Heute in genau zwei Monaten sitze ich zu dieser Uhrzeit im Flieger Richtung Singapur-Sydney (von dort aus fliege ich dann vier Tage später nach Christchurch). Bis Singapur sind es 11 Stunden 45 Minuten. Nach drei Stunden Aufenthalt in Singapur sind es dann nochmal 7 Std. 45 Min. bis Sydney. Wie viele Filme ich da gucken kann! 😮 😀 Und ihr könnt jetzt gucken, was ich so zum heutigen Media Monday zu sagen habe.

1. Wenn Wes Anderson einen Film dreht, sieht man dem Endprodukt das sofort an, ohne dass sein Name auf der Leinwand erscheinen muss. Ich liebe diesen Look und fühle mich in seinen Geschichten immer wohl, auch wenn die letzten Filme nicht alle so eingeschlagen haben, wie mein Lieblingsfilm von ihm: GRAND BUDAPEST HOTEL.
2. Es ist wirklich spektakulär, was für eine Anzahl an Oscar-Nominierungen SINNERS eingeheimst hat: 16. So viel hat noch kein anderer Film erhalten. Ich finde das voll berechtigt – aber auch ein wenig überraschend. Nicht jetzt, zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Nominierungen (da hat man ja schon bei anderen Awards gesehen, dass er gut im Rennen liegt), sondern prinzipiell, dass der Film so gut angekommen ist.
3. Es grenzt an eine Frechheit, dass Jesse Plemons nicht für den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in BUGONIA nominiert ist.
4. Emma Stone ist völlig zurecht für einen Oscar nominiert, denn ihre Schauspielleistung in BUGONIA ist mal wieder herausragend. Morgen werde ich dann vergleichen können, ob ich Jessie Buckley oder Emma Stone den Oscar wünsche.
5. Selbst Stephen Kings hervorragende Vorlage konnte den Film SALEM’S LOT (Gary Dauberman, 2024) nicht retten, denn leider wurden zu viele Plot-Bestandteile völlig unnötig geändert, und die im Buch so schnell und gut etablierte Chemie zwischen den Charakteren hat im Film nur kaum funktioniert. Es war der von mir am schlechtesten bewertete Film, den ich 2025 gesehen habe (1 von 5 Sternen), was allerdings schon auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich den Roman sehr mochte und deswegen besonders enttäuscht war.
6. Der Japanuary war im Januar auch wieder ein erfreulicher Begleiter. Wir lernen immer mehr über die japanische Kultur, von Bentoboxen bis Badehäusern, und verstehen so ein paar vereinzelte immer wiederkehrende Wörter. Mit denen kämen wir noch nicht allzu weit bei einer Japanreise, aber wir stellen fest, dass man in Japan offenbar sehr oft „aber“ sagt und „warum“ fragt. Naja, und natürlich „danke“ sagt. Beim Stepnwolf könnt ihr nachlesen, wie ihm so die ersten fünf Filme gefallen haben. Ich stimme da weitgehend mit ihm überein, manchmal liegen wir 0,5 Punkte auseinander.
7. Zuletzt habe ich die erste Woche in Neuseeland geplant, inkl. Übernachtungen, und das war wichtig, weil ich dann für den Anfang meiner Reise schon mal gerüstet bin und mir keine Sorgen machen muss. Ich werde nicht die ganzen sechs Wochen in Neuseeland akribisch durchplanen und im Voraus buchen (wozu habe ich einen Campervan), aber es hatte mich innerlich doch irgendwie gestresst, bis auf die ersten Tage in Christchurch und die erste Übernachtung auf einem Campingplatz nahe Edoras, ähm, also ich meine beim Mount Sunday, noch keine Anlaufstellen zu haben. Seitdem ich nun bis Oamaru alle Unterkünfte (vom teuren Holiday Park, 40 € für den Stellplatz, über einen sehr einfachen Campingplatz ohne Strom mitten im Aoraki/Mount Cook National Park für 10 € pro Nacht, bis hin zu einem einfachen Zimmer für gut 40 € in einer Privatunterkunft) gebucht habe, fühle ich mich viel freier und voller positiver Vorfreude (statt leicht ängstlicher Aufregung). Und was ich mir so in Sydney und Christchurch anschauen will, weiß ich auch so grob – bis hin zu einem Konzert im Konzertsaal des Sydney Opera House: Anna Lapwood performs Max Richter. 🙂
