27.11.06

was ich auf dem Kontinent vermissen werde #3

Keinen Sonntag-Abend-Blues haben.

Über drei Jahre hatten wir nun keinen Sonntagabenblues. Was das ist? Kennt das jemand nicht? Das geht so: "Och, schade, ist das Wochendende schon wieder um? Schon wieder Montag? Mist, das ging aber auch wieder schnell. Mist, morgen zurück zum Trott." (kann beliebig verlängert oder verschärft werden).
Ja, das vermisse ich hier wirklich garnicht. Und ich befürchte, es wird wiederkommmen.

26.11.06

Winter- oder Sommersport?

Gerade lese ich bei spiegel online "Deutsche Langläuferinnen enttäuschen" ...wie, sind die schon wieder dran?
Ach ja, meine Schwester machte mich gestern freundlicherweise darauf aufmerksam, dass in 4 Wochen Weihnachten ist. In Deutschland soll es im Moment ja sehr warm sein (war nochmal jemand grillen? Ist doch bestimmt nett, am Totensonntag oder wie das heute heißt). Hier regnets und ist so mittelkalt.
Da kann man mit den Sportarten schonmal durcheinanderkommen (oder muss das heutzutage durch einander kommen heißen...?)
Wo war ich?
Ach so, ja, Sport. Hier wird ja im Winter sehr gern Rugby gespielt. Und eben nur im Winter. Das ist, weil das nur sehr harte Typen spielen können. In meinem ersten Winter hier auf der Insel hat mich das noch gewundert, als neben dem Rugbyspielfeld der Uni während der nachmittäglichen Trainingsrunde 3 Spieler offensichtlich bewußtlos in Wärmefolie gehüllt lagen, die anderen aber weiterspielten.
Aber Rugby ist passe - das schau ich eh nicht gerne.

Viel besser gefällt mir da Cricket.
Und ja, ich kapiere es auch so langsam. Es ist eine dieser Sportarten, die sich nur in England und ehemaligen Kolonien gehalten hat, und nein, es ist nicht das mit dem Hämmerchen und den Törchen sommers im Garten. Das ist Crocket (ausgesprochen, krokeeeeeeeei). Grob gesagt handelt es sich um die Urform vom US-Baseball, da ähneln sich die Schläger, gemischt mit Regeln von dem Spiel, das früher bei uns Brennball hieß: man muss den Ball weit wegschlagen um durch Rennen von einem 'Mal' zum anderen punkten zu können. Nur komplizierter.

Alles klar?

Gespielt wird es nach eigentlich unverständlichen Regeln, wobei die ungeschriebenen Bräuche und Statistiken, die sich natürlich ständig vermehren, ebenfalls eine große Rolle spielen: warum hat Australien heute kein follow on gefordert? Weil bei einem Spiel 1981 ... undsoweiter. Muss man alles wissen. Sowas kann man sich nicht anlesen.
Oder nur sehr schwer.
Jetzt hab ich die Grundzüge des Spiels kapiert, aber wenn ich so ein Scoreboard sehe wird mir schwindlig. So schnell kann ich garnicht überlegen, was das alles heissen soll. Das bräuchte ich langsamer und zum Mitschreiben um es wirklich nachvollziehen zu können. Da trennt sich die Spreu vom Weizen.

Ach so, zurück zum Thema: Cricket ist ein Sommersport. Der natürlich auf allen Ebenen gespielt wird. Die Engländer haben's er funden, aber leider sind die ehemaligen Koloniesportler heute fast alle besser: In Indien ist es sehr populär, in Sri Lanka, Pakistan, West Indies und Australien.
Aber der für England wichtigste internationale Wettbewerb ist das jährliche Messen mit Australien, kurz 'The Ashes'. Warum das so heisst, ist eine sehr schöne Geschichte aber kann viel besser bei Ralf Sotschek in der taz oder bei Ronald Reng (weiß der das auch oder kann der nur Fußball?) nachgelesen werden.
Es handelt jedenfalls davon, dass die Erfinder des Spiels (England) zum ersten Mal in Australien gegen Australien (denen man das Spiel ja mühsam gelehrt hatte) verloren hat. Daraufhin wurden die wickets verbrannt, ihre Asche ist heutzutage die Trophäe, um sie wird jedes Jahr neu gespielt. Ausserdem erschien eine Todesanzeige in einer englischen Zeitung, das Spiel sei gestorben, mit einem Hinweis, wann die Asche zu Grabe getragen würde.
Der Austragungsort wird abgewechselt, mal in Australien, mal in England.
Letztes Jahr haben die Engländer zum ersten Mal seit fast 2 Dekaden wieder gegen die Aussies gewonnen. Zu Hause, in England. Ein Triumph.

Nun ist Revanche. Hat am Donnerstag in Brisbane begonnen, denn in Austalien ist ja jetzt Sommer. Das 'Ashes Turnier' dauert meherer Monate, alle paar Wochen wird von Donnerstag bis Sonntag (manchmal Montag), in verschiedenen Stadien und Städten gespielt, erst dann wird abgerechnet. Im Moment sieht es garnicht gut aus für die Engländer. Aber das sind sie ja gewohnt. Und es ist der Anfang. They can still win this!!

Leider wird 'the Ashes' seit diesem Jahr nur noch über pay tv übertragen, das ist schlecht. Denn am Radio versteht man wenig (hab ich schon erwähnt, dass die Fachbegriffe und Spielregeln nicht sehr einfach sind...?)
Ach ja, und dann singen die Cricketianer auch gerne 'Jerusalem', die heimliche Hymne Englands. Auch lustig. Und schön, wenn man ein wenig vom anderen Land versteht. Das macht Spaß.

Wo war ich? Ach so, ja, definitv Sommersport.

24.11.06

Zitat

why is it, that people who can't take any advice, cannot refrain from giving it?

James Bond

22.11.06

Filme

schon wieder häufiger im Kino gewesen, schöne Filme geschaut. Aber nur, weil Robert Altman jetzt gestorben ist, nehm ich mir die Zeit, doch zu posten. Schade eigentlich, oder?
Im Rahmen des London Film Festivals haben wir nämlich eines schönes SonntagAbends Ende Oktober einen Überraschungsfilm gebucht, und das war der 'neue' Robert Altman, "A Prairie Home Companion"; Tatort: eine berühmte Radiosendung eines US-Senders, die nach vielen Jahren zum letzten Mal aufspielt. Alte Bekannte waren dabei (zB Lily Tomlin, die Dame, die in Short Cuts den Geburtstagsclown - Tom Waits Partnerin spielt, Kevin Kline und Meryl Streep nicht zu vergessen), und es war einfach mal wieder toll zu sehen, wie gut, pointiert, amüsant, hintergründig Altman Geschichten erzählen kann. Ich weiss nicht, ob er mit dieser Einschätzung einverstanden wäre, aber mir gefallen seine Filme wirklich hervorragend. Und ich glaub' ich kauf mir heute endlich 'short cuts' auf DVD (trotz Andy McDowell, die ich garnicht leiden kann).

Letzte Woche habe ich übrigens noch einen sehr gut erzählten Film gesehen: Red Road. Eine schottische Regisseurin, die bereits als Retterin des britischen Films gefeiert wird, hat eine Geschichte sehr langsam und eindrucksvoll erzählt. Erst zum Schluss finden alle Fäden zusammen, die Bilder sind dicht, nah, mutig.
Ich fands super, obwohl ich zunächst Sorge hatte, die Überwachungskameras könnten gut wegkommen im Film - die werden hier im Land für meinen Geschmack nämlich viel zu unkritisch gesehen (die Protagonistin arbeitet als Überwachungskamera-Beobachterin ... wie heisst dieses Berufsbild offiziell? Irgendwas mit Security und Manager bestimmt). Aber das ist nicht der Fall.
Sehr guter Film, ich kann nur sagen: anschauen! und: hoffentlich schafft er den Weg nach Deutschland.

20.11.06

wir Händeschüttler

Gestern abend waren wir eingeladen. Ein Arbeitskollege von Herrn T hatte die Einladung ausgesprochen (nun kennen sie sich fast 2 Jahre, und da hat erfahren, dass wir wieder gehen. Die richitge Zeit für eine invitation).
Die Familie selbst kommt aus Sri Lanka, Mutter, Vater, 2 Töchter, 1 Sohn. Haben, bevor sie nach London gezogen sind, 8 Jahre in Aberdeen gelebt (die Frau erzähl fast schamhaft vom schottischen Akzent, den sie hätten, ich hör das nicht, vor allem keinesfalls bei ihren aufgeweckten, interssierten, klugen Kindern).
Neubaugebiet. Die Anreise ist viel einfacher, als wir es uns vorgestellt haben. Immerhin ist die Siedlung nicht 'gated', keine private security erwartet eine schriftliche Einladung. Ein schönes, neues, freistehendes Einfamilienhaus neben dem nächsten. Alle mit kleiner Zufahrt zur Garage, mindestens ein 4x4 steht dort (nicht in der Garage, da sieht ihn ja keiner).
Bei unserer verspäteten Ankunft steht der Junge (etwa 11 Jahre) oben am Fenster und erwartet uns. Herrn Ts Kollege begrüßt uns in der Einfahrt. Seine Frau erwartet uns an der Tür.
Was nun? Hand geben? In England durchaus beim ersten Treffen üblich 'nice to meet you'. Aber nur dann. Sie ergreift schon die Initiative und meine Schultern, zieht mich an sich, Küsschen rechts und links. Wie solls nur danach weitergehen? Ah, ich streck ihr doch die Hand entgegen. Sie ergreift sie.
Sehr nettes Gespräch, super leckeres Essen, wunderbarer Abend. Von ein paar Überlegungen abgesehen (ich kann mir grade noch verkneifen, zu erwähnen, dass sie nun wohl ihr erstes Weihnachten hier im neuen Haus feiern), stellt man nur immer wieder fest, dass es uns Immigranten doch allen irgendwo ähnlich geht.
Dann der Abschied: der Junge kommt noch mal runter (er ist der Nachzügler, trotzdem sagt die Frau zu mir, in Anwesenheit ihrer großen Töchter 'a boy, at last'), zum Verabschieden. Ich gebe wider besseres Wisen allen 'die Hand'. Das macht man eigentlich nicht in England. Aber ich kann leider irgendwie nicht anders.
Ich hab mal gehört, in Asien nennt man uns Europäer 'Großnasen'. Ob sie über die Deutschen sonstwo auch als 'Händeschüttler' sprechen?
Wir haben gestern abend wieder sehr viel gelernt: über Gepflogenheiten, über andere Kulturen, über die Fragen des Zusammenlebens, über das Problem anderer, weit weg von 'zu Hause' zu leben.
Genauso viele Fragen bleiben offen.
Man weiß ja so wenig.

17.11.06

Ärztehopping

Letzte Woche hatte ich Ärztebesuchstage.
Eigentlich kann ich sehr stolz auf mich sein:
Dienstag Kurznarkose, danach gleich noch zur Hautärztin: den suspekten Fleck habe ich zwar schon sehr lange, aber die Angst vor Hautkrebs hat mich nicht eben schnell handeln lassen...Gute Praxisorganisation, hab ich selten erlebt, super gelöst das Terminproblem, Chapeau!
Mittwoch also wieder hin, denn freundlicherweise hab ich sofort einen Termin bekommen. Wow! Das Ding ist weg!
Donnerstag wieder Ärztin Nr.1 besucht, Kontrolle und Therapiefortsetzung, mit Spannung wird das Ergebnis erwartet.
Freitag Vormittag Hautärztin Kontrolle (wenn Sie in 14 Tagen nichts von mir hören ist alles ok).
Dann schwebt noch ein Zahnarzttermin über mir. Ich und Zahnarzt. Ohne mindestens Rescue Tropfen geht da eigentlich garnix. Es gab Zeiten, da hab ich vor Zahnarztbesuchen Valium genommen. Eigentlich habe ich keine schlechten Zähne, es ist die Angst, der Geruch, der Bohrer, das Geräusch. Aber ich wollte mein neu ergattertes Bonusheft dieses Jahr mit einem Stempel versehen lassen (ein Zahnarzt, der einmal mein Vertrauen besaß, hatte mich mal in den Glauben versetzt, die Bonusheftchen gäb es nichtmehr - für mich der Freibrief, nichtmehr zur Kontrolle zu erscheinen. Dieser Irrtum wurde 2005 schmerzhaft korrigiert).
Der Freitagstermin war schon ein Zweittermin, ich hatte bereits einmal abgesagt. Nette Menschen meinten, ich dürfte aufgrund meiner Phobie und der Ärztquantität dieser Woche verzichten. Also hab ich mir ein Herz genommen, angerufen zum Absagen. Vorher noch ne Ausrede ausgedacht: ich schaff das nicht, hab mich in der Planung vertan, Zugverspätung.
"Ach", sagt die immer fröhliche Rezeptionistin oder wie das heisst 'Zahnarztpraxis-S-und-Dr.-B-mein-Name-ist-Dagmar-S-was-kann-ich-für-Sie-tun' am Telefon, "das macht doch nichts, dann kommen Sie eben erst um 13:15 Uhr."
Na toll. Ganz schön clever die Frau S. Ob sie's inzwischen an der Stimme hört wenn Leute sich Ausreden einfallen lassen? Zufall? Ist an meiner Akte ein Vermerk, dass man mich zwingen muss zu kommen? Oder war der Umsatz diese Woche so mau... Ich weiss es nicht.
Sehen wirs positiv:
Ich war dort. Die Frau Onkel Doktor hat garnicht gebohrt. Im Gegenteil, gelobt hat sie mich, was schlecht war, denn jetzt bleib ich erstmal wieder bei einmal Zähneputzen am Tag. Aber nicht weitersagen, ja?

Robbie W und die Gelassenheit

Eine meiner wertvollsten Memorabilia habe ich Depp an eine Freundin verkauft.
Hier ist die Geschichte dazu:
Vor 5 Jahren ist es mir gelungen, gemeinsam mit einer Freundin Karten für ein Robbie Williams open air Konzert im damals noch nicht umgebauten, Kölner Müngersdorfer Stdion zu ergattern.
Wir widmeten unseren Konzertbesuch zum Junggesellinnenabschied um, denn die Freundin hielt eine Woche später Hochzeit.
Wie wir vor dem Konzert noch an den diversen Ständen vorbeischlenderten, fiel mein Blick auf eines der legendären blauen, einem Fussballtrikot nachempfundenen T-Shirt mit der Rückennummer 8, die damals schon sehr schwer zu bekommen waren. Leider waren sie auch an diesem Stand nur noch in M vorrätig. Nun bin ich zwar nicht übergewichtig, aber eine etwas klein geratene Größe M passt mir trotzdem nur bedingt.
Anyway, ich war kurze Zeit später im Besitz eines solchen T-Shirts, Kult, aber mir spannt's. Eine richtige R. Williams Verehrerin (ich betrachte den Hype mit einer gewissen Distanz des Alters, hüstel, ausserdem mag ich seine Tatoos und die plumpe Gestik nicht), ist ca 20 cm kleiner als ich und auch mehrere Dutzend Kilo leichter. Wie gemacht also für das T-Shirt.
In einem schwachen Moment biete ich ihr die Übernahme des guten Stücks an, für eine zu verhandelnde Summe.
Sie gibt mir 20 Euro.
Ich bin einverstanden. Aber nur ca 10 Sekunden. Seither nagen die Zweifel und Vorwürfe in und an mir.
Hätt ichs doch behalten! Für so wenig Geld weggegeben! Das hätte auf dem Schwarzmarkt, bei ebay, garnicht auszudenken....! Einmal wage ich ihr von meiner Trauer über die getroffene Entscheidung zu berichten. Eine andere anwesende Person macht sich über mich her: Unglaublich, jetzt damit anzukommen, nun sei es zu spät (weiß ich auch), nicht rückgängig zu machen (will ich auch nicht, ich wollte nur von meinen Seelenqualen berichten, ein wenig die Wunden lecken, klar machen, was das für ein Geschenk war!).
Manchmal bereue ich es heute noch.
Bis ich am Freitag die Gewissensfrage im Süddeutsche Magazin gelesen habe.
Folgende Aufforderung könnte auch mir helfen:
"Anstelle konfliktträchtiger Aktionen hilft in solchen Situationen vielleicht mehr Gelassenheit, wie man vom großen Montaigne lernen kann: »Bei allen Geschäften, wenn sie einmal vorüber sind, ganz gleich wie, da bedauere ich nie, dass ich es nicht anders gemacht habe; der Gedanke, dass die Dinge so laufen mussten, nimmt mir allen Kummer; nun sind sie einmal in den großen Strom der Welt eingegangen.«" (s.ebenda)

aus Süddeutsche Magazin 16.11.2006 , die Gewissensfrage, R. Erlinger

16.11.06

Beim Schreiben meines Tagebucheintrags

ist mir gerade aufgefallen, dass Leute, die heute 45 Jahre alt werden, ein wirklich schön anzusehendes Geburstdatum haben.

Herzlichen Glückwunschan an alle (wie sagt man? Betroffenen?, Geburtstagskinder? Kandidaten?, Jubilare? 16.11.61er?), unbekannterweise!

(gilt allerdings nur für den europäischen Schreibstil)

PS: Natürlich könnten nun einige Schlaumeier (Schlaumaier, Schlaumeyer?) darauf hinweisen, dass dies zwischen dem 11. und 19.11 für alle Daten in ähnlicher Form gilt, aber ich bin nicht dieser Meinung. Mir gefällt 16.11.61 von allen am besten, obwohl ich eigentlich ungerade Zahlen bevorzuge. Owohl das in dieser Schriftart nicht so schön rauskommt. I6.II.6I ist noch schöner.

Übrigens wurde ich soeben während eines Telefonats darauf aufmerksam gemacht, dass ich doch jemanden kenne, der heute Geburtstag hat. Leider wird O. aber 'erst' 44. Und T. wird heute 30. Auch schön. Herzlichen Glückwunsch.

15.11.06

Noch 'ne Liste

Gerade kommt die Post, juhuu, heute ich Mittwoch, 'time out' Tag! Wir haben das wöchtentlich erscheinende Veranstaltungsmagazin abonniert und ich freu mich immer, wenn es durch den Briefschlitz plumpst.

Heute freue ich mich auch über das Titelthema: '101 things to do before you leave London'

Woher wissen die ...?

Anyway, ich mach mich gleich ans Abhaken, komme allerdings nur auf 14 'tick offs'.

Na sowas.
Wobei, viele Sachen hab ich fast oder so ähnlich gemacht: zwar bin ich nie in Hyde Park geritten, aber ich wusste dass es geht und hab immer nach Pferden Ausschau gehalten wenn ich durch Hyde Park spaziert bin - dafür hab ich mal ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk eingelöst, indem ich im Trent Park Equestrian Centre reiten war.
Ähnliches gilt für Bötchenfahren in Serpentine: da wollte ich mit der solarbetriebenen Fähre fahren, aber die kleinen Ruderboote hab ich mir immer sehr gerne nur angeschaut.
Eislaufen war ich auch schon, allerdings nicht in Somerset House, sondern beim ice rink in the Heath, das zählt ja eigentlich auch.

Natürlich sind auch viele Punkte dabei, die will ich garnicht gemacht haben (wie zB 'night fishing in Clapham Common' No 6, oder einen Anzug von Londons ältestem Herrenschneider No 88 - obwohl, als ich das erste Mal in diesem good ole English Toiletries Laden, ach was sag ich, Laden! Geo F Trumper, Curzon Street, Mayfair war, weil einer meiner damaligen Mitbewohner (wohlgemerkt so um die 20 Jahre alt) dorther immer seine Toilettenartikel bezog und sich mit Lavendel-after-shave-Puder und Brilliantine für die Haarpracht eindeckte...aber das ist eine andere Geschichte);

manches scheint mir zu weit hergeholt und nur als Werbung für Restaurants und Pubs gedacht;

manches weckt fond memories, (der Besuch im Shakespeare Globe Theatre No 15, der Gottesdienst an Heilig Abend in St.-Martin-in-the-Fields) und

manches steht wirklich noch auf meiner Liste:
- Besichtigung der Houses of Parliament No 47
- Billingsgate Market No 56
- die Duck Tour No 28(das hab ich erst vor ein paar Wochen verstanden, dass dieses Amphibienfahrzeug tatsächlich auch ein Stück des Wegs in der Themse zurücklegt)
- einmal Lord's besichtigen (zu einem 'watch a match' No 32 wirds wohl nicht mehr kommen)

Alles in allem stelle ich jedoch bei den Vergleichen nochmal fest, was ich eh schon wusste: wir haben hier viele und seeeeeeehr schöne Sachen gemacht! Und weiter gilt der alte Spruch: if you're tired of London you're tired of life.

Ja, und dann geh ich heute eben nicht wie geplant ins Kino, sondern mach mich gleich auf, um noch No 5 'get instant karma' abhaken zu können, und gehe mal zu Kyoto Gardens in Holland Park.

Bis dann!

14.11.06

how are you?

Da hab' ich gestern in einem thread bei den leos (das mit den links klappt leider immer noch nicht ***: http://dict.leo.org/forum/index.php?lang=de&lp=ende)
über kulturelle Differenzen zwischen Englisch - und Deutschsprachigen wieder einmal gelesen, dass eines der häufigsten Missverständnisse auf die Frage "How are you" folgen, denn niemand antwortet darauf mit einer Ausführung, wie es einem wirklich geht und es will auch niemand wissen (wir kennen das).

Heute passiert es mir zum ersten Mal in den doch inzwischen einigen Jahren auf der Insel, dass jemand mit 'nicht so gut' und sein Problem schildert!

An der Kasse im Supermarkt eröffnet der junge Kassierer den Bezahlvorgang mit: 'how are you', ich antworte, wie immer, mit einem 'I'm good, thanks, how are you' und als er mich etwas länger als üblich anschaut rechne ich wie sonst auch mit einer kurzen Ausführung übers Wetter oder Ähnliches. Nein, er erzählt mir, dass er 500 £ verloren hat! Das ist natürlich an sich schon schlimm genug, und während er so vor sich hinnuschelt, wie's passiert ist, überlege ich mir, wie ich jetzt am besten die Anteilnahme formuliere.
Als ich ihm am Schluss alles Gute wünsche verspricht er mir, nächstes Mal besser aufzupassen.

12.11.06

There's no taste like home


Ein Anblick, der mir im Sommer sehr gut gefallen hat, waren die Kölsch Vorräte, die sich im Keller des Restaurants Hugo's angesammelt haben, das zum Goethe Institut gehört. Dort (also im Goethe-Institut) war ich einige Male, um mir Fußballspiele während der WM anzuschauen. Natürlich habe ich auch gerne Früh-Kölsch getrunken (wenn auch zu astronomischen Preisen)
Leider habe ich, völlig unprofessionell, meine Kamera immer vergessen. Als ich jetzt, Monate später, extra nochmal hingefahren bin, war die Sommer- und damit die BiertrinkerHochzeit wohl vorbei, der Vorrat war ziemlich geschrumpft.
Aber egal.
Die Kombination aus echt englischem Schmiedeeisen und Bierkasten macht es, finde ich, aus:



Dazu noch ein kleines Geschichtchen, das ich vor einiger Zeit in einem Reisebericht gelesen habe:
Eine Familie aus München tauscht mit einer Familie aus York die Häuser zu Ferienzwecken. Per email werden Probleme und Fragen des Alltags während des Aufenthaltes geklärt.
Gegen Ende des Urlaubs schwärmt die Familie von der Insel nochmal davon, dass es so schön gewesen sei, und vor allem der Alkohl, das Bier so billig sei. Nun habe man brav alle Bierflaschen zum Altglascontainer gebracht, wisse allerdings nicht, was mit den Kästen passieren solle.
(Pfandsystem ist hier auf der Insel unbekannt...Vielleicht fielen mir die Kästen auch deshalb besonders auf.)

Probezeit

da bin ich in den letzten Monaten (schließlich blogge ich schon 3 Monate ... *angeb*) garnicht mehr so zufrieden gewesen mit den features, die mir blogspot so anbietet mit meinem Safari-Browser - liegt an mir, ich weiß - vielleicht bin ich auch in der Anwendung einfach sicherer geworden und wollte mehr (zB mal ein Foto von meinem computer aus einstellen, die Sache mit den Links lernen, bzw besser hinkriegen)

Kinderkrankheiten einer Neubloggerin, nehme ich an

Nach stundelangem Surfen und noch längerem Überlegen habe ich jetzt vielleicht eine Lösung gefunden...Mal sehen!

Dann dürfte auch genug sein mit den ständigen Punkten, obwohl, das gewöhnt man sich so an beim internetten Schreiben.
Das hier ist also quasi 'in eigener Sache'.

2.11.06

Schlagfertigkeit in 365 Tagen

Meine Mutter hat am 2. November Geburtstag.
Letztes Jahr war er rund. Da gab es ein großes Fest. Natürlich war ich auch da. Eine besonders unsensible Verwandte hat mir eine besonders unsensible Frage gestellt. Ein Jahr hab ich dran rumüberlegt.
Heute beim Duschen ist mir die gute Antwort darauf eingefallen...
Heute vor einem Jahr hätte ich sie besser brauchen können.

1.11.06

Reiseschnipsel

Im Reisebus auf dem Weg zum Flughafen macht uns Martin, der Fahrer, mit einem Mitreisenden bekannt, der auf dem Weg nach Helsinki ist: "it's the chaos, I'm after" erklärt er uns. Die einen sind train- oder planespotter (ein Hobby auf der Insel, das ich schon immer irgendwie bewundert habe, all diese nerds), er ist eben weatherspotter.

Die letzten Tage hat er im Internet eine Wetterfront beobachtet, die sich wohl ab Dienstag oder Mittwoch bis Sonntag als früher Schneesturm in Helsiniki auswirken wird. Er prophezeit uns ausserdem kaltes Wetter ab Mittwoch (das gilt wohl sowohl für die Reisegruppe aus Holland, die sich interessiert mit ihm unterhält, als auch für uns hier auf der Insel).
In Stansted angekommen bedankt sich Martin, der Fahrer dafür, dass wir wieder national express gewählt haben und freut sich, vor dem Schneesturm am Flughafen agekommen zu sein.
Nett!

Wir dürfen weiter gespannt sein. Ob wohl der Sturm an der Nordseeküste, über den ich heute bei Spon gelesen habe, was damit zu tun hat?
Kalt ist es hier jedenfalls inzwischen.

#wmDedgT Oktober 2024

  Frau Brüllen fragt das Internet  'was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Ha...