William Faulkners Roman „Licht im August“ ist großartig, unbedingt lesenswert, auch für eine zweite Lektüre gut genug. Man kann streiten, ob es zwei oder drei Hauptfiguren gibt: eine junge schwangere Frau, Lena, die sich kurz vor der Entbindung aufmacht, den flüchtigen Vater ihres Kindes zu suchen, der versprochen hatte, sie nachkommen zu lassen. Als dieser mit List zu seinem Kind und seiner Mutter geführt wird, spuckt er große Töne und flieht durch das Fenster; sie macht sich bald darauf erneut auf, ihn zu suchen – damit endet der Roman. Die zweite Figur ist Christmas, zuerst im Waisenhaus und dann bei einem grausamen „gläubigen“ Mann und seiner sanften Frau aufgewachsen, der glaubt, in seinen Adern fließe auch „Niggerblut“; seine Lebensgeschichte wird nach und nach aufgedeckt, so dass er immer deutlichere Konturen gewinnt. Er ist ein fleißiger Arbeiter, dealt illegal mit Whisky und hat ein Verhältnis mit einer weißen Frau, die er nach drei Jahren ermordet, als sie ihn für die Betreuung der Neger gewinnen will. Die dritte Figur könnte ein abgesetzter Pastor sein, dem die Frau weggelaufen ist, der mit seiner Berufung nicht klarkommt und der an einem Großvaterkomplex leidet: Opa hatte im Bürgerkrieg gekämpft und war erschossen worden.
Um diese Drei herum gruppieren sich weitere Figuren und der Süden der USA mit seiner ganzen Härte und Hilfsbereitschaft, mit offizieller „Moral“, viel Bigotterie und dem Gegensatz zwischen Schwarzen und Weißen.
In den ersten vier Links findet man das erzählte Geschehen, im fünften eher eine Analyse des Romans.
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