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NaNo, das Ende naht

Und es wird noch eine Herausforderung. Derzeit bin ich nämlich ca. 3000 Wörter hinterher – eine Differenz, die ich durch teilweises 4000, 5000-Wörter-Schreiben in den letzten Tagen schon von 9500 herunterminimiert habe. Zwischendurch war ich nämlich für fünf Tage bei Freunden und Familie, wo so gar keine Zeit zum Schreiben blieb. Dafür wird’s jetzt sehr eng, aber alles noch im Rahmen des Möglichen… Und ich will das Ding gewinnen. :D

Hinzu kommt, dass ich morgen das erste Mal überhaupt eine Pressekonferenz besuche, im Auftrag einer Zeitung. Und eigentlich müsste ich ja mal anfangen, auf eine Prüfung am Donnerstag nächster Woche zu lernen. Auuußerdem ist gerade die lange Vorarbeit der Story zu Ende gegangen, und jetzt beginnt erst so langsam der Actionteil/ -abschluss, von dem ich noch vagere Vorstellungen habe als zu dem bisherigen (wobei ich da auch nur grob bescheid wusste, dann aber beim Schreiben ‚mitbekommen‘ hab, in welche Richtung das weitergehen muss – das Gefühl hat sich bis jetzt noch nicht eingestellt, und ich muss wohl eingehender darüber nachdenken).

Wird schon. Und wenn’s wirklich geklappt hat, bestell‘ ich mir ein NaNo-T-Shirt.

 
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Verfasst von - 25. November 2013 in Alltag, Kaufen, Kreatives, Printmedien, Studium

 

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Die Ewigkeit beginnt heut‘ Nacht

Vor knapp einer Woche war ich das erste Mal in einem Musical. Tanz der Vampire. Es ist so sagenhaft, dass ich kaum etwas darüber schreiben kann, deswegen bleibt es wohl bei dieser Erwähnung. x) Und zwei, drei zusätzlichen Worten…

Auch, wenn ich skeptisch war, weil mir so Singeinlagen eher suspekt sind (in (Disney-)Filmen z.B.) und ich mich da manchmal fremdschäme. *hüstel* Aber das war wirklich grandios. Liegt sicher mit am Vampirthema… Blasse, ewiglebende Untote mit tollen Klamotten in den rumänischen Karpaten. (Es wäre lustig, wenn die normalen Leute in den Dörfern da immer in so Klamotten rumhüpfen würden wie die im Musical. ^^) Außerdem hatten sie ziemlich krasse Tanzeinlagen… und sowohl einen schwulen als auch einen jüdischen Vampir. X3

Es geht übrigens handlungstechnisch hauptsächlich um einen Professor, der mit seinem Assistenten Alfred nach Transsilvanien zieht, um dort wahrscheinlich vorhandene Vampire zu erforschen (und bei Möglichkeit für die Sammlung in Alkohol einzulegen). Sie kehren in einem Gasthaus ein, und Alfred verliebt sich in die Tochter des Wirts, Sarah. Doch der Vampirgraf von Krolock hat es ebenfalls auf sie abgesehen und lädt sie zum bald stattfindenden Ball in seinem Schloss ein. Von ihren Eltern bisher in ihr Zimmer eingesperrt, um nicht von den Vampiren gebissen zu werden, ist in ihr ein unbändiger Drang nach Freiheit gewachsen, und so macht sie sich auf zum Schloss. Alfred und der Professor folgen, um sie zu retten und dabei ein paar Vampire zu erlegen, doch das erweist sich als nicht so einfach wie gedacht…

Zu diesem Anlass shoppten Sonja und ich zuvor Korsetts, sie ein schwarzes, ich ein rotes mit schwarzem Gekramsel (Schleife, Rüschen). Sind recht angenehm zu tragen, wenn man sie sich nicht gerade extrem eng zieht… Nur das Zuschnüren hinten am Rücken ist allein nicht ganz einfach, aber mit etwas Übung geht sogar das wahrscheinlich irgendwann. Es handelt sich bei meinem übrigens um ein Vollbrustkorsett aus Satin, das ich für lediglich 50 Euro im Wiener Medusa (mit einer hervorragenden Beratung) erstanden habe. Ich muss also nichts darunterziehen und meine Brüste sind dennoch verhüllt. ^^ Hatte erst die Bedenken, dass das bei wenig Oberweite nicht so toll aussieht, aber es passt ganz gut. Ein Unterbrustkorsett probierte ich auch noch an, aus schwarzsilbernem Brokat. *_* Das kann man auch erheblich enger schnallen, weil die Brustkorbrippen nicht mehr einzuengen sind. Aber das hebe ich mir für wann anders auf. (;

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie ich mich auf mein Schultertattoo freue. :3

 
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Verfasst von - 10. Juni 2011 in Foto, Kaufen, Kultur, Musik, Wien

 

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Werwolfkatastrophe

Schon lange kein gutes mieses Buch mehr gelesen? Dann sind Sie hier richtig.

Vor einiger Zeit erhielt ich bei einem Gewinnspiel drei Bücher. Eines verschenkte ich, und es war offenbar so amüsant, wie ich es mir vorstellte. Das zweite liegt ungelesen zu Hause in Deutschland. Und das dritte… ja, damit bin ich gerade fertig geworden.

„Kalix – Werwölfin von London“ ist ein Fantasy-Roman vom angeblich renommierten britischen Schriftsteller Martin Millar und handelt von einer siebzehnjährigen Werwölfin aus dem schottischen MacRinnalch-Clan, die nicht gerade ein leichtes Leben hat. Ihr Geliebter wurde verbannt, weil er sich mit ihr, der hochrangigen, reinblütigen Werwolfprinzessin eingelassen hat, und in Rage verletzte sie ihren eigenen Vater schwer. Geächtet und aus der Burg gejagt, streicht sie nun durch die Straßen Londons, wo Laudanum- und Magersucht ihren Körper überstrapazieren, sie von Depressionen geplagt wird und auch noch menschliche Werwolfjäger hinter ihr her sind.

Doch richtig turbulent wird es erst, als unter ihren beiden Brüdern zu Hause ein Erbfolgekrieg ausbricht und sich die beiden Partien daran machen, möglichst viele Stimmen in der Nachfolgerwahl für sich gewinnen – ohne Rücksicht auf Personenverluste. Darunter hat auch Kalix zu leiden, denn wer sie tötet, darf mit der Stimme der Großmutter rechnen, die auf Rache für ihren Sohn aus ist. Darüber wiederum ist die Mutter nicht gerade erfreut und bittet ihre ältere Tochter, Thrix, auf Kalix aufzupassen, da sie immerhin auch in London lebt. Doch diese hat keine große Lust, sich mit ihrer Familie abzugeben, zumal sie eine ehrgeizige und auch recht erfolgreiche Modedesignerin ist und seit Jahren keinen Kontakt mehr zum Clan hatte. Lieber fertigt sie komplizierte Arrangements für ihre Hauptklientin und beste Freundin Malveria an, ihres Zeichens Feuergeistkönigin (mit unverkennbarem Hang zum Melodrama) in einem Paralleluniversum, in dem ein modischer Fauxpas zu ewig ruiniertem Ruf führen kann.

Hinzu kommt, dass die emotionslose, aber disziplinierte Werwölfin Dominil ebenfalls nach London geschickt wird, um dort die jungen, von sich aus abtrünnig gewordenen Clanmitglieder Butix und Delix mit deren Band wieder zum Erfolg zu führen, um sich so ihre Stimmen zu sichern. Das gestaltet sich bei einem drogensüchtigen, antriebslosen und stinkreichen Geschwisterpaar jedoch alles andere als einfach. Und als gäbe es nicht schon genug Konfliktpotential, werden auch noch zwei harmlose Menschen mit hineingezogen – Daniel und Moonglow, die zufällig auf die verletzte Kalix stoßen, sie (gegen den Willen der suizidgefährdeten Werwölfin) aufpäppeln und in ihre WG einziehen lassen, in der es immer wieder zu Spannungen kommt.

Und doch läuft alles auf den darüberstehenden Clankampf hinaus, doch es bleibt bis zum Ende unklar, wer sich mit wessen Unterstützung behaupten können wird.

Was den Roman auf gewisse Weise spannend macht, ist, dass unheimlich viele Dinge passieren. Es ist also nicht ratsam, die ersten hundert der (beinahe genau) 750 Seiten zu lesen, um dann die letzten fünf zu überfliegen, wie die Geschichte ausgeht – in der Zwischenzeit ist so viel geschehen, dass man keinen richtigen Durchblick und keinen einigermaßen runden Schluss für sich fände.

Allerdings vernachlässigt der Schriftsteller dabei eindeutig situationsbeschreibende Details, tiefergreifende Gefühle und ausgereiftere Charaktere, die nicht nur aus einer Auflistung diverser Eigenschaften bestehen. Auch kommen mir die Personen teilweise nicht besonders durchdacht vor, was sich gerade im Hauptcharakter niederschlägt. Die Verteilung von ‚guten‘ und ’schlechten‘ Eigenschaften erscheint gerade bei Kalix in der Bruttogleichung zwar ausgewogen: Sie wird, wie übrigens auch alle anderen auftretenden MacRinnalch-Werwölfinnen, als atemberaubende Schönheit mit langem, glattem, dickem Haar (was ich mir persönlich nicht ganz so ästhetisch wie gemeint vorstelle) beschrieben und kann sogar besser kämpfen als etliche männliche Werwölfe. Doch da es sich hier um keine Mary-Sue handelt, hat sie schwerwiegende Süchte sowie psychosoziale Probleme und sucht nach ihrem verschwundenen Geliebten. Was aber unplausibel klingt, ist ihre relative Intelligenz, wenn ihre Gedankengänge gleichzeitig nicht das Niveau eines Grundschülers zu übersteigen scheinen. (Übrigens auch nicht ihre Rechtschreib- und Lesefähigkeit, aber das hängt auch nicht unbedingt mit Intelligenz zusammen.)

Diese „Einfältigkeit“ kann jedoch auch eine andere Ursache haben – den Stil des Autors. Dieser hält sich an kurze, einfache Konstruktionen in seinen Sätzen, die dadurch den Vorteil haben, sich leicht und schnell lesen zu lassen. Es werden offensichtliche Handlungen und Reaktionen beschrieben, und sollte es doch einen heimlichen Gedanken geben, wird dieser in einem knappen ‚Aber…‘ zusammengefasst, ohne weiter ausgeführt zu werden, um somit realistisch für die nahe Zukunft geplant zu wirken. Gefühle werden unzulänglich mit banalen Floskeln beschrieben, wenn sie einmal eine Rolle im Text bekommen, was ebenso zur fehlenden Glaubwürdigkeit beiträgt. Noch monotoner erscheint die Schreibart durch etliche Wiederholungen, die im ständig gleichförmigen Beschreiben Kalix‘ selbstmitleidigen Verhaltens gipfeln.

Mir ist beim Lesen oftmals der Gedanke gekommen, dieser unerquickliche Stil könnte auch von der Übersetzung herrühren. Ein Blick auf die erste Seite der englischen Ausgabe ließ mich allerdings – obwohl das natürlich nicht unbedingt für das ganze Werk Relevanz hat, aber ich werde mir aus diesem Grund nicht das Buch auf Englisch besorgen – wieder eher in die Richtung tendieren, bei der Originalvorlage könne man es als Übersetzer nicht viel besser machen.

Ein Tipp an den Autor: Versuchen Sie sich lieber an Drehbüchern. Die sind handlungsorientierter, und dabei müssen sich vorrangig die Schauspieler um das Überbringen der passenden Gefühle bemühen. Wenn Sie dabei ihre hier gezeigte Tendenz zu raschen Handlungsentwicklungen in eine völlig andere Richtung und zwischenmenschliche Dramen ausleben möchten, wären Soap Operas das Richtige. Genau dieses Gefühl hatte nicht nur ich beim Lesen, auch einer Amazon-Rezensentin (goat) fiel der treffende Vergleich auf: „Eigentlich möchte es keiner so recht sehen, aber wissen wollen, wie es weitergeht schon…“

 
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Verfasst von - 17. Januar 2011 in Blog, Kultur, Lesen, Printmedien

 

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