- Meine Füsse schwellen an. Das kann je nach Schuh unangenehm sein. So oft wie möglich weite Schuhe oder Birkenstocks an meinen Füssen helfen etwas. Und Füsse hochlagern, so bald es geht und wo es geht.
- Mein Kopf ist empfindlich gegen direkte Einstrahlung. Deshalb muss ich draußen immer eine Kopfbedeckung dabei haben. In der Regel hilft ein Buff-Schlauchtuch. Auf längeren Wegen wassergetränkt, oft in Kombi mit Hut. Der Tod jeder Frisur … aber ohne bin ich schon nach kurzen Wegen völlig gaga.
- Zu wenig trinken fördert Sonnenschäden noch. Nie ohne Flasche in der Tasche. Und aufgefüllt so oft wie möglich. Auf dem einen großen Platz in unserer Stadt ist ein Wasserspender, auf dem anderen steht im Sommer meist der Wasserwagen unserer Stadtwerke mit Gratisausschank – da fülle ich dann unterwegs nach. Und sollte meine Flasche noch voll sein, trinke ich schnell aus. Wasserhaushalt first.
- Meine Konzentration schafft keine acht Stunden Arbeit, egal ob beruflich oder privaten Kram. Aber muss sie auch nicht. Dafür sind die Überstunden aus Juni da. Spät ins Büro und früh nach Hause. Dumm nur, wenn frau am heißesten Tag im Büro eintrifft und sich bestohlen wähnt. Die Geldbörse lag dann zum Glück zuhause, aber angesichts zweier Schnorreransprachen auf dem 15minütigen Weg während eines Telefonats und offener Beuteltasche wollte ich mit der Kontrolle nicht bis abends warten. Erkenntnis: was frau nicht im Kopf hat, muss sie in den Beinen haben. Auch gleich doppelt, denn bei der Optikerin liess ich meine Flasche stehen (+ 400 Meter Umweg).
- Alkohol ist eher nicht die Lösung. Dienstag musste ich beruflich saufen, denn wir waren uns über die Wahl eines Weines für ein Küchenevent nicht sicher. r Doch vier kleine Probierschlucke versetzten mich schon in einen Wattebausch. Ich wählte folglich ein eher psychedelisches Muster für das Geschenk-Schlauchtuch des Schusou … Chipotle und er fahren nächste Woche in Urlaub und er liebt Funktionskram. Aber zum Glück gefiel ihm das Design. Bei der abendlichen Schusou-Geburtstagsfeier beschränkte ich mich klug auf meine in den letzten Monaten erkannte Nüchtern-Marge von 0,2 plus 0,1 Litern Weißwein, aufgefüllt mit jeder Menge Eis und Leitungswasser. Mir reicht es nämlich eigentlich, wenn ich einen Hauch von Wein schmecke. Und einen hervorragenden Einzel-Grappa lange nach Sonnenuntergang.
- Liebstes alkoholfreies Getränk neben Wasser und Tee gerade „Kölsches Wasser“ … nein, kein Parfum! Kölsches Wasser wird von einer Brauerei in Köln produziert und enthält Waldmeistersirup und eine geheime Zutat. Nicht so süß und auch mit anderen Farben/Geschmäckern erhältlich. Und eher teuer. 1,50 mindestens für die Flasche und das schon im Supermarkt. Nach Proben mit Mineralwasser und Sirup verkünde ich stolz, dass ich die Rezeptur geschmacklich knacken konnte: es ist Rosmarin! Herausgefunden habe ich das, weil die Allerbeste mir ein Glas selbstgemachten Rosmarinsirups mitbrachte. Sirup Waldmeister 2 EL Rosmarin 1 EL. Und dann das Halbliter Glas mit Wasser auffüllen. Für meine Laiengeschmacksknospen schmeckt es „richtig“ aka herrlich. Erprobt bei Verkostung mit den Nachbarn.
- Hitze raubt Schlaf. Ich schlafe schlechter ein. Zum einen deshalb, weil ich mein „Plümmo“ nicht missen mag. Zum anderen, weil ich nächtlich telefoniere … mit wem, stand im Beitrag zuvor. Ansonsten ist mein Zimmer Dank Erdgeschoss und Schattenlage gar nicht so warm. Seit ich einen Leinenvorhang zusätzlich aufhängte, noch weniger. Es geht also. Außerdem klingelt um 4.30 mein Wecker. Nicht zum Aufstehen – zum Querlüften. Und wenn ich gegen 8 das Fenster wieder schließe und verdunkle, ist es erträglich.
- Klar klebt alles. Aber ich passe mich Kleidungstechnisch etwas an. Mit lockeren Kleidern mit Dreiviertelarm in Wadenlänge. Dank des leichten Technostoffes trocknet Schweiß direkt weg. Und gegen die blöde Oberschenkelreibung hilft ein Wachsstift. Entweder Sport-Funktionsware (teurer) oder ein einfaches Wachs-Deo. Außerdem habe ich gemerkt, dass, wenn ich kurz Wachs auftrage, meine dünnste Radler nicht nach oben rollt.
- Merker an mich selbst … Fächer wieder in die Handtasche … am besten in jede einen!
Die schlimmste Hitzewelle hier ist erstmal vorbei. Gestern ein kurzes Gewitter und heute morgen nur noch 23 Grad. Im Laufe des Tages werden wohl Gewitter kommen.
Vorbei auch die „Schnippelei“. Es ging schnell und war recht schmerzfrei, nur ein bisschen unangenehm. Ich habe ja etwas mehr „Holz vor der Hütte“. Und darunter hatten es sich einige altersbedingte Hautveränderungen gemütlich gemacht, die durch Hitze und BH-Reibung zu Aufscheuern und Entzündungen neigten. Die hat Scheherazade jetzt mit Messer und Brenner (ein elektrochirurgisches Werkzeug, das „versäubert“ und nur ein bisschen britzelt und verschmort riecht, entfernt. Gut zu wissen vor allem, dass es harmlos war!
Und die Männer? Da braucht wohl jemand bald einen Blognamen. Date vier heute. Die Heldenmedaille für Staufahrten in der Hitzewelle hat er sich jedenfalls verdient.
Momentan sind wir irgendwo zwischen der Friends-Zone und allem anderen. Und ich lasse das Tempo einfach selbst laufen. Es ist schön, wieder mal jemandem Abends den eigenen Tag erzählen zu können, auch wenn es nur am Telefon ist. Blöd ist halt die Entfernung und ländlichere Wohnlage. Und das noch betreuungsbedürftige Alter des Sohnes (14). Plus seine derzeitige Arbeitslosigkeit. Zum Glück geht sie nicht mit Resignation und Jammern einher.
Die Gemengelage ist dennoch besser als vor zwei Jahren, weil der Scheidungskrieg beendet ist und er sehr viel mehr mit sich im Reinen. Ich mag seine Gesellschaft, empfinde ihn auch körperlich als angenehm (wie gesagt … noch Friends-Zone) und empfinde Gespräche als anregend. Fand ich ja schon damals. Aber die Gemengelage plus eine damals sehr verlebte Ausstrahlung machte mir zu schaffen. Dass auch er mich damals interessant und anziehend fand, kam damals wie heute heraus. Also war es vielleicht einfach falsches Timing.
Mein Handicap wurde hingegen größer. Denn Blue ist fast gar nicht mehr weg über Nacht. Und die Senioren in meiner Familie haben sich seit 2017 nicht lumpen lassen mit ihren gesundheitlichen und befindlichen „Späßchen“. Tendenz eher noch steigend. Doch so leid mir meine Tante in München auch tut, öfter als zweimal im Jahr kann ich nicht zu ihr fahren. Denn auch meine Eltern brauchen Aufmerksamkeit. Und ich ein bisschen Luft zum Atmen und für eigene Pläne.
Und nun … hoffen auf ein bisschen Kühle noch … schönes Wochenende!