Home Office in der Sackgasse

Brainstorming. Es juckt mich einfach. Hab nachgedacht, worüber ich mal wieder schreiben könnte. Es ist schon ein grosser Widerspruch zwischen dem Vielen, das überall passiert, und dem Wenigen, das man selber noch – grade auch nach dem Berufsleben – tut oder tun kann.

Ich musste an das Häuschen denken, das ich 1980 in einem Dorf in der Nähe von Brüssel gemietet hatte. Es lag in einer Sackgasse und die Kinder verbrachten hier die ersten 18 Jahre ihres Lebens.

Ich hatte als Selbständiger mein Büro im Haus, immer mit Übersetzungsaufträgen für die nächsten drei oder vier Wochen im Voraus.

Am Feierabend kümmerte ich mich um den selbst angelegten Teich und den Biogarten.

Und oft hatte ich es auch richtig eilig.

Fahr mal hin (Traumfragmente)

Kaum 20 km von Köln entfernt befindet sich das kleine Grenzstädtchen Vaarmalin / Gamaarkijken.

Wenn man die Kontrollen im Innern des Ortes umgehen will, kann man schon vor dem Ortseingang einen Tunnel nehmen. Dieser führt unter dem Städtchen hindurch, bis man auf belgischer Seite wieder herauskommt.

Das Besondere in diesem Tunnel, den man nicht motorisiert durchfahren kann, sind die zahlreichen Stände, an denen unter anderem die verschiedenste Lebensmittel angeboten werden.

Auf deutscher Seite findet man hier zum Beispiel seltsam klingende Brotsorten wie Kommissbrot, Schrotbrot oder Genetztes. Ausserdem süsse Stückle / Teilchen, als da wären Berliner, Amerikaner, Flammende Herzen oder Ausgezogene.

Dass man sich anschliessend im belgischen Teil des Tunnels befindet, verrät dann das Angebot an Bieren wie Duvel, Kwak oder Mort Subite (Schneller Tod)

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und Gemüsesorten wie Champignons de Paris, Choux de Bruxelles (Rosenkohl) oder Chicorée / Endive / Witloof / Chicon (alles dasselbe).

Und auf einem grossen Schild am Tunnelausgang ist in den drei Landessprachen zu lesen

Glaub nicht alles was du liest
Ne croyez pas tout ce que vous lisez
Geloof niet alles wat je leest

Der verräterische Buchstabe

Manchmal verrät ein einziges Wort, auch wenn es aus nur einem Buchstaben besteht, eine ganze Person. Einen Menschen, der nur sich selber kennt. Und seit mehr als einem halben Jahr überhaupt nichts verstanden hat.

So lange ist es her, dass wir wissen, wie gefährlich die Pandemie ist und was man dagegen tun kann. Immer wieder wird überall betont, dass man eine Maske tragen soll, wenn man sich unter Leute begibt.

Damit kann man zwar nicht sich selber schützen, aber die anderen. Und wenn alle das machen, dann hat das eine grosse positive Wirkung für alle.

Der unsägliche Präsident der Vereinigten Staaten verkündete noch vor ein paar Tagen in dem Fernsehduell, das von vielen Millionen Menschen verfolgt wurde, dass er nur dann eine Maske trägt,

„when I need it.“

ICH ICH ICH

Er trägt nur eine Maske, wenn ER es braucht.

Hat einfach nichts verstanden. Stattdessen macht er sich über seinen Gegner Biden lustig, der eine „riesige Maske“ trage, auch wenn er mit jemandem rede, der sich in „60 Metern“ Entfernung befindet.

Für ihn gibt es nur „I“. Was die Bürger brauchen, IHM egal.