Schneewittchen muss reisen

Kennt ihr das, wenn ihr euch lange auf einen Urlaub freut und dann feststellt, dass die neue Bachelor-Staffel einen Tag vor eurer Reise beginnt?

Oh je. Vier Wochen keine Bildzeitung lesen. Wie soll ich das nur schaffen, um mir die (Vor-)Freude an der jährlichen RTLschen Fleischbeschau nicht zu verderben?!

Wir lesen uns. Ich bin dann mal weg.

Schneewittchen

„Dein Herz ist gut“

Juli. Als Fernsehredakteurin ist es durchaus sinnvoll morgens mal die (mobile) Bildzeitung aufzuschlagen. An diesem Morgen raste ich im leeren Frühstücksraum des Hotels aus. Pokemon Go in Deutschland. Legal.

AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!

Ich fange noch beim Frühstück mein Startpokémon Glumanda. Dass man sich auch durch mehrfaches Entfernen von den drei Startpokémon ein Pikachu anlachen kann, lese ich drei Tage später. Allerdings bezweifele ich im Nachhinein, dass ich tatsächlich vom Tisch aufgestanden und um mein Frühstück herum getänzelt wäre.

Kind sein.

 

Konzertgänger

Wisst ihr was bei Konzerten wirklich wichtig ist?

Die ganze Zeit (die ganze!) mit dem Handy mit filmen und bloß nicht im Takt mit wippen – man könnte das Bild verwackeln. Sich mit der Begleitung unterhalten – denn man ist ja schließlich nicht zum Musik hören gekommen. Whatsapp beantworten und seine Freunde neidisch machen, auf was für ’nem geilen Konzert man gerade ist – aber dabei bloß nicht hochschauen. Facebook checken und das Gleiche tun. Unkontrolliert durch die Menge laufen, ohne Rücksicht auf die Wenigen, die wegen des Konzerts da sind (erkennbar am fehlenden Handy in der Hand) und sich ständig neues Bier holen. Folgerichtig weiter umherlaufen auf der Suche nach dem Klo. Alibimäßig in die Hände klatschen nach jedem Song, wo man doch nicht zugehört hat. Und ganz sicher vor der Zugabe gehen, denn das Gedränge danach will man sich doch wirklich nicht antun.* Wie konnte es nur so weit kommen? Und warum fällt es so schwer, das zu ignorieren?

#JamieLawson

 

*Mitbewohnerin: „Das ist schlimmer als in ’nem Marvel-Film vor Ende des Abspanns zu gehen.“