Ob man sich jetzt auf Weihnachten oder auf die Zeit danach freut, ist eigentlich egal. Hauptsache man freut sich.
Ich freue mich auf die Zeit nach Weihnachten, wenn wieder Alltag ist, so ab 3. Januar. Ich bin nämlich ein Alltagsfan. Gott sei Dank bin ich da mit Lilli nicht allein. Wir werden die Tage als Feiertage und Zweier-Tage geniessen, wollen Entspannung zum Lesen und Schreiben nutzen, nicht zu vergessen die Lieblingsgerichte und Gespräche in unserer neuen Küche.
Auf dem Küchentisch lag bei mir heute mal wieder die Wochentaz, die wöchentliche Ausgabe der „tageszeitung“. Ziemlich interessant darin sind unter anderem zwei Seiten mit einem Artikel über und einem Brief von einem untergetauchten RAF-Mann sowie eine Kolumne über die neue ICE Direktverbindung von Berlin nach Paris, in der der Autor auch französische Begriffe eingeflochten hat wie zum Beispiel einen Fluch, den ich hier unbedingt zitieren möchte. Putain de bordel de merde! Den hab ich tatsächlich auch schon öfters gehört und selber ausgestossen.
Dann geht es um Gisèle Pelicot vor dem Gericht in Avignon und verschiedene andere aktuelle Themen. Die Buchpreis-Trägerin Martina Hefter schenkt uns dann noch „die schönsten Buchstaben, Worte und Sätze für den Winter, in kleinen Geschichten über das Lebendigsein“. Très amusant et originel.
In einem zweiseitigen Interview spricht Gretchen Rudi Dutschke-Klotz, die Witwe von Rudi Dutschke, über ihn und sich. Mit ihm hatte ich ja 1967, nach einer Vietnam-Demo in Bonn, ein kurzes Gespräch in einer Kneipe. Er wurde Ostern 1968 in Berlin von einem rechtsradikalen Attentäter mit Pistolenschüssen schwer verletzt, an deren Spätfolgen er 1979 starb.
Auf der Medienseite der taz geht es dann noch um Hercule-Poirot-Krimis, eine ZDF-Serie in der Mediathek, über tiktok und den russischen Song „Sigma boy“. Das alles nur mein Ganzkurzbericht über einen ersten Durchgang dieser coolen Sonntagszeitung.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich, dass sie die kommenden Tage so verbringen dürfen wie sie es möchten. So machen wir es nämlich auch.








