Liebe Leute, ich bin wieder halbwegs verfügbar und für alle Schandtaten bereit. Das heißt – in den letzten Wochen war ich hauptsächlich Freunde besuchend unterwegs, nun hab ich hier aber wieder mehr Zeit.
Meine Heimat war kurz, aber relativ schmerzlos, München heiß, Frankfurt ästhetisch (also zumindest wir in der Stadt ;) ) und St. Gallen (bzw. die übrigen Schweizer Eindrücke) spaßig. Falls beteiligte Personen dies lesen – ich danke euch von Herzen für die schönen Augusttage und hoffe, dass so etwas bald wieder zustande kommt!
Weder bin ich in einer Beziehung, noch plane ich, in den nächsten acht Jahren oder überhaupt unter die Haube zu kommen (was mich ein bisschen in Konflikt bringt mit dem Vorsatz, bis zum dreißigsten Geburtstag zu heiraten, damit die Hochzeitsfotos gut aussehen). Trotzdem bin ich total heiß auf Hochzeitstipps, -zeitschriften, -sendungen und -hirngespinstplanungen. Ich könnte Ewigkeiten Brautkleider, Hochzeitstorten, Ringe, Dekokram und süße Ideen anschauen – dazu gehören manchmal auch Proposal-Videos. Ich finde den Trend ja etwas eigenartig, seinen ach so großartigen Heiratsantrag mit wackliger Videokamera aufzunehmen und auf Youtube hochzuladen, bin aber doch fasziniert von den schönen Ideen, die manche Menschen haben. Und habe daraufhin fast immer Rührungstränen in den Augen, was mir jedes Mal wieder vor selbige führt, wie grauenhaft nah ich am Wasser gebaut bin. *hüstel* Das hier finde ich ziemlich cool – wäre vielleicht was für einen Glee-Fan. x)
Habt ihr schon Oh-mein-Gott-das-wäre-so-toll-Vorstellungen über einen Heiratsantrag/ eure Hochzeit, sofern ihr euch mal „ewig binden“ wollt? Und wenn ja, wie sehen sie aus?
Okay, mittlerweile weiß ich, worauf ich mich da so spontan und unschuldig als Juli-Roman für die Bücher-die-man-gelesen-haben-muss-Challenge gestürzt habe. ULYSSES. Fettgedruckt und in Großbuchstaben. Angeblich der Roman des 20. Jahrhunderts, was daran liegt, dass man es wohl nicht einmal im 21. Jahrhundert schaffen wird, ihn komplett zu interpretieren. Aber eins nach dem anderen – hier möchte ich meine ersten Eindrücke zusammenfassen und mein weiteres Vorgehen beschreiben. Denn aufgeben werde ich so schnell nicht, nein!
Der Juni war mein Prüfungsmonat, und da wollte ich nicht allzu viel Zeit für das Buch in Anspruch nehmen müssen. Deshalb hab ich mich (auch nach ein paar Empfehlungen in die Richtung) für das Kinderbuch „Der Wind in den Weiden“/ „The Wind in the Willows“ von Kenneth Grahame von 1908, mit dem ich auch tatsächlich sehr schnell durch war. Dafür habe ich mir über Amazon ein günstiges, gebrauchtes Hardcover-Exemplar, etwa in DIN A4-Format, besorgt, versehen mit niedlichen Illustrationen von Rene Cloke. Angeblich auch eine gekürzte Ausgabe… aber da war’s nicht so einfach, rauszufinden, welche nun ungekürzt wären. Naja, Pech gehabt. /:
Endlich hab ich ihn mal wieder rechtzeitig erwischt, den Freitagsfüller von Barbara/scrap-impulse. :] Meine Antworten (nicht fett gedruckt, so finde ich das irgendwie übersichtlicher):
1. Bei Milka fällt mir das Aufhören schwer, besonders bei Milka Oreo...
2. Mein Lachanfall heute/gestern während dem Vortrag von Mitstudenten war geradezu spektakulär.
Ja, ich bin spät dran. Ja, ich hatte viel um die Ohren. Aber jetzt kommt endlich „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ von Gabriel García Márquez dran! Ein Geburtstagsgeschenk von ’nem lieben Freund und dem wohl zuverlässigsten, den ich in Wien habe. *s*
Gleich zu Anfang – ich halte diesen Roman für einen, bezüglich den sich die Geschmäcker kontrovers unterscheiden können. Dies mag an mittelamerikanischen Schauplätzen und Mentalitäten liegen und am offenen Schreibstil des Autors. Aus diesem Grund wäre es vielleicht ratsam, reinzuschmökern, bevor man sich dieses Werks annimmt. Oder man hat Glück – wie ich – und es gefällt einem ohnehin.
Cirque Rouge N° 19 am 15. Juni in der Roten Bar (Volkstheater) Wien.
Der Cirque Rouge ist ein mittlerweile immerhin drei Jahre altes Burlesque-Cabaret-Event in Wien, das alle paar Monate stattfindet. Die Show ist im Stil der 20er bis 50er Jahre gehalten – entsprechend auch der Dresscode. Zum Verlauf des Abends: Nach einer gut eine Stunde dauernden Show, bei der sich schicke Stripteaseperformances mit Livemusik abwechseln, lässt sich in zwei Salons fabulös das Tanzbein schwingen.
Und endlich würde ich – mit drei guten Freunden – auch dabei sein! Mein Outfitplan stand schon eine ganze Weile vorher fest; allerdings wurden noch am Vortag die letzten Kleidungsstücke und Accessoires besorgt. Zum roten Korsett kam ein kurzer, schwarzer Rock, rote Strümpfe (am Strapsgürtel befestigt), bequeme, flache Stiefelchen (man muss ja eine ganze Weile stehen und tanzen können) und – schwarze Federn. An Fächer, Haarteil und Ohrringen.
Der Großteil der anderen Gäste kam weniger burlesk und eher in Partyklamotte der erwähnten Epochen gekleidet – besonders auch passend zum Motto ‚Dream Boat‘ maritim. Ach, es war fantastisch, dieser Menge zuzusehen, wie sie umherspazierte, sich zuprostete, dekadent in den roten Samtsesseln räkelte, sich gegenseitig unpassenderweise mit Smartphones ablichtete und vor allem ausgelassen tanzte (und dabei mit dem einen oder anderen Kleid Gläser von den Tischlein fegte)! An jeder Ecke tolle Klamotten und großartige Tänzer, charmante Schäkereien und fröhliche Menschen.
Mit einem bedauernswerten Faible für lange, verschachtelte Sätze und unnütze Nebeninformationen schreibt hier... Pik. Studentin, Wahlwienerin, Kulturliebhaberin, Anthropologin, Korrektorin, Ästhetikerin und Teilzeitkünstlerin.