Mein neues Hobby: Ratten Fallen stellen

Es ist schon gut zwei Wochen her, dass ich von meiner schlauen Ratte berichtet habe: HIER.

Mit verschiedenen Ködern hatte ich vergeblich versucht, sie in die Falle zu locken. Seit fünf Tagen nun habe ich mit einem kleinen Trick Erfolg, zählbaren Erfolg! Nach drei Jungtieren, eins in jeder Nacht, ist in der letzten Nacht eine ausgewachsene Ratte in die Lebendfalle gegangen.

Die „Entsorgung“ geschieht dann gut 3 Kilometer von meinem Garten entfernt in einem Stück „Wildnis“, ein großes Stück Land mit Brombeer- und anderem Gebüsch sowie mit einem kleinen Bach, etwa 2 Kilometer von der Zivilisation entfernt. Ich wünsche ihnen dort ein ungestörtes Leben und hoffe, dass der Ort weit genug von ihrem bisherigen Zuhause entfernt ist.

Hier noch ein Foto von einem Jungtier:

Nach allen Spuren und den Gängen, die sie im Garten gegraben haben sowie ihrem Aussehen gehe ich davon aus, dass es sich um Wanderratten (Rattus norvegicus) handelt.

Das Fallenstellen wird fortgesetzt. Und nebenbei lese ich das soeben erschienene Buch aus dem Hauptverlag: RATTEN von Irne Weinberger. Ich möchte ja mehr wissen über den Feind in meinem Garten und dessen Verwandte. Über die Wanderratte lese ich dort, dass sie in Kolonien mit bis zu 200 Individuen lebt. Na dann, Fallenstellen kann ein längeres Hobby werden.

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Gruß aus Wiesbaden

Die schlaue Ratte in meinem Garten

Zunächst hatte ich mich gewundert, dass im Futterhäuschen für die Vögel morgens immer alle Körner aufgefressen waren und nur noch die leeren Schalen der Sonnenblumenkerne darin lagen. Das Vogelhäuschen hing in einem Mirabellenbaum an einem dünnen Ast. Irgendwann waren dann die Seitenteile des Bodens arg verschmutzt. Kein Vogel hätte das machen können. Nicht das erste Mal, dass eine Ratte in meinem oder dem Garten eines Nachbarn eingezogen war. Spuren entdeckte ich, an der Gartenhütte, die auf Kanthölzern steht und so eine gute Unterschlupfmöglichkeit bietet.

Das Futterhäuschen wurde unter dem Dach des Gartenhütte befestigt, damit war es für die Ratte außer Reichweite. Ich stellte eine Lebendfalle auf, in die in vergangenen Jahren bereits einen Igel als Beifang gegangen war und auch eine Ratte bei Fressen des Köders gefangen wurde.

Doch in diesem Jahr habe ich es wohl mit einer vorsichtigeren Ratte zu tun. Zwar war die Falle schon einmal umgestoßen worden, verschiedene Köderarten verfehlten bisher ihren Zweck.

Gesehen habe ich „den Feind in meinem Garten“ noch nicht, aber er hat im tauenden Schnee eindeutige Spuren hinterlassen.

Die Trittsiegel passen in Größe und Form denen, die im Netz gezeigt und eindeutig einer Ratte zugeordnet werden. Dabei konnte ich Routen von der Gartenhütte zu den Gärten der Nachbarn erkennen. Und auf der Terrasse scheint das Tier wohl längere Zeit ein Tänzchen vollführt zu haben, so zahlreich sind die Abdrücke.

Geduldig werde ich warten und irgendwann wird es soweit sein, dass ich meinen ungeliebten Gast zu einem schönen Plätzchen weit ab vom Garten bringen werde.

Vorderfuß (links), Hinterfuß (rechts)