... ist eine meiner momentanen Serienheldinnen. Die Buchserie der englischen Krimiautorin Ann Granger gibts schon länger. Ich bin aber erst diesen Herbst auf die Bücher gestossen und ich habe die eigensinnige Hauptfigur sehr ins Herz geschlossen.
Es sind keine fiese spannenden Thriller, in denen man sich plötzlich im irren Hirn des Serienkillers wiederfindet *hüstel* ... sondern einfache klassische englische Krimis. Es geht halt, wie immer in diesen Stories, am Ende ums "whodunnit", also darum "wers getan hat".
Fran rutscht dabei eher zufällig in die Rolle der Detektivin, weil sie inoffiziell und auf eigene Faust, einen Todesfall untersucht, von dem sie indirekt betroffen ist, auch als Tatverdächtige.
Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen, auch aus den anderen Serien, und ich war noch jedesmal bei der Auflösung eines Falles überrascht. Allzu vorhersehbar finde ich sie daher nicht.
Die Bücher sind sehr routiniert (runter)geschrieben und ähneln sich auch. Gesellschaftskritische Anklänge sind genauso zu finden wie einige Klischees. Das jeweilige "Personal" eines Buches umfasst jedoch ein recht breites Spektrum der Gesellschaft, genauso sind auch die Täter aus verschiedenen Umfeldern. Was ich an diesen Büchern sehr schätze.
Die Hauptfigur Francesca finde ich interessant. Weil sie so bockig und unkonventionell ist. Eine verhinderte Schauspielerin und unangepasste Frau, eine Teilzeitarbeiterin ohne feste Stelle, ohne gesellschaftlichen Status, ohne Liebesbeziehung und Familienanschluss. Ein Mensch mit sozialem Gewissen, der aus eigenem Antrieb den Dingen auf den Grund gehen muss. Ein Mensch mit nur einem einzigen richtigen Freund und "Sidekick" an der Seite, nämlich Ganesh.
Im ersten Buch lebt Fran in einer zusammengewürfelten WG in einem besetzten Haus. Wie es dazu gekommen ist und welche Rolle dieses Haus und seine Bewohner in diesem Mordfall spielen, erzählt der erste Band: Nur der Tod ist ohne Makel (ohne Link).
Posts mit dem Label lesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label lesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 27. Oktober 2016
Freitag, 12. Juni 2015
Hape fertig gelesen - Lesenswert!.
Wollte ich schon lange lesen und hab ich gestern gemacht. In ca. 5h war ich fertig. Das Buch ist tragisch, schön, menschlich, klar geschrieben. Und der Mann sowieso eine Persönlichkeit. ..
Dieser Artikel der FAZ umschreibt gut, worum es geht.
Labels:
buch,
lesen,
menschen,
menschlichkeit,
soziales
Mittwoch, 30. März 2011
Freitag, 25. Februar 2011
Bücherschmöckerei
Meine Noch-zu-Lesen-Liste wächst in den Himmel, gestern in der Buchhandlung sind auch wieder ein paar Buchwünsche dazugekommen oder haben sich als wichtig bestätigt >_< .. Liste: Kreativität aushalten, Formulare gestalten, Bauhaus-Frauen, Christiane und Goethe, In den Vorgärten blüht Voltaire... und so weiter!
Labels:
buch,
design,
foto,
frauen,
geschichte,
gestaltung,
kunst,
lesen,
link
Sonntag, 23. Januar 2011
5 Bücher
Hans-Rudolf Stadelmann. Im Herzen der Materie.
Ein zum Pfarrer umgeschulter Physiker schreibt über Glauben, Evolution, Forschung und neue Gottesbilder im 21. Jahrhundert. Hab das Buch erst begonnen, scheint aber spannend.
Johansson/Lundberg/Ryberg. Printproduktion Well Done
Ein Theorie-Buch für die Prüfungsvorbereitungen... Im Frühsommer gilts dann ernst. Ab und an schau ich schon mal hinein. Büffeln ist so gar nicht mein Ding, bin eher eine Flaneuse beim Lernen und studiere lieber zum Fenster hinaus ausgiebigst Landschaft und Wolken. Zum Glück hats in diesem Buch viele Bilder und Grafiken drin ;)
Geschrieben von mir selbst. Agenda 2011
Ein offenes Buch mit noch weitgehend unbekanntem Inhalt..
Cornelia Andrea Lüthi. Feed Your Brain.
Ein Buch über legales Hirndoping und gesunde Ernährung :) Liest sich gut und ist sehr konkret bei Erklärungen und Rezepten.
Ingeborg Gleichauf. Denken aus Leidenschaft.
Acht Philosophinnen im Portrait. An diesem Buchtitel führte kein Weg mehr vorbei; in der Buchhandlung hat sich sofort dieses "Must-Have"-Gefühl eingestellt. Konnte mich damit voll identifizieren! Und ich habs schon fast verschlungen. Folgende Philosophinnen werden vorgestellt: Christine de Pizan, Karoline von Günderrode, Edith Stein, Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Simone Weil, Martha C. Nussbaum, Petra Gehring.
Donnerstag, 20. Januar 2011
Wolf-Dieter Storl
Ein grosser Horizonterweiterer ist für mich auch Wolf-Dieter Storl. Seine Pflanzenbücher und seine Berichte stehen über all dem anderen was ich bis jetzt in der Richtung gelesen habe. Ich finde ihn authentisch und wohltuend bescheiden. Er geht einfach unbeirrt seinen Weg. Seine Bücher sind erzählerisch spannend und sorgfältig geschrieben. Wundervolle Vernetzungen entstehen! Ich lernte durch ihn die europäische Kultur und Zivilisation von den Ursprüngen her verstehen. Genauso grundlegend sind für mich seine Berichte aus Indien und Amerika. "Pflanzen der Kelten", "Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor" sind bisher meine Lieblingsbücher. Ich mag auch seinen Lebens- und Reisebericht "ich bin ein Teil des Waldes".
Gesundheit, Esoterik, Rüdiger Dahlke
Ich denke viel über Schicksal, Krankheit und Gesundheit nach. Möchte mal wieder ein Buch von Rüdiger Dahlke lesen und lasse es dennoch vorerst wohlweislich bleiben. Ich weiss, ich würde mich erstmal tödlich aufregen. Diese Dogmen! Das Besserwisserische überall! Alles im Leben lässt sich erklären, für alles gibt es die richtige eine Kur, eine passende Haltung, eine sinnvolle Meinung. Das richtige Leben, die perfekte Ernährung .. mir sind diese Esoteriker suspekt, die auf alles eine Antwort wissen. Eine Erweiterung und Bereicherung meines Weltbildes sind sie dennoch.
Meine Realität ist weit komplexer. Darum hasse und liebe ich diese esoterischen Autoren und Bücher.. Es ist eine Auseinandersetzung die mich weiter bringt! Bis ich alles durchgelesen und mich intensiv damit befasst und mich anschliessend gebührend darüber aufgeregt habe – vergeht viel Zeit.
Das Brauchbare behalte ich, das Unnütze verwerfe ich – doch Sortieren braucht Geduld!
Labels:
autor,
buch,
eso,
gesundheit,
lesen,
spiritualität
Dienstag, 3. August 2010
Luciano de Crescenzos Roman "Der Listenreiche"
Luciano De Crescenzo
Der Listenreiche
Roman
Albrecht Knaus Verlag
(übersetzt aus dem Italienischen)
Es handelt sich bei diesem Buch um eine Nacherzählung der Odyssee und eine Art persönlicher Charakterstudie des Schlitzohres Odysseus. Der Roman wird vom Erzähler laufend kommentiert, seine persönlichen Ansichten kommen ins Spiel, Homers ursprüngliche Erzählung wird gespickt und auflockert durch de Crescenzos eigene, teilweise witzige, Interpretationen.
Die Fussnoten und Randnotizen hat sich der Autor dankenswerterweise gespart – und diese direkt in den Text hineingearbeitet, eine kunstvolle Lösung. Das Buch ist dadurch aus einem Guss. Es ist eine regelrechte Soap und Kopfkino im besten Sinne, keine mühsame Geschichtslektion, keine trockene Fingerübung. Die ursprüngliche Einteilung der Kapitel wird beibehalten, ein zusätzliches, neues Ende wird eingeführt. Die Sorgfalt, Begeisterung und Erzählfreude de Crescenzos wird dem Stoff mehr als gerecht! Am Schluss findet sich sogar ein Personenregister von beachtlichem Umfang.
Für mich war es eine sehr unterhaltsame und abwegige Reise! Die Götter sind launisch, das Meer ist es auch – und die Abenteuer sind ohne Zahl. Odysseus ist ein listiger bis hinterlistiger Abenteurer und Eroberer mit Heimweh. Der Machismo der Antike kommt deutlich zu Tage, de Crescenzos eigener kommt noch hinzu. So interpretiert er die Zauberin Kirke als schlichte Bordellbesitzerin. (?). Die Frauenfiguren (ausgenommen die Göttinnen) sind Beigemüse, sind Ehefrauen, Deko, Kriegsbeute oder Mägde. Mord und Totschlag gehören in diesem Buch beinahe zum guten Ton. Daher ist es ein sinnloses Unterfangen diese Geschichte unter moralischen und ethischen Gesichtspunkten anschauen zu wollen.
Dieses Buch liest sich von selbst! Eine fantastische und zeitlose Geschichte mit Charakteren die sich mir für immer eingeprägt haben. Und meine Lust, einmal nach Griechenland zu reisen, ist dadurch nur noch grösser geworden >_< !
Der Listenreiche
Roman
Albrecht Knaus Verlag
(übersetzt aus dem Italienischen)
Es handelt sich bei diesem Buch um eine Nacherzählung der Odyssee und eine Art persönlicher Charakterstudie des Schlitzohres Odysseus. Der Roman wird vom Erzähler laufend kommentiert, seine persönlichen Ansichten kommen ins Spiel, Homers ursprüngliche Erzählung wird gespickt und auflockert durch de Crescenzos eigene, teilweise witzige, Interpretationen.
Die Fussnoten und Randnotizen hat sich der Autor dankenswerterweise gespart – und diese direkt in den Text hineingearbeitet, eine kunstvolle Lösung. Das Buch ist dadurch aus einem Guss. Es ist eine regelrechte Soap und Kopfkino im besten Sinne, keine mühsame Geschichtslektion, keine trockene Fingerübung. Die ursprüngliche Einteilung der Kapitel wird beibehalten, ein zusätzliches, neues Ende wird eingeführt. Die Sorgfalt, Begeisterung und Erzählfreude de Crescenzos wird dem Stoff mehr als gerecht! Am Schluss findet sich sogar ein Personenregister von beachtlichem Umfang.
Für mich war es eine sehr unterhaltsame und abwegige Reise! Die Götter sind launisch, das Meer ist es auch – und die Abenteuer sind ohne Zahl. Odysseus ist ein listiger bis hinterlistiger Abenteurer und Eroberer mit Heimweh. Der Machismo der Antike kommt deutlich zu Tage, de Crescenzos eigener kommt noch hinzu. So interpretiert er die Zauberin Kirke als schlichte Bordellbesitzerin. (?). Die Frauenfiguren (ausgenommen die Göttinnen) sind Beigemüse, sind Ehefrauen, Deko, Kriegsbeute oder Mägde. Mord und Totschlag gehören in diesem Buch beinahe zum guten Ton. Daher ist es ein sinnloses Unterfangen diese Geschichte unter moralischen und ethischen Gesichtspunkten anschauen zu wollen.
Dieses Buch liest sich von selbst! Eine fantastische und zeitlose Geschichte mit Charakteren die sich mir für immer eingeprägt haben. Und meine Lust, einmal nach Griechenland zu reisen, ist dadurch nur noch grösser geworden >_< !
Abonnieren
Kommentare (Atom)
