Monat: Februar 2016
Geschützt: Kerle-Casting
Geschützt: Und dann plötzlich Demut …
Geschützt: Muse oder Maulkorb?
Cumpleanos! Auf die Schnapszahl!
Die Limettentochter hat Geburtstag. Und die Jalapena richtete gemeinsam mit der Limette die Party aus. Dazu muss gesagt werden, dass die Limettentochter erst drei Wochen in unserer Stadt weilt. Aber das Netzwerk funktionierte. Und so war das Haus voll und die Stimmung gut. Das Lieblingshobby der Latino-Connection lief zur Hochform auf: Selfies. Die Jalapena hatte sogar aus Pappe einen Rahmen gebastelt, in dem sich alle Gäste mit dem Geburtstagskind ablichten lassen konnten. Es gab Paella und lauter Kleinigkeiten … und ein überwältigendes Kuchengelage mit vier verschiedenen Geburtstagskuchen.
Mein persönliches Highlight allerdings war das Geburtstagsständchen. Auf englisch begonnen, sangen alle Gäste Happy Birthday in ihrer Muttersprache. Wir kamen auf:
englisch
spanisch
afrikaans
bosnisch
portugiesisch
deutsch
Hongkong-chinesisch
mandarin
französisch
… und hatten alle Wasser in den Augen. So schön war das!
Geschützt: Träumen in Technicolor
Geschützt: Entdecke die Möglichkeiten …!???
Geschützt: Von Richtig und Falsch
Lasset die Spiele beginnen: Regeln sind zum Brechen da
Heute morgen war ich zu allem entschlossen. Jedenfalls zu allem, was meinen Kleiderschrank zum Schrumpfen bringt. Regeln erdacht in allen Details und direkt veröffentlicht … kein Zurück mehr, dachte ich.
Dann öffnete ich den Schrank. Kurzfristig hatte ich mich für den mit der kürzeren Kleiderstange entschlossen. Ich räumte hin und her. Und nach nicht einmal einer Stunde hingen – beide Schränke wieder voll. OK. Der eine Schrank, DER Schrank, einen Meter breit mit Stange und einem Fach, war nicht mehr RAPPELVOLL. Sondern locker voll. Ich habe dann gezählt. 85 Teile. Also fast doppelt so viele, wie ich wollte.
Definitiv habe ich ein Lederjackenproblem. Im „Lagerschrank“ hängen vier davon. Im eigentlichen Kleiderschrank … ehm … ja …. SIEBEN. Die im Lagerschrank sind falsche Jahreszeit und (zweimal) derzeit zu eng. Zu viele Hosen, Blusen, Shirts sind es auch. Die Schuhe zu wählen, fiel hingegen sehr leicht. Letztlich wurden es Schnürstiefeletten, Chelsea-Boots, Wildlederstiefeletten, schwarze Langschaftstiefel, Derbies und Mary-Janes mit flachem Blockabsatz. Dazu noch ein paar Sneaker-Ballerinas als leichte Wechselschuhe/Pantoffeln und ein paar Plateausneaker. Schuhe sind also der einzige Bereich, in dem ich im Plan bin.
Nachtrag: zu früh gefreut. Allerdings danach nochmal gefreut. Weil ich drei Paar Schuhe wiederfand, die ich vor dem Knöchel-Unfall sehr, sehr gerne trug und in den letzten beiden Monaten fast vergessen hatte. Aber dieses Schicksal haben sie nicht verdient, meine wunderbaren Wildleder-Ankleboots und meine dunkelroten Chelseas. Auch meine edlen Biker-Halbstiefel nicht. Also drei Paar Schuhe aufgerüstet. Nicht wirklich frühlingshaft, aber bequem. Nach Ostern werde ich ja hoffentlich auch wieder Pumps tragen können. Aber bis dahin ist es schon ein Hochgenuss, dass die Chelseas wieder über den Knöchel passen! Und im übrigen Schuhregal sind mindestens fünf „Wackelkandidaten“ ausgemacht. Schuhe, die ich schon länger nicht trug und die ich, wenn ich sie in diesem Kalenderjahr nicht mindestens einmal trage, weggeben oder entsorgen werde.
Begonnen habe ich auch im Kleiderschrank mit dem Ausmisten. Und morgen früh werde ich noch einmal in den noch zu volen „Kapselschrank“ schauen und eventuell noch ein paar Teile herausnehmen. Aber wenn nicht, dann soll es eben so sein. Dann sind es halt 85 statt 45. Und meine Lernaufgabe heißt herausfinden, was davon ich wirklich anziehe und wie oft. Das werde ich hier dokumentieren.
Ich warne also vor … der Klamotten-Content geht weiter ..
Heute trage ich übrigens schon Teile meiner Kapsel: eine schmale schwarze Hose und eine schwarze Bluse zum Schlüpfen. Lieblingsstücke, beide. Vor allem, da die Teile bügelfrei und schnelltrocknend sind. Dazu eine kuschlige alte Strickjacke aus der Gammel- und Krusch-Abteilung. Weil warm und gemütlich.
Die Extra-Kapseln habe ich heute noch nicht realisiert. Ich werde in den nächsten sechs Wochen sehen, ob ich sie brauche oder nicht. Anhaltspunkte dazu sollten mir die Aufzeichnungen meiner Outfits liefern können.
Ganz für den Eimer sind die heute aufgestellten Regeln sicher nicht. Denn Ende März werde ich den Schrank wieder öffnen und für eine neue Kapsel planen. Und dann hoffentlich bereits gemerkt haben, welche Lieblingsstücke ich wirklich trage und welche nur zur Dekoration im Schrank hängen.
Ich öffne die Schranktür und schüttle den Kopf … SIEBEN Lederjacken. Und jede einzelne ganz wunderbar. Die schwarze sportliche und der schwarze Blazer. Die hübsche dunkelrote und die olivfarbene aus butterweichem Wildleder. Nicht zu vergessen die beiden anderen „Altlasten“ in Cognac … einmal sportlich, einmal Gehrocklänge. Altlasten deshalb, weil ich ja eigentlich nur schwarz und rot trage. Ich mag Leder. Den Griff. Den Geruch. Und am allerliebsten meine leichte, ungefütterte Jacke, aus der ich seit einem Jahr fast nicht mehr aussteige. SIEBEN Lederjacken. Ich fasse mich an den Kopf.
Und hoffe, dass ich in ein paar Wochen schlauer bin und ein bisschen besser weiß, was ich wirklich brauche.
P.S. Auch ein Fernprojekt gibt es. Das böse, böse K-Wort. K-e-l-l-e-r … da dümpelt nämlich noch so einiges an „passt irgendwann wieder“ oder „das ziehe ich bestimmt bald wieder an“ vor sich hin.
Lasset die Spiele beginnen: Überlegungen zum Kapsel-Kleiderschrank
Es ist ein Experiment, auf das ich mich da einlasse. Madame Dreimeterschrank auf die Basics reduziert.
Ich trickse ein bisschen mit den Regeln. Die sowieso in jedem Kapsel-Blog andere sind. Die Minimalistinnen leben mit einer Dauerkapsel und rechnen selbst die Unterwäsche und die Handtasche mit in ihre 30 Kleidungsstücke ein. 37 findet man oft. Aber auch 45. Meist ohne Unterwäsche, Accessoires und Taschen. Auch Nachtwäsche und Putzklamotten sowie der gesamte Fitnessbereich werden wohl herausgerechnet. Macht Sinn, denn hier ist bei täglichem Sport der Verbrauch hoch … und wer wäscht schon täglich? Außerdem können bei mehreren Betätigungen leicht mal fünf bis sechs Paar Extraschuhe anfallen.
Regel Nr. 1: die Zahlen-Magie
In meinem Kleiderschrank werden sich 45 Teile inklusive der Straßenschuhe befinden. Dazu kommen drei Extra-Kapseln.
Extra-Kapsel 1 sind die Sportsachen von Badeanzug und Sport-BH bis Shelljacke, von Saunaschlappen bis Wanderschuh.
Extra-Kapsel 2 ist Wäsche, Nachtwäsche und „Homewear“. Darunter fallen Pantoffeln und die Gammel-Baumwollhose, aber auch Nachthemden und normale Unterwäsche, Socken (paarweise gezählt), Strumpfhosen und Leggings.
Extra-Kapsel 3 schließlich ist die Dekoration. Schal und Mütze, Kette und Armband, Abenttäschchen und Überlebensbeutel.
Keine Kapsel darf die 45 überschreiten. Wünschenswert ist es, dass die Extrakapseln zusammen nicht größer als 90 sind.
Regel Nr. 2: die Ordnung
Meine Kleiderschränke bleiben meine Kleiderschränke. Und einer von ihnen bleibt auch erst einmal gut gefüllt. Wüsste ich doch gar nicht, wohin mit dem ganzen Kram so spontan. Aussortieren werde ich die absoluten No Gos. Aber der Rest bleibt drin. In einem Schrank. Auch der Schuhschrank bleibt, was er ist: ziemlich voll.
Für die Kapsel nutze ich einen meiner beiden Schränke und ein kleines Regal daneben für die Kapsel-Schuhabteilung. Der Schrank hat eine Kleiderstange, ein Bord für vier Stapel und zwei kleine Schubladen für Wäsche und Strümpfe. Das kleine Regal bietet Platz für meine Kapsel-Schuhe. In der Kapsel-Zeit ist der Rest tabu.
Regel Nr. 3: die Lücke im System
Stelle ich fest, dass Wetter oder Bedarf (z.B. spontane Job-Reise) sich radikal verändert, ist Austausch aus dem Bestand möglich. In der Hauptkapsel bis zu fünf Teilen Austausch, fünf Teilen Ergänzung. In den Nebenkapseln je zwei Teile Austausch innerhalb der Kategorie aus Bestand und Ergänzung (Ausbau von Kategorien, in Ausnahmefällen auch durch Kauf). Das ist der Joker für’s erste Mal, der hoffentlich nicht gezogen wird.
Regel Nr. 4: Einkäufe und Geschenke
Wie fast jede Kapsel-Aspirantin habe ich erst einmal mit Einkäufen begonnen. Ist ja auch logisch: ich will weniger, also brauche ich mehr. Geht’s noch? Eigentlich nicht. Aber ganz ohne Shoppen wird es auch in Zukunft nicht gehen.
Exkurs: Die Neuerwerbungen des Monats verdanke ich dem Ausverkaufsgott: eine schlichte Lederjacke in dunklem Rot, eine Boyfriend-Jeans, ein langes schwarzes Hemd aus dem bügelfreien Stoff, der übernacht trocknet (essentiell auf Reisen!) und (hoffentlich passen sie!) ein paar Plateau-Sneakers in Schwarz mit ein bisschen Glitzer. Meine Welt braucht gerade Glitzer. Und das Preisargument (das Blödsinn ist, denn ohne Einkauf hätte ich ja … ehm … NIX … ausgegeben …) sticht auch: das gesamte Outfit schlug mit 290 Euro zu Buche. Hätte ich zum Saisonanfang eingekauft, wäre ich fast 550 Euro ärmer. Die Jacke hätte ich dann trotzdem gekauft. Weil sie wunderschön ist. Aber (Achtung Schönrechner!) jetzt habe ich für 10 Euro zum (ursprünglichen) Jackenpreis hinzu ein komplettes Outfit. Exkurs Ende
Die Regeln für Shoppen sind einfach. Es sind nur Fragen.
Wünsche ich mir dieses Teil wirklich?
Brauche ich es?
Kann ich es in meine Kapsel gut einbauen?
Passt es zu der vorhandenen Kleidung?
Ist wirklich nichts in meinem Kleiderschrank oder den „Lagern“, das diesem Teil nahe käme und das ich nutzen könnte?
Hat meine jeweils gültige Tausch- und Erweiterungsregel noch Platz dafür?
Und: kann ich es mir leisten?
Geschenke gelten als Erweiterung. Zwei Teile pro Kapsel sind Bonus, der Rest muss getauscht werden. Dabei denke ich jetzt an meine wunderbare Frau Zee, die mir auch mal eines ihrer Designerstückchen schenkt.
Regel Nr. 5: Die Dauer
Keine drei Monate, sondern erst einmal nur einen. Oder genauer gesagt: bis zum Ende meines Osterurlaubs in der ersten Aprilwoche. Klappt es, wird weitergemacht. Und dann auch mit aller Konsequenz … heißt Ausmisten und Entsorgen/Verschenken. Das erste Teil habe ich gestern allerdings ganz ohne Absicht disqualifiziert: mein wunderschöner Steppmantel wurde Opfer meiner Fallsucht. Jetzt hat er zwei dicke Flicken. Einen davon deutlich sichtbar am Arm. Nicht mehr arbeitstauglich. Fällt quasi unter Putzklamotten, ist aber zu warm und kuschlig zum Entsorgen. Schade. Extraleicht ist auch extrakaputtbar. Und hatte ich erst noch überlegt, mir das selbe Teil nochmals zu kaufen, bin ich davon mittlerweile ab. Scheuseliges Waschverhalten und total empfindlich. Das ist nicht MEIN Mantel.
Lasset die Spiele beginnen: die Kapsel
Meine jetzige Kapsel ist gedacht für mild winterliches Wetter mit ein paar sonnigen Frühlingstagen. Sie berücksichtigt normale Arbeitstage, eine Fortbildung, ein paar Freizeittermine, aber auch einige offiziellere Anlässe, die Dresscode erfordern.
Ein Mantel, eine Steppjacke. Lederjacken, die sich gut für das Schichtprinzip eignen und auch mal den Blazer bei weniger offiziösen Terminen ersetzen dürfen. Jobhosen und „Zwitter“, d.h. kann ich auch abends tragen. Auch Jeans, die mit einem Blazer dann wieder küchentauglich werden. Beim Kleid bin ich noch nicht schlüssig. Ich weiß nämlich nicht, ob ich es tatsächlich tragen werde. Ich liebe Kleider, habe aber sehr wenig Gelegenheiten, sie tatsächlich anzuziehen. Aber Röcke müssen rein in die Kapsel. Zwei, denke ich. Blazer und Strickjacken brauche ich. Ein paar Blusen, vorzugsweise in schnell trocknender, bügelfreier Variante. Und Shirts, die unter Blazern gut aussehen. Eine erste Liste gibt es schon. Auch für die Neben-Kapseln. Die Schuhe sind das schwierigste. Wenige Paare, die alles abdecken sollen. Ungewöhnlich an meiner ersten Kapsel der Verzicht auf Pumps. Schlicht und ergreifend deshalb, weil ich die mit den Resten meines Bänderanrisses gerade nicht tragen kann. In der nächsten Kapsel müssen sie sein … da sind ein paar Anlässe, bei denen es nicht „ohne“ geht.
Lasset die Spiele beginnen: Start
Meine Kapsel beginnt am 20. Februar und dauert bis zum 1. April. Genau sechs Wochen. Am 1. April ist „Saisonwechsel“ … und die freien Tage über Ostern sind ideal zum Umsortieren.
Und wie soll es danach weitergehen? Ganz einfach: idealiter mit der nächsten Kapsel, in der einige Dinge saisonal, andere aus praktischen Gründen getauscht werden sollen. Stiefel und Wintermantel haben im April aus naheliegenden Gründen keine Berechtigung. Also kommt dann eine „Frühlingskapsel“ für die Zeit bis Mitte Mai. Danach hoffentlich die „Frühsommervariante“ bis Mitte Juli. Dies allerdings als „Ausnahmekapsel“, denn die Küchensaison erfordert einige Extras und Aufrüstungen im Job-Sektor. Kleider, mehr Blazer. Weniger Zeit zu waschen.
Und ganz wichtig noch zwei Regeln:
Regel 6: Neukäufe
Ein Teil neu heißt ein Teil entsorgt. Für meine vier neuen Teile vor Beginn der Kapsel werden entsorgt: ein kaputter alter Mantel, ein paar hoffnungslos unbequeme Schuhe, eine sehr unansehnlich gewordene Hose und eine zu enge Bluse.
Regel 7: Entsorgung
Bei jedem Kapselwechsel verlassen zehn Teile das Haus. Also morgen dann 14 … die vier von oben und zehn weitere. Welche, werde ich morgen wissen.
Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Jetzt also erst einmal sechs Wochen Kapsel für Anfänger. Und einmal wöchentlich werde ich über die Erfahrungen bloggen. Drückt mir die Daumen!