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Schlagwort-Archive: Geburtstag

Freitagsfüller

Wird mal wieder Zeit für einen Freitagsfüller. (:

1.  Heute morgen (‚Morgen‘ schriebe man in diesem Falle groß) geht’s in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen.

2.  Electro Swing finde ich derzeit einfach zu schön.

3.  Ich könnte eigentlich mal wieder an meiner Bachelorarbeit schreiben *hust* (aber nicht dieses Wochenende!).

4.  Obwohl ich eigentlich gar nicht solche Unmengen zu tun habe, könnte ich teilweise in Chaos untergehen.

5.  Im übrigen trage ich gerade einen Haufen pinker Lockenwickler.

6.  Meinen Geburtstag werde ich dieses Jahr ausnahmsweise mal wieder mit Freunden gemeinsam erleben.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine Familie, nachdem ich auf der Hochzeit einer Freundin war, morgen habe ich einen weiteren Besuch bei den Frischverheirateten zwecks Kindgeburtstagsfeier und eine Ballettaufführung geplant und Sonntag möchte ich dann auch noch auf die entsprechende Taufe – vollgestopfte Tage also!

 
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Verfasst von - 21. März 2014 in Alltag, Kultur, Musik, Studium

 

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Geburtstagsbücher

In Sachen Neuerwerb von Literatur war mein Geburtstag – mittlerweile fast einen Monat her – ein kleiner Erfolg. Dazu brauche ich nicht einmal die beiden auf dem Foto sichtbaren Reinschreibbücher (das rechts ist mein neues Adressbuch) mitzuzählen. Was mir allerdings aufgefallen ist: Meine Sammlung an Sachbüchern ist ziemlich angestiegen, dabei lese ich diese Sorte weniger gern, wenn ich ohnehin schon viel zu tun habe und mich lieber nebenher mit schöner Literatur beschäftige.

Die Sammlung:

  • „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat“, Pierre Bayard
  • „Bibbi Bokkens magische Bibliothek“, Jostein Gaarder und Klaus Hagerup
  • „Erotische Lyrik der galanten Zeit“, ausgewählt von Hansjürgen Blinn
  • „Die Fahrt der Beagle“, Charles Darwin
  • „Mordspuren. Neue spektakuläre Kriminalfälle, erzählt vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt“, Mark Benecke
  • „Aus der Dunkelkammer des Bösen. Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt“, Mark Benecke

Das erste Buch befindet sich seit einer entsprechenden Empfehlung von Redakteuren der Süddeutschen Zeitung auf meiner will-ich-unbedingt-lesen-Liste, und es ist gerade dabei, meinen Blick auf das Lesen selbst und Bücher, die man angeblich gelesen haben muss, zu verändern, wie es der Titel schon erahnen lässt. :] ‚Bibbi Bokkens magische Bibliothek‘ habe ich vor Jahren gelesen, fand es wundervoll und habe es mir deshalb von einer Freundin schenken lassen. :3 Nach Bayards Kategorisierung fiel es für mich leider auch schon ein bisschen in die Kategorie ‚VB – vergessenes Buch‘, weswegen ich es erstens überhaupt mal gern haben und zweitens gleich nochmal lesen wollte. Die erotische Lyrik stammt ebenfalls von einer Freundin, und da lässt sich hübsch drin schmökern und ästhetisch formulierte Andeutungen ‚enträtseln‘. Und wie die dritte Freundin und Mitbewohnerin sich richtig dachte, gehört etwas aus der Feder von Charles Darwin zur Pflichtlektüre von jemandem, der mit Biologie zu tun hat.

Ebenfalls biologisch interessant sind die letzten beiden Bücher im Bunde. Ich kann zwar nicht verifizieren, dass Mark Benecke der bekannteste Kriminalbiologe der Welt ist, aber mit dem Untertitel scheint er gut Werbung machen zu können und ich bin mittlerweile ein Fan von ihm. :D Bei solchen Büchern neige ich zwar leider dazu, die Fälle und besonders relevante Basisinformationen bald wieder zu vergessen, aber ich mag die Art, wie er sie dem Lesepublikum näher bringt und die Schwerpunkte, die er setzt. Ich würde ihm selbst gern mal über die Schulter schauen… Was mich nun daran erinnert, dass ich auch Medizinstudenten bei ihrem Sezierkurs gern über die Schulter sehen würde, nachdem er in meinem Studiengang von einem Knochenpraktikum ersetzt wurde, ich aber gern die Art und Vorgehensweise in einem Sezierkurs kennen lernen würde. Mein Freund sieht darin eher die Neugierde, (tote) Menschen aufgeschnitten werden zu sehen, was er eher abstoßend findet und womit er allerdings nicht ganz falsch liegen mag – ich hoffe jedenfalls, dass mich Anblick und Geruch nicht dermaßen irritieren, dass ich an Ort und Stelle umkippe. Das wäre als Gast in der Übung mehr als peinlich.

Von ihm (meinem Freund) habe ich neben einem der Benecke-Bücher übrigens auch ein kleines Hessisch-Wörterbuch bekommen. So etwas taugt zwar kaum zum Durchlesen, aber vielleicht erweist es sich dennoch als hilfreich, wenn ich ihn mal wieder besuche. :D

Den Fortschritt bei denjenigen Büchern, die nicht schon zu alt sind, dokumentiere ich seit kurzem auf Goodreads. Solltet ihr euch auf dieser Plattform auch mal herumtreiben und gelesene sowie noch zu lesende Literatur dokumentieren, fügt mich doch als Freundin hinzu.

 
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Verfasst von - 27. April 2012 in Alltag, Biologie, Foto, Kaufen, Kultur, Lesen, Spielereien, Studium

 

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Listen

Ich hab eine neue Unterseite (wie die About-Seite, allesamt zu finden oben rechts) zu diesem Blog hinzugefügt. Hauptsächlich dient sie wahrscheinlich mir selbst zur Übersicht über Bücher und Filme, die ich noch lesen/ sehen muss, aber wer sich dafür interessiert, kann ja mal einen Blick drauf werfen, die Werke kommentieren oder eigene Vorschläge darbringen. (:

Somit hab ich mich als Listenmögerin geoutet. Manchmal braucht man einfach mal seine Übersicht. Und es gibt so viele verschiedene Dinge, über die man Listen führen kann… Kürzlich erst kam ich auf die merkwürdige Idee, eine zu erstellen mit den Namen der Leute, von denen ich denke, dass sie zu mir masturbiert haben könnten. Ô.o Werde ich hier allerdings nicht veröffentlichen (jaja, die interessanten Sachen bleiben verborgen… aber wahrscheinlich können die meisten mit dem Großteil der Namen eh nichts anfangen). Je nachdem, ob ich von einer einigermaßen hohen Wahrscheinlichkeit oder nur von der vagen Vermutung ausging, dass es irgendwann mal dazu hätte kommen können (wer weiß, ob diese Personen überhaupt masturbieren!), kam ich auf 4-10. Und jetzt werde ich die Liste verbrennen, damit kein zufälliger Finder auf die Idee kommt sich zu fragen, was diese Leute gemeinsam haben… (; (Der Anfangsbuchstabe ist es nicht. Beziehungsweise haben drei Personen denselben, aber sonst keiner, hab ich festgestellt!)

Aber weil ich einen Beitrag über Listen nicht listenlos lassen kann, kommt hier wenigstens eine andere mehr oder weniger interessante. Nämlich mit ein paar Dingen, die ich bis zu meinem 18. Geburtstag gemacht haben wollte (nicht mit aller Durchsetzungskraft, aber schon ganz gern). Erstellte ich vermutlich irgendwann zwischen meinem sechzehnten und meinem siebzehnten Geburtstag und trug sie (auf hauchdünnes Papier geschrieben und kleingefaltet (entsprechend sieht sie jetzt auch aus)) vorzugsweise im Push-up-Täschchen meiner BHs. So steht es geschrieben:

  1. Einen Fremden auf den Mund küssen.
  2. Ein Urlaub mit Lisa + Rebekka.
  3. Sex haben (egal wo).
  4. Etwas im Wert von über 5 € willentlich klauen.
  5. Mehr als 50 kg wiegen.
  6. Einem Straßenmusiker Geld geben.
  7. Jemandem ‚Bom Chicka Wah Wah‘ sagen.
  8. Auf Bahngleise springen.
  9. Etwas sehr Peinliches tun und dabei grinsen.
  10. Volle Rolltreppe gegen Fahrtrichtung runterlaufen.
  11. Von der Schule einen Hinweis bekommen.

Sie wurde laufend erweitert, und ich glaube, die Punkte 3, 5 und 11 habe ich ziemlich sicher auch (rechtzeitig) absolviert. (Damit wäre ich wenigstens über die Hälfte gekommen, juhu!) Bei 10 war die Rolltreppe eher leer. XD 9 stand möglicherweise in Verbindung mit 7, welches ich meinem Lieblingssänger der damaligen Lieblingsband entgegenbrachte (es ihm ins Ohr flüsterte, daraufhin gleich den Zettel aus dem BH zog und den Punkt mit seinem geliehenen Autogrammstift durchstrich, wobei ulkigerweise meine Mutter danebenstand und kurz darauf auch seine Freundin).

 
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Verfasst von - 5. Juli 2011 in Alltag, Blog, Kreatives, Lesen

 

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Italienische Wochen

Ich muss zugeben, ich hab was gegen Italien. So schön irrational-intuitiv. Nicht erst seit dem Fußball-WM-Finale, in dem sie den Franzosen den Titel wegkickten. Es gibt wohl nicht nur in diesem Aspekt einen natürlichen Widerspruch zwischen Italien und Frankreich, und wer mich etwas kennt, weiß eh schon, auf wessen Seite ich mich da schlage. In mein Herz wurde die französische Lilie geritzt.

Zugegebenermaßen fand ich den Beitrag Italiens zum diesjährigen Grand Prix d’Eurovision de la Chanson (ja, ich mag Französisch auch lieber als Englisch) auch gut. Und wenn wir schon mal dabei sind, wollte ich erwähnen, dass ich einen anderen Musiker (und Anwalt!), Paolo Conte, für einen der besten Vorzüge Italiens halte. Neben Nudeln, versteht sich. Wer reinhören mag:

Nun habe ich außerdem vor wenigen Tagen ein Buch gelesen, in dem es auch um Italiener und Nudeln geht. Kurz zur Geschichte, wie ich an dieses Buch kam: Ich blätterte einige Wochen vor einem meiner Geburtstage (oder war’s Weihnachten?) in einem Bücherprospekt, während ich Carola an der Strippe hängen hatte. Dann von mir ein: „Haha, hier steht ein Buch namens ‚Nicht schon wieder al dente‚, und ich hab grad ‚al dante‘ gelesen.“ (Rollenspiel-Insider, oder etwas in der Art.) Zum bald darauf folgenden Anlass erhielt ich von ihr den genannten Roman. Etwas irritierend, zumal ich nicht grad auf typische Frauenliteratur stehe, aber hin und wieder muss es natürlich auch etwas Triviales sein. Nun also von Gaby Hauptmann (die man möglicherweise von ‚Suche impotenten Mann fürs Leben‘ kennt).

Wer in Erwägung zieht, dieses Werk irgendwann einmal zu lesen, sollte nun diesen Beitrag verlassen, ich wünsche noch einen schönen Tag/ Abend! Ich wage aber, es nicht weiterzuempfehlen.

In ‚Nicht schon wieder al dente‘ geht es um die zwanzigjährige Niki, die während ihres postabiturialen Sprachaufenthalts in Kanada den lässigen Südländer Marco kennen lernt. Mit ihm ist alles superduperflockigleicht – aber wie soll ihre Beziehung weitergehen, wenn sie wieder in Deutschland ist, wo sie sich zielstrebig in ein Wirtschaftsstudium stürzen will, und er in Italien? Zurück im trüben Heimatland bei ihrer alleinerziehenden Mutter und Restaurantinhaberin Julia kann Niki nicht aufhören, an die schöne Zeit mit ihrem Lover zurückzudenken, was sonst gar nicht ihre Art ist. Sie lässt es drauf ankommen und fliegt für ein paar Tage zu Marco. Der, wie sich herausstellt, in einer riesigen Villa bei seinen Eltern wohnt, die sich beruflich um ihr Fertignudelimperium kümmern. Statt sich wie in einem Märchentraum zu fühlen und den Sex im weitläufigen Bad mit Sauna vorbehaltlos zu genießen, zetert Niki irritierenderweise herum, dass sie die Tage lieber mit ihm in einer schäbigen Ein-Zimmer-Studentenbude verbringen würde, aber daraus wird nun nichts. Zu allem Elend kann Marcos Mutter sie auch nicht ausstehen, immerhin soll er eine reiche italienische Gräfin heiraten.

Und so kommt es zu einer Reihe unangenehmer Zwischenfälle, die ein von der italienischen Mama vertauschtes Weihnachtsgeschenk beinhalten. Statt Ohrringe erreicht Niki nämlich eine Kundenzustellung des Nudelherstellers – zig Kilogramm Fertignudeln! (Naja, ich hatte schon schlechtere Geschenke. XD Aber romantisch ist das tatsächlich nicht.) Um ihre Beziehung klarzustellen und zu verhindern, dass sich Marco bei einem High-Society-Event zu Silvester, das für seine Familie natürlich Pflicht ist, an die junge Gräfin ranschmeißt, fliegt Niki mal wieder überstürzt nach Italien, während Marco sich als Überraschungsbesuch auf den Weg nach Deutschland macht. Quel malheur! Als die Zwanzigjährige zurückkehrt, amüsiert sich ihr Freund prächtig mit ihrer Mutter. Sie steigt heulend ins Auto und fährt eine alte Dame um, die sie zufälligerweise in Kanada kennen gelernt und ihr dolmetschend geholfen hat.

Im Folgenden versöhnt sich Niki wieder mit Marco, da ja offenbar doch nichts Schreckliches passiert ist. Doch auf einer Tour durch die umliegende Weingegend begegnen sie einer Freundin von Marcos Mutter – Freifrau von Finkenstein, oder so – sowie seinem Onkel, der vorgibt, daheim in Italien zu sein – und es beginnt ein hanebüchenes, unrealistisches Detektivspiel ohnegleichen. Die Details aufzudröseln wäre zu verwirrend, aber ich hoffe, die Zusammenfassung genügt, um das Absurde daran zumindest anzudeuten. Das Liebespärchen schleicht sich durch die alten Dienstpersonalgänge des Schlösschens der Freifrau und belauscht diese mit dem Onkel im Gespräch, doch als sie im Parallelgang entdeckt werden, bedroht die gute Frau sie auch noch mit einer geladenen Waffe. Und dann ist da noch die Tochter der Freifrau von Finkenstein, die angeblich schon seit einer ganzen Weile tot ist (erschossen von einem Einbrecher in Marcos trautem Heim), dann aber lebendig vor Niki steht. Sie wurde aufgrund eines taktischen Spielzugs versteckt gehalten.

Ihr wird aufgedröselt, dass die ganze Familie Marcos, ja, ganz Italien Wetten abgeschlossen hat, wen der Millionenerbe heiratet. Marco und sein Onkel wetten auf Niki, seine Mutter sowie die von Finkenstein auf die italienische Gräfin. Um das Ergebnis zu beeinflussen, spielten sie sich natürlich gegeneinander aus, und so waren beispielsweise die fehlgeleiteten Geschenke oder das eiskalte Verhalten der Mutter Niki gegenüber reine Taktik. Das offenbaren sogar Wettbüros im Internet. Entrüstet darüber, dass sie den Spielball der italienischen Oberklasse gibt, distanziert sich Niki von ihrem Freund, heckt hinterrücks aber selbst einen gerissenen Plan aus – da bisher kaum einer auf das Pärchen Niki + Marco gewettet hat und die Auszahlung gigantisch wäre, kratzen sie, ihre Mutter, deren Weinhändlerbekannter sowie die angefahrene alte Frau alles Geld zusammen, das sie auf die Schnelle mobilisieren können, um mit dem Wettgewinn der bankrotten Freifrau das Schlösschen abzukaufen und darin einen Restaurant-Weinhandel mit kleinem Hotel zu eröffnen.

Ihrem Freund erzählt Niki nichts davon, ergibt sich aber seinen Beteuerungen, dass er sie wolle und keine andere, und nimmt angeblich gönnerisch in seinen Heiratsantrag an. Rasch sind sie in Rom, wo sie nach einer kurzen Touristenrunde auf einen weiteren Onkel Marcos treffen, der, oh Wunder, Priester ist. Zwar ist eine nur kirchlich geschlossene Ehe nicht rechtskräftig, aber auf die Schnelle lässt sich kein Standesbeamter auftreiben, und die Italiener sind eh so gottesfürchtig, dass sie das vorerst durchgehen lassen. Dank der gewonnenen Wette schwimmt nun auch Nikis Mutter in Geld und kann sich ihr neues Vorhaben leisten, und Niki kann ja notfalls auch in Italien Wirtschaft studieren… Sogar Marcos Mutter freut sich nun über die würdige Gegenspielerin, die letztendlich alle so gewitzt ausgetrickst hat. Alles paletti, jieha!

Abgesehen von diesem inhaltlichen Obskurium, welches mich sehr an meine in der Grundschulzeit erfundenen Geschichten erinnerte, ist auch der Stil irgendwo in der zehnten Klasse hängen geblieben. Abgesehen von der Weinkenntnis. Die Charaktere verhalten sich meiner Meinung nach oft sehr unpassend, was nicht immer als persönliche Eigenschaft abgestempelt werden kann. Zudem sind dem Lektor ein paar grässliche Schnitzer passiert: Zwei- oder dreimal werden die Vornamen von Niki und ihrer Mutter Julia vertauscht, sodass sich der Leser kurz verwirrt fragt, was das nun soll, bis er darauf kommt, dass es sich einfach nur um einen Fehler handeln kann. Höchst peinlich, wie auch der Storyverlauf, aber in all seiner Seltsamheit auch manchmal witzig.

 
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Verfasst von - 18. Mai 2011 in Alltag, Hogwartsplay, Kreatives, Lesen, Musik, Printmedien

 

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Mendelsche Genetik – es grünt so grün…

…wenn Spaniens Blüten blüh’n. Tja, ich habe mir nicht nur „My Fair Lady“ mit der wundervollen Audrey Hepburn auf Sprachtherapie reingezogen (okay, der Film ist etwas lang mit mehr als zwei Stunden, aber dafür gibt’s zwischendrin auch eine instrumentale Pause. XD Und ich mochte ihn, obwohl ich kein großer Fan von Gesangseinlagen bin und das Gekreische am Anfang kaum ertragen habe). Ich habe fleißig herumgegärtnert, obwohl die meisten meiner Pflanzen bisher recht bald eingegangen sind…

Schon zu Beginn der zwölften Klasse, als wir die Mendelsche Genetik von vorne und hinten durchnahmen (manche Obszönitäten kann ich mir einfach nicht verkneifen, verzeiht ^^“), beschloss ich, mir irgendwann einmal die japanische Wunderblume (Mirabilis jalapa) zuzulegen, um an einer roten und einer weißen Sorte den intermediären Erbgang mit seinen rosafarbenen Blüten nachzuvollziehen. Kurze Erläuterung: Es gibt in diesem Beispiel zwei verschiedene Allele (Chromosomenstücke für eine mögliche Ausprägung), nämlich weiß (w) und rot (r). Die Individuen besitzen üblicherweise zwei Chromosomen derselben Art (von Mutter und Vater erhalten), und wenn sich auf diesen beiden die Allelkombination weiß + weiß findet, ergibt sich eine weiße Blütenfarbe; lautet die Kombination rot + rot, sind dies auch die Blüten. Erhalten die Nachkommen nun die Kombination weiß + rot, ergibt sich bei einem intermediären Erbgang, bei dem keine der beiden Allele dominant ist, eine Mischform, also rosa Blüten. Werden in der nächsten Generation zwei Pflanzen mit rosa Blüten „verpaart“, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Nachkomme rot bzw. rosa bzw. weiß wird,                bei 1 : 2 : 1 (siehe Kreuzungsquadrat).                        Bildquelle: Wikipedia

Also bestellte ich mir vor circa einem halben Jahr Samen für rote und weiße Blüten. Ich bin mir nicht sicher, ob diese beiden Sorten wirklich eine rosa Mischform ergeben, da die Wunderblume allerhand Mischformen eingeht (auch gelb-pink-Gescheckte) – möglicherweise handelt es sich bei der roten auch nur um eine sehr Dunkelrosafarbene/ Pinke. Aber das werden wir noch sehen.

Zunächst beobachte ich noch staunend das Wunder der Natur, das sich an einer heranwachsenden Pflanze zeigt. Die ‚Weiße‘ hat sich noch nicht an die Oberfläche bequemt, obwohl sie vor länger als einer Woche eingepflanzt wurde, die beiden ‚Roten‘ hingegen haben vor Kurzem das fröhliche Sprießen begonnen.

Oben rechts ein Bild von gestern, noch ziemlich zusammengefaltet. Weiter unten von heute, frisch aufgerichtet. Manchmal überkommt es mich, und ich bin völlig hingerissen davon, dass sich die kleinen Käpselchen im Ruhezustand innerhalb weniger Tage in lebendigere Pflanzen verwandeln können. Mittels der Mineralstoffe (NICHT Nährstoffe) aus der Erde, Wasser sowie der aus bloßem Licht gewonnenen Energie bilden sich rasend schnell stabile Strukturen, grüne Blättchen. (Das ist doch einfacher mitzuverfolgen als die Entwicklung eines menschlichen Embryos.) Cyanobakterien haben die »Formel des Lebens«, wie es meine Struktur-und-Funktion-der-Pflanzen-Professorin formulieren würde, entwickelt, mithilfe derer sich die grünen Pflanzen Energie für ihr Wachstum verschaffen. Nebenbei noch massig Sauerstoff. (Jaja, Fotosynthese. Für die Chemie-Freaks:                     6 H2O + 6 CO2   →   C6H12O6 + 6 O2.)

Hach ja. :3 Desweiteren habe ich zu meinem Geburtstag ein Flammendes Käthchen in Gelb geschenkt bekommen (unbeabsichtigterweise passend zu meinem ersten Rollenspielcharakter, bis auf die Farbe *g*). Angeblich sehr pflegeleicht. Bisher strahlt es noch wunderschön wie eh und je. Ich muss mal nachschauen, um was es sich da für ein Pflänzchen handelt; die öfter als einjährig Blühenden sind mir ja am Liebsten, weil ich sie mit etwas Glück zum erneuten Aufblühen bringen kann. Naja, wahlweise gehen auch Schnittblumen. XD

Nun werde ich mich allerdings wieder dem Chemielernen widmen… Noch ist’s ja relativ einfach, aber ich hab auch erst heute so wirklich angefangen.

Liebe Grüße und schon mal ein erholsames Wochenende. ♠

 
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Verfasst von - 12. Mai 2011 in Alltag, Biologie, Foto, Hogwartsplay, Kaufen, Kreatives, Studium

 

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Déjà-lu

Meine kürzlich gelesenen Bücher (also, frühestens Jahresanfang) in Mini-Zusammenfassung. Reihenfolge zufällig.

  • Markus Zusak – Die Bücherdiebin (586 erschütternd schöne Seiten)

Wahnsinnig gut. Ich spiele mit dem Gedanken, einen separaten Eintrag darüber zu verfassen, weil der Roman bzw. Kommentare so vielschichtig ist/ sind. Nur so viel sei gesagt: Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg und wird erzählt vom Tod höchstpersönlich. Form und Stil sind außergewöhnlich.

  • Ulrich Wickert – Vom Glück, Franzose zu sein (240 französische Seiten auf Deutsch)

Habe ich vor langer Zeit zu lesen begonnen und (sonst nicht meine Art) nun nahtlos daran angesetzt, weil das Buch ohnehin in inhaltlich nicht so viel miteinander gemeinsam habende Kapitel unterteilt ist. Die ersten waren, wie ich mich erinnere, noch sehr alltagsbezogen, bei den letzten ging es sehr in Politik und Wirtschaft hinein – für mich leider weniger spannend.

  • Glück muss man haben!

Schon wieder was mit Glück. Jah, okay, es ist ein Geschenkbuch. XD Aber sehr süß! Und das Design sagte mir zu. Außerdem gehen die Zitate/ Gedichte auf verschiedene Interpretationen vom Glücksbegriff ein, was ich interessant finde.

  • Susanne Rohner – Knigge. Erfolgreich durch gutes Benehmen (93 kleine, feine Seiten)

…hab ich eigentlich meinem Freund zum Geburtstag geschenkt. x) Aber man soll ja schenken, was man selbst gern hätte, nich…? Und er kann’s bestimmt mal gebrauchen. Wenn er’s je lesen sollte.

Brachte mir meine Mutter von einem ermäßigte-Exemplare-Stand mit, wofür ich ihr sehr dankbar bin. (: Über eine zersplitternde (jüdische) Familie in den USA. Die bisher unauffällige Tochter entdeckt beim (typisch amerikanischen) Buchstabierwettbewerb endlich ein herausragendes Talent, welchem der Vater – Kantor in der Synagoge und ständig vertieft in mystische Schriften – besonders große Beachtung schenkt. Dafür vernachlässigt er das bisherige Wunderkind, seinen älteren Sohn, der sich infolgedessen auf Erkundungstour bei anderen religiösen Gemeinschaften begibt. Die Mutter, Anwältin, findet dafür längst keine Erfüllung mehr in ihrer Beziehung und erweitert deshalb ihr geheimes kleptomanisches Hobby… Gerade zu Beginn klang die Geschichte sehr interessant, was mit Sicherheit auch an dem besonderen Humor und gewissen Kommentaren und Beschreibungen lag, die mich sehr an den Erzähler von ‚Die fabelhafte Welt der Amélie‘ erinnerten. Im Laufe des Romans verliert die Story jedoch leider, leider etwas an Fahrt. Meiner Meinung nach dennoch lesenswert.

Geschrieben von einem jungen Komiker, der darin seine seltsame Wohngemeinschaft mit einem aufdringlichen kommunistischen Känguru in kurzen, unterwegs super zu lesenden Kapiteln beschreibt. Bekam ich von meiner Patin zum Geburtstag (oder zu Weihnachten). Amüsant, irgendwann aber auch wieder etwas ermüdend weil repetativ. Manche (extrem kurze) Kapitel hätte man sich sparen können.

Im Wien der vorletzten Jahrhundertwende sucht ein ehemaliger Soldat mit überdurchschnittlichem Geruchssinn etwas, das seinem Leben Bedeutung verleiht – in der Schokoladenfabrik seines Onkels, wo er außergewöhnliche Kreationen schafft, sowie in der Liebe der faszinierend außergewöhnlichen Elena Palffy. Doch das Glück erfährt seine Höhen und Tiefen – und ließ mich als Leserin am Schluss etwas ratlos und voller Fragen zurück. Authentisch und fesselnd geschrieben, vom Ex-Geschichtslehrer einer guten Freundin. ^^

Die meisten davon habe ich geschenkt bekommen, und meine Meinungen fallen etwas zwiespältig aus. Extrembeispiele: Kalix und Die Bücherdiebin. Okay, ersteres hab ich gewonnen und zweiteres ist von einem Autor geschrieben, der sich auch von meiner Amazon-Wunschliste (ugh, die sollte ich vielleicht mal auf den neuesten Stand bringen) pflücken lässt… Aber ich denke, ich kann mich prinzipiell mit sehr vielen verschiedenen Büchern/ Romanen/ Genres anfreunden.

Ich habe es immerhin geschafft, in den letzten Tagen und Wochen sehr viele Werke verschlungen zu haben, yay! Es wartet andererseits auch noch mindestens ein Bücherregal voll darauf, zum Zuge zu kommen. Ich glaube, sie sind verbreitungsgeil und spekulieren auf eine Erwähnung im Blog… Ô.o Naja, zuerst kommt vermutlich ‚Chemie für Biologen‘ von Latscha/ Kazmaier dran, ich hab mir vorgenommen, in einem Monat die Chemieprüfung abzulegen. Drückt mir die Daumen. :]

 

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Bécs (oder: Wie man seine Muttersprache vergisst)

Bécs ist der ungarische Name für ‚Wien‘. Er ähnelt damit ganz und gar nicht dem deutschen Namen oder romanischen Variationen wie ‚Viena‘, und dieses Merkmal zieht sich durch die gesamte Sprache. Sie gehört einfach in eine ganz andere Familie, nämlich in die finno-ugrische, wie auch Estnisch und Finnisch. Doch wenn wir schon einmal beim Stichwort ‚Familie‘ sind – der folgende Artikel dreht sich, vage formuliert, um die ungarische Sprache, mich und das Gefühl von Familie.

Einer der zahlreichen Vorteile, in Wien zu leben, ist für mich die Tatsache, öfter mal Ungarisch hören zu können. Immerhin ist die ungarische Grenze nicht weit entfernt; um von hier aus in die Hauptstadt Budapest (nicht Bukarest, Leute… das war Rumänien) zu kommen, dauert es mit dem Zug nur etwa drei Stunden. Menschen auf der Straße reden auf Ungarisch, die Beschreibungen auf Lebensmitteln und anderen Supermarktartikeln sind schon an zweiter Stelle in ungarischer Übersetzung aufgeführt. Ich lese sie mir – oder anderen, die sich dafür interessieren – gerne vor. (:

Leider war’s das dann auch beinahe schon mit meinen Kenntnissen. Immerhin, denke ich mir manchmal, die Aussprache ist etwas eigen, das kann auch nicht jeder. Und sonst fällt auch keinem auf, dass es im Namen der Wiener Esterházygasse eigentlich ‚Eszterházy‘ heißen sollte, sonst müssten die Busfahrer es korrekterweise ‚Eschterhaasigasse‘ aussprechen. Allerdings ist es traurig, dass ich nicht mehr Ungarisch kann, wenn man bedenkt, dass das eigentlich meine Muttersprache ist.

Meine Mama hat ein ungarisches Elternteil und wurde im Grenzgebiet Rumäniens zu Ungarn groß, sprach die Sprache von klein auf. Sogar ich redete in meinen ersten Lebensjahren eher selten Deutsch (was nicht daran liegt, dass ich generell noch nicht sprach!) – aber ab einem gewissen Zeitpunkt, als ich zu Hause immer weniger Ungarisch und immer mehr Deutsch hörte, begann ich, meine Muttersprache zu vergessen.

Dieser Vorgang verlief schleichend. Freunde können bezeugen, dass ich noch in der Grundschule Mitschülern gern auf Ungarisch zum Geburtstag gratulierte. Und auch wenn ich das heute auch noch hinbekäme, fiele es mir spontan nicht ein, jemanden mal in dieser Sprache zu beglückwünschen. Soll es etwas inhaltsvoller werden, habe ich größere (Formulierungs-)Probleme.

Doch auch, wenn ich nicht so viel verstehe und noch weniger selbst über die Lippen bekomme: Wenn Ungarn sprechen, vermittelt mir die Sprache ein Gefühl von Geborgenheit, Gemütlichkeit, Familie. Ob das mit der Lebensphase zusammenhängt, in der ich am Meisten von dieser Sprache mitbekam? Als Kleinkind, das von einem Verwandten in die Arme des nächsten gelegt wurde und sich über den Besuch von ungarischen Freunden der Eltern freute?

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass es mir jetzt, im Alter von 19 Jahren, meine neue Stadt noch sympathischer und heimeliger macht, als sie ohnehin schon für mich ist.

 
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Verfasst von - 22. November 2010 in Alltag, Kultur, Lesen, Wien

 

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Tag 18 am 18.4.

ACHTUNG: WEIL ICH VERGESSEN HATTE, DEN ARTIKEL VON GESTERN AUCH GESTERN ZU VERÖFFENTLICHEN, STEHT ER NUN HIER – OBERHALB DES ARTIKELS VOM 19.4.. WER DEN (WESENTLICH KÜRZEREN!) ARTIKEL VON HEUTE JETZT LESEN MÖCHTE, DER MÖGE RUNTERSCROLLEN ODER FÜR IMMER SCHWEIGEN.

Ich weiß nicht, ob sich so eine Parallelität nochmal in der Präabiphase einstellt, aber nett ist das allemal. Tag 18 ist der 18te. Hach. Da fällt mir ein, heute hat eine Exfreundin von mir (ich war mit ihr nicht ‚zusammen‘, ’nur‘ befreundet; macht dieses Jahr mit mir an derselben Schule Abi) Geburtstag. Sie wird das wohl nie lesen, aber: Happy Birthday! (; Auf dass auch deine Abivorbereitung ertragreich sein möge. Immerhin hat sie ja auch Spanisch-LK.

Womit wir schon mitten im Thema des Tages wären. Heute hab ich nach einer einigermaßen wachmachenden Dusche eine Spanisch-opinión geschrieben zum Thema „El periodismo: ¿plaga o bendición de nuestra época?“, welches – wie der geneigte Romanist natürlich sofort herausgefunden hat – auf Deutsch heißt: „Journalismus: Fluch oder Segen unserer Zeit?“ Ich hab irgendwas zu durchgeknallten Paparazzi bei Britney Spears und professionellen, glaubwürdigen Journalisten, die zur Meinungsbildung in nationalem und internationalem Kontext beitragen, geschrieben. Und dass man sich dann eben fragen soll, ob man lieber die neueste Ausgabe von „El País“ oder von „Hola“ (Regenbogenpresse) kaufen sollte. (Was nicht heißen soll, dass ich mir nie ein Modemagazin gekauft hab. *glucks* Manchmal braucht man dieses oft etwas weniger niveauvolle, aber einnehmende, locker-leichte Gefühl, wirklich ein Mädchen zu sein. XD) Zumindest hab ich versucht, mich mit nur zweieinhalb Argumenten kurz zu fassen.

Anschließend hab ich drei Texte gelesen und einen davon, weil ich ihn ein bisschen seltsam fand, übersetzt. Zugegebenermaßen mithilfe von leo.org, aber ich wollt’s halt perfektionieren. Das heißt nicht, dass er jetzt perfekt wäre, meine Übersetzungen klingen selbst dann holprig, wenn’s viele Punkte drauf gab. Aber ich stelle ihn einfach mal rein. Kurzgeschichte von Manuel Vicent (*1936).

MOTORRAD
Er kaufte das Motorrad, mit dem sein bester Freund gestorben war. Es war eine perfekte, wunderschöne, japanische Maschine. Nach dem Unfall hatte ein trübsinniger Vater sie zu niedrigem Preis zum Verkauf angeboten, doch er hatte nicht vor, sich an diesem Unglück zu bereichern. Er kaufte sie nur aus Liebe. Sie waren Schulfreunde gewesen. Sie hatten gemeinsam als Jugendliche die ersten sexuellen Erfahrungen probiert. Sie hatten die Welt entdeckt, in langen Stunden mit Musik. Sie hatten dieselbe Kaugummimarke gekaut, die gleichen Hamburger vertilgt, den gleichen Bogart nachgeahmt, das gleiche Rattengift getrunken, den gleichen Rockstar geliebt, auf die gleiche Langeweile gespuckt, das gleiche Stachelarmband zur Schau gestellt. Sie waren Kameraden. Zum Schluss waren sie auch durch dieselbe Geschwindigkeit vereint. Der Vater hatte seinem Freund ein Motorrad geschenkt, und sie fuhren immer mit zweihundert pro Stunde nach Nirgendwo, mit den Weichteilen dicht am gleichen Sitz, und niemand unterschied zwischen dem Schwindel und dem Wunsch, der Liebe am eigenen Körper oder an der Maschine, bis diese beschloss, sie zu trennen. Eines Tages sprangen sie durch die Lüfte. Sein Freund fuhr direkt zur Hölle, und er rettete sich wie durch ein Wunder. Doch er war nicht gewillt, das zu dulden.
Warum hatte das Motorrad seinen besten Freund getötet und wurde nun zu einem Spottpreis verkauft? Er fühlte sich gedemütigt. Zudem hatte er auch kein Geld, um sie zu kaufen. Er verbrachte ganze Abende damit, sie in diesem Schaufenster zu betrachten, und eine Welle der Bewunderung durchströmte ihm das Gehirn. Sie war perfekt, wunderschön, japanisch. Solange dieses Motorrad still blieb, würde seine Seele tot sein. Er ging mit den Händen in den Hosentaschen durch die Straßen der Stadt und dachte nur an die Möglichkeit, seinem Freund eine Hommage darzubringen. Die Einsamkeit brachte ihn eines Morgens zum Platzen. Er nahm ein Taschenmesser und zeigte damit auf die Kehle eines Juweliers. Er verkaufte eine schwere Handvoll Gold und Smaragde an einen PERISTA Hehler, und eine Stunde später betrat er das Geschäft mit den nötigen Scheinen. Er kaufte das Motorrad. Er streichelte es wie eine Geliebte. Er brachte es auf zweihundert pro Stunde, und als er die gewünschte Schwelle erreichte, entdeckte er im Rückspiegel das Gesicht des toten Kameraden, der ihn anlächelte. Bald überkam ihn die Dunkelheit der Rache. Dieses Mal hatte das Motorrad nicht einmal sich gerettet.
 

 

Wenn mir jemand sagen kann, was ein perista ist, freu‘ ich mich. (: Ich erfuhr’s heute (19.4.) im Unterricht. Kann mit dem Begriff in dem Kontext leider auch nicht viel mehr anfangen. *schäm* Die anderen Übersetzungsfehler, die ich noch feststellte, ignoriere ich einfach mal.

Ich glaube, die profesora hat ein kleines Faible für leicht sexuell Anrüchiges. In Französisch und Englisch und dem Spanisch der Vorjahre ist so etwas auf jeden Fall nie aufgetaucht (unser Elftklasslehrer aus Madrid war aber auch extreeem verklemmt XD Diese prüden Spanier immer), und nu haben wir in der Kollegstufe auch schon ‚Como agua para chocolate‚ gelesen, das sich in der deutschen Variante in unserer Gemeindebücherei unter dem Thema ‚Erotik‘ wiederfindet… Ganz so erotisch fand ich es dann allerdings auch nicht. O.o Dann schon eher zum Thema ‚Kochen‘. ^^

Gestern (Tag 19) war übrigens relativ unspektakulär. Ich hab…

  • bis drei Uhr Nachmittags geschlafen
  • in ‚Axolotl Roadkill‘ gelesen
  • mich vor dem Besuch meiner Eltern versteckt
  • einen Scilla-Soundtrack zusammengestellt (Scilla ist einer meiner Rollenspielcharaktere im Hogwartsplay; Slytherin und herrlich klar wie Quellwasser. Allerdings ist sie derzeit wohl unlogischerweise verliebt in einen Schönling, und noch dazu steht der lesbische Teil des Schlosses auf sie XD) und
  • ein RPG-Posting für sie verfasst
  • mich mit meinem Freund per ICQ ‚gezofft‘ (so wirklich war’s das auch nicht, ich hab mich bloß etwas echauffiert wegen ständiger Missverständnisse und war plötzlich schlechter Stimmung)
  • mich über dasselbe Medium mal wieder mit Biologe Montalaar unterhalten, den ich über Maisverdruss kennen gelernt hab (das wäre auch mal einen Extraeintrag wert!)
  • querbeet Kram gegessen
  • und zu guter Letzt mit meinen Eltern im Fernsehen einen Film angeschaut. „Eine französische Hochzeit„, sehr empfehlenswert. Es geht in der Tragikomödie um eine französische Hochzeit (tatsächlich!), bei der ja mal sowas von der Wurm drin ist. Generell wird dauernd von den Gästen darüber geredet, wie bescheuert es doch eigentlich ist, zu heiraten, was den Brautleuten natürlich besonders positiv aufstößt… Allerdings auch kein Wunder bei den geschiedenen Brauteltern, von denen der Vater auch noch zugibt, zu heiraten, um mit den Frauen ins Bett zu steigen. Auch die miteinander verheirateten Trauzeugen trennen sich noch vor der kirchlichen Heirat, nachdem die Frau ihrem Gemahl eröffnet, dass sie ihn seit einigen Monaten betrügt. Die Qualitäten des Letztgenannten kommen noch besser zur Geltung, als er kurz vor dem Jawort feststellt: Hoppla, die Ringe sind weg! Schnurstracks wird ein später noch bedeutungsvoller Transvestit angerufen, der etliche Kilometer mit dem Taxi anreist, um die vergessenen Stücke zu bringen, und vorübergehend muss das Brautpaar dann halt mit den Eheringen der mittlerweile Ex-Trauzeugen Vorlieb nehmen, immerhin wollen die sich ja wieder scheiden lassen… Der Humor kommt bei alledem nicht zu kurz: In der einen Minute lacht man über jeden zweiten Satzfetzen (ich zumindest ^^“), in der nächsten allerdings erstarrt man angesichts des Dramas. Und das Ganze hat trotz der Verruchtheit der Gäste eine am Ende deutlich werdende Moral…

¡Hasta mañana!, en la vieja frescura.

 
 

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Tag 22

…und gleich entschwinde ich schon zum Französischlernen, weil ich dafür (Klausur morgen) noch nichts tat. O.O Außer vielleicht ’ne Seite in Alice lesen, aber ich stellte schon zu meinem Leidwesen fest, dass das Englische wesentlich verständlicher ist.

Die erste Stunde brachte gleich die beste Nachricht des Tages – 14 frickin‘ points in der Chemie-Ex! Meine beste Note zum glorreichen Schluss. Was aus der heute geschriebenen Recht-Ex wird, kann ich allerdings noch nicht sagen. Zumindest nicht allzu schlecht, vielleicht kann ich ja sogar meine mündlichen 11 Punkte halten?! Und dann gab’s noch die Geschichte-Klausur raus, auf die ich nicht wirklich lernte, da das Semester nicht einzubringen ist. Entsprechend: Schulterzuckende 7 Punkte.

Meine Schulfreundin war heute leider mal wieder krank und es wirkte alles etwas trübe, weil ich keine guten Alternativen hatte. Sonst macht so ein Tag ja auch oft noch Spaß… Immerhin kam ich nach der Schule auf dem zu-Fuß-Heimweg endlich an der Packstation, wo ich mir ein weiteres verspätetes Geburtstagsgeschenk angelte. Und es passt sogar zum Blog, ist nämlich ein Pik-Anhänger. X3 Zudem erhielt ich gestern ein original Pariser Armbändchen mit drei kleinen Eiffeltürmen daran – nachdem ich kürzlich auch einen Eiffelturm-Anhänger für mein Bettelarmband sowie eine Halskette mit Turm, Herz-Medaillon (*schwärmschwärmschwärm*) und einer kleinen Schwalbe geschenkt bekam, bin ich in dieser Hinsicht wohl gut versorgt!

Fragt sich nur, ob ich dieses Jahr überhaupt in meine Lieblingsstadt komme oder nicht doch lieber in die entgegengesetzte Richtung schweifen sollte, immerhin hab ich derzeit auch vor, in Wien zu studieren, und da sollte ich mein Reisegeld eher dafür aufsparen. Oder? Vorhin sah ich mich noch etwas mehr auf der Uniwebsite um. Klar ist jetzt immerhin, dass ich vermutlich keine Studiengebühren (nur einen kleinen ÖH-Beitrag, der was anderes ist, aber dazu bald vielleicht mehr) zahlen muss. +. Allerdings auch, dass die Miete in den Wohnheimen nicht die Allerniedrigste ist. Außerdem wurden kaum echte Einzelzimmer angeboten (zumindest stand kein Preisangebot dabei); es wirkt, als wären die Varianten ‚Platz im Doppelzimmer‘ und ‚Einzelzimmer in Wohngemeinschaft‘ (also das Teilen eines Bades mit 3, 4 Mitbewohnern innerhalb des Wohnheimes) verbreiteter. Bei der vermutlich günstigsten – dem Platz im Doppelzimmer (ob das auch funktioniert, wenn man sich allein ohne Vorhandensein eines ‚Raumpartners‘ anmeldet? Und wenn ja, wäre das was für mich?) – kommt man monatlich auch nur selten unter 200 €. .

Montag bekam ich auch einen guten Studentenführer, zu dem ich demnächst noch kommen werde, und einen kleinen Topf Nelken nachträglich zum 19ten. Und wenn die Nelken es über’s Abi bei mir überleben, wird’s auch was mit dem Studium, orakele ich! Also: Go, Lernnelke!

 
3 Kommentare

Verfasst von - 14. April 2010 in Blog

 

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Liebes Abitagebuch?

Nun ziehe ich Gründe für einen Reallife-Eintrag und vielleicht sogar eine Serie an den Haaren herbei, nämlich, indem ich sie mit einem anderen Blog in Verbindung bringe. Ganz schön ausgefuchst. Ô.o

Simon deklarierte, er wolle jeden Tag bis zu seinen Prüfungen über sein Präabiturientendasein bloggen. Nun, bei ihm ist das nicht mehr ganz so ‚lang‘ hin wie bei mir, weil er in NRW und ich in Bayern. Dafür hab ich noch mehr Zeit zum Lernen, die ich hoffentlich auch so nutze. Insofern ist es sogar Ziel der Abitagebuch-Serie, NICHT jeden Tag etwas zu schreiben, weil das zeigt, dass ich dann mehr lerne. Insofern wäre es auch ratsam, jeden Tag einen Blogeintrag zu machen, an dem ich im Internet bin, um da eine Art Beweisführung zu haben.

Vielleicht kommt’s hier dann auch mal zu kürzeren Beiträgen. X3

Wie viele Tage sind’s bei mir denn noch bis zu meiner ersten Abiprüfung? 23. Das ist ja fast wie im Advent. XD (Eigentlich begann ich den Artikel bereits gestern, da passte der Spruch besser. *seufz* Soviel schon mal zum Thema ‚eigene Regeln einhalten‘.) In Bayern wird ja bekanntlich Zentralabitur geschrieben, das heißt, mit mir schreiben am 6. Mai noch tausende andere Leute ihr Abi. Yay! Alle in ihrem 3. Abiturfach, also dem schriftlichen Grundkurs. Aber nicht alle in Französisch. Zum Glück, vermute ich. ^^

Let’s go?

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TAG 23

In den zwei Wochen Osterferien hab ich’s lediglich geschafft, mir den Stoff der 12. Klasse Bio (ich hab den entsprechenden Leistungskurs) im Stark-Abitrainer (Amazon-Link) durchzulesen, Fachbegriffe rauszuschreiben und die Abitraineraufgaben zu machen. [Bio-Abi: 17.5.] Das ist aber immerhin besser als gar nichts. Die Frage ist, ob das für’n 1,9-Abi reicht, aber das wird vermutlich noch gründlich genug ausdiskutiert.

Mein zweiter LK ist Spanisch, wofür ich mal gar nichts getan hab. In den nächsten Tagen wollte ich aber zumindest die Abiaufgabe lösen, die unsere Lehrerin uns für über die Ferien mit Lösung gab. Die Variante mit dem literarischen Text, die mir persönlich meist lieber ist. Mal sehen, wofür ich mich dann in meiner „Abiklausur“ – wie unsere Spanischlehrerin ES nennt, was dem Ganzen einen milderen Anstrich verleiht und sie sympathischer macht – entscheiden werde. Es steht ja immer ein Aufgabenblock mit einem literarischen und einen mit Sachtext im Zentrum zur Verfügung. Zu dem Text müssen erst einmal Verständnis- und Interpretationsfragen beantwortet werden. Angelehnt an diesen Text (beispielsweise in Bezug auf den Inhalt) gibt es in jedem Block noch eine Auswahl an Aufsatzthemen, von denen man sich wiederum eines aussuchen kann (meist ein paar opinión-Themen (Stellungnahme) sowie Karikaturen/ Dialogthemen/ Tagebucheintragthemen), und eine Übersetzung. Vom Spanischen ins Deutsche. [Spanisch-Abi: 7.5. – einen Tag nach Französisch und am Geburtstag meines Vaters. O.o]

Ja, und da wäre noch das Französisch-GK-Abi. Von der Art her wie Spanisch, da es allerdings ein Grundkurs ist, steht weniger Zeit zur Verfügung. (Als ob es dann weniger schwer wäre!) In Französisch hab ich auch noch die Klausur diesen Donnerstag (15.4.) zu bestehen, für die ich eventuell auch mal primär was tun sollte… *räusper* Ich hab immerhin noch ein paar Erzählungen in meinem kleinen Sammelband, ‚Six contes‘ von Guy de Maupassant. Vom Klett-Verlag gibt’s diese hübsche Zusammenstellung (Amazon-Link auf eine Ausgabe mit anderem Einband und gebraucht. Meine ist schöner!) mit Erklärungen zu schwierigeren Vokabeln unten auf jeder Seite und einem Anhang zur Literaturtheorie. *_* Heute bekam ich ein Abitur (von 2005?), das ich zur Übung bearbeitete, korrigiert von meiner Lehrerin zurück, nicht so gut gelaufen. *möp* Danach hab ich mir aus der Schulbibliothek „Alice au Pays des Merveilles“ ausgeliehen, nachdem ich schon den Alice-im-Wunderland-Film an meinem Geburtstag in 3D bestaunen durfte.

Ebenfalls lieh ich „Alice’s Adventures in Wonderland“ aus. XD Eigentlich wollte ich erst das englische Original lesen, aber nachdem Donnerstag Französischklausur ist, wird’s wohl bestenfalls anders herum kommen. Dann kann ich mal schauen, welche Sprache ich besser verstehe, nachdem ich seit zwei Jahren offiziell kein Englisch mehr hatte. (: Und für’s Gewissen auch noch was für die andere wichtigere Sprache: „Cuentos españoles contemporáneos (1975-1992)“, also zeitgenössische spanische Erzählungen.

Erwartungen:

Bio: 11 Punkte sollen bitte drin sein. 13 wären toll.

Spanisch: Da sollte ich ebenfalls 11 hinkriegen, allzu viel mehr wird’s allerdings vermutlich auch nicht.

Französisch: 12 will ich, über die 11 im soeben bekommenen Probeabi war ich schon etwas enttäuscht. Meine Lehrerin meint, ich kann auch 14 schaffen.

In Recht – meinem vielleicht schlechtesten Fach, nachdem ich 13/1 gerade so 5 Punkte eingebracht hab – wurde ich gestern abgefragt. Großteils über eine Hausaufgabe, die über die Ferien zu machen war. Die war ziemlich perfekt. X3 Bei den allgemeinen Fragen brillierte ich dann nicht gerade, aber es reichte für 11 Punkte. Damit komme ich vermutlich auf 9 Punkte (3+) im Zeugnis – wenn ich bei einer eventuellen Ex morgen oder die Woche drauf nicht viel schlechter bin. ^^“ Ich sollte mich ranhalten! War aber eindeutig eine Fehlwahl…

Die Deutschklausur (Thema: Literarische Erörterung (?), Bernhard Schlink – Der Vorleser) muss nächste Woche auch noch rausgegeben werden, ich bin schon sehr gespannt. Ebenso auf das Pendant in Religion, da ich in diesem Fach Colloquium (mündliche Prüfung) machen will. Hört, hört!

Steht sonst noch was aus? Der Sporttest, joa. Wie meist nicht so viel gelernt, „schau’n wa mal“. Wenigstens muss ich DAS nicht einbringen. Beim Tanz hab ich zwar sogar 11 Punkte auf meinen als sehr eigen titulierten Tanzstil gekriegt, aber ich fürchte, durchschlagend wird das nicht, nachdem ich mit meinen Freundinnen keinen zweiten Tanz selbst zusammenkriege. XD

Und eine weitere neue Erkenntnis: Vermutlich gehe ich zum Studieren nach Wien. X3 (Wer Tipps für Wien oder sogar Studieren an der Uni Vienna hat – immer her damit!) Nachdem ich mich ewig damit herumgeplagt habe, in Deutschland einen ansprechenden anthropologischen Studiengang zu finden und dabei kläglich scheiterte, hatte ich mich eigentlich mit einem schlichten Biostudium in Erlangen-Nürnberg abgefunden. Bis ich eher aus Jux vor ein paar Tagen über Bio in Wien las… Dort kann man sich doch tatsächlich auf Anthropologie spezialisieren! Und das in einer Weise, die sozusagen meinem Traumstudium gleichkommt. Sogar mit ein bisschen Geisteswissenschaften, Bioethik und so. WOAH! Eine Freundin hätte ich ja in der Stadt… sowie eventuell meinen Freund, der sich allerdings eher für Japanologie interessiert.

Soll ich, oder soll ich nicht? Von Kommentaren, egal wie wahllos und begründet, lasse ich mich extrem gern inspirieren. JA ODER NEIN (wie Madsen so schön sagt)?

 
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Verfasst von - 13. April 2010 in Andere Blogs, Blog, Kaufen, Musik

 

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