29.7.19

Stubenhockersonntag

heute keine Nachtaktivität, im Gegenteil. Kurz nach elf wegen ach so müde aufs Sofa gelegt und um 7 zum Wecker erwacht.
Mit dem festen Vorsatz, endlich mal einen Ausflug zu machen, recherchiert. Aber ach. Holland so nah! Natur! Kultur! Jedoch die Hitze und alles, das Antizipieren der gelangweilten Töchtergesichter. Bestimmt tue ich ihnen völlig unrecht, vielleicht hätte es ihnen gefallen. Der hundertste Tierpark, nur diesmal in den Niederlanden? Können wir nicht wie alle anderen mal einfach einen Ausflug machen? Früher war ich doch unternehmenslustig! Bin ich jetzt so abgestumpft und faul oder darf das? Zu Hause geblieben und erstmal ne Runde Phase 10, die Kinder spielen es mir zuliebe, das merkt man lange, wir bringen es aber zu einem guten Ende.
Gestern noch mit fester Stimme 'bei diesem Wetter bestimmt kein Kino, immer Kino, immer nur Konsum, können wir nichtmal einfach nur wo sein' oder so was ähnliches gesagt, heute dann gedacht: von mir aus, was soll's, gehe ich halt nicht mit und mache aus meiner Bocklosigkeit ein Event. Erstes Mal alleine Kino, hurra! Ja, in der Kleinstadt kannst Du das machen, sogar mit alleine wieder zurückkommen. Meine üblichen Vorbehalte zur Diätthematisierung bei den Drei Ausrufezeichen losgeworden, Nachos und Popcorn gekauft (harhar) und ein kleines Schläfchen halten wollen. Wurde aber nix draus, der Mann kam kurz und wir haben endlich unseren Plan umgeworfen und machen jetzt nächste Woche alles anders und dafür hektisch. Morgen gehts los, bleiben Sie dran! Wir können einfach nicht entspannt. Im Städtchen war streetfoodfestival oder wie das heißt mit fast food in schicken Wagen, aber es doch derselbe Müll aus Plastikflaschen (die Plastikflasche, aus der der Typ bei 'Kartoffelwaffel mit Pastrami' -lecker übrigens- das Öl auf den Grill gespritzt hat war wirklich die allergleiche wie die bei 'Eisröllchen' siehe auch rolled ice cream,  - lustige Idee, sieht spektakulär aus, schmeckte aber nicht, aus der dann die Erdbeersoße kam.) Ich finde, ich war zu Recht irritiert. Und Langos, das gibt es noch, das hat doch schon in den 80ern auf dem Frühlingsfest im Heimatstädtchen nicht geschmeckt! Das soll ein Trend sein? disclaimer: also, das schmeckt natürlich bestimmt super, aber doch nicht mit dem alten Fett aus dem Imbisswagen. Spanferkel übrigens auch lustige Streetfoodsache, aber ich kenne mich da wirklich nicht so aus.
Gepackt, mit dem Autochen nach Hause gefahren (das gehört zum Plan, s.o.) vorher noch schnell Elterntelefonat, die wollen auch endlich mal wissen wie's werden soll, ich sag mal so, ich konnte sie einmal mehr überraschen. Dann der Einfachheit halber nochmal dasselbe Rezept wie gestern gekocht (Nudeln mit Zucchini-Möhrenstreifencreme) jetzt schnell Bett.

28.7.19

Sommerferiensamstag

schon wieder war die Nacht einen eigenen Blogeintrag lang. Kinder gegen Mitternacht im Bett, zwei Maschinen Wäsche (das fluppt bei der Hitze), wobei, es ist ja bisschen abgekühlt, daher alle Fenster aufgerissen, bloß blöd, dass ich nach Mitternacht allein im Haus Lüftprobleme ergeben, da ich allerhand lustige Ideen entwickle, was passiert, wenn ich die bodentiefen Schiebefenster unbeobachtet offen stehenlasse. Einiges Zeug noch verräumt, das weg - bzw aussortiert wurde, die nächtlichen Aktivitäten diverser Nachbarn wahrgenommen, gepackt, gespült und viel nichts getan aber allerhand rumgedacht.
7:30 aufstehen, nochmal Gießen, mit dem Zug Ausflug zum Mann.
Im Zug die schrecklichen Nachrichten gelesen. Tausendmal ach fuck.

Obsteinkauf auf dem Markt.
Ab ins Schwimmbad, Sommertag.
Man kann sich in diesen Kleinstädten bisweilen der Illusion hingeben, die Welt wäre in Ordnung.

26.7.19

Gesprächsschnipsel

Längere Unterhaltung darüber, ob George von den fünf Freunden transgender ist, und natürlich eigentlich nicht verwunderlich, das Internet bietet einiges zu dieser Frage.
Immer wieder lustig, wie sich eine Welt auftut zu einem random Thema, das man zufällig anschneidet, und dann ist ein Teil des Internets (oder der Unibibliothek) voll davon.
Genauso zu Ventilatoren, ich denke, wir kaufen kein Klimagerät, aber Ventilatoren werden recherchiert, verrückt, was es alles gibt.
Zum Wetter drängen sich nicht nur die Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe auf, auch die Erzählung einer Bekannten, die ca Mitte der 1980er in Texas au pair war und ihre Verwunderung, dass die Kinder der Reichen drinnen klimatisiert spielten und die Betreuungseinrichtung der ärmeren Spielplätze nur draußen hatten. Klar, natürlich, aber ich musste drauf gestoßen werden.
Alles recht beängstigend. Auch die Sorglosigkeit der Mitmenschen. Ich komme bei meinem Fußweg zur Post an obszön dicken Karren vorbei, die zusätzlich eine Wahnsinnshitze versprühen, selbstverständlich laufende Motoren beim Warten.
Ist das Leben trotzdem schön?
Übers Lesen geredet. Es wurde Ferienlektüre gefunden, ab und zu tauchen sie kurz aus ihrer Lesewelt auf und erzählen. Mir geht es auch kurz so wie früher.Die Kinder fallen ins Langeweilestadium. Wir machen zu wenig. Genug gegammelt. Aber ach. Gegen frühen Abend spielen sie Schule. Eine Freundin kommt vorbei, sie wissen immer weniger mit sich anzufangen, da schlägt J ein Gesellschaftsspiel vor. Tschakka!
Fünf Maschinen Wäsche gewaschen, leider noch nicht alles verräumt.
Abends Lesekreis, wieder sehr schön, Danke Ihr Tollen!!
Jetzt schnell noch Gießen, Schwimmbadsachen richten, Essen wird geliefert, mal sehen was sonst noch zu schaffen ist.

es ist kompliziert am Donnerstag, 25.7.2019

heute war eine Art Reizüberflutung angesagt.
7:00 Aufstehen und Gießen, Mann verabschieden, dann endlich bisschen lesen! Sogar in der Hängematte bei 'angenehmen' 27Grad. Pancakes zum Frühstück.
Reizüberflutung, weil die Zimmer wieder eingeräumt werden müssen, und die Zwillinge haben viel Zeug, eigentlich unüberschaubare Massen. Und alles wird weiter gebraucht. Weil alles in aller Schnelle in Kisten gepackt wurde müssen wir eben jetzt sortieren. Es ist s o mühsam. Und heiß.
Die Post bringt eine letzte Mahnung, ein Buch hat es nicht in die Rückgabe geschafft. Das Kind bietet sich an, mit dem Bus ins Stadtteilzentrum zu fahren, bricht die Unternehmung aber wegen Hitze, nachdem sie eine halbe Stunde auf den Anschlussbus gewartet hat (und ich per live-chat auch nichts rausfinden konnte) ab und ich sehe erst zu Beginn der Schule wieder eine Möglichkeit, das Buch abzugeben, letzter Termin ist aber 6.8. Ich rufe an und bitte um Hilfe, aber Computer says no. Mit der Post schicken geht nicht wegen kein Briefkasten (aha) und meine zündende Idee, ich könne ja einfach so tun, als hätte ich das Buch nicht mehr und sowohl Mahnung also auch den Betrag für Buchersatz zahlen und damit um das gerichtliche Mahnverfahren herumkommen kann die Büchereidame nicht gutheißen, weil sie mich ja zum Lügen anstiften würde. Gute Frau. Das Telefonat habe ich schnell beendet und ich sage mal so: wenn ich durch einen vergleichsweise geringen Betrag dazu beitragen kann, dass ein Buch (wasistwas) über Europa von 2002 (!!) neu angeschafft wird, zahle ich das gerne (schade, dass mir dieser Satz und Sachverhalt erst jetzt einfällt).
Kurze Konditionskrise, bisschen Film geschaut, dann weiteres Hin- und Herräumen in 30 Grad warmen Kinderzimmern. Der Paketbote klingelt ohne Paket und bittet darum, sein T-Shirt bei uns wässern zu dürfen.
Gegen 20:00 Räumfeierabend. Es ist so schön, die Kinder ihre neuen Zimmer genießen zu sehen, aber es sind leider noch sehr viele Kisten mit Zeug außerhalb (der Zimmer).
Am Abend Schupfnudeln und Apfelbrei, beides convenience (ja, ich fühle mich wirklich schlecht damit) kurze Gießerei, zwei Mal ISS, einmal mit einmal ohne Kinder, die Suche nach dem großen Ventilator verläuft erfolglos, auch der Mann in der heißesten Stadt (hurra, ein Rekord, sag mal, spinnen jetzt alle?) kann nicht helfen.
Zu allen anderen Weltereignissen fällt mir nur ein: the bullies have won.
Weiter mit Clankriminalität.

24.7.19

Mittwoch, 24.7.2019

Wenn ich vom heutigen Tag etwas lernen sollte dann doch bitte, dass ich endlich daran denke, nicht mehr in Schlumpfklamotten mit ‚wird schon gehen, steige ja nicht aus‘ oder ähnlichem Selbstbetrug aus dem Haus zu gehen, damit ich mich nicht so unwohl fühle, wenn ich an der Eisdiele auf die schnieke Mitmutter treffe. (Sollte ich ins Fitnessbusiness einsteigen, wäre das sowas von unbedingt angeraten)
Danke.
Ansonsten Kinderzimmer wieder eingeräumt, leckere Pestonudeln gekocht, Rezept auf Twitter  empfohlen und nicht daran gedacht, dass ich mich meist nur in etwa an Rezepte halte und, da keine Minze im Haus, auch keine ins Essen kam. Wie stehe ich denn jetzt da.

Was gut war: der Riesenkratzer an der Tür des geborgten Autos war wirklich schon vorher, ich habe einen Riesenschreck bekommen als er mir heute Vormittag auffiel.

Rest vom Montag und Dienstag (23.7.2019)

Doch damit war der Abend noch nicht vorbei.
Nachdem der Film zu Ende war, bemerkte ich, dass ich die ISS um wenige Minuten verpasst hatte. Nach langer Zeit hatte mich mein Vater darauf aufmerksam gemacht, dass wieder vermehrt Überflüge in unserer Gegend zu sehen sind, also wieder den Newsletter bestellt, gesehen, dass es eine zweite Chance um 1:30 ab. Geschaut, genossen, getwittert. Ganz frisch reingekommen dann der Tiefkühlinzident: die Kinder hatten selbst Eis gemacht und wegen verstärken Brummens aus dem Keller bemerkte ich gegen später, dass doch etwas nicht in Ordnung war. Dazu muss ich kurz ausholen: meine Tiefkühldisziplin ist mangelhaft, d.h. ich habe Schwierigkeiten, die gekühlten Dinge zu verarbeiten. So tummeln sich Zander und Rinderfilet vom geplanten und nicht gekochten Weihnachtsessen ebenso wie Anteile eines Bioschweins, deren Zubereitung ich einfach nicht im Voraus planen kann. Die Eisschicht war also in wenigen Stunden angewachsen, die Tür war nicht richtig geschlossen, ich konnte nur mit einem weiteren guten Vorsatz und einem scharfen Messer die schlimmste Not beseitigen.

Nicht geschaffte Retouren, die mahnend im Weg rumstehen stützten mich in eine weitere nächtliche
Schaffenskrise. Die neu und extra hinzu bestellten Glasflaschen zum Sprudler wackeln. Es ist nicht stark, doch im gefüllten Zustand signifikant. Ist dies nun ein Grund, sie zu reklamieren? Ein schon mehrere Wochen dauernder innerer Dialog führte mich vormittags in die Warteschleife des Kundendienstes, den ich nach komischen Geräuschen, Stille und Genervtsein aufgab. Darf man von Glasflaschen, die mehrere Jahre ihren Dienst tun sollen, erwarten, dass sie einen planen Boden haben? Ich werde wohl retournieren.
Kärtchen geschrieben, noch was bestellt, Wäsche aufgehängt, Küche gemacht, #halbzweitweet verpasst und immer noch nicht fertig mit dem Tag. Erst deutlich nach 3 Uhr eingeschlafen, das ist natürlich zu spät. Für alles, aber auch, um frisch und munter um 9:15 beim Hautkrebsscreening zu sein. Den in der Stadt als Koryphäe gehandelten Hautarzt meide ich wegen eines #metoo Vorfalls, da ich mir ja so eine ipl Maschine kaufen möchte und las, dass diese bei vielen Muttermalen und 'Besenreißern' nicht empfohlen werden wollte ich die Meinung einer Hautärztin dazu einholen und diese Muttermale überprüfen lassen. Im Behandlungszimmer werde ich gebeten mich auzuziehen. Wie lange es dann immer dauert, bis ich meine Hirnwindungen in Gang setze um geeignete Sätze zu produzieren, dass ich der Ärztin bei unserem ersten Kennenlernen gerne angezogen gegenüberstehen möchte.
Danach kaufe ich Brötchen, bei meiner Heimkehr schlafen die Kinder noch. Auch das sind für mich Kindheitserinnerungen Sommerferien: die Mutter hat schon was erledigt, bis ich mich aus dem Bett schäle. Jetzt von der anderen Seite. Mir gefällt das.
Smoothie aus unfrischem Obst (Nektarinen, Blaubeeren, Avocado, Banane), Frühstück, drei Maschinen Wäsche, Rundlauf gespielt, Post erledigt (end-lich!)

Eis (s.o.)
Die 24 Stunden Trocknung des Holzfußbodens ist vorbei, Wellpappe muss her um ihn abzudecken, ich rufe wegen Hitze und Müdigkeit doch die Nachbarin an um ihr Angebot anzunehmen, das Auto leihen zu dürfen. Hier fällt der entscheidende Satz:
"Natürlich kannst Du damit zum Baumarkt fahren, Ihr könntet aber auch ins Schwimmbad."
Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Alle Pläne über Bord geworfen, denn Schwimmbad!
Schwimmbad, Sonne, Pommes, eine wunderbare Kombination.


Abends sehr erschöpft doch noch bis kurz vor elf (leider schimpfend und bruddelnd) irgendwelche Dinge gemacht.

22.7.19

heute der Boden (Montag, 22.7.19)

der Mann geht erst gegen halb sieben los, wir schlafen nochmal ein, ich wache kurz nach 9 auf. Gemeinsames Frühstück, J hat die Essenzubereitung für sich entdeckt und macht uns wachsweiche Eier. Danach geht sie los zu Freundin M, ich möchte Retouren und sonstige Post erledigen, empfange aber zunächst die Nachbarin, die mir aus Frankreich eine wunderschöne Keramikplatte mitbringt, die in Portugal hergestellt wurde. Globalisierung baby! Dann sind endlich die Böden dran. Es geht schneller als gedacht, ich hoffe, die Böden danken es uns, R steht in Notfällen parat.
Danach kurze Krise, es ist bereits halb vier, der Hund fehlt, das Kind hat sich verzogen, die Knie schmerzen dann doch (carpet burn, aber nicht was Ihr denkt). Zur Versöhnung eine Runde quixx, dann bauen wir die Tischtennisplatte auf, das mit dem Pool wird wohl nichts mehr dieses Jahr, schade eigentlich. Kurze Gießrunde, J kümmert sich ums Abendessen (Maultaschen mit Salat) dabei beobachten wir eine eingesperrte Wespe, als wir fertig sind entlassen wir sie wieder und suchen lange nach einem Film. Es wird Vater hoch 4, während die Kinder glotzen rutsche ich noch einmal auf dem Boden rum um das Öl noch etwas zu verteilen, Handgelenke und Arme schmerzen inzwischen auch mit. Kurz Bloggen, jetzt unbedingt lesen. Endlich ein bisschen Sommerlaune, 7/10 für Sommer, 6/10 als Ferientag.

21.7.19

Sonntag, 21. Juli 2019

ein äußerst produktiver Tag. Gegen halb zehn mit einem Kaffee von R geweckt worden, fängt schon gut an! Dann doch eher schwer in die Gänge gekommen, J lässt sich überreden, schnell zum Bäcker zu radeln, in der Zeit richte ich den Frühstückstisch. Die Kinder drängen darauf, endlich die nächsten Renovierungschritte zugehen, aber es kommt uns noch meine mangelnde Sozialmedienkompetenz dazwischen. Ein Kind hängt ständig im Netz rum und kann sich gut mokieren über die Posts anderer. Nun hat sich etwas hochgeschaukelt, das allerdings schon vor knapp 14 Tagen gepostet wurde. Um zu zeigen, wie man ruhig und besonnen auf Vorwürfe (die möglicherweise nur Fragen sind, aber das sieht man den Wörtern ja nicht an, nichtwahr?) reagiert flippe ich erstmal total aus und brüte selbst eingeschnappt über der Frage, warum ich mir von sowas den Sonntag versauen lassen muss. Am produktivsten putze ich ja mit Wut, also räume ich ein bisschen auf und mache das Erdgeschoss schön, T und J streichen in der Zeit schon die Wand mit Nr. 20 (wir erinnern uns). Nach einer Aussprache sind dann die Wolken in Rose´ dran. Alles in allem würde ich das Ergebnis der Steichaktion als sehr gelungen bezeichnen (der hämische Zwerg in meinem Kopf lacht böse und fragt, warum ich mich so angestellt habe, aber der hat eben keine Ahnung, nachher ist man immer klüger).



Darauf ein Eis.
Um der Farbe nicht beim Trocknen zuzusehen (Entschuldigung) nutze ich die Zeit und will endlich die Johannisbeeren ernten. Dabei sehe ich, wie der Giersch schon wieder die Weltherrschaft von unserem Garten aus anstrebt und beginne zu zupfen (in Renovierungsklamotten). Das Beet grenzt an Nachbars Garten und wir entdecken, dass sich im nachbarlichen Wohnzimmer eine größere Kaffeegesellschaft zusammengefunden hat. Also ist weder mein Anblick noch die Tatsache, dass wir jetzt im Garten arbeiten das Richtige, wir brechen ab.

Als nächstes steht die Grundreinigung des Holzfußbodens (also Dreck, Flecken und Ölreste wegputzen als Vorbereitung für neue Ölung, morgen) auf dem Programm, vorher brate ich die Auberginen an und bereite den Hefeteig vor. Dann grundreinige ich Js Zimmer, ohne mir das Genick zu brechen, ein Wunder bei unserer Abstellkunst! (Foto nur zu Dokumentationszwecken)


Der Mann bietet an, die Grundreinigung des zweiten Zimmers zu übernehmen, damit ich mit den Kindern Abendessen zubereiten kann, ich nehme mit schlechtem Gewissen an.
Endlich Flammkuchen.












Abendessen (komisches layout, aber ich lass das jetzt so). Edit: T so: 'weiß es das Internet schon, das Internet sollte es wissen, das mit den Flammkuchen.' Daher zwei Bilder trotz Layout.
Eine Runde activity. Die Life Ausgaben Juni/Juli 1968 der Schwiegereltern rausgeholt und kurz Mondlandungsgeschichte geguckt.
Jetzt sitze ich frischgeduscht beim Bloggen, der Mann hat Randy Newman angemacht und ich fühle mich wie Samstag Abend. Das wäre schön!

heute

20. Juli 2019
mit Wecker gegen 8:30 aufgewacht, Nachbarhaus versorgt, kurz gefrühstückt und gebloggt. Die anderen wachen ebenfalls langsam auf, interessantes Elterngespräch, den Begriff mental load erklärt und weiter besprochen. Stellt sich raus, hatten meine Eltern auch! Das hieß da nur noch nicht so. Und einen entscheidenden Unterschied gab es wohl schon: keine großartigen Arzt- und sonstigen Termine, die man während des Schulalltags nicht unterbringen konnte und deshalb in die Ferien verlegte. Die Leichtigkeit der sechswöchigen Auszeit fühlt man wohl nur als Kind. Obwohl ich mich durchaus an 'Aufgaben erledigen' erinnere, an Ausmisten, Umräumen, morgens Johannisbeeren abzubbeln und Obst einmachen, das gehörte aber auch irgendwie dazu. Dass meine supertaffe Mutter mir von ihren Anlaufschwierigkeiten erzählte, überraschte mich schon, beruhigt natürlich auch. Dergestalt gestärkt fuhren wir zunächst zu dritt zu einer Probefahrt. Ohne konkretes Ziel beschlossen wir, R, die wieder zu Hause geblieben war, abzuholen, kleiner Rundkurs also. Witzig war: wir realisierten erst während der Probefahrt, dass wir garnicht das konkrete Auto probefuhren sondern den (Achtung) Vorführwagen. Auf dem Weg Freunde gesehen und nach Italien verabschiedet.
Sehr spät wieder zu Hause, dafür mit Brötchen. Die Stimmung war allerdings schlecht, denn ich hatte gestern in Erwartung des sommerlichen Wetters keinen Gedanken daran verschwendet, Schreibtische und Holzbetten auf dem Balkon irgendwie abzudecken. Staubsauger und Werkzeugkisten standen auch noch draußen. Dass es zu stärkeren Regengüssen während unserer Ausfahrt kommen könnte war mir einfach nicht bewusst. Nun. Dann halt doppelte Arbeit. Wenigstens keine Katastrophen, Sauger geht noch, Betten (noch?) nicht aufgequollen. Abtrockenaktion.
Zwar erst gegen 16:00 Uhr, jedoch besser spät als nie sind endlich alle Vorbereitungsarbeiten soweit abgeschlossen, dass mit dem Streichen begonnen werden kann. Es ist anstrengend, aber da zwei Erwachsene da sind, kann die Arbeit besser verteilt und bewältigt werden. Das Weißeln selbst ist ja dann vergleichsweise schnell erledigt. Leider ist die Farbe noch feucht, die jeweils farbige Wand kann nicht mehr gestrichen werden.

Einschub: ich habe endlich bemerkt, dass ich ein Wortspiel übersehen habe! Im Baumarkt wollte ich mich noch darüber lustig machen, dass mit 'keep it simply' geworben wurde. Nun fiel auf, dass die Wandfarbe selbst 'simply' heißt. Ja dann.

Zucchinipuffer werden gewünscht und vorbereitet. Während der Teig quillt fahre ich noch schnell vor Toresschluss bisschen was einkaufen. Morgen soll es endlich! Flammkuchen geben und es fehlt ein bisschen Frische in Obstkorb und Kühlschrank. Ich habe noch keine abschließende Meinung darüber, ob es sinnvoll ist, die Supermarktöffnungszeiten bis 22:00 auszuweiten, ab 21:00 allerdings die meisten Dinge nicht mehr zu bekommen, weil alles schon weggeräumt ist. Generell versuche ich, diese unnötigen/unmenschlichen Zeiten nicht zu nutzen, manchmal kommt es mir dann aber doch entgegen. 'Andere müssen auch so lange arbeiten' ist kein Argument, niemand fällt es leicht, bis spät abends oder im Schichtdienst zu sein. Und gerade im Handel haben die meisten wegen der Öffnungszeiten nicht einmal mehr die Möglichkeit, samstags eine wie auch immer geartete Veranstaltung zu besuchen. Das möchte ich nicht unterstützen, aber wenn schon auf ist, dann hätte ich schon auch sehr gerne noch ein wenig Auswahl. Es ist kompliziert.

Spätes Abendessen mit Gurkensalat und Tomaten, kurz dobble gespielt, Bett, bloggen, TBBT.
Jetzt ist es doch schon morgen!




20.7.19

vorgestern und gestern

vorgestern war Donnerstag und wir fanden ein Zettelchen im Briefkasten. Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, um was es geht (und warum in Englisch?)


Aufgefallen ist sie, weil sie auf die weihnachtliche Aufmerksamkeit mit einer Dankeskarte reagiert hat, die persönliche Verbindung wie zu anderen Zustellerinnen hatten wir aber nicht, keine Ahnung warum. Und beim genaueren Überlegen merke ich: es kommen zwei Zustellerinnen in Frage, ich weiß eigentlich nicht genau, welche der beiden nun aufhört. Spannend. Ich werde versuchen, sie gleich abzupassen und mich zu verabschieden. Aber ach, die Werbung in Plastik, die ich eigentlich abbestellt habe, kommt ja nun immer schon freitags. Es ist wohl kompliziert. (edit 9:45 ich habe sie getroffen und verabschiedet, Benzingeld gegeben und versprochen, eine Refernz zu schreiben.)

Am Donnerstag also die spontane Entscheidung für den Freizeitpark wegen Streberwochen. Sowas kann man nicht aufs nächste Jahr verschieben, man muss die Einsen feiern wie sie fallen.
Natürlich sind wir erst sehr spät losgekommen, haben noch das ein oder andere vorbereitet und erledigt, und mussten den Donnerstag nehmen da wegen Auslandsreise des Mannes nur an diesem Tag das Autochen zur Verfügung stand. Schnell noch den Hund gefüttert, dann los. Eine gute Zeit wurde gehabt. Es war wirklich nett, ich war entspannt und konnte auf alle Bedürfnisse von allen eingehen. Das heißt, es war mir egal, dass wir die dicken Dinger nicht gefahren sind, ich musste keine zu ihrem Glück zwingen, so waren wir eher bei den harmloseren Fahrgeschäften, aber auch die Spaß gemacht. Interessant, dass uns allen bei der zweiten Runde Kettenkarussel blümerant wurde. Gegen Ende bewegen sich müde Horden Menschen, manche mit übergroßen Kuscheltiertroühäen Richtung Ausgang. Die Stimmung war gut, die meisten Mitbesuchenden nett, die Helfenden an den Geräten auch sehr zuvorkommend, Wetter für diesen Behuf äußerst angenehm, Rückfahrt problemlos, Zusammentreffen mit dem Mann, Ferientag 10/10.






Freitag sind wir zu einem kleinen Ausflug zum Kunstsee verabredet. Wir werden abgeholt, Autodings. Auch hier, Wetter absolut akzeptabel, Stimmung meist gut, die üblichen Anpassungsschwierigkeiten bei J, sind ja auch nur Klassenkameradinnen von R. Frühstück beim Kettenbäcker, das ist lustig, die Mitmütter holen ihre Rabattmarken raus, erhalten Capuccini für lau und packen Brötchen für die Kinder ein 'all you can eat breakfast', ich hatte ja keine Ahnung! Dann um den See, neue Spielbetätigungen, später Tretbootfahren. Dieses gerade noch angenehme Spannen im Gesicht verrät dann doch, dass ich nicht genug gecremt habe, spricht aber für einen Sonnentag, und das ist ja was Gutes in den Sommerferien!



Zu Hause essen was da ist, ich komme ja nichtmal mehr zum Einkaufen, diese erste Ferienwoche muss nachträglich zur Woche der Tütensuppe ausgerufen werden, immerhin Rohkost dazu. Dann wenden wir uns endlich den Zimmern zu und haben nach Anlaufschwierigkeiten Erfolg! Alle Löcher konnten moltogefüllt werden, Schreitische und Betten raus, und per Kraftakt die komplette Kinderwäsche inclusive Socken! gefaltet, wegsortiert und danach ein hervorragendes Erfolgsgefühl gehabt. Wenn das doch nur immer....
Es ist spät, aber es soll noch gekocht werden, für Flammkuchen ist es zu spät, dann also nur Kartoffeln und Salat mit Gurke, Katze füttern und Nachbars Garten gießen, zu Hause besteht J darauf, noch eine Runde spielen zu wollen, also activity gestartet, sehr nett. Die Kinder gehen dann auch irgendwann ins Bett, wir Großen glotzen noch bisschen TBBT.

Meine Einlassungen zu Aufraffung, Listen, Gerüsten, was man sich zutraut und zumutet ist nur aufgeschoben.

Als Rausschmeißer heute ein Fliesenfoto: die Unterführung zur Stadt hin wird neu gestaltet, fast alle Fliesen sind schon abgeschlagen, früher oder später werden alle gefliesten Unterführungen / Tunnel wohl verschwinden. Es ist hässlich Mode aus einer anderen Zeit, aber deshalb sollte es doch dokumentiert werden, nichtwahr?


18.7.19

Mittwoch

spät ins Bett, spät Aufgestanden, schwer in die Gänge gekommen. Motivationsloch trifft es nicht richtig, gibt es sowas wie eine Angehschwäche, die Sorge der Mutter vorm Endergebnis, frei nach Handke? Ich übertreibe. Husch husch, weg war die Schnecke, wir haben so lange rumgetrödelt, als ich endlich eine Liste (hörthört!) erstellt hatte, mussten wir leider schon los.
Die Entschleunigung durch ÖPNV ist an sich sehr angenehm, mit Bus zum Pferd, dort hab ich seit langer Zeit mal wieder zugeschaut, nichts erledigt wie sonst, dann gemeinsam wieder zurück. Hunderte Fotos geschossen, es ist ja nicht so, dass ich mich nicht mit der Renovierung beschäftige. Da täte doch so ein aktuelles Foto der jeweiligen Tochter auf Pferd gut? Genau!
Auf dem Nachhauseweg ein schnelles Eis und grade als wir anfangen wollten (echt! wirklich!) sagt sich meine alte Freundin J mit Sohn an, Patenkind von mir, also flugs Schoko-/Balubeer-Muffins gebacken, also mehr J als ich. Sohn E ist eigentlich noch ein paar Wochen in Berlin zum Freiwilligen Ökologischen Jahr, spannend. Außerdem ist er sehr entscheidungsfest. Wir hatten interessante Gespräche über Veganismus, Greta, pro und contra Gemüsegärtnerausbildung, Demeter und Rechte sowie über Bienen und die Abneigung gegen Honig aus ideologischen Gründen (wir nehmen der Biene den Honig ab und sie bekommt dafür Zuckerwasser. Klar, wir wissen das, aber. Klarer Fall von Es ist kompliziert.)
Während des Besuchs, aber nach Kurzsport und Risotto mit frischen Erbsen den Mann zum Zug gebracht (der kommt rum! aber eigentlich sind wir aus dem Alter raus).
Eine Runde activity gespielt, möglicherweise müssen wir morgen in einen Vergnügungspark in der Nähe, aber ach weh, meine Listen, unsere Pläne! Daher verschwinde ich mal ins Bettchen, ist ja trotzdem spät genug.
Nein, halt, Natur! Wollte ich gestern schon! Auf dem Rückweg vom Baumarkt seit sehr lange mal wieder einen echten Feldhasen auf dem, naja, Feld gesehen. Wenn ich noch einmal einen Fasan, also das wäre. Die Rehe heute noch der Vollständigkeit halber, über die freue ich mich auch.

17.7.19

nach Sonne kommt Regen, 16. Juli 2019

nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von schönen Tagen, und so musste es heute auch mal wieder rückwärts gehen. Wobei, es ging. Bis halb zehn geschlafen, allerdings auch ziemlich spät erst im Bett gewesen (gegen 3, das ist selbst für mich zu spät), gedaddelt, Rührei-Frühstück ans Bett von R. Wir haben uns, äh, treiben lassen, die Reden und Beiträge im EU-Parlament verfolgt, gespielt, und gegen Nachmittag ist es uns dann gepflegt entglitten. Der Mann kam, wir sind zusammen zum Baumarkt Farbe aussuchen. Ganz apart war das, in die Welt der Wohnraumfarbenbenamsung einzusteigen, es hat sich in diesem Sektor einiges getan seit ich das letzte Mal gestrichen habe (wobei, Farbe für eine Wand, das hab ich so noch nie gekauft). Es wurde nun die schnöde Nr. 20 und da-ta! ein bisschen glam muss sein! ”Wolken in rosé” . Es hätte mich gewundert, wenn wir "Erde des Südens", oder "Spiel der Korallen" hätten mitnehmen müssen. Allerdings fällt das Gegendere auf. Elfenbein-Rebellin, Hüterin der Freiheit, wer hätte es gedacht? (ja, so hab ich auch geguckt, es handelt sich hier um Wandfarbe.)
Was ich jedoch bereits sagen kann, ist, dass auf der Liste der Antworten des Jahresendfragebogens bei 'der hirnrissigste Plan' ganz bestimmt 'in der ersten Ferienwoche die Kinderzimmer ausräumen, aussortieren, neu streichen und einrichten' ziemlich weit oben landen wird. Um halb neun vom Baumarkt zu Hause gewesen und festgestellt, dass noch ziemlich viel zu machen ist. Nervenkrisen ausgehalten und gerade so abgefangen. Von neun bis elf die Zimmer endgültig ausgeräumt (sortiert ist da noch gornix), die Kinder um halb zwölf ins Bett geschickt und bis gerade die Hochbetten abgebaut, Steckdosen abgeklebt und Dübel gezogen. Wir dürfen gespannt sein wie ich das mit den beiden in den nächsten Tagen wuppen soll.
Kurz vor zwei. Ich sollte das mit dem Schlafen mal angehen. (Der Mann fährt übrigens gerade wieder zurück, das ist genauso, hirnrissig, aber leider nötig.)

16.7.19

ein fast perfekter Ferientag

einzig für Sommerferien dürfte es ein wenig wärmer sein. Ich hatte eine plätzchenbackende Mitmutter im Status drüben bei whatsapp, das geht doch so nicht!
Herrlich rumgegammelt, dabei mit vereinten Kräften Küche und Esszimmer sauber gehalten, eine Wohltat.
Telefonate wegen Auto geführt, und vom Autohaus gehört, dass man ja nicht wisse, was die Politik alles so vorhabe, daher könne man sich ja nicht einstellen auf die Zukunft. Da konnte ich mir den Hinweis nicht verkneifen, dass ich sehr gerne Hybrid oder Elektro kaufen würden, allein, der Konzern erst gegen 2025 mit solcherlei Modellen aufwarten möchte, was da kundenorientiert dran sei. Dass ich außerdem als Familie an einer Weiterführung des MiniVans Interesse fände und weder mit Bus (zu groß) noch Kastenwagen (zu lustig) rumfahren möchte. Meine Kinder werden tendenziell größer, in der zweiten Sitzreihe finde ich angenehmes Sitzen für normal gewachsene Großwerdende erstrebenswert. Seiner Meinung nach kommen wir an Benzin und Diesel nicht vorbei. Wir dürfen weiter gespannt sein.

Kommentarfunktion übrigens gute Funktion.

Und dann noch Herr Spahn, der in den Kosovo reist um Pflegekräfte zu rekrutieren. Das ist auf so vielen Ebenen Kappes. Es haben schon Klügere als ich darauf hingewiesen, dass es die Strukturen sind, die so nicht weiter tragbar sind. Ich bin außerdem leider alt genug um berichten zu können, dass ich schon verschiedene (mehr oder weniger erfolgreiche) Initiativen zur Anwerbung ausländischer Pflegekräfte erlebt habe. Grundlegendes hat sich dadurch freilich nicht geändert. Mit einer weitestgehenden Umstrukturierung hin zur Marktorientierung und der Hinwendung der Krankenhäuser zur Wirtschaftlichkeit (nicht zuletzt durch private Träger der Krankenhäuser) ist eine generelle Verbesserung der Arbeitsbedingungen nicht zu erwarten. Ich habe ein paar Aufsätze gewälzt, möglicherweise werde ich diese hier noch verlinken. Diese Strukturen, die gutes, erfolgreiches Arbeiten in Medizin und Pflege immer frustrierender machen, werden sich durch das Anwerben ausländischer Kräfte nicht verbessern. Der Gesundheitsminister muss sich wohl den Vorwurf des Aktionismus ebenso gefallen lassen wie den Hinweis, dass es wohl einige Fälle gibt, in denen bereits in der Ausbildung befindliche migrierte/geflüchtete Menschen abgeschoben wurden. Frustrierend. (ich schreibe dies, wie bei twitter erwähnt, als ehemals begeisterte Intensivschwester, die auch der Strukturen wegen das Handtuch geschmissen und nicht wieder aufgehoben hat, inhaltlich ist der Job top.)
#rantoff

Getrübt wurde der Tag durch einen kleinen Hexenschuss, zugezogen beim Gießen, als ich geschäftige Hummeln an ihrem Lavendelarbeitsplatz fotografieren wollte (das Foto selbst ist leider nicht veröffentlichungswert). Die Beschwerden wurden mit Wärmflasche, Ruhe und Schmerzmittel aber bald besser.

Am Abend noch schnell ein paar Säuglingsfotos mit den Mädels auf dem alten Macbook geschaut, jetzt brummt es grimmig, ich hoffe, die Fotos gibt es noch irgendwo in sicher.

Dann fotogenes Abendrot, das unfotografiert blieb, morgen wird Wandfarbe ausgesucht.



15.7.19

Kommentieren ab sofort möglich!*

Sonntag, erster Ferientag, erster Sommerferiensonntag, gefühlt allerdings eher herbstlich. Kommando Wecker aus leider auch nur für gestern gültig. Der Mann hat frei und möchte seinen Vater besuchen, also 5:30 aufstehen, der Zug fährt um 6:23. Wieder zu Hause lege ich mich noch einmal hin bis kurz nach 10. Schon am Samstag habe ich verkündet, dass ich zu Ferienanfang gerne mit allen anwesenden in den Gottesdienst gehen möchte, wo ist egal. Wir entscheiden uns aus ökologischen und organisatorischen Gründen für ums Eck, sodass ich mit R um erst kurz vor halb losgehe. Es wird, obwohl es sich um einen normalen Sonntag handelt, sehr viel Weihrauch verwedelt. Die Predigt ist wohl interessant, mäandert aber so dahin, ist ja auch schwierig, jeden Sonntag und so. Nach der Predigt kommt J dazu, ich freue mich und  bin zufrieden, dass wir gegangen sind, ich möchte mich ja damit beschäftigen, wie aktueller Erwachsenenglaube aussehen könnte. Neues feature: der Pfarrer zieht zum Ausgang aus und begrüßt/verabschiedet alle Anwesenden mit Handschlag. Das gerät mir etwas zu salopp, aber ich kenne den Pfarrer ja seit 10 Jahren.
Und nun zum gemütlichen Teil des Tages. Frühstück, wir glotzen "Auf dem Weg zur Schule" und stricken bzw. häkeln dabei, die Kinder spielen irgendwas, ich bin den ganzen Tag über Twitter mit netten Menschen verbunden. Später bisschen lesen, bisschen ausruhen, die Kinder spielen eine Partie Schach währenddessen. Dann der große Aktivitätsschub: ohne mein Zutun beginnen die Töchter, ihre Zimmer auszuräumen, sie haben große Renovierungspläne. Da klingelt die befreundete Nachbarin, bringt kaltgerührte Himbeermarmeldade vorbei und bleibt zum Plaudern. Keine Lust zu Kochen, also nur das drittletzte Glas Sugo erhitzt und Nudeln erwärmt, Rohkost dazu und ein Quinoa/Couscoussalat aus der Tüte angerührt mit Paprika und Mango, für die Großen ein früheres Lieblingsrezept Fenchelschiffchen mit Tomate im Parmesan-Bröselmantel. Da ich den ganzen Tag über auf Aufgeräumtheit geachtet habe ist es ganz schön und nicht so chaotisch wie sonst am Ende des Wochenendes.
Die Kinder bekommen den Auftrag, sich Richtung Bett fertigzumachen, ich hole um 22:30 den Mann am Bahnhof ab.
Dann beginnt der Themenkomplex Auto. Wir entdecken eine neue Euronorm und fragen uns insgesamt, was das alles zu bedeuten hat. Wohin die Mobilität geht und wir mit ihr. Konfigurieren hier und da, suchen Vergleichbarkeiten und Alternativen und schreiben punktuelle (Aktions)Pläne und Listen bis weit nach Mitternacht. Dann sinken wir erschöpft zu einer kleinen Runde TBBT ins Bett.
Ein schöner Tag, dank Gammeleinstellung und Internetcommunitiy.

14.7.19

A Trip Down Memory Lane

Samstag, 13. Juli 2019
alles in mir ruft: Liste! Das hat letztes Wochenende gut geklappt, und das probieren wir gleich noch einmal. Ich bin auch gleich motivierter, wenngleich nicht gleich produktiv. Schlafe bis kurz vor 10, Kaffee, Liste, Wuselei. Thema Auto ist virulent, wir fahren spät aber nicht zu spät zum Gucken, Tochter R sagt den richtungsweisenden Satz, dass sie prozentual nicht häufig genug in ihrem Leben im Auto säße als dass es ihr wichtig genug wäre mitzukommen.
Interessant. MiniVans werden verschwinden, die Produktion wird eingestellt, die Leute wollen SUVs. Dieselfrage. Finanzierungsfrage, the lot.

Kindergeburtstagsparty, wir fahren in ein gebeuteltes Nachbarstädtchen, Bowlen steht an. Einkaufen. Bloggen. J hat eine Freundin da, sie kickern, dann ein Schrei: J hat die seit der Adventszeit verschwundene Zahnspange von R gefunden! Vergraben in der Bastelkiste Filzen in meinem Dachzimmerchen. Haus verliert nix. Und gut, dass wir sie erst jetzt gefunden haben und nicht gleich nach der Neubestellung des Ersatzes. Dann wird gebastelt, es gibt mit Bügelperlen ummantelte Ladekabel. Geschäftsmodell!

R wird gebracht, ich koche das gestrige Wunschessen nach (Kartoffelpü mit ErbsenundMöhren, passt heute wettertechnisch auch besser, mit Würstchen für die Kinder und Forelle für die Großen. ErbsenMöhrchen leider TK, die abgepackten Erbsenschoten waren schon ziemlich schlecht zurecht, Karotten noch nicht aus Deutschland zu haben, Kartoffeln allerdings auch Wasserärsche (excuse my French, aber das sagt man so).

Dann: der 13. Juli ist familienmäßig geschichtsträchtig.
2007. Nach der Visite sagt eine zu mir, die drei Wochen alten Frühgeborenen dürften nun nach Hause. Ich bin verwirrt und -unsichert. Normal bleiben die Kinder der Neonatologie bis zum errechneten Geburtstermin, der wäre der 31. Juli. Wie kommt's? Kann ich das schaffen? Stellt sich  raus, es liegt eine Verwechslung vor, sie meinte ein anderes Zwillingspaar, aber jetzt hab ich schon alles angeleiert. Am Vorabend feiern T und ich unser 15jähriges in einem zweifelhaften Restaurant, die Station passt auf, am Vortag bin ich zwecks Üben in ein Familienzimmer mit den beiden eingerückt. Keine Kabel, keine Hilfe, nur ich und die Frühgeborenen. Gute Güte. Triggerwarnung!

Was ich sagen wollte.
Wir sind also heute ins Örtchen gefahren und haben (edit: von außen!) die idyllische Straße und das Haus besichtigt, in das wir die beiden damals gebracht haben, mit vielen Erzählungen, einem Eis in der benachbarten Diele und anschließendem Spaziergang zum Spielplatz. Haben die ehemaligen (blöden!) Nachbarn getroffen, kurz geplaudert und obwohl alles so idyllisch aussieht bin ich wirklich froh, nicht mehr dort zu sein (sein zu müssen).



gechillte Liste: vorher - nachher

Zu Hause Listenpunkte durchgestrichen, Js Freundin zum Übernachten abgeholt, Bloggen, ans kölsche Grundgesetz gedacht, lommer zfriede sinn, auch darüber, was aus den lederjackentragenden Frühchen geworden ist, über den Wohnort und den ganzen Rest.



TBBT.


13.7.19

#12von12 im Juli 2019

getreu 'nichts ist so alt wie der Blogpost zu gestern' hier also mein Beitrag zu #12von12  Ausgabe Juli 2019 (Ursprungsidee von draußen nur Kännchen weitergeführt.)

Ich wache ja bereits um 3:10 auf, schreibe den Post vom Donnerstag, der erste Versuch, mich noch einmal hinzulegen, misslingt. Es klappert am Briefschlitz, die Zeitung ist da, das erste Foto:
Wie gestern kurz erwähnt stehen für den letzten Schultag tatsächlich noch Mathehausaufgaben an, die das Kind nicht erledigt hat (Korrektur der letzten Mathearbeit auch nicht, aber das wurde wohl erlassen. Ein Fach ohne Filmeflut in der letzten Woche, finde ich gut, dennoch habe ich ein Einsehen und schreibe eine Entschuldigung für fehlende Hausaufgaben)

und während ich noch schreibe, setzt sich das Kind hin und macht die Aufgaben einfach. Cool. Waren aber tatsächlich nur drei kleine Flächenberechnungen, dennoch chapeau. Done!

Hier ein kleiner Einblick auf die Innentür unseres Schranks im Flur, gespickt mit analogen friendly remindern, die sich halt so ansammeln.


wo ich schon dabei bin, in der Wohnung herumzuwandeln auf der Suche nach Motiven hier die schönen Gefäße, die mein Vater mir kürzlich aus dem Haus meiner Urgroßeltern mitgebracht hat. Es handelt sich um Sauermilchkannen, die in der Speis standen. Ich bin immer sehr gerührt, wenn ich sie sehe, sie stehen daher an einem markanten Platz. Es ist noch kein Menschenleben her, dass man ohne Kühlschrank auskommen musste, meine Tanten Anna und Helene, 1906 bzw. 1920 geboren, bewirtschafteten bis zur Jahrtausendwende das Haus und es gibt einiges darüber zu erzählen. Möglicherweise schaffe ich dazu einen eigenen Beitrag. Die rechte Karaffe hat eine Salzverzierung, so erzählt mein Vater, kurze Recherche fördert zunächst nichts, ich werde jedoch weiter suchen. Aber interessant, was man sonst so findet. Ich kümmer mich drum. Links im Bild eine Etagere, die meine Mutter aus Resten eines in den 1980ern erworbenen Geschirrs hat machen lassen. Es hatte ein neuer Haushaltswarenladen im Städtchen eröffnet, mit neumodischem Kram. Mir hat dieses Service nicht gefallen, inzwischen finde ich es wunderschön. Es war auch noch in blau erhältlich und erzielt wohl auf Auktionen hohe Preise wegen großer Beliebtheit. Ich freu mich, dass ich so ein Erinnerungsstück hier haben darf.


Gegen 13:00 kommen die Kinder nach Hause, letzter Schultag, das muss gefeiert werden.
School's out for summer!

Nun zu den aushäusigen Terminen:
freitags haben wir ja normalerweise den Teilzeithund. Heute morgen jedoch der Anruf, das Tier ist fußlahm und soll zu Hause gefüttert werden.


Dann Katzen füttern bei Nachbars ist ja erst Abends, die Blumen gieße ich jedoch nachmittags (ist bewölkt und möglicherweise kommt die Tochter des Hauses am Wochenende, da sollten die Blumentöpfe durchfeuchtet sein). Aus Geranien mache ich mir nichts, eine zeitlang fand ich die englischen Pelagornien wunderschön, aber für mich sind sie schwierig zu halten, meist überleben sie unsere Urlaubsfahrten nicht. Dafür ist es mir dann zu schade. Beim Gießen fällt mir allerdings wieder der bieder-erdige Geruch der Geranien auf. Auch ein bisschen Kindheitsgeruch.


18:00 Vorstellungsgespräch. Ich werde später berichten. 

Vor lauter dings hab ich mich nicht ums Essen gekümmert. Auf dem Rückweg vom Gespräch möchte ich Zutaten kaufen, aber ach, Geldbeutel vergessen. Also schnell freihändiges Impro-Nudelgericht.


Es wird spät, aber egal, Ferien! Das heißt auch, zumindest fürs Wochenende: alle Wecker aus. Es ist was Rituelles.



Vor einiger Zeit hat uns die Buchhänderlinfreundin ein ausrangiertes Dekostück aus dem Buchladen geschenkt. Heute haben wir es aufgehängt. Möglicherweise malt J noch einen Regenbogen dazu. 
Da hat das rosa Pferd sich einfach umgedreht, respektive Westfalen pride.


Das Ende.

12.7.19

Donnerstag, 11.7.2019

3:00, Freitag. Das frühe Zubettgehen ist nichts für mich. Nach 5 bis 6 Stunden bin ich wieder wach. So kann ich allerdings unmüde das Bloggen nachholen.
Die letzten Schultag verlangen uns konditionsmäßig alles ab. (Ich blätterte gerade in einer kleinen Fahrradtourstory, deshalb muss ich mich beherrschen, hier nichts von 'Körnern' und Bergetappe zu schreiben.)
Nachdem Mann und Kinder weg sind, bereite ich den Kindergeburtstag vor. Cupcakes und Buttercreme, Kuchen backen, Tisch richten, Aufräumen, Putzen (der Thermobecher des Mannes konnte den Kaffee nicht mehr halten), letzte Dinge besorgen und Pizza und Taxis bestellen, bevor die Kinder kommen den Hund noch versorgen nicht vergessen! Alles geklappt, da klingelt es an der Tür: zwei kommen nicht mit den anderen mit ÖPNV, sondern werden von einer Mutter gebracht. Dann der Anruf: die Gruppe wurde unfreiwillig getrennt, zwei orts- und Busunkundige sind aus Versehen sitzen geblieben, die Restgruppe hört nicht auf Tochter R und möchte die beiden retten, indem sie ihnen an einer stark befahrenen Ausfallstraße ohne Fuß -oder Radweg entgegengehen. Helle Aufregung. Und ich kein Auto. Siebenundzwanzig Telefonate und einige Nerven später habe ich ein Auto organisiert, die Kinder hier versorgt und die Gruppe hat sich wieder gefunden. Durchatmen.
Neustart.
Pizzabestellen war übrigens schwierig, Familienpizza nur mit einem Vorlauf von einem halben Tag. Hat dann aber doch innerhalb von drei Stunden geklappt.
Cupcakes verzieren (und essen) Pizza, Geschenke, kurz Turnen, Plätze per Los verteilen, da gehts auch schon los.
Keramikbemalen ist die Aktion. Hundert Punkte, kann man mit Elf- Zwölfjährigen super machen, bei der location ist definitv noch Luft nach oben in Punkto Erklärung, Anleitung und genereller Stimmung. Ist aber alles wirklich schön geworden. (edit: die Keramik wird in mehreren Schichten bemalt (glasiert?), bleibt dann dort und wird gebrannt. Wir können sie nächste Woche abholen und verteilen. Das gestaltete Stück ist gleichzeitig auch das 'Mitgebsel')

(mit freundlicher Genehmigung)

Ein Kind hat wahrscheinlich! vielleicht! ganz bestimmt! ihr Handy im Taxi liegenlassen, was haben wir früher ohne die Dinger gemacht? Jedenfalls haben wir nicht mehrere Telefonate geführt um ein Telefon wiederzufinden. Spoiler: lag dann doch zu Hause.
Zwillingstöchtertausch, J ist zurück und hatte es auch nett, wir plaudern, ich bin kaputt und möchte am liebsten um 8 ins Bett, Diskussion um Mathehausaufgaben und Klassenstrafen, Putzzeug richten, Drama beim Insbettgehen. Das gemeinsame Einschlafen im 'großen Bett' ist eigentlich ein diffuses Wunschgefühl mit Geborgenheit assoziiert. Streitende Kinder muss ich alleine liegenlassen wenn ich mich selbst kaum mehr aufrecht halten kann.
Schlaf von etwa 21:30 bis 3:10.
Wo bleibt die Zeitung?
4:41 Ich leg mich nochmal hin und nenn es Mittagsschlaf.
Neustart. Ferien!

11.7.19

Mittwoch, 10.7.2019

Mittwoch, 23:30. Hier liege ich, ich kann nicht anders. Im Bad nebenan schnurrt klagend eine Elektrobürste. Sie steht auf dem Waschbeckenrand und alle drei Minuten meldet sie sich mit einer Art Schluckaufgeräusch. Eigentlich würde sie ihre Arbeit gerne beenden, der zugehörige Mensch ist ihr aber irgendwie abhanden gekommen.
Also, was ich sagen wollte. Ich bin heute angemessen müde, nachdem ich zwei Mal knapp 8 und zwei Mal knapp 9 km (also 35, Schnaps rauf, Schnaps runter) mit dem Fahrrad durch die Gegend gepest bin. Es handelt sich um ein E-Bike, das mir von der Nachbarin während ihres Urlaubs zur Verfügung gestellt wird. Wir machen interessante Erfahrungen ohne Auto. Ich bin ja schon länger davon überzeugt, dass wir den Alltag größtenteils auch ohne schaffen könnten, (noch) sind wir jedoch überhaupt nicht darauf eingestellt. Binsenweisheit. Alles muss man selbst erfahren! Hauptsächlich wird klar, dass das  Konzept 'Leben am Stadtrand' das Auto immer mitdenkt. Überraschend, wie sehr wir das Auto als Backup im Hinterkopf haben. Die Stimmung ist gleich viel getrübter, wenn morgens getrödelt wird, und das Mütterchen nicht wie sonst wohlwollend eine Individualfahrt zur Schule anbieten (und durchführen) kann.
Zum E-Bike: man muss schon auch strampeln, mein Modell ist kein Mofa. Es scheint ein gutes Kreislauftraininig, und es ist erstaunlich, wie schnell man vorwärtskommt. Wenn keine Kinder zu transportieren sind eine echte Alternative. Die Schnelligkeit ist natürlich angenehm, aber verunfallen möchte ich lieber nicht damit. Ich meine, das (noch) im Griff zu haben, aber bei 56 km/h hilft ein Helmchen nicht gegen viel. Möglich wurde der normale Tagesablauf natürlich auch nur dadurch, dass ein Mitvater den Fußballtrainingstransfer der Kinder übernommen hat. Der Zustand der Straßen in der Stadt ist erstaunlich schlecht. Kaum eine kommt ohne große Schlaglöcher und notdürftig geflickte Asphaltdecke aus, es war sehr hoppelig und unruhig. Das liegt natürlich auch an der Federung des von mir genutzten Rads.
Einen Tweet zum Blümchen für die häufig sehr negative und motzige Trainerin fand ich lustig, habe ich aber gelöscht, weil eine Mitmutter tatsächlich dachte, ich hätte einen Strauß Disteln gekauft. Echtjetzma. Ich fand ein schönes Blumentörtchen mit Kombination aus Sonnenblumen und Disteln und die Distelanspielung witzig. Beweisfoto: Joriste verschenkt Disteln!

9.7.19

Dienstag, letzte Schulwoche

was für eine Nacht.
Der Mann muss zurück zur Arbeit, das Auto scheint kaputt zu sein, wir fahren es notfallmäßig vor die Werkstatt weil wir Sorge haben, dass es keine weiter Fahrt macht. Es ist zwölf Jahre alt, wir hatten gehofft, es könne noch einzwei weitere Jahre bei uns bleiben, es ist uns ans Herz gewachsen und hat, von der kaputten Klimaanlage, die sich zum immerwährenden Heißluftföhn entwickelt hat, alles immer bravourös für uns erledigt. Viele Kilometer und Erlebnisse. Wir drücken die Daumen, dass es bis zu einem brauchbaren Elektoauto durchhält. Carsharing-Angebote gesucht, und den Tag sehr gut mit dem Bus bewältigt. Morgen und übermorgen wird schon schwieriger. Am Vormittag eine lange Liste abgearbeitet: Telefonate, kein Rückruf der Werkstatt, vor den Ferien ist Hochbetrieb, und so eine große Lust, unsere Paloma fit zu machen, werden sie auch nicht haben. Vier Termine ausgemacht, in Warteschleifen gelebt, den Fernseher wieder hochgetragen und angeschlossen. Zeug rausgesucht und gefunden, bereitgelegt, Kuchen gebacken. Der Kuchen, der gestern auf dem Plan stand. Dafür benötigt man 7 Eiweiß, damit hat sich die Frage nach dem Mittagessen von allein beantwortet: heute Omlette. Mit Zucchinigemüse, Tomaten und Salätchen. Obwohl, keine Lust auf Salatsoße, dann ohne.
Die Kinder kommen spät, wir können nur schnell essen und müssen dann los zum Bus, die Kinderärztin ist an sich gut erreichbar. Längeren Vortrag über Impfen gehalten, aber das 'ich geh da nicht hin' auf der anderen Seite hält sich leider auch. Ich schätze die Kinderärztin für ihren no-nonsense-approach, trotzdem ist sie freundlich und zugewandt, stellt die richtigen Fragen. Mit Js Verweigerung kann sie allerdings überhaupt nicht umgehen und zack, sind wir plötzlich in einer Drohsituation. Sie 'schlägt' allen Ernstes 'vor', ihren -ebenfalls in der Praxis tätigen- starken Mann zu holen, der J dann festhalten soll. Damit kann ich nicht umgehen. Ich versuche J deutlich zu machen, dass ich das nicht will und nicht zulassen werde, merke, wie die KiÄ sauer wird, es ist, unschön. Die Sprechstundenhilfe  kommt und mit Druck und Deutlichkeit fügt sich J. Mist. Ich hasse das.
Zu Hause stelle ich fest, dass der Kuchen nicht richtig durchgebacken ist, obwohl länger im Ofen als angegeben, verschenken wird also nicht gehen. Ich bin sehr erschöpft und backe den Kuchen wider besseren Wissens nach. Mehr als kaputtgehen kann er ja nicht. Die schönen Beeren und so viele Eier.
Kurze Runde dobble, damit wenigstens was gespielt ist. Rituelles Streiten um Taschepacken. Morgen Sportfest, erste Male, das wird noch was Die Kinder vertragen sich vorbildlich, was ist da los? Ah, Lehreranruf. Gute Güte, am vorvorletzten Schultag? Dieser Dienstag will es wissen! Ist aber eine freundliche Rückauskunft zu meiner Mail, alles gut. Planschbecken weiter leergegossen, auf einmal stellt die Pumpe das Pumpen ein. Toll. Stecker raus, Abwarten. Kinder gehen nur zögernd ins Bett. Ich sehe doch, es wird eine Zeit kommen, in der ich früher ins Bett verschwinde als die beiden. Gut, dass diese Übergänge unbemerkt herangleiten, Plötzlichkeit wäre dieser Sache noch weniger zuträglich. Am Wochenende endlich Ausschlafen, ich zähle die Stunden!
edit:
PS
Tochter R hat mich heute gewhamt. 9. Juli. Keine Pointe.

8.7.19

Montag 8.7.

viel zu spät ins Bett (2:00), kaum rausgekommen. Das gilt auch für Tochter J, diese dann teilweise gefahren, Bauchweh bei R war weg, kann also zur Schule, ich zum Pilates.
Kinder von der Schule abgeholt, ewig gekocht (Dampfnudeln, Vanillesoße und Johannisbeeren, Chili con carne und Mais, Hackfleisch musste weg), dann Cellorunde gedreht. Abends wegen allgemeiner Ferienreife, schlechter Kondition, Übermüdung bei allen Familienmitgliedern, zurückgekehrten Bauchschmerzen, aus Gründen und überhaupt sehr schiefer Haussegen. Deshalb endet dieser Eintrag hier.

7.7.19

Sonntag, 7.7.2019

mit Wecker aufgestanden, ein Termin steht an, Kindergeburtstag. Das ist Freizeitstress, wenn man es erst gegen Mitternacht ins Bett geschafft hat und noch ordentlich Schlafdefizit von der Stufenfahrt auf dem Konto ist. Meine ZwillingsR gebe ich ab und nehme Zwilling H mit, wir verleben eine sehr schöne Zeit, spielen  Scotland Yard, essen Burger (ich will nix hören!) bereiten uns mental und physisch auf das WM-Endspiel vor, indem die Kinder bisschen kicken, also pöhlen, und ich bisschen vorschlafe. Zwei Listen geschafft, to-do und ta-daa, wir erinnern uns, ich bleibe dran! Kurz nach dem Elfer dann der Anruf, KiGeBu vorbei, Abholung. ZwillingH eingepackt um die jeweiligen Zwillingschwestern wieder zu vereinen. Klingt kompliziert, ist leicht, aber heute Abend ist es zu spät für Erklärungen. Schnell nach Hause gebraust, Siegerehrung noch geschafft, spät gekocht (Backofenkartoffeln und Salat), und dann fing das große Bauchweh an, das mich zwei Stunden beschäftigte. Jetzt noch zwei Listenpunkte: ein schönes Bild hochladen und den Wassersprudler registrieren. Auf in die letzte Schulwoche!



















Die über-übernächste Nachbarin ist sehr unzufrieden mit ihrem Garten, den sie sicher 4 bis 5 Jahrzehnte gehegt und gepflegt hat. Jetzt kann sie nicht mehr, es bricht ihr das Herz, aber sie geht sowieso nicht mehr nach draußen, so sieht sie das Elend nicht. Das betrifft auch den ehemals tip top gepflegten Garten ihres Bruder, der vor ein paar Jahre plötzlich verstorben ist. Dessen Frau hat ihr Haus (rechtzeitig) verkauft, lebt in einer Seniorenwohnung, die neuen Besitzer lassen alles unbewohnt herunterkommen. Über deren Pläne kann man nur spekulieren, aber es ist einfach. Die Nachbarin hat nach ihrem Sturz eingewilligt, eine Pflegestufe zu bekommen und damit ihr Anrecht auf den reservierten Wohnstiftplatz unfreiwillig verloren. Aber wenn sie wüsste, wie sehr ich mich über diese Disteln freue, seit dem ich zum Gießen zur Übernachbarin gehe! Nicht nur ich, auch die Hummeln und Bienen, ich meine sogar, verschiedene Arten gesehen zu haben. Morgen backe ich einen Johannisbeerkuchen, bringe ein Stück rüber und erzähle es ihr.

Menschen aus dem Internetz

dieser Tag könnte rückwärts erzählt werden. Ich sitze im Schlafanzug auf dem Sofa, vor mir die Kinder, die eine große Samstagabendunterhaltung glotzen*. Mein Talent für Timing hat dazu geführt, dass ich den einzigen Regenabend dieses Sommer dafür ausgesucht habe, Vorsätze endlich zu realisieren. So radelte ich also und wurde dementsprechend nass. Macht nix, guter Einstieg! Der Vorsatz wäre, alles unter 8 (oder 10) Kilometern mit dem Rad zu machen. Hat heute geklappt. Vorher bin ich natürlich zu spät gekommen, das war allerdings fast ein bisschen geplant, sozusagen eine Art Trick, nicht alleine irgendwo rumzustehen. Und, winwin, es hatte noch nicht angefangen, ich war also nicht zuu spät! Der Abend war wirklich wunderbar, schon wieder Menschen aus dem Internetz, diesmal eine Bloglesung der hochgeschätzten Frau Nessy und Herrn Buddenbohm. Herrn giardino getroffen, es war hach.
Die Nudeln Caprese waren auch fertig bei der Verabschiedung, die Tore hatte ich alle gesehen, also alles richtig gemacht.
Davor haben mir Listen den Tag, ach was, das Wochenende gerettet! Dieses Twitter ist doch einfach herrlich, vor allem die Menschen darin! Ab sofort werden hier to-do und ta-daa Listen geführt (via Geek  Oder Nerd). Jetzt ist aber auch mal wieder gut mit der Verlinkerei, es soll ja auch eigener Inhalt hier stehen.
Ich muss nachdenken.
Jedenfalls haben mich die Listen heute aus einem to-do-Tief herausgeholt, und das kam so: oft habe ich samstags viel Elan, wenig konkretes vor, möchte aber einiges wochendendliches erledigen und bin dann tief frustriert wenn nichts klappt. Die Listen haben also gezeigt, was schon alles erledigt wurde, und die diffusen Wünsche in konkrete Handlungsportiönchen geteilt. So ist wohl doch schon einiges geschehen heute.
Hervorheben möchte ich noch die erhebenden Momente bei Nachbars zwei Häuser weiter. Diese wohnen baugleich, ihre Kinder sind aus dem Haus und sie im Urlaub. Alles ist also immer sehr ordentlich wenn ich dort zum Katzenfüttern und Gießen anrücke. Und so verbringe ich gerne ungestörte Zeiten in einer nicht ganz meinem Geschmack entsprechend eingerichteten, aber sehr gepflegten Umgebung (die weder ich noch jemand sonst  in dieser Zeit unordentlich macht) und genieße ein gewisses Paralleldasein. Nun isses raus. Sogar die Katze hatte heute kurz überlegt, sich diese Tubenmasse von mir direkt geben zu lassen. Zeichen und Wunder! Dorthin war ich nach tieffliegenden Mittelfingern und anderem Ungemach geflüchtet, muss ich mehr sagen. Eigentlich wollten wir etwas spielen, aber wie das immer so ist. Das haben wir allerdings zwischen Einkauf und Verabschiedung noch nachgeholt. Bevor das hier jetzt noch und noch unchronologischer wird, besser Bett.

*Inzwischen liegen die Kinder im Bett und schlafen, die Kopfschmerzen und die Müdigkeit nehmen zu, und es ist spät.

5.7.19

#wmDedgT Juli 2019

Frau Brüllen fragt wie immer am 5. eines jeden Monats "was machst Du eigentlich den ganzen Tag", und ich antworte dies:
6:30 Wecker. Alles ruhig, ich liege mit dem Mann im Bett, er hat Dienst, fängt daher erst um 9:00 an, die Kinder sind noch auf Stufenfahrt, wir drehen uns nochmal um.
8:15, aufstehen, Kaffee, Abschied. Der Mann hat Wochenenddienst, ich fahre wieder zurück, heute Abend kommen die Kinder zurück.
Bloggen, Packen, loslaufen. Ich würde gerne sagen, ich hätte mit Absicht ein Köfferchen gepackt, damit ich endlich auch mal rollkoffern kann, aber es war ehrlicherweise Zufall, jedoch ein schöner, auch noch am 5. das von Frau Brüllen kreierte Wort endlich auch mal in die Tat umzusetzen:


Ich rollkofferte also zum Bahnhof, hatte Stress, denn am Automaten gibt es keine Fahrkarten mehr, irgendwas mit Fremdfirmen und Regional, keine Ahnung, aber doof, es hat grade so noch geklappt am Schalter. Ein Umstieg, ich hatte die ganze Zeit jeweils ein Viererdings für mich, dann mit Zug und Bus nach Hause. Auf dem letzten Stück noch bei meiner Blumenhändlerinnenfreundin eingekehrt für Rosen und Dankeschönblümchen, wohlgemut nach Hause zurückgekehrt. Dann der Schock: die Kühlschranktür schließt seit einiger Zeit nicht richtig, man muss ihr aktiv noch einen Schubs geben. Das wurde gestern morgen um 5 vergessen, also war die Tür seither auf und vor allem, das Licht an. Das hat alles in der Umgebung schön erwärmt, ein Buttersee in der Kühlschranktür, Kontereis an der Rückseite, schwitzender Käse, you name it. Also erstmal einen ganzen Stoß zeug weggeschmissen. Und mich ziemlich geärgert. Keine Fotos. Die Eier schienen noch ok, also schnell einen Willkommenskuchen gebacken.



Mich aktiv gegen Blümchen entschieden, das war mir doch zu pathetisch. Ich meine, Eltern mit Blumen, srsly? Aber die stalken begleiten ihre Kinder ja auch per Fährhafenwebcam. Anderes Thema.
Dafür was auf die Garagenauffahrt gemalt, von einer vorbeifahrenden ca 3jährigen für mein Herz gelobt worden, fast K1 und K2 geschrieben.


Nun aber los! Während die b noch telefonkettet sind die Eltern der c schon lange über diese modernen Medien informiert und empfangen die bereits angekommenen Kinder. Erstmal Hallo, erstmal Dysphorie, erstmal ans Auto. Dorfgrill wird gewünscht und erfüllt. Übernächtigung macht sich bemerkbar. Zu Hause Kuchen, allen Hallotelefonieren. Ich fand früher ja Duschen und ins Bett das Tollste nach so einer Fahrt. Hier dauert das, 22.00. Alkoholfreies Bier, Terrasse, per Pumpe den Planschpool leergießen, Nachbars Katze muss bis morgen warten, deren Garten auch. 

Jetzt ist also alles wieder so wie immer.


Ausflug 2

5:00 aufstehen um mit dem Mann in sein Arbeitsstädtchen zu fahren, dort angekommen bloggen am Kanal:


Dann die Frau des Kollegen anschreiben und feststellen, dass der Flohmarkt nicht, wie gedacht, am Freitag stattfindet, sondern as we speak. Also kurz die Klamotten abgestellt und los. Goldig. Am ersten Ferientag gibt es einen Flohmarkt für Kinder. Der ganze Marktplatz voll mit Picknickdecken und Biertischen, auf denen die Kinder und Jugendliche ihre ausgedienten Spielsachen anbieten. Nette Atmosphäre, ich sitze mit der Frau und erfahre viel über das Städtchen und die Leute. Wir verabschieden uns gegen 11:30, ich gehe in den neuen Bioladen mit Café und esse in der Sonne ein Birchermüesli, danach klassischer Stadtbummel. Zwei sehr schöne Postkarten gefunden, mehrere Handtaschen nicht gekauft. Gegen 13:30 bin ich zurück in der kleinen Wohnung, hole den verpassten Schlaf nach und wache sehr zerknautscht auf. Dann besorge ich noch ein Gutscheingeschenk, inzwischen ist der Mann mit Arbeiten fertig, legt sich ebenfalls kurz hin, wir machen uns fertig und werden abgeholt. Im Tesla. Letztes Jahr wurde von den beiden Silberhochzeit gefeiert, wir hatten den gemeinsamen Besuch eines Events geschenkt und verschiedene Vorschläge gemacht. Nichts davon hatte geklappt, daher gab es jetzt einen Gutschein und die Einladung zum Essen, damit sich die Einlösung nicht noch länger hinzieht. Auf dem Weg Sophie Hunger gehört, das war einer der Vorschläge, Konzert ist aber leider vorbei. Geärgert, dass ich nicht alleine hingegangen bin. Nach kurzem Umtrunk und Fahrt mit Umwegen wegen Beschleunigungsdemonstration Essen im Lokal am See, in dem wir ok-e Speisen bekam und einen vergnüglichen Abend verlebten. (Irgendwann werde hoffentlich auch ich kapieren, dass mir diese Burger nicht guttun. Was genau führt dazu, dass ich wider besseres Wissen diese Dinger bestelle? In gewisser Weise kann ich diese vereinheitlichten Speisekarten in Lokalen, die sich als ‚gehoben‘ verstehen, nicht mehr so richtig ernst nehmen. Es bereitet mir keinen großen Genuss, aber was ist die Alternative?) Lauer Sommerabend, trotz See keine Stiche. 8/10.

4.7.19

Frankfurter Küche *

schwer aufgestanden zur Frühstücksverabredung. Belanglos geplaudert, aber interessante Ausflugstipps für die nähere und weitere Umgebung erfahren. Zu Hause gegossen, geschnitten und gegähnt. Ewig erfolglos versucht, im eigenen Blog kommentieren zu können, Foren durchforstet, auch der Umweg mobil funktioniert nicht. Mäh.
Wie Insider wissen, müsste ich einfach jeden Tag eine Stunde in den Garten, dann würde das schon werden. Diese verbrachte ich heute damit, Grünschnitt zum Wertstoffhof zu bringen. Wieder lustig, in so eine Parallelwelt einzutauchen. Danach Baumarkt, Zünslermittel gesucht, gefunden und gekauft. Auch so eine fremde Welt, Spritzmitelglasschrank mit hauptsächlich Gift. Den Kauf einer Hormonfalle kontempliert aber verworfen wegen für den Preis zu unsicher. Schnell noch paar Lebensmittel eingekauft. Aus dramaturgischen Gründen berichtete ich zuerst vom Wertstoffhof, aus praktischen Erwägungen hatte ich die Runde so zusammengestellt, dass ich zuerst Post wegbrachte -endlich!- das ist immer sehr ergiebig, denn wo ich Retouren lassen kann, nehmen sie auch gleichzeitig Bügel- bzw Mangelwäsche an. Der aus der Zeit gefallene Friseurladen schließt Ende Juli, ich hatte die Hoffnung, dort noch ein Shampoo zu bekommen, aber diese Produkte sind wohl ebenfalls unmodern.
Zu Hause angekommen spritzt die Nachbarin die beiden Buchse! (Vorgeschichte: im Stadtteil wütete letztes Jahr der Zünsler, ich konnte mich aber nicht entscheiden, unsere beiden Kugeln auszugraben, die Nachbarin bot an, sie mitzuspritzen, erfolglos. Nun haben beide im Frühsommer wieder wunderbar ausgetrieben, sodass ich ihnen  unbedingt noch eine Chance geben möchte.)
Edit: der Mann kommt auch noch nach Hause, gemeinsamer Kurzsport und auf Balkonmöbeln sitzen.
Abends den Salat aus Frankfurt nachgebaut: Kraus, Grün, Spinat, Rucola, Erdbeeren und Cornflakes mit süßlicher Vinaigrette, dazu gegrillte Forelle. Diese hat es nicht unfallfrei auf den Teller geschafft, ich habe deshalb leider kein Foto für Euch, kann den Salat aber empfehlen.
Dazu Fußball. Zur Elternschule schnell ausgemacht.

*Entschuldigung

2.7.19

Ausflug nach Frankfurt 1./2.7.

Montag 3:40 aufgestanden, Kinder abgegeben zur Stufenfahrt, Frühstück mit dem Mann, der dann um 5:30 zur Arbeit fährt. Rumdaddeln, Gießen, Packen, eigentlich wollte ich den Holzfußboden ölen, aber es fehlt der Intensivreiniger, da muss ich recherchieren und uups, schon bin ich zu spät dran und rase zum Bahnhof. Verspätete Fahrt nach Frankfurt, dort ein überraschender Gang ins Banken- durchs Rotlichtviertel. Platz mit Aussicht auf dem Maintower:




Toller Überblick bei herrlichem Wetter. Und dann: Fahrt zur Karaokebar, erste Male galore und yay, ist das cool. Eintauchen in eine andere Welt in unscheinbarem Retro-Fabrikgebäude, süß gemacht, 3d-Tapete, Glitzer, alles very glam.




Nette Leute, die für uns sorgen bei noch netterer Begleitung. Ich fremdle etwas, aber es macht wirklich Spaß. Wir singen lange, zum Abschluss Griechischer Wein, und eine sehr gute, aber kurze Nacht. Leckeres Frühstück mit Butterlaugen im lokalen Bäcker, dort gibt es - hach - Plunder und ein Tante Anna Brot. Ich hoffe, dies mal zum Anlass zu nehmen, von meiner Tante Anna zu erzählen (zu fragen, ob ich ein Bild machen darf, hab ich mich erst nicht getraut, dann vergessen). In Frankfurt mache ich einen schönen Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten, Pauluskirche (Robert Blum Gedächtnissekunde), ich bewundere die erhabene Einfachheit des Raumes und die 50er Jahre Beleuchtung (Demokratiekette!)




Kerzen in Kirchen angezündet, alle must-see Plätze abgeklappert, die neue Altstadt gesehen und für sehr gelungen befunden, Frankfurt hat den Himmel schön.

Schirn

Pixelkinder, stellen sich zweiundzwei auf.

Rückweg zur Lunchverabredung, der Anspruch ist nichts weniger als überpünktlich zu sein. Sehr urban und lecker, eine schöne und intensive Zeit wurde gehabt. Auf dem Weg zum und am Mainufer hole ich mir doch ein wenig zu viel Sonne, egal, insgesamt habe ich am Abend knapp 11km auf der app. Zurück zum Bahnhof, Heimfahrt im ebenfalls überfüllten Zug, die ausgegebenen Euros für die Platzreservierungen, die ich nicht wahrnehmen konnte, versucht, zurückzuholen (gelingt für die Hinfahrt, zurück irgendwie nicht). Halb neun sitze ich zu Hause und bin dankbar für die Begegnungen (und ich schreibe das nicht einfach nur so!) mit den netten Frauen, für die Zeit, die sie sich genommen haben, die Gastfreundschaft und überhaupt. Danke Ihr Tollen!

Ausklang mit Fußball.

1.7.19

keine twitterlieblinge

es wird auch diesen Monat keine Twitterlieblinge geben, leider. Es fehlt ein Plan und ein Konzept zum Sammeln. Daher den letzten Junitag nachgereicht. Sonntag. Der Wecker klingelt um 7:30, aber ich rechne nochmal schnell nach und bleibe kurz liegen. Wir müssen ja erst kurz vor 9 los. Ach nee, doch nicht, es ist so heiß, ich muss gießen. Morgendlicher Garten ist toll, sonntägliche Ruhe. R wacht auf, J bleibt liegen, wir fahren zum Fußball, die Liga ist vorbei, man misst sich nun auf Turnieren. Drei Spiele, da einige Mannschaften abgesagt haben, zwei Niederlagen, ein torloses Unentschieden. Die Stimmung ist immer so negativ, ich werd immer so schlecht gelaunt und brauche ewig, bis ich aus diesem Tief wieder hervorkrieche. Die Trainerin als Dementorin sozusagen. Ich kaufe und konsumiere eifrig vom Verein dargebotene Waren und versuche Verständnis bei meinen Miteltern zu erwecken für Preise und Prinzip. Es scheint einigen nicht klar, dass Wertmarken dabei helfen, dass das Geld nicht verschwindet und sie wissen nicht, dass man sich über den Verkauf von Gespendetem finanziert. Ansonsten versuche ich mich an einen auf Twitter gefunden Wahlspruch zu halten: seit ich begriffen habe, dass ich für die meisten Menschen keinen Erziehungsauftrag habe geht's eigentlich. Unterhalte ich mich halt mit den netten Eltern. Verfrühte Abreise nach der Vorrunde, es gibt kein Spiel in der Hauptrunde und es ist noch einiges zu erledigen. Wir holen Rs Freundin ab, die beiden haben Spaß und bereiten noch ein Referat vor, ich schlafe ein Ründchen.  J hat Geburtstagsmarathon und kann und darf nach Escape-room noch mit zu ihrer Freundin, ich freu mich ja, wenn das so klappt. Rs Freundin in die Zwillingsschwester von Js Freundin, wunderbar verteilt, ein großes Glück, und die Eltern sind auch sehr nett. Einigermaßen steitfreies Packen und Vorbereiten der Stufenfahrt, Pizza bestellt wegen Kochunlust, die Kinder wollen ihre letzte Nacht im Mittelzimmer auf den Matratzen verbringen, ich nutze eine Art Einschlafbegleitung wegen Flatternerven als kurze Ruhepause und erwache, als der Mann gegen Mitternacht nach Hause kommt vom Vaterbesuch.

#wmDedgT Oktober 2024

  Frau Brüllen fragt das Internet  'was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Ha...