Unbewegt
Seit dem Betriebsausflug habe ich Ferien. Elan ist nicht vorhanden. Sonst blühe ich auf, sobald ich frei habe. Diesmal ist es anders. Der Antrieb fehlt. Und das macht mir zu schaffen, dass da eben kein Antrieb ist. Zurzeit. Ich bin irgendwie absorbiert. Kann mir aber nicht genau erklären warum. Ich fühle mich wie gelähmt. Mit Tricks überrede ich mich zu einigen Aktionen. Merke aber, dass es davon nicht "weggeht". Doch mich deswegen zu verachten, bringt mir auch nix. Daher bleibe ich einfach dran, mache was geht und denke nicht über das nach, was nicht geht. Ich weiss, es wird wieder anders werden. Von selbst.
Entsorgt
Allerdings habe ich, zusammen mit meinem Freund, mein altes Leben entsorgt. Will heissen, dass ich jede Menge Gerümpel entsorgt habe, sehr radikal in der Menge diesmal, für meine Verhältnisse. Sackweise. Mein Vater kam mit dem Auto und wir mussten 2x fahren. Einmal auf den hiesigen Werkhof. Ansässige können hier gratis Sachen entsorgen. Das zweite Mal in die nahegelegene Brockenstube (wohltätiger Second-Hand-Shop). Ein weiterer Teil landete im Glascontainer (all die Reste von Bachblütenmischflaschen und Co). Und ein anderer Teil geht in die Verbrennung. BASTA.
Hinterlassenschaften
Gestern schien es mir, als würde ich
meinen eignen Nachlass regeln und entsorgen. Jede Menge Globuli, Standardmedis und Konsorten landeten im Sondermüll auf dem Werkhof. Ein ganz seltsames Gefühl. Ich brauche all das nicht mehr. Das ist vorbei. Und ja doch, ich
erlebe es wirklich. Zu Lebzeiten. W i r k l i c h ...
Nein, das ist nicht mehr gut!
Der sammlerische Gedanke "das ist aber noch gut" diesmal einfach ins Kämmerchen gesperrt, ignoriert. Und das befreit mich endlich mal von materiellen Altlasten, die definitiv nicht mehr zu mir gehören. Und die mein bisheriges Ich nicht loslassen kann. Mein neues Ich schafft das, emotionslos. Und dennoch ist es anstrengend, mich durchzuwühlen. Doch: Es lohnt sich, so so sehr!
Befreit
Ich lebe jetzt seit 11 Jahren in dieser Wohnung. Und nun will ich nicht mehr in einem Warenlager leben. Jedesmal wenn ich bis jetzt von auswärts wieder heimkomme, nervte ich mich darüber. Dinge, die nicht (mehr) zu mir gehören. Ich will Platz haben in meinem eigenen Leben. Also weg damit, weg mit den alten Wegelagerern. Ich erkenne ganz klar, wo ich bisher nicht mein eigenes sondern ein (mir) fremdes Leben gelebt habe. Es fehlt mir gar nichts, wenn ich das nun loslasse. Diese Wahrheit befreit mich.
.. und wenn das Alte weg ist, gibt es Platz für Neues ...
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Donnerstag, 8. September 2016
Samstag, 13. August 2016
The Scandalous, Ridiculous and Inspiring Art of Waste and Littering -- oder so etwas ...
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Hier gibts nichts zu sehen.
An sehenswerten Orten finde ich immer das Nichtsehenswerte fast spannender. Als ich einst mit einer damaligen Liebe auf dem Schloss Heidelberg war, konnte er fast nicht glauben, dass ich keine Fotos von diesem Motiv schoss.
Und ich meinte: Warum soll ich etwas fotografieren, dass schon so viele vor mir fotografiert haben und von dem es tausende Postkartenmotive gibt?
Mein jetziger Freund und Reisekamerad teilt hingegen meine Vorliebe für Nichtsehenswertes. Dieses stille Amüsement über Unpassendes an idyllischen Orten.
Achja: An die berühmte "Unberührte Natur" glaube ich nicht mehr. Der Mensch hat ja inzwischen überall seine Spuren hinterlassen.
Ich sinniere also gerne darüber nach, dass diese unberührte Natur für uns auf dem Planeten eigentlich nur noch in unserer Seele zu finden ist. Da wo die meisten selten langgehen. Ein Haufen verwildertes Gelände dort.
Für die Bilder mit dem * danke ich ganz herzlich meinem Lebensgefährten V. ...
Für die Bilder mit dem * danke ich ganz herzlich meinem Lebensgefährten V. ...
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