Monat: November 2017
Next generation?
Sc*mmer sind lernfähig. Vielleicht aber auch nur die Übersetzungsprogramme. Neulich stieß ich auf einen, der einen richtig guten Profiltext hatte. Kein „Wie tun sie heute?“ Nichts von den schwülstigen Phrasen, die derlei Pamphletchen sonst so auszeichnen. Ok, einmal Herzklopfen. Aber ansonsten … sehr, sehr echt. Der hat wohl wirklich das Programm gewechselt.
Doch ein paar Indikatoren gibt es trotzdem. Und die sollte Frau sehr, sehr wachsam beobachten.
- Der „Kandidat“ schreibt oder setzt likes, OHNE das Profil seiner „Herzensdame“ je besucht zu haben (yepp, er verwendet eine Software für seine Massenausschüttung)
- Herkunftsort – eine beliebige Stadt, die meist nichts mit der eigenen Gegend oder Suche zu tun hat
- Foto und Herkunftsort passen manchmal nicht wirklich zusammen
- Familienstand verwitwet kommt überproportional häufig vor … ein Deutscher schreibt eher „Single“ und erzählt erst in Mails oder am Telefon
- Der „Kandidat“ siezt im Profiltext (Sc*mmer 2.0 springt wenigstens nicht mehr zwischen du und Sie hin und her – auch hier Danke an das Übersetzungsprogramm!)
Sollte Frau jetzt immer noch sabbernd vor ihrem Rechner sitzen und den Traummann am anderen Ende vermuten, kann sie den Sc*mmer schnell enttarnen.
Sie sollte einfach nur schreiben, dass sie sich über die Mail freut, aber (Wohnort) für sie zu weit entfernt ist. Sie sollte auf jeden Fall mit einer offenen Frage enden – zum Beispiel nach dem Stadtteil, in dem er lebt oder nach einem Wahrzeichen. Und NIEMALS Daten über sich preisgeben.
Der „Traummann“ wird in der Regel eine schwülstige, schlecht übersetzte Floskel antworten, dass wahre Liebe keine Entfernung kennt und „man ja eine Freundschaft aufbauen könne“. Er wird auf die Frage nicht eingehen. Zur Sicherheit nach dieser zweiten redundanten Mail nochmal bekräftigen, dass an einer Freundschaft auf diese Entfernung nicht interessiert und alles Gute wünschen.
Danach wird wieder eine Mail kommen, die Phrasen drischt. An diesem Punkt ist der Moment fürs Aussteigen aus dem Dialog gekommen, der ja nur der Enttarnung diente.
Sc*mmer 2.0 war gut, aber nicht gut genug für die Testmail. Er wanderte bereits in den Orkus..
Doch ich frage mich, wie viele andere dumme Mädels auf diesen Blender wieder hereinfallen werden …
Geschützt: Beziehungen in den Zeiten digitaler Kommunikation
Geschützt: These are a few of my favorite things
Musik-Stöckchen
Ich höre selten Musik. Nie Radio. Eigentlich jedes Lied, das es in meinen Kopf, meinen CD-Schrank und in mein Leben schafft, ist ein besonderes Lied.
Day 01 – Your favorite song
Lieblingslied ist ein großes Wort. Ich entscheide mich für George Gershwin. Summertime, gesungen von Ella Fitzgerald und Louis Armstrong.
Bisschen mehr Alltag: Sandrine Kiberlain – M’envoyer des fleurs
Day 02 – Your least favorite song
Lieder, die ich nicht mag, gibt es viele. Aus unterschiedlichen Gründen. Weil sie mich nerven. Weil sie doofe Texte haben. Oder weil sie einmal Soundtrack waren zu Erlebnissen, die vergessen werden sollten. Ich wähle die unverfängliche Variante, ein richtig doofes Lied. Den Holzmichel.
Day 03 – A song that makes you happy
ZAZ – Je veux. Pharell Williams – Happy. The Cure – Friday, I’m in love. Coldplay – Viva la Vida
Day 04 – A song that makes you sad
Ein ganz bestimmter brasilianischer Song.
Day 05 – A song that reminds you of someone
France Gall – Ella elle l’a … mit Gedanken an meine gute Freundin in meinem Auslandsjahr. Leider hat der Kontakt die Entfernung nicht überlebt.
H.I.M. – the Sacrament … jemand, lange her.
Day 06 – A song that reminds of you of somewhere
Lloyd Cole and the Commotions – Jennifer she said … lieft dort wochenlang in der Lieblingsbar, weil jemand die CD besorgt hatte.
Day 07 – A song that reminds you of a certain event
Midnight Oil – Beds are burning … Eine Party und einen großen Liebeskummer
Day 08 – A song that you know all the words to
The B 52s – Planet Claire
und Spliff – Carbonara
Day 09 – A song that you can dance to
Earth, wind and fire – Let’s groove
Day 10 – A song that makes you fall asleep
Das hängt nicht von der Musik, sondern vom Grad meiner Müdigkeit ab.
Day 11 – A song from your favorite band
The Cure – Lullaby
Day 12 – A song from a band you hate
Day 13 – A song that is a guilty pleasure
Frank Zappa – Bobby Brown
Day 14 – A song that no one would expect you to love
Ich liebe alte Abba-Songs!
Day 15 – A song that describes you
Gloria Gaynor – I am what I am
Day 16 – A song that you used to love but now hate
Roy Black und Anita – Das schönste im Leben ist die Freiheit. OK, ich war VIER, als ich es liebte ..
Day 17 – A song that you hear often on the radio
Ich höre kein Radio.
Day 18 – A song that you wish you heard on the radio
Ich möchte auch kein Radio hören.
Day 19 – A song from your favorite album
Earth, Wind and Fire – Fantasy
Day 20 – A song that you listen to when you’re angry
Adele – Rolling in the Deep
Day 21 – A song that you listen to when you’re happy
Es la Musica (Soundtrack Salsa y Amor)
Day 22 – A song that you listen to when you’re sad
Yann Thiersen
Day 23 – A song that you want to play at your wedding
Billy Idol – White Wedding
Day 24 – A song that you want to play at your funeral
Chaka Khan – Ain’t nobody
Day 25 – A song that makes you laugh
Madonna – Holiday
Day 26 – A song that you can play on an instrument
Totalausfall
Day 27 – A song that you wish you could play
Ella Fitzgerald – I love Paris
Day 28 – A song that makes you feel guilty
Nicht schuldig, nur traurig.
Day 29 – A song from your childhood
Blondie – Heart of Glass mit der wunderbaren Debbie Harrie
Day 30 – Your favorite song at this time last year
Eine Fado CD von Ana Moura … rauf und runter
Geschützt: Gastfreundschaft
Lasset die Spiele beginnen!
Endlich ist es kalt geworden. Langsam erwacht die Weihnachtslust aus ihrem Sommerschlaf. Schon am nächsten Wochenende beginnt die Adventszeit mit der Öffnung der Weihnachtsmärkte. Und ich feiere mit Freunden noch schnell Thanksgiving nach, bevor wir uns in die Christbaumschwelgerei stürzen!
Lasst es glitzern, klingen und kitschen! Die schon legendäre Baumschmückparty wartet ebenso auf mich wie diverse Weihnachtsessen, das Krustentiergelage, ein Familienessen, ein turbulent-familiäres Silvester bei Freunden und die Glück bringenden gefleckten Bohnen am Neujahrstag.
In diesem Jahr werde ich Zeit haben, meine Wohnung zu schmucken. Zeit haben, zu backen, zu planen, zu genießen.
Ich freu mich drauf!