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Samstag, 27. August 2016

Ernüchterung und neue Chancen (Arbeit 2)

Hier gehts zu Teil 1

 

Ich war mal n Star, die Party ist vorbei

Im geschützten Arbeitsleben war ich sowas wie ein Star. Weil ich mich reingenkniet habe und endlich auch mal drangeblieben bin. Das konnte ich mir dann im normalen Arbeitsalltag ganz schnell abschminken. Als kleines Rädchen im Getriebe lobt dich selten jemand: Ach du tolles Rädchen, fein machst du das! 

Aber am Anfang war das ein Drama für mich. Darüber kann ich heute (liebevoll) grinsen.

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Es geht halt doch immer weiter, das schon. Aber WIE geht es weiter?! Immer mehr vom Gleichen bis zur Rente oder gibts da auch noch ein Leben? Krass ausgedrückt .. ;)

Dass ich nicht vorwärts komme ist auch nur ein Teil der Wahrheit. Meine Fortschritte bei der Arbeit sind immens. Was mir letztens mein Chef genauso gesagt hat. Und ich "weiss" es auch. Ich bin jetzt mehr als vier Jahre an dieser Stelle und bin eine ganz andere Frau geworden. Oder mehr die, die ich eigentlich bin.

Weil ich ganz viele Ängste abbauen konnte, und auch meine Kompetenz für diesen Job immer weiter ausbauen konnte. Nur ist er etwas ... beschränkt ... der Job. Ich unterschreite täglich meine (kreativen) Möglichkeiten, weil die Kunden es so wollen und nichts anderes gewünscht wird.

Ich schmeisse Werbung in die Welt, deren Inhalte ich wenig bis gar nicht mitbestimmen kann. Und ich habe keinerlei strategischen Einfluss auf diesen Prozess. Ich kann keine grösseren Entscheidungen beeinflussen oder treffen, auch nicht, was unseren Arbeitsbereich anbelangt.

Freitag, 24. Juni 2016

Hilfe geben, Hilfe annehmen

Hilfebrauchen, Hilfegeben. War die letzte Zeit das Thema. Einerseits war ich selber immer wieder am Limit und froh um Hilfe (im Haushalt zum Beispiel) und andererseits konnte ich selber anderen helfen. Das geschah fast abwechselnd. Was ich interessant fand und auch schön. Manchmal auch überraschend.

  • Man kann Hilfe selten 1:1 zurückgeben. Und es ist auch nicht nötig. Wenn es 1:1 zurückgefordert wird, dann ist der Helfer selber zu bedürftig. Und man kann Hilfe nicht unbedingt an diejenigen Personen zurückgeben, von denen man selber Hilfe empfangen hat. Auch wenn man das gerne möchte. Was ich aber schön finde: Wenn das Leben seinen Lauf nimmt, ist man im besten Fall mal in der einen und mal in der anderen Position. Jeder gibt das dazu, was eben geht. Kein Beitrag ist zu gering. Es gibt eigentlich immer Möglichkeiten, wenn man die Augen und das Herz offen hält.
  • Es gibt verschiedene Formen von Hilfe. Mal ist sie materiell, mal ist es moralische Unterstützung oder eine andere Form von Hilfe. Auch ein Gebet kann helfen -- und den Kreislauf der Hilfe weiterbringen. Daran glaube ich. Manchmal zünde ich einfach eine Kerze an und widme diese in stillen Gedanken einem Menschen oder einem Geschehnis. Und ich habe es immer wieder auf diese Art erfahren, dass mir Hilfe zukam. Auch in Momenten in denen ich gar nicht mehr weiterkam und plötzlich ging es wieder, wurde ich auf geheimnisvolle Weise unterstützt. Und ein paar Mal erfuhr ich später, dass jemand für mich um Hilfe gebeten hat. Wir bekommen Hilfe und Unterstützung nicht immer in der Form, in der wir sie erwarten. Die Wege der Höchsten sind unergründlich ... Das Herz offen halten, auch für ungewöhnliche Lösungen.
  • Auch wenn von mir Hilfe (ab)verlangt wird, bin ich nicht dazu genötigt, diese zu geben. Und über die Form und die "Grösse" der Hilfe bestimme ich selber. Das bin ich gerade am Lernen. Ich habe mich auch schon zurückgezogen und in der Stille für jemanden gebetet, weil alles andere zu sehr an meinen Kräften zehrte. Es gibt Momente und Situationen, da kann ich nur ein Stossgebet beisteuern, weil ich mich zum anderweitigen Helfen nicht im Stande sehe

... es gäbe noch einiges dazu zu schreiben, was mich auch noch beschäftigt ist, aber für heute ist das für mich ausreichend.