Moin, ich bin Micha!

Micha im Portrait

Ich studiere Theologie, habe einen Informatik-Background und lebe in Hamburg.

Predigt Post-Mortem: „Ein gemeinsames Ziel“

11. Februar 2026 / Blog Permalink

Am Sonntag habe ich über 1. Korinther 1,10 gepredigt. Der Text-Abschnitt und ein grober Leitgedanke waren durch unser aktuelles Bibelprojekt bereits vorgeschlagen.

Ich rufe euch, meine Brüder und Schwestern, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus dazu auf, dass ihr alle entschlossen zusammenhaltet und euch nicht auseinanderreißen lasst, sondern dass ihr zusammengefügt seid in derselben Überzeugung und demselben Ziel. (1. Korinther 1,10)

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11. Februar 2026 / Microblog Permalink

Als ich meine Tochter heute morgen bei der Kita verabschiedet habe, rief sie mir noch hinterher: „Sag Grüße am Computer!“ Die letzten Male, als ich Grüße ausrichten sollte, hat sie am Abend Rechenschaft von mir gefordert, ob ich die Grüße wirklich ausgerichtet habe. Da will ich nicht (wieder) „Nein“ sagen müssen… Also, liebe Grüße!

📚 Gelesen: Gottes Herrlichkeit verändert unser Land von Christoph Häselbarth

28. Januar 2026 / Microblog Permalink

Dieses kleine Büchlein von 2007 kann ich theologisch nicht empfehlen. Ich las es, weil es für mich verdächtig nach den Vorläufern von christlichem Patriotismus aussah. Das hat sich in gewisser Weise bestätigt.

Das Buch ist weit entfernt von (pseudo-christlicher) AfD-Rhetorik. Dennoch hat Häselbarth die Hoffnung, dass „Deutschland wieder zu einem Vaterland wird“. Dies soll dadurch gelingen, dass sich „geistliche Väter und Mütter des Landes“ versammeln und sie gemeinsam die Schuld von ihren Städten beten und Gottes Rettungsplan für das Land in Existenz beten.

Viele Konzepte des Buches halte ich für äußerst fragwürdig. Unter anderem dieser „Rettungsplan für unser Land“. Ja, ich glaube, dass Gott einen Rettungsplan hat. Doch der gilt allen Menschen und ist durch das Leben, Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus offenbar geworden. Ich begreife nicht, woher die Idee kommt, dass Gott einen Rettungsplan für unser Land haben soll. Die Bibel spricht an keiner Stelle davon, dass Gott Deutschland auserwählt hat, um eine heilige, christliche Nation zu bilden.

Ich finde das Buch inhaltlich größtenteils schräg und denke nicht, dass sich Christen daran orientieren sollten. Allerdings hat es mir geholfen, etwas über christlich gefärbten Patriotismus zu lernen. In diesem Buch wirkt es noch eher unproblematisch. Doch wenn daraus „christlicher“ Nationalismus entsteht, wird es gruselig.

📚 Gelesen: Zur Umwelt des Alten Testaments von Helmuth Pehlke

24. Januar 2026 / Microblog Permalink

Diesen Bibel-Kommentar habe ich mit Gewinn gelesen. Die Aufsätze haben einen guten Umfang. Sie ziehen sich nicht zu lange, bieten aber dennoch genug Einblick in verschiedene Hintergründe zum Alten Testament und dem Alten Vorderen Orient.

Das Kapitel über die Chronologie des Alten Testaments hat mich besonders fasziniert. Zeitmessung ist eine enorm komplexe Sache. Mit ein paar der Grundlagen hatten wir uns im Informatik-Studium befasst. Und mir ist ein Video von Tom Scott über Zeitzonen noch sehr präsent – Zeit ist überaus komplex.

Wenn du dich intensiv mit der Bibel auseinandersetzen möchtest, kann ich dieses Buch empfehlen.

📚🎧 Angehört: 8000 Arten, als Mutter zu versagen von Carolin Kebekus

19. Januar 2026 / Microblog Permalink

Das Buch war ein wenig, wie ich es erwartet hatte: Gelegentlich fand ich es lustig. Ihr Humor trifft nicht immer meinen. Bei der „Carolin Kebekus Show“ geht es mir ähnlich, ich hatte also eine Idee, worauf ich mich einlasse. Zwischendurch gibt es jedoch tolle und witzige Geschichten, für die sich dann der Rest lohnt.

Ja, ich bin keine Mutter, aber als Papa mit Babys in ähnlichem Alter, kann ich viele Situationen zumindest etwas nachempfinden. Überrascht hat mich, dass manche Situationen, bei denen sie empfindet, dass sie unterschwellig unter Druck gesetzt wird, mich in meinem Erleben ganz anders erreicht haben. Besonders das Beispiel mit der Frage: „Schläft das Baby schon durch?“ Sie schreibt in ihrem Buch, dort wird ein Maßstab gesetzt, wie das Baby zu sein habe. Ich erlebte die Frage dagegen eher mitfühlend.

Das Hörbuch hat Carolin Kebekus selbst gelesen. Das mochte ich. Zwischendurch klang sie dabei ein wenig so, wie ich die Stimme von Coldmirror im Kopf habe.

In der Gemeinde sind Micro-Begegnungen wichtiger als Effizienz

18. Januar 2026 / Blog Permalink

Mit Micro-Begegnungen meine ich kleine, kurze Momente, in denen sich zwei Menschen begegnen, die sonst vielleicht nicht viel miteinander zu tun haben. Ich sehe darin einen großen Wert für eine Gemeinde oder eine Gemeinschaft. Denn sie erlauben eine gegenseitige Wahrnehmen und Wertschätzung. Diese kurzen Momente können ausdrücken: „Ich sehe dich. Wir sind miteinander unterwegs. Du bist mir wichtig.“

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