Entsetzen in der Fußball-Welt: Jürgen Klopp hört zum Saisonende als Trainer bei Liverpool auf, erfüllt seinen Vertrag bis 2026 nicht. Er zählt schon jetzt zu den ewigen Ikonen dieses besonderen Klubs.
So außergewöhnlich seine Leistung als Trainer ist, so gewöhnlich ist – bzw. wird sein – seine Entscheidung. Man kann das alles perfekt verstehen. Ein solcher Job zehrt unfaßbar an den Kräften: Jahr aus Jahr ein, Tag für Tag, Stunde für Stunde „hundertzehn Prozent“ – wahlweise auch zweihundert oder hunderttausend – zu geben, bringt den Menschen an seine Grenzen – besonders den modernen Menschen. Und da wird es für uns interessant.
Das Handtuch zu werfen, bevor Ruf, Aufgabe oder Vertrag erfüllt worden sind, liegt im Trend und wird in Zukunft wohl weiter um sich greifen. Hätte ein erfolgreicher Trainer im besten Alter, von den Fans geliebt und verehrt, so etwas vor 50 oder 20 Jahren auch tun können? Vermutlich nicht. Das süße Gift der work-life-balance-Ideologie steckt nun in unser aller Adern, etwas bis zum Ende durchzustehen, auszuhalten, ist kein positiver Wert mehr. Weiterlesen →
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