Eines muß vorab klar sein – wenn zwei Ungarn über ungarische Politik informieren, dann entstehen zwei vollkommen unterschiedliche Welten, so gegensätzlich, daß man als Außenstehender gar nicht auf die Idee kommt, es könne sich um die Beschreibung ein und desselben Landes handeln. Und weil das so ist, reden die Ungarn nicht miteinander oder nur in ihren Blasen. Man bildet Teams, wie beim Fußball und wenn man Ferencváros ist, dann kann man nicht Ujpest sein und wenn ein Grüner foult, dann gehen die Violetten Amok, während die Grünen nichts gesehen haben wollen. Gábor G. Fodor ist Team Orbán – ein Ultra! Weiterlesen
Soros
Quo Vadis Hungaria?
Es ist schon ein großer Trost bei Wahlen, daß von mehreren Kandidaten immer nur einer gewählt werden kann! (Mark Twain)
Rabok legyünk vagy szabadok?
Ez a kérdés, válasszatok! ( Petőfi Sándor)
Nehmen wir an, es tritt am Sonntag ein, wovon die deutsche Presse vielstimmig träumt. Nehmen wir an, es gelingt in mindestens 40 Wahlkreisen eine erfolgreiche Koalition gegen die Kandidaten des Fidesz. Nehmen wir an, die Fidesz-Gegner können mindestens 10 Prozent der habituellen Wahlverweigerer mobilisieren und eine allgemeine Wahlbeteiligung von 70 Prozent erreichen – dies gilt als Voraussetzung für einen Wechsel. Nehmen wir also an, Orbán wird in dieser oder jener Form entmachtet.
Orbáns Wahlkampfdesaster
Plötzlich ist die so sicher geglaubte Mehrheit zu den Parlamentswahlen am 8. April für Viktor Orbán und den Fidesz in Gefahr. Die Ursachen sind mannigfaltig. Hinter allen liegt die schlechte Stimmung im Volk und der resignierte Wille, Orbán loszuwerden.