Posts mit dem Label seele werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label seele werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 10. Dezember 2017

Mentale Stärke und mentale Einstellung

Das ist etwas, wo ich mich immer wieder auf Kurs bringen muss, denn da schwächle ich schnell. Ich bin leicht zu entmutigen und zu erschrecken -- und damit kämpfe ich nach wie vor. Der Alarmzustand ist meine zweite Natur (gewesen). Mental bauen sich innert Minuten ganze Berge, nein, eher ganze Gebirgsketten, vor mir auf und diese scheinen mir dann unüberwindbar. Die Gedanken beginnen zu kreisen und Schreckensszenerien erscheinen vor meinem inneren Auge. Bald darauf reagiert der Körper -- und der Stress wird auch physisch spürbar. Ich erkenne das jetzt deutlich. Ich lebe nicht mehr in dieser diffusen Angst- und Stresswolke, bin nun präsent und wach.

Und ich erkenne auch, dass ich (eigentlich) jederzeit einen Schritt zurücktreten kann -- oder mehrere, um zu prüfen, was ich nun tun kann und will -- und wie ich das Szenario für mich entschärfen kann. Und ob ich mich wirklich den Alptraumszenarien hingeben will, diesem Strudel aus Altlasten und erschöpfenden Gedankenketten.

Will ich nicht! Eben.

Den Fokus anders ausrichten. Ich kann mir Mut machen und meine Optionen nun prüfen. Allenfalls kann ich jemanden anderes zuziehen, auch einen Fachmenschen, um eine andere Sicht oder eine nötige Hilfe zu bekommen. Und ich kann schauen, dass ich zur Ruhe komme, dass mich die Schreckgespenster nicht aussaugen.

Es ist ein wirklich schmaler Grat vom Ändern meiner momentanen Einstellung zu diesem seltsamen "Positiven Denken", dem ich äusserst skeptisch gegenüberstehe. Es nützt nichts, über die Alpträume einfach einen schönen Teppich zu legen. Das ist das, was mich daran stört.

Ratlosigkeit, Schrecken, Stress, Schicksalsschläge, Ängste und andere Probleme des menschlichen Lebens muss man manchmal einfach als solche benennen (dürfen) um damit klarzukommen. Es gibt einfach Dinge im Leben, die schwer sind, für mich, für andere -- und ich möchte nicht zu allem und jedem im Leben immer Lächeln oder Lachen aufsetzen oder anderen dazu raten "es doch positiv zu sehen".

Mentale Stärke kommt für mich auch aus dem Nachgebenkönnen, mich neu orientieren zu können, wenn ich feststecke. Dazu gehört auch, mich immer wieder selber aus dem Sumpf zu ziehen. Meine Vorhaben in kleinere Etappen unterteilen zu können, wenn die Wegstrecke zu lang ist, ist da ebenfalls mit dabei und die Möglichkeit haben, einen anderen Weg einzuschlagen als ich eigentlich mal vorgesehen hatte. Das habe ich gelernt.

Vieles ist in Bewegung gekommen ... und das ist gut so.





Sonntag, 1. Oktober 2017

Herbstfarben (durchmischt)



Bereits in den Ferien begann es bei mir seelisch schattiger zu werden. Der alljährliche Herbst-Stimmungsumschwung ... hin zu mehr Tiefe, Substanz, aber auch hin zu mehr schweren Gedanken. Dann kam noch eine heftige emotionale Knacknuss für mich hinzu. Seither bin ich in verhaltener Stimmung.

Für mich da sein. An guten wie an schlechten Tagen. Damit aufhören, das was ich habe schlechtzumachen, sondern es aufwerten -- die schwereren Stimmungen akzeptieren ohne sie runterzuspielen oder zu dramatisieren. Mich nicht gegen den Fluss meines Lebens stellen.

Ein schöner Moment, in dem ich kürzlich merkte, dass ich genau das Leben lebe, das ich immer wollte: Keine eigene Familie. In einer festen Beziehung lebend, in der beide frei sind. Selbstbestimmt. Selbstverantwortlich. Ohne grosse Sachzwänge. Keine grossen finanzielle Wünsche. Das fühlt sich ganz nach «Ernte» an. Ein schönes Gefühl mit Ende Dreissig.






Samstag, 15. Juli 2017

Klarheit, Bedürfnisse und das gewisse MEHR im Leben

Bewusst eigensinnig
Es passt mir einfach manches nicht mehr. Was ich vorher nur diffus als unangenehm oder unpassend wahrnahm, so als Info nebenbei, wird jetzt ganz KLAR fühlbar und sichtbar für mich. Mit der neuen Klarheit kann ich mich besser entscheiden: WILL ich dieses oder jenes in meinem Leben haben?

Weil ich mich besser und deutlicher wahrnehmen kann, wird das Leben leichter, fordert aber auch zur Konsequenz auf. 

Es kann sein, dass wenn eine sich entwickelt, sie etepete wird. Oder besser; nach aussen so WIRKT. Entschiedener auf jeden Fall und selbstsicherer -- und damit manchmal unbequemer für andere. Die Spreu scheidet sich vom Weizen, auch im zwischenmenschlichen Bereich. Darauf, dass ich nicht komplett zum Einsiedlerkrebs werde, achte ich. Manchmal bin ich im Alltag einfach zu ausgelastet um auf andere Menschen richtig eingehen zu können. Das ist mir sehr bewusst. Ich bin ein eher egozentrischer Mensch. Zu sehr spielen manchmal eigene Bedürfnisse die Hauptrolle. Da ich mir klar darüber bin, arbeite ich daran, zwischendurch innerlich ruhiger zu werden, damit ich auch mein Gegenüber besser wahrnehmen kann. Ich selber zähle und darum will ich auch den anderen zählen lassen. Daran arbeite ich. Noch ruhiger zu werden im sozialen Kontakt.

Raus aus der Entweder-oder-Falle
Menschen in Gruppen waren auch noch nie mein Ding. Zwar kann ich jetzt auch in Gruppen besser bei mir bleiben, aber anstrengend finde ich es nach wie vor. Zu viel Impulse, zu laut! Ich behalte mir vor, zB bei einer Feier früher heimzugehen als alle anderen. Weil bei mir bereits früher GENUG ist als bei anderen. Nicht alle verstehen das. Aber ich argumentiere bei Fragen nicht mehr lange rum oder fühle mich schuldig, sondern sage recht deutlich und bestimmt, dass es für mich so stimmt. Die Scham ist weg. Und ich bin aus der Entweder-Oder-Falle raus: Entweder ich oder die anderen. Beides hat Platz. Ich kann in Gesellschaft sein -- und ich kann meine Ruhe haben. Nicht gleichzeitig, aber nacheinander ;)

Ich will MEEHR!
Je besser es mir geht, desto klarer wird mir auch, dass ich noch tiefe Sehnsüchte in mir habe, denen ich nachgehen muss. Ich habe sie tief genug vergraben, um nur gelegentlich von ihnen gestört zu werden. Auf Dauer geht das natürlich nicht. Ich habe mir an der Umsetzung meiner Träume mehrere Male komplett die Pfoten verbrannt,  und daher bin ich vorsichtig geworden. Das hat mich Resignieren lassen. Ich habe zuviel Energie reingesteckt. Mir wird nun nach und nach bewusst, woran ich gescheitert bin, ich will mich dem stellen. Darüber schreiben will ich gerade nicht.

Sehnsüchtig -- und doch selbstfürsorglich sein
Eines wurde mir dabei klar: Wenn ich aus reiner Bedürftigkeit heraus handle, ist die Gefahr grösser, in die Falle zu gehen. Je brennender eine Sehnsucht ist, desto mehr bin ich bereit, über meine Grenzen zu gehen. Doch je mehr ich mich kennenlerne, desto besser kann ich auch meine Beweggründe verstehen. Wenn etwas brennt, kann man es auch mal so lange brennen lassen, bis der Kopf wieder klarer ist. Ganz ohne Verstand kann und will ich nicht leben.

Beides, Kopf und Herz in Einklang zu bringen, scheint mir ein gangbarer Weg um zu diesem MEHR im Leben zu kommen!

Donnerstag, 6. Juli 2017

Die Schönheit der Seele / Die Liebe

Nach gesellschaftlichen Normen bin ich nicht schön, ja, die meisten Menschen entsprechen diesen Normen nicht. Manchmal ist die Angst da, dass das Geliebtwerden-Können und LIEBE von äusseren Faktoren abhängig sind. Ist es nicht. Äusserliche Schönheit und die Kraft des Körpers -- beides vergeht. Doch die Liebe ist unvergänglich, weil die Seele unsterblich ist. Wenn in einem Menschen die Seele leuchten darf, ist dieser Mensch schön, denn die Seele ist pure Schönheit. Und Liebe ist IMMER da.

Donnerstag, 4. August 2016

Traurigkeit



Ich weiss nicht genau, welchen Moment sie genutzt hat, um einzutreten, nun ist sie da. Die Trauer.

Ich lebe nicht das Leben, das ich gerne leben möchte. Was mich gerade schmerzt. Es fühlt sich stumpf und abgenutzt an. Und ich weiss, dass ich das JETZT ändern muss, beginnen muss, das zu ändern. Weil es sonst weiter runter geht.

Ich will mein Leben nicht ewig auf "später" verschieben (wenn ich noch "stabiler" bin etc. haha) und immer vernünftig sein (ja nur nicht übertreiben), stets mit allem und jedem Mass halten, nur weil ich ein paar seelische Handicaps habe. Ich verzichte bereits auf genügend Dinge/Events/Aktivitäten, weil ich weiss, dass diese mir schaden oder die Zeit bei mir noch nicht reif ist dafür.

Die seelischen Handicaps/Altlasten schränken mich zwar ein, doch ich will mich trotzdem nicht aufhalten lassen. Ich möchte mich endlich wieder mal richtig lebendig fühlen. Mit der Vergleicherei (mit anderen in meinem Alter) aufhören. Und mich an meinem Können freuen, dass definitiv da ist und ausgebaut werden will.

Trotz all meinen Ängsten möchte ich jetzt endlich auch auf der beruflichen Ebene mehr Zufriedenheit erreichen. Ich habe den Eindruck, unter meinen Niveau zu leben. Nicht vom Finanziellen her, sondern von den Inhalten, mit denen ich mich beschäftige. Das ist nicht meins. Definitiv nicht mehr. Gewogen und für zu leicht befunden!

Ein lauwarmes Leben, ein halbwarmes Gefühl. Mein Blog habe ich damit nicht behelligt, da ich es mit mir selber ausmachen wollte -- und nicht in der relativen (Welt-)Öffentlichkeit des Blogs.

Nun drängt es mich aber, es auch hier festzuhalten. Auch aus dem Grund, dass ich es dann nicht mehr übersehen kann und ich mich "geoutet" habe ;)

Habe in den letzten Jahren das meiste in meinem Leben der Balance untergeordent (fit und stabil genug bleiben, Schlafen, Essen, Arbeiten, Urlaub) und der Vernunft. Und jetzt sehne ich mich nach den roten Schuhen*. Den selbstgemachten bitteschön. Das Verlangen nach Exzessen hält sich inzwischen in Grenzen. Ich mag es inwzischen, das Leben wachsen selber zu lassen -- statt nur nach den roten Früchten zu greifen.

Warum halte ich es dann unter Verschluss?!
Warum halte ich mich selber unter dem Deckel ...
... Seufz ...

Für mich kommt es auch nicht überraschend, dass dieses Leben wie ich es führe, jetzt auf dem Prüfstand steht. Dezent hat sich das schon länger abgezeichnet. Gewusst habe ich es auch, dass so ein "normales" Arbeitsleben für mich eben nicht ausreicht, mich nicht ausfüllt. Da muss Leben in der Bude sein! Da muss es doch mehr geben als das tägliche Bild in Grautönen und Pastell ..

Das letzte Mal, dass ich mich wirklich freu und gut gefühlt hab, war mit meiner alten Schulfreundin, als wir vor einiger Zeit klönend im Gras lagen. Oder als ich mit anderen Zeit verbracht habe.

Mit anderen etwas erreichen, das wünsche ich mir.
Mit anderen, die auch lebendig sind!

Habe mich ganz in der täglichen Routine verkrampft. Und wage mich keinen Schritt mehr weiter. Obwohl es Visionen gibt, von einem besseren Leben, einem, in dem ich mehr aus meinen Stärken heraus leben kann.

Was mir eben auch bewusst ist, deutlich bewusst, sind meine Grenzen -- und deshalb schwanke ich. Das stecke ich Neues oder Unvorhergesehenes nicht einfach weg. Da kann mich Kleinstes nachhaltig und hinterhältig erschüttern und verunsichern.

Es ist eben nicht so, dass alles "schon mit der Zeit kommt". Es gibt Bereiche, da konnte ich nichts Stabiles aufbauen bis jetzt, weil die Sicherheit immer wieder wegbricht. Einmal Erreichtes, das an einem schlechten Tag plötzlich unerreichbar wird, mir unter der Händen zerbröselt, als wärs nie dagewesen. Da ist dann wieder Aufbauarbeit gefragt.

"Sie möchte am liebsten immer wieder von vorne anfangen", so hat es einer meiner Lehrmeister liebevoll und wohlmeinend ausgedrückt. Und er hatte recht. Wenn das Selbstvertrauen weg ist, kann ich scheinbar GAR NIX mehr. Black- und Whiteouts treten auf und dann ist da nur noch Rauschen.

Das kann mir jederzeit passieren. Da müssen nur ein paar Auslöser zusammentreffen und dann ist alles weg. (Scheinbar). Blockaden, Ängste und massive Selbstzweifel treten manchmal auch in der Freizeit auf. Das ist nicht mal davon abhängig, wie anspruchsvoll die Tätigkeit ist, mit der ich mich gerade beschäftige. Es ist mehr meine mentaLe Verfassung und die jeweilige Umgebung (inkl. Mitmenschen).

- - -

Die feine Art der Traurigkeit, die stille und doch so grosse Sehnsucht in mir nach "mehr" -- die überraschen mich in ihrer Heftigkeit dann doch. Dass etwas so Feines so stark sein kann. Das ist keine Flucht in Tagträume mehr -- das ist ein ausgewachsener Hunger nach Leben!

- - -

Ich habe, vor lauter Erleichterung darüber, ein Leben wie die anderen zu führen, endlich führen zu können, meine innere Stimme schon länger unterdrückt.

So im Sinne von: Das muss doch jetzt reichen.
Nein tut es eben nicht! Ganz und gar nicht ..

Habe auch verdrängt, dass ich so ein Leben gar nie angestrebt habe. Ich habe gemacht, was ich den Eindruck hatte, was man von mir erwartet.

- - -

Und was erwarte ich eigentlich von mir?!
Kommt da plötzlich eine lustvoll-sinnige Frage aus meinem Innern ...

- - -

Das wäre dann auch eine erste Antwort auf eine der beiden Fragen, die ich mir im vorletzen Post gestellt habe: Was brauche ich auf meinem beruflichen Weg?

Lebendigkeit,
Leben,
Freude!

Ja ...






*Die roten Schuhe -- ein Märchen von Hans Christian Andersen

Dienstag, 1. März 2016

FREIHEIT lernen

Ich kann nur für mich selber sprechen. Zu diesem Schluss komme ich erneut. Ich kann auch nur für mich selber entscheiden und handeln.

In meinem Leben wurde ich immer wieder an den Rand gedrängt, das ist nun vorbei. Ich bleibe nicht mehr am einst zugewiesenen Rand sitzen. Es kann ja auch ganz praktisch sein, auf der alten Marginalisierung sitzenzubleiben und sich das Schild "Opfer" und "Gehetzte" um den Hals zu hängen.

Ich habe noch genügend "Material", altes und auch neues, das mich nachdenklich macht. Aber der grosse Leidensdruck ist weg: Ich _muss_ nicht mehr schreiben um über Wasser zu bleiben.

Ein kreativer und lebenswerter Umgang mit meiner Vergangenheit und meiner Gegenwart, das ist das, was ich will.

Gefühlt sind die Schrecken immer nur einen Schritt weit weg. Doch ich komme schneller wieder bei mir an. Ich arbeite noch am Gefühl des "Kontrollierenmüssens". Mich selber, andere, Situationen. Es ist nur ein kleiner Schritt von der Unterdrückten zur Unterdrückerin. Für mich heisst das, ich bin nicht "raus aus der Nummer". Das eigene Leben entwickelt sich (erst) nach und nach.

Frei zu sein heisst für mich nicht (mehr): Total autark und von gar niemandem abhängig. Das wollte ich lange. So leben. Als Einsiedlerin. Doch es ist so verdammt einsam auf dieser Egoinsel .. Für mich heisst "Freisein" nun: Ich lebe mein Leben -- und bin auch im Kontakt mit anderen. Das Leben fliesst. Geben und Nehmen. Ein Mensch unter Menschen. Ich übe noch. Anders kann ich es nicht nennen. Schnell rutsche ich wieder ins "Verantwortlichsein", wenn ich den Eindruck habe, jemand brauche Hilfe. Dass dies _mein_ Eindruck ist, meine Wahrnehmung, und ich keineswegs dadurch verantwortlich bin, auch das merke ich erst nach und nach. Vor allem: Helfen zu wollen kann auch eine Ablenkung von der eigenen Not (in diesem Moment) sein.

Wer bin ich eigentlich, wenn ich gegen nichts und niemanden mehr kämpfen muss? Es ist so, dass es mich manchmal richtiggehend ratlos macht, keine Widerstände mehr zu spüren. Überraschend, aber wahr.

Es ist seltsam, mich in der Rolle der Privilegierten wieder zu finden, die keine ernsten und grossen Probleme mehr hat -- und dafür viele Perspektiven. Was mach ich denn da? Das hatte ich noch nie, es ist etwas ganz Neues. FREI ZU SEIN. Auch das will gelernt sein. Die Freiheit ist noch nicht ganz in mich hineingesickert .. 

Durchatmen .. 


P.S.: Freiseinlernen heisst auch, zu merken, wenn ich mich selber gefangen nehme. Denn manche Gefängnisse sucht man sich selbst.


Mittwoch, 24. Juni 2015

Herausforderungen

Die letzten Tage waren geprägt von Isolationsgefühlen und Selbstzweifeln. Um mein Herz herum befand sich eine eiserne Wand. Ich hasse es, wieder in dieser Einzelzelle zu sitzen. Ich fühle nur Distanz zu anderen. Am Montagabend hat es sich zugespitzt.

Gestern morgen war ich wieder aus dem Gröbsten heraus. Als ich herausfand, dass am Montagabend und nachts heftige Sonnenstürme stattgefunden haben, konnte ich es etwas einordnen. In kritischen Momenten reagiere ich viel stärker auf Atmosphärisches. Der Fokus ist dann haarscharf auf die Verletzungen und noch vorhandenen Schwachstellen gerichtet.

Ich bin froh, ist der Panzer wieder gewichen und ich fühle mein Herz lebendig schlagen. Es ist eine herausfordernde Zeit der Klärung.

Freitag, 12. Juni 2015

Sommer-Blues

Zurzeit wieder mit umwölkter Seele unterwegs. Ich kann es nicht genau zuordnen. Fühle mich traurig und etwas erschöpft. Dass mir eine langjährige Freundschaft quasi online aufgekündigt wurde, kommt dazu. Das tut einfach nur weh. Und es bleiben viele Fragen offen, da es ziemlich kompromisslos ablief. Es ist mir monatelang sehr gut gegangen, so dass ich jetzt etwas hilflos bin und erschreckt. Ich weiss, dass es wieder gut kommt mit mir, aber es braucht seine Zeit. Geduld.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Heilung Vol.3 --- Kränkung

Zu den bisherigen Folgen zum Thema "Heilung"
(klick auf die jeweiilge Nr der Folge)

Vol. 1 // Mein Weg aus der Depression
Vol. 2 // Religion, Spiritualität, Anderen helfen

Ich habe beschlossen, den Titel "Heilung" für verschiedenste Themen zu nutzen, die im engeren Sinn mit Heilung und Gesundung zu tun haben. Vielleicht wirds mit den Titeln etwas kompliziert, dafür ist es schön ordentlich *g*

- - -

Kränkung

In letzter Zeit habe ich mir vor allem über das Thema "Kränkung" Gedanken gemacht, da ich viel Gelegenheit hatte, es live an mir selbst und auch an anderen zu beobachten. Also wird dies hier quasi ein Bericht meiner "Feldforschungen" ;)
Für die Definition verweise ich ausser Haus. Kränkung braucht einen Empfänger und die Bereitschaft des Empfängers, etwas als Kränkung zu nehmen. Einen Absender braucht es meiner Meinung nach nicht unbedingt.

Dauerhafte Kränkung (wie entsteht sie?)
Ist jemand in frühen Jahren oder auch später einmal massiv in seinem Selbstwert gekränkt worden, dann bleibt oft etwas zurück. Ich kenne ein Kind, dem die Lehrer einst nicht glaubten, das niedergehalten wurde, durch ein Schulsystem, das ihm nicht gerecht wurde. Dieses Kind ist heute in Wirklichkeit eine 63 Jahre alte Frau .. und ich sehe manchmal immer noch ein wütendes Kind vor mir. Die nehmen mich nicht ernst! Ich werde von denen verarscht! Ich kann nicht so wie ich gerne möchte!

Selber
.. habe ich die Erfahrung jahrelangen Mobbings (durch andere Schüler während meiner Schulzeit) hinter mir. Seit den ersten Schuljahren bis in die Oberstufe setzt sich eine nahtlose Reihe von Missachtungen fort. Heute kann ich gelassen darauf zurückblicken. Zeitweise machte es mir ziemlich viel kaputt im Leben. Bis heute fühle ich mich in Menschengruppen unwohl, zu denen ich eine Beziehung aufbauen sollte (zB Arbeitskollegen im Pausenraum). Es löst Stress bei mir aus. Zudem, wenn eine Gruppe von Menschen hinter mir lacht, habe ich schnell den Eindruck, dass die sowieso über mich lachen. Es wird immer besser, die Panik ist weg: Ich schätze mich selber wert. Dadurch fühle ich mich sicherer und werde auch nicht mehr zu ewigen Zielscheibe.

Mit der Zeit .. 
Ich glaube, es muss dann nicht mal mehr ein Absender da sein und auch keine Absicht. Es reicht erst einmal die Erfahrung, zu einem gewissen Zeitpunkt oder auch mehrmals keinen Respekt für das eigene Selbst bekommen zu haben. Sich entwürdigt gefühlt zu haben. Nicht wahrgenommen zu werden. Daraus kann mit der Zeit eine Bereitschaft werden, (sowieso) (von allen) (immer) gekränkt, nicht ernst genommen, ausgelacht, nicht angehört zu werden.

Was daraus wird
Das Ganze wird zum Selbstläufer, denn die Haltung der gekränkten Menschen ruft andere auf den Plan, denen es sogar Freude macht, diesen zu kränken oder zu mobben. Jahrelang ging ich aufgrund meiner Mobbinggeschichte geduckt durchs Leben, immer auf dem Sprung. Eine Art Verfolgungswahn könnte mans dann nennen. Wobei die Verfolgung zur Realität wird, Fiesheiten gehen oft den Weg des geringsten Widerstandes. Und wie einfach ist es, jemanden zu missachten, der schon damit rechnet, missachtet zu werden! Als Gekränkte wurde ich auch selber zur Kränkerin, vom Opfer zu Täterin, in dem ich mich über andere lustig gemacht habe. Das stärkt zwar kurzzeitig, aber man schädigt immer zwei damit, sich selber und den Menschen, den man heruntersetzt ..

Eine Haltung entsteht
Ist ja klar. Immer ich. Ich werde sowieso nie ernst genommen. Mit mir kann man es ja machen. Unabsichtliche Kränkung durch andere wird als grobe Absicht wahrgenommen. Ein liebevoller Scherz unter Kollegen wird als heftiges Mobbing empfunden. Eine Absage für einen Anlass, den man zusammen besuchen wollte, bringt den anderen zum tagelangen Schmollen ... das lässt sich beliebig und immer heftiger ergänzen. Aus einer Kränkung heraus wird auch "gerne" gemordet. Du verlässt mich? Also töte ich dich.

Woher kommt es?
Es mag einmal diese eine Ur-Ursache, einen Gesichtsverlust, oder auch mehrere gegeben haben, doch die ist/sind längst "verjährt", das Gekränktsein ist Alltag, Gewohnheit und Haltung geworden = Realität. Und wenn ich nun noch den Gedanken in den Raum stelle, dass dies auch inkarnationsübergreifend möglich ist, tun sich ganz neue Welten auf .. Manche Menschen kommen dann sozusagen schon gekränkt auf die Welt ... Wies ururanfänglich anfing, das weiss ich natürlich auch nicht ... aber ist wert, dass man sich Gedanken darüber macht: Wo kränke ich evtl andere und welche Kränkungen kann ich klären, respektive welche schleppe ich wie einen abgeliebten zerschlissenen Teddybären mit mir mit?



(...) Ich weiss, ich bin mit dem Thema noch nicht "durch", aber ich schliesse es für heute hier mal ab (...)

Achja, und das Gegenteil von Kränkung ist übrigens Gesundung ;)


Donnerstag, 18. September 2014

Erkenntnis, Aufklärung .. und Kieselsteine die nach Hause führen

Gerade erfolgt bei mir eine Erkenntnis nach der anderen .. ich sehe mein Leben immer klarer .. es klärt sich tatsächlich auf .. Mir ist, als wäre ich lange durch einen hartnäckigen Nebel gewandert, licht war er, doch immer da. Nun ist er dem hellen Tag gewichen.

So lange habe ich fremdbestimmt gelebt. Auch wenn mir das gar nicht bewusst war. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem "Meinen". Dieses "Meine" kann nur ich selber erfahren und erfühlen.

Die neue Klarheit spüre ich auch im Alltag, ich bin wirklich bei mir, tauche nur noch selten ab. Und wenn, dann spüre ich es - und kann mich auch wieder zurückholen.

Das Schöne ist auch, dass ich immer wieder bei anderen Menschen Puzzleteile für mich finde - und in meinen Texten und Erlebnissen sich wiederum Puzzleteile für andere finden.

Mir wird klar, dass ich auf meine ganz eigene Weise "sozial" bin, etwas, worüber ich mir ja immer wieder Gedanken mache, da ich nur wenig Trubel um mich ertrage und auch mit den liebsten Menschen manchmal an meine Grenzen komme.

Ich formuliere es mal so; Mein Ziel ist es, diese Welt etwas besser zu machen, in dem ich mich selber immer mehr befreie.

Donnerstag, 11. September 2014

Heilung (2) _ Religion, Spiritualität, Anderen helfen _

Besserung auf Knopfdruck
Gibt es nicht ... Ich hab mir immer gewünscht, dass alles von jetzt auf gleich besser wird. Dass mich jemand von meinem Leiden am Leben heilt! Jetzt gleich. Sofort. Mir mein Karma abnimmt (dafür hab ich sogar Geld bezahlt). Der Druck war gross. Ich habe vieles ausprobiert, auch viele Kurse und Seminare besucht. Manche Schritte brachten mich weiter, andere stellten sich als Umweg oder gar als Sackgasse heraus. Ich suchte nach Lehrerinnen und Vorbildern - nur um diese innerlich dann wieder vom Sockel zu stossen, wenn sie sich als fehlerhafte Menschen wie du und ich herausstellten .. Erst nach und nach verstand ich, dass ich mir selber Projektionen geschaffen hatte, die meinen Erwartungen gar nicht standhalten konnten. Ich war in mir selber und in meinen Vorstellungen vom Leben (wie es sein sollte) gefangen. Für mich hat sich eine Besserung erst aus ganz vielen kleinen Schritten ergeben. Die ich selber gegangen bin! Erst als ich aufhörte, mein Leben an TherapeutInnen und ÄrztInnen zu delegieren, ich Menschen fand, die mir Hilfe zur Selbsthilfe boten, kam ich voran. 

Ideologien und Religion
Gerne hätte ich einen christlichen Glauben gehabt, der so stark ist wie derjenige meiner Vorfahren. Obwohl ich mich ernsthaft bemühte, wurde aus mir keine Christin. Ich zweifle zu sehr. Ich glaube nicht an Christus als Erlöser der Welt. Ich wollte mich aber unbedingt als Teil einer Glaubensgemeinschaft fühlen - und habe keine gefunden, die mir Heimat böte. Auch die Lichtarbeit und andere spirituellen Praktiken erschienen mir zu starr und ideologisch, zu fremd, heidnische Jahreskreisfeste sind auch nicht mein Ding, Magie entspricht mir nicht.  Ich fühle mich heute wohl auf meinen eigenen Wegen, ich möchte nichts nachbeten. Meine Rituale und Besinnungen entstehen aus dem Moment. Und bei LehrerInnen von Kursen und Seminaren interessiert mich auch, wie geerdet sie sind. Spiritualität die sich im grauen Alltag behaupten kann, braucht vor allem Erdung. Abgehobene Heilslehren nur für Eingeweihte, Meistergrade, das interessiert mich alles nicht mehr. Es muss sich für mich stimmig anfühlen und mich berühren, nur das zählt!

Anderen helfen? Ne, erst mir selbst ..
Eine Zeitlang war das mein Plan: selbstständige Therapeutin zu werden. Zwischendurch taucht dieser Wunsch wieder auf. Dabei mag ich nur ausgewählte Menschen in meiner Nähe haben, Menschen werden mir schnell lästig ... ich spüre alles sehr nahe und verliere mich dann. Ich wählte dann doch eine gestalterische Berufsausbildung, damit ich keine jener Therapeutinnen werde, die vor allem sich selber was Gutes tun, in dem sie anderen helfen. Wie soll ich anderen helfen können, wenn ich mit mir selber nicht zurecht komme?

...






> Hier findest du Teil 1



Mittwoch, 10. September 2014

Raum für Geist und Seele



ich und das mehr ...

Nachdem ich mich nun sehr lange in der allgemein akzeptierten "Realität" herumgetrieben habe, merke ich, dass mir etwas Wichtiges fehlt. Das Kontrollieren-Wollen ist stark, der Kopf zerdenkt vieles. Mein Innenraum fühlt sich unbewohnt und leer an. Innerlichkeit, Besinnung und Besinnlichkeit, danach sehne ich mich. Mittig sein. Es tut mir gut, wieder in mich zu gehen und leise zu werden, mich meinen inneren Bidern und Wünschen zu widmen, zu Spüren, zu Fühlen, den Dingen, die von selber wachsen, mehr Raum zu geben. Still werden, Leise werden, Vertrauen fassen, Zuhören, Wachsen lassen. Alles ist am Beginn, ich bin noch ungeübt wirklich zur Ruhe zu kommen.



Donnerstag, 21. August 2014

Heilung (1)

Mein Weg aus der Depression
Meine eigene Genesung, mein Weg aus der Depression, begann, als ich mich selber endlich ernst nahm. Meine Empfindungen, meine Sehnsüchte, meine Wahrnehmungen. Ich beschäftigte mich intensiv mit spirituellen und esoterischen Themen und konnte endlich auch selber meiner Seele mehr Raum geben. 

- - -

Diesen Raum, den konnte ich mir vorher nur im geschützten Raum der Psychotherapie geben. Ich begann, das Leben (mehr) in meinem Tempo zu leben. Ich liess alte Tabus los, die aus meinem christlichen Elternhaus stammten. Nun kamen nach und nach neue Ideen und Wege in mein Leben, beispielsweise die Blütenessenzen, deren wohltuende Wirkung ich noch heute für mich nutze. Was gut tut, ist nicht immer das, was gängig ist und allgemein akzeptiert wird. 

- - -

Ich nahm mir viel viel Zeit. Ich kostete meine Eltern eine grosse Stange Geld und später dann den Staat. In den Augen anderer ging ich den Schwierigkeiten aus dem Weg. In Wirklichkeit kämpfte ich um mein seelisches Überleben. Alle diese Auszeiten und Brüche waren lebensnotwendig: Mich gibt es noch immer! Hätte ich unter noch grösserem Druck von aussen gestanden, ich weiss nicht, ob ich den inneren Druck dann noch ertragen hätte. 

- - -

Heil kann immer nur ich selbst mich fühlen. Das Gefühl von Heilsein kommt aus meinem eigenen Empfinden. Ich kann nicht beurteilen oder bestimmen, wann jemand anderes heil ist. "Heilsein" heisst auch nicht unbedingt "Gesundsein". Manchmal ging es mir in meinen schwärzesten Stunden so, dass sich die Depression wie ein weicher, schwerer, schwarzbrauner Mantel um mich legte, mich zu Boden zog und ich mich einfach hinunterziehen liess. Was für eine Befreiung, Loslassen zu können ... mich dieser Erdenschwere endlich ganz hinzugeben, war ein ganz inniges und warmes Gefühl. So lange ich aber gegen die Schwere ankämpfte, war es schier unerträglich.

- - -




Hier gehts zu Teil 2






Freitag, 29. November 2013

Ehrenhaft entlassen

Mittwochmorgen: Ich beschliesse, mein Antidepressivum ab sofort auszuschleichen.
Dauernd vergesse ich es zu nehmen und ich mag es auch nicht mehr nehmen.

Mittwochnachmittag: Meine Psychiaterin fragt mich, wie es mir geht. Ich: Sehr gut! Sie: Das freue sie sehr, meint sie, sie wollte mir sowieso vorschlagen, dass wir unsere Sitzungen beenden. … 

Ich willige ein …

Mittwochabend: .. das Gefühl von Aufbruch und Freisein verstärkt sich in mir, immer mehr .. Es ist nicht mehr dieses überbordende Gefühl, sondern eine Sicherheit, die ich in mir fühle. Ich fürchte mich nicht mehr vor der Zukunft.

Dienstag, 3. September 2013

Entschieden

Eigentlich hätte ich heute Abend Weiterbildung.

 Aber .. ich habe wirklich Angst hinzugehen, so fest, dass ich es lasse. Der Kursleiter ist zwar eine Koryphäe im grafischen Bereich, macht jedoch massiv Druck beim Tempo. Er wirkt überarbeitet und gestresst. Spricht wie ein Wasserfall, springt von Thema zu Thema. Meint zu uns Teilnehmern, dass nur eine ungestellte Frage eine dumme Frage sei - und wenn eine/r dann etwas fragt - wird er total ungeduldig und hektisch.

Da bricht bei mir Panik aus, das ertrage ich nicht.

Ich werd mich schriftlich für die nächsten 2 Male abmelden. Den Kurs hat mein Betrieb mir bezahlt, ein weiterer Faktor zum Grübeln ... Bis meine Ferien vorbei sind, also in 2 Wochen, hab ich einen Plan. Jetzt gerade habe ich keinen. Ausser dass ich mir das nicht antun will.

Bei allem Pflichtgefühl! Ich weiss, wo mein Limit ist, was Druck anbelangt. Und hier ist er momentan zu gross.

 - - -

30/10/2013
Den Kurs habe ich abgebrochen und schriftlich abgesagt. Mein Chef war so kulant, dass ich die Kurskosten nicht erstatten muss! Bin wirklich froh …

Montag, 2. September 2013

Die Melancholie

. . . ist nur einen Schritt entfernt, gestern warens noch zwei. Ich ergebe mich ihr. Wohin sie mich wohl führen mag?


Und ich bin nicht allein damit... Felina und Poesieunterwegs hats auch erwischt.. Irgendwie tröstlich ...

- - -

3/9/2013 Ich bin froh, ist es heute besser mit der Traurigkeit, habe wirklich Angst bekommen. Mein Wille war wie gelähmt. Wer einmal Depressionen hatte, mag mich verstehen!

Samstag, 29. Juni 2013

Ich bin anderer Meinung

In meinem vorherigen Post spreche ich es an: Anderer Meinung zu sein als ein anderer Mensch, vor allem eine Autoritätperson, kostet mich sehr viel Kraft. Ich weiss nicht, ob das jemand verstehen kann was ich damit meine, ders nicht von sich selber kennt. Angst vor Vernichtung, Stress, Panik, Ohnmachtsgefühle seelischer und körperlicher Art.

In den letzten Monaten habe ich hier grosse Fortschritte gemacht. Ich halte mich aufrecht und setze mich durch, dort wo es mir wichtig erscheint. Ich wäge den Kraftaufwand vorher ab, vermeide es, gegen Windmühlen zu kämpfen.

Ein paar Beispiele

  • Ich bitte darum, dass im Behandlungszimmer der Arztpraxis die Rolladen runtergelassen werden, falls ich mich ausziehen muss
  • Ich habe mich für eine umstrittene Therapie (Eiseninfusionen) entschieden, weil das Bauchgefühl gestimmt hat. 
  • Ich habe aus eigener Initiative, bei der Arbeit Schwieriges sowohl beim Chef als auch bei Kollegen angesprochen
  • Ich rede in der Familie mehr Klartext in dem ich in Ich-Botschaften spreche.

Klarheit tut weh, heilt aber auch. Ich spüre, dass ich hier noch viele Ängste mit mir herumtrage, doch ich spüre auch, wie sich jeder Schritt, auch der kleinste, lohnt – indem mir Stärke zuwächst.

- - -

Danke fürs Lesen!

Mir gehts gut

… und damit muss ich erstmal klarkommen!
Es ist ein komisches Ding dass es mir seit Monaten wirklich gut geht. Ich weiss, eigentlich könnte ich mich einfach freuen. Doch der Zustand ist ungewohnt und auch an stabile Zeiten muss ich mich erstmal gewöhnen, so seltsam es klingen mag.

Es geht mir wirklich besser, das definiere ich so:
  • die Löcher sind weniger tief und ich komme schneller wieder auf die Beine
  • wenn mich was drückt oder belastet finde ich Lösungen, suche auch aktiv Hilfe, statt zu resigieren oder zu lange zu warten
  • ich akzeptiere meine Grenzen und nehme auch meine Stärken (besser) an 
  • weniger starke Schweissausbrüche und kein Zittern mehr, wenn ich unter Druck stehe
  • ich kann meine und deine Baustellen besser unterscheiden
  • mein Selbstwert kippt zwar nach wie vor hin und her, doch ich kann das von einer höheren Warte aus betrachten
  • ich brauche weniger Hilfe
  • ich kann Ein- und Durchschlafen
  • ich lebe in der Gegenwart, Zukunftsängste sind weg, ich hänge auch nicht der Vergangenheit nach
Methoden die mir geholfen haben: Nach wie vor Psychotherapie bei einer pragmatischen Psychiaterin die mit mir Klartext redet, 25 mg Sertralin (Zol*ft), Vitamin B12 und Vitamin D als Spritzen, Gespräche mit meinem Freund, Arbeit, Eiseninfusionstherapie und anschliessende Akupunktur zur Stabilisierung des (vegetativen) Nervensystems. 

Mir wurde von mehreren Seiten von der Infusionstherapie abgeraten, trotzdem habe ich es durchgezogen. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich das ewige Schwächegefühl nicht mehr ausgehalten habe. Ich weiss nicht, ob der Umschwung wirklich mit diesen Methoden zu tun hat und es ist mein eigener persönlicher Weg, aber ich bin froh, für mich selber eintreten zu können, auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung bin wie die mich begleitenden Fachpersonen. Ich bin stark genug, eigener und auch anderer Meinung zu sein! Sogar gegenüber Autoritäten/Fachpersonen Und das ist etwas wirklich wirklich Grosses und Wichtiges für mich …

Samstag, 22. Oktober 2011

Täglich im Angebot:

- gemischte Gefühle

Monk



Monk IST meine Therapiegruppe ;)
sozusagen ...