er steht vor mir
mit einer frau
und sagt
dann er
verlasse mich
und ich trauere
nur
um die frau
denn diese frau
die bin
ich
Traum
trauermarsch
da defilieren
sie alle
durch meine träume
nur um mich
zu verlassen
und du
als randnotiz
zum defilee
auch du
könnte man müdigkeit
weinen
ich ertränke im
tränenmeer
fortsetzungstraum
da war er wieder dieser mann
der ach so gut singen kann
konnte jedenfalls früher noch
als alle jung und es
nach abenteuer roch
nun sind alle an diesem fest
der letzte verbleibende lebende rest
wir feiern geburtstag wie letztes jahr
doch diesmal will er nicht singen
der superstar
er setzt sich an den tisch und will reden
will mit den gästen in kontakt treten
und ich erinnere mich wie ich noch langhaarig
getanzt vor zwei jahr und als alle entzückt
vor einem ich ganz verschmäht mich gebückt
und unterm tisch ein paar skizzen in meiner
verschwitzten hand zerknüllt als er am tisch
den gästen enthüllt wie kreativ er auch
mit stift und feder und dass eigentlich jeder
der will der kann der sein will kann
und wie ich gesehen werden wollte
und alle sich an seinen worten laben
hörig auch nun ihre heftchen aufschlagen
während er vor seinem skizzenbuch referiert
die runde am tisch ihn gespannt fixiert
stelle ich fest mein buch ist nass
die seiten durchweicht kleben verpappt
und denke mir so schlimm ist das nun nicht
so wichtig kann er nicht sein
jeder kleinste beweis von idee und sinn
dass ich da war dabei bin und dass ich bin
und ich reisse alle nassen seiten raus
da löst sich plötzlich die runde auf
die andacht ist vorbei die gesichter zerfallen
allen habe es wie immer sehr gut gefallen
der zauber ist weg und die kälte wird gross
alle suchen ihre kleider alle müssen nun los
der star packt zusammen entgeistert verstört
auch er blieb heute ungehört
der letzte bus und wir sind schon spät
draussen liegt schnee eisiger wind der weht
alle rennen stolpern fliehen
nur ich kann kaum gehen
gelähmt schleppe ich bein vor bein
ich werde bestimmt die letzte sein
da steht schon der bus und alle sind drin
komm schon komm mit uns
ich will da nicht hin
gehöre nicht mehr dazu
in diesen kreis
der langsam vergeht
der sich jedes jahr
nur um sich selber dreht
inangriffnahme
genug gehadert
geklagt
geweint genug
wirr geträumt
müll ausgeräumt
genug geregnet
gestürmt und
geschwankt
genug gelesen
genug gewesen
alles schwer
das reicht
jetzt leicht
gopf
wenn mir
mal
wenn mir
verdammt noch
wenn mir doch
mal einer
gesagt hätte
wie schwierig es
wie schwierig
sein ist
hätte ich vielleicht
früher
hätte entschieden
nicht erst zu
werden
wenn er nicht kommt
diese nächte
in denen er nicht kommt
diese langen lauen
kalten
nichtenden
wollenden nächte
funkelschwarz
in denen er nicht kommt
in denen ich wach
liege und wachend
warte
mich treiben lassend
darauf warte
abzusinken
aber immer nur kurz
ein wenig eintauche
bloss um gleich wieder
nur sanft umspült
auf der oberfläche
ausgespuckt
vom schlaf
der da einfach nicht will
mich nicht umarmen
will weil ich warte
wachsam
weitertreibend
in dieser nacht
in der er nicht kommt
interpretation
geträumt
du verkaufst
ohne zu fragen
einen text von mir
ungelesen von dir
blindes vertrauen
meinst du
anmassend
ich
traum
eingekuschelt
nahe der wand
krabbelte mir
eine spinne
über die hand
und ich riss
oh schreck
panisch
die decke weg
und andere
aus dem schlaf
da half kein schaf
gehupft wie gesprungen
der start in den tag
war suboptimal
gelungen
albträume
weitergegeben
an meine leser
sorry aber auch
das war geplant
das ihr
der figur
folgen müsst
vorbei
nervös
befürchte ich nur
das schlimmste
träume dunkel
alb und druck
wochenlang
übel ist mir
trotz freude und
schwere doch
nachher nicht leichter
nur leere