängnis, muss sich Hannibal zu nutze machen, um wieder rauszukommen. Kaum einer glaubt ihm zunächst… Schaupielerisch fantastisch, was Hugh Dancy und Mads Mikkelsen da ableisten! Am meisten blieb mir dieses schockierende Ende in Erinnerung, das ich höchst verstörend fand. HIGHLIGHT!

The Mentalist (Final Season): Öha, die müsste ich doch auch schon im ersten Quartal gesehen haben… Ich wäre überhaupt nicht unglücklich gewesen, wenn die Serie nach Staffel 6 beendet worden wäre. Denn da war ich einfach nur in Tränen aufgelöst und glücklich, nachdem Jane endlich Lisbon seine Liebe gestand. Aber diese Kurz-Staffel hat der Serie auch einen würdigen Abschluss gegeben, Hochzeit zwar inklusive (, was ich nicht immer brauche), aber trotzdem ohne Kitsch, sondern bis zum Ende mit der nötigen Dramatik. Ich werde Simon Baker als Mentalist vermissen, aber bin gleichzeitig glücklich, dass die Serie nicht unnötig hinausgezogen wurde, sondern die Fans mit dem Gefühl entlassen worden sind, dass man aufhören soll, wenn’s am schönsten ist. Manch einer hätte den Zeitpunkt des Aufhörens vielleicht schon mit dem Tod von Red John gesehen, und die Staffel danach hatte schon z. Tl. Schwächen, aber ich war jetzt doch froh, dass Patrick Jane zuletzt noch etwas Glück gegönnt wird. HIGHLIGHT!

The Big Bang Theory (Season 7): Als ich entdeckt hatte, dass die 7. Staffel von BBT in OV auf Amazon Prime zu haben war, habe ich endlich weitergeschaut – und es war mir wieder eine große Freude! Ich hatte ja über ein Jahr Pause gemacht, und nun machte es mir wieder sooo viel Spaß, den Nerds und Nerdinnen zuzusehen! Großartig u.a. „The Convention Conundrum‟ und „The Locomotive Manipulation‟ ❤ ! HIGHLIGHT!

Blogparade: Die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien – Auswertung

Leute, ihr habt mich umgehauen: 30 Blogger (inkl. einem Nicht-Blogger) haben ihre 10 (oder mehr) Lieblingsintros auf meine Initiative hin veröffentlicht, was meine vierte Blogparade zur bisher erfolgreichsten gemacht hat – was die Anzahl der Teilnehmer betrifft! Herzlichen Dank – insbesondere auch an die Newbies, von denen ich noch nichts gehört hatte: MovieRoyal, Hotaru, Frau Margarete, Fadenvogel, Manu/FrauWeibsvolk, alexentdecktdiewelt, Ni-chan (schokoladensuechtig) und Gregors Blog. Wer hätte gedacht, dass meine „Sexparade‟ sogar noch überflügelt würde? 😮 Was die Klicks anbelangt (330), liegen die Vorspanne allerdings noch WEIT hinter den erotischen Szenen (inzwischen 860)…

Einige Vorbemerkungen, bevor ich zur ultimativen Top 10-Liste komme:

Irgendwie erschreckend ist die Anzahl der insgesamt genannten Serien, weil einem da mal wieder bewusst wird, wie VIELE Serien es gibt, wie VIELE man davon gesehen hat (sind wir alle seriensüchtig?), von wie VIELEN man noch gar nichts gehört hat oder nur eine ganz vage Vorstellung hat, und wie VIELE ich davon gerne noch sehen würde: 166 verschiedene Serien mit tollen Vorspannen wurden genannt (ich habe alle gezählt, auch die „Bonus-Vorspanne‟), und zwar ganz unterschiedlicher Natur. Von Es war einmal… das Leben bis hin zu Masters of Sex, von Wickie und die starken Männer bis Viking, von Der Mann in den Bergen bis Hannibal. Trickfilm, Familienserien, Action, Horror, Comedy, Mystery, Science Fiction, Drama, Krimis… Gefreut habe ich mich immer, wenn Serien genannt wurden, die ich auch liebe, die es aber (aus verschiedenen Gründen) nicht auf meine Liste geschafft haben, wie z. B. alte Klassiker wie Roseanne, Cheers, Magnum oder Miami Vice, oder All-time Favorites wie X-Files, Friends, Buffy, Firefly oder Gilmore Girls.

Außerdem wurde ich durch manche Vorspanne dazu angeregt, folgende Serien, die schon länger auf meiner To-See-Liste standen, endlich zu beginnen bzw. zumindest schon mal die erste Staffel zu besorgen:

Schon gesehen:
Penny Dreadful: Tolle Zusammenführung verschiedener Charaktere auf Gothic Romanen! Exzellente Besetzung! Die nächste Staffel werde ich aber nicht mehr nachmittags ansehen bei zu hellem Licht und großer Müdigkeit, bin ein paar Mal eingeschlafen…

Shameless (US): Nach der ersten Folge war ich noch nicht ganz überzeugt, weil diese SEHR 1:1 wie das britische Original war und ich im Vergleich die Chemie zwischen der britischen Fiona und dem britischen Steve besser fand (kein Wunder, haben sich dadurch die heutigen Eheleute Anne-Marie Duff und James McAvoy kennen- und liebengelernt ❤ ). Aber inzwischen (bin fast mit der 1. Staffel durch) gefällt mir die Serie tatsächlich einen Tick besser als die britische, weil mir die amerikanischen Charaktere – insbesondere Lip und Frank – einen Tick sympathischer sind. Ich werde wohl dabei bleiben!

Viking: Nachdem mich stepnwolf herausgefordert hatte (er meinte, ich sei zu zart besaitet für diese Serie *pfff*), habe ich die Serie bei Amazon Prime auf meine Watchlist gesetzt. Habe erst die 1. Folge gesehen, die mich jetzt noch nicht umgehauen hat. Es sind aber interessante Schauspieler dabei, werde mal noch eine Weile reinschauen.

Gekauft, aber noch nicht gesehen:
Suits (Staffeln 1-3)
Veronica Mars (1. Staffel)

Außerdem werde ich Dexter (über Amazon Prime) und The Wire noch eine zweite Chance geben und will unbedingt Les Revenants sehen. Und wenn ich meinen Netflix-Probemonat nehme, werde ich auf jeden Fall in Orange is the New Black reingucken.

Nun aber zur Top 10, die allerdings aus mehr als zehn Titeln besteht, weil es doch viele Intros gab, die gleich häufig genannt wurden. Die ersten drei Plätze jedoch waren eindeutig – und das nicht sehr überraschend. Auch wenn ICH die Nummer Eins gar nicht auf meiner Liste hatte, war mir klar, dass sie es auch ohne mich wahrscheinlich auf einen der vordersten Plätze schaffen würde.

  1. Game of Thrones (15x)
  2. The Walking Dead (14x)
  3. True Detective (11x)
  4. Friends / American Horror Story (10x)
  5. Dexter (9x)
  6. Six Feet Under (8x)
  7. True Blood (7x)
  8. Star Trek (diverse Serien) / Mad Men / X-Files / The Wonder Years / The Simpsons (6x)
  9. Twin Peaks / Les Revenants (5x)
  10. Ein Colt für alle Fälle / Suits / That ’70s Show / Shameless (US) / Vikings / The Wire / Orange is the New Black (4x)

Damit haben es die Hälfte von meinen genannten Vorspannen in die Top 10 geschafft, wie mainstream ich doch bin… 😉

Ich danke noch einmal allen Teilnehmern fürs Mitmachen – wie ihr seht, habt ihr auch bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen! 🙂 Das Thema der nächsten Blogparade der „Königin der Blogparaden‟ (diesen Titel hat mir donpozuelo verliehen 😉 ) steht auch schon fest: Best Villain! Sammelt schon mal fleißig – demnächst geht’s los (mir fehlen noch zwei…)!

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