Um Mode machte ich lange einen grossen Bogen. Das Thema brachte nur ÄRGER! Obwohl es mich schon lange interessiert. Ich zog an, was halt da war, trug alte Sachen von anderen auf oder kaufte Second-Hand-Klamotten. Ich liebte Abgelegtes von anderen. Nur um nicht in die Läden gehen zu müssen. Ich wusste ja gar nicht, was mir stand! Als Teenie bereits mit schmalen Schultern, ausladendem Becken und sehr grossem Busen gesegnet, dazwischen eine sehr schlanke Taille, brachte ich selten etwas nach Hause, mit dem ich dann auch länger zufrieden war.
Kleider waren in erster Linie mein Schutz nach aussen. Genauso wie meine langen Haare mein Vorhang gegen aussen waren. Sicher sein, mich einfach sicher fühlen, diesen Zweck sollten meine Kleider erfüllen! Das war das Wichtigste. Für jemanden wie mich, die ich täglich in der Schule gemobbt wurde, zählte vor allem dies.
Mit der Zeit hat sich bei meinem Körper alles in der Breite angepasst ;) ausser den Schultern natürlich. Den Busen liess ich sogar chirurgisch verkleinern, Atemholen erschien mir wichtiger. Die Schwerkraft war zu fordernd! Der Einstieg ins Arbeitsleben (2006) liess das Gewicht kontinuierlich nach oben steigen. Ich begann irgendwo bei 63kg. Jetzt bin ich bei 80 kg angelangt, was für mich bei mir persönlich schon eine (vor allem optische) Schmerzgrenze darstellt.
Ich weiss, jede die mehr oder viel mehr hat, lacht mich dafür aus. Fühlt sich sogar verletzt. Was jammert die bloss, mit Grösse 44/46! Das ist immerhin noch eine Konfektionsgrösse!
Doch der Gang ins Freibad kostete mich dieses Jahr wirklich Kraft. Ich fühle mich nicht (mehr) wohl in meinem Körper, fühle unförmig. Cellulitös. Die Veränderung meines Körpers, die hat auch damit zu tun, dass ich nun einen sitzenden Beruf habe und früher körperlich gearbeitet habe.
Ich weiss, es wird weiter nach oben gehen, wenn ich jetzt nicht bremse. Und langsam spüre ich das Gewicht wirklich. Und trotzdem lehne ich den ganzen Schlankheitshype ab. Ich bin Feministin – und darum darf dieses Thema mein Leben gar nicht beherrschen … weil ich es mir wert bin, andere Werte hochzuhalten.
Im Web in den Blogs habe ich gemerkt, dass Abnehmen und Gewicht grosse Themen für recht viele Frauen sind. Ob es nun mehre Kilo oder mehrere Dutzend Kilo sind. Für mich mag ich an sich nicht darüber schreiben, mag es nicht zum grossen Thema werden lassen, weil ich weiss, dass ich erst den Stress händeln muss, den ich noch habe im Arbeitsleben. Das Gewicht hängt bei mir direkt damit zusammen. Sobald ich frei habe, verschwinden die seltsamen süssen Gelüste auf die schnelle Energiezufuhr. Dann bin ich eine normale Esserin, esse eher kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt.
Wenn ich unter Druck stehe und auch beim Essen davon noch nicht runtergekommen bin, will ich Fettes und Nahrhaftes. So ist das.
So lehnte ich auch das Angebot meiner Psychiaterin ab, zu einer Ernährungsberatung zu gehen. Ich WEISS wie man sich gesund ernährt. Daran liegt es nicht. Ich empfand es fast als Hohn, das vorgeschlagen zu bekommen. Ich weiss sehr viel über Ernährung. Habe einfach Mühe, das in meinem Alltag auch umzusetzen, da ich oft unter Strom stehe und der tägliche Balanceakt "Arbeit" mir sehr viel abverlangt.
- - -
(Fortsetzung folgt)
Posts mit dem Label mode werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label mode werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 21. September 2013
Mittwoch, 18. Mai 2011
Amok im Beautystudio
Davon träumte es mir letzte Nacht – und zwar mit mir als Hauptdarstellerin. Betrat ich doch tatsählich des Nachts eines dieser modernen sterilen Waxing-Bleeching-Nail-Irgendwas-Studios (!). Von A bis Z betüdelt, angemalt und beraten – wurde ich zunehmend kirre! Am Ende drehte ich komplett durch und randalierte was das Zeug hielt!
Dabei war ich gestern doch nur bei der Friseurin – und die wollte mir dann eines ihrer teuren Supershampoos andrehen ...
Ich grinse mir immer noch eins.
Dabei war ich gestern doch nur bei der Friseurin – und die wollte mir dann eines ihrer teuren Supershampoos andrehen ...
Ich grinse mir immer noch eins.
Mittwoch, 13. April 2011
Abonnieren
Kommentare (Atom)