Frau Brüllen fragt das Internet und wir beantworten am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT
Juni.
Samstag. Um halb acht wache ich auf und schicke die vorbereitete whatsapp mit der Absage zur Reitstunde los. Was vorher geschah: am 3. Präsenzunterrichtstag gibt es in TochterRs Klasse einen positiven Fall. In unserem Zusammenhang gibt es viele Fragezeichen. Der eigene positive Test ist genau sechs Monate alt, gilt sie also als genesen oder steht sie wieder auf Start? Die Eltern der Schülerin rufen uns an und fragen, ob sie die Tochter als Kontaktperson1 angeben sollen, sie sei ja bereits infiziert gewesen. Das Gesundheitsamt meldet sich bei uns am Freitag, hinterlässt aber keine Nachricht, sodass wir deren Entscheidung nicht kennen. Wir beschließen, uns alle jeden Morgen zu testen, TochterR geht in Selbstisolation, wir werden am Montag um 7:00 Uhr das Gesundheitsamt anrufen. Bis dahin wissen wir nicht, wie es weitergeht und die Klassenarbeiten mitgeschrieben werden können) Es geht naturgemäß rund in den Klassenchats der Tochter. Hier kann also auch noch der Umgang mit sozialen Medien gelernt werden. Ich lerne den Umgang mit unserer Fritzbox, und dass die hinterlassenen Nachrichten auf der homepage abgehört werden können, mein neuer Ansagetext nicht gespeichert worden war und die Anrufliste ebenfalls dort hinterlegt ist. Wenigstens das.
Ich gehe Brötchen holen und kaufe dabei noch Erdbeeren und Milch ein. Mit dem Fahrrad. Zu Hause Frühstück. Dann die erste Runde Französischlernen mit TochterJ. Danach gehe ich in den Vorgarten und jäte Beikraut. Ich merke immer mehr, dass ich nur begrenzt für's klassische Gärtnern geeignet bin. Bis zum Geburtstag der Kinder, an dem evtl. meine Eltern zu Besuch kommen werden, muss der Garten etwas in Schuss gebracht werden. Letzte Woche wurden die Tomaten ins Freie versetzt, als nächsten Schritt befreie ich die wild aufgegangenen Sonnenblumen aus dem beengten Gingkotopf und setze sie zunächst in einen eigenen. Das Wandelröschen wird gedüngt. Es zeigt keinerlei Regung, etwas Grün rauszuschicken. Der Hibiskus ist tatsächlich eingegangen. Ich schaue, ob ich auf EBK einen in der Nähe ergattern könnte. Dann topfe ich noch die Lilienstaude um, allerdings ohne Sand, da nicht verfügbar, mal sehen wie sie das verträgt.

Zweite Runde Französisch. Alles sehr mühsam und führt -wie immer- zum Gedankenkarussell selbständiges Lernen, intra- und posttpandemischem Umgang mit SchülerInnen, Klassenarbeiten undsoweiter. Die Twitterkneipe hilft inhaltlich, das ist gut, Danke! Interessanter Beigedanke übrigens: wie viel das eigene Schuldings natürlich zu tun hat mit dem Töchterschuldings, wohl der, die so durchsurft.
Leider habe ich dieses Jahr keine Fotos der blühenden Rhododendren, durch den Regen sind sie nun nicht mehr so fotogen. Als nächstes sind wohl endlich die Pfingstrosen mit Blühen dran. Wobei die Blüten ja generell am schönsten aussehen, kurz bevor sie aufbrechen. Der wild aufgegangene Holunder blüht ebenfalls. Der uralte Zwetschgenbaum dient als Stütze.
Bis jetzt liest sich das ja wohl eher wie eine Gartenbestandsaufnahme, nun denn. Eigentlich hatte ich auch den festen Willen, Rhabarber/Erdbeer-crumble zu machen, aber das muss verschoben werden. Großes Pläneschmieden mit einigen Unwägbarkeiten, Geburtstagsparty, Sommerferien, Einlösen von Theatergutscheinen. (Bei der Durchsicht der kommenden Konzerte 2022 bemerkt, dass ich keine Lust auf Fanta4 mehr habe seit Smudo und seiner Lucapromo.) Elterntelefonat.
Die Kinder möchten was glotzen, es wird ein Filmeabend mit Ich einfach unverbesserlich 3, währenddessen schmurgle ich die Zutaten einer Kochbox zusammen, Gnocchi mit Lauch und Zucchini aus dem Backofen mit einer Art Pesto, war nur so lala. Dann trank ich ein Glas Prosecco und schlief auf dem Sofa ein.
Zwischendurch verjagte ich anlandende Tauben. Blöder Tag, 4 in Schulnoten. Kein Beschönigen der Lage, das soll doch so, oder?