Alain C – Anmerkungen zur Mittelklasse und zum Interklassismus

Irgendwo gefunden, die Übersetzung ist von uns. Eine Weiterführung der Frage um die Klasse an und für sich. Weitere Texte dazu auf´n Blog z.B.: MITTELKLASSE UND KLASSENTHEORIE – FRAGEN ZUM 10. SEPTEMBER UND ZUM INTERKLASSISMUS; (Grupo Ruptura) Die Klassen in der kapitalistischen Gesellschaft.


Alain C – Anmerkungen zur Mittelklasse und zum Interklassismus

Wenn man sich aus der Perspektive der Kommunisierung mit der Frage nach der Mittelklasse beschäftigt, darf es nicht nur darum gehen, ihre Existenz oder ihre historischen Ursprünge zu hinterfragen oder zu überlegen, wen wir dazu zählen können und wen nicht – so wie es ein Historiker oder Soziologe tun würde. Die Frage nach der Mittelklasse ist für uns heute die Frage nach dem Interklassismus, so wie er sich in den Kämpfen zeigt, von Athen bis Kairo, von Oakland bis Barcelona.

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Warum der Appel (Aufruf) eine Sackgasse ist

Auf den Seite von Les Fleurs Arctiques, Non Fides und Ravage Editions gefunden, die Übersetzung ist von uns. Mit welchen Genuss wir diese Zeilen gelesen und übersetzt haben. Wir haben eine ganze Reihe genialer Kritiken gefunden, die meisten kommen noch, aber einige wurden schon veröffentlicht, die in unserer Reihe Kritik am Apellismus, Unsichtbares Komitee zu finden sind.


Warum der Appel (Aufruf) eine Sackgasse ist

Bericht einer unmöglichen Lesegruppe

Diese Broschüre ist eine gemeinsame Veröffentlichung der Lesegruppe der revolutionären Bibliothek Les Fleurs Arctiques (Paris) und Ravage Editions, einem anarchistischen Verlag für Bücher und Broschüren in Paris.

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Paul Mattick – Weltwirtschaftskrise und Arbeiterbewegung (1975)

Vom Blog Raum gegen Zement gerettet.


Paul Mattick – Weltwirtschaftskrise und Arbeiterbewegung (1975)

Die ganze kapitalistische Entwicklung war von Krisen begleitet und unterlag einer bestimmten Krisengesetzlichkeit, die sich von Zeit zu Zeit empirisch bemerkbar machte. Trotz der sich wiederholenden Krisen hat die bürgerliche Ökonomie bis auf den heutigen Tag keine den Tatsachen adäquate Krisentheorie entwickelt. Sie konnte dies nicht, weil ihre theoretischen Ausgangspunkte von vornherein falsch angelegt waren. Sie ging von der scheinbar naheliegenden Idee aus, daß die Produktion der Konsumtion zu dienen habe, und daß demzufolge Angebot und Nachfrage auf dem Markt übereinstimmen würden. Obwohl zugegeben wurde, daß dieser Gleichgewichtsmechanismus durch partielle Überproduktionen unterbrochen werden kann, so war man doch der Überzeugung, daß der Marktmechanismus diese Unebenheiten von selbst ausgleichen würde. Die Markttheorie als Gleichgewichtstheorie, in der das Angebot die Nachfrage und die Nachfrage das Angebot bestimmte, mit der die bürgerliche Ökonomie begann, ist, wenn auch in modifizierter Form, bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Bei der psychologisch begründeten Grenznutzentheorie des Neo-Klassizismus handelt es sich nur um eine Neuformulierung der alten Angebots- und Nachfragetheorie, die bis 1936 unangetastet blieb.

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Über die Welle an Hausdurchsuchungen in Berlin und darüber hinaus

Gefunden auf Indymedia, Kraft und Solidarität an und für die Betroffenen.


Über die Welle an Hausdurchsuchungen in Berlin und darüber hinaus

Am Dienstag den 24.3.26 haben gleichzeitig an mehreren Orten in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und in Kyritz (Brandenburg) Hausdurchsuchungen stattgefunden. Zwischen 5.45 und 6 Uhr brachen Bullen in mehrere Wohnungen, wie auch in die anarchistische Bibliothek Kalabal!k in Kreuzberg, den Infoladen Scherer8 in Wedding und den „L5“ Späti in Neukölln ein. Die Bullen dursuchten auch Autos und Fahrräder.

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Lenins Terror innerhalb der bolschewistischen Partei – Maximow

Gefunden auf libcom, die Übersetzung ist von uns, dieser Text ist ein Teil des Buches, auch von Maksimov, welches den Titel ‚The guillotine at work‘ trägt, wir werden uns irgendwan seiner kompletten Übersetzung widmen, wann wissen wir aber selbst noch nicht.


Lenins Terror innerhalb der bolschewistischen Partei – Maximow

Grigorii Petrovich Maksimov (1893–1950), russischer Anarchosyndikalist. Nach seinem Priesterstudium ging Maksimov nach Sankt Petersburg, wo er 1915 sein Studium als Agronom an der Landwirtschaftlichen Akademie abschloss. Er schloss sich als Student der revolutionären Bewegung an, war als Propagandist aktiv und trat nach der Revolution von 1917 der Roten Armee bei. Als die Bolschewiki die Armee für Polizeiaufgaben und die Entwaffnung der Arbeiterinnen und Arbeiter einsetzten, weigerte er sich, Befehle zu befolgen, und wurde zum Tode verurteilt. Nur die Intervention und Solidarität der Gewerkschaft/Syndikat der Stahlarbeiterinnen und Stahlarbeiter rettete ihm das Leben. 1918 gab Maksimov die anarchosyndikalistischen Zeitungen Golos Truda (Stimme der Arbeit) und Novy Golos Truda (Neue Stimme der Arbeit) heraus. Er wurde eine führende Figur in NABAT (Anarchistische Organisationen der Ukraine, organisiert von Volin) und Sekretär der Konföderation der russischen anarchistischen Gewerkschaften/Syndikate. Am 8. März 1921, während der Kronstädter Revolte, wurde er zusammen mit anderen Mitgliedern der NABAT von den Bolschewiki im Taganka-Gefängnis in Moskau inhaftiert. Vier Monate später trat er in einen zehneinhalbtägigen Hungerstreik, den er erst beendete, nachdem europäische Syndikalisten, die am Kongress der Rote Gewerkschafts-Internationale (RGI) teilnahmen, sein Exil im Ausland sicherstellten. Zusammen mit Volin und anderen wurde Maximow ausgewiesen und ging nach Berlin, wo er Rabotchy Put’ (Der Weg der Arbeiter), eine Zeitung der russischen Syndikalisten im Exil, und beteiligte sich an der Gründung der IAA (Dachorganisation der Anarchosyndikalisten aus 12 Ländern – FORA, USI, SAC, FAUD, CNT usw. , die mehrere Millionen Mitglieder umfasste und von Rudolf Rocker, Augustin Souchy und Aleksandr Schapiro geleitet wurde) sowie am „Komitee zur Verteidigung der in Russland inhaftierten Revolutionäre” beteiligt. Maximow zog dann nach Paris und anschließend in die USA, wo er sich in Chicago niederließ, als Tapisseriehersteller arbeitete und zu einem führenden Zeitungsgewerkschafter der IWW (Industrial Workers of the World). Er war Herausgeber von Golos Truzhenika (Stimme der Arbeiter) und später von Delo Truda – Probuzhdenie (Die Sache der Arbeit – Das Erwachen) bis zu seinem Tod am 16. März 1950.

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Die Soziologie leninistischer Organisationen

Gefunden auf libcom, die Übersetzung ist von uns.


Die Soziologie leninistischer Organisationen

Das Verhalten leninistischer Gruppen wird weniger von Regeln als vielmehr vom sozialen Umfeld ihrer Organisationen geprägt.

Leninisten glauben, dass es eine revolutionäre Organisation für Arbeiter braucht, damit die Arbeiterklasse das kapitalistische System herausfordern kann. Weil sie wissen, dass es schwierig ist, eine revolutionäre Organisation für Arbeiter aufzubauen, haben Leninisten oft stattdessen eine Zwischenform geschaffen, indem sie Individuen rekrutiert und von der Idee überzeugt haben, so eine Organisation in Zukunft aufzubauen. Die Diskrepanz zwischen der Rekrutierung von Menschen für Ideen und dem Aufbau der Macht der Arbeiter wird selten anerkannt, abgesehen von der Überzeugung, dass sie es irgendwann schaffen werden.

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Stärker als der Tod

Per Mail erhalten, von uns übersetzt.


Stärker als der Tod

Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen der Gewalt der Unterdrückten und der der Unterdrücker: Die erste folgt einer Ethik, die zweite keiner. (Sara Ardizzone)

Unsere Fähigkeit zu sprechen und zu kommunizieren erlaubt es uns nicht, uns auf die unerforschten Pfade der Verantwortung für selbst eingegangene Gefahren zu begeben. Jegliche Äußerung in dieser Richtung bleibt zwangsläufig provisorisch, unzureichend. Konkret nach Freiheit zu suchen – in ihrer authentischen und ganzheitlichen Form, nicht in den vom Staat verteilten und auferlegten Fälschungen – bedeutet, sich auf das Risiko einzulassen, das der Suche selbst innewohnt. An diesem Ort markieren unsere Entscheidungen, oft wild und einsam, die Spur eines Weges ohne Wiederkehr. Freiheit ist eine Eigenschaft, die man erlebt, indem man sich in Gefahr begibt.

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Für Sara und Sandro

Gefunden auf il rovescio, die Übersetzung ist von uns.


Für Sara und Sandro

Mit großer Trauer haben wir vom Tod von Sara und Sandro erfahren, unseren Freunden und Gefährten im Kampf. Während wir um sie trauern, nehmen wir diese Worte auf und verbreiten sie, als wären es unsere eigenen:

Mit Trauer erfahren wir vom Tod von Sara und Sandrone in dieser Nacht.

Wir wissen nicht, was wirklich geschehen ist, und wir können den Meldungen der Behörden nicht trauen. Diese Behörden, die von der „Cospito-Gruppe“ sprechen, worauf wir mit denselben Worten antworten, die Sara in ihren Aussagen vor Gericht verwendet hat: „Individuelle Verantwortung ist ein Grundpfeiler des Anarchismus. Ich nehme keine Befehle entgegen und erteile auch keine: weder von irgendjemandem noch an irgendjemanden. Ich handle nur meinem Gewissen folgend, das weder von Interessen noch von Vorteilen geleitet wird und das die einzige Stimme bleibt, auf die ich hören kann.“

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Rom, Italien: Eine anarchistische Gefährtin und ein anarchistischer Gefährte bei einem mutmaßlichen Sprengstoffunfall getötet

Gefunden auf dark nights, die Übersetzung ist von uns. Wie wir erfahren konnten, gab es im Zusammenhang mit dem Tod von Alessandro und Sara mehrere Hausdurchsuchungen in Wohnungen von Anarchistinnen und Anarchisten, dennoch keine Verhaftungen. Es ist anzunehmen dass weitere folgen werden.


Rom, Italien: Eine anarchistische Gefährtin und ein anarchistischer Gefährte bei einem mutmaßlichen Sprengstoffunfall getötet

„Ich bin eine Anarchistin und ein Anarchist. Als Anarchistin und Anarchist bin ich eine Feindin dieses Staates wie jedes anderen Staates auch“,

Sara Ardizzone, Aussage vor dem Richter im Prozess zur Operation Sibilla.

20.3.26: Ein anarchistischer Gefährte und eine anarchistische Gefährtin, Alessandro Mercogliano und Sara Ardizzone, starben gestern in Rom offenbar beim Umgang mit Sprengstoff in einer Hütte im Acquedotti-Park. Bislang gibt es nur Mainstream-Berichterstattung, die von der Terrorlust der Sicherheitsdienste geprägt ist, wo wie Aasgeier über das Leben der Gefährtin und des Gefährten spekuliert wird. Sie stellen Theorien auf, die die üblichen Phrasen wie „den Behörden bekannt“ enthalten und beiläufig den Kreis der „Cospito-Gruppe“ beschuldigen. Es ist sicher abzusehen, dass es auf Geheiß des Meloni-Regimes zu einer weiteren gemeinsamen Jagd von Medien und Polizei auf die „Freunde und Komplizen“ unserer gefallenen Gefährtin und Gefähre kommen wird. Alessandro Marcogliano war bereits 2016 wegen Beteiligung an der bewaffneten Gruppe FAI-FRI zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

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Die Revolte gegen die Arbeit oder der Kampf um das Recht auf Faulheit? – Charles Reeve

Gefunden auf libcom, die Übersetzung ist von uns. Dieser Artikel erschien ursprünglich unter dem Titel „‚Rufus du Travial‘ ou Lutte pour le Droit à la Paresse“ in Spartacus, Juli-August 1976 (5, rue Ste-Croix-de-la-Bretonnerie, Paris IV). Aus Root & Branch Nr. 5, S. 5–7.


Die Revolte gegen die Arbeit oder der Kampf um das Recht auf Faulheit? – Charles Reeve

Hast du jemals von einem Chef gehört, der mit der Arbeit seiner Angestellten zufrieden war? Sicherlich nicht, und wenn wir John Zerzans Text über „The Critical Contest“ glauben dürfen,1 gilt das sogar für die heutigen amerikanischen Kapitalisten ebenso wie für ihre treuen Diener, die Gewerkschaften/Syndikate.

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