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Schlagwort-Archive: Menschen

365 Days of Being 21

Mein 365-Projekt ist mit meinem Geburtstag zu Ende gegangen – Zeit zum Rekapitulieren und zur Zusammenschau. Jeden Tag ein möglichst künstlerisch wertvolles Foto aufzunehmen ist wahrlich eine Herausforderung, und weil ich auch frisch Besitzerin eines Smartphones geworden bin, lag es nahe, im Notfall einfach das Handy mit akzeptabler Minikamera aus dem Handgelenk zu schütteln und irgendwas zu knipsen.

Entsprechend bin auch ich häufiger auf den Bildern gelandet (um das Klischee der Spätjugendlichen im MySpace-Angle zu bedienen), genauer gesagt, 36 mal alleine. Zusammen mit den übrigen 23 Bildern, auf denen Menschen im Mittelpunkt stehen, komme ich auf 59 Menschenbilder (von 360 – an fünf Tagen habe ich kein Foto gemacht/ kein Ersatzbild gefunden, und so ging sich das mit 18 Fotosets à 20 Bildern aus). Dies wird nur übertroffen von der Rubrik ‚Gegenstände‘, zu der ich etwa 66 Inhalte zählen konnte. Desweiteren habe ich noch etliche Bilder von Essen/Lebensmitteln, Gebäuden, Texten/Büchern und Landschaften (auch Himmel) gemacht. Seltener, aber immer noch vorhanden gab es Kunst/Bilder, Kleidung, Pflanzen und Tiere als Motiv.

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Verfasst von - 12. April 2013 in Alltag, Foto, Kreatives

 

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Heute kein Bild für dich

Nein, dieser Beitrag soll sich nicht Germany’s oder Austria’s next Topmodel widmen. Der Titel zeigt schlicht und ergreifend an, dass es hier kein Foto geben soll, in direkter Verbindung zum eigentlichen Thema: Keine Weitergabe von Bildmaterial, das ich in Univeranstaltungen gesammelt habe.

Nicht, dass die Uni generell was dagegen hat – aber in meinem Anthropologie-Studiengang gibt es, wie auch bei den Medizinern, ein paar Sonderregeln, an die man sich halten muss, genauer: Respekt gegenüber toten Menschen.

In meinen derzeitigen/ bisher absolvierten Übungen (Merkmalsvariationen am Skelett und Skelettmorphologie) wurde jedes Mal darauf aufmerksam gemacht, dass man zwar gern für den persönlichen ‚Gebrauch‘ (sich das Ganze nochmal zu Hause anschauen oder Bilder in eine im Praktikum gehaltenen Präsentation einbauen beispielsweise) fotografieren dürfe, die Bilder allerdings nicht öffentlich gezeigt oder online gestellt werden dürften. Auch bezüglich möglicher Teilnahme an (bei uns leider aus dem Studienplan gestrichenen) Sezierkursen oder der Inanspruchnahme des ‚Studierkammerls‘ zum Lernen auf der Anatomie vergaßen die Professorinnen nicht, zu erwähnen, dass dies verboten sei – kein Wunder, wenn man sich Beispiele aus der Vergangenheit ansieht.

Vor ein paar Jahren ist es vorgekommen, dass Studierende dieses Verbot, das damals vielleicht noch nicht so nachdrücklich erläutert wurde, missachtet und Fotos hochgeladen haben, ob nun auf einer privaten Website oder auf einer Plattform wie Facebook, weiß ich nicht mehr genau, es ist auch eher irrelevant. Irgendjemand stieß darauf, versuchte, die entsprechenden Personen zu kontaktieren und aufzufordern, die Bilder zu entfernen, doch es folgte keine Reaktion. Stattdessen wurde ein Rechtsverfahren eingeleitet, mit der Folge, dass die Missetäter exmatrikuliert wurden – kein schöner Ausgang, und mit Sicherheit abschreckend genug für die meisten Studenten, die sich doch überlegt haben, ‚Leichenmaterial‘ im Internet oder sonst wie zu verbreiten. Und möglicherweise noch – besonders stilvoll – grinsend neben dem einen oder anderen zu posieren.

Natürlich fände ich es schön, das eine oder andere Bild auch mit Leuten zu teilen, die keinen besonderen (ausbildungsmäßigen/ beruflichen) Zugang zur Anthropologie haben. Gewissermaßen als Lehrmittel, ohne dass diejenigen, die davon erfahren und es ansehen und darüber lesen können, Medizin, Biologie oder etwas ähnliches studieren müssen. Andererseits kann ich das gegensprechende Argument des Respekts gegenüber Verstorbenen, die sich teilweise willentlich für die Benutzung ihrer toten Körper zum Lehren und Lernen entscheiden, sehr gut nachvollziehen. In den Unterlagen zu einem meiner Praktika steht bei den Lernzielen vermerkt: „Verantwortungsvoller und pietätvoller Umgang mit menschlichen Knochen.“

Und wer sich für das Thema interessiert, der hat heutzutage einige Möglichkeiten, sich damit zu beschäftigen – sei es mittels

  • oft kriminalistisch angehauchter Serien (ich sollte mir tatsächlich dringend mal ‚Bones‘ reinziehen), auch wenn diese nicht ganz professionell die entsprechenden Berufe zeigen,
  • Dokumentationen, von denen ich besonders ‚Rest in Peace‘ (hier der Trailer auf der zugehörigen Seite) empfehlen möchte, bei dem es um verschiedene Gesichtspunkte des Todes und was danach mit den menschlichen Überresten geschieht, geht (derzeit nach meiner Information nur hier käuflich zu erwerben, aber ganz toll – unter anderem mit dem wunderbaren Dr. Mark Benecke, der sich hauptsächlich mit Insekten auf Leichen beschäftigt, einer mexikanischen Sängerin auf dem Día de los Muertos, einem Bestatter und Leichenherrichter und einem Mitarbeiter bei einem Einfrierungs-und-vielleicht-mal-Wiederbelebungs-Unternehmen),
  • medizinischer oder naturwissenschaftlicher Museen und Ausstellungen, beispielsweise ‚Körperwelten‘ (diskutabel, ob pietätlos und tatsächlich im Willen der Verstorbenen oder nicht) oder gerade hier in Wien den Narrenturm am Unicampus oder das Josephinum (in dessen Gebäude auch mein medizinethisches Seminar stattfindet, sofern es nicht gerade ausfällt wie die letzten beiden Donnerstage X_x),
  • oder schlicht und ergreifend einem Haufen Bücher, welche es fachlich oder innerhalb einer Story anschneiden.

Und zum Posieren habe ich immer noch Oswald, mein lebensgroßes Plastikskelett. (:

Zum Abschluss noch kurz zu dem, was ich aktuell in einer Übung mache: In ‚epigenetische/ nichtmetrische Merkmalsvariationen am Skelett‘ geht es um besagte Variationen – hier ein Höckerchen und da ein Loch zu viel oder zu wenig – und Krankheiten, die man am Skelett feststellen kann. Dafür untersuchen wir teils allein, teils in Gruppen Schädel und ein (mehr oder minder) komplettes Awarenskelett, also von einem Mitglied eines aus Asien stammenden Reitervolkes, dass im ersten nachchristlichen Jahrtausend auch hier in der Gegend zugange war, wie Wikipedia sagt. Ziemlich alte Knochen also. Entsprechend sind die meisten Porösitäten auch keine Pathologien, sondern liegen an der jahrhundertelangen Lagerung im Boden.

 
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Verfasst von - 10. November 2012 in Biologie, Blog, Studium, Wien

 

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Anmerkung zu Sozialverhalten

Irgendwie gehen die Leute (wenn sie überhaupt an ihre Mitmenschen denken) davon aus, dass sie anderen mit ihrem Gesang, ihren Bildern, ihren Umarmungen Gutes tun. Das mag vielleicht häufig der Fall sein, sie sollten es jedoch nicht für selbstverständlich nehmen!
Und wie hab ich jetzt die Schriftart gewechselt? O.o
 
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Verfasst von - 19. September 2011 in Alltag

 

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Bécs (oder: Wie man seine Muttersprache vergisst)

Bécs ist der ungarische Name für ‚Wien‘. Er ähnelt damit ganz und gar nicht dem deutschen Namen oder romanischen Variationen wie ‚Viena‘, und dieses Merkmal zieht sich durch die gesamte Sprache. Sie gehört einfach in eine ganz andere Familie, nämlich in die finno-ugrische, wie auch Estnisch und Finnisch. Doch wenn wir schon einmal beim Stichwort ‚Familie‘ sind – der folgende Artikel dreht sich, vage formuliert, um die ungarische Sprache, mich und das Gefühl von Familie.

Einer der zahlreichen Vorteile, in Wien zu leben, ist für mich die Tatsache, öfter mal Ungarisch hören zu können. Immerhin ist die ungarische Grenze nicht weit entfernt; um von hier aus in die Hauptstadt Budapest (nicht Bukarest, Leute… das war Rumänien) zu kommen, dauert es mit dem Zug nur etwa drei Stunden. Menschen auf der Straße reden auf Ungarisch, die Beschreibungen auf Lebensmitteln und anderen Supermarktartikeln sind schon an zweiter Stelle in ungarischer Übersetzung aufgeführt. Ich lese sie mir – oder anderen, die sich dafür interessieren – gerne vor. (:

Leider war’s das dann auch beinahe schon mit meinen Kenntnissen. Immerhin, denke ich mir manchmal, die Aussprache ist etwas eigen, das kann auch nicht jeder. Und sonst fällt auch keinem auf, dass es im Namen der Wiener Esterházygasse eigentlich ‚Eszterházy‘ heißen sollte, sonst müssten die Busfahrer es korrekterweise ‚Eschterhaasigasse‘ aussprechen. Allerdings ist es traurig, dass ich nicht mehr Ungarisch kann, wenn man bedenkt, dass das eigentlich meine Muttersprache ist.

Meine Mama hat ein ungarisches Elternteil und wurde im Grenzgebiet Rumäniens zu Ungarn groß, sprach die Sprache von klein auf. Sogar ich redete in meinen ersten Lebensjahren eher selten Deutsch (was nicht daran liegt, dass ich generell noch nicht sprach!) – aber ab einem gewissen Zeitpunkt, als ich zu Hause immer weniger Ungarisch und immer mehr Deutsch hörte, begann ich, meine Muttersprache zu vergessen.

Dieser Vorgang verlief schleichend. Freunde können bezeugen, dass ich noch in der Grundschule Mitschülern gern auf Ungarisch zum Geburtstag gratulierte. Und auch wenn ich das heute auch noch hinbekäme, fiele es mir spontan nicht ein, jemanden mal in dieser Sprache zu beglückwünschen. Soll es etwas inhaltsvoller werden, habe ich größere (Formulierungs-)Probleme.

Doch auch, wenn ich nicht so viel verstehe und noch weniger selbst über die Lippen bekomme: Wenn Ungarn sprechen, vermittelt mir die Sprache ein Gefühl von Geborgenheit, Gemütlichkeit, Familie. Ob das mit der Lebensphase zusammenhängt, in der ich am Meisten von dieser Sprache mitbekam? Als Kleinkind, das von einem Verwandten in die Arme des nächsten gelegt wurde und sich über den Besuch von ungarischen Freunden der Eltern freute?

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass es mir jetzt, im Alter von 19 Jahren, meine neue Stadt noch sympathischer und heimeliger macht, als sie ohnehin schon für mich ist.

 
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Verfasst von - 22. November 2010 in Alltag, Kultur, Lesen, Wien

 

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Alles auf Anfang.

Jetzt ist da also noch ein Blog. Von mir. Man soll mir nicht vorwerfen, ich wäre unterbeschäftigt! Eine der Begründungen, weshalb ich nie sagen kann, mir wäre langweilig – es gibt einfach so viele Dinge zu tun… die andere Menschen gar nicht als ‚tunswert‘ ansehen.

Da hätten wir auch schon den ersten Ausrutscher, vor denen ich den geneigten Leser warnen möchte – eigentlich soll das nämlich kein Blog über mein ganzes Leben, meinen Alltag werden, sondern ein Netzblog. Klar, der Blog steht im Netz, aber das zeichnet den Netzblog, den ich meine, nicht aus. Es soll nämlich einer sein, der von meinen Aktivitäten und Entdeckungen im World Wide Web (hoch leben die Synonyme!) berichtet, hin und wieder. Und weil ich so vorsichtig bin und vor allem beobachte, trägt das Ganze auch den Titel ‚Observatorium‘. Und – ich bin mir sicher, dass mir einige Ausrutscher ins Privatleben passieren werden, schon allein, weil viele Personen, die ich so im Netz antreffe, ziemlich wichtig für mich sind. Aufgrund dieser Inkonsequenz entschuldige ich mich jetzt im Vorfeld für alle zukünftigen Tappser in diese Richtung. (:

Was wahrscheinlich noch hinzukommen wird und was wieder eine Mischung aus Real Life und Internetkram ist, sind trnd-Berichte. In der Linkliste könnt ihr zur Hauptseite von trnd gelangen, und ich werde bestimmt noch einen Bericht über die Organisation im Allgemeinen schreiben – soviel sei hier zu Anfang und zur Erklärung gesagt: Man testet Produkte. Wenn ich bei einem Testprojekt dabei bin, werde ich hier auch dazu berichten. ^^

So, ein Grundstein ist bereits gesetzt – ich habe also ein paar Links eingefügt. Bleibt zu hoffen, dass denen auch mindestens genausoviele Artikel folgen, immerhin soll auch jede Seite zumindest vorgestellt und ihre Entwicklungen hier festgehalten werden.

Mal sehen, wie ich Werbung für diese Seite mache und wem ich davon erzähle – erst sammle ich ein paar Artikelchen an, dann kann man sich besser eine Meinung über den Blog bilden, und dann hoffe ich, auch ein paar Besucher (und Kommentare?) ernten zu können.

Zudem hoffe ich, dass ich hier noch eine gescheite Formatierung reinbekomme – oder sieht das nur bei mir so seltsam aus…?

 
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Verfasst von - 24. Mai 2009 in Blog

 

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