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Freitag, 25. März 2016

Wieder zurück

Der Urlaub hat mir unglaublich gut getan. Es waren nur knappe zwei Wochen, fühlte sich aber nach weit mehr an. Ich konnte alles hinter mir lassen und wieder auftanken. Inmitten des menschlichen und allzumenschlichen Gewusels auf den Kanarischen Inseln kam ich endlich mal wieder bei mir an. Der Mann an meiner Seite und die Sonne taten das ihre dazu.

Dienstag, 1. März 2016

FREIHEIT lernen

Ich kann nur für mich selber sprechen. Zu diesem Schluss komme ich erneut. Ich kann auch nur für mich selber entscheiden und handeln.

In meinem Leben wurde ich immer wieder an den Rand gedrängt, das ist nun vorbei. Ich bleibe nicht mehr am einst zugewiesenen Rand sitzen. Es kann ja auch ganz praktisch sein, auf der alten Marginalisierung sitzenzubleiben und sich das Schild "Opfer" und "Gehetzte" um den Hals zu hängen.

Ich habe noch genügend "Material", altes und auch neues, das mich nachdenklich macht. Aber der grosse Leidensdruck ist weg: Ich _muss_ nicht mehr schreiben um über Wasser zu bleiben.

Ein kreativer und lebenswerter Umgang mit meiner Vergangenheit und meiner Gegenwart, das ist das, was ich will.

Gefühlt sind die Schrecken immer nur einen Schritt weit weg. Doch ich komme schneller wieder bei mir an. Ich arbeite noch am Gefühl des "Kontrollierenmüssens". Mich selber, andere, Situationen. Es ist nur ein kleiner Schritt von der Unterdrückten zur Unterdrückerin. Für mich heisst das, ich bin nicht "raus aus der Nummer". Das eigene Leben entwickelt sich (erst) nach und nach.

Frei zu sein heisst für mich nicht (mehr): Total autark und von gar niemandem abhängig. Das wollte ich lange. So leben. Als Einsiedlerin. Doch es ist so verdammt einsam auf dieser Egoinsel .. Für mich heisst "Freisein" nun: Ich lebe mein Leben -- und bin auch im Kontakt mit anderen. Das Leben fliesst. Geben und Nehmen. Ein Mensch unter Menschen. Ich übe noch. Anders kann ich es nicht nennen. Schnell rutsche ich wieder ins "Verantwortlichsein", wenn ich den Eindruck habe, jemand brauche Hilfe. Dass dies _mein_ Eindruck ist, meine Wahrnehmung, und ich keineswegs dadurch verantwortlich bin, auch das merke ich erst nach und nach. Vor allem: Helfen zu wollen kann auch eine Ablenkung von der eigenen Not (in diesem Moment) sein.

Wer bin ich eigentlich, wenn ich gegen nichts und niemanden mehr kämpfen muss? Es ist so, dass es mich manchmal richtiggehend ratlos macht, keine Widerstände mehr zu spüren. Überraschend, aber wahr.

Es ist seltsam, mich in der Rolle der Privilegierten wieder zu finden, die keine ernsten und grossen Probleme mehr hat -- und dafür viele Perspektiven. Was mach ich denn da? Das hatte ich noch nie, es ist etwas ganz Neues. FREI ZU SEIN. Auch das will gelernt sein. Die Freiheit ist noch nicht ganz in mich hineingesickert .. 

Durchatmen .. 


P.S.: Freiseinlernen heisst auch, zu merken, wenn ich mich selber gefangen nehme. Denn manche Gefängnisse sucht man sich selbst.


Samstag, 7. März 2015

Wieder mal geschafft - Auszeit für die Seele

Nun ist es endlich soweit, und ich kann zwei Wochen ausspannen. Ich freue mich so an dieser freien Zeit. Das ist Gold für mich. Um mehr Abstand und einen klaren Kopf zu bekommen, ist eine Flugreise geplant. Am Montag fliege ich mit meinem Lebensgefährten für 12 Tage nach Teneriffa.

Dass ich nun die Zeit bis zu meinen Ferien doch noch geschafft habe, hat mich selber erstaunt. Keine Fehltage gehabt bei der Arbeit seit Anfangs Jahr. Im Gegenteil. Noch nie hatte ich soviel Überzeit. Nicht dass ich es darauf angelegt habe. Es war einfach zuviel Arbeit. Und ich wollt nicht alles meinem Kollegen überlassen.

Ich kann inzwischen mehr leisten bei der Arbeit und ich tue es auch. Es ist ein ständiger Balanceakt und ich habe die letzten Monate kräftemässig oft am Limit gelebt. So richtig ermessen kann das nur ich selber. Ich glaube nicht, dass meine Umgebung (auf der Arbeit oder auch privat) das richtig versteht. Privat habe ich niemanden, der mich wirklich unterstützt. Ausser meinem Lebensgefährten, der mich kennt und versteht wie niemand anders es tut. Meine grösste Hilfe in meinem Leben.

Ich war sehr erschöpft in letzter Zeit, was man wohl auch an meinen Posts gemerkt hat. Zeitweise fiel es mir einfach nur schwer, den Kopf oben zu behalten und weiterzumachen.

Zeitweise wollte ich einfach nicht mehr (so) weitermachen. Doch die Zeiten der Verweigerung sind vorbei. Die Zeiten von verbrannter Erde und abgebrochenen Brücken hinter mir. Das ist mir zu extrem. Das macht zu vieles noch schwerer. Zerbrochenes Geschirr und schnelle Fluchten haben mich bisher auch nicht weiter gebracht. Ich bin zu oft aus schwierigen Situationen abgehauen. Seit fast 10 Jahren stelle ich mich nun meinen Ängsten, denn 2006, da begann mein Weg in die Arbeitswelt. Einer Welt die ich immer noch als "draussen" empfinde und in der ich oft fremd bin.

Mein Selbstvertrauen wächst in kleinen Schritten. Wirklich langsam. Es gibt immer wieder Tiefs. Die Ängste sind meist nur einen Schritt weit weg. Die Hektik und Oberflächlichkeit des modernen Lebens ist nicht mein Ding. Sie stressen mich. Es wird oft schnell entschieden und gehandelt ohne längerfristigen Plan dahinter. Ich bin eher bedächtig. Manchmal auch im Denken bei der Arbeit. Manche würden es "langsam" nennen. Doch meine Arbeit hat Qualität, ich denke mit bei Prozessen, denke voraus --- und habe den Kunden und seine Zufriedenheit im Sinn.

Perfekte Arbeit abzuliefern ohne dass es auch zwischenmenschlich passt, ist nicht meine Sache. Ich habe viele positive Feedbacks diesbezüglich bekommen in letzter Zeit. Meine Arbeit wird von den Kunden geschätzt. Vor der "Sache" kommt bei mir immer der Mensch.

Auch ist mir bewusst geworden, dass ich eher jemand bin, der im Hintergrund wirkt. Ich bin in der zweiten oder dritten Reihe wohl, oder auch weiter hinten, und bin keine Frau für die "Front". Ich stehe mehr für Konstanz und Überlegtheit als für schnelle Aktionen.

Ich weiss, dass es wieder besser kommt in meinem Leben. dass ich meinen Platz finden werde. Ich ruhe in mir selbst und ich fühle mich beschützt und begleitet. Ich habe ein gutes Gefühl für mich selbst und auch für andere. Dies wird mir die Zukunft weisen.




Samstag, 26. Oktober 2013

Mantra (1)

ich ziehe lösungen an.

nichtlösungen interessieren mich nicht.