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Die Tritonbrücke am Weißen See

Die Gemeinde Weißensee erwarb unter dem Bürgermeister Dr. Carl Woelck 1908 den Weißen See sowie die angrenzenden Terrains.

Eislaufen auf dem Weißen See, Februar 2021

Am Ufer legte die Gemeinde einen Seeweg und den Trianonpark an. Die alte Badeanstalt von Sternecker wurde abgerissen und eine neue nach Plänen von Carl James Büring neu erichtet.

Carl James Brüning war es dann auch, nach dessen Plänen 1912 die Tritonbrücke am Weißen See entstand.

Aussichtsplattform auf der Tritonbrücke, Winter 2021

Der Brücke kamen mehrere Funktionen zu. Im Grunde war sie die Überdachung eines Regenwasserüberlaufes und Aussichtsplattform.

Tritonbrücke am Weißen See, Februar 2021

Ursprünglich konzipierte Brüning sie aber als Kühlwasserablauf des Elektrizitätswerks in der Großen Seestraße.

Die letzten baulichen Zeugnisse des Elektrizitätswerks wurden 1990 abgerissen. Unter der Brücke wurde über die Jahrzehnte immer wieder umgebaut.

Vermauertes Überlaufwerk Tritonbrücke am Weißensee, Februar 2021

Die drei großen Öffnungen wurden vermauert und vergittert. Einen Regenwasserablauf in den See durch das Bauwerk gibt es wohl nicht mehr.

Unter der Tritonbrücke, Regenwasserüberlauf, Februar 2021

Der See speist sich als Toteislinse ohne Zufluss von Regenwasser. Durch die zunehmende Flächenversiegelung um den See herum erreicht das natürliche Wasser den See kaum noch.

Überlaufbecken unter der Tritonbrücke am Weißen See, Februar 2021

Was die Niederschlagsmengen anbelangt, so liegen diese zwar im Gesamtschnitt, aber wenn nach einer längeren Trockenphase der Regen in kurzen Starkregenereignissen niederschlägt, so trifft dieser auf versiegelte Flächen und erreicht den See nicht mehr.

Historische Postkarte „Partie am Weißen See“, 1915

Der Weiße See selbst verfügt über eine Grundwasserpumpe. Dieses Wasser muss aber bezahlt werden. Um den 8,3 Hektar großen See zu füllen, wären für jeden Meter rund 27.000 € nötig und das Meter für Meter und Jahr für Jahr.

Das jetzt freistehende Überlaufbecken im Oktober 2022

Von seinem erbärmlichen Zustand im Sommer 2021 hat sich der See, zumindest was die Wassertiefe anbelangt, ganz leicht erholt. Seine 10,64 Meter Tiefe hatte er schon 2017 eingebüßt. Da ergab die Messung noch 8,56 Meter.

Alte Wasserrampe am austrocknenden Weißen See, November 2022

Zurück zur Tritonbrücke. Was machen Tritonen am Weißen See? Uns erinnern. Nämlich daran, dass Weißensee – im Gegensatz zum landwirtschaftlich geprägten alten Pankow – ein kleines Fischerdorf war.

Triton, Sohn Poseidons, als weiblich gelesenes Mischwesen mit Mandoline spielenden Knaben auf der Terrasse, Oktober 2021

Die Figure erschuf der Bildhauer Hans Schnellhorn aus Muschelkalkstein. Sie zeigen zur linken Brückenseite Triton, den Sohn Poseidons, als weibliches Mischwesen das einen Mandoline spielenden Jungen auf dem Rücken trägt.

Triton, Sohn Poseidons, als männlich gelesenes Mischwesen mit Mundharmonika spielendem Knaben auf dem Rücken, Oktober 2021

Rechtsseitig der Brücke ist Triton, ein männliches Mischwesen, das einen Mundharmonika spielenden Knaben auf dem Rücken trägt. Aufgestellt wurden die Figuren 1913.

Ausblick über die Seebrücke auf den Weißen See, Oktober 2021

Derzeit ist das Bezirksamt Pankow bemüht, das Seeufer neu anzulegen. Ein Bagger schottert derzeit das Ufer rechts der Tritonbrücke.

Nimm Dein Smartphone oder eine VR-Brille und schaue Dir den Weißen See in unserem 360° Panorama vom Winter 2021 an.

Link zum 360° Panorama auf Facebook Pankowerchronik:

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Link zum YouTube Video – Schotterarbeiten am Ufer des Weißen See im November 2025 –

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Autor: Christian Bormann

Redaktion: Martina Krüger

Fotos: Christian Bormann

☆coloriert: Hierbei handelt es sich um KI-basierte Nachfärbungen historischer Originale. Es kann zu farblichen Abweichungen oder gar Scheindarstellungen kommen. Mit KI colorierte Bilder stellen keine zuverlässigen historischen Zeugnisse mehr dar.

Das neue Rathausdach

Am 30. September 2024 begann die denkmalgerechte Sanierung des alten Rathausdaches. Über Jahre hinweg wurde das Dach immer wieder kleinteilig repariert.

Sturm Xaver hatte dem alten Dach im Oktober 2017 ebenfalls schwer zugesetzt, so dass am östlichen Seitenflügel die Sanierung schon vorab erfolgte. Hier hatte das Dach bereits große Löcher und Regenwasser suchte sich seinen Weg ins Rathaus.

Zu den Aufgaben der Sanierung zählten Gerüstbau-, Zimmer-, Klempner- und Dacharbeiten. In erster Linie stand hier die Gefahrenabwehr und der Denkmalschutz der noch vorhandenen Substanz.

Immer wieder hatten sich über die Jahre Ziegel gelöst oder Autofahrer standen im Stau, weil mal wieder kleine Teile des Gesims ausgebrochen und auf den Gehweg gestürzt waren, was zu einem Feuerwehreinsatz führte.

Die Kosten für die Dachsanierung sollen sich laut Pressemitteilung vom 30.09.2024 auf 1.380.000 Euro belaufen.

Die Hoffnung vieler Pankower, den historischen Preußischen Adler wieder auf dem Rathaus an seinem angestammten Platz zu sehen, wurde nicht erfüllt. Die Aufstellung der Figur war auch nie geplant.

Mehrere Kulturschaffende um den Rosenthaler Kunsschmied Gösta Gablick hatten sich um die Wiederinstalation des historischen Kunstwerks bemüht. Bis heute vergebens.

Ging es in den vergangenen Jahrzehnten um persönliche Kränkungen, so scheinen es jetzt Geldforderungen zu sein, die seine Wiederkehr verhindern.

Die umfangreiche Restaurierung, für die das Hochbauamt verantwortlich war, wurde vom Denkmalamt sowie dem NABU begleitet. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Schutz von Turmfalken und Mauerseglern.

Eine weitere gute Nachricht ist die erfolgte Sanierung des Haupteinganges. Unschön für Paare, die während der Arbeiten an Dach und Eingang geheiratet haben. Sie hatten keine schöne Fotokulisse.

Freuen kann sich, wer sich zukünftig traut. Die letzte Sanierung des Haupteinganges war zur 750-Jahrfeier Berlins. Die war 1987. Nach über 35 Jahren war es wieder soweit.

Die Türen wurden in verschiedenen Zeitabschnitten entfernt, erst die Seitenteile dann die Haupttür. So blieb der Haupteingang für Gäste immer passierbar.

Die mittlere Haupttür wird um Automatiköffner ergänzt und das Erscheinungsbild zeigt jetzt wieder die historischen Holztüren ohne Farbauftrag.

Die Kosten für die Sanierung des Haupteinganges 2024 wurden in der Pressemitteilung vom 09.06.2023 mit 120.000 Euro angegeben.

Das Gerüst ist weg und das Rathaus begrüßt seine Gäste wieder in einem frischen historischen Gewand. Wer sich künftig traut der kann das vor einer wunderschönen historischen Flügeltür.

Video Luftaufnahme vom neuen Rathausdach 2025 auf YouTube.

Video Luftaufnahme vom alten Rathausdach 2017 auf YouTube.

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Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger

Bilder: Christian Bormann, Guido Kunze, Freundeskreis der Chronik Pankow

Klein Hollywood- Die Vitascope Filmfabrik Weißensee

Jeder kennt Babelsberg und Hollywood, diese Namen stehen weltweit für Filmgeschichte. Doch wer hat schon mal von der Filmstadt Weißensee oder „Klein Hollywood“ gehört?

Eine nur kurze, aber um so bedeutendere Rolle für die Entstehung des Films spielte die Filmstadt Weißensee, auch „Klein Hollywood“ genannt.

In den Dachateliers der Berliner Innenstadt wurde es zu eng und unpraktisch. So zogen viele Produktionsfirmen an den Rand der Berliner Vororte, hier gab es noch genügend Platz.

Es war Jules Greenbaum, der das große Gelände zwischen Franz-Joseph- heute Liebermannstraße und Rennbahnstraße pachtete. Zur Franz-Joseph-Straße hin ließ er von Otto Rehming ein Fabrikgebäude mit Verwaltungseinheit errichten.

Die 1913 errichtete Filmfabrik von Jules Greenbaum war zur Eröffnung die größte ihrer Art in Deutschland und konnte bereits auf dem Niveau der Bioscope in Neu-Babelsberg arbeiten.

Eine Fabrik mit Tageslichtateliers machte aber noch keine Filmstadt. Es siedelten sich ab 1913 zahlreiche Filmproduktionsfirmen in der Franz-Joseph-Straße an.

Zu den Erfolgreichsten Ihrer Zeit gehörten die Greenbaum-Film GmbH, Decla-Filmgesellschaft Holz u. Co sowie die May-Film GmbH. Regisseure von Fritz Lang über Robert Wiener, Harry Piel bis Joe May gaben sich hier die Klinke in die Hand.

An Schauspielern gäbe es etliche aufzuzählen. Besonders bekannt waren damals Albert Bassermann, Emil Jannigs, Mia May, Conrad Veidt aber auch Marlene Dietrich gab in Weißensee ihr filmisches Debüt.

Das Gelände der ehemaligen Rennbahn, welches ab 1913 zur Vitascope Filmfabrik gehörte, wurde für den Bau riesiger Monumentalfilmkulissen genutzt. Für den Film VERITAS VINCIT ließ die May-Film hier den Circus Maximus nachbauen.

Viele weitere Stummfilme enstanden hier auf dem Gelände. Beispiele für spätere Produktionen sind DIE HERRIN DER WELT, DAS INDISCHE GRABMAL und DAS CABINET DES DR. CALIGARI.

Mit den Möglichkeiten, die der neue Tonfilm Mitte der 1920er Jahre bot, war die Zeit des Stummfilms jäh beendet. Die Vitascope Filmfabrik war voll und ganz auf den Stummfilm ausgerichtet und eignete sich nicht für die Tonfilmproduktion.

Der Filmbetrieb wurde 1928 eingestellt. In die verlassenen Ateliers der Vitascope zog jetzt die Wäscherei und Färberei IDE ein. Joe May, der mit Geburtsnamen Joseph Otto Mandl hieß drehte noch einiges für den Deutschen Tonfilm.

Im Mai 1933 emigrierte Joe May über London in die USA. Genauer gesagt, ging er mit seiner Frau nach Hollywood. Hier drehte er noch einige B-Movies für Universal. Mit dem Eintritt der Amerikaner in den 2. Weltkrieg gab es kaum noch Beschäftigung für Deutsche in Amerika. May und seine Frau versuchten sich dann weiter als Gastronomen.

Die Wäscherei überstand den 2. Weltkrieg mit zahlreichen Gebäudeschäden. Die Fotos zeigen im Vergleich die Originalfassade der Filmfabrik und die notdürftig wiedererrichtete Fassade. Der Sprung reicht vom Jugendstil bis zum Ende des Art Déco. Im Großen und Ganzen ist damals aber vieles wiederhergestellt worden und die Wäscherei konnte ihren Betrieb nach den Kriegsbeschädigungen fortsetzen.

Das Areal der ehemaligen Pferderennbahn wurde parzelliert, verkauft und bebaut. Auf einem winzigen Rest der Rennbahn liegt heute die Laufbahn der Sportanlage Rennbahnstraße.

Ein vergessenes Zeitzeugnis aus dem 3. Reich befindet sich heute noch verborgen auf dem Grundstück. Es ist der Weltkriegsbunker der Wäscherei IDE später Teil des VEB REWATEX.

Gut getarnt hat er die Jahrzehnte bis heute überdauert. Den Nachfahren der Grundstückseigentümer ist es zu verdanken, dass die alte und denkmalgeschützte Filmfabrik noch als historisches Erbe von der Filmstadt Weißensee erhalten ist.

Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger

Bilder: Christian Bormann, Bernd Kehl, Guido Kunze

☆ coloriert mit Hilfe von KI: Hierbei handelt es sich um KI-basierte Nachfärbungen historischer Originale. Es kann zu farblichen Abweichungen oder gar Scheindarstellungen kommen. Mit KI colorierte Bilder stellen keine zuverlässigen historischen Zeugnisse mehr dar.

Weltkriegsbunker der Wäscherei IDE Berlin Weißensee

In der Liebermannstraße 24 bis 28 steht heute noch das Atelier der Vitascope Filmfabrik. Gebaut 1912 bis 1913 war es die größte Filmfabrik in Deutschland.

Mit dem aufkommenden Tonfilm in den 1920er Jahren konnten die Studios in der damaligen Franz-Joseph-Straße nicht mithalten und wurden nach nur wenigen Jahren geschlossen. Ende der 1920er siedelten sich in der alten Filmfabrik die IDE-Wäscherei und Färbereien an.

Die Wäscherei IDE saß jahrzehntelang erfolgreich auf dem Grundstück, bis sie wie viele andere Wäschereien in den VEB REWATEX überging und vom Privat- zum Volkseigentum wurde.

Zurück zu IDE und in den zweiten Weltkrieg. Die alten Filmgebäude erlitten im Bereich der Hallen, vor allem aber an der Fassade zur Liebermannstraße große Bombenschäden.

Der Originalbau hat geschwungene Jugendstilzüge mit gerundeten Oberlichtern, wohingegen die wiederaufgebaute Fassade im völligen Gegensatz einen geometrischen Bauhausstil imitiert.

Während der Recherche zu den noch erhaltenen Resten der Filmfabrik und der Wäscherei bin ich hinter den Hallen auf eine Betonkante mit Erdloch gestoßen.

Beim Nachschauen entdeckte ich den Teil einer Notausstiegsklappe. Meine Neugier war wieder geweckt. Den Bunker einmal durch das Gebüsch abgesucht, fand ich den vermauerten Eingang. Zu meinem Glück war er teilweise aufgebrochen.

Es war bereits dunkel geworden, also Stirnlampe aus dem Auto geholt und ab durch die kleine Öffnung ins Innere der Zeitkapsel.

Unter der Wäscherei IDE befanden sich bereits leichte Luftschutzräume mit den entsprechenden Normeinrichtungen, Luftschutztüren etc.

Einem direkten Treffer durch eines der Hallenbäder hätte die Anlage aber nicht standhalten können und so legte die Firmenleitung einen ausgelagerten, versteckten Erdbunker hinter den Hallen an.

Die Stahlbetondecke misst 1,5 bis 2 Meter. Durch das Loch ins Innere geklettert habe ich Mühe, mich auf der verschütteten Treppe hinab zu halten. Der Zugang ist extrem schmal gehalten.

Ich bin gespannt, was mich um die Ecke erwartet. Es ist ein einziger zentraler Schutzraum für schätzungsweise 20 bis 30 Personen. Der Bunker scheint auch keiner Norm zu entsprechen, sondern zeugt vielmehr von der Not, in der er hier errichtet wurde.

Im Inneren ist noch einiges zu finden. Abgesehen von zwei völlig verwitterten Kisten, oder vielmehr ihren Resten, steht noch ein einfaches Holzregal für Konserven  im Schutzraum.

Einweckgläser aus den 1940er bis 1980er Jahren, Textilreste der REWATEX sowie Kunststoffmüll der Nachwendezeit, der durch die leicht geöffnete Notausstiegsluke geworfen wurde.

Der Bunker ist sicher keine historische Sensation, er erzählt aber, verborgen hinter der sichtbaren und historisch geschätzten Fabrik, ein weiteres, eben so reales deutsches Stück Geschichte.

Nach dem Fotografieren des Weltkriegsbunkers wird es Zeit für frische Luft. Ich steige über eine blaue Mülltüte aus der mich ein DDR Kinderspielzeug anschaut. Es ist ein kleiner Plüschhase.

Zusammen mit anderen Textilien war er wohl bis zur endgültigen Betriebsaufgabe der REWATEX Wäscherei nicht abgeholt worden und kurzerhand in den Müll gewandert. Wie diese eine Tüte den Weg in den Bunker gefunden hat?

Reste von Textilien finden sich auch auf der Stufe des Notausstiegs, lange der einzige Weg ins Innere.

Beim Hinausklettern über die verschüttete Treppe fällt mir auf, dass die Wände links und rechts eine grüne Beauflagung haben, die ich so intensiv noch nie gesehen habe.

Der alte Welkriegsbunker wird umgehend wieder geschlossen und ein Betreten des Grundstück ist nur den Mietern erlaubt.

Was es zu sehen gibt, ist hier ganz gut dokumentiert. Der Artikel selbst stellt lediglich eine Erweiterung zu zwei Hauptartikeln dar.

Weitere Hauptartikel sind, „Die Vitascope Film-Fabrik Berlin Weißensee“, „Wäscherei IDE und REWATEX Weißensee“, sowie die Bunker unter den Askanier-Werken.

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Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger

Fotos: Christian Bormann

Denkmal Alois Senefelder

Nördlich des alten Schönhauser Tores befindet sich der heutige Senefelder Platz. Er hieß ab 1882 erstmals Thusnelda-Platz. Zu dieser Zeit war es auch, als deutsche Druckarbeiter die Initiative ergriffen und dem 1771 in Prag geborenen und 1834 in München verstorbenen Schauspieler, Theaterschriftsteller und Erfinder des Steindrucks Alois Senefelder ein Denkmal setzen wollten.

Sie scheuten weder Kosten noch Mühen, und so konnte 1892 an der Südspitze des Thusnelda Parks das Alois Senefelder gewidmete Denkmal eingeweiht werden.

Die von Rudolf Phole im neobarocken Stil geschaffene Skulptur mit zwei Putten, einem Jungen und einem Mädchen, ist aus Carrara-Marmor.

Das Denkmal zeigt Senefelder im Kittel bei der Arbeit, wie er eine Lithographieplatte betrachtet. An seiner rechten Hosenseite hängt Werkzeug, welches auf seine Verdienste in der Kattundruckerei hinweist.

Auf der Vorderseite übt sich eine Putte in Spiegelschrift, während die zweite, weibliche, Putte versucht, das Geschriebene mit dem Spiegel zu lesen.

Senefelders Erfindung war nicht Ergebnis jahrelanger Forschung, eher ein Zufall der Geschichte. Es galt, eine Rollenpassage günstig zu vervielfältigen, wie am Theater üblich.

Hierbei erfand Alois Senefelder den Steindruck. Er experimentierte weiter und schuf so die Grundlagen des Offsetdrucks. Für diese Verdienste wurde er nicht nur posthum von der Druckergilde mit einem Denkmal geehrt, schon 1809 wurde er zum Direktor der Königlichen Steindruckerei ernannt.

Erst 1896 wurde der Thusnelda Platz auf Anordnung des kaiserlichen Kabinetts zum Senefelder Platz. Von der  Bedeutung des Platzes zeugt auch das heute noch erhaltene Café Achteck oder auch der Madai-Tempel am nördlichen Ende des Platz.

Heute handelt es sich um eine der ältesten öffentlichen Bedürfnisanstalten, die noch in Betrieb sind. Zurück zum Denkmal Senefelders, das in über 150 Jahren viel erlebt und noch mehr erlitten hat.

Bereits im zweiten Weltkrieg wurde die männliche Putte am Sockel zerstört. Die erste erwähnte Restaurierung erfolgte 1963. Hierbei wurde die fehlende Putte ersetzt.

Kurz nach der Wiedervereinigung wurde das Denkmal mit Vorsatz erneut beschädigt. Ein oder mehrere bis heute Unbekannte stahlen den Arm mit Spiegel der weiblichen Putte.

Über zehn Jahre lang wurde das inzwischen stark biogen bewachsene und verfallene Denkmal aufwendig gereinigt, fehlende Teile ersetzt und zu guter Letzt an seinen historischen Originalstandort zurückversetzt.

Eine nachempfundene historische Einfriedung umgibt heute das nun weiß strahlende Carrara-Marmor-Denkmal von Alois Senefelder.

Es sollte nicht die letzte Reparatur sein. Schon in den Jahren 2017 und 2018 wurde das Denkmal erneut durch Vandalismus beschädigt.

Dem Besucher fällt als Erstes der überdimensioniert wirkende, große, helle Schirm über dem Denkmal auf.

Der Anblick ist gewöhnungsbedürftig, trägt aber dem empfindlichen Carrara-Marmor Rechnung und dem schnell voranschreitenden biogenen Befall.

Mit dem Fernhalten von Wettereinflüssen auf die Skulptur wird auch der Befall und Verfall entschleunigt, auf dass Herr Senefelder noch sehr lang viele Besucher in strahlendem Weiß empfängt.

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Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger

Bilder: Christian Bormann, Pankowerchronik

☆coloriert

Hierbei handelt es sich um KI-basierte Nachfärbungen historischer Originale. Es kann zu farblichen Abweichungen oder gar Scheindarstellungen kommen. Mit KI colorierte Bilder stellen keine zuverlässigen historischen Zeugnisse mehr dar.

Deutsches Zelt und Brechthaus Weißensee

Erbaut 1857 als Vorstadtvilla am Weißen See, sollte es hier mit der Ruhe nur nach wenigen Jahren schon vorbei sein. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier gefeiert, was das Zeug hielt.

Rund um den See entstanden Fahrgeschäfte, Gastwirtschaften und viele weitere Attraktionen wie Sterneckers Weltetablissement oder ab 1900 das Deutsche Zelt. Es waren die typischen Berliner Vorstadtvergnügungen, wie sie auch in Schönholz („Bolle reiste jüngst“) und in vielen weiteren Vororten des damals noch recht kleinen Berlins stattfanden.

Auch der See selbst wurde in die Vergnüglichkeiten mit einbezogen. So brach in der Mitte des Sees in Abständen ein kleiner Vulkan aus.

Der See konnte mit Booten befahren werden und ringsum gab es Speis und Trank.

Spätestens mit dem ersten Weltkrieg gingen diese Festlichkeiten ein. Männer mussten an die Front und wer daheim war, dem war nicht zum Feiern zumute. Die Ära der großen Berliner Vorortplätze war in den 1920er Jahren vorbei. Auch die einstigen Vororte selbst wurden jetzt zu Berliner Bezirken.

Aus den Festflächen wurden Wohnquartiere und das Feiern verzog sich nach Ende des 1. Weltkriegs in die Kneipen, Clubs und Bars der Städte.

So erging es auch dem Brechthaus in Weißensee. Wurde hier unter Carl Heerdt noch gespeist, gefeiert und getrunken, galt es jetzt Wohnraum für die städtischen Arbeiter zu schaffen.

Aus Heerdts Ausflugslokal wurde 1925 ein Wohnhaus und aus dem einstigen Biergarten mit Seeblick ein Hinterhof.

So blieb es fast 20 Jahre bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs, nach dessen Ende viele private und staatliche bzw. städtische Immobilien von den Sowjets beschlagnahmt wurden.

So befand sich nach Kriegsende von 1947 bis 1949 hier eine Außenstelle der Sowjetischen Kommandantur, die ihren Hauptsitz in der Breiten Straße im Rathaus Pankow hatte. Über die Außenstelle ist heute kaum etwas bekannt.

Die Gebäude, die auf dem Gebiet von Pankow zum Zwecke der Kommandantur beschlagnahmt wurden und in denen Deutsche keinen Zutritt hatten, wurden 1949 an den Magistrat von Berlin rückübertragen.

Von 1949 bis 1953 wurde das Haus von Bertold Brecht und Helene Weigel bewohnt. Mit der Gründung des Ost-Berliner Ensembles im Frühjahr 1949 brauchten dessen Intendantin Helene Weigel und der künstlerische Leiter Bertold Brecht ein Obdach.

In Berlin herschte nach dem Krieg noch Wohnungsnot. So zogen beide in die Berliner Allee 143. 

Nach nur 4 Jahren zogen sie wieder aus und im Rahmen der Aufbauprogramme der Deutschen Demokratischen Republik wurde die Villa 1955 zum Clubhaus der Volkssolidarität.

Das Haus war bald hundert Jahre alt und schon sehr renovierungsbedürftig. So verwundert es dann auch nicht, dass sich die Türen der alten Vorstadtvilla 1986 wegen ebendieser Renovierungsbedürftigkeit schlossen.

Im gleichen Jahr entstand dafür anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins das Wandbild „Der Kirschendieb“ nach Brecht am Brandgiebel der Berliner Allee 177, nur wenige Meter neben dem geschlossenen Brechthaus.

Teilrenoviert eröffnete das Haus 1992 noch ein letztes Mal. Es zogen Künstler ein und das Kulturamt selbst unterhielt hier einige Büros.

Wie in allen so genannten neuen Bundesländern war auch das Brechthaus vom Alteigentümerrückübertragungsforderungen betroffen. Genauer gesagt waren es die Erben der Alteigentümer.

Die geschichtsträchtige Vorstadtvilla wurde an die Erben rückübertragen und ihre Türen schlossen sich Anfang der 2000er Jahre für die Öffentlichkeit.

Spaziert man heute vom Askaniahaus die Berliner Allee hoch, ist bis auf die alte Felssteinkirche nicht viel Historisches zu sehen. Das Brechthaus, inzwischen äußerlich stark verwittert, versteckt sich hinter einer großen Hecke.

Im Sommer, wenn das Fenster im ersten Stock zur Straße offen steht, kann man als Spaziergänger die vielen Gitarren an den Wänden sehen und mit etwas Glück hört man auch eine von ihnen.

Das Wandbild der Kirschendieb verschwand schon 2018 hinter einem neuen Wohnhaus und die nächste Baugrube wartet bereits darauf, auch die kleine Brechtvilla in seinem Schatten verschwinden zu lassen.

Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger

Bilder: Christian Bormann, Pankowerchronik

Abriss der Villa Grabbeallee 68, bis 1936 Lindenstraße 42

Seit 1876 stand die Historismusvilla mit der Hausnummer 42 an der Lindenstraße in Bismarcksruh. Seit 1936 heißt die Straße Grabbeallee und die Hausnummer wurde im Laufe der Zeit zur 68.

Bismarcksruh war der Name, den die Terraingesellschaft dem Areal gab, das westlich vom Schloss Schönhausen bis zum Weg nach Schönhausen mit 150 Villen bebaut werden sollte. Bis dahin gab es nur einige wenige Gehöfte, wie ein Messstichblatt von 1872 zeigt.

Direkt an der Grabbealle sichtbar stehen noch sieben Villen. Bis September 2025 waren es noch acht. Eine der ältesten Historismusvillen fiel jetzt der Wohnungsnot zum Opfer. In nur einer Woche zertrümmerte der Abrissbagger 149 Jahre Ortsgeschichte.

Geplant sind Wohneinheiten für mehrere hundert neue Bewohner. Stück für Stück verschwinden sie aus dem Straßenbild, Pankows alte Historismus- und Gründerzeitvillen. Die wenigen noch Vorhandenen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Da ist die Villa vor Schönholz, die inzwischen seit Jahrzehnten von der sambischen Republik genutzt wird. In top saniertem Zustand zum Zwecke einer Botschaftsvertretung an die Sambische Republik übergeben, wurde das historische Herzstück in Schönholz inzwischen etliche Male angezündet.

Trotz der Bekundungen der neuen Botschafterin, das Haus jetzt endlich beziehen zu wollen, halten sich hartnäckig Gerüchte über Immobilienspekulationen von Angehörigen der Botschaft.

Dann wäre da die Villa des Pferdehändlers in Heinersdorf oder das Haus Horridoh. Alle Häuser haben eines gemein. Oftmals fallen sie aus dem Stadtbild, weil die umgebene Bebauung entweder wesentlich höher ist oder sie wie die Villa mit Blumenjunge mit Ihrer bis zu 150 Jahre alten Originalfassade dasteht.

Während auf Nachbargrundstücken die Bebauung schon in dritter oder vierter Generation da steht, kann man den unsanierten Fassaden ihre Geschichten vom Putz bis zum Dach ablesen. Der 1. Weltkrieg, als Metalle für die Rüstung benötigt wurden, was viele Kupferdächer nicht überstanden.

Die Einschusslöcher und abgeplatzten Putzteile der Granateinschläge von 1945, als der 2. Weltkrieg in den Straßen und Gassen des alten Berlin tobte. Baumaterialmangel in der späteren DDR und wie Hauseigentümer konstruktiv damit umgingen.

Im Fall der Villa des Pferdehändlers in Heinersdorf hat der Eigentümer hier eine Lebensaufgabe. Er saniert die Villa weitgehend alleine. Der dazugehörige Taubenturm ist bereits saniert. Hinter der Villa stehen noch die Reste eines höchst herrschaftlichen Pferdestalls, auch dieser wartet noch auf seine Rettung.

Schlagzeilen machten zwei weitere Villen. Die Kostecky-Villa in der Hermann-Hesse-Straße am alten Wochenmarkt Niederschönhausen. Aus einer großen aber einfach gestalteten Historismusvilla baute sich Kostecky sein eigenes kleines Schloss Schönhausen.

Die Villa selbst war damals nicht denkmalgeschützt. Kostecky hatte sich hier ausgetobt. Seinen Garten hatte er zu einem Figurenpark gestaltet, auch vor und auf der Villa standen überlebensgroße Skulpturen.

So war der kleine Figurenpark sogar als Gartendenkmal eingetragen. Das schützte das Grundstück nicht davor, für eine Supermarktparkfläche platt gemacht zu werden.

Die Zeitkapsel im Florakiez, auch Hexenhaus in der Gaillardstraße genannt ist schon lange Geschichte. Hier beherbergte der Kühlschrank noch 50 Jahre alte Getränke.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit frisst sich ein zweiter Abrissbagger über die Höfe des Ossietzkyplatzes in Niederschönhausen. Es stehen nur noch die flachen historischen Vorderhäuser, auch diese sind schon beräumt. Die Erben vom MZ-Weltmeister Jung haben das gesamte Areal verkauft.

Dem aufmerksamen Beobachter wird im vorbeifahren aufgefallen sein, dass alle Gewerbe ausgezogen sind. Der zweite einsame Kämpfer ist Olaf in seinem Hexenhaus in Wilhelmsruh. Er verteidigt sein Haus, das äußerlich unbewohnt aussieht, gegen Randalierer und Andere, die ihn am liebsten enteignen würden. Er hat sich hier in ein Zimmer zurück gezogen und lässt sich nicht vertreiben. Warum er das Haus nicht abstößt und sich einen schönen Lebensabend macht? Weil er verhindern will das die altehrwürdige Villa abgerissen und hier der übliche seelenlose „Architektenmüll“  platziert wird.

Link zum Neubauprojekt:

GRABBE 68 – Berlin-Niederschönhausen – Neubau Eigentumswohnung kaufen https://share.google/42BQ2UfcJWRjLIWAm

Videolink:

https://vm.tiktok.com/ZNdqtSkSq/

Videolink:

https://vm.tiktok.com/ZNdqthEoY/

Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger

Fotos: Christian Bormann

Schacht zum  Polizeibunker Direktion 1 ÖS 14 in Niederschönhausen

Grumbkowstraße, Ecke Buchholzer Straße befindet sich die einstige Kfz-Stelle der Volkspolizei. Die Gebäude sind heute noch in Gänze erhalten.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Grundstück in mehrere Liegenschaften aufgeteilt. Heute befinden sich hier verschiedene Gewerbe auf dem Hof. Das Verwaltungsgebäude und der Hof zur Grumbkowstraße sowie die Raumschießanlage gehören der BIM (Berlin Immobilienmanagement).

Der große Garagenteil mit Lackiererei zur Buchholzer Straße ist vollständig vermietet. Nichts weist heute darauf hin, dass hier die einstigen langen Limousinen des Innenministeriums der DDR standen. Für die Garagen am Schloss Schönhausen waren sie schlicht zu groß. Bis heute war für die Stiftung Preußische Schlösser ungeklärt, wo die Autos des Ministeriums mit Überlänge untergebracht waren.

Die Staatseskorte in der Liebermannstraße und die Abteilung Personenschutz hatten in Weißensee nur die Motorräder und weitere Einsatzfahrzeuge an der Raumschießanlage und den Waffenkammern zu stehen.

Bevor wir zum Gesamtobjekt Kfz-Stelle der VP als eigenen Beitrag kommen, möchte ich noch die vergessene unterirdische Raumschießanlage und den Luftschutzbunker der Polizei zeigen, da diese sonst im Gesamtkomplex untergehen.

Hinter dem Plattenbau der Volkspolizei-Verwaltung befinden sich gleich mehrere Gullideckel und ein Klappgitter. Die Gullideckel sind aber nicht alle an die Kanalisation angeschlossen. Einer von ihnen führt über Leitersprossen abwärts in einen kurzen Kriechtunnel.

Am Ende befindet sich die unverschlossene Druckklappe in den Luftschutzbunker der späteren Direktion  1 ÖS 14 . Die zwei Bunkereingänge befinden sich jeweils am Kellerende der zwei Treppenaufgänge.

Sie waren mit serienmäßigen Luftschutztüren ausgestattet während im Inneren die Standardpapptüren zu finden sind. Notausgänge gibt es zwei. Zum Ersten der Kriechtunnel auf den Hof des Gebäudes und als zweiter ein Aufstieg bzw Abstieg in den Empfangsbereich der Direktion.

Ich steige in den vermeintlichen Gulli ab und krieche noch einige Meter bis an die Druckschutzplatte des Notausgangs. Für gewöhnlich ist hier Ende, da die Druckschutzeinrichtung oft verschlossen oder die Platte schon enfernt und der Kriechtunnel vermauert wurde. In vielen Fällen wissen nicht einmal die Eigentümer und Verwaltungen von den Notaustiegen am Gebäude.

Im Fall der Direktion Grumbkowstraße ließen sich die Riegel öffnen. Im Schein der Taschenlampe tauchte gleich die Bezeichnung des Objekts in großen Buchstaben an der Raumtür auf, Dir 1 ÖS 14 Wachpolizei. Zur Direktion 1 der Wachpolizei wurde die Kfz-Stelle der Volkspolizei nach dem Mauerfall. Die unterirdische Raumschießanlage soll kurz nach der Wiedervereinigung geschlossen worden sein, während die Wachpolizei das Verwaltungsgebäude noch bis 1994 als Direktion nutzte.

Ich betrete den ersten Raum, es ist feucht und riecht nach Schimmel. An beiden Enden des Flures fehlen bereits die Luftschutztüren. Über die Treppenaufgänge dringt Licht in den ehemaligen Bunker. Ich erkannte, dass es sich um einen vom Ministerium für Inneres gebauten SBW 300 handelte.

Die Deutsche Demokratische Republik baute in den 1960er Jahren eigene SchutzBauWerke in verschiedenen Klassen. Es waren die SBW-100, SBW-120, SBW-150, SBW-300 und der SBW-600. Vom SBW-600 soll es nur einen geben. Er steht als Garage getarnt in der Dresdener Liliengasse.

Der SBW wurde in den 1970er Jahren in leicht veränderter Bauweise gebaut. Die Zahl 100 bis 600 stand für die Kapazität der aufzunehmenden Personen. Mit steigender Zahl änderte sich aber auch die Bauart und Ausstattung, zum Beispiel Stampfbeton, Stahlbeton oder Mauerziegel. Das Ministerium für Inneres nutzte die Bunkerklassen A: SBW-600 und SBW 300 (500mm Stampfbeton oder Stahlbeton), B: SBW- 300 und SBW-600 (300 mm Stampfbeton), C: SBW-100 (490 mm Mauerziegel), Schutzklasse D war für die SBW-120 sowie die Ausweichführungstellen der Bezirke und Kreise vom Typ LP-09.

Unser SBW-300 in der Grumbkowstraße ist mit 6 Trockentoiletten (3 für Frauen und 3 für Männer) ausgestattet. Der 600er verfügt über insgesamt 12 Toiletten. Trockentoiletten bedeuten, es gibt normale Toilettenabteile, statt dem üblichen Abort stehen in den Toilettenzellen jedoch Eimer.

Einige der technischen Einrichtungen sind noch vorhanden. Belüftungsanlage, Brunnen und sogar ein spezieller Wiegetisch stehen noch im Bunker.

In einigen Toilettenzellen stehen noch die unbenutzten Eimer zur Verrichtung der Notdurft. Der Bunker ist mit seinen Einrichtungsgegenständen interessant, aber schnell abgelaufen.

Das von den Treppenaufgängen links und rechts eindringende Tageslicht lockt eine Etage höher in den Empfang der Direktion. Der Plattenbau entspricht dem Standard vieler Ostdeutscher Dienstabschnitte, hier zum Beispiel der Idastraße oder dem Abschnitt 13 Pankow.

Eine Etage höher staune ich nicht schlecht. Im ehemaligen Empfang der Dienststelle steht noch einiges an Einrichtungsgegenständen.

Telefone, Weiterleitungsapparate, Sessel, ein gestohlenener Gauselmann-Spielautomat aber auch Dutzende Tonerkartuschen für die alten Drucker. Keine Verwaltung ohne Toner, hat mir mal einer gesagt.

Wie schon gesagt, ähnelt der Empfang dem des Abschnitt 13 in der Hadlichstraße. Ein seltsames Gefühl das hier die Zeit vor 20 Jahren einfach stehen blieb. Es gab viele Vorschläge das Gebäude zu nutzen. Vom Asylbewerberheim bis hin zu einem Gymnasium war alles dabei.

Was eine Weiternutzung des Gebäudes angeht, wird es wohl keine geben. Über das Dach ist Wasser ins Gebäude eingedrungen und hat sich seinen Weg bis in den Keller gebahnt. Der verbaute Armierstahl ist korodiert und viele Betonplatten sind butterweich.

Es gibt unzählige leere Gebäude in Berlin, Zeitkapseln in dieser Qualität, die 20 Jahre brach liegen, sind für Großstädte heute selten.

Eine alte Scheibe mit der Aufschrift Wachpolizei erregt meine Aufmerksamkeit. Direkt daneben die übrig gebliebene Ecke zur Sicherung der Dienstwaffe.

Nachdem ich das Gebäude für einen Beitrag abfotografiert habe, ist es Zeit, wieder in den Bunker hinunter zu gehen und den Aufstieg in den Hof zu wagen.

Mehrere Stunden habe ich auf dem Gelände der Volkspolizei sowie den Grenztruppen verbracht. Mit zwei unterschiedlichen Zeitzeugen, jeweils einen zu jedem Grundstück wird das ganze Areal noch in diesem Jahr vorgestellt.

Weitere Bunkerbeiträge finden Sie unter Lunabunker, Luftbeobachtungsbunker Helios Klinikum oder Private Bunker in Pankow.

Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger

Bilder: Christian Bormann 

Link zum Einstiegsvideo:

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Folgeartikel der WELT zum 36. Jahrestag des Mauerfalls:

DDR-Relikt in Berlin: „Hier blieb alles zu. Die Leute haben Angst, von ihrer Arbeit zu erzählen“ – WELT https://www.welt.de/geschichte/article69085c9fc7e1bb1f164e47d3/ddr-relikt-in-berlin-hier-blieb-alles-zu-die-leute-haben-angst-von-ihrer-arbeit-zu-erzaehlen.html

Der gezeigte Gullideckel ist nicht der Einstieg. Zum Schutz von Minderjährigen wird der Richtige nicht gezeigt. Christian Bormann

Tiefenbunker Hobrechtsfelde – Ausweichführungsstelle der Kreiseinsatzleitung

Parallel zur Hobrechtsfelder Chaussee verläuft ein schmaler, befahrbarer Waldweg. Nach wenigen hundert Metern ist ein eingefriedetes Grundstück durch die Vegetation zu sehen.

Aus einer fast kreisrunden Erhebung ist ein Abstieg zu sehen. Ein weiterer kleiner Motorradunterstand liegt rechts vom Eingang.

Unauffällig links neben der Einfahrt befindet sich der betonierte Treibstofftank. Durch zwei Löcher, an denen ursprünglich das Befüllungsrohr sowie der Entlüfterpilz saßen, lässt sich ein Blick hinein werfen.

Abgesehen von etwas Regenwasser ist der Tank leer. Auf der Erderhebung sitzen zwei Luftschächte. Einer für die Zu- und ein zweiter für die Abluft.

An der Rückseite der Anlage befindet sich ein verschweißter Notausgang. Ohne Zweifel ein DDR Bunker.

Es handelt sich hier um den Tiefenbunker vom Bautyp LP-09. Die Gesamtanlage ist die Ausweichstelle der Kreiseinsatzleitung. Hier wären im Angriffsfall Luftschutz und Nachrichtentechnik der Kreisleitung zum Einsatz gekommen.

Das Objekt sollte Strahlen- und Verseuchungsschutz bieten. Davon zeugt heute noch das Duschsystem zur Dekontaminierung.

Ich sprach vor Ort eine gute Viertelstunde mit dem zuständigen Revierleiter Gunnar Heyne. Sein Vorgänger hatte den Tiefenbunker gut unter Verschluss gehalten.

Das erklärt auch den fast musealen Erhaltungszustand der Anlage. Alle paar Jahre wird die Ausweichführungsstelle aufgebrochen. Diesmal hatte man wohl unter Zuhilfenahme eines Kfz die Stahltür seitlich weggerissen.

Für mich Anlass, mit Duldung der Revierleitung das Objekt noch einmal zu erfassen und hier zu zeigen.

Es war der Anruf eines ehemaligen Angehörigen der Anlage. Von ihm bekam ich den Tipp, dass die Anlage derzeit offen stünde. Die Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Die erste Druckschutztür geöffnet, verschlug es mir die Sprache beim Blick auf die Dekontaminierungseinheit und ihrem Zustand. Das Innere der Anlage wirkte auf mich, wie erst vor einigen Wochen verlassen.

Die in den 1960er Jahren gebaute Ausweichführungsstelle der KEL wurde in den 1980er Jahren schon einmal renoviert und nach dem Mauerfall verschlossen. Die Anlage wurde regelmäßig illegal geöffnet. Partys und Schmierereien waren das Ergebnis.

Abgesehen von den Farbschmierereien ist die Anlage vom Vandalismus verschont worden. Technisches Equipment wurde weitgehend entfernt. Das gilt aber nicht für die Versorgungsteile.

Von den als Einbaustandard beschriebenen technischen Einrichtungen existieren noch einige.

Zum Bunkertyp LP-09 aus den Anfängen der 1960er Jahre sollte standardmäßig eine Netzanlage mit Steuereinheit, Belüftung mit Kiesdruckwellendämpfer, ein Lufterhitzer, zwei bis drei Wassertanks, Boiler, Sanitäranlagen, ein Klimaschrank, ein Trockenschrank, Nachrichtenräume, Lageraum und Ruheraum gehören.

Der Tiefenbunker Hobrechtsfelde ist in seinem Zustand eine Besonderheit. Im Gegensatz zu den zahlreichen Bunkern, die sich noch in Pankow befinden, ist sein Zustand herausragend. Der Lunabunker aus dem 2. Weltkrieg in Schönholz, einst als Behelfsluftschutz für das Zwangsarbeiter-Lunalager in der Schönholzer Heide gebaut, ist heute nur noch eine Betonhülle.

Alte Fernmeldebunker der DDR wie der Nachrichtenbunker Arkenberge wurden zum Teil noch vom MdI demontiert und rotten seit den 1990er Jahren vor sich hin.

In Französisch Buchholz gibt es noch unzählige unterschiedlich erhaltene Privatbunker. Einige konnte ich mir in den letzten Jahren mit Erlaubnis der Eigentümer bzw. auf deren Einladung hin anschauen.

So manch ein Hausbesitzer nutzt den alten Luftschutzbunker im Sommer als Erdkühlschrank, da stand dann schon mal ein Dutzend Bierkästen. Einige wenige wurden 1945 aber auch einfach nur zugemacht und bis in die Gegenwart nicht weiter beachtet. Oftmals noch unbekannt sind die Luftschutzbeobachtungsbunker.

Die Technik im Tiefenbunker Hobrechtsfelde ist nur zum Teil zurückgebaut worden. Das Belüftungssystem sowie die Treibstoffversorgung, sanitäre Anlage, Dusche zur Dekontamination ist alles noch erhalten.

Auch der Herd, mit dem sich die Truppe im Ernstfall versorgt hätte, steht noch. Vom Dispatcherraum gehen kleine Schiebefenster in mehrere Richtungen  ab.

Der Lageraum ist der Größte. Im Anschluss folgen gleich mehrere mit Metallmatten ausgekleidete Nachrichtenräume, holzverkleidete und Ruheräume. Durchgänge und Stufen sind mit phosphoreszierender Farbe bestrichen.

Die Ausweichführungsstelle der KEL in Hobrechtsfelde wird wieder verschlossen und gesichert. Fledermäuse wie im Lunabunker gibt es hier nicht.

Auf der Rückseite der Anlage befindet sich im Inneren ein etwa 5 Meter langer Kriechgang zu einem Schacht mit Leitersprossen. Diese führen 4 Meter nach oben zum verschweisten Notaustieg.

Was genau war eine Ausweichführungstelle und wer sollte diese im Angriffsfall besetzen? Es gab Ausweichführungsstellen der Bezirke und der Kreise. Die Bezirkseinsat

zleitungen waren für die Führung innerhalb des eigenen Bezirks zuständig. Einschließlich Berlin teilte sich die DDR in 14 Bezirke auf.

Die Zusammensetzung der Bezirksleitung:

  1. Sekretär der Bezirksleitung der SED als Vorsitzenden
  2. Sekretär der Bezirksleitung der SED als Mitglied und Vertreter des Vorsitzenden
  3. Leiter des Wehrkreiskommandos der NVA als Mitglied und Vertreter des Vorsitzenden
  4. Leiter der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit als Mitglied
  5. Leiter des Bezirks der Deutschen Volkspolizei als Mitglied
  6. Vorsitzender des Rates des Bezirks und Leiter der Zivilverteidigung als Mitglied
  7. Leiter der Abteilung für Sicherheitsfragen der Bezirksleitung der SED als Mitglied und Sekretär

Daneben befand sich noch weiteres Personal in der Führungsstelle. Zu den Aufgaben im Verteidigungsfall gehörten der ständige gegenseitige Austausch von Lagemeldungen. Die gemeinsame Koordinierung der Kampfeinheiten zur Vernichtung sogenannter subversiver, feindlicher Kämpfeinheiten.

Die Erkennung gegnerischer Kampf- und Vernichtungsmittel sowie die rechtzeitige Warnung vor deren Auswirkungen. Auch die Planung, Organisation und Sicherstellung der Nachrichtenwege (zu sehen an den Tonstudios im Bunker).

Darüber hinaus gehörte auch die Koordinierung von Evakuierungsmaßnahmen, die Versorgung obdachlos Gewordener sowie der Strahlenschutz, Dekontamination und die Beräumung von Kampfmitteln zu den Aufgaben.

Als redundantes System zu den Ausweichführungsstellen der Bezirke hielt die Staatssicherheit ein paralleles Bunkersystem vor. Gebaut wurde die Ausweichführungsstelle der Kreiseinsatzleitung 1962 vom VEB Spezialbau Potsdam.

Unsere Ausweichführungsstelle in Hobtechtsfelde war für die Kreiseinsatzleitung und wird offiziell als Führungsbunker der Kreise bezeichnet. Die Zusammensetzung der Kreiseinsatzleitung glich der Zusammensetzung der Bezirke.

Die Zahl der Landkreise der DDR ist heute mit 189 angegeben hinzu kommen 26 Stadtkreise. Hieraus ergibt sich ein Soll von 215 Ausweichführungsstellen der Kreisleitungen.  Auch für die Führungsstellen der Kreise hielt die Staatssicherheit ein Parallelsystem vor.

Die Revierleitung Buch wird den Bunker umgehend wieder verschließen. Es bleibt zu hoffen, dass der heutige Zustand noch einige Jahrzehnte überdauert.

Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger

Bilder: Christian Bormann, Guido Kunze

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Die seit 30 Jahren vergessene unterirdische Raumschießanlage der Volkspolizei Berlin-Pankow

Seit einigen Monaten arbeite ich an der Geschichte der Grundstücke Buchholzer Straße/Grumbkowstraße. Es handelt sich um zwei Großkomplexe, zum einen das ehemalige Kasernengelände des Grenzkommando 35 sowie die alte Kfz-Stelle der Volkspolizei Berlin-Pankow.

Zu beiden Themenkomplexen konnten wir jeweils einen Zeitzeugen finden. Bei der letzten Begehung der alten Kfz-Stelle mit dem Zeitzeugen Bernd M., der hier seit den frühen 1960er Jahren bis zur endgültigen Schließung der gesamten Anlage 1996 arbeitete, konnten viele Fragen beantwortet werden.

Zum Einen stellte sich generell die Frage nach Schutzeinrichtungen, wie Bunkeranlagen auf dem Gelände. Wesentlich interessanter war aber die Frage nach einer unterirdischen Raumschießanlage der Volkspolizei Pankow, die hier vor 30 Jahren vermauert und vergessen worden sei.

Bis heute war die unterirdische Raumschießanlage nur ein Gerücht und ihre Lage, so sie denn tatsächlich existierte, unbekannt. Das Grundstück war zu DDR-Zeiten von Wachtürmen umgeben. Wer hier vor der Wende arbeitete, war Geheimnisträger.

Ehemalige Angehörige haben heute die verschiedensten persönlichen Gründe, über ihre Tätigkeiten auf der Anlage keine Angaben zu machen. Zeitzeuge Bernd M. war ein Glücksfall und auch er sagt, alles könne auch er nicht erzählen, da er auch heute im Alltag noch auf ehemalige Vorgesetzte treffe.

Einen Schutzbunker gibt es wirklich. Damals üblicher Standard. Er befindet sich unter dem ehemaligen Verwaltungsgebäude und ist über einen Fluchttunnel erreichbar, der unter einem Gullideckel hinter dem Plattenbau endet.

Die gesuchte Raumschießanlage existiert tatsächlich. Parallel zur Grumbkowstraße verläuft 30 Meter weiter auf dem ehemaligen Gelände der Volkspolizei Niederschönhausen ein Grünstreifen. Er blieb übrig als Teil einer aus in den 1930er Jahren existierenden Kleingartenanlage.

Einzig verbliebene Zeugen der Kleingartenanlagen sind zwei Einfamilienhäuser aus den 1930er Jahren. Der Grünstreifen wurde ausgebaggert, die unterirdische Anlage ausgebaut und wieder verdeckt. Über der Anlage wurde auf einer zur Tarnung angelegten Wiese Sport betrieben.

Unter anderem gab es zwei Tischtennisplatten, wie sie überall in der DDR zu finden waren. Von der einst gepflegten Wiese ist nichts mehr zu sehen. Ein kleines Waldstück hat die Anlage überwuchert. Mit der Wende kam das Ende der Gesamtanlage. Die letzten Teile, wie das Verwaltungsgebäude, wurden noch bis 1996 genutzt.

Die Tischtennisplatten sind fast bis zur Unkenntlichkeit überwuchert. Zwei Schächte, die in die Anlage führten, wurden mit Schutt und Baumabfällen zugeschüttet. Der Zeitzeuge erklärt mir geduldig die Funktionen der Gebäude und gab die ein oder andere historische Anekdote zum Besten.

Nachdem wir das gesamte Areal durchstreift hatten, widmeten wir uns der Raumschießanlage.  Diese soll hier tatsächlich vor 30 Jahren vermauert worden sein. Die Gerüchte um die Existenz der Schießanlage waren also richtig.

Möglicherweise stimmt es dann auch, dass die Anlage nicht groß beräumt wurde und sich hier eine historische Zeitkapsel aus der Wendezeit vom Anfang der 1990er Jahre befindet.

Vorab wollen wir einen kleinen Einblick in die zwei Eingänge der unterirdischen Anlage gewähren. Es riecht nach Erde und altem Holz, der typische Geruch, wie er aus alten Bunkern und Gemäuer strömt.

Zu retten ist hier nichts mehr, Feuchtigkeit und die Natur haben ganze Arbeit geleistet. Spinnenweben soweit das Auge reicht, Rost und Schimmel überziehen Türen und Wände, von den Decken quillt der faulige Putz, in den Ecken steht das Wasser.

Im den nächsten Wochen erscheinen weitere Beiträge zum Komplex „Grenzkommando 35 Niederschönhausen“ und „Die Kfz-Stelle der Volkspolizei Niederschönhausen“.

Lesen Sie jetzt:

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Link zum Liftschutzbunker der KFZ Stelle:

Autor: Christian Bormann

Red. Bearbeitung: Martina Krüger, 21.04.2025

Bilder: Christian Bormann, Martin Fleischer, Guido Kunze