Die Woche beginnt mit einem Stau auf der A2, in den wir nach der Drehbesprechung am Mittag völlig unvorbereitet hineinfahren. Ist ja nicht so, dass die Medien einen über so was informieren. Mit meinem Kollegen bin ich das erste Mal unterwegs. Er wundert sich, dass ich die ersten zwei Stunden noch völlig gut gelaunt und als die Ruhe selbst neben ihm sitze. Erstens muss ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht pinkeln und zweitens hatte ich dieses Jahr schon eine elfstündige A2-Experience. Was sind da schon zwei Stunden mehr. Bis in den Ruhrpott sind es allerdings von Magdeburg aus auch noch vier Stunden Fahrt – also ohne Stau.
Monat: Oktober 2016
Vergiss mein nicht
Dass diese Stadt manchmal ein Dorf ist, habe ich ja schon so manches Mal festgestellt. Seit gestern denke ich: Entweder will mir eine höhere Macht beweisen „Man sieht sich (tatsächlich) immer zweimal im Leben“ oder aber ich bin einfach zu oft im selben Club. Vielleicht sollte ich mal meine Ausgehgewohnheiten überdenken.
Ich hatte ein paar harte Wochen: Die Kameramannproblematik ist aktueller denn je und es gab bereits den ersten gemeinsamen Drehtag. Hach war das schön. Nicht. Ich hatte also alle Mühe das Thema Männer – neu und alt – erst mal, wie geplant, ad acta zu legen. Und wie dem immer so ist: Wenn man sich nicht mit etwas auseinander setzen will, ist es allgegenwärtig. Fast so, als würden Männer 50 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Jedenfalls habe ich, besonders da ich wieder im In-Kiez im Büro saß, das ein oder andere adrette Exemplar gesichtet. Flirten? Fehlanzeige. Ich bin ja auf selbstverordnetem Entzug.