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Dienstag, 7. November 2017

Ich will mehr Zauber ... !



Her mit dem Schönen! Ich hab beschlossen, dass ich mehr Zauber in meinem Leben haben will und ich zieh es jetzt einfach konsequent durch *g*. 

Wenn weit und breit nur nur Quark zu sehen ist, dann tröste ich mich damit, dass Quark immerhin sehr proteinreich ist ... Da ich eher ein vorsichtiger Mensch bin, tut es mir gut, öfter die rosa Brille anzuziehen. Denn es gibt noch genug Situationen, die ich stressig, belastend oder zum Fürchten finde.

Ich bin FÜR mehr Farben, Licht, Schönheit und Freude in meinem Leben, denn das tut meiner emotionalen und mentalen Immunabwehr gut. Mist gibt es eh genug und dafür braucht es genug Power und den passenden Soundtrack, um den zu durchwaten. Die glücklichen Momente zu kitzeln bis sie kichern und in allen Farben leuchten ... ist wertvoll geworden für mich.

Passend zu den Pilzen vom letzten Post habe ich hier noch einige neue Pilzkollegen ein wenig aufgepeppt, und wer mag, kann mir auch over the Rainbow nach Insta followen ...

Sonntag, 20. August 2017

Kleinst-Urlaube / Zwischenräume gestalten / Work-Life-Balance

Ich habe vieles in meinem Leben der Nützlichkeit unterworfen und dem geordneten Tagesablauf. So bleibe ich zwar arbeitsfähig, aber das reicht einfach nicht aus. Es kann nicht sein, dass mein Leben nur in bestimmten Zeiträumen "stattfindet" in denen ich erholt und mental fit genug bin, um es auch zu geniessen. Es gib genug Gründe, mich bei der Arbeit zu ärgern. Ich will in Zukunft nicht mehr jeden Grund dazu wahrnehmen :)

Ich kann mein Leben nicht auf später aufschieben
Da am Abend nach der Arbeit und am Wochenende nicht immer Energie für die geplanten Aktivitäten da ist, muss ich meine Woche nochmal unter die Lupe nehmen. Was mir auffällt: Das Geniessen kommt allgemein zu kurz bei mir, ich bin eher in Daueranspannung. Mein Leben aus Wochenende zu schieben, funktioniert aber nicht. Abhilfe schaffen mir kleine Oasen im Alltag.

Gemeinschaft neu lernen
Das Zusammensein mit anderen erlebe ich nun anders als früher. Das ist inzwischen auf eine Art erholsam, dass ich einfach mal aus meinem Denkgebäude herauskommen kann. Die negativen Erfahrungen aus meiner Kinder-Vergangenheit müssen sich nicht wiederholen, denn ich werde inzwischen respektiert. Das Mass (wie oft und wie lang in in Gemeinschaft bin) entscheidet hier und auch die Menschen, mit denen ich zusammen bin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich an jedem (Arbeits)Ort Menschen finde, mit denen ich gut auskomme und mit denen man sich auch etwas tiefergründig unterhalten kann. Meist sind es ein oder zwei. Und das ist eine gute Erfahrung. Ich selber schaue, was für mich stimmt und ich fühle mich freier in diesen Entscheidungen. Wenn es zwischenmenschlich stimmt, kann ich auch mal Loslassen. Und das hab ich sehr vernachlässigt, das Loslassen.

Mit dem Fluss treiben lassen
Zwei Mal war ich Mittags mit Arbeitskollegen in der Aare in Bern schwimmen. Das fand ich schön. Diesen grünen kühlen Fluss mitten in der Stadt zu haben, ist eine Wohltat. Eine Farbe wie Gletscherwasser (das Wasser kommt ja auch aus den Bergen) und man hört millionenfach die kleinen klirrenden Kiesel, die von der Strömung mitgetragen werden. Auch ausserhalb des Wassers. Ein ganz eigentümliches Geräusch ...

In die Bäume sehen
Am Arbeitsplatz hab ich eine Vertraute gefunden, die mir zur Freundin wurde. Mittags sind wir immer wieder in einem kleinen Park mitten in Bern. Auf der PicNic-Decke zu liegen und in die Bäume zu schauen, das geniesse ich.

Antizyklisch unterwegs sein
Wochenendtrips und Wochenendausflüge finde ich alles andere als erholsam. Kaum da, ist man schon wieder weg. Oder man sitzt mit der halben Schweiz im Zug, weil alle in die Berge wollen. Wo man sich dann gegenseitig an den schönsten Orten auf den Füssen rumlatscht. Es mag Menschen geben, die das geniessen können. Ich gehöre ganz bestimmt nicht dazu! Die Alternative: Das Unscheinbare zu geniessen, das ganz in der Nähe liegt. So wie wir es hier und hier gemacht haben. Das ist nah, machbar, überschaubar -- und unterwegs sind so wenig Menschen, weil alle an den "schönen Orten" sind :)

Yuhuhuuuuu .... viel Grün und Landschaft für lau!


Samstag, 3. Juni 2017

Handycrash

Ich bin ja eine dieser Smartphoneabhängigen, da oute ich mich jetzt mal. Also nicht dass ich als starrer ferngesteuerter Zmombie (Smartphone-Zombie) durch die Stadt laufe. Das nicht.

Aber ich nutze das Smartphone wirklich als All-in-One-Gerät. Vor allem als Kamera, um Infos zu suchen, als Notizblock, Uhr, Countdown beim Wäschewaschen (praktisch wenn man in einer Dachwohnung wohnt und in den Keller muss), zum Kontakthalten mit mir lieben Menschen (via Chatprogramme, Blog, Mail) ... Social Media benutze ich keine, das ist mir zu schnell und zu viel auf einmal (und oft zu seicht).

Telefonieren ist da fast nur eine Nebenfunktion!

Vorvorletzte Nacht ist mir mein gutes Teil dann verstorben. Komplett. Wiederbelebungsversuche blieben wirkungslos. Etwas gewundert hats mich schon, dass mich das so gestört hat. Einige Daten gingen verloren, zB alle meine Audiodateien und Notizen. Doch ich verschmerze es ;)

Ich weiss, wenn ich müsste, könnte ich wieder ohne sein, aber ich muss es ja nicht. IT ist irgendwie mein Ding, auch wenn ich eigentlich kein Techie bin und in vielem nur Basiswissen habe. Aber das www in der Hosentasche zu haben, ist halt schon mein Ding. Am liebsten würde ich es ja kremieren lassen, mein altes Sa-m-sung *grins*

Naja, seit gestern habe ich ein neues Telefon in Gebrauch und bin wieder online ;)

Dienstag, 9. Mai 2017

Von Mut und unbekannten Zielen

Mut beruht vor allem auf dem Willen, ihn zu haben.

Ellen Key, schwedische Reformpädagogin und Schriftstellerin
(1849 bis 1926)

Das sagt ein Spruch auf meinem Kalender gerade. Ich fühle mich resigniert, willenlos müdegekämpft und frustriert. Als würde mein Leben seit einiger Zeit nur noch in Schwarzweiss stattfinden. Ich habe Mühe, echte Lebensfreude zu empfinden. Wandernde Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich seit einigen Tagen. Mit der Selbstliebe ist es gerade nicht weiter her.

Wenn ich mich genau sortiere, dann erkenne ich einiges. Ich mag nicht mehr kämpfen. Und da muss ich mich halt auch fragen: Warum kämpfe ich überhaupt – und gegen wen oder was? Und wann, verdammt nochmal, ist mein Leben dermassen lustlos geworden?

Mir wird bewusst, dass ich vieles in meinem Leben bisher aus einer reinen Pflichterfüllung heraus erledigt habe. Roboterhaft. Oder ich habe meine hochfliegenden Träume ohne Basis und gleich auf Flughöhe leben wollen, wo ich, so als Mensch, gar nicht hingehöre -- und bin gescheitert. Und so habe ich es irgendwann sein lassen, nach eigenen Wegen zu forschen, zu erkunden, was für mich stimmt im Leben. Wie es für mich besser passen könnte.

Ich habe einfach irgendein Puzzlestück genommen und solange gemurkst, bis es scheinbar gepasst hat. War ja kein besseres da. Nun merke ich, dass es kein Ganzes ergibt, dass ich mir nicht mehr länger ein X für ein O vormachen kann. Kein Selbstbeschiss mehr möglich. Es ist mir nun klar, dass ich anderswo nach dem passenden Stück suchen muss.

Entweder war da bisher einfach zu viel Angst, zu viel Misstrauen meinen eigenen Wünschen gegenüber (nach den Misserfolgen) oder ich habe zu viel Kraft bei Ungeliebtem verloren unterwegs.

Auf jeden Fall war da in den letzten Monaten nicht genug Lebenskraft spürbar für mich, um den Kopf wirklich oben – und den Horizont offen zu halten.

Nun merke ich, dass ich den Kurs anders setzen WILL. Dass die Zeit reif wird.

Wenn ich MEIN Leben leben will, dann muss ich auch selber ans Steuer, das kann ich an niemand anderen abgeben! Und ich WILL es nun auch, denn es fühlt sich gut an. Meine Stärke kommt zurück, wenn ich mir innerlich den Kurswechsel zugestehe! Das stimmt für mich.

Dass ich über das WIE noch nicht Bescheid weiss, stresst mich endlich nicht mehr ..

P.S. . . . Das WIE klärt sich langsam:

Heute habe ich einer befreundeten Heilerin angerufen um einen Termin abzumachen. Den spirituellen und energetischen Bereich will ich nun unbedingt mit dabei haben.Der seltsame Schmerz ist in den linken Schulter- und Armbereich gewandert -- und ich will mich mit ihr besprechen und mich auch von ihr behandeln lassen. Sie ist eine starke und geerdete Persönlichkeit, hat eine sehr gute medizinische Grundausbildung und ist auch im spirituellen/energetischen Bereich erfahren und bewandert.

Ich merke, dass ich an einer wichtigen Schwelle stehe -- und Begleitung mir jetzt nur helfen kann, wenn sie genau für mich passt.


Mittwoch, 19. April 2017

Draussentage vs Bürotage

Verfrorene aber erholsame Ostertage mit dem Lebensgefährten -- alias Reisekamerad -- alias Lieblingsitaliener -- in Stein am Rhein verbracht. Unsere Lieblingsplätze wieder aufgesucht. Und sie immer noch für wunderschön befunden. Dieses Jahr waren nur sehr wenige Leute in den Gassen, es war wohl vielen einfach zu kalt. Die Burg Hohenklingen wartete am Ostermontag auf Gäste, die aber nur spärlich eintröpfelten. Wir wollten sie auch dieses Mal nicht auslassen, die sensationelle Aussicht.

Zurück im Büro die Erkenntnis; achja, Geldverdienen muss ja auch sein. Umpf. Hapere noch mit der Erkenntnis und weiss mich dabei in guter Gesellschaft.

Mittwoch, 5. April 2017

Was für ein Tag

... Ein von Anfang bis Ende vermurkster Arbeitstag. Ich murkste, andere waren auch irgendwie vermurkst drauf und die Technikgötter waren mir auch nicht wohl gesinnt. Irgendwie hab ich schon morgens gespürt, dass "im Bett bleiben" eine gute Option gewesen wäre. Aber so bin ich ja nicht (mehr). Der morgige Tag kann nur besser werden. Abschütteln und weitergehen...

P.S. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, was ich selber ändern kann. An Murkstagen zeigen sich manchmal Muster. In der letzten Zeit bin ich meinen Aufgaben nur hinterhergehetzt. Selten war Zeit um die künstlichen von den echten Prioritäten zu sortieren. Ich hab mich ins Bockshorn jagen lassen. Dadurch ist was liegen geblieben, was ich eher hätte angehen sollen. Ich merke auch, das solche Momente der Klärung dienen können und nicht einfach nur die "totale" Katastrophe sind. Wenn ich den Kopf an solchen Tagen nicht in den Sand stecke, habe ich auch Perspektiven. Diese schnelle Resignation will ich überwinden lernen und die Blockaden nach und nach auflösen. Das macht mir Mut. Weil ich mögliche Wege finde, das zu verbessern.

Mit dem Kopf im Sand ists einfach nur perspektivelos duster, staubig und Atmen ist dadurch auch schwierig ^_^

Freitag, 3. Februar 2017

Selten und wertvoll ist es ...

... mit einem Menschen gleichzeitig feinsinnige und schwarzhumorige Ansichten teilen zu können ...


Ich: Gell, es gibt so Tage, da würde man am liebsten zum Tierarzt gehen und sich einschläfern lassen.

Sie: Ja, genau so ist es.


Wir grinsen uns an ...

Freitag, 9. September 2016

Was zu mir passt (Einrichtung)

Jetzt, wo so viel Altes weg ist, gibt es Platz für Neues. Diese Woche habe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Sofa bestellt, ich hatte noch nie ein neues Sofa! Mein Jetziges ist ein Rest einer alten 70er-Jahre-Sofalandschaft in Dunkelgrün. Super bequem, doch überall platzt es auf, es hat seine Zeit auf Erden gehabt ... Das neue Sofa wird aus Mikrofaser und in einem rötlichen Beige sein, einen dazupassenden Hocker und drei Kissen habe ich ebenfalls bestellt.

Beim Suchen in den Möbelhäusern sind mir Stimmungen und Einrichtungen aufgefallen, die mir besonders zusagen. Die Erdfarben und gedeckten Rottöne sind für mich besonders wohltuend und ich kann mir gut vorstellen, meine Einrichtung in Zukunft gezielt auf diese Farben hin auszuwählen.

Es macht mir inzwischen Freude, mir Zeit zu nehmen, um das Passende zu finden. Der Platz um es hinzustellen ist zwar beschränkt, das Budget ist es auch -- aber gute Ideen für neue Kombinationen finden sich in den Einrichtungshäusern allemal! Und ich spare gezielt auf das hin, was ich möchte, auch wenn es etwas länger dauert als bei anderen.

Zu "Vintage" habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Ich mag Benutztes und neu Kombiniertes, aber künstlich abgenutzte Möbel?! Ich weiss nicht. Optisch gefällts mir -- aber ich würde es mir trotzdem nicht hinstellen. Wenn das Möbel optisch gefällt, die Schubladen aber schwergäng sind, ist der Fall für mich sowieso klar. Ich wähle mit Sorgfalt aus. Zudem ist mir meine 50er-Jahre-Altbau-Mietwohnung "shabby" genug, abblätternde Farbe brauche ich mir also nicht für teures Geld zu kaufen * haha * ^_^

Bild 1: Die Aufnahmen sind zwar von mir, die Einrichtungs-Ideen aber aus den entsprechenden Einrichtungshäusern (Schweiz), die ich im Bild erwähne.

Und weils farblich so gut passt, stelle ich darunter noch meine neuste digitale Collage im Herbst-Modus mit rein ... Weitere stimmungsmässig passende (textliche und bildnerische) Moods aus vergangenen Jahren: hier und hier. Und ja, mir gehts gut, auch wenn der Herbstblues mich gerade durchweht.

Stimmungsbilder von Einrichtungen in warmen Farben
Digitale Collage zum Thema Herbst

Freitag, 19. Februar 2016

Mystischer Reiseführer

Ein Buch gesehen:
Kali
For
Men
Tatsächlich stand da aber
KALI
FOR
NIEN.

Schade ^_^

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Mental gegen die Wand knallen

Aus aktuellem Anlass beschäftigt es mich, wenn ich den Eindruck habe, jemand fährt sein Leben mental immer wieder gegen die Wand. Also auf jedes Gespräch kommen zig (scheinbar) rationale Ausflüchte, warum es eben nicht anders geht. Man darf sich zwar das andauerende Gejammer anhören, kann aber der betroffenen Person nur schwer helfen. Die Umstände sind schuld -- oder andere Personen. Aber nie der jammernde Mensch selbst. Auf diese Weise bleibt alles beim alten -- und man hat auch immer einen Grund, sich zu beschweren. Praktisch.

Ich muss das jetzt wieder weglegen, aber es fällt mir schwer. Ich weiss, ich habe auch lange so gelebt, ich verstehe erst jetzt, wie es für mein Umfeld gewesen sein muss. Autschn.

Bin froh, dass ich da einen Schritt weiter gekommen bin. Und die Menschen in meiner Umgebung sind es auch ... 

Samstag, 3. Oktober 2015

Arbeitsintegration -- eigener Druck -- Handicaps -- Arbeit an mir selbst

Freitag, 7. August
An einem Tag wie heute wäre ich früher daheim geblieben. Jetzt bin ich da, bin bei der Arbeit, und versuche das Beste daraus zu machen. Es sind auch meine hohen Ansprüche an mich selbst, die den Druck auslösen. Wenn ich im Kopf keine Klarheit habe, fühle ich mich unsicher. Es hat mit dem alten Gefühl des Ausgeliefertseins zu tun, und mit dem Bedürfnis, mich schützen zu wollen. Aber manches klärt sich eben erst mit der Zeit. Es hilft mir, wenn ich eins nach dem anderen mache, mehr können andere auch nicht tun :)

Diesen Text liess ich unveröffentlicht, bin aber heute wieder darauf gestossen und finde ihn wichtig. Dass ich mir selber den meisten Druck mache, wurde mir erst mit der Zeit klar. Zum Glück ist mir das bewusst geworden. Ich bin heute so stabil und routiniert, dass ich auch die weniger guten Tage bei der Arbeit meistern kann.

Dieses Jahr hatte ich noch keinen einzigen Fehltag aus psychischen Gründen. Die letzten Jahre waren es immer mehrere Tage, an denen ich ausfiel. Einmal konnte ich aus Angstgründen kaum das Bett verlassen.

Dieses Jahr war ich zweimal krank, einmal erkältet und einmal grippig. Da ich bei der Grippe auch Fieber hatte, blieb ich einige Tage daheim. Das dauerte aber insgesamt einige Wochen, bis ich mich wieder richtig erholt hatte. Die Erkältung war zwar heftig, aber ich bin trotzdem zur Arbeit, da dort gerade Not an der Frau war. Nicht dass ich das propagiere, krank Arbeiten zu gehen, aber ich kann nun verstehen, dass man sein Arbeitsumfeld nicht hängen lassen will.

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Ein Handicap im Arbeitsleben war lange noch mein Selbstmitleid und mein Opfergefühl. Aus dem geschützten Arbeitsumfeld war ich mir gewöhnt, ein "Star" zu sein und immer wieder Lob für meinen Einsatz zu erhalten. Dieses "Gestreichel" fiel dann im normalen Arbeitsumfeld weg. Daran hatte ich zu knabbern .. Den Selbstwert beziehe ich seither viel mehr aus mir selbst. Das musste ich erst lernen.

Für mich war diese vorherige Phase im geschützten Umfeld, die immerhin 5 Jahre gedauert hat, wichtig gewesen, denn ich bekam wieder Vertrauen in meine Fähigkeiten. Durch Coachings wurde ich nach und nach mutiger. Aber dieses geschützte Umfeld hat seine eigenen Mechanismen und Tücken. Eine behütete Pflanze aus dem Treibhaus muss auch einmal ins Freiland .. so drückte es eine meiner fachlichen Begleitpersonen aus. Wie recht sie mit diesem Symbol hatte, das fällt mir erst im Nachhinein auf!

Ich habe Mittel und Wege gefunden, wie ich mich heute auch in schwierigen Zeiten entlasten kann. Das habe ich intus. Dabei hat mir auch die langjährige Psychotherapie geholfen (abgeschlossen 2013). Unter anderem bin ich auch so weit, dass ich es meinem Umfeld bei der Arbeit sage, wenn es mir nicht gut geht. Da ich ansonsten zuverlässig und genau arbeite, kommt auch mein Chef damit klar. Ich habe schon bei der Bewerbung und beim Vorstellungsgespräch keinen Hehl aus meiner lückenhaften Arbeitsbiografie und psychischen Schwierigkeiten der Vergangenheit gemacht -- und stets mit offenen Karten gespielt.

Meine guten Leistungen in der Berufsschule und einige gewonnene Gestaltungs-Wettbewerbe halfen dabei sicher mit. Ich bin froh, dass die Schule mir leicht fiel und ich damit einen Leistungsausweis hatte, denn für mich konnte ich mir kein anderes Vorgehen vorstellen als bei einem Vorstellungsgespräch ehrlich zu sein. Und da gehört eben meine gewundene Biografie dazu.

Erstaunlich dass es auf diese Art und Weise geklappt hat. Da kam mir auch viel Wohlwollen von seitens meines Arbeitgebers entgegen. Das muss auch gesagt werden! Eine solche Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten, ist nicht selbstverständlich.

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Trotzdem war der Einstieg für mich eine harte Zeit. Meine Befindlichkeit wurde unwichtig und die Arbeit rückte in den Vordergrund. Kunden wollten zufrieden gestellt werden, Arbeiten speditiv und doch genau erledigt werden -- und das forderte mich heraus. Es sind nun 3 1/2 Jahre an diesem Arbeitsplatz, eine Zeit in der ich viel an mir und meinen Ängsten, auch meinen Eitelkeiten, meiner Egozentrik, gearbeitet habe. Es gab und gibt Krisen -- aber ich habe heute das Rüstzeug dazu, diese zu meistern. An schwachen Tagen schaue ich heute noch, wie ich mir selber helfen kann -- zB genaue Prioritäten setzen und auch mal fünfe grade sein lassen. Mich macht es Stolz, dass ich meinen Lebensunterhalt selber verdienen kann.

Es ist nicht immer nur das (Arbeits-)Umfeld, das den Einstieg schwierig macht. Man steht sich oft auch selbst im Weg. Psychische Krankheit kann wirklich egozentrisch machen .. die Gedanken kreisen stets um einen selbst oder um die eigene Wirkung nach aussen. Bis zum Exzess: Nachdenken hat einen grossen Teil meiner Kraft und Zeit in Anspruch genommen. Das Grübeln musste ich mir wirklich abgewöhnen! Die Gedanken immer wieder ins Konstruktive lenken -- oder sie einfach laufen lassen ohne ein Drama daraus zu spinnen.

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Die Rente, die ich zusätzlich bekomme, macht nur 10% von meinem gesamten Verdienst aus. Ich verdienen einen Lohn, der unter dem schweizerischen Mindestlohn liegt, da ich nur Teilzeit arbeite. Ein 100% Pensum lassen meine Kräfte (noch) nicht zu. Mit meiner Erwerbsminderungsrente, damit decke ich nicht mal die monatliche Krankenkassenprämie. Trotzdem fühle ich mich reich. Ich habe einen langen Weg hinter mir und ich fühle mich in der Gesellschaft angekommen. Nach und nach entfalte ich mich und ich freue mich darauf, noch mehr bei mir und meinen Fähigkeiten anzukommen. Denn ich spüre, da geht noch was ...


Freitag, 2. Oktober 2015

Leichter Leben

Mein Fokus ist immer viel zu schnell bei den schweren, schwierigen und belastenden Dingen. Mir wird neu bewusst, wie wichtig es für mich ist, innerlich aufrecht zu bleiben und mich dem Schönen zu zuwenden.

Nicht alles was mich betroffen macht, ist wirklich "meins". Es darf mir gut gehen. Und das ist ok. Die Schwermut ist sowieso immer nur einen Schritt weit weg. Ich muss es mir da nicht noch schwerer machen! Die Last der irdischen Daseins kann erdrückend sein. Der Herbst trägt das seine dazu bei. Ich finde das Leben auf diesem Planeten manchmal schwierig.

ABER: Ich muss nicht beim kleinsten Regen gleich auf den Grund der Ozeane sinken. Wenn mir auch nicht oft nach Jubeln zumute ist, so will ich trotzdem weiter leben und ich lebe gerne! Mich zu freuen ist so schwer manchmal. Darum habe ich bewusst begonnen, mich dem Schönen zu zuwenden, das eben auch da ist. So kann ich sogar anderen etwas weitergeben. Wenn ich fertig bin mit der Welt, kann ich das nicht. Ich will mich, trotz meinem Hang zur Schwermut, leicht fühlen.

Wenn ich bereit bin, auch beim Schönen genau hinzuschauen. Wenn ich mich der Schwermut und der Leichtigkeit gleichermassen widme, stehe ich aufrecht. Wenn ich das Auf und Ab des täglichen Lebens annehme, lebe ich leichter. Wenn ich mich sträube und aufbegehre -- geht es schneller und tiefer runter. Klingt fatalistisch, aber ich empfinde es als richtig für mich, eine gewisse Ergebenheit dem Leben gegenüber zu haben. Das macht es leichter für mich, mein Leben als lebenswert zu empfinden.

Dienstag, 29. September 2015

Familientreffen aufm Vordach




Ein heiteres Familien-Patchwork aus Rentieren und Hirschen.. präsentiert von Berns Traditions-Kaufhaus. Gefunden auf meinem Arbeitsweg.





Mittwoch, 4. März 2015

Nach der Krise

.. ist immer vor der Krise? Irgendwie habe ich mich daran gewöhnt. Allerdings sind diese letzten 3 Jahre (Einstieg ins Arbeitsleben) hartes Brot gewesen und nach wie vor ist an jedem Brot mehr Kante als Weiches dran. Scheint mir. Ich bin nicht hart im Nehmen. Bin oft zu ernst. Bin schnell mitgenommen. Ich lebe damit. Der letzte Post ist ein Beispiel, wie ich mich täglich auf die kleinen Dinge fokussiere. Denn diese Kleinigkeiten helfen mir dabei, nicht unterzugehen. Schönheit finden. Interessantes entdecken.


Mache auch kleine kreative Fingerübungen. Immer wieder. Ich schreibe nicht mehr gerne in mein Blog, weil ich mich gerade nicht mehr erklären mag. Einen auf heiter zu machen gelingt mir auch nicht so recht. Ich hab momentan nicht viele Antworten.


Samstag, 21. Februar 2015

Suchmodus an

Woran merkt eine, dass sie etwas zu sehr in der digitalen Welt lebt?

Wenn sie bspw. ein bestimmtes Buch sucht - - - notabene in der eigenen Wohnung - - - und einen kurzen Moment lang ernsthaft dran denkt, die Suchfunktion zu verwenden.. *autsch*

>_< .. Da musst ich über mich selber grinsen ..

Mittwoch, 18. Februar 2015

Im Arbeitsalltag gelandet

Ich habe keinen stressigen Job bei dem der Chef direkt hinten dran steht und auf die Uhr tippt --- ich habe gleitenden Arbeitszeiten, selbstständige Arbeitseinteilung, einen Chef der mit sich reden lässt, und trotzdem ist die Arbeit stets hinter mir her. Hetze ist es manchmal. Anspruchsvoll ist es meistens. Zuviel ist es ab und an auch. Gerade jetzt ist eine besonders strenge Zeit.

Ich bin ich jeden Tag froh, wenn sich abends die Bürotür hinter mir schliesst. Ich bin fitter geworden, kann mehr leisten ... aber müder werd ich innerlich dadurch auch. Leerer auch? Stumpfer? Hm, ein Teil mag stimmen. Andererseits wachse ich gerade jetzt besonders an diesen Herausforderungen. Deshalb halte ich es auch aus. Ich sehe einen Sinn darin. Oder besser: Ich sehe einen Sinn dahinter.

An sich ist mir dieses Arbeitsleben immer noch fremd. Weshalb ich auch lange eine Riesenangst davor hatte. Ich hasse es, in einem festen Rahmen festzustecken. Ich lasse mich halt gerne treiben und tue das, wozu es Zeit ist, das was mich gerade was angeht. Spüre den Gezeiten nach. Im Innen wie im Aussen.

Visionäres wächst immer zwischen den Zeilen und Zeiten.

Ich nutze lieber die Qualität des Augenblicks, folge der jeweiligen Zeitqualität, statt einem künstlichen Terminplan hinterher zu hetzen. Ja, ich glaube daran und ich spüre, dass es so etwas wie die Qualität der jeweiligen Zeit gibt. Und das habe ich mit vielen anderen Sensiblen gemeinsam.

Abwarten, Abwägen, Sinnieren. Besonnen handeln. Modern ist das nicht. Für alles gibt es heute ein Zeitfenster, eine Roadmap, eine Time-Schedule .. selbst fürs Schwangerwerden und Kinder haben! Alles nach Plan. Organisch ist das nicht. Das ist reines Menschenwerk. Oder ist es kristallin? Jedenfalls ist es starr. Wir erstarren!

Ich habe viel Zeit bekommen, um mich hier "einzugliedern" auf diesem Planeten, äh in der Arbeitswelt, um mich daran zu gewöhnen, ein Rädchen im Getriebe dieser Welt zu sein. Nun bin ich halt so ein Rädchen. Was ich auch mit etwas Humor betrachten kann, inzwischen. Ich gehe Arbeiten. Tatsächlich!

Ich mache es, weil ich gesund genug bin, es zu tun, sehe es als Notwendigkeit an, um finanziell über die Runden zu kommen. Pläne habe ich andere, ja, da sind welche. Arbeiten, ja, aber anders. Die Pläne, sie müssen noch wachsen: Sie schlafen gerade ihren Wachstumsschlaf!

Psst, nicht stören... sie brauchen noch Ruhe und Zeit. Bitte leise sein ..


Freitag, 19. Dezember 2014

Nach der Krise

Heute war ich wieder bei der Arbeit. Gestern Abend hab ich stundenlang mit meinem Freund über die Dinge geredet, die mich im Arbeitsleben belasten. Er hat mir bestätigt, aber auch gemeint, dass ich mich an manche Unstimmigkeiten und Irritationen einfach gewöhnen muss. Weil das Arbeitsleben heute eben so sei. Ich hasse es, das zu hören - und weiss doch, dass es leider wahr ist. Scheinbar muss ich wirklich lernen, einiges weniger ernst zu nehmen, mich weniger aufzuregen. Huh ...

Ich weiss, dass ich härtere Bandagen brauche, mehr an mir abperlen lassen muss, mich besser abgrenzen muss, es scheint mir aber sooo schwer. Da spielt auch mein Handicap rein; eine gewisse traumatische Vorbelastung, ein paar Gene ..

Es entsteht ein latenter Alarmzustand in den ich komme, wenn ich von Ereignissen überwältigt werde, auch wenn diese gar nichts mit mir direkt zu tun haben. Es ist wie ein feines Beben in meinem Nervensystem, wenn dieses lange genug anhält, wird es immer stärker und ich werde buchstäblich zerrüttet. Diese enorme Müdigkeit manchmal, die stammt von diesen vielen kleinen Alarmbeben in meinem System, hunderte Fehlalarme gehen auf einen echten Alarm. Das zermürbt. Dazu kommt die anstrengende Saison vor Jahresende, die immer besonders viele Arbeiten mit sich bringt, die termingerecht ausgeführt sein wollen.

Längere Zeit hab ich jetzt vieles für mich behalten, da ich eh immer nur das Gleiche zu erzählen hatte und nicht dauernd meinen Frust bei meinem Freund abladen wollte. Darüber hat er gelächelt, mich fest gedrückt, als ich es ihm erzählt hab. Er hat gemeint: - - - Das bringt doch nichts, das muss doch raus, ich hab gemerkt, dass du komisch bist - nicht mehr die Anne, die ich kenne. - - - Das tat gut, diese Nähe zu spüren, dieses Verständnis - und nach einigen Tränen konnte ich auch wieder freier atmen, der grosse Druck war plötzlich weg, der auf meiner Brust lag. Heute morgen ging ich mit etwas wackligen Beinen zur Arbeit. Ich wusste, ich muss wieder hin und ich will auch hin. Die Zeit der hinter mir abgerissenen Brücken und der Scherbenhaufen ist vorbei, das passt nicht mehr zu mir.

Es geht weiter. Weil ich es so will. Ich bin nicht am Ziel, auch nicht nah dran, aber der Weg entsteht bekanntlich beim Gehen ..

Donnerstag, 21. August 2014

taube nuss hat doch einen kern .. hat ihn nur verlegt .. und wie gehts weiter?

Taube Nuss?
Ich fühle mich in den letzten Monaten oft seelisch taub. Auch ein Grund, weshalb mein Blog verwaist bleibt. Ratlosigkeit, Flaute. Ich stecke in (m)einem Arbeitsleben fest, das mich weder erfüllt noch begeistert. Ich lerne zwar, mich nicht ständig zu ärgern, aber mich an der Arbeit zu freuen, dazu gibts für mich gerade keinen Anlass. Ich stehs durch. So sieht es gerade aus ..

Ach nee, da ist ja doch noch ein Kern!
Meine Seele macht sich auf den Rückzug ins Schneckenhaus. Höchste Zeit, meine Seele endlich wieder mehr lieb zu haben. Zwar habe ich immer weniger Fehltage, stehe immer besser im Arbeitsleben, aber zufrieden macht mich das nicht. Immer war ich bestrebt, über mich selber zu bestimmen und über meine Tätigkeiten. Nun bin ich im grauen Alltag gelandet, wie Millionen andere auch. Ich schaffe halt, was man mir ranschafft. Ich sehne mich nach mehr und spüre, dass es Zeit wird, aufzubrechen. Um heil zu bleiben, muss ich andere Wege gehen.

Doch wohin? Das ist momentan meine grosse grosse Frage. Und ich habe einige Antworten, doch keine davon reisst es raus .. vielleicht muss es noch ein wenig reifen .. fühlt sich noch nicht rund an.

- - -

Auf der Suche nach meiner Realität 
Ich habe es ausprobiert, dieses normale Berufsleben und es gefällt mir nicht! Das hab ich ja vorher schon gewusst, doch nun hab ichs ausprobiert - und ich mag es nicht! Schon immer anders gepolt, mehr auf einen inneren Weg, kostet es mich viel Kraft mich dieser allgemeinen Realität zu stellen. Diese sogenannte allgemein akzeptierte Realität ist für mich oft fragwürdig. Irreal und absurd – so empfinde ich sie. Eine Daily Soap.

Was da alles als normal und gegeben gilt, kann ich nicht unterstützen. Deutlich wird es in meinen Träumen, da demaskiert sich manches "Vernünftige" als lebensfeindlich.

Vom Träumen zum Machen Momentan stecke ich in der Verwandlung von der Idealistin zur Realistin. Ich träume nicht mehr von der idealen Welt. Vielmehr suche ich danach, wie ich meine eigene Realität leben kann. Ich weiss, dass das nötig ist – doch wie das geht, ist mir noch nicht klar.

Mir ist klar, das ich vor einer wirklichen Wende stehe.  Was daraus wird, liegt bei mir. Jetzt, wo ich ich den allgemeinen Weg ausprobiert habe. Es liegt an mir, meine Schritte zu lenken. Und ich bin selber gespannt, wie es weitergeht! So ganz traue ich dieser Freiheit noch nicht. Wurde ich doch immer davor gewarnt, das Leben nach dem Lustprinzip leben zu wollen … das Unlustprinzip funktioniert jedoch keineswegs besser …

Was zu beweisen war >_< ..




Donnerstag, 10. November 2011

Suchend

Die Stellensuche stellt sich als recht kräftezehrend heraus. Mehrere Absagen sind eingetroffen. Ich überlege mir, ob ich meine Strategie ändern muss oder ob ich wirklich einen Wohnortswechsel in Kauf nehmen soll, da es in anderen Regionen der Schweiz wesentlich mehr Stellen in der grafischen Branche gibt.

Vielerlei schwirrt mir durch Herz und Hirn. Ich möchte mich nicht verbiegen indem ich meinen sperrigen und bunten Lebenslauf gradebiege. Andererseits; wie komme ich zu einem Vorstellungsgespräch, wenn ich schon in der Vorrunde aussortiert werde?

Meine Kräfte nicht zu verzetteln, das ist mir wichtig, bleibt aber bis jetzt Theorie, da mich gleichzeitig so vieles beschäftigt. Muss mal wieder mehr nach draussen gehen und meinen Kopf durchlüften …