verbrannt

ich bin das feuer
du der zunder
kommst du mir
nah bezahlst
du es teuer

wärm dich an mir
doch reicht mir das
nicht mit haut und
haar verschlinge
ich dich

zusammengehören
zu zweit betören
verstören beschwören
verglimmen zerstören

ich bin das feuer
du der zunder
bist du nicht weit
züngelt es munter

getrennt nun erlischt
das feuer im regen
wann wird der qualm
sich endlich nun legen

da noch ein glimmen
schon wird es kalt
nie mehr so brennen
zuviel verkohlt

du warst mein feuer
und ich war dein zunder

verbrannt

scheinschimmern

welch schöner abend
zu zweit flackerndes licht
einer erinnerung gleich
tanzt auf deinem gesicht
so nah für kurze zeit
wie geplant gesponnen
ausgesonnen

bis die sonne licht ins
dunkel zeigt knoten
verwicklung umgarnen und
feuerfurchen tief sie
warnen
vor verstrickung

kommt der stein ins
rollen ins wasser und wellen
ziehn kreise das bild
zerfällt leise rinnen
tropfen langsamer los
lösung

die flackernden flammen
im wasser ganz nah welch
schöne erinnerung
nicht mehr
ein schöner abend
ein schöner
schein

scheinschimmern