Nationaler Rock in Ungarn

Jede Lebensphase hat ihre Musik. Drei Jahrzehnte lang, in Wellen der Intensität, vertrat ich die Ansicht, daß Musik, die es wert ist, gehört zu werden, eines leisten müsse: sie dürfe Welt nicht ausblenden, sondern müsse auf sie hinweisen. Sloterdijk hatte – da lag mein Musikgeschmack längst fest – diese Gedanken in „Weltfremdheit“ theoretisch untermauert.

Musik mußte erlitten werden. Weiterlesen

Die Fülle der Leere

Rezension: Ernst Osterkamp: Poesie der leeren Mitte – Stefan Georges Neues Reich. Weiterlesen

Es ist nicht zu halten …

Manchmal ertappe ich mich – spät in der Dunkelheit, wenn die Welt schläft und nur die Marder sich weit nach Mitternacht mit aufgeregten Schreien durch die Gassen jagen –, wie ich beim zweiten Glas des rubinroten „Primitivo“, der die Zunge ein wenig pelzig macht, im gelben Lichtkegel der Leselampe gedankenverloren im großartigen Magyar-Német Nagyszótár blättere – es gibt nichts Vergleichbares auf dem deutschen Markt – und mit selbstvergessenem Lächeln wundersame ungarische Wörter kaue und leise vor mich hin spreche, um ihr Geheimnis zu erlauschen.

Wie jener Dichter Lázár, den Sándor Márai in seinen großartigen „Wandlungen einer Ehe“ unter vier Protagonisten zum heimlichen Dreh- und Angelpunkt erkoren hatte. Weiterlesen

Sprache und Sein – ein produktives Paradox

Lesen ist auf etwas zugehen, das gerade entsteht und von dem noch keiner weiß, was es sein ­wird … (Italo Calvino)
PDF: Sprache und Sein

Es gibt seit je eine Schere zwischen der Sprache und dem Sein, doch erst mit der Moderne beginnt diese sich in einem solch rasanten Tempo zu spreizen, daß es zunehmend schwie­riger wird, das Sein sprachlich bewältigen zu können, dem Sein zu ent-sprechen. Zu­nehmend werden die Menschen vom Sein überrannt – sie werden, im Verhältnis zu diesem, sprachlos. Dabei wird das überschüssige Sein erst vom Menschen in die Existenz gesetzt. Weiterlesen

Das Ende der Kunst

Besonders unter Künstlern und Intellektuellen scheint die „Einwanderungsgesellschaft“ akzeptiert zu sein. Aber haben sich das unsere Gebildeten und Bildenden auch gut überlegt? Wissen sie – unter der Prämisse, daß die Zuwanderung zugleich eine deutliche Zunahme an Mitmenschen muslimischen Glaubens mit sich bringt, wissen sie also: Weiterlesen

Die Kaiserin lädt zur Audienz …

… und die Ostdeutschen, die Sachsen – in diesem Falle die Vogtländer – strömen in Scharen herzu, die Parkplätze vor der Festhalle sind hoffnungslos zugestellt, im Saal mußte ein Seitenflügel geöffnet werden, um dem Andrang Herr zu werden. Keiner der 1300 Stühle bleibt leer, wir hatten im November bestellt und bekamen für über 40 Euro nur noch einen Platz am Katzentisch. Wenn Lisa Eckhart in der ostdeutschen Provinz auftritt, dann ist das ein Heimspiel.

Doch die Menge jubelt nicht: sie lauscht. Weiterlesen

Cat Stevens und das Ende der Kunst

Menschen meiner Generation haben meist sehr angenehme Erinnerungen an Cat Stevens. „Die sensibelsten Frauen“, wie Giovanni di Lorenzo in einem Interview mit dem Künstler gestand, legten meist eine seiner Platten auf, zündeten eine Kerze an, gossen ein Glas Wein ein … der Rest ist Geschichte, sweet, sweet memory bis … „Morning has broken“.

Dabei ist der einstige Superstar ein paradigmatisches Beispiel für die unheilige Verbindung von Kunst und Islam. Es lohnt, seiner Geschichte – übrigens nicht nur aus diesem Grund – ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

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Autorität und Urteil

Hegel, nachdem er seinen Status als Gelehrter, Beamter und Ehemann gefestigt hatte, entwickelte, aus Gesundheits- und Bildungsgründen, auch um Freunde zu besuchen, eine bis dahin ungewöhnliche Reisefreude.

Er lehrte seit 1818 bis zu seinem Tode im Jahre 1831 in Berlin. Erste, kurze Reisen führten ihn nach Dresden (1820/1821), aber schon 1822 entschloß er sich zu einer längeren Fahrt nach Brüssel, seinen langjäh­rigen und treuesten Verehrer, van Ghert, aufzusuchen. Zwei Jahre darauf folgte eine Reise nach Wien, und 1827 schließlich erfüllte sich Hegel einen langjährigen Traum und reiste nach Paris, später noch einmal nach Prag und Karlsbad.

Er nutzte diese Zeiten stets sehr intensiv, um Galerien, Theater und Opernvorstellungen zu besuchen und unterließ es nicht, seiner Frau davon in ausführlichen Briefen zu berichten. Diesen Briefen verdanken wir die Kenntnis darüber, was Hegel sah, wovon er beeindruckt, wovon er enttäuscht war, kurz, wir lernen sein ästhetisches Empfinden jenseits der theoretischen Schriften kennen. Das ist nicht unerheblich, gingen doch viele der Impressionen in seine Werke, insbesondere in die „Ästhetik“ ein.

Hegel zeigt sich hier als Kunstkenner von hohen Graden mit sehr feinem Sensorium und einem enormen Gedächtnis. Man darf nicht vergessen, daß Vergleiche von Kunstwerken, wie er sie hin und wieder anstellte, oftmals auf Erlebnissen basieren, die Jahre voneinander getrennt sind, an die heute alltäglichen Reproduktionen aber nicht zu denken war, zumindest nie mit photographischem Anspruch.

So erfahren wir etwa von seiner Begeisterung für Michelangelo, dessen Werke zu sehen, er, der stets unter den Reisestrapazen litt, nicht scheute, Umwege zu nehmen.

Am 9. Oktober 1822, während seiner Brüsselreise, schreibt er an seine Frau: „Ich habe, statt gerade aus zu fahren, der Begierde nicht widerstehen kön­nen, hier abzusteigen, um ein Denkmal, von Michelangelo verfertigt, zu sehen – von Michelangelo! Wo kann man sonst in Deutsch­land eine Arbeit von diesem Meister sehen?“ (Briefe Bd. 2, 358), und Tags darauf: „Also abends, nachdem ich an Dich geschrieben, auf dem Wagen nach Breda, – dort das herr­liche Werk von Michelangelo gesehen – ein Mausoleum. Sechs lebensgroße Figuren von Alabaster, weiß – ein Graf und seine Frau liegend im Tode, und von vier Figuren: Julius Caesar, Hannibal, Regulus und ein Krieger gebückt stehend an den vier Ecken des schwar­zen Steins, worauf jene liegen, und tragend auf den Schultern eben einen solchen schwar­zen Stein – herrliche, geistvolle Arbeit des größten Meisters“ (360).

Hegels Begeiste­rung ist noch in seiner großen Ästhetik zu spüren, wo er, um zu zeigen, daß die „christliche Skulptur“, insbesondere wo sie sich den Alten anschließt, „Vortreffliches zu leisten ge­wußt“, ausschließlich auf Michel­angelo rekurriert: „…vor allem aber hat mich das Grabmal des Grafen von Nassau zu Breda angezogen. Der Graf liegt mit seiner Gattin lebensgroß aus weißem Alabaster auf einer schwarzen Marmor­platte. Auf der Ecke des Steines stehen Regulus, Hannibal, Cäsar und ein römischer Krieger in gebeugter Stellung und tragen über sich eine der unteren ähnliche schwarze Platte. Nichts ist interessanter, als einen Charakter wie den des Cäsars von Michelangelo vorgestellt zu sehen. Für religiöse Ge­genstände jedoch gehört der Geist, die Macht der Phantasie, die Kraft, Gründlichkeit, Kühnheit und Tüchtigkeit eines solchen Meisters dazu, um das plastische Prinzip der Alten mit der Art der Beseelung, die im Romantischen liegt, in solcher pro­duktiven Eigentüm­lichkeit verbinden zu können“ (Ästhetik 167f.).

Selbst auf seiner Parisreise, er befindet sich auf dem Rückweg, ist die Erinnerung noch frisch. Erneut läßt er es sich nicht nehmen, eine Michelangeloplastik zu betrachten. „In Brüg­ge sah ich die höchst denkwürdigen, herrlichen Originalwerke von van Eyck und Hemling – und kann mich nicht genug freuen, diese Ansicht genossen und noch erreicht zu haben, – auch eine Maria mit dem Kinde in Marmor von Michelangelo. – Was alles in diesen Niederlanden ist! In ganz Deutschland und Frankreich ist kein Werk von Michelangelo, und in den Niederlanden ist dieses höchst großartige, ganz eigentümlich in hoher Ernstheit aufgefaßte und herrlich ausgeführte Bild der Maria und dann noch jenes unsterbliche, größe­re in Breda, das ich vor vier Jahren gesehen“ (Bd. 3, 200).

Möglicher­weise trüben Zweifel etwas die Freude, denn Hegel weiß: „Das Marienbild in der Frauenkirche zu Brügge, ein vorzügliches Werk, wollen einige nicht für echt gelten lassen“ (Ästhetik 167), und so fällt denn das Urteil ein klein bißchen weniger emphatisch aus.

Vollends deutlich wird sein auserlesener Kunstgeschmack, aber auch sein analytisches Gespür, wenn man sich folgende Passagen eines Briefes an seine Frau vergegenwärtigt, den er im September 1821 in Dresden verfaßte, um seine Eindrücke von der Gemälde­galerie zu schildern. Besonders Hans Holbeins d.Ä. „Ma­donna mit der Familie des Bürgermeisters Meyer“ hat es ihm angetan, begeisterte ihn doch schon eine Kopie, die in Berlin zu sehen war und die er gemeinsam mit seiner Frau einst bewunderte. Er schreibt ihr: „Auf der Galerie war ich natürlich auch – und musterte die alten lieben Bekannten durch – vor­nehmlich war ich begierig auf das Holbeinsche Bild, wovon wir das Abbild in Berlin sahen…“ (2, 292). Bis ins kleinste Detail analysiert es der Kenner „und beachtete besonders die Umstände, die ich mir daselbst ausgezeichnet hatte, den Teint der mittleren Figur unter den drei weiblichen und die Nase des Bürgermeisters und das Kind auf dem Arm der Maria“ (292f.).

Das Original © Wiki gemeinfrei

Das Original © Wiki gemeinfrei

Die Analyse dient zur Schlußfolgerung: „In Ansehung jener beiden Um­stände war es mir sogleich klar, daß sie im Berliner Bild, so sehr es für sich genommen ein schönes Bild ist, von einem Schüler gemacht sind…“ (293). Mehr noch, alles bewogen, wagt er sogar ein Urteil: „Es ist mir gar kein Zweifel, daß das Berliner Bild eine mit Geschicklichkeit gemachte Kopie ist, in der aber vornehm­lich der Geist fehlt“.

Wozu nun dieser Exkurs, weshalb die Kenntnisgabe dieser doch scheinbar unbedeutenden Begebenheit aus dem Leben Hegels?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir das Gemeinsame der drei Ereignisse benennen. Was alle drei Kunstwerke, die beiden Michelangelos und das Bild von Holbein gemeinsam haben, ist, daß sie alle nicht echt sind. Was Hegel nicht wissen konn­te, die moderne Forschung brachte es an den Tag. Das „herrliche Werk von Michelangelo“, das Grabmal in Breda, stammt nicht von Michelangelo, sondern von einem unbekannten Meister; für die Marienskulptur in Brügge bestätigte sich der Verdacht „einiger“, zumindest ist die Urheberschaft fraglich, und auch das Original des holbeinschen Bildes, das im Übrigen vom jüngeren Holbein stammt, ist just jenes in Berlin, das, „dem vornehmlich der Geist“ fehle.

siehe auch: Die Autorität der Schönheit

Quellen:
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
 Ästhetik. Berlin/Weimar 1984
 Briefe von und an Hegel. 3 Bde. Bad Harzburg 1991

Die kleinen Freuden

Es gibt diese Momente im Leben, in denen eine unverhoffte Glückswelle das Innere des Menschen flutet. Ein kurzer Moment der Freude, des Glücks, der Stimmigkeit. Vielleicht haben nicht alle Menschen diese Gabe und selbstverständlich werden sie ganz in Abhängigkeit der Persönlichkeit und der individuellen Geschichte ausgelöst. Ich kenne Leute, deren Augen beginnen nur noch dann zu leuchten, wenn sie ein saftiges Steak auf dem Teller liegen sehen. Weiterlesen

Die 100 000-Euro-Banane

Als Anfang Mai ein Galeriebesucher eine an die Wand geklebte Banane verspeiste, da ward zum einen die Welt erschüttert, zum anderen fiel ein Sack Reis in China um. Die Südfrucht war konstitutiver Bestandteil eines Kunstwerkes, einer sogenannten Installation, der man einen Wert von 110000 Euro zugesprochen hatte. Der Materialwert bestand aus zwei Streifen Bauklebeband und eben jener Banane. Die Schöpfungszeit darf man selbst bei einem Menschen mit zwei linken Händen in Sekunden messen. Weiterlesen

Klima-Kleber kapieren

Immer wieder hört man Erstaunen, Unverständnis, große Verunsicherung, weshalb die sogenannten Aktivisten diverser radikaler apokalyptischer Umweltschutzbewegungen sich ausgerechnet an berühmte Kunstwerke kleben und diese mit seltsamen Materialien beschmutzen. Was kann man denn gegen van Gogh, Klimt oder Raffael haben? Die Antwort ist bedeutsam – nur wenn wir sie finden, können wir diese jungen Menschen verstehen. Weiterlesen

Bernd Zeller – das Interview

zu Bernd Zeller siehe: Das Phänomen Zeller

S: Kommen wir gleich zur Sache! Sie sind 1966 in Gera geboren, heute ein Ort der Renitenz, wie so viele Städte in Sachsen, Thüringen und im Rest des Ostens. Wie viel DDR steckt in Ihren Arbeiten?

Z: Nein, DDR steckt gar nicht drin, ich trachte vielleicht etwas mehr als Westhumoristen danach, dass das so bleibt, wobei auch hier „Westhumorist“ eine mentale Angelegenheit ist und keine geographische. Wie mir scheint, ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit einer Abneigung gegen Totalitarismus ostdeutsch ist, größer als fünfzig Prozent, also überproportional, weil man da eben wissen kann, wie es funktioniert, und es wiedererkennen kann. Wenn man das will.

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Das Orientbild der Digedags

Man kann die Bedeutung des „Mosaiks von Hannes Hegen“ für die vor allem männliche Jugend der DDR nicht überschätzen. Die 60er, 70er und 80er Jahre waren wesentlich geprägt von der Auseinandersetzung mit dem Universum der drei Comic-Figuren Dig, Dag und Digedag. Jeden Monat stand man an den Zeitungskiosken Schlange, um das neue Heft zu erstehen. Meine früheste Erinnerung sieht mich mit meinem Vater am Kiosk warten, wo er das Heft 171 kauft: „Die Jagd nach dem Truthahn“. Ein Blick in die „Mosapedia“, ein eigens von Fans eingerichtetes Online-Lexikon, belehrt mich, daß das im Februar 1971 gewesen sein muß – damals war ich noch keine sechs Jahre alt.

Man darf die gewagte These aufstellen, daß die Pegida- und AfD-Generation durch das Mosaik geprägt wurde.

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Sieg der Parodie

Spätestens seit BLM gibt es kaum noch einen Werbespot eines Global Players, der nicht divers ist und eine politisch korrekte Lehrmeinung verbreitet. Es muß nun immer ein PoC dabei sein, oft auch LGBT und ganz sicher wird auf die Frauenquote geachtet.

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Der Großmeister der Melancholie

Heute vor 30 Jahren starb – von eigener Hand – der große ungarische und europäische Autor, der Großmeister der Melancholie, Sándor Márai im Alter von 88 Jahren. Neben seinen zahlreichen Romanen schuf er als einer der wenigen ein umfängliches Tagebuch von bleibendem künstlerischen und historischen Rang. Ihm verdanken viele Leser unvergeßliche Stunden.

In letzter Zeit ertappe ich mich immer öfter – spät in der Dunkelheit, wenn die Welt schläft und nur die Marder sich weit nach Mitternacht mit aufgeregten Schreien durch die Gassen jagen –, wie ich beim zweiten Glas des rubinroten „Primitivo“, der die Zunge ein wenig pelzig macht, im gelben Lichtkegel der Leselampe gedankenverloren im gigantischen Großwörterbuch, dem Magyar-Német Nagyszótár blättere – es gibt nichts Vergleichbares auf dem deutschen Markt – und mit selbstvergessenem Lächeln wundersame ungarische Wörter kaue und leise vor mich hin spreche, um ihr Geheimnis zu erlauschen.

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Paradoxes Twerken

Wie alle Absolutismen verstrickt sich auch der fundamentalistische Feminismus und ideologische Moralismus schnell in Selbstwidersprüche. Man kann sie tagtäglich wahrnehmen. Schauen wir uns den letzten Skandal an.

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Stefan Georges Moderne

Muß man unbedingt modern sein?

Il faut être absolument moderne. Arthur Rimbaud

Stefan George (* 12. Juli 1868 bis † 4. Dezember 1933) gehört zu jenen wenigen rein polarisierenden Autoren, die nahezu ausschließlich apodiktische Urteile provozieren.

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Der Twitter-Tod

Es ist wieder passiert – jemand hat sich zu Tode getwittert. Eine US-Schauspielerin setzt einen „rassistischen“ Tweet ab und im Handumdrehen wird die ganze Serie eingestellt, deren Star sie ist. Die Serie hat eine große Fan-Gemeinde. Sie einzustellen, dürfte der an schwerer PC leidenden TV-Gesellschaft weh getan haben, aber der selbst erzeugte Druck war größer und wird durch derartige Entscheidungen für folgende Fälle noch größer. Er wird eine Gefahr für künstlerisches und geistiges Schaffen überhaupt.

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Der Auschwitz-Rap

Vom Rap verstehe ich so viel wie mein Großvater vom I-Phone – trotzdem würde ich mein Leben dafür einsetzen, daß er seine Meinung dazu frei äußern kann.

Gerade lese ich Stefan George. Vielleicht verzeiht man vor diesem Hintergrund eher die leicht aggressive Stimmung, in die mich die mediale Beschallung mit einem Thema versetzt, von dessen Existenz ich bisher – glücklicherweise – noch nicht einmal wußte. Weder kannte ich Kollegah und Farid Bang noch ahnte ich, daß es eine Echo-Verleihung gibt. Allerdings war mir bekannt, daß die Künstlerszene in ihren ausgezeichnetsten Exemplaren zum Moralismus neigt.

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Das große Lalula

oder: Vom Sinn des Unsinns (1. April)

Kroklokwafzi? Semememi!
Seiokrontro – prafriplo:
Bifzi, bafzi; hulalemi:
quasti basti bo…
Lalu lalu lalu lalu la!

Hontraruru miromente
zasku zes rü rü?
Entepente, Leiolente
klekwapufzi lü?
Lalu lalu lalu lalu la!

Simarar kos malzipempu
silzuzankunkrei (;)!
Marjomar dos: Quempu Lempu
Siri Suri Sei []
Lalu lalu lalu lalu la!

„Das große Lalula“ gab und gibt Rätsel auf.

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