Morgenstern: Der Tanz – für Kinder erläutert

Christian Morgenstern: Der Tanz (1905)

Ein Vierviertelschwein und eine Auftakteule

trafen sich im Schatten einer Säule,

die im Geiste ihres Schöpfers stand.

Und zum Spiel der Fiedelbogenpflanze

reichten sich die zwei zum Tanze

Fuß und Hand.

   Und auf seinen dreien rosa Beinen

hüpfte das Vierviertelschwein graziös,

und die Auftakteul auf ihrem einen

wiegte rhythmisch ihr Gekrös.

Und der Schatten fiel,

und der Pflanze Spiel

klang verwirrend melodiös.

   Doch des Schöpfers Hirn war nicht von Eisen,

und die Säule schwand, wie sie gekommen war;

und so mußte denn auch unser Paar

wieder in sein Nichts zurücke reisen.

Einen letzten Strich

tat der Geigerich –

und dann war nichts weiter zu beweisen.

Erläuterungen für Kinder:

V. 1 Vierviertelschwein: Das ist ein ungewöhnlich zusammengesetztes Hauptwort. Was ein Wildschwein ist, weiß man: ein Schwein, das wild im Wald lebt; ein Hausschwein ist ein Schwein, das im Stall in einem Haus lebt. „Vierviertelschwein“ hat man noch nie gehört – und die Angabe des Taktes, Vierviertel, passt nicht zu einem Schwein. Wenn man den ersten Vers des Gedichtes spricht, hört sich das etwa so an (betonte Silben sind fett gesetzt): Ein Vierviertelschwein und eine Auftakteule…, und im Viervierteltakt gesetzt: Ein Vierviertel / schwein und eine / Auftakteule… Der Vers bestände also aus drei Takten mit vier Silben (= Vierteltakten). Bei Gedichten sagt man, dass das sechs Takte mit dem Metrum Trochäus (Abfolge betonte/unbetonte Silbe) sind.

Auftakteule: Im gleichen Vers treffen wir auf ein weiteres Tier, das wir nicht kennen. Aber der Auftakt gehört in die Musik und bezeichnet den Beginn eines Liedes oder Stücks auf einem unbetonten Taktteil vor der ersten Hauptbetonung. Das gilt auch für Gedichte, etwa so: Im / Frühtau zu / Berge wir / zieh‘n, faller / a – – . Hier ist „Im“ der Auftakt; es folgen vier Dreivierteltakte, wovon dem letzten zwei Silben fehlen.

Vierviertelschwein und Auftakteule sind also Tiere, die in der Musik leben; das Gedicht hat ja auch den Titel „Der Tanz“.

V. 3 die im Geiste ihres Schöpfers stand: Da sie sonst nirgendwo stand, war es eine bloß erdachte oder vorgestellte Säule.

V. 4 Fiedelbogenpflanze: Das verstehen wir jetzt sofort, es ist eine Pflanze, die eine Geige (Fiedel) spielt.

V. 6 Fuß und Hand: Schwein und Eule haben zwar keine Hände, aber beim klassischen Tanzen nimmt der Herr die Dame in den rechten Arm und fasst mit der linken Hand ihre freie Hand; wenn Schwein und Eule miteinander tanzen, müssen sie sich also auch mit einer Hand anfassen. Vers 6 besteht nur aus zwei Takten, wovon der letzte unvollständig ist (= kleine Pause); da dem Vers zwei Takte fehlen, muss er ganz ruhig gesprochen werden, weil man wie bisher vier vollständige Takte erwartet.

V. 7 drei rosa Beine: Das eine Bein hat das Schwein als Hand der Eule gereicht; aber da sich die beiden auch den Fuß reichen, kann es eigentlich nur auf einem Bein hüpfen.

V. 8 graziös: anmutig, leicht beschwingt

V. 10 Gekrös(e): ein Teil des Leibesinneren, des Bauchfells; allgemein: die Innereien, also der Inhalt der Bauchhöhle. – Man darf „Gekrös“ hier nicht zu allzu wörtlich nehmen, der Dichter brauchte schließlich ein Wort, das sich auf „graziös“ reimt.

V. 11 der Schatten: der Schatten der Säule, siehe V. 2!

V. 11 und 12 sind so wie Vers 6 gebaut, nur dass sie einen Takt mehr aufweisen, aber immer noch keine vier Takte: also ruhig sprechen!

V. 13 weist ihnen gegenüber einen zusätzlichen Takt auf, endet ebenso wie diese mit einer betonten Silbe (= kleine Pause, dazu kommt der Punkt des Satzendes: Stimme senken!).

V. 13 melodiös: Das Adjektiv wird von „Melodie“ abgeleitet.

V. 14 des Schöpfers: der vorgestellten Säule, siehe V. 3!

V. 14 nicht von Eisen: war nicht stabil, nicht beständig; Folge davon siehe V. 15!

V. 15 schwand: verschwand

V. 17 in sein Nichts zurückreisen: Es gab auch die Tiere offensichtlich nur im Geist ihres Schöpfers (siehe V. 3), es waren Phantasiegebilde.

V. 19 der Geigerich: der Geiger; das Nomen ist ähnlich wie „der Enterich“ gebildet, die männliche Form zu „die Ente“ – nur dass „die Geige“ nicht eine Spielerin, sondern das Instrument selbst bezeichnet; ein Wortwitz.

V. 20 besteht aus fünf Takten, was nach den beiden verkürzten Versen 18 und 19 einen guten Schluss bildet.

V. 20 nichts zu beweisen: Da alle Beteiligten sich in Nichts aufgelöst haben, kann man ihnen nichts (Böses) nachweisen.

Überschrift: Wenn du jetzt, nachdem du das Gedicht verstanden und ein paar Mal laut und sinnvoll gelesen hast, über die Überschrift nachdenkst, merkst du, dass hier nicht nur Schwein und Eule getanzt haben – wer oder was war es außerdem noch?

Vortrag des Gedichtes:

https://www.youtube.com/watch?v=-qES-9d9J7w (F. Friedrich, etwas zu langsam)

https://www.youtube.com/watch?v=LyGl4ZCCbz4 (F. Stavenhagen, sehr gut)

Ein Hinweis für Lehrer: zum Vergleich den Rhythmus von Goethes „Die Braut von Korinth“ heranziehen!

Morgenstern: die besten Galgenlieder

Aus den verschiedenen Sammlungen der Galgenlieder Morgensterns habe ich die besten ausgesucht – diesmal ohne Rückendeckung durch irgendwelche Instanzen, weil ich diese Instanzen schlichtweg nicht gefunden habe.

Zur Bedeutung dieser Gedichte möchte ich nur kurz anmerken, dass sie ein Phänomen des (in NRW) so genannten „Epochenumbruchs um 1900“ sind (https://norberto42.wordpress.com/2010/10/03/epochenumbruch-um-1900-2/). Man könnte sie großenteils auch als ein frühe Form der konkreten Poesie ansehen.

Was ist konkrete Poesie?
* Die Sprache (…) wird selbst zum Zweck des Gedichts. (wikipedia = wik, 2. April 2009)
* Die Textelemente werden auf der Fläche nach visuellen und/oder semantischen Gesichtspunkten grafisch angeordnet. (meyers)
* Die konkrete Poesie verwendet die phonetischen, visuellen und akustischen Dimensionen der Sprache als literarisches Mittel (…): Wörter, Buchstaben oder Satzzeichen werden aus dem Zusammenhang der Sprache herausgelöst und treten dem Betrachter „konkret“, d. h. für sich selbst stehend, gegenüber. (wik)
* Diese so genannten materialen Eigenschaften der Sprache werden durch verschiedene Techniken, wie Montage, Variation, Isolation, Reihung, Wiederholung, Permutation von Worten bzw. Lauten, die graphische Anordnung des Textes und das laute Lesen des Gedichts künstlerisch genützt. (aeiou)
* In der Tat deuten die mehr oder weniger optisch interessanten Zeichen-, Wort- und Satzanhäufungen auf eine Art von Sprachspiel hin. (…) Zwar ist der gliedernde Vers die Ausnahme, aber das Sprachmaterial wird räumlich gruppiert, auf jeden Fall sinn(be)deutend strukturiert. (sprachwitz)
* Es werden Wort- und Buchstabengruppen zu neuen ästhetischen Werten, durch die Freisetzung bloßer Klangwerte und die Bildung neuer Wortgruppenbezüge, zusammengesetzt; das „konkrete“ Sprachmaterial (atomisiert in Buchstaben, Buchstabengruppen und Laute) wird assoziativ zu neuen sinnfreien Beziehungen verbunden oder räumlich angeordnet (Konstellationen). (wissen.de) (
https://norberto42.wordpress.com/2013/01/13/konkrete-poesie-ubersicht/)

Folgende Gedichte habe ich ausgesucht und hier im Blog kurz interpretiert:

Das Gebet

Fisches Nachtgesang

Der Tanz

Der Schaukelstuhl auf der verlassenen Terrasse

Der Lattenzaun

Der Mond

Anto-logie

Der Gaul

Das Böhmische Dorf

Das Warenhaus

Die unmögliche Tatsache

Galgenkindes Wiegenlied

Die drei Winkel

Vertiefter Blick

Einige von ihnen behandeln primär „nur“ menschliche Schwächen, sind also weniger an der Sprache als am Menschen, wie er so ist, interessiert. Ich habe darauf geachtet, dass ich nur wirklich runde Gedichte ausgesucht habe: Es musste also nicht nur eine gute Idee vorliegen, sie musste auch bis zum Schluss durchgearbeitet sein und nicht in einer Verlegenheit enden.

Folgende Links kann ich noch anbieten:

http://www.zeno.org/Literatur/M/Morgenstern,+Christian (Werke)

http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=DCMA:Portal (Morgenstern-Archiv, mit Werken usw.)

http://de.wikipedia.org/wiki/Galgenlieder (über die Galgenlieder)

http://www.xlibris.de/Autoren/Morgenstern/Werke/Galgenlieder (dito)

http://www.koenig-plauen.de/JS/Philo/morgenstern.htm (Morgensterns Sprach- und Schachspiele)

http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=JW:SuSiCMG_-_Die_Sprachwelt_der_Galgenlieder_Christian_Morgensterns_und_die_Bildwelt_Paul_Klees (Morgenstern – Paul Klee)

http://is.muni.cz/th/64384/ff_m/Diplomarbeit.3.pdf (M. Bobková: Von Christian Morgenstern zur Dada-Poesie)

Lutz Görner trägt Morgenstern-Gedichte vor:

http://www.youtube.com/watch?v=R79-x4cx6wA

http://www.youtube.com/watch?v=HZq9v1Hq4bI (Galgenlieder)

http://www.youtube.com/watch?v=VCuIcPVH7Jo (Galgenlieder)

http://www.youtube.com/watch?v=GvMBlNq1lME (Palmström, von Korf, Palma Kunkel)

Morgenstern: Vertiefter Blick – Interpretation

Durch das Eßbare hindurch…

Text: http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Vertiefter_Blick

http://www.bookrix.de/book.html?bookID=bx.morgenstern_1320677843.1941640377#558,558,1224

Morgenstern greift hier eine religiöse Wendung auf und an, die (in Anlehnung an 2 Kor 4,18) etwa so lautet: „Osteraugen sehen mehr. Sie sehen im Tod schon das Leben, weil sie um den lebendigen Gott wissen. […] Sie sehen durch das Sichtbare hindurch auf das Unsichtbare und mitten im Irdischen schon das Himmlische.“ (http://www.kloster-volkenroda.de/fileadmin/user_upload/PDF/Freundesbrief/Freundesbrief_Maerz_09.pdf) Diesen religiös-gläubigen Blick auf die Welt, genauer: durch die Welt hindurch parodiert Morgenstern in den beiden ersten Versen, indem er ihn auf die banale Ebene des Essens herunterbricht. In der Konkretisierung der beiden Kontraste ‚das Essbare / das Unessbare’ als „das Korn / des Bäckers Haare“ (V. 3 f.) treibt er die Parodie auf die Spitze, zieht er die religiöse Rede ins Lächerliche.

In der 2. Strophe wird, analog der religiösen Sprache, das Blicken aufs Unessbare als Anweisung verallgemeinert (V. 5 f.) und mit einer tadelnden Einschränkung versehen (V. 7 f.). Mit der Bezeichnung „Tor“ greift er eine geläufige religiöse Bezeichnung für die Gottesleugner auf („Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein GOTT!“ Ps 14,1) und wendet ihn an auf den, „der dabei [beim Blicken, N.T.] verkehrt verfuhr“ (V. 8) – wogegen er sich damit wendet, lässt er offen; aber wer das Gedicht mit Verstand liest, weiß es: gegen die Gläubigen, die hinter der Natur einen Gott erkennen. Er tut sie mit diesem Gedicht als Spinner ab. [Man sollte jedoch auch erwägen, ob Morgenstern hier nicht einen Hieb gegen Platon und die Ideenlehre, also gegen idealistische Philosophie führt; vgl. auch sein Gedicht „Das Grab des Hunds“.]

Morgenstern: Die drei Winkel – Interpretation

Drei Winkel klappen ihr Dreieck…

Text: http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Die_drei_Winkel

http://www.bookrix.de/book.html?bookID=bx.morgenstern_1320766748.0754659176#558,558,1224

Kein großes Gedicht, aber ein nettes: Drei Winkel treten als handelnde Figuren auf (wie die Dinge in Andersens Märchen); drei Winkel sind gleich zwei rechten Winkeln (Winkelsumme im Dreieck).

Durch die Verwandlung der Winkel in Winkeladvokaten, also eher schrägen Vögeln, wird dann die Umwandlung dieser drei in zwei rechte (ordentliche) Advokaten möglich: eine schöne Parallele zwischen der Welt der Winkel und der der Advokaten.

Ganz nett ist die Widiwondel, die sich auf „Gondel“ reimt, aber mit ihrem Namen auch an „Wandel“ und an damit ihre verwandelnde Kraft erinnert.

Vortrag: http://www.youtube.com/watch?v=H2FfzFnh6Eg (Marion Daufenbach)

Morgenstern: Galgenkindes Wiegenlied

Schlaf, Kindlein, schlaf…

Text: http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Wiegenlied

http://de.wikisource.org/wiki/Galgenkindes_Wiegenlied

http://bubblewrench.tumblr.com/post/48028266775/visual-poetry-galgenkindes-wiegenlied-by

Ein bisschen irritierend war bei der Suche, dass neben dem geläufigen Titel auch der bloße Name „Wiegenlied“ als Überschrift fungiert.

Das Gedicht knüpft an das bekannte Kinderlied „Schlaf, Kindlein, schlaf“ (aus: Des Knaben Wunderhorn) an, welches wir im Rheinland natürlich als „Schlaf, Kindchen, schlaf“ kennen. Das Schaf dieses Liedes wird in die Moderne gestellt: Es ist aus Wasserdampf (physikalisch, V. 4) „und kämpft wie wir den Lebenskampf“ (V. 5) – ein Bruch mit aller Mondpoesie und Wolkenlyrik.

Im Folgenden wird vom Geschick dieses Schafs berichtet: Die Sonne frisst das Schaf (2. Str.), indem die Wolke verdampft, weshalb das Schaf „fort“ ist (V. 12). Damit lenkt der Sprecher wieder in die poetische Sprachebene zurück, indem der Mond als Hüter des Schafs und die Sonne als seine Frau auftreten, wobei sie sich allerdings ganz unpoetisch verhalten: Der Mond schimpft, die Frau Sonne läuft ihm deshalb weg, „das Schaf im Leib“ (V. 14 – sie hat es ja „gefressen“). Gegen die physikalische Logik hält der Sprecher hier an der biologischen Logik fest: Was man gefressen hat, hat man im Leib.

Der Reiz dieses Märchen besteht darin,

·      dass ein bekanntes Kinderlied parodierend aufgegriffen wird,

·      dass die Sprache der Physik sich mit der der Poesie überschneidet,

·      dass so das Lied in „die Moderne“ gestellt wird,

·      dass der Sprecher zum Schluss wieder eine Wendung zur poetischen Anschauung vollzieht

·      und dabei noch mit der biologischen Logik des Fressens operiert.

Vgl. Morgenstern: „Träum, Kindlein, träum“ http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Tr%C3%A4um,_Kindlein,_tr%C3%A4um_%28o._T.%29

Schlaf’, Kindlein, schlaf’: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlaf,_Kindlein,_schlaf

http://www.lieder-archiv.de/schlaf_kindlein_schlaf-notenblatt_300706.html

Morgenstern: Die unmögliche Tatsache – Interpretation

Palmström, etwas schon an Jahren…

Text: http://de.wikisource.org/wiki/Die_unm%C3%B6gliche_Tatsache

http://www.christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Die_unm%C3%B6gliche_Tatsache

Das ist eines der großen Gedichte Morgensterns, und zwar wegen der berühmten „unschlagbaren“ Schlussfolgerung am Ende des Gedichts (V. 22 ff.).

Es wird neutral berichtet,

wie Palmström überfahren wurde (1. Str.),

wie er dieses Geschehen  überdenkt (2. – 4. Str.),

wie er sich juristisch kundig macht (5. Str.),

welchen Schluss er aus seiner Lektüre zieht (6. Str.).

Palmström tritt hier als ein „Mann des Geistes“ auf: Er denkt ganz viel nach, wie in 3 von insgesamt 6 Strophen berichtet wird; außerdem liest er „Gesetzesbücher“ (V. 18), statt auf Verkehrsschilder zu achten und sich im Straßenverkehr mehr in Acht zu nehmen (oder den Kraftfahrer anzuzeigen). Den Höhepunkt seiner Geistigkeit erreicht er, als er in einer gewagten Schlussfolgerung zu dem Ergebnis kommt: „Nur ein Traum war das Erlebnis.“ (V. 22) Und seine Begründung dafür ist so „plausibel“ wie absurd, die Begründung eines pedantischen Spinners: dass „nicht sein kann, was nicht sein darf“ (V. 24); diese Begründung ist beinahe sprichwörtlich geworden. Bereits seine erste Überlegung (Wie war es möglich, V. 5 ff. – vgl. die Paradoxie im Titel!) impliziert seine verrückte Schlussfolgerung, sie rückt ihn in die Nähe von Voltaires Philosophen Pangloss: als ob es hinterher von Belang wäre, ob das Unglück möglich war, wo es ihn doch wirklich getroffen hat! Auch seine Erwägung, „die Staatskunst anzuklagen“ (V. 9), weist in die gleiche Richtung; das Gleiche gilt für seine Überlegung, ob gerade hier das Töten verboten war (V. 13 ff.) – als ob das nicht überall verboten wäre.

Einige sprachliche Feinheiten: das grammatisch falsche „und“ in V. 3; das Satzadjektiv „entschlossen“ (V. 6); die Verkürzung von V. 4 auf drei Silben bzw. zwei Hebungen (gegenüber vier Hebungen sonst, vgl. den verkürzten vierfachen Schlussvers in Heines Gedicht „Die schlesischen Weber“: „Wir weben, wir weben!“) – das ist der sprachliche Ausdruck dafür, dass er kurz und schlicht überfahren wurde.

Vortrag: http://www.deutschelyrik.de/index.php/die-unmoegliche-tatsache.html (Fritz Stavenhagen)

http://www.rezitator.de/gdt/811/ (Lutz Görner)

http://www.rezitator.de/gdt/882/ (dito)

Morgenstern: Das Warenhaus – Interpretation

Palmström kann nicht ohne Post…

Text: http://www.textlog.de/17443.html

http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Das_Warenhaus

An diesem Gedicht ist sowohl die Form wie der Inhalt bemerkenswert: Ein auktorialer Sprecher, der sich von Palmström distanziert (V. 29 f.), berichtet von einer Begebenheit im Leben des Herrn Palmström: Wie dieser dem Briefträger zürnt, weil er selber keine Post bekommt; wie er im „Warenhaus für Kleines Glück“ den Artikel „Gemischte Post“ bestellt (V. 16 ff.) und dann darüber glücklich ist, dass er täglich so viel Post („aller Art und Qualität“) bekommt – er sieht sich mitten deswegen „in die Welt … hineingestellt“ (V. 25 ff.). Zum Schluss erinnert der Sprecher daran, dass es sich bei dieser ersehnten Post nur um eine Lieferung besagten Warenhauses handelt (V. 29 f.).

Dieses Gedicht ist sachlich bemerkenswert, weil es auch nach 100 Jahren nichts von seiner Aktualität verloren hat: Heute bestellt man freilich nicht „Gemischte Post“, sondern tummelt sich im Internet oder auf facebook… Aber die Qualität der Posts und Kommentare ist nicht höher als die „Gemischte Post“ Palmströms.

Formal ist ganz witzig, wie der Text der zehn Strophen zwischen Satzbau und Versform systematisch gebrochen ist: Das letzte oder die beiden letzten Wörter eines Satzes werden in einen neuen (kleinen) Vers gesetzt, sodass sich der erste Vers mit dem dritten reimen kann, während im mittleren Vers jeweils der Rest vom ersten Satz steht. Durch die grafische Gestalt resp. die Aufteilung auf drei Verse haben wir hier nicht ein „normales“ Enjambement vor uns, sondern eben das scheinbar „verunglückte“ Dichten eines unbeholfenen Poeten, welches hier von Morgenstern meisterhaft vorgeführt wird. Man vergleiche den Hinweis in „Das Böhmische Dorf“, dass dort v. Korf nur des Reimes wegen auftritt.

(Kulturgeschichtlich bemerkenswert ist die Tatsache, dass vor 100 Jahren die Post täglich dreimal kam; ich erinnere mich noch an die später 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, wo sie in Aachen täglich zweimal kam.)

Vortrag: http://www.vorleser.net/hoerbuch.php?id=morgenstern_warenhaus (Albrecht Kaltenhäuser)

Morgenstern: Das Böhmische Dorf – Interpretation

Palmström reist, mit einem Herrn v. Korf…

Text: http://www.textlog.de/17433.html

http://de.wikisource.org/wiki/Das_B%C3%B6hmische_Dorf

http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Das_B%C3%B6hmische_Dorf

Das Gedicht geht von der Redewendung aus: „Das sind für mich böhmische Dörfer.“ In der 2. Strophe wird erklärt, was diese Redewendung bedeutet; sie wird dort auf dieses Dorf (auf die eigene Metapher) angewandt. Der Witz besteht darin, dass Korf und Palmström in ein solches Redewendungs-Dorf reisen. Der zweite Witz ist, dass die bekannte schwache Technik des Dichtens: Wahl eines Wortes „nur um des Reimes willen“ (V. 5), offen benannt wird.

Die Reise endet dann auch glücklich mit dem schön-sinnlosen Eintrag in die Wochenchronik: „Wieder ein Erlebnis, voll von Honig!“ (V. 12) Das ist so ähnlich wie das Schlusswort des Prof. Stein in „Der Gaul“: „Das war ein unerhörtes Erlebnis!“ Damit ist die Reise sinnvoll abgeschlossen – ein Kriterium dafür, dass das Gedicht gelungen ist.

Böhmische Dörfer: http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmisches_Dorf

http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~boehmische%20Doerfer&suchspalte%5B%5D=rart_ou

Morgenstern: Der Gaul – Interpretation

Es läutet beim Professor Stein…

Text: https://www.abipur.de/gedichte/analyse/1111-der-gaul-morgenstern.html

http://www.textlog.de/17409.html

Wir gehen aus von Karl Simrock: Die Schildbürger, Siebzehntes Kapitel (Wie die Schildbürger wegen der bevorstehenden Ankunft des Kaisers einen Schultheißen wählen, http://gutenberg.spiegel.de/buch/4316/18); die Schildbürger beschließen, derjenige solle ihr Bürgermeister werden, der am nächsten Tag den besten Reim zustande bringe. Dabei kamen dann allerlei verunglückte „Gedichte“ heraus:

Wer nicht wohl kann reimen und renken,

Den sollte man an den Galgen knüpfen.“ oder

Ich heiße Meister Hildebrand

Und lehne meinen Spieß an die Mauer.“

Genau in dieser hervorragend bewährten Gedichttechnik ist Morgensterns „Der Gaul“ konzipiert: Wir haben sechs Strophen mit Kreuzreim vor uns, wobei der zweite Reim, also der jeweils vierte Vers, verunglückt, z.B.: Stein / sein, Hühner / Türe (1. Str.); die letzte Strophe verunglückt reimtechnisch insgesamt.

Inhaltlich haben wir einen sprechenden Gaul vor uns, der ordentlich klingelt, ganz normal in einen Professorenhaushalt hineinspaziert und verständig spricht (der auktoriale Erzähler und seine Hörer verstehen ihn natürlich, nur die Familie Stein versteht ihn nicht); traurig wendet er sich wieder ab (5. Str.). Nach dem Gaul darf dann der Professor sprechen; er lässt die wahrhaft großen Worte hören: „Das war ein unerhörtes Erlebnis“, welche sich leider auch nicht auf „möchte“ reimen und den Nonsens der erzählten Begebenheit in den Rang eines Großereignisses heben.

Als Gag am Rand sei auf das durch den Reim provozierte Adverb „dazumaul“ hingewiesen, das semantisch hervorragend in die Umgebung des Gauls passt (wegen des neuen Wortteils -maul).

Vortrag: http://www.youtube.com/watch?v=zDXFkZT9a2M (Hilde Harvan)

Morgenstern: Anto-logie

Im Anfang lebte, wie bekannt…

Text: http://www.christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Anto-logie

http://www.textlog.de/17413.html

Das Fremdwort „Anthologie“ stammt aus dem Griechischen: anthología, eigentlich = Blütenlese, zu: ánthos = Blume und légein = sammeln, lesen; die korrekte Trennung ist Antho-logie. Den ersten Wortteil „Antho-“ verkürzt Morgenstern nun auf Anto-, um die Wortspiele mit den Wörtern möglich zu machen, die auf -ant enden: „Gigant“ und „Elefant“.

Diese beiden Wörter spaltet Morgenstern noch einmal auf: Aus „Gig“ wird eine Zahl, bleibt -ant übrig; die korrekte Trennung ist natürlich Gi-gant. Aus Elef-ant (korrekt: Ele-fant) kann er die „Elef“ als „elf“ herausziehen und daraus den „Zwölef-ant“, den „Zehen-ant“ und den „Nulel-ant“ herausspinnen; die Wörter hören sich halbwegs sinnvoll an, weil sie ein Zahlwort als Element aufweisen. Ferner werden sie in die Naturgeschichte eingeordnet, die der Mensch als Jäger verändert – der wird dann noch als Pulverpavian tituliert, eine originelle Bezeichnung dessen, der dem Tierreich entstammt und es durch Pulver und Blei beherrscht, auch die Gattung des nunmehr selbständigen Ant:

Wie dankbar wird der Ant dir sein,

läßt du ihn wachsen und gedeihn, -“ (V. 21 f.)

Die Idee besteht darin, „Gigant“ und „Elefant“ mit „Anthologie“ zu kombinieren und neu zu verbandeln – ein witziges Gedicht. Der Titel „Anto-logie“ gewinnt seine Plausibilität durch die Parallele zu Bio-logie, Zoo-logie usw. „Zehen-ant“ gewinnt durch den Bestandteil „Zehen“ eine weitere Dimension der Bedeutung.

Erklärung Ernst Kretschmers: http://books.google.de/books?id=gyfyu6aGCJ4C&pg=PA172&lpg=PA172&dq=Morgenstern:+Im+Anfang+lebte,+wie+bekannt&source=bl&ots=FlLOT9lji-&sig=NjlVwfLuSyzdT0GPOb1iKOCgPdw&hl=de&sa=X&ei=cgwmUpPpDdDQsga5oDIDg&ved=0CEUQ6AEwBA#v=onepage&q=Morgenstern%3A%20Im%20Anfang%20lebte%2C%20wie%20bekannt&f=false

Morgenstern: Der Mond – Interpretation

Als Gott den lieben Mond erschuf…

Text http://www.christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Der_Mond

http://www.vollmond.info/de/blog/mond-zunehmend-abnehmend.html (mit Bildern und Erklärung)

Man braucht schon ein Bild der Buchstaben A und Z und/oder eine Erklärung, um die Pointe des Gedichts zu verstehen: Die Form des Mondes entspricht der Form der Buchstaben A und Z, den Anfangsbuchstaben für „abnehmend“ und „zunehmend“. Eine zweite Pointe besteht darin, dass der naive Anthropozentrismus „Alles richtet sich nach Deutsch und Deutschland“ aufgedeckt und lächerlich gemacht wird: Jeder weiß, dass Gott den Mond nicht für die Deutschen geschaffen hat und dass er in Peru so gut wie in Deutschland zu- und abnimmt.

Vortrag: http://www.deutschelyrik.de/index.php/der-mond.html

Morgenstern: Der Lattenzaun – Interpretation

Es war einmal ein Lattenzaun…

Text: http://de.wikisource.org/wiki/Der_Lattenzaun

https://www.textlog.de/11450.html

Hier wird mit dem Wort „Zwischenraum“ gespielt, das beim Zaun nur ein Lücke bezeichnet. Auf der Basis des Grundwortes „-raum“ wird daraus jedoch etwas, womit ein Architekt ein Haus bauen kann: aus Räumen.

Darauf folgt die Pointe: Der dinghafte Zwischenraum fehlt jetzt natürlich im Zaun, was „sachlich“ unmöglich ist, weil das Wort ohnehin nur eine Lücke, also ein Nichts, etwas Fehlendes bezeichnet hat – im Gedicht ist es jedoch möglich, und der Zaun ist deswegen ganz hässlich geworden, er wird vom Senat inhaftiert… Als Schluss folgt noch ein kleines Spiel mit dem Reim: „entfloh – Ameriko“.

Vortrag: http://www.youtube.com/watch?v=V84eMqv6Gjk

http://www.vorleser.net/hoerbuch.php?id=morgenstern_derlattenzaun

http://www.rezitator.de/gdt/555/ (Lutz Görner)