Monat: September 2017
Die Zeichen der Zeit …
Es sind untrügliche Zeichen dafür, dass Frau alt wird, wenn …
- „sturmfreie Bude“ vor allem bedeutet, ungestört eine Schüssel Salat zu schnippeln und das Resultat dieser kulinarischen Bemühung vor einer an Seichtigkeit kaum zu unterbietenden Vorabendserie zu verzehren.
- der Discounter-Lebensmitteleinkauf der Höhepunkt des Samstags ist, nur gekrönt vom anschließenden Mittagessen
- Heels endgültig Gesundheitsschuhen weichen
- außerhalb schwedischer Möbelhallen das „Sie“ dominiert
- der Zahn der Zeit schneller an den Schläfen nagt, als der emsige Frisör des Vertrauens nachzufärben vermag
- Weihnachten, Ostern, Sex und Sport in jeweils maximal zwei Tagen pro Jahr abgehandelt sind … sic!
Mist … mein Leben sieht alt aus!
Glück ist ein neuer Akku
Es sind gerade die einfachen Dinge, die mich erfreuen. Wie der neue Akku für meinen Laptop. 45 gut investierte Euronen. Eingebaut in nur 5 Minuten durch den technisch versierten Schusou in Verbindung mit einem Koch- und Plauderabend. Ansonsten praktiziere ich gelebtes Eremitentum. Dodo-Metro-Boulot-Metro-Dodo, wie die Gallier sagen … aus dem Bett auf den Weg zur Arbeit und zurück ins Bett. Das große Küchentreffen fordert alle Energien und lässt selbst im Kopf keinen Raum für anderes. Ich bin froh über jede Verabredung, die ich nicht treffen muss, über jeden Termin, den ich absagen kann. Vergrabe mich nach langen Arbeitstagen bei mir zuhause mit einer hirnbefreiten Vorabendserie von Annotubak, die mir 45 Minuten Weltfremde garantiert. Ich habe genug Realität übertags … da halte ich abends nicht noch mehr davon aus. Sport? Fehlanzeige. Ernährung? Beschissen.
Doch es ist absehbar. Zum Glück.
Jäger und Sammler – der Eindruck trügt!
Anlässlich des Pilzesammelns kamen der Schusou und ich auf die kulturgeschichtlichen Anfänge der Menschheit zu sprechen. Auf die Sammlerinnen, die Nahrung am Wegesrand fanden statt Einkaufswagen durch Regalreihen zu schieben. In heutigen Darstellungen sind frei schweifende, glücklich dreinblickende Menschen mit Fell-Couture und fliehender Stirn unter wehenden Locken zu sehen. Die Geruchsspur fehlt gottlob. Ebenso wie die Nahaufnahme verfilzter Strähnen und schwerer, grob bearbeiteter Fälle. Und während die Damen unter unseren Vorfahren auf Bildern allenfalls einen niedlichen Säugling mit Strubbelschopf im Arm oder Tragtuch wuchten, dürften sie im realen Steinzeitalltag ca. 25 Kilo Gepäck plus Säugling plus Werkzeuge plus Sammelgefäß und Wasserbeutel getragen haben.
Denn während der Trekkingreisende von heute mit Zelt, Schlafsack, Geschirr, Kleidung, Verpflegung und Getränken gerade mal 15 Kilo auf die leichte Schulter nimmt, hatte Frau Steinzeit von Nylon, Alu, Merino und Funktionsfasern keinen Schimmer. Das Zelt bestand aus Tierhäuten, das Geschirr aus Knochen, Holz oder Stein, ebenso die Werkzeuge. Wasserbeutel war eine Tierblase, Grabstock ein schwerer Knüppel oder Tierknochen. Und auch das Babytragetuch ein schweres Tierfell. Frau Steinzeit reiste also mitnichten mit leichtem Gepäck. Und aufgeben konnte sie es auch nicht. Denn ihr Gepäck war ihr Zuhause … sesshaft kam später.
Ich schmunzle also jedes Mal in mich hinein angesichts von Menschen, die am Wochenende mal eben Steinzeit, Indianer, Hunnen, Wikinger, Mittelalter spielen. Denn all diese Hobby-Zeitreisenden vergessen ihr Gepäck. Der Markthändler die schwere Kiepe mit den Waren, die er viele Kilometer weit trug. Die Indianerin die schweren Sammelkörbe. Die Hunnin das Zelt und das Baby auf dem Rücken. Und so weiter, und so weiter.
Und frage mich, ob Romane über Zeitreisen ebenso großen Erfolg hätten, wenn die hoffnungsvollen Reisenden eben nicht als Prinzessin oder Adlige oder Objekt der innigen Liebe eines Prinzen oder Adligen in ihrer Zielepoche aufschlügen? Wären es auch sieben Bände Hochlandromantik, wenn die Ärztin aus den USA nicht einem hochgeborenen Highlander begegnet wäre, sondern einem wortkargen Schafhirten, der sie in eine Hütte geschleppt und ihr sieben Kinder gemacht hätte, ohne sich groß um ihren Protest zu scheren?
Geht es dann gleich um Seelenwanderung, so frage ich mich, wie viele Seelen Hatschepsut, Marie-Antoinette, die Katharerfürsten und Winnetou gehabt haben mögen. Denn kaum eine Rückkehr aus Tiefenhypnose endet mit der Offenbarung, früher ein Hausierer, eine Dienstmagd, ein Latrinenreiniger oder eine Bettlerin gewesen zu sein. Aber mal ganz ehrlich und statistisch: kann es wirklich sein, dass nur bestimmte Seelen sich nach dem Zerstäuberprinzip in folgende Generationen und Äonen fortpflanzen? Humbug, wenn ihr mich fragt!
Und deshalb wünsche ich mir ein Holodeck. So eines wie im Raumschiff Enterprise. Ein Holodeck, in dem ich als Besucherin nicht nur meine Wunschepoche angeben könnte, sondern auch einen Wahrscheinlichkeits- und Realitätsgrad. Das fände ich spannend.
Und würde nach einem Tag in der Steinzeit wahrscheinlich Luftsprünge vor Freude machen, wenn ich wieder in meiner Zeit angekommen wäre … falls ich angesichts meiner Schulter-Nacken-Probleme dann noch von der Physio-Liege aufstehen könnte!
Ein Männlein steht im Walde
Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Und so erlebte ich heute ein zauberhaftes erstes Mal. Danken darf ich dafür dem Schusou.
Denn, believe it or not, war ich mit Ü-Fuffich tatsächlich noch niemals Pilze sammeln! Der Schusou jedoch hat sich seit einigen Jahren der einbeinigen Männlein im Walde angenommen und kann einige Sorten zweifelsfrei bestimmen. Und ich freute mich wie Bolle, nach kaum fünf Minuten zwei kapitale Steinpilze erster Güte zu finden. Ziellos stromerten wir durch das Waldstück, das voller Pilze war. Die meisten kannten wir nicht. Zumindest wussten wir zu wenig über ihre Unbedenklichkeit und Schmackhaftigkeit. Ziegenbärte, Butterpilze, Pfifferlinge? Doch Maronen … die erkannten wir. Und davon gab es reichlich. Und am Rande einer Wildschweinsuhle fanden wir tatsächlich noch einen weiteren Steinpilz, groß wie eine Untertasse.
Drei Stunden im Wald, ein Kaffee in einem Landgasthaus und dann große Pilzputzparty. Drei Portionen Maronenstücke eingefroren und eine große Portion Maronen gebraten und mit einem Speckpfannkuchen und Salat verzehrt. Köstlich war’s! Sagt auch der Schusou.
Und morgen vertilgen wir gemeinsam die Steinpilze.
Die leidige Rechnerei
Im Netzbetrieb funktioniert der Laptop noch. Und gerade fand ich in den Weiten des Netzes einen Ersatzakku. In der Käuferbucht wäre er preiswerter gewesen – aber auf das Theater mit Überweisung vorab kann ich nicht und online Banking will ich nicht. Ich bin das kleine gallische Dorf der Finanzwirtschaft … wer mir Passwörter per Handy aufnötigen will, der bekommt mein Geld halt nicht.
Also wurde der Akku bei A’zon bestellt. Und kommt nächste Woche. Vielleicht kann ich den Schusou zum Einbau nötigen.
Ein neuer Rechner wäre reizvoll gewesen. Aber wenn ich die DREI halb funktionstüchtigen Geräte in meinem Besitz plus das Mini-Reisetablet anschaue, dann packt mich das ökologische Gewissen. Warum gibt es Computer nicht in langlebig? Mit Updateverträgen für die wichtigsten Komponenten des Innenlebens? Dann könnte ich das Gehäuse und die nichtschleißenden Teile Jahrzehnte verwenden. Denn an der Größe wird sich nicht mehr viel ändern. Nach größer höher breiter kam kleiner leichter mobiler. Bis runter auf sieben Zoll bei den Laptops, während bei den Telefonen von drei Zoll wieder hochgesattelt wurde auf fünf oder sechs. Die Größe eines Laptops oder Tablets hat sich eingependelt. Wer Mobilität will, mag 10 bis 12, wer nur Transportabilität wünscht, nimmt ca. 15. Die Telefone hängen bei vier Zoll. Kleiner kann niemand mehr tippen oder lesen. Wenn sich jetzt also nicht weltbewegendes bei der Eingabe verändert (z.B. wirklich funktionierende Spracheingabe), dann wird es dabei einige Zeit bleiben. Mit Veränderungen nur in der Peripherie. Mal eine weiche, mal eine harte Tastatur. Mal hier ein Chi chi, mal da ein Schnickschnack.
Dabei braucht diesen Schnickschnack kein Mensch. Nun … ich zumindest brauche ihn nicht.
Was wünsche ich von meinem Endgerät?
- Mobilität. Klein und leicht sollte es sein. Nicht schwerer als 1 Kilo inklusive Tastaturteil. Und nicht größer als zehn, maximal elf Zoll.
- Anschlussfähigkeit. Ich benötige klassische USB-Anschlüsse, gerne mehrere.
- Verbindung. Natürlich W-lan, aber auch gerne die Möglichkeit, mir mittelfristig einen preiswerten (zumindest temporären) Mobilcode zu buchen.
- Betriebssystem. Der Android ist zum Arbeiten wesentlich komfortabler. Allerdings brauche ich leider verschiedene Fenster-Produkte zur Bearbeitung von Texten, Tabellen und Präsentationen.
- feste Tastatur zum „freihändigen“ Arbeiten ohne Tisch
- stabiler Akku mit langer Laufzeit
- genug Leistung, um auch mal einen Film zu schauen
- Kameras nach beiden Seiten
- günstiger Preis
Und eine hübsche Farbe … bin halt eine Frau 😉
Im Rennen: Lenovo Miix … und ich frage mich immer noch, ob Äpfel nicht das bessere Obst wären?
Catch up
Es ist still um mich geworden dieser Tage. Zum einen wegen der technischen Mangelausstattung. Die ich noch nicht per Ankauf beendet habe. Doch eine Schrankleiche … ein fast vergessenes Laptop aus ca. 2010, verhilft mir jetzt zumindest zu einer gelegentlich funktionierenden Tastatur – und zu der Erkenntnis, dass zumindest beim elektronischen Fensterln früher alles besser war. Ich mag mein altes Windows xp, finde es unglaublich funktional.
Auch bei diesem Laptop spinnt die Tastatur gelegentlich. Baut mir Satzzeichen ein, wo keine hingehören. Aber immerhin … tippen mit zehn Fingern. Wer bin ich, mich über Kleinigkeiten aufzuregen, wenn ich diesen Luxus genießen kann?
Stille nicht nur technisch, sondern auch im Lebensstil. Mit meinem Geburtstag habe ich mein soziales Leben weitestgehend eingefroren. Das tut mir im Einzelfall leid. Aber für mich ist es besser so. Denn die Kraft reicht nicht mehr über den Kern hinaus. Der soziale Kern sind meine Kinder und meine Eltern. Blue und ich sind eine mittlerweile ganz gut eingespielte WG. Wirbel hat sich größtenteils bei seinem Vater einquartiert und taucht nur gelegentlich auf, weil der Weg zur Berufsschule von hier aus näher ist. Die Eltern momentan einigermaßen stabil, was von der anderen Großmutter meiner Kinder nicht zu sagen ist. Altersdepression und Schlusspunkt unter das eigenständige Leben. Wäre sie vor 15 Jahren aus ihrer Wohnung im vierten Stock ohne Aufzug umgezogen, hätte das so vielleicht gar nicht passieren müssen – oder zumindest sanfter und selbstbestimmter. Doch so kam mit dem Schwinden der Mobilität auch ein zunehmender Rückzug. Als Sohn und Enkel sie dann mittels Entsorgung der alten Automatikkutsche und Umstieg auf Schaltgetriebe noch aus dem Straßenverkehr zogen, war es ganz aus. Allerdings war sie schon in den 20 Jahren zuvor eine ernst zu nehmende Gefährdung für Mensch und Tier. Allein ihrem Schutzengel ist zu verdanken, dass sie bei ihrem übertrieben defensiven und für andere nicht nachvollziehbaren Fahrstil überlebte und niemanden umbrachte. Ich jedenfalls weigerte mich schwanger stets, zu ihr einzusteigen. Die alte Kutsche erlag Altersgebrechen. Der TÜV gab ihr dann den Gnadenschuss. Und damit auch der Oma, die sich fürderhin nur noch kutschieren lassen konnte und damit vom Zeitplan ihrer Nachkommen abhängig war.
Nun also ist sie im Krankenhaus und wartet auf einen Platz in psychologischer Betreuung oder zumindest im Seniorenheim. Und die riesige Wohnung mit den Eiche brutal-Möbeln ist zum Jahresende gekündigt. Diesen Krempel will wahrscheinlich noch nicht mal eine soziale Einrichtung. Allein deshalb, weil der höllenschwere belgische Möbelwahnsinn aus dem vierten Stock heruntergewuchtet werden müsste. Stress, den niemand braucht. Aber nicht vermeidbar. Und ich wage nicht daran zu denken, was eines Tages auf uns zukommt, wenn das Haus meiner Eltern aufzulösen ist.
Aber: gerade nicht mein Kernproblem. Und deshalb beiseite damit.
Freundschaften auf Eis. Maximal eine größere Verabredung pro Wochenende noch und eine Familienverpflichtung. An diesem Wochenende ist es der Schusou, mit dem ich später eine Runde durch die Natur drehen werde. Einen Abend mit der Limette und ihrer Schwägern für gestern lehnte ich ab. Ich traf die beiden am Freitag auf dem Heimweg von der Küche und lud sie zum Kaffee ein. Das muss reichen. Zumal die Unterhaltung aufgrund sprachlicher Barrieren etwas schwierig ist … Limette spricht spanisch, englisch und deutsch, Schwägerin spanisch und etwas französisch. Da ich kein spanisch spreche, ist die Schnittmenge gering.
Familiäre Unternehmung des Wochenendes: ein Shoppingqueen-Event. Kandidatinnen waren Mutter und Schwester. Ort des Geschehens das Outlet des Vertrauens. Persönlicher Marathonrekord: DREI Stunden Verweildauer! So lange war ich wohl im ganzen Leben noch nicht in einem Bekleidungsgeschäft!
Allerdings hat es sich auch gelohnt. Und eigentlich auch Spaß gemacht. Denn wieder einmal stellte ich fest, dass es viel weniger das Einkaufen selbst ist, das mir Freude bereitet, sondern das „Matching“ … das Suchen und Finden der richtigen Dinge. Auch und gerade für andere Menschen. Und während Mütterlein mein Angebot einer mitgebrachten Großtüte an der Bahnhaltestelle noch belächelte, nahm sie an der Kasse dankbar einen Beutel an, während meine Schwester die Großtüte befüllte.
Mutter verließ den Laden mit einem neuen Daunenmantel in einem satten Goldbronzeton, innen bordeaux, einem Kurzblazer in beigegoldenem Strukturstoff und einem grauen, kragenlosen Blazer, zwei schönen Strickjacken und einer hochwertigen blauen Bluse. Den Schal zum Mantel bekam sie von mir, einen zweiten Schal kaufte sie sich.
Schwesterlein, die sich auch im Sommer wegen ihrer rheumatischen Beschwerden und verändertem Temperaturempfinden einpackt bis zur Nasenspitze, kaufte einen dunkelroten dünnen Daunenmantel und einen dicken dunkelgrau gemusterten Walkwollmantel/Longblazer. Dazu Strickjacken und Pullis für Diva und Kobold. Einen zweiten Daunenmantel in schwarz bekam sie vom Mütterlein, einen zweiten Walk-Longblazer in blau von mir. Vorgriff auf Weihnachten. Und einen Beitrag zu den Diva/Kobold-Sachen, da die beiden noch kein Geburtstagsgeschenk von mir hatten.
Ich selbst setzte den letzten Teil meines Geburtstagsgutscheins in eine Hose um. Und freute mich. Mehr als über die eigene Hose über die Freude meiner Mutter und meiner Schwester an ihren neuen Sachen.
Ein langweiliges Posting nach dieser langen Blogpause, ich weiß. Aber – ausgenommen von der Küche – ist mein Leben gerade stinklangweilig. Auch und gerade deshalb, weil es zeitbeschränkt ist. Ich gehe zur Arbeit, komme spät heim, mache mir und eventuell anwesender Jugend Abendessen und gehe ins Bett, manchmal auch mit einem Umweg über die Couch. Keine Kraft für gar nichts. Kein Sport, kein soziales Leben. Noch zwei Monate. Und das Tempo wird weiter anziehen.
Keine interessanten Geschichten – oder zumindest keine, die ich hier veröffentlichen könnte.
Und die Geschichten der anderen müssen warten. So lange, bis ich dafür wieder Luft und Kraft habe.
R.I.P. mal wieder
Bestandsaufnahme:
1 Netbook mit nicht mehr ladendem Akku
1 Tablet, das nur noch ueber Keydock zu laden ist, dessen Tastatur kaputt ist … und Touchscreentastatur aus der Hoelle
Bis zum neuen Rechner ist Blogpause.
Und NEIN, weder Keydock noch Netbook-Akku gibt es als Ersatzteil 😦
Geschützt: Her mit dem schönen Leben
Beste Freundin
Geschenke zu bekommen kann etwas Wunderbares sein. Kann. Muss nicht. Im Laufe eines durchschnittlichen Frauenlebens sammelt jede von uns Dutzende unpassender Geschenke. Vom Schrottwichtel-Dekokandidaten bis hin zum Gutschein für einen Shop, in dem nie eingekauft wird. Es ist die Geste, die zählt. Allein das freut. Aber schade ist es schon, so ein mit Liebe gegebenes Geschenk nicht mit derselben Liebe annehmen und nutzen zu können. Mir jedenfalls tut das immer sehr leid.
Das Wunderbare an nahen Freunden und besonders Freundinnen ist, dass sie dich gut genug kennen, um dir zu schenken, was du dir wünschst … manchmal fragen sie dich sogar danach … UND hören zu, was du sagst. Und dabei kommen dann Dinge heraus, die große Freude machen. Wie die wunderbarste Handtasche aus hellrotem Leder, die zur großen Fuffich dank meiner Freundinnen bei mir einziehen durfte. Aber auch wie eine selbst gebrannte Geburtstags-CD, die ich seit zehn Jahren immer wieder höre. Denn beim Schenken geht es nicht um große Werte, sondern um ein Gefühl. Dieses Gefühl habe ich bei besagter CD ebenso wie bei jedem Termin, zu dem mich meine rote Tasche begleitet.
Das Gute an der Besten Freundin ist, dass sie mir schenkt, was ich mir nie gewünscht hätte … aber so perfekt zu mir und meinem Fühlen passt, wie ich es selbst niemals gewusst hätte. Was habe ich über die Jahre für zauberhafte Geschenke von ihr bekommen! Geschenke nicht in Sachwert, sondern in Erinnerung, in Gefühl, in Kreativität. Was habe ich gelacht über ihre schrägen Ideen! Was habe ich mich gefreut über das Besondere daran! Den Prototypen eines Shirts, selbst gemachten Schmuck, originelle „Fundstücke“ von hier und dort. Über dieses bestimmte „als ich DAS sah, dachte ich an dich“, das wir beide teilen.
Ich habe noch nicht Geburtstag … aber dieses eine, besondere Geschenk ist schon bei mir angekommen. Eine knisternde kleine Pappbox, die ich eigentlich bis zum Tag X ungeöffnet lassen wollte. Doch dann war da dieser kleine Moment in der Zeit, ein Telefonat und auf viele km Entfernung ein „gemeinsames“ Geschenk öffnen“. Schön und nah. Was soll ich sagen? „Her mit dem schönen Leben“ ist das Beste, was mir ein Mensch gerade wünschen kann. Das schöne Leben soll im nächsten Lebensjahr bei mir einziehen. In jeder Beziehung!
Danke, Allerbeste! Für die Kette und deine Wünsche für mein schönes Leben und für deine ganz, ganz besondere Freundschaft!

