31.12.06

Wenn et Bedde sich lohne däät

wat mehnste wohl,
wat ich dann bedde däät, bedde däät.

Auld lang syne

jetzt ist es endgültig - auch wenn wir die Abfahrt um einen Tag verschoben haben.
Daher, good bye, auf Wiedersehn


See you next year - dauert aber nochwas, da noch kein internet in good old G

I shall miss this here

Happy New Year, everybody!!

28.12.06

Tube fahren, ade


Abschiedsbildchen Klappe die ichweissnichtwievielte. Eigentlich hatte ich befürchtet, heute das letzte Mal für eine lange Zeit mit der Tube gefahren zu sein. Aber ich 'muss' morgen nochmal in die Stadt.
Heute allerdings zum letzten Mal mit Herrn T bei Foyles im Cafe aufn Latte getroffen.
Ach ja, die Tube. Jeden Tag möchte ich nicht auf sie angewiesen sein.
Aber wie ich sie vermissen werde!
Public Transport Paradise! Und das obwohl die Northern Line gemeinhin als 'Misery Line' bekannt ist.
Morgen hoff ich noch ein schönes Bildchen vom Sitzpolstermuster machen zu können.

noch 3 mal schlafen


wenn man sowas schreibt, freut man sich ja doch meist darauf was kommt.
In meinem Fall sind es eher gemischte Gefühle. Und im Moment überwiegt eindeutig der Abschiedsschmerz.
Hier sind jetzt also kurz vor Schluss noch ein paar Ausblick-Fotos.
Diesmal aus dem Schlafzimmer.
Am besten winters aufzunehmen, denn da haben die Bäume keine Blätter und man kann besser durchsehen.
In der Ferne leuchten die Türme von Canary Wharf, allen voran Canada Tower.
Im 'Vordergrund' blitzt das neue Emirates Stadium, Home of Arsenal FC.

Mutterland des Kapitalismus

Es wird kräftig eingekauft in London. Liest man in Deutschland immer mal wieder Berichte erstaunter Konsumenten, in welchen Mengen Lebensmittel vor den Feiertagen nach Hause geschleppt werden (schliesslich sind 3(!!) Tage zu überbrücken) so erstaunt mich hier die nachfeiertägliche Einkaufswut. Sie bezieht sich allerdings eher auf Gebrauchs- und Luxusgüter. So still, wie das Land an Christmas Day (25.12) steht, so allgegenwärtig ist der 'Sale' ab boxing day (26.12.) Ich persönlich glaube ja nicht, dass sich die Leute an die Weisung halten, jetzt schonmal billig die Geschenke für nächstes Jahr zu kaufen, aber was kaufen sie dann? Ich glaube auch nicht, dass die meisten Taschen nur umgetauschte Ware enthält... ich war jedenfalls gestern mal kurz bei der Post, und mir kamen Myriaden von Menschen mit 3 und mehr Einkaufstüten entgegen. Im Fernsehen laufen nur Werbespots von Sales...
ja wo kaufen sie denn?

pass the parcel

schöne Idee - kürzlich im Radio folgende Geschichte gehört: vor Jahren hat jemand in der Familie von Oma ein paar hässliche, unbequeme (weil kratzige), nichtpassende Socken zu Weihnachten bekommen. Was tun? Man versuchte, sie im nächsten Jahr zu Weihnachten weiterzuverschenken. Mit Erfolg. Inzwischen hat sich eine kleine Tradition daraus ergeben: jedes Jahr wird das Paar Socken weiterverschenkt. Die Spannung steigt somit zur Bescherung - wen wird es dieses Jahr treffen?
Nur die Oma kommt nicht ganz mit.

23.12.06

na dann

ich weiss nicht mehr genau, wo ich es gelesen habe, aber apparently muss man an Christmas Day eine längere Garzeit für den Turkey einplanen, weil das ganze Land um 12 Uhr den Herd anmacht um das Festmahl zu kochen und so die Gasflamme wegen des hohen demands kleiner ist als sonst.
In diesem Sinne, Merry Christmas!

21.12.06

Wembley Stadium


Hier geht es (ausnahmsweise) nicht um die Geschichte des legendären Stadions - auch immer wieder schön, die Verwechslung der englischen und deutschen Wörter Stadion und Stadium...), auch nicht um die skurrilen Auswüchse, die der Neubau so mit sich bringt - incl. mehrjähriger Verspätung.
Oder vielleicht doch? Besser, sie hätten das alte stehen lassen, ein wenig auf ihren London-Zentralismus verzichtet und ein neues Stadion in Birmingham gebaut, aber das nur nebenbei.
Jedenfalls hat das neue Wembley Stadium ja so einen tollen Bogen, der zu besonderen Ereignissen und Anlässen beleuchtet ist. Wenn es leuchtet, vor allem, wenn die Bäume keine Blätter mehr haben, kann man den Bogen von unserem Wohnzimmerfenster aus ganz hervorragend sehen. (Sehr ergreifend waren die angemachten Lichter am Abend, als London die Olympischen Spiele 2012 'gewonnen' hatte)
Es handelt sich hier also um eine Fotoreihe, die ich kürzlich schonmal angedroht habe - Blicke aus unseren Fenstern, die ich ja bald mal beginnen muss, denn in einer Woche ist es vorbei mit der Aussicht.
Hier also Wembley Stadium Beleuchtung am 7.12.2006. Anlaß der Beleuchtung kenne ich nicht. Ich kann nur vermuten, dass es mit der Freude über den Rausschmiss des glücklosen Baumangagers oder gar mit der Bekanntgabe der ersten Buchung eines Gigs für 2007 zusammenhängt....aber das ist reine Spekulation.

Paranoia

das Äquivalent zu 'ist der Herd aus?' an Weihnachten und anderen Angelegenheiten, bei denen man mehrere Sendungen zur Post bringt ist für mich das stundenlange Kontemplieren der Frage, ob ich wirklich die richtigen Geschenke/Karten in die dazugehörigen Kuverts/Päckchen gelegt habe.
Hoffentlich erlebe ich bzw die Beglückten keine Überraschung.
Ist das gar ein Grund, damit zu beginnen, anonymisierte, neutral formulierte Grüße zu verschicken?

20.12.06

kalt hier



heute Morgen hatte es Frost. War wirklich 'ne kalte Nacht.
Gerade hatte ich ein Bild von der nassen Jalousie und dem Kondenswasser (innen, wohlgemerkt)am Fenster gemacht und bemerkt, wie schnell es empfindlich kalt wird, wenn man mal kurz die Heizung ausmacht, als der nette Radiomoderator erwähnte, wie schlecht doppelt verglaste Fensterrahmen für die Umwelt sind - apperently schädigen sie die Umwelt mehr als die immer noch in den meisten Wohnungen üblichen einfachverglasten Holzrahmen (die, wie in unserer Wohnung, innerhalb kürzester Zeit sehr ökologisch ersetzt werden müssen, weil sie vor lauter Feuchtigkeit von innen und aussen weggammeln): sie seien nicht nur viel teuer in der Herstellung, sondern sie verrotteten auch nicht (dazu muss man wissen, dass in England Müll nicht verbrannt, sondern in Mülldeponien 'gelagert' und außerdem generell kaum Müll getrennt wird).
Ein Hoch also auf die Einfachverglasung!
Ich zieh' mir mal eben noch ein weiteres Paar Socken und den Schal an...

16.12.06

updates

* gestern war der letzte richtige Werktag hier auf der Insel vor Beginn der festive season. Die Kinder haben Ferien, ich habe die letzte Ausgabe von Friday Night With Jonathan Ross geschaut, und die ebenfalls meine letzte Folge QI (morgens außerdem This Morning)
* gleich muss ich nochmal in die Stadt, wohl zum letzten Mal zu Selfridges. Verrückt, am Wochenende vor Weihnachten. Aber die Verwandtschaft verlangt's.
* bei den Ashes (wir erinnern uns: Cricket) sieht es sehr schlecht aus. England liegt 0:2 zurück, sie müssten bei diesem Test Match Fünfhundert-und Runs aufholen. Eigentlich nicht machbar.
* auch am anderen, sehr merkwürdigen aber inzwischen liebgewonnenen Sport Snooker habe ich ein wenig das Interesse verloren, denn The Rocket Ronnie O'Sullivan ist einfach gegangen, very unsportlich.
Anekdote: Der Schwiegervater verbringt den Nachmittag vor dem Fernseher und erzählt später, er habe ein komisches Spiel gesehen, ähnlich wie Billiard, bei dem ein Mann mit weißen Handschuhen die Bälle immer wieder zurück auf den Tisch legt.
* Samstag Vormittag, die Sonne scheint, ich höre BBC Radio 2 Jonathan Ross - wahrscheinlich auch zum letzten Mal.
* die Stimmung in mir ist durchwachsen. Noch selten war ich so unkreativ, geschenkemäßig, und so unsicher, was unsere Zukunft angeht. Gleichzeitig wäre ich wirklich froh, wir hätten bald mal Gewissheit und könnten in die Zukunft starten.
* heute hat die Oma Todestag
* die Umstellung des Mailfilters (für teures Geld) hätte ich mir leider schenken können.
* die Marienkäfer, die sich mit uns die Wohnung teilen breiten sich langsam aus - jetzt sind sie schon im Arbeitszimmer. Man wundert sich. Aber Marienkäfer sind immer noch besser als die Wespen, mit denen wir noch vor 2 Jahren im Winter zu tun hatten. Ein Biotop?
* schon wieder macht die Maklerfirma einen Besichtigungstermin für Samstag Vormittag aus und zum zweiten Mal erscheinen sie nicht, natürlich ohne abzusagen.
* sollte mal wieder was lesen, oder endlich die CD fertigmachen, oder Weihnachtspost schreiben- und meine Eltern anrufen und ihnen mitteilen, dass wir an Weihnachten nicht kommen. Warum gelingt es mir so oft, wie der Hase vor der Schlange zu sitzen und nichts oder nicht das richtige zu tun? (wie heißt nochmal das Fremdwort für Aufschieberitits?)
* was soll ich heute kochen?
* Amy Whinehouse im Radio. Es geht mir in Deutschland ja auf die Nerven, wenn die Leute nichtmehr in ganzen Sätzen erzählen sondern immer nur sagen 'und ich dann so' - 'und er meint' - 'und ich dann: Hallo?'... Aber das Englische 'and he went' - 'and I was like' - 'and he was like' ist da kein Stück besser.
* jetzt geh ich erstmal an die Luft. Scheint ein schöner Wintertag zu sein.

Wenigstens was.

14.12.06

Fängt das schon wieder an

Bevor ich mich richtig drauf einstellen konnte, dass wir in Riesenschritten Richtung 'festive season' eilen, habe ich heute die erste Jahresrückblick-Kettenmail erhalten.
Der stolze Familienvater, vor Jahren noch ein guter Freund, inzwischen nur noch ein Sammelmail Kontakt (sie sind seeeeeeeehr busy wegen Hauskauf und Arbeiten und überhaupt, Familie) hat uns ein 'wer-wir-geworden-sind-und-was-wir-machen-update' geschickt.
Was bringt mich so auf daran?
Dass wir seit Jahren nur noch einmal im Jahr per email von den Fortschritten der ehemals richtig nahen Freunde unterrichtet werden?
Dass diese Berichte immer sehr ich-zentriert gehalten sind? - aber ginge das überhaupt anders?
Dass ich trotzdem nicht lesen will, wie man sich jene Entscheidung zur Schulform der Tochter und diese zum Arbeitsplatzwechsel nicht leicht gemacht hat?
Oder bin ich einfach nur enttäuscht, zum Sammelmail-Kontakt degradiert worden zu sein (was sicher hauptsächlich an der unterschiedlichen Lebensart liegt? Aber warum verliert man die neugründeten Familien immer?)
Oder geht mir nur das unterschwellige Jammern (schon wieder wird hier gemobbt und dort ist man mit der Kindergartenorga nicht zufrieden - überhaupt, Kindergartenorga, wenn ich das schon lese!)
Ich weiß nicht, vielleicht sollte ich endlich so ehrlich sein und mich von der email-Liste streichen lassen, schließlich ärgere ich mich jetzt schon im dritten Jahr über diese mails. Aber das bringe ich dann doch nicht übers Herz.
Will ich mich lieber weiter ärgern?
Bin ich schon genauso miesepetrig?
Und wie macht man es besser?
So viele Fragen.
Hinweise und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

13.12.06

Dino's in da House


Die in-laws sind zu Besuch. Wenn sie abreisen, wird noch deutlicher werden, dass die Zeit hier bald vorbei ist. War gestern aber schon deutlich genug - denn da ist mir klargeworden, dass wir nur noch 1, höchstens 2 Wochenenden in London verbringen dürfen.
Schluchz.
Am Sonntag waren wir im Natural History Museum. Der nette Kleine steht in der Eingangshalle und macht einerseits einen Eindruck, andererseits ist Größe in diesem Bau relativ.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Victoria und Albert die Grundstücke in Kensington vom Gewinn der Weltausstellung in London (der mit dem crystal palace) gekauft haben und dann ihre persönliche Museumsmeile errichten ließen - Victoria&Albert Museum, Natural History Museum and Science Museum that is.
Ganz in der Nähe ist ja auch die Royal Albert Hall. Die Serpentine Gallery und das Albert Memorial im Hyde Park. Aber das führt jetzt zu weit. Mir ging's eigentlich nur um den Dino in der bizarren Umgebung. Alles echt. Und interessant war's auch. Mal wieder viel gelernt. Zum Beispiel, dass indische und afrikanische Elefanten auch unterschiedlich geformte Backenzähne haben. Hätten Sie's gewußt?

Wenn ich groß bin...

...bekomme ich im Bad ein Licht und einen Vergrößerungsspiegel, dass ich nicht immer auf Tageslicht und gutes Wetter warten muss, um mal mein Gesicht genauer inspizieren (und 'behandeln' zu können....)

Fiel mir gestern abend mal wieder auf - gibt's sowas überhaupt?
Ich freu mich schon drauf

6.12.06

Nikolausi

Bestimmt haben schon alle möglichen Blogger Geschichten zum Nikolaus geschrieben. Deshalb will ich jetzt auch ein bißchen erzählen.
Ganz geheuer war er mir nie. Aber er kam sehr oft bei uns: zu Hause, im Kindergarten, im Turnverein, im Turnverein meiner Eltern, undsoweiter.
Einmal kam ich vom Nikolausfest im Kindergarten nach Hause und erzählte meiner Mutter, der Nikolaus habe ausgesehen wie mein Papa, aber der kann es ja nicht sein, der ist ja im Geschäft (als Kind eines Beamten war ich regelmäßige Arbeitszeiten meines Papas gewöhnt).
Mein Vater war (und ist) oft der Nikolaus.
Auch bei meiner kleinen Schwester war er der Nikolaus im Kindergarten. Der neben meiner Schwester stehende Junge hatte so große Angst vor dem Nikolaus, dass er in die Hose machte, was meine Schwester zu Hause damit kommentierte, dass die Nikoläuse sehr gestunken hätten. Die Nikoläuse waren natürlich eigentlich der Nikolaus und Knecht Ruprecht. Auf Knecht Ruprecht wurde dann in späterer Zeit öfter verzichtet (Personalmangel?), auf das goldene Buch nicht. Wenigstens habe ich nicht, wie viele andere Kinder, tatsächlich körperlich unter Knecht Ruprecht gelitten. Allerdings fand und finde ich diese Über-Instanz sehr beängstigend, und sicher nichts, was einem als Kind guttut.
Auch meinem Opa hat der Nikolaus eines 6. Dezembers nicht gutgetan. Die Nikolausfeier im Turnverein war beendet, währenddessen hatte es mächtig geschneit. Der Ortsteil, in dem wir wohnten (und meine Eltern leben heute noch dort), liegt etwas erhöht, grade über der "Schneegrenze", und hat mehrere steile Stücke, die sowohl zur Zu- als auch zur Abfahrt sehr knifflig zu bewältigen waren im Winter. Für uns Kinder immer ein Spaß, wenn man sich bei Neuschnee traf, um sich auf die Kühler der Autos zu setzen um ihnen die Auffahrt zu erleichtern (natürlich haben wir immer fachmännisch gefragt, ob Heck- oder Frontantrieb, was auch immer das war....) Auch sind wir gerne etwas später in die Schule gekommen, wenn es die Busse leider nicht rechtzeitig geschafft haben. Da mein Vater bei der Stadt arbeitete, hatten wir bei nächtichem Schneefall oft Besuch von Schneepflugfahrern, die sich bei uns aufwärmten und bei einem Heißgetränk die neuesten Schneegeschichten erzählten - spannend!
An jenem 6. Dezember hatte es allerdings noch kein Räumfahrzeug zu uns hochgeschafft. Und so wurde die Abfahrt meiner Großeltern, die natürlich auch ihren Nikolaus vorbeigebracht hatten, zur Rutschpartie. Es war immer ärgerlich, wenn sich einer nicht mehr weitertraute, und die anderen, Nachkommenden, dann im Nadelöhr feststeckten. Zwar gelang es meinem Opa, noch rechtzeitig zu bremsen, das Auto hinter ihm konnte allerdings nichtmehr bremsen und drohte auf den schönen Golf meines Opas zu rutschen und so eine Massenkarambolage zu kreieren. Wir waren natürlich dabei, denn man mußte bei so einer Witterung ja kucken gehen. Also spielte mein Opa Held und versuchte, sein Auto vor dem Auffahren zu bewahren, in dem er sich vor den Kühler stellte und dagegendrückte. Allerdings hatte er bei dieser Aktion nicht bedacht, dass er so zwischen den Autos stand und dass es ziemlich glatt war - er brach sich immerhin 'nur' einen Arm, es hätte weitaus schlimmer kommen können in dieser Situation.
Aber eindrucksvoll war es allemal. (Für mich am eindrucksvollsten war, dass in seiner Not, der wesentlich jüngere Autofahrer meinen Opa anschrie, er solle gefälligst zwischen den Autos verschwinden. Was mein Opa versuchte. Hätte der Mann nicht so geschrien und geschimpft und mit Schimpfwörtern hantiert, was man in den 70ern nun wirklich noch nicht tat - oder war es nur bei uns so?, hätte mein Opa sicher nicht auf ihn gehört)
Leider gibt es keine Pointe, auch ist das schöne Bild, das es von mir bei der Verabschiedung eines Nikolauses gibt (die ja immer sehr spät nachts zu einem nach Hause kamen und dann immer noch was auf der Flöte vorgespielt haben wollten...) im Fotoalbum meiner Eltern.
Heute hat mir der Nikolaus ein wunderschönes Salz - und Pfeffermühlen Set gebracht. Und meine Lieblings-Lind-Schokolade. Lecker!
Die Frage, die Herr T und ich bislang noch nicht abschließend für uns klären konnten ist, ob der Nikolaus jetzt in der Nacht vom 5. auf den 6. kommt oder man den Stiefel am 6. Abends rausstellen muß, um ihn dann am 7.12. morgens gefüllt vorzufinden.
Any ideas?

5.12.06

Reizhusten und Vollmond


Vorletzte Nacht war es nicht das Gen, das mich wachmachte, auch nicht der Vollmond an sich, auf den höre ich nämlich nicht.
Es war mein elender Reizhusten, der sich inzwischen zu einer stattlichen Grippe gemausert hat.
Anyway. Dadurch hatte ich das Privileg, morgens um 5 wach zu sein und einen fast wolkenlosen Himmel mit Vollmond vom Küchenfenster aus ablichten zu können.
Ausblicke aus den anderen Fenstern unserer Wohnung folgen in Kürze.
Bis dahin brauche ich meine Finger zu Naseputzen und HändevornMundbeimHusten.

1.12.06

winterswap



Das ist klasse. Da mach ich mit. Bin ich über Frau Sopran hingekommen. Mein erstes virtuelles Mitmachen! Ich freu mich!
Ach so, schnell mal auf das Emblem klicken. Ganz einfach ;-)

Und das mit den selbstgemachten links schaff ich auch irgendwann noch...(Bis dahin: sorry, Frau Sopran, dass erwähnt, aber nicht verlinkt) Bin ja schon froh, dass ich das logo einfach so einsetzten konnte, war garnicht so schwer.

Woran es liegt? Ich weiss es nicht. Entweder ich habe meinen Apfel einfach nicht im Griff, oder das grundsätzliche Nichtverstehen von 1 und 0 ist schuld. Ich arbeite dran.

Aber gleichzeitig gilt es schonmal wieder, eine Liste zu erstellen, yippih! Wird hier natürlich nicht verraten.

PS. und edit: es scheint zu gehen. Mit Geduld und Spucke. Noch ein Erfolgserlebnis. Toller Tage heute

- nächtliche Feststellung

wenn Herr T mit mir im Schlaf spricht, ist das immer auf Englisch. Er versteht aber meine meist deutschen Antworten trotzdem.



- nächtliche Fragestellung - oder soll es besser frühmorgendliche Fragestellung heißen?

Ob ich wohl ein Nachtdienst - Gen habe? Heutzutage wird ja alles auf die Gene geschoben.
Und, wie schon meine Patentante immer sagt, mit ihrem wunderschönen alemannischen Akzent (ist das das Wort?), obwohl schon seit fast 40 Jahren weg von zu Hause: "Du bisch halt e Nachtmensch, scho als Kind".

schneit es im September

schau auf den Kalender
vielleicht ist schon Dezember

Sind wir die Generation, die von den Spontisprüchen verdorben wurde?
Ich weiss, einige finden das zum Gähnen, manche find ich heute noch lustig. Wie zum Beispiel den oben.
Und heute ausgerechnet mit Advent oder sowas zu beginnen wollte ich mir auch sparen.
Es gibt ja viele sinnlospostings. Dies hier ist eines davon.
Ab heute beginnt der countdown so richtig.
Unser letzter Monat hier hat angefangen.
Mit Erkältung und alles.
Exkurs Erkältung: sogar extra richtig gute Hühnersupper gekocht. Geschmeckt hat es. Ob es auch hilft? Das wär ja fast ein Grund, die Rezepteecke zu eröffnen.
Ausserdem Schlaflosigkeit.
Exkurs Schlaflosigkeit: fast den ganzen Tag über geschlafen. Ja ist es denn ein Wunder, dass die Springerin da nachts nicht müde ist? Nichtmal das bewährte StadtLandFluss Spielen im Bett im Kopf ohne Aufschreiben hat genutzt. Jetzt muß das Blog dran glauben.
Und noch nichtmal einen Adventskalender habe ich gekauft. Geschweige denn gebastelt.
Na, dann gute Nacht.

27.11.06

was ich auf dem Kontinent vermissen werde #3

Keinen Sonntag-Abend-Blues haben.

Über drei Jahre hatten wir nun keinen Sonntagabenblues. Was das ist? Kennt das jemand nicht? Das geht so: "Och, schade, ist das Wochendende schon wieder um? Schon wieder Montag? Mist, das ging aber auch wieder schnell. Mist, morgen zurück zum Trott." (kann beliebig verlängert oder verschärft werden).
Ja, das vermisse ich hier wirklich garnicht. Und ich befürchte, es wird wiederkommmen.

26.11.06

Winter- oder Sommersport?

Gerade lese ich bei spiegel online "Deutsche Langläuferinnen enttäuschen" ...wie, sind die schon wieder dran?
Ach ja, meine Schwester machte mich gestern freundlicherweise darauf aufmerksam, dass in 4 Wochen Weihnachten ist. In Deutschland soll es im Moment ja sehr warm sein (war nochmal jemand grillen? Ist doch bestimmt nett, am Totensonntag oder wie das heute heißt). Hier regnets und ist so mittelkalt.
Da kann man mit den Sportarten schonmal durcheinanderkommen (oder muss das heutzutage durch einander kommen heißen...?)
Wo war ich?
Ach so, ja, Sport. Hier wird ja im Winter sehr gern Rugby gespielt. Und eben nur im Winter. Das ist, weil das nur sehr harte Typen spielen können. In meinem ersten Winter hier auf der Insel hat mich das noch gewundert, als neben dem Rugbyspielfeld der Uni während der nachmittäglichen Trainingsrunde 3 Spieler offensichtlich bewußtlos in Wärmefolie gehüllt lagen, die anderen aber weiterspielten.
Aber Rugby ist passe - das schau ich eh nicht gerne.

Viel besser gefällt mir da Cricket.
Und ja, ich kapiere es auch so langsam. Es ist eine dieser Sportarten, die sich nur in England und ehemaligen Kolonien gehalten hat, und nein, es ist nicht das mit dem Hämmerchen und den Törchen sommers im Garten. Das ist Crocket (ausgesprochen, krokeeeeeeeei). Grob gesagt handelt es sich um die Urform vom US-Baseball, da ähneln sich die Schläger, gemischt mit Regeln von dem Spiel, das früher bei uns Brennball hieß: man muss den Ball weit wegschlagen um durch Rennen von einem 'Mal' zum anderen punkten zu können. Nur komplizierter.

Alles klar?

Gespielt wird es nach eigentlich unverständlichen Regeln, wobei die ungeschriebenen Bräuche und Statistiken, die sich natürlich ständig vermehren, ebenfalls eine große Rolle spielen: warum hat Australien heute kein follow on gefordert? Weil bei einem Spiel 1981 ... undsoweiter. Muss man alles wissen. Sowas kann man sich nicht anlesen.
Oder nur sehr schwer.
Jetzt hab ich die Grundzüge des Spiels kapiert, aber wenn ich so ein Scoreboard sehe wird mir schwindlig. So schnell kann ich garnicht überlegen, was das alles heissen soll. Das bräuchte ich langsamer und zum Mitschreiben um es wirklich nachvollziehen zu können. Da trennt sich die Spreu vom Weizen.

Ach so, zurück zum Thema: Cricket ist ein Sommersport. Der natürlich auf allen Ebenen gespielt wird. Die Engländer haben's er funden, aber leider sind die ehemaligen Koloniesportler heute fast alle besser: In Indien ist es sehr populär, in Sri Lanka, Pakistan, West Indies und Australien.
Aber der für England wichtigste internationale Wettbewerb ist das jährliche Messen mit Australien, kurz 'The Ashes'. Warum das so heisst, ist eine sehr schöne Geschichte aber kann viel besser bei Ralf Sotschek in der taz oder bei Ronald Reng (weiß der das auch oder kann der nur Fußball?) nachgelesen werden.
Es handelt jedenfalls davon, dass die Erfinder des Spiels (England) zum ersten Mal in Australien gegen Australien (denen man das Spiel ja mühsam gelehrt hatte) verloren hat. Daraufhin wurden die wickets verbrannt, ihre Asche ist heutzutage die Trophäe, um sie wird jedes Jahr neu gespielt. Ausserdem erschien eine Todesanzeige in einer englischen Zeitung, das Spiel sei gestorben, mit einem Hinweis, wann die Asche zu Grabe getragen würde.
Der Austragungsort wird abgewechselt, mal in Australien, mal in England.
Letztes Jahr haben die Engländer zum ersten Mal seit fast 2 Dekaden wieder gegen die Aussies gewonnen. Zu Hause, in England. Ein Triumph.

Nun ist Revanche. Hat am Donnerstag in Brisbane begonnen, denn in Austalien ist ja jetzt Sommer. Das 'Ashes Turnier' dauert meherer Monate, alle paar Wochen wird von Donnerstag bis Sonntag (manchmal Montag), in verschiedenen Stadien und Städten gespielt, erst dann wird abgerechnet. Im Moment sieht es garnicht gut aus für die Engländer. Aber das sind sie ja gewohnt. Und es ist der Anfang. They can still win this!!

Leider wird 'the Ashes' seit diesem Jahr nur noch über pay tv übertragen, das ist schlecht. Denn am Radio versteht man wenig (hab ich schon erwähnt, dass die Fachbegriffe und Spielregeln nicht sehr einfach sind...?)
Ach ja, und dann singen die Cricketianer auch gerne 'Jerusalem', die heimliche Hymne Englands. Auch lustig. Und schön, wenn man ein wenig vom anderen Land versteht. Das macht Spaß.

Wo war ich? Ach so, ja, definitv Sommersport.

24.11.06

Zitat

why is it, that people who can't take any advice, cannot refrain from giving it?

James Bond

22.11.06

Filme

schon wieder häufiger im Kino gewesen, schöne Filme geschaut. Aber nur, weil Robert Altman jetzt gestorben ist, nehm ich mir die Zeit, doch zu posten. Schade eigentlich, oder?
Im Rahmen des London Film Festivals haben wir nämlich eines schönes SonntagAbends Ende Oktober einen Überraschungsfilm gebucht, und das war der 'neue' Robert Altman, "A Prairie Home Companion"; Tatort: eine berühmte Radiosendung eines US-Senders, die nach vielen Jahren zum letzten Mal aufspielt. Alte Bekannte waren dabei (zB Lily Tomlin, die Dame, die in Short Cuts den Geburtstagsclown - Tom Waits Partnerin spielt, Kevin Kline und Meryl Streep nicht zu vergessen), und es war einfach mal wieder toll zu sehen, wie gut, pointiert, amüsant, hintergründig Altman Geschichten erzählen kann. Ich weiss nicht, ob er mit dieser Einschätzung einverstanden wäre, aber mir gefallen seine Filme wirklich hervorragend. Und ich glaub' ich kauf mir heute endlich 'short cuts' auf DVD (trotz Andy McDowell, die ich garnicht leiden kann).

Letzte Woche habe ich übrigens noch einen sehr gut erzählten Film gesehen: Red Road. Eine schottische Regisseurin, die bereits als Retterin des britischen Films gefeiert wird, hat eine Geschichte sehr langsam und eindrucksvoll erzählt. Erst zum Schluss finden alle Fäden zusammen, die Bilder sind dicht, nah, mutig.
Ich fands super, obwohl ich zunächst Sorge hatte, die Überwachungskameras könnten gut wegkommen im Film - die werden hier im Land für meinen Geschmack nämlich viel zu unkritisch gesehen (die Protagonistin arbeitet als Überwachungskamera-Beobachterin ... wie heisst dieses Berufsbild offiziell? Irgendwas mit Security und Manager bestimmt). Aber das ist nicht der Fall.
Sehr guter Film, ich kann nur sagen: anschauen! und: hoffentlich schafft er den Weg nach Deutschland.

20.11.06

wir Händeschüttler

Gestern abend waren wir eingeladen. Ein Arbeitskollege von Herrn T hatte die Einladung ausgesprochen (nun kennen sie sich fast 2 Jahre, und da hat erfahren, dass wir wieder gehen. Die richitge Zeit für eine invitation).
Die Familie selbst kommt aus Sri Lanka, Mutter, Vater, 2 Töchter, 1 Sohn. Haben, bevor sie nach London gezogen sind, 8 Jahre in Aberdeen gelebt (die Frau erzähl fast schamhaft vom schottischen Akzent, den sie hätten, ich hör das nicht, vor allem keinesfalls bei ihren aufgeweckten, interssierten, klugen Kindern).
Neubaugebiet. Die Anreise ist viel einfacher, als wir es uns vorgestellt haben. Immerhin ist die Siedlung nicht 'gated', keine private security erwartet eine schriftliche Einladung. Ein schönes, neues, freistehendes Einfamilienhaus neben dem nächsten. Alle mit kleiner Zufahrt zur Garage, mindestens ein 4x4 steht dort (nicht in der Garage, da sieht ihn ja keiner).
Bei unserer verspäteten Ankunft steht der Junge (etwa 11 Jahre) oben am Fenster und erwartet uns. Herrn Ts Kollege begrüßt uns in der Einfahrt. Seine Frau erwartet uns an der Tür.
Was nun? Hand geben? In England durchaus beim ersten Treffen üblich 'nice to meet you'. Aber nur dann. Sie ergreift schon die Initiative und meine Schultern, zieht mich an sich, Küsschen rechts und links. Wie solls nur danach weitergehen? Ah, ich streck ihr doch die Hand entgegen. Sie ergreift sie.
Sehr nettes Gespräch, super leckeres Essen, wunderbarer Abend. Von ein paar Überlegungen abgesehen (ich kann mir grade noch verkneifen, zu erwähnen, dass sie nun wohl ihr erstes Weihnachten hier im neuen Haus feiern), stellt man nur immer wieder fest, dass es uns Immigranten doch allen irgendwo ähnlich geht.
Dann der Abschied: der Junge kommt noch mal runter (er ist der Nachzügler, trotzdem sagt die Frau zu mir, in Anwesenheit ihrer großen Töchter 'a boy, at last'), zum Verabschieden. Ich gebe wider besseres Wisen allen 'die Hand'. Das macht man eigentlich nicht in England. Aber ich kann leider irgendwie nicht anders.
Ich hab mal gehört, in Asien nennt man uns Europäer 'Großnasen'. Ob sie über die Deutschen sonstwo auch als 'Händeschüttler' sprechen?
Wir haben gestern abend wieder sehr viel gelernt: über Gepflogenheiten, über andere Kulturen, über die Fragen des Zusammenlebens, über das Problem anderer, weit weg von 'zu Hause' zu leben.
Genauso viele Fragen bleiben offen.
Man weiß ja so wenig.

17.11.06

Ärztehopping

Letzte Woche hatte ich Ärztebesuchstage.
Eigentlich kann ich sehr stolz auf mich sein:
Dienstag Kurznarkose, danach gleich noch zur Hautärztin: den suspekten Fleck habe ich zwar schon sehr lange, aber die Angst vor Hautkrebs hat mich nicht eben schnell handeln lassen...Gute Praxisorganisation, hab ich selten erlebt, super gelöst das Terminproblem, Chapeau!
Mittwoch also wieder hin, denn freundlicherweise hab ich sofort einen Termin bekommen. Wow! Das Ding ist weg!
Donnerstag wieder Ärztin Nr.1 besucht, Kontrolle und Therapiefortsetzung, mit Spannung wird das Ergebnis erwartet.
Freitag Vormittag Hautärztin Kontrolle (wenn Sie in 14 Tagen nichts von mir hören ist alles ok).
Dann schwebt noch ein Zahnarzttermin über mir. Ich und Zahnarzt. Ohne mindestens Rescue Tropfen geht da eigentlich garnix. Es gab Zeiten, da hab ich vor Zahnarztbesuchen Valium genommen. Eigentlich habe ich keine schlechten Zähne, es ist die Angst, der Geruch, der Bohrer, das Geräusch. Aber ich wollte mein neu ergattertes Bonusheft dieses Jahr mit einem Stempel versehen lassen (ein Zahnarzt, der einmal mein Vertrauen besaß, hatte mich mal in den Glauben versetzt, die Bonusheftchen gäb es nichtmehr - für mich der Freibrief, nichtmehr zur Kontrolle zu erscheinen. Dieser Irrtum wurde 2005 schmerzhaft korrigiert).
Der Freitagstermin war schon ein Zweittermin, ich hatte bereits einmal abgesagt. Nette Menschen meinten, ich dürfte aufgrund meiner Phobie und der Ärztquantität dieser Woche verzichten. Also hab ich mir ein Herz genommen, angerufen zum Absagen. Vorher noch ne Ausrede ausgedacht: ich schaff das nicht, hab mich in der Planung vertan, Zugverspätung.
"Ach", sagt die immer fröhliche Rezeptionistin oder wie das heisst 'Zahnarztpraxis-S-und-Dr.-B-mein-Name-ist-Dagmar-S-was-kann-ich-für-Sie-tun' am Telefon, "das macht doch nichts, dann kommen Sie eben erst um 13:15 Uhr."
Na toll. Ganz schön clever die Frau S. Ob sie's inzwischen an der Stimme hört wenn Leute sich Ausreden einfallen lassen? Zufall? Ist an meiner Akte ein Vermerk, dass man mich zwingen muss zu kommen? Oder war der Umsatz diese Woche so mau... Ich weiss es nicht.
Sehen wirs positiv:
Ich war dort. Die Frau Onkel Doktor hat garnicht gebohrt. Im Gegenteil, gelobt hat sie mich, was schlecht war, denn jetzt bleib ich erstmal wieder bei einmal Zähneputzen am Tag. Aber nicht weitersagen, ja?

Robbie W und die Gelassenheit

Eine meiner wertvollsten Memorabilia habe ich Depp an eine Freundin verkauft.
Hier ist die Geschichte dazu:
Vor 5 Jahren ist es mir gelungen, gemeinsam mit einer Freundin Karten für ein Robbie Williams open air Konzert im damals noch nicht umgebauten, Kölner Müngersdorfer Stdion zu ergattern.
Wir widmeten unseren Konzertbesuch zum Junggesellinnenabschied um, denn die Freundin hielt eine Woche später Hochzeit.
Wie wir vor dem Konzert noch an den diversen Ständen vorbeischlenderten, fiel mein Blick auf eines der legendären blauen, einem Fussballtrikot nachempfundenen T-Shirt mit der Rückennummer 8, die damals schon sehr schwer zu bekommen waren. Leider waren sie auch an diesem Stand nur noch in M vorrätig. Nun bin ich zwar nicht übergewichtig, aber eine etwas klein geratene Größe M passt mir trotzdem nur bedingt.
Anyway, ich war kurze Zeit später im Besitz eines solchen T-Shirts, Kult, aber mir spannt's. Eine richtige R. Williams Verehrerin (ich betrachte den Hype mit einer gewissen Distanz des Alters, hüstel, ausserdem mag ich seine Tatoos und die plumpe Gestik nicht), ist ca 20 cm kleiner als ich und auch mehrere Dutzend Kilo leichter. Wie gemacht also für das T-Shirt.
In einem schwachen Moment biete ich ihr die Übernahme des guten Stücks an, für eine zu verhandelnde Summe.
Sie gibt mir 20 Euro.
Ich bin einverstanden. Aber nur ca 10 Sekunden. Seither nagen die Zweifel und Vorwürfe in und an mir.
Hätt ichs doch behalten! Für so wenig Geld weggegeben! Das hätte auf dem Schwarzmarkt, bei ebay, garnicht auszudenken....! Einmal wage ich ihr von meiner Trauer über die getroffene Entscheidung zu berichten. Eine andere anwesende Person macht sich über mich her: Unglaublich, jetzt damit anzukommen, nun sei es zu spät (weiß ich auch), nicht rückgängig zu machen (will ich auch nicht, ich wollte nur von meinen Seelenqualen berichten, ein wenig die Wunden lecken, klar machen, was das für ein Geschenk war!).
Manchmal bereue ich es heute noch.
Bis ich am Freitag die Gewissensfrage im Süddeutsche Magazin gelesen habe.
Folgende Aufforderung könnte auch mir helfen:
"Anstelle konfliktträchtiger Aktionen hilft in solchen Situationen vielleicht mehr Gelassenheit, wie man vom großen Montaigne lernen kann: »Bei allen Geschäften, wenn sie einmal vorüber sind, ganz gleich wie, da bedauere ich nie, dass ich es nicht anders gemacht habe; der Gedanke, dass die Dinge so laufen mussten, nimmt mir allen Kummer; nun sind sie einmal in den großen Strom der Welt eingegangen.«" (s.ebenda)

aus Süddeutsche Magazin 16.11.2006 , die Gewissensfrage, R. Erlinger

16.11.06

Beim Schreiben meines Tagebucheintrags

ist mir gerade aufgefallen, dass Leute, die heute 45 Jahre alt werden, ein wirklich schön anzusehendes Geburstdatum haben.

Herzlichen Glückwunschan an alle (wie sagt man? Betroffenen?, Geburtstagskinder? Kandidaten?, Jubilare? 16.11.61er?), unbekannterweise!

(gilt allerdings nur für den europäischen Schreibstil)

PS: Natürlich könnten nun einige Schlaumeier (Schlaumaier, Schlaumeyer?) darauf hinweisen, dass dies zwischen dem 11. und 19.11 für alle Daten in ähnlicher Form gilt, aber ich bin nicht dieser Meinung. Mir gefällt 16.11.61 von allen am besten, obwohl ich eigentlich ungerade Zahlen bevorzuge. Owohl das in dieser Schriftart nicht so schön rauskommt. I6.II.6I ist noch schöner.

Übrigens wurde ich soeben während eines Telefonats darauf aufmerksam gemacht, dass ich doch jemanden kenne, der heute Geburtstag hat. Leider wird O. aber 'erst' 44. Und T. wird heute 30. Auch schön. Herzlichen Glückwunsch.

15.11.06

Noch 'ne Liste

Gerade kommt die Post, juhuu, heute ich Mittwoch, 'time out' Tag! Wir haben das wöchtentlich erscheinende Veranstaltungsmagazin abonniert und ich freu mich immer, wenn es durch den Briefschlitz plumpst.

Heute freue ich mich auch über das Titelthema: '101 things to do before you leave London'

Woher wissen die ...?

Anyway, ich mach mich gleich ans Abhaken, komme allerdings nur auf 14 'tick offs'.

Na sowas.
Wobei, viele Sachen hab ich fast oder so ähnlich gemacht: zwar bin ich nie in Hyde Park geritten, aber ich wusste dass es geht und hab immer nach Pferden Ausschau gehalten wenn ich durch Hyde Park spaziert bin - dafür hab ich mal ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk eingelöst, indem ich im Trent Park Equestrian Centre reiten war.
Ähnliches gilt für Bötchenfahren in Serpentine: da wollte ich mit der solarbetriebenen Fähre fahren, aber die kleinen Ruderboote hab ich mir immer sehr gerne nur angeschaut.
Eislaufen war ich auch schon, allerdings nicht in Somerset House, sondern beim ice rink in the Heath, das zählt ja eigentlich auch.

Natürlich sind auch viele Punkte dabei, die will ich garnicht gemacht haben (wie zB 'night fishing in Clapham Common' No 6, oder einen Anzug von Londons ältestem Herrenschneider No 88 - obwohl, als ich das erste Mal in diesem good ole English Toiletries Laden, ach was sag ich, Laden! Geo F Trumper, Curzon Street, Mayfair war, weil einer meiner damaligen Mitbewohner (wohlgemerkt so um die 20 Jahre alt) dorther immer seine Toilettenartikel bezog und sich mit Lavendel-after-shave-Puder und Brilliantine für die Haarpracht eindeckte...aber das ist eine andere Geschichte);

manches scheint mir zu weit hergeholt und nur als Werbung für Restaurants und Pubs gedacht;

manches weckt fond memories, (der Besuch im Shakespeare Globe Theatre No 15, der Gottesdienst an Heilig Abend in St.-Martin-in-the-Fields) und

manches steht wirklich noch auf meiner Liste:
- Besichtigung der Houses of Parliament No 47
- Billingsgate Market No 56
- die Duck Tour No 28(das hab ich erst vor ein paar Wochen verstanden, dass dieses Amphibienfahrzeug tatsächlich auch ein Stück des Wegs in der Themse zurücklegt)
- einmal Lord's besichtigen (zu einem 'watch a match' No 32 wirds wohl nicht mehr kommen)

Alles in allem stelle ich jedoch bei den Vergleichen nochmal fest, was ich eh schon wusste: wir haben hier viele und seeeeeeehr schöne Sachen gemacht! Und weiter gilt der alte Spruch: if you're tired of London you're tired of life.

Ja, und dann geh ich heute eben nicht wie geplant ins Kino, sondern mach mich gleich auf, um noch No 5 'get instant karma' abhaken zu können, und gehe mal zu Kyoto Gardens in Holland Park.

Bis dann!

14.11.06

how are you?

Da hab' ich gestern in einem thread bei den leos (das mit den links klappt leider immer noch nicht ***: http://dict.leo.org/forum/index.php?lang=de&lp=ende)
über kulturelle Differenzen zwischen Englisch - und Deutschsprachigen wieder einmal gelesen, dass eines der häufigsten Missverständnisse auf die Frage "How are you" folgen, denn niemand antwortet darauf mit einer Ausführung, wie es einem wirklich geht und es will auch niemand wissen (wir kennen das).

Heute passiert es mir zum ersten Mal in den doch inzwischen einigen Jahren auf der Insel, dass jemand mit 'nicht so gut' und sein Problem schildert!

An der Kasse im Supermarkt eröffnet der junge Kassierer den Bezahlvorgang mit: 'how are you', ich antworte, wie immer, mit einem 'I'm good, thanks, how are you' und als er mich etwas länger als üblich anschaut rechne ich wie sonst auch mit einer kurzen Ausführung übers Wetter oder Ähnliches. Nein, er erzählt mir, dass er 500 £ verloren hat! Das ist natürlich an sich schon schlimm genug, und während er so vor sich hinnuschelt, wie's passiert ist, überlege ich mir, wie ich jetzt am besten die Anteilnahme formuliere.
Als ich ihm am Schluss alles Gute wünsche verspricht er mir, nächstes Mal besser aufzupassen.

12.11.06

There's no taste like home


Ein Anblick, der mir im Sommer sehr gut gefallen hat, waren die Kölsch Vorräte, die sich im Keller des Restaurants Hugo's angesammelt haben, das zum Goethe Institut gehört. Dort (also im Goethe-Institut) war ich einige Male, um mir Fußballspiele während der WM anzuschauen. Natürlich habe ich auch gerne Früh-Kölsch getrunken (wenn auch zu astronomischen Preisen)
Leider habe ich, völlig unprofessionell, meine Kamera immer vergessen. Als ich jetzt, Monate später, extra nochmal hingefahren bin, war die Sommer- und damit die BiertrinkerHochzeit wohl vorbei, der Vorrat war ziemlich geschrumpft.
Aber egal.
Die Kombination aus echt englischem Schmiedeeisen und Bierkasten macht es, finde ich, aus:



Dazu noch ein kleines Geschichtchen, das ich vor einiger Zeit in einem Reisebericht gelesen habe:
Eine Familie aus München tauscht mit einer Familie aus York die Häuser zu Ferienzwecken. Per email werden Probleme und Fragen des Alltags während des Aufenthaltes geklärt.
Gegen Ende des Urlaubs schwärmt die Familie von der Insel nochmal davon, dass es so schön gewesen sei, und vor allem der Alkohl, das Bier so billig sei. Nun habe man brav alle Bierflaschen zum Altglascontainer gebracht, wisse allerdings nicht, was mit den Kästen passieren solle.
(Pfandsystem ist hier auf der Insel unbekannt...Vielleicht fielen mir die Kästen auch deshalb besonders auf.)

Probezeit

da bin ich in den letzten Monaten (schließlich blogge ich schon 3 Monate ... *angeb*) garnicht mehr so zufrieden gewesen mit den features, die mir blogspot so anbietet mit meinem Safari-Browser - liegt an mir, ich weiß - vielleicht bin ich auch in der Anwendung einfach sicherer geworden und wollte mehr (zB mal ein Foto von meinem computer aus einstellen, die Sache mit den Links lernen, bzw besser hinkriegen)

Kinderkrankheiten einer Neubloggerin, nehme ich an

Nach stundelangem Surfen und noch längerem Überlegen habe ich jetzt vielleicht eine Lösung gefunden...Mal sehen!

Dann dürfte auch genug sein mit den ständigen Punkten, obwohl, das gewöhnt man sich so an beim internetten Schreiben.
Das hier ist also quasi 'in eigener Sache'.

2.11.06

Schlagfertigkeit in 365 Tagen

Meine Mutter hat am 2. November Geburtstag.
Letztes Jahr war er rund. Da gab es ein großes Fest. Natürlich war ich auch da. Eine besonders unsensible Verwandte hat mir eine besonders unsensible Frage gestellt. Ein Jahr hab ich dran rumüberlegt.
Heute beim Duschen ist mir die gute Antwort darauf eingefallen...
Heute vor einem Jahr hätte ich sie besser brauchen können.

1.11.06

Reiseschnipsel

Im Reisebus auf dem Weg zum Flughafen macht uns Martin, der Fahrer, mit einem Mitreisenden bekannt, der auf dem Weg nach Helsinki ist: "it's the chaos, I'm after" erklärt er uns. Die einen sind train- oder planespotter (ein Hobby auf der Insel, das ich schon immer irgendwie bewundert habe, all diese nerds), er ist eben weatherspotter.

Die letzten Tage hat er im Internet eine Wetterfront beobachtet, die sich wohl ab Dienstag oder Mittwoch bis Sonntag als früher Schneesturm in Helsiniki auswirken wird. Er prophezeit uns ausserdem kaltes Wetter ab Mittwoch (das gilt wohl sowohl für die Reisegruppe aus Holland, die sich interessiert mit ihm unterhält, als auch für uns hier auf der Insel).
In Stansted angekommen bedankt sich Martin, der Fahrer dafür, dass wir wieder national express gewählt haben und freut sich, vor dem Schneesturm am Flughafen agekommen zu sein.
Nett!

Wir dürfen weiter gespannt sein. Ob wohl der Sturm an der Nordseeküste, über den ich heute bei Spon gelesen habe, was damit zu tun hat?
Kalt ist es hier jedenfalls inzwischen.

30.10.06

Tennis

Rasensport trifft es ja nicht so richtig hier.

Ich jedenfalls habe ausser in Wimbledon hier noch keinen richtigen Rasenplatz entdeckt (aber ich habe auch noch nicht richtig geschaut).

Brauch ich auch nicht, denn es gibt ja an jeder Ecke, also in fast jedem öffentlichen Park ein paar Tennisplätze. Hartplatz, that is. Aus echtem Beton. Macht aber nix. Hier kann jeder spielen. Manchmal muss man ein wenig Benutzungsgebühr bezahlen, auf manchen ist es umsonst (war früher auf unserem Platz in Ealing so, jetzt zahlen wir stolze 7£ pro Stunde).

Von echtem Vereinstennis haben wir abgesehen, hat uns so auch viel Spass gemacht.

Und gestern waren wir wieder. Der goldene Oktober hat nochmal zugeschlagen, da kann man doch nicht nicht Tennis spielen gehen, oders? Eben.

Das Bild hier ist vom vorletzten Mal, als ich dachte, dass ich jetzt alles festhalten muss, es könnte ja das letzte Mal sein.
Ist ja auch mehr ein Bild vom Ausblick, den man vom Tennisplatz hat.

Und ein weiterer Beweis (ohne Foto), dass das Regenwettervorurteil ein echtes Vorurteil ist.
Ich habe damals in Birmingham von September bis März einen Tenniskurs belegt. Der hat natürlich auch draußen stattgefunden. Und ist in der ganzen Zeit höchstens 2 Mal ausgefallen.
So'n Platz trocknet auch schnell wieder.

26.10.06

Ene Besuch im Zoo

Nä wat is dat schön! (Frei nach uns Willy...)

Gestern war ich zum Kürzestaufenthalt in Köln.
Es war ein richtiger Herbsttag, nicht zu kalt, aber sehr regnerisch, windig, ungemütlich.

Seit Kurzem habe ich eine Jahreskarte für den Kölner Zoo. Dort wurde ja vor einigen Monaten ein Elefantenbaby geboren (Marlar). Überhaupt, die Elefanten. Der letzte Coup des scheidenden Zoodirektors war es, mehrere Elefanten aus Thailand für Köln gewinnen zu können.
Das habe ich mir jetzt endlich mal genauer anschauen können, im (nicht mehr ganz so) neuen Elefantengehege.

Wir Jahreskartenbesitzer waren fast unter uns.
Das Gefühl, den Kartenverkäufer als bekannt zu grüssen, wenn man durch den Hintereingang 'nur mal eben schnell zum kucken' auf dem Weg vom Einkaufen bei Marlar und Co vorbeischaut, ist schon cool.
So wie das Wetter, aber das macht uns Hartgesottenen ja nichts (allerdings muss ich zugeben, dass ich trotz meines eigenen fortgeschrittenen Alters, das Durchschnittsalter ziemlich anch unten korrigiert habe...)

Da war sie also, die Riesenherde. Beeindruckend.
Ein schönes Gefühl, einfach so dort vorbeizuschauen.
Fast schon eine Gewohnheit, dabei das in der Metzgerei gekaufte belegte Brötchen zu essen.

Bindu, unsere Elefanten-London -Connection (er ist aus dem Londoner Zoo vor einiger Zeit nach Köln umgezogen) schien sich gestern auch ganz wohl zu fühlen. Jedenfalls hat er nicht wie sonst nur hospitalisiert hin-und -hergewackelt.

Und mich hats irgendwie froh gemacht, kurz dortgewesen zu sein.

Nä wat is dat schön


23.10.06

Vorraten

Manchmal wenn ich so in meine Schränke schaue, frage ich mich, woher ich das habe, dass ich manches in Massen ansammle. Da finden sich dann z.B. locker ein 2 kg (!!!!) Vorrat an Spätzle (für einen 2-Personen-Haushalt wohlgemerkt) und manches andere, das uns in der nächsten Zeit bestimmt nicht ausgeht.
Lange konnte ich meine merkwürdige Art der Bevorratung ja damit begründen, dass ich genug Platz hatte (zählt schon nichtmehr) bzw dass wir ja manche Dinge hier auf der Insel garnicht so leicht bekommen würden (stimmt auch nur ein bisschen... und am Beispiel der Spätzle schon mal gleich garnicht, denn die kann man ja soooooo leicht selbstmachen).

Anyway.

Kürzlich war ich bei meinen Eltern zu Besuch und hatte den Auftrag, etwas aus dem Vorratskeller zu holen.
Als ich den Nudelvorrat meiner Mutter sah, ist es mir sozusagen wie Teigwaren ins Abtropfsieb gefallen:





Also ich finde das eindruckvoll und bin beruhigt. Jetzt weiss ich endlich wo ich's herhab, und freue mich schon auf einen eigenen, richtigen Vorratskeller. Da mach ich das dann nämlich auch so.

21.10.06

Joyce

Gestern bei Selfridges habe ich Joyce kennengelernt. Sie ist 79 und lebt mit ihrem Mann seit 7 Jahren in London. Die Zeit hier verging wie im Flug. Nach der Pensionierung ihres Mannes sind sie hierhergezogen, weil Tochter und Sohn auch hier leben. Eigentlich sind sie von up North, born and bred aus Manchester. Aber ihr Mann war in IT und so sind sie oft umgezogen. Der Nachteil vom vielen Umziehen ist natürlich, dass man nirgendwo mehr so richtig hingehört, aber thank goodness lebt ihr Mann ja noch und sie leben zentral in einer sehr netten Nachbarschaft.
Sie sind nach dem Krieg auch mal mit der Quenn Elizabeth nach Amerika gefahren, das war ein Erlebnis! Man muss das alles abspeichern, es bleiben einem ja nur die Erinnerungen, aber die kann einem keiner nehmen!
Wenn man so nichts mehr zu tun hat könnte man ja den ganzen Tag nur mit Hausarbeit verbringen, aber man muss sich auch mal belohnen. Heute morgen hat sie Bettzeug gewaschen, und heute nachmittag schaut sie auf ihrem Weg zu Laura Ashley (ist ja mid season sale, vielleicht findet sie was) auch mal bei Selfrigdes vorbei.
Diese Tassen sind ja so schön! Aber hat man nicht schon genug Tassen? Fragt sie mich, die auch genug Tassen hat und sich soeben 2 weitere ausgesucht hat und noch unschlüssig ist. Diese hier sind ja mehr für Kaffee, und sie kann ja ihrer Tochter nicht immer Sachen von ihren Streifzügen durch die Stadt mitbringen...
Gegen Ende dann: what's your name? My name is Joyce, you don't hear that name very often these days, do you.
Anyway, it was very lovely meeting you, and now you can think of me every time you use your mugs! I will.

Natürlich habe ich mir die Tassen gekauft.

Hinterher findet man solche Begegnungen ja manchmal befremdlich. Aber ich bin fest entschlossen, Joyces Aufgeschlossenheit und unsere kleine Plauderei unter 'schöne Erinnerungen' abzuspeichern.

18.10.06

was ich auf dem Kontinent vermissen werde #2

Countdown

man darf mich in diesem Zusammenhang gerne für eine nerd halten, ich find die Sendung in Maßen genossen großartig.
Und ganz besonders heute, wo ich beim Bügeln wieder mal geschaut habe und zum ersten Mal 2 (!! in Worten zwei!!) 8-letter-words gefunden habe! Das ist sonst wirklich nicht meine Art, eigentlich komme ich höchstens mal auf 5-letters und bei numbers klappts manchmal auch ... wunderbar!


Ist eine ausführliche Beschreibung von countdown (da/da da/da dadadadaaaaaaaaaaaaaada) nötig? Ich überlege noch. Das Bild, das ich hier eingefügt hatte, hab ich als Neuling, der nix falsch machen will, lieber wieder entfernt...hier kann man sich über die show schlaumachen und die schönenen Bilder selbst anschaun; just to be on the safe side.

Ach so, ja. Die nachzutragenden Neuigkeit ist, dass Des O'Connor neuer host wird. Wer's wissen will...
Das macht den Umzug dann doch weniger schlimm...

17.10.06

Italy vs Switzerland

Habe grade einen eigentlich typischen channel5 afternoon movie 1980er Film mit Tyne Daly (ja die, deren Namen man nicht kennt, aber die durch Cagney&Lacey bekannt wurde und heute die Mutter von Judging Amy spielt) gesehen, 'kids like these' in dem es um -in hollywood Manier aufgearbeitets -Leben mit geistig behinderten Kindern (hier down syndrome) geht.
In einer Rede stellt Daly einen Vergleich her, der mich angesprochen hat und den ich auf meine Situation etwas umgeschrieben habe:

Du hast vor, nach Italien zu fahren. Freust Dich, hast schon ein paar Bücher darüber gelesen, Dich vorberbereitet. Andere waren schon dort und schwärmen Dir vor.

Du fährst los, kurz vor der Schweizer Grenze geht das Auto kaputt. Na ja, halb so schlimm, die Werkstatt versichert Dir, dass Du damit weiterfahren kannst, ist nichts ernstes. Du erzählst es anderen, die beruhrigen Dich und geben gute Ratschläge, Du solltest eben vorsichtiger fahren und dir mehr Zeit für die Reise nehmen.
In der Schweiz geht das Auto endgültig kaputt. Du stecktst viel Geld rein, versuchst alles, wechselst die Werkstatt, noch ne Rechnung, es nützt nichts. Keiner weiss genau was los ist, aber es ist klar, Du schaffst es nicht nach Italien.

Du magst die Schweiz, irgendwie, aber es ist eben nicht Italien. Du willst hier nicht sein. Steckengebliebensein.
Nach und nach entdeckst Du, dass die Schweiz wirklich schön ist, Dir gefallen die Berge und alles.
Aber Du weisst, dass Du nicht in Italien bist, wo du so gerne hinwolltest.

Zusätzlich erzählt Dir die ganze Welt, dass sie soeben aus Italien zurückkommt, was sie dort alles tolles erlebt hat, wie schön es dort ist. Und Du bist traurig, denn auch Du hattest Italien gebucht.
Und wieder geben Dir die Leute, denen Du erzählst, jetzt in der Schweiz zu sein, vermeintlich gute Ratschläge: wie schön es dort sei, wie man sich nur darauf einlassen müsse. Dass Du auch nach Italien willst hört sich wohl in ihren, und auch fast in Deinen Ohren schon eigennützig beharrend an. 'Kann sie sich nicht endlich in der Schweiz einleben, was hat sie denn, hier ist es doch so toll!
Tut uns leid, wir haben keine Zeit mehr, müssen weiter, nach Italien!'

So lebst du in der Schweiz, es gefällt Dir, aber die Trauer, nicht nach Italien zu kommen, ist trotzdem immer präsent.

Listen

Ich mache gerne Listen. Zu allem möglichen. Mir gefällt auch das Stöckchen-Spiel in der Blogwelt wegen seiner listenartigkeit sehr (allerdings will ich aus Gründen, die mir selbst nicht bekannt sind, noch kein Stöckchen fangen. Kommt noch)

Ich weiss nicht so genau, wann das mit den Listen angefangen hat. Veilleicht als ich mir endlich zugestehen konnte, dass ich mir kleine Zettelchen zum Einkauf schreiben darf (man vergisst ja sonst allerhand und bemerkt dies erst zu Hause).

Ich mache für alles mögliche Listen.
- Welche Pflanzen ich mal in meinen Garten haben will (sollte es je soweit kommen).
- Was in den nächsten Monaten zu tun ist.
- Lieblings -Namen, -Schauspieler, -Filme -Bücher undsoweiter.
- Geschenkelisten -wer kriegt was (daran muss ich allerdings noch arbeiten.... es kommt selten vor, dass ich diese Listen dann zu geeignetem Zeitpunkt finde...)
- Wunschlisten aller Art.
- Einkaufslisten verschiedenster Art.
- Aufgabenlisten verschiedenster Art.
- Pro- und contra- Listen aller Art (Wohnung, Schuhe, was man sich so vorstellt...)
- Themenlisten verschiedenster Art.
- Geschenkelisten aller Art - wer kriegt was wann. Daran muss ich allerdings noch arbeiten. Jetzt wirdsie wieder aktuell, als Weihnachtsgeschenkeliste, aber auch sehr volatil. Wo ist die Liste, wenn man sie braucht? und: wird es je gelingen, endlich mal wirklich sofort den Gedanken bzw die Geschenkidee aufzuschreiben, auch wenn es ein Weihnachtsgeschenk sein soll und wir den, sagen wir, 3. Januar schreiben?... so viele Fragen...

Womit ich bei den Problemen zum Thema Listen wäre:
Denn leider ist die Lebenszeit der meisten Listen kurz: sie verschwinden entweder, weil ich sie für überholt halte (meist sind sie dann noch nicht oder nur teilweise erledigt), oder weil sie durch neue Listen ersetzt werden.

Viele gibt es nur als "note to self", nicht niedergeschrieben. Schade eigentlich. Das ist übrigens dasselbe mit den Briefen, die ich kurz vor dem Einschlafen im Kopf vorschreibe, aber leider nie niederschreibe oder gar abschicke. Oft sind ganz hervorragende Gedanken und Formulierungen dabei, mit denen ich äußerst zufrieden bin, die mir aber am nächsten Tag nichtmehr einfallen. Das ging mir natürlich auch so, während ich meine Magisterarbeit schrieb.
Aber das ist jetzt wirklich ein anderes Thema.

Hier auf der Insel macht man ja sehr gerne Listen. Es ist geradezu institutionalisiert, Listen zu machen. Ohne Listen keine Bücher (s. High Fidelity - vielleicht ist gerade durch Rob das Listenmachen in mein Bewusstsein gedrungen? Wenn ja, war es allerdings eher erstmal nerdig)
Spätestens durch die Listen-Filmchen im englischen Fernsehen, gerne später am Sonntag Abend wurden die Listen bei mir etabliert.
Vorgestern wieder mal die 100 besten Pop- und Rock-Alben. (Radiohead auf Platz 1 ist allerdings ohne mein Einverständnis dorthin gekommen. Macht nix, hab ich meine eigene Liste für)

Es gibt die ganzen Listen ja jetzt auch in Buchform: 101 places/books/films/things you have to visit/read/watch/make before you die. Gibts glaub ich jetzt auch schon auf Deutsch und bringt uns so die Liste näher. Oder etabliert sie endgültig.

Ich habe grade wieder eine angefangen mit den Kategorien "was noch zu sehen ist in London bevor wir gehen" und "was wir immer machen müssen wenn wir London besuchen werden". (Schluchz)

10.10.06

jetzt wird doch noch alles gut

seit gestern abend unterwegs. Heute morgen um 7:00 aus dem Haus, 90 min zum Flugplatz unterwegs (Nebel schon auf dem Weg, idyllisch herbstlich neben der Autobahn auf den Feldern gelegen). Um den Flugplatz leider auch (ich will ungerechtfertigterweise immer Flughafen tippen aber das trifft es jetzt wirklich nicht).
Flug erst auf unbestimmte Zeit verschoben (man ahnt es, Nebel - wobei: kann mir mal ein Flugzeugbegeisterter erklären, warum die im Dunkeln aber nicht bei Grau landen können?), dann gecancelt. Aber immerhin Glück im Unglück weil Billiglinie aus Kulanz Umbuchung angeboten. Abflug also statt 9:55 18:55. Macht ja nix. Hab ja ne nette Begleitung und ein bisschen Arbeit dabei.
War alles eher halb so schlimm, but what made my day ist, dass ich nach all den Jahren ohne aktuell lebenden Lieblingsschauspieler glaube, endlich wieder einen gefunden zu haben.
Matti Pellonpää rückt auf in die all time best Liste und wird abgelöst von Timothy Spall. Jetzt heisst es nur schnell bei Amazon noch alles von ihm bestellen, incl Harry Potter.
Yippih.

5.10.06

gestern am Flughafen

hat die Frau vor mir bei Starbucks am "milk and sugar's over there"-Schränkchen ihren grande Tee (das Beutelchen schien ein extra-langes Seilchen zu haben) mit vieeeeeeeeeeeel Milch und Zucker bestückt.

Tee?
bei Starbucks?
hat das sonst schonmal jemand beobachtet?
gibts das bloß in England?
oder war ich einfach zu übermüdet und fand das deshalb strange?

4.10.06

englischer Humor

ist schon ein Weilchen her. In den Abendnachrichten im Fernsehen wird ein neues high-tech-Mobiltelefon vorgestellt. Auf der Oxford - oder Regent Street wird eine Blitzumfrage zum Telefon bei Passanten gemacht. Als letztes gerät der Reporter an einen Menschen mit deutlichem, ausländischen Akzent (ich meine, einen deutschen Akzent herausgehört zu haben).
Reporter: what do you think of this new mobile?
Passant: too much buttons.
Reporter: you mean too many?
Passant: no, too much.
Ende des Beitrags...

2.10.06

Ben Wilson und das Kaugummi





Darf ich vorstellen: zwei der Kunstwerke von Ben Wilson, Künstler aus North London. Etwas umstritten zwar, aber von mir und anderen hoch geachtet. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Kaugummiflecken, die durch auf die Strasse fallengelassenes (und wohlgemerkt vorher gekautes) Kaugummi entstehen, zu bemalen/künsterlisch zu gestalten.
Ursprünglich war sein Plan, alle Kaugummis von seinem Wohnort in Nord-London bis ins West End (also von High Barnet bis in die Innenstadt, und das ist garnicht mal so nah) zu bemalen.
Leider hatte er zwischendurch Stress mit verschiedenen local councils, also Gemeindeverwaltungen bekommen, die meinten, er beschädige öffentlichen Besitz. Die Klage wurde fallengelassen, der Vorsatz allerdings auch. So sieht man ihn an verschiedenen Stellen, erkennbar an seinem mobilen Brenner (ähnlich derer, die die echten Hobbyköche in der Küche zum creme brulle herstellen verwenden) und an seiner mit tausen Farbflecken übersäten Signaljacke, und verschönert die Gehwege mit seiner Kunst.
Ich hatte kürzlich das Vergnügen, ihn zu treffen, und hab mich ein wenig mit ihm unterhalten. Ich wusste nicht, dass er auch Auftragsarbeiten erledigt. Bestimmt findet man inzwischen irgendwo in Highgate Village einen bemalten Kaugummiflecken, praktisch von mir gewünscht. Leider weiss ich nicht genau wo, bzw habe Ben die künstlerische Freiheit gegeben, den Fleck auszusuchen. Ich freu mich, und mach mich bald mal auf die Suche danach! Man geht doch nicht so unachtsam den Gehweg entlang, und man wird öfter fündig als man denkt.

Die beiden hier gezeigten Bilder stammen übrigens aus Muswell Hill, direkt am roundabout zwischen Kirche und Sainsbury, auf der Seite gegenüber der Kirche. Das erste malte er gerade, als ich ihn traf.

Children Of Men

Sonntag abend im Kino gewesen.

Ich mag eigentlich keine Sci-Fi movies.
Ich liebe Sir Maurice Micklewhithe ("you're only supposed to blow the bloody door off"), besser bekannt als Michael Caine.
Ich habe das Buch nicht gekannt oder gelesen (sonst hätte ich mir den Film wahrscheinlich auch nicht angeschaut).

Zu Beginn des Films dachte ich, dass mir die Idee und die Zeichnung der Zukunfts-Gesellschaft sehr gut gefällt und war neugierig, ob dies auf gute Weise durchgehalten würde oder zum Ramsch-Film verkommt.
Um es kurz zu machen: Es wurde durchgehalten.
Es war zwar nicht der beste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe - und es ist ja auch noch nicht vorbei, das Jahr, aber einer der guten.
Vor allem viele Einzelheiten haben mir sehr gut gefallen, da hat man sich echt Mühe gegeben: die Tate Modern als Ministry, eingebaut die Aussicht auf Bankside Power Station inclusive fliegendem Pink Floyd Schwein (was die Jüngeren Kinogehenden unter uns natürlich nicht verstanden haben...überhaupt, die Mit-Zuschauer: als all die jungen Menschen mit uns in denselben Vorführraum gingen hatte ich schon Befürchtungen, ob wir den richtigen Film ausgesucht hatten) Picassos Guernica in der heilen Welt hängend, die fast liebevoll gestaltete Pinnwand bei Jasper ('don't invade Irak' und die Todesanzeige von Bobby More, auf die mich allerdings Schatzus aufmerksam gemacht hat) undsoweiter.

Später allerdings wurde der Film mir zu brutal. Ich kann mit sowas schwer umgehen. Und ich bin auch nicht sicher, ob das nötig war. Unter der Gewalt wurde jedenfalls deutlich, dass weder das Ansinnen der vermeintlich Guten noch das der "Herrschenden" wirklich angemessen war. Mir wars sowieso zuviel und dem Film hat es sicher nicht mehr Tiefe verliehen.

Der Schluss war ok. Hätte nicht anders sein dürfen.
Bin mal gespannt auf andere Kritiken.

Träume sind Schäume?

Der Traum:

ich sitze mit Herr T in einer Art Gondel.
Gegenüber fremde Mitreisende.
Etwa vier Plätze sind noch frei. Diese werden kurz vor Abfahrt des Gefährts (könnte auch eine Seilbahn gewesen sein) von weiteren Menschen besetzt. Ich erkenne die ältere Dame mit dem Kopftuch sofort. Sie setzt sich neben Herr T. Eine jüngere nimmt mir gegenüber Platz.
Bald beginne ich mit der Frau gegenüber zu plaudern, ihr auf englisch zu ihrem Weltmeistertitel im Eventing zu gratulieren. Die übrigen Mitreisenden verstehen immer noch nicht.
Herr T unterhält sich angeregt mit seiner Nachbarin, ich bin mir nicht sicher, ob er auch verstanden hat und versuche, ihm Zeichen zu geben.
Sie lobt ihn für sein gutes Englisch (hätte ihn fast für einen native speaker gehalten), spricht sogar etwas deutsch mit ihm. Später schenkt Herr T ihr unseren (meinen!) tollen Füller, den ich eigentlich von ihm zu Weihnachten bekommen hatte - sie hatte das Schreibgerät anerkennend gelobt. Im Gegenzug schenkte sie ihm einen einfachen Kuli, der hatte allerdings den Queen Elizabeth II. Schriftzug. Endlich verstanden auch die anderen Mitreisenden.
Man verabschiedet sich.

Zur Erklärung:
Kürzlich bin ich in Barcelona mit der Seilbahn über die Stadt geschwebt. Hat mich wohl beeindruckt.
Wir leben in 'der grossartigsten Stadt der Welt', ziehen aber bald um. Herr T hat vor ein paar Tagen seinen neuen Vertrag unterschrieben und ich hab mir Gedanken gemacht, ob er auch einen ordentlichen Stift dabei hat.

War wohl eine Art Abschiedsgeschenk von Mr. Freud.

Danke!

30.9.06

Das erste Mal

So.
War ja doch ganz einfach.
Jetzt ist es also soweit.
Hallo.
Ich in der Blogwelt.
Alle anderen sind natürlich auch willkommen.

#wmDedgT Oktober 2024

  Frau Brüllen fragt das Internet  'was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Ha...