
Als alter Dating-Hase ist man spontane Absagen gewöhnt und fast schon froh, wenn man dem anderen überhaupt eine Absage wert ist. Aber die Absage von N. trifft mich richtig. So, wie sie es nach zwei Dates auf keinen Fall tun sollte.

Als alter Dating-Hase ist man spontane Absagen gewöhnt und fast schon froh, wenn man dem anderen überhaupt eine Absage wert ist. Aber die Absage von N. trifft mich richtig. So, wie sie es nach zwei Dates auf keinen Fall tun sollte.

Nach dem ersten Date mit N. an einem Freitagabend, überlege ich ein weiteres Tinder-Date drei Tage später abzusagen. Wie das mit parallelen Matches manchmal so ist, liegen Dates hin und wieder dicht beieinander. Außerdem muss man ja das Risiko eingehen, dass der Auserwählte spontan absagt. Aus Gründen.

Februar. Immer noch. An meinem drittletzten Feierabend in der alten Firma laufen Kollege K. und ich ein letztes Mal zusammen nach Hause. Er erzählt von seinen Träumen. Seinem Wunsch, den Medien den Rücken zu kehren. Sich nur auf seine Musik zu konzentrieren. Das hier ist alles nichts für ihn. Ich höre zu und schmunzle in mich hinein. Die Anziehung ist längst verpufft.

Januar. Nach dem mehr oder weniger geschmeidigen Rutsch ins neue Jahr, steht das dritte Date mit M. an. Die letzten drei Wochen hat er mit Freunden – ausschließlich Pärchen – in Asien verbracht und mir fleißig Fotos von der Reise geschickt. Vielleicht, weil er sich bei all der Zweisamkeit eben diesen Zustand herbei gesehnt hat. Vielleicht, weil er mich wirklich gern hat. Vielleicht, weil er denkt, das müsste man(n) so machen.