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Freitag, 28. April 2023

Ressourcen // Mit anderen "können"

Mit den Ressourcen ist es ja so, dass sie zwar da sind, aber man nicht immer darauf zurückgreifen kann. Sie sind einer nicht in jeder Situation zugänglich. Dass ich viele Talente, Fähigkeiten und Erfahrungen habe, heisst noch nicht, dass ich immer darauf zurückgreifen kann. Gerade bei (meinen) mentalen Schwierigkeiten kann alles von einem auf den anderen Moment eingefroren sein: Teilweise fordere ich mich auf so vielen Feldern gleichzeitig, dass es von einer Herausforderung zu einer puren Überforderung wird. Fight, Flight, Freeze. Die Schatztruhe meines Lebens schliesst sich und ich hab die Codes und Schlüssel für alle 7 Siegel vergessen ...

Je weiter ich mir Raum nehme, je mehr ich wage, desto näher komme ich meinen Verletzungen und alten Tabus. Es ist ein schmaler Grat zwischen Glück und Unglück, und es liegt :auch: an meinem Fokus. Wenn dieser überall auf einmal ist, ist der Systemabsturz vorprogrammiert. 

Gerade im sozialen Bereich, im Zusammensein mit anderen, sind Hemmungen und Ängste da. In Gruppen von Menschen bin ich besonders angespannt. Manche finden, ich würde so eine Ruhe ausstrahlen. Hm, es ist wohl die Ruhe des schlummernden Vulkans! Ich taste mich da heran, nehme wieder an Gruppenaktivitäten teil, doch es ist schnell zu viel. Ich darf das ernst nehmen. Es gibt kein Entweder-Oder, nur ein Herantasten an das, was für mich passt.


Dienstag, 27. Oktober 2020

Tag 27 ...

Alles neu machte der Februar. Da traf ich jemanden ganz besonderes und sie hat mein Herz erobert und ich ihres. Und nun ich habe mein ganzes Leben umgestellt und bin zu ihr gezogen in einen anderen Teil der Schweiz. Von den BernerInnen zu den ZürcherInnen. Meine Arbeit habe ich am 30.9. nach fast 8.5 Jahren aufgegeben und meine Wohnung am 21.10. nach 15 Jahren.

Nun ist Tag 27 meine neuen Lebens und ich bahne mir einen neuen Weg.

Es ist immer noch ein Umgewöhnen! Der Schritt hat Mut gebraucht, sehr viel Mut. Doch ich bin froh, dass ich es wagte und jeden Tag wage ... Das Gewöhnliche bekommt mir nicht.

Freitag, 6. April 2018

Spiel des Lebens

Lektionen

Eine nach der anderen. Aber ich bin eine gelehrige Schülerin ... und das Lernen macht mir nun sogar Freude. Je stärker ich die innere Stimme wahrnehme. Die Lektionen kommen subtiler daher und mit weniger Wucht. Ich entdecke die Freude am Spielen damit. Ja, ich erfreue mich tatsächlich daran. An den guten Tagen. An den schlechten finde ich eh, dass Hopfen und Malz schon lange verloren sind .. und das Leben eine falsche Bitch ist. *trockenes Lachen* ;)

Ich versuche, mich nicht mehr selber zu bescheissen und achte auf die Resonanzen in meiner Umgebung. Ich lerne, klare Grenzen zu setzen. Bei manchen Menschen hilft nur ein Schuss vor den Bug. Ich lasse mich nicht mehr als Projektionsfläche benutzen und versuche, die Menschen in meiner Umgebung vor meinen Projektionen zu bewahren. Egal ob es sich um Ängste oder Wünsche oder Wut handelt. Raus aus den Spielen und Spielchen!

Tarot
7 der Kelche: Pflücke einen Traum, lasse dich nicht von Illusionen blenden und aufhalten.

PS: Manchmal reicht es, meine Grenzen aufzuzeigen, um Hass und einen Schwall Emotionen auf mich zu ziehen. Etwas was ich nicht will, ist jemanden zu verletzen. Diese Zeiten sind wirklich vorbei als ich das brauchte.

Und doch passiert es. Durchs Aussprechen von gefühlten Wahrheiten und dem Ziehen von Grenzen verletze ich. Ich falle nicht mehr ins Bodenlose wenn ich es bemerke, aber kalt wird mir. Das Gefühl jemanden verletzt zu haben, das finde ich Scheisse.

Ich merke, da sind wüste Stellen in meiner Seele, wo kaum was gedeiht. Ödland. Verletzungen. Narben. Und die werden deutlich, wenn meine Grenzen überschritten wurden. Du oder ich. Deine oder meine Wahrheit. Leben oder Tod. Und ich entscheide mich für mich und das Leben.

Und das Ödland in mir, es schmerzt mich genauso sehr, wie jemand anderen verletzt zu haben. Ich trauere dann wegen beidem.

Ich fühle, also bin ich.

Sonntag, 20. August 2017

Kleinst-Urlaube / Zwischenräume gestalten / Work-Life-Balance

Ich habe vieles in meinem Leben der Nützlichkeit unterworfen und dem geordneten Tagesablauf. So bleibe ich zwar arbeitsfähig, aber das reicht einfach nicht aus. Es kann nicht sein, dass mein Leben nur in bestimmten Zeiträumen "stattfindet" in denen ich erholt und mental fit genug bin, um es auch zu geniessen. Es gib genug Gründe, mich bei der Arbeit zu ärgern. Ich will in Zukunft nicht mehr jeden Grund dazu wahrnehmen :)

Ich kann mein Leben nicht auf später aufschieben
Da am Abend nach der Arbeit und am Wochenende nicht immer Energie für die geplanten Aktivitäten da ist, muss ich meine Woche nochmal unter die Lupe nehmen. Was mir auffällt: Das Geniessen kommt allgemein zu kurz bei mir, ich bin eher in Daueranspannung. Mein Leben aus Wochenende zu schieben, funktioniert aber nicht. Abhilfe schaffen mir kleine Oasen im Alltag.

Gemeinschaft neu lernen
Das Zusammensein mit anderen erlebe ich nun anders als früher. Das ist inzwischen auf eine Art erholsam, dass ich einfach mal aus meinem Denkgebäude herauskommen kann. Die negativen Erfahrungen aus meiner Kinder-Vergangenheit müssen sich nicht wiederholen, denn ich werde inzwischen respektiert. Das Mass (wie oft und wie lang in in Gemeinschaft bin) entscheidet hier und auch die Menschen, mit denen ich zusammen bin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich an jedem (Arbeits)Ort Menschen finde, mit denen ich gut auskomme und mit denen man sich auch etwas tiefergründig unterhalten kann. Meist sind es ein oder zwei. Und das ist eine gute Erfahrung. Ich selber schaue, was für mich stimmt und ich fühle mich freier in diesen Entscheidungen. Wenn es zwischenmenschlich stimmt, kann ich auch mal Loslassen. Und das hab ich sehr vernachlässigt, das Loslassen.

Mit dem Fluss treiben lassen
Zwei Mal war ich Mittags mit Arbeitskollegen in der Aare in Bern schwimmen. Das fand ich schön. Diesen grünen kühlen Fluss mitten in der Stadt zu haben, ist eine Wohltat. Eine Farbe wie Gletscherwasser (das Wasser kommt ja auch aus den Bergen) und man hört millionenfach die kleinen klirrenden Kiesel, die von der Strömung mitgetragen werden. Auch ausserhalb des Wassers. Ein ganz eigentümliches Geräusch ...

In die Bäume sehen
Am Arbeitsplatz hab ich eine Vertraute gefunden, die mir zur Freundin wurde. Mittags sind wir immer wieder in einem kleinen Park mitten in Bern. Auf der PicNic-Decke zu liegen und in die Bäume zu schauen, das geniesse ich.

Antizyklisch unterwegs sein
Wochenendtrips und Wochenendausflüge finde ich alles andere als erholsam. Kaum da, ist man schon wieder weg. Oder man sitzt mit der halben Schweiz im Zug, weil alle in die Berge wollen. Wo man sich dann gegenseitig an den schönsten Orten auf den Füssen rumlatscht. Es mag Menschen geben, die das geniessen können. Ich gehöre ganz bestimmt nicht dazu! Die Alternative: Das Unscheinbare zu geniessen, das ganz in der Nähe liegt. So wie wir es hier und hier gemacht haben. Das ist nah, machbar, überschaubar -- und unterwegs sind so wenig Menschen, weil alle an den "schönen Orten" sind :)

Yuhuhuuuuu .... viel Grün und Landschaft für lau!


Dienstag, 21. Februar 2017

Jump & Run

Ich merke, dass ich einen recht flachen Schlaf habe derzeit. Viele Träume in denen ich durch endlose Gänge und Labyrinthe laufe, richtige Hindernisparcours wie in manchen Gameshows. Postenläufe durch schöne Gartenlandschaften und fantastische Kulissen -- nur ohne wirklich an ein Ziel zu kommen oder zu wissen, warum ich da unterwegs bin.

Bei meinen Erkundungen bin ich sehr präsent, auch wenn das Umherirren wirklich in fast jedem Traum vorkommt. Meine Stimmung im Traum ist hoffnungsvoll und neugierig. Und es ist mir immer klar, dass die Struktur wirr ist und nicht ich wirr bin.

Es ist fast wie so ein altes «Jump & Run»-Spiel ... nur eben in High Definition. Es ist immerhin sehr abwechslungsreich weil ich immer wieder durch eine andere Kulisse laufe ... Ich weiss nur nicht, wieviele Levels dieses scheinbar endlose Game hat. Aber so lange das Unterwegssein jede Nacht dermassen spannend ist ... ist das auch egal!

Trotzdem bin ich froh, wenn ich in diesem Game mal eine Pause bekomme.
In knapp 2 Wochen habe ich Urlaub. Da ziehe ich der Konsole vorübergehend den Stecker. Ein paar Leben extra hab ich immer.

Sonntag, 5. Februar 2017

Das Leben im Zeitalter der Disclaimer

Wenn ich meine letzten Posts durchgehe, klingt es in meinen Texten etwas dramatisch. Die letzten beiden Wochen war es eine rechte Achterbahn, meinen eigenen Standpunkt zu finden. Den habe ich gefunden. Ich musste mich einmal richtig für mich selber wehren und am Ende war ich damit sogar erfolgreich. Es ging dabei um Berufliches.

Nun merke ich, dass diese Auseinandersetzung mich ziemlich Substanz gekostet hat. Sowas nimmt mich eben stärker mit als andere. Schnell komme ich aus dem Tritt, bin verunsichert. Andererseits hat mich diese Erschütterung im Alltag auch standfester gemacht und mich dazu bewegt, mich für mich einzusetzen. Ich habe gemerkt: So nicht!

Das war eine neue Erfahrung, mich bemerkbar zu machen und es war wichtig für mich. Vor allem auch, dass ich damit tatsächlich vorwärtsgekommen bin. Wahrscheinlich hilft mir das auch, dass ich es beim nächsten Mal etwas weniger dramatisch empfinden kann.

Wenn ich in meinem Blog etwas (scheinbar) Dramatische(re)s oder Emotionales poste, habe ich hinterher immer das Bedürfnis, es relativieren zu wollen. Oder zu müssen? Ich habe den Eindruck, dass ich es genauer und noch vieeeel differenzierter beschreiben muss. Ich will niemanden alarmieren oder antriggern oder sonstwas. Ich mache manchmal solange am Text rum bis ich es zerredet und zerschrieben habe.

Aber ich merke auch, dass ich darauf immer weniger Lust habe. Ein Blog ist immer eine Sammlung von Fragmenten, deshalb nenne ich den Laden hier ja auch "Notizen von Unterwegs". Wenn ich dabei manchmal als Dramaqueen und Hypersensibelchen erscheine, dann ist das halt so. Man kann die Meinung der anderen nicht vorwegnehmen, sonst braucht man gar nichts in Netz zu schreiben!

Mir wird beim Bloggen immer mehr bewusst, dass ein/e Leser/in nie genau das verstehen wird, was diese textlich festgehaltenen Fragmente für mich bedeuten und ob es die "dramatisierte Fassung" ist, weil ich es eben gerade so empfinde. Damit muss ich leben.

Auch nach einem zehnseitigen Disclaimer wird niemand mein Leben 1:1 verstehen können. So wie ich auch niemals das Leben von jemand anderem voll verstehen werde! Das Leben ist eben so. Jeder lebt schlussendlich nur sein eigenes ...

Dienstag, 25. Oktober 2016

Genug gewinkt (Schiff nach Nirgendwo)

Sehnsucht ist nur eine schlechte Angewohnheit. Es ist doch so, dass man Dinge bedauert/betrauert, die nicht so sind, wie man es gerne hätte. Damit beschäftigt man sich. Die Wunde darf nicht heilen. Man betrauert Momente, die mal waren und nun vorbei sind. Oder dass die Dinge anders gekommen sind, als man es sich gewünscht hat. Bedauert Freundschaften, die vorbei sind. Oder man erwartet etwas von jemandem, dass dieser jemand (jetzt oder generell) nicht im Stande ist zu geben.

Darüber vergisst man, dass dies kein Zustand ist -- sondern, ab einem bestimmten Punkt, eine hausgemachte Misere. Weil die Sehnsucht sich ab da im Innern epidemiemässig ausbreiten kann. Wehmut ist eine süsse Sucht.
Man vergisst/übersieht nun Menschen, die einen mögen, übersieht Gesten der Zuwendung, wenn sie von anderen oder (noch) Fremden kommen. Man vergisst das Gute. Das was jetzt gerade gut ist. Man kann es nicht zulassen, weil das Schiff nach Nirgendwo schon lange weg ist, während man noch am Ufer steht und dem leeren Horizont nachwinkt. In einer seltsamen Hoffnung auf Wunder.

Und man verpasst das, wozu man als Erwachsene/r jetzt selber im Stande ist. Das was man sich selber geben kann. Selbstfürsorge ist wichtig. Vor lauter Wehmut hat man das aber komplett vergessen und verlernt, verdrängt. Die Sehnsucht ist vertraut und ist ein warmer aber schwerer Mantel, den man eben aus Gewohnheit trägt.

Ich möchte diesem Bedauern immer weniger Raum geben. Ich habe jetzt lange genug am Ufer gewinkt! Es ist gut. Es frisst nur Kraft und macht traurig. Ich will mehr in dem leben, was wirklich da ist. An Gutem. An Sinnreichem. Ich will auch das mehr wertschätzen, was bei mir vorhanden ist. Es gibt einiges, worauf ich aufbauen kann. Mut zum Neuen, einmal mehr.

In diese Richtung zu gehen, fühlt sich kraftvoll an.

Samstag, 1. Oktober 2016

Einen Punkt machen



So. Nach zwei schweren Posts möchte ich einen Punkt machen und mich jetzt um mich selber gut kümmern. Vieles ist jetzt aufgeschrieben und ist gut so.

Jetzt kann ich mich anderem widmen. Es fühlt sich gut an. Nach mir selbst.

Die alten Schleifen und Bahnen sind erkannt und gebannt.

Ich liebe das Leben. Drum muss manches halt niedergeschrieben werden, damit der Atem und der Blick wieder frei wird. Und auch das Herz ...

Donnerstag, 1. September 2016

Stürmisch ...

Gerade. Die Innenwelt tobt. Und da ist rein gar keine Lust auf Mittiges. Suche nicht nach Harmonie. Für einmal. Sondern ich will alles in Frage stellen. Es drängt mich, mich Unbequemem zu stellen. Innere Antworten zu suchen statt mainstreamig dahinzudümpeln. Wut. Habe zu lange mich ins Schema fügen wollen. Passt einfach nicht mehr ... soviel ungelebte Energie! !!
Sollte mich mit 37 Jahren doch noch die Pubertät erwischen ...

Samstag, 30. April 2016

Nach wie vor ohne Masterplan, aber glücklich

Zwei weitere Kran-Tiere

Weiterhin sehe ich allerorts Krane, als würde ich sie suchen. Allein aus meiner Wohnung heraus sehe ich zur Zeit vier von ihnen, zeitweise waren es sogar fünf. Diese starren Wesen, die sich arbeitend um eine Mitte -- und nebeinander und übereinander weg bewegen, faszinieren mich. Mir kommen sie vor wie Wesen die miteinander kommunizieren. Störche, Kran-iche. Eine gewisse Melancholie liegt jedoch darin, dass sie sich zwar übereinander weg bewegen, sich aber nicht berühren können.       



Im Alltag sammle ich Highlights, die etwas Glamour in mein Leben bringen. Proviant. Sei es morgens am Bahnhof -- die Oma 70+ mit den nietenbesetzen Rockerstiefelchen -- oder Bücher (siehe nächster Abschnitt) -- oder simples wie ein knallfarbiger Nagellack!

Ein Buch über Vivienne Westwood hab ich kürzlich gelesen, das ich sehr empfehlen kann. Eine Biografie, von der Queen of Punk herself gutgeheissen und autorisiert. Das Buch, es wirkte wie ein Staubsauger für meine Seele. Eigene gestalterische Ideen für Accessoires tauchen wieder auf, nachdem sie lange in der Versenkung verschwunden waren. Habe schon als Kind Recyclingschmuck gebastelt. Inspiriert ging ich nach dieser Lektüre jeweils schlafen.

Ian Kelly und Vivienne Westwood: 
"Vivienne Westwood"
Eichborn Verlag
ISBN-13: 978-3847905714

Derzeit: Ich hab Lust darauf, mehr aus mir zu machen. Zum Beispiel eine Zusatzausbildung zu absolvieren. Wobei mir das "mehr aus mir machen" nach wie vor ein Rätselraten ist. Was genau soll es denn sein? Talentiert bin ich in einigen Bereichen. Ich komme inzwischen im Alltag gut zurecht.  Und doch bin ich auch ziemlich ernüchtert, was den Arbeitsalltag angeht. Ich brauche meine kreativen Freiräume. Also ich werde mich in Sachen weiterer Bildung eher für etwas entscheiden, das mir wirklich Freude macht, als für etwas, das gleich umgehend "nutzbar" ist. Freude am Unnützlichen ^_^ ...

Sometimes: All you need ist pink ...

Zudem wird mir immer wieder bewusst, dass ich mit sowieso nicht nach den allgemeinen Leistungsmassstäben messen darf. Dermassen angstgesteuert wie ich lange gelebt habe, kann ich nun auch nicht gleich den Schalter umlegen und auf "Turbo" schalten. Das würde meiner Natur nicht gerecht. Geduld, Selbstachtung und Selbstwert. Wichtige Stichworte. Mir immer mehr selber gerecht werden.

Ein grosses "Projekt" wie eine Ausbildung, das darf ich einfach nicht unterschätzen. Daher werd ich den Ball flach halten, aber die Augen und Ohren offen. Und das Herz auch. Und jeden Moment geniessen, der mir Genuss bietet. Die letzte Ausbildung hat mich echt Kraft gekostet, das steckt mir noch in den Knochen. Ich bin einfach nicht der Minimum-Typ. Nö. Ich engagiere mich manchmal zu sehr. Und wenn ich ein Ziel habe, bin ich streberig. Ich spüre meine körperlichen und psychischen Grenzen jetzt sehr deutlich und ich halte mich inzwischen auch daran. Und das hat mich stark und stabil werden lassen.

Ich hab Zeit. Es gibt keinen Torschluss fürs Lernen, solange der Geist mitmacht! Das ist eine der Lektionen, die ich von Frau T. gelernt habe. Sie hat sich immer wieder neue Aufgaben gesetzt und war bis ins hohe Alter geistig wach, und interessiert an dem, was um sie herum und in der Welt passiert.

Nach wie vor ohne Masterplan. Aber glücklich!

Dienstag, 1. März 2016

Für die Outlaws des Tierreichs

Dass ich auch den Krabblern und anderen Outlaws der Tierwelt etwas abgewinnen kann, hab ich verschiedentlich erwähnt. Dass aber jemand (fast) eine ganze Website in den Dienst von oft verkannten Tieren, Lebewesen und Ökosystemen stellt -- das ist einer besonderen Würdigung wert:

Freitag, 2. Oktober 2015

Leichter Leben

Mein Fokus ist immer viel zu schnell bei den schweren, schwierigen und belastenden Dingen. Mir wird neu bewusst, wie wichtig es für mich ist, innerlich aufrecht zu bleiben und mich dem Schönen zu zuwenden.

Nicht alles was mich betroffen macht, ist wirklich "meins". Es darf mir gut gehen. Und das ist ok. Die Schwermut ist sowieso immer nur einen Schritt weit weg. Ich muss es mir da nicht noch schwerer machen! Die Last der irdischen Daseins kann erdrückend sein. Der Herbst trägt das seine dazu bei. Ich finde das Leben auf diesem Planeten manchmal schwierig.

ABER: Ich muss nicht beim kleinsten Regen gleich auf den Grund der Ozeane sinken. Wenn mir auch nicht oft nach Jubeln zumute ist, so will ich trotzdem weiter leben und ich lebe gerne! Mich zu freuen ist so schwer manchmal. Darum habe ich bewusst begonnen, mich dem Schönen zu zuwenden, das eben auch da ist. So kann ich sogar anderen etwas weitergeben. Wenn ich fertig bin mit der Welt, kann ich das nicht. Ich will mich, trotz meinem Hang zur Schwermut, leicht fühlen.

Wenn ich bereit bin, auch beim Schönen genau hinzuschauen. Wenn ich mich der Schwermut und der Leichtigkeit gleichermassen widme, stehe ich aufrecht. Wenn ich das Auf und Ab des täglichen Lebens annehme, lebe ich leichter. Wenn ich mich sträube und aufbegehre -- geht es schneller und tiefer runter. Klingt fatalistisch, aber ich empfinde es als richtig für mich, eine gewisse Ergebenheit dem Leben gegenüber zu haben. Das macht es leichter für mich, mein Leben als lebenswert zu empfinden.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Ich will

Ich will positiv denken
Ohne zu banalisieren

Ich will vorsichtig sein
Ohne meinen Ängsten zu verfallen

Ich will realistisch sein
Und an meine Träume glauben

Ich will nachdenklich sein
Und ansteckend Lachen können

Samstag, 6. Juni 2015

"Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche."

Dieser Satz hat sich einmal bei mir festgehakt, da war ich noch ein Teenie. Und seither habe ich ihn nicht mehr vergessen. Es war ein Buchtitel, das Buch habe ich dann gar nicht gelesen. Das Zitat war mir Anstoss genug. Es hat mich geärgert! Das klang für mich so unerträglich schicksalergeben ..

Aber irgendwo im Hinterstübchen hat das seither immer geschlummert.

Als ich den Satz in die Suchmaschine eingegeben habe, stosse ich darauf, dass es ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer ist, dem evangelischen Märtyrer aus der Nazizeit. Dass dieses Zitat aus so einem berufenen Mund stammt, passt für mich. Er wusste sicher, wovon er spricht.

Ich war immer ein sehnsüchtiger Mensch mit grossen Plänen und vielen Träumen. Die Realität war weniger meine Domäne. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass Fundamente wichtig sind, um im Leben Träume verwirklichen zu können. Wenn der Träumerin Fundamentales fehlt wie Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Geduld - dann muss auch der lohnendste Traum scheitert.

Und: Nicht jeder Traum ist umsetzbar. Das war eher eine bittere Erfahrung.

Manches ist einfach gegeben und ich nehme heute es so an, wie es ist. Das ist ein sehr anstössiger Gedanke, in der jetzigen Welt: Schicksalergebenheit Zuzugeben, dass die Selbstoptimierung Grenzen hat. Dass es Dinge gibt, die nicht in unserer Macht liegen und ausserhalb unserer Reichweite. Dass ich nicht alles haben kann, was sich schön präsentiert und in Greifweite in der Schaufensterauslage des Lebens liegt, nur weil ich es möchte.

Ich nehme heute an, dass es so etwas wie Fügung wirklich gibt. Und eine höhere Macht? Ja, auch das.

Heute stosse ich mich nicht mehr an diesem Zitat, sondern kann ihm zustimmen. Ich finde nicht mehr, dass es schicksalsergeben klingt. Oder vielmehr: ich finde es nicht mehr schlimm, mich in meinem Schicksal hinzugeben. Ich kann damit leben, dass manche meiner grössten Wünsche vielleicht nie in Erfüllung gehen (eine eigene Firma, Segeln auf den Weltmeeren, ein Leben als Dona Juana ;) zB.).
Vielleicht werde ich etwas davon umsetzen, vielleicht auch nicht. Ich habe gerade nichts, was mich besonders drängt.

Und das sind ja wirklich keine besonders hehren Ziele, eher ein paar magere Beispiele. Sie fallen weit von dem ab, was Bonhoeffer einst damit gemeint haben mag.

Aber was ich damit sagen will ist: Ich bin bereit, das Leben anzunehmen, so wie es sich mir bietet. Ich bin kein besonders mutiger oder aktiver Mensch. Auch nicht besonders ausdauernd. Aber ich bin neugierig und fröhlich. Und ich stelle mich den Herausforderungen, die sich mir bieten. Ich bin bereit, zu leben.

Ich bemühe mich darum, die Welt besser zu machen, in dem ich bewusst mit mir selber und mit anderen Menschen umgehe. Möglichst friedlich. Ich fordere nicht nur, sondern ich gebe auch. Das scheint mir auch so ein weiterer Knackpunkt.

Die jetzige Welt ist so voller Schein, als wäre das Leben eine einzige Party und 24h Konsum. Der Körper ist ein Lifestyleprodukt und alle haben tollen Sex. Alles ist möglich oder käuflich. Kredite gibts ja heute eben auch problemlos.

Ein erfülltes Leben ist jedoch was ganz anderes, in meinen Augen. Und leider nicht käuflich zu erwerben!

Es ist nicht alles möglich. Es ist für mich ok. Ich glaube daran, dass alles einen höheren Sinn hat und ich gestehe mir ein, dass das mein Verstehen bei weitem übersteigt.

Trotzdem finde ich das Leben lebenswert. Ich schiebe deswegen nicht mehr mein Leben auf unbestimmte Zeit auf, nein, ich geniesse es, wenn das Leben mir Genuss bietet und ich leide daran, wenn das Leben Leiden bedeutet, aber ich nehme Tag um Tag, denn Leben, das ist das, was passiert während man andere Pläne macht ...*






* Wie Herr Ackerbau in seinem Kommentar richtig bemerkt, endet mein Posting mit einem Zitat von John Lennon, was mir gar nicht bewusst war: life is what happens to you while you're busy making other plans

Samstag, 7. März 2015

Leben --- einmal mit allem

Auf der Welt sein. Auf die Welt kommen. Eigentlich möchte man nur schöne Momente erleben. Keine Krankheiten, keine traurigen Abschiede, keinen Liebeskummer und keine Verletzungen. Doch das Leben ist anders. Es ist voller Widersprüche, Ungerechtigkeit, Missverständnissen, Ängsten, Brüchen, Verwirrungen und anderen Hindernissen. Das ist das Leben auf der Erde. So ist es. Das verbaut den Blick aufs andere, was eben auch immer da ist. Ganz nah. Liebe zum Beispiel. Da ist immer Liebe. Wir sind manchmal nur nicht fähig, sie rauszulassen oder uns ihr zu öffnen. Es gibt immer genügend Gründe, dichtzumachen. Doch das Leben ist auch voller Schönheit und wunderbaren Erlebnissen, es gibt stille Momente und grosses Glück. Da ist alles beieinander.

Das Schwierige ist nur, dass man, während man auf den steinharten Brotkanten vor sich starrt, schnell den bis zum Bersten gefüllten Obstkorb hinter sich vergisst .. 



Buchtipp:
"Liebe - das Geschenk des Himmels" von Lorna Byrne

Wieder mal geschafft - Auszeit für die Seele

Nun ist es endlich soweit, und ich kann zwei Wochen ausspannen. Ich freue mich so an dieser freien Zeit. Das ist Gold für mich. Um mehr Abstand und einen klaren Kopf zu bekommen, ist eine Flugreise geplant. Am Montag fliege ich mit meinem Lebensgefährten für 12 Tage nach Teneriffa.

Dass ich nun die Zeit bis zu meinen Ferien doch noch geschafft habe, hat mich selber erstaunt. Keine Fehltage gehabt bei der Arbeit seit Anfangs Jahr. Im Gegenteil. Noch nie hatte ich soviel Überzeit. Nicht dass ich es darauf angelegt habe. Es war einfach zuviel Arbeit. Und ich wollt nicht alles meinem Kollegen überlassen.

Ich kann inzwischen mehr leisten bei der Arbeit und ich tue es auch. Es ist ein ständiger Balanceakt und ich habe die letzten Monate kräftemässig oft am Limit gelebt. So richtig ermessen kann das nur ich selber. Ich glaube nicht, dass meine Umgebung (auf der Arbeit oder auch privat) das richtig versteht. Privat habe ich niemanden, der mich wirklich unterstützt. Ausser meinem Lebensgefährten, der mich kennt und versteht wie niemand anders es tut. Meine grösste Hilfe in meinem Leben.

Ich war sehr erschöpft in letzter Zeit, was man wohl auch an meinen Posts gemerkt hat. Zeitweise fiel es mir einfach nur schwer, den Kopf oben zu behalten und weiterzumachen.

Zeitweise wollte ich einfach nicht mehr (so) weitermachen. Doch die Zeiten der Verweigerung sind vorbei. Die Zeiten von verbrannter Erde und abgebrochenen Brücken hinter mir. Das ist mir zu extrem. Das macht zu vieles noch schwerer. Zerbrochenes Geschirr und schnelle Fluchten haben mich bisher auch nicht weiter gebracht. Ich bin zu oft aus schwierigen Situationen abgehauen. Seit fast 10 Jahren stelle ich mich nun meinen Ängsten, denn 2006, da begann mein Weg in die Arbeitswelt. Einer Welt die ich immer noch als "draussen" empfinde und in der ich oft fremd bin.

Mein Selbstvertrauen wächst in kleinen Schritten. Wirklich langsam. Es gibt immer wieder Tiefs. Die Ängste sind meist nur einen Schritt weit weg. Die Hektik und Oberflächlichkeit des modernen Lebens ist nicht mein Ding. Sie stressen mich. Es wird oft schnell entschieden und gehandelt ohne längerfristigen Plan dahinter. Ich bin eher bedächtig. Manchmal auch im Denken bei der Arbeit. Manche würden es "langsam" nennen. Doch meine Arbeit hat Qualität, ich denke mit bei Prozessen, denke voraus --- und habe den Kunden und seine Zufriedenheit im Sinn.

Perfekte Arbeit abzuliefern ohne dass es auch zwischenmenschlich passt, ist nicht meine Sache. Ich habe viele positive Feedbacks diesbezüglich bekommen in letzter Zeit. Meine Arbeit wird von den Kunden geschätzt. Vor der "Sache" kommt bei mir immer der Mensch.

Auch ist mir bewusst geworden, dass ich eher jemand bin, der im Hintergrund wirkt. Ich bin in der zweiten oder dritten Reihe wohl, oder auch weiter hinten, und bin keine Frau für die "Front". Ich stehe mehr für Konstanz und Überlegtheit als für schnelle Aktionen.

Ich weiss, dass es wieder besser kommt in meinem Leben. dass ich meinen Platz finden werde. Ich ruhe in mir selbst und ich fühle mich beschützt und begleitet. Ich habe ein gutes Gefühl für mich selbst und auch für andere. Dies wird mir die Zukunft weisen.




Mittwoch, 18. Februar 2015

Was gibts über das Leben zu berichten?

Was gibts über mein Leben zu berichten? Puuuh... Das Jammern lass ich ebenso wie das Jubeln. Zwischendurch erlebe ich es als schwer; da ist noch so viel zu lernen! Ich stosse mich an den "Umständen" im Alltag manchmal grün und blau. Bevor ich wieder drüber lachen muss, auch über mein eigenes Getue und Gewese und das Rollenspiel wieder akzeptiere, das wir Menschen hier unten aufführen.

Gleichzeitig ists auch heiter wie schon ewig nicht mehr, mein Leben, es ist kicherig und quirlig wie in (Klein)Kindertagen zuletzt! Es ist jeden Tag neu herausfordernd, das Leben, mein Leben, manchmal echt schwierig - und auf jeden Fall stets, auch wenns vergessen geht im Alltagsgrau der Alltagsfrau: ist es immer wieder aufs neue vor allem eins: Lebenswert!

Mittwoch, 10. September 2014

Ich will

Ich habe gemerkt, dass ich immer noch viel Energie darauf verwende, das was mir nicht guttut abzulehnen, mich viel damit zu beschäftigen, statt das zu fördern und zu erforschen, was mir gut tut!

Ich will
das gute, neue, starke
Leben.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Mehr Leben

Manchmal fühle ich mich, als würde ich nach wie vor nur zu einem Teil am Leben teilnehmen. Altes drückt mich noch und mein Weg erscheint in diffusem Licht. Das ärgert mich dann oder macht mich betroffen, frustriert.

Andererseits gehts mir so gut wie nie und das muss ich mir dann selber immer wieder bewusst machen! Dass der Weg halt nach wie vor etwas unklar ist, das ist wirklich nicht sooo tragisch! Dass ab und an einiges eher mühsam ist und es auch trübere Tage gibt, ist doch einfach menschlich: So ist das Leben!

Ab all den kleineren Stolpersteinchen muss es mir also wirklich nicht bange sein.
Ich habe weitaus Grösseres gemeistert!

Deshalb ist für mich Rückschau halten wichtig, erst im Vergleich mit dem Gestern sehe ich, wie weit ich tatsächlich gekommen bin. Auch mein Freund erinnert mich ab und zu daran, an Schwieriges, das ich geschafft habe, vieles habe ich bereits vergessen! Klar, das ist gut - und trotzdem darf es nicht komplett vergessen gehen. Es geht ja nicht (mehr) ums Bejammern was alles früher nicht so war, wie es hätte sein sollen/können .. denn bei wem gibt es das nicht?!
Es geht darum, mich zu verstehen und mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben.
Gegenwärtig sein und bewusst, mich kennen. Herauszufinden was mich wirklich bewegt.

Es geht mir darum, mehr Leben in mein Leben zu bringen.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Wir können nicht ...

... aus unserer Haut.

Aber wir können DARIN LEBEN.