Genderitisches

Genderitisches: Kryptozoologisches

»Schneemenschen« – das ist doch genderitischer Mumpitz. Schneemänner, wenn man die schon unbedingt genderisieren will: sollen die um des lieben Geschlechterfriedens willen halt Schneemänner und Schneefrauen heißen oder Schneemänner und Schneemänninnen. Geschlechtsneutralisierte Weihnachtsmänner sind ja deswegen auch noch lang keine Weihnachtsmenschen, und Hampelmänner keine Hampelmenschen.
Ein Schneemensch ist kein geschlechtsneutraler Schneemann, sondern ein Yeti.

Genderisiertes

Freilich sprach der Amerikaner Kirby nirgends über »Passagierinnen und Passagiere«, sondern lediglich über »passengers«, auf deutsch: Passagiere. Und freilich sind im englischen genauso wie im deutschen Begriff weibliche und männliche Passagiere damit gemeint. Stellt sich aber die Frage ob es in diesem Fall legitim ist, bei der Übersetzung einer Aussage in Gendermanier zu extemporieren und sie dadurch zu verfälschen: sodass der Eindruck entsteht der Sprecher selber hätte in seiner Aussage explizit gegendert – was der jedoch in seinem Sprachgebrauch gar nicht tat.
(Wer würde sich denn überhaupt diskriminiert fühlen, wenn den Fluggesellschaften nur die Passagiere egal wären, die Passagierinnen aber nicht?)

Gagaistisches: Frage der Woche

»Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich
dabei doch auch was denken lassen.«  (Johann Wolfgang v. Goethe)

Katalin Gennburg, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE zum Abgeordnetenhaus von Berlin, stellt alldort im Plenum die Frage:

»Wieso haben Penisträger*innen in dieser Stadt einen privilegierten Zugang zu Pissoirs, Stehpissoirs? Und Sitzpinkler*innen haben eben diesen privilegierten Zugang nicht, weil die müssen, wenn sie auf eine Toilette gehen wollen, sich eben hinsetzen.«  

Die Frage muss man nicht verstehen, aber die Antwort ist: 42.

Genderifiziertes

Höret, was Erfahrung spricht: Glaubt niemals, dümmer geht es nicht.
Erfahrung lehrt: Ein Stückweit dümmer geht es allerweil noch immer.
(M. Krassnig)

Genderitisches: Bundesministerielles

Vorzugsweise in behördlichen Texten* schlägt die galoppierende Genderitis mitunter bizarre Volten und bringt Absonderliches hervor, in einer offiziellen Kundmachung eines öster­rei­chi­schen Bundesministeriums z. B.:

   (4) Die Mitglieder:innen der Rezeptpflichtkommission und deren Stellvertreter:innen sind, soweit es sich um Mitglieder:innen des Lehrkörpers einer österreichischen Universität handelt, im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Wissenschaft u. Forschung, die in Abs. 2 genannten Mitglieder und deren Stellvertreter [..] vom Bundesminister für Gesundheit zu bestellen.

»Es ist kein Blödsinn je zu blöd, als dass er nicht wem einfallen tät.« stellte Kollege KrassNick hieramts einst fest – siehe oben. Aber auch »Es ist kein Blödsinn je zu blöd, als dass es nicht noch blöder geht.« – siehe unten:

   (5) Der Bundesminister für Gesundheit u. Umweltschutz hat einen Beamt:innen seines Ministeriums mit dem Vorsitz in der Rezeptpflichtkommission zu betrauen.  (ebd.)

Einen Beamt:innen. – Wer oder was bitte ist ein Beamt:inner ???

Genderitisches: Inkonsequentes

Insonders in behördlichen Texten pflegt die Genderitis um sich zu greifen, mitunter gar aus­zuufern. Soll sein, aber: wenn schon gendern, dann konsequent – sonst wirds lächerlich und man könnte es genausogut bleiben lassen. So wie zum Beispiel in einem Text im Stuttgarter Amtsblatt, offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt Stuttgart:

Tipps für Autofahrende
Radfahrende und Menschen hinterm Steuer teilen sich in Stuttgart oftmals die Straßen. Da Radler keine Knautschzone haben es ist umso wichtiger, dass Autofahrer ein besonderes Auge auf die Zweiradfahrerinnen und ‐fahrer haben. Worauf können Autofahrende noch achten, um die anderen Verkehrsteilnehmer zu schützen?
Um Verkehrsteilnehmer auf dem Rad zu schützen, sollten Autofahrende ausreichend Abstand halten – mindesten 1,5 Meter.
Was Autofahrende bei Radfahrenden beachten sollten
Verkehrsteilnehmer mit dem Auto und dem Fahrrad treffen im Straßenverkehr oft zusammen. Damit Autofahrende die Radlerinnen und Radler nicht unnötigen Gefahren aussetzen, geben wir Ihnen einige Tipps für ein rücksichtsvolles Miteinander. Denn Radfahrer haben keine Knautsch­zone, werden schneller übersehen und sind im Ernstfall die Schwächeren.

Vielleicht sollten die dort mal eine textkritische Kehrwoch’ ausrufen.

5. Mai – Genderisiertes

Heute ist übrigens der Internationale Hebammentag.*

Geben Sie zu:  ohne googeln hätten Sie auch nicht gewusst, was eine Obstetrix ist.
Haben Sie gewusst dass Hebamme auch die Bezeichnung für ein Gerät ist, womit
Korken aus einer Flasche gezogen werden* – auch als Stoppelzieher bekannt.

Aus der Reihe “Neuartige Berufsbezeichnungen, genderisiert“:

Der Hebam, männl.; Mz.: die Hebame
Die Hebamin, weibl.; Mz.: die Hebaminnen

Sinnlos Genderisiertes

  • Sinnlos genderisiert:
    “Autofahren­de“ statt “Autofahrer“, damit sich keine Autofahrerin geschlechtsspezifisch dis­kri­mi­niert fühlt – aber: das Pronomen “jeder“ ist von vornherein maskulin, deswegen bringt die bemühte ge­schlechtsneutrale Genderisierung von Autofahrern zu “Autofahren­den“ uns hier der Ge­schlech­ter­gleichstellung im Kraftfahrwesen um keinen Schritt näher.
  • Unsinnig genderisiert:
    Fährt die andere Hälfte der “Autofahrenden“ nicht mit dem Auto in den Ur­laub, sondern mit anderen Verkehrsmitteln: sind die also gar keine Autofahrenden, sondern Bahnfahrende oder Bus- oder Flug­reisende. Fahren aber die übrigen Autofahrer (oder Autofahrerinnen, ad lib.) mit dem Auto nicht in den Urlaub, son­dern nirgend­wo hin: dann sind die eben keine Autofahrenden, sondern Daheimbleibende. Nichtautofah­rende bzw. Autonichtfahrende.
  • Fazit: in Fällen, wo Genderisieren sinnlos oder unsinnig ist, kann mans auch gleich bleiben lassen.

    Gendermäßiges

    Der Guardian lässt “Mitglieder des Publikums“ (audience members) gender­mäßig offen – na, was soll der mit denen denn sonst tun: soll er die etwa so gendern wie ihm Der Stan­dard das in seinem genderitischen Kasperltheater vorkaspert? Wie sollte man “members“ denn gen­der­mä­ßig NICHT offenlassen – was soll der Blödsinn?
    (Oder soll das ein Witz sein? Dann versteh ich den nicht. Sie vielleicht?)

    Genderologisches: Rätselhaftes

    Offenkundig soll sichs dort um drei Personen unterschiedlichen Geschlechts handeln, soviel scheint klar. Nun das Rätsel, versuchen Sie aus dem obenstehenden Satz herauszufinden:
    • Wenn es sich bei den drei Personen um Kolleginnen (Mehrzahl = mindestens zwei) und Kollegen (= mindestens zwei) handelt – um wieviele Personen handelt sichs dann ins­ge­samt?
    • Wenn zwei der drei Kolleginnen und Kollegen dort Lehrer (männlich) sind – wieviele von den übrigen könnten dann zwar Lehrerinnen (weiblich), aber in dem Satz zu gendern verabsäumt worden sein?
    Wer es herausgefunden hat, darf es verraten.

    Genderitisches: Sinnentfremdetes

    Dass die notorischen Genderisierer im “Standard“ so reflexartig wie unreflektiert alles gendern was bei drei nicht auf den Bäumen ist, treibt zuweilen skurrile, zuweilen gar gagaistische Blüten. Zuweilen auch schlicht unsinnige, z. B.:

    (Freund*innen. Damit kein Verdacht entsteht, bei den Freundinnen in “Golden Girls“ hätte sichs wo­möglich um lauter Frauen gehandelt.)
    Und zuweilen vollends sinnentfremdete:

    Person Bryson hatte als Mann zwei Frauen vergewaltigt, wofür er/sie verurteilt und in ein Frau­en­ge­fäng­nis eingeliefert wurde, nachdem er/sie Anspruch auf Transgender-Status gemäß Selbsteinstufung erhoben hatte. Die schottische Ministerpräsidentin Sturgeon gab daraufhin, laut “Standard“-Übersetzung, zu Protokoll:

    » “Ich sehe die Person [Bryson] als Vergewalti­ger:in.“ Gelte nun also “Vergewaltiger:in“ neben Männern und Frauen in Schottland als drittes Geschlecht? So höhnten Kritiker.«

    Die genderitische Übersetzung “Vergewaltiger:in“ in dem “Standard“-Artikel ist ein frei er­fundenes Extempore, sinnentstellend und falsch. Sturgeon sagte: »What I think is that the individual is a rapist.« – a rapist, ein Vergewaltiger. In Sturgeons Originalzitat steht kein Gen­der-Doppelpunkt, wieso findet es der “Standard“ für an­gebracht, in der Übersetzung einen solchen zu extemporieren? Die Person Bryson hat die Vergewaltigungen als männ­li­cher Vergewaltiger be­gangen, aber weder als Vergewaltigerin noch als Vergewaltiger:in. Die beiden Frauen wurden von einem Vergewaltiger vergewaltigt, und nicht von einer Vergewaltiger:in.

    Blasensoziolektisches: »Die Welt in unserem Kopf«

    Auf der WECF-Webseite werden in einem Artikel unter dem Titel »Sprache verstehen« aller­­lei spezielle Fach­ter­mi­ni-Konstrukte zur Entwicklung einer »gendergerechten Sprache« auf­­gelistet, deren konkreter Nutzen für die Entwicklung einer gen­dergerechten Sprache sich in­dessen nicht ohneweiters erken­nen lässt:

    » Frau* steht für alle Menschen, die sich als Frau bezeichnen [..]. Das Pendant dazu ist Mann*.«

    Na gut, das kann man sich merken, das geht leicht. – Aber da wird’s mit der sprachlichen Gen­dergerechtigkeit schon schwieriger:

    »Wenn wir also nicht anfangen von Frauen* zu sprechen, wird die Welt in unserem Kopf überwiegend aus Männern bestehen.«

    Wie soll man denn von Frauen* sprechen, bitteschön? Von »Frauen mit Sternchen«? (»Grüß Gott, Frau mit Sternchen Nachbarin. Meine Frau mit Sternchen lässt Sie grüßen.«)
    Und gilt denn umgekehrt auch, vive versa: Wenn wir nicht anfangen von Männern* zu spre­chen, wird die Welt in unserem Kopf (»in unserem«? In wessen Kopf ei­gent­lich? Haben wir nur einen gemeinsam?) über­wiegend aus Frauen bestehen?

    »Was grammatikalisch korrekt ist, ist nicht ausschließlich Folge natürlicher Sprachent­wicklung.«

    (»All Gender are Beautiful« steht übrigens als Parole auf der »Sprache verstehen«-Seite, aber soweit ich die Sprache verstehe ist das grammatisch nicht korrekt, weil es wohl entwe­der »All Genders are« oder »All Gender is« heißen sollte?)

    »Tatsächlich ist uns als Sprecher*innen der deutschen Sprache oft nicht bewusst, wie diskriminierend und sexistisch diese ist.«

    Was die WECF-Sprecher*innen nun zur natürlichen Sprachentwicklung beizu­tragen wissen, um die deutsche Sprache weniger diskriminierend und sexistisch, dafür gen­der­ge­­rechter zu entwickeln:

    » FLINTA* steht für Frauen, Lesben, Inter, Non-Binary, Trans und agender* und ist der Versuch einen Ausdruck für eine Personengruppe zu finden, die nicht cis männlich ist. Neben FLINTA* sind auch die Begriffe FLTI* (Frauen, Lesben, Trans, Inter*) oder FLINT* gebräuchlich. Um Menschen mit zu berücksichtigen, die sich außerhalb einer Hetero-Normativität bewegen, gibt es außerdem den Begriff LGBTQI* (Lesben, Gay, Bisexuell, Trans, Qeer, Inter, *), der auch nicht heterosexuelle cis Männer mit einschließt. – TINA* steht für Trans, Inter, Non-Binary und agender* und ist somit als Bezeichnung für Men­­schen zu verstehen, die nicht cis geschlechtlich sind, bzw. in kein binäres Geschlechter­­system passen.«

    Sämtliche aufgelisteten “gebräuchlichen“ Begriffe (definieren Sie den Begriff “gebräuchlich“) lassen sich somit unter dem Oberbegriff AANHM* (steht für: Alle, außer nicht homosexuelle Männer) zusammenfassen. Inwieweit dieser Zinnober mit all den blasensoziolektischen Ma­ju­s­kel-Be­­grif­­fskonstrukten zu einer gendergerechteren Welt in unserem Kopf führen soll, er­schließt sich frei­lich für Außenstehende nicht unbedingt.

    Gendersternsingerei der Woche

    Der Herbstbundesrat der Jugendorganisation “Katholische junge Gemeinde“ (KjG) tritt dafür ein, Gott hinkünftig mit einem Gendersternchen zu schreiben, ..

    ».. um deutlich zu machen, dass Gott* nicht automatisch als alter weißer Mann mit Bart gedacht werden könne.« [*]

    Ist doch reizend dass sich die jungen Leute mal darauf besinnen, sich für solche wirklich re­le­vanten akuten Probleme unserer Gegenwart zu engagieren anstatt für olle Ka­mel­len wie Fridays for Future, Rettet das Weltklima und derlei Kram.

    Schwurbelschwatz der Woche: Genderingmanieristisches

    »Wortwiederholungen im Text sind zu vermeiden!« bleute uns Herr Oberlehrer dereinst im Deutschunterricht ein, wenn es einen Aufsatz zu schreiben galt: »Wer sich an diese Regel nicht hält, schreibt keine ordentlichen Texte und wird es mit Schreiben nicht weit bringen.«

    (Der kleine Willi aber hatte im Unterricht nicht aufgepasst und hielt sich nicht an diese Re­gel, darum schrieb er keine ordentlichen Texte, z.B.:
      »Ein Pferd! Ein Pferd! Mein Königreich für ein Pferd!«
    Wortwiederholungen im Text! Kein Wunder dass es der kleine Willi mit Schreiben nicht weit brachte.)

    Beim SPIEGEL hält man sich bekanntlich unerbittlich daran und macht es artig vor –

    *

    – und darum heißt dort etwa ein Bundestrainer im Text kein zweites­mal hintereinander »Bundestrainer« sondern »Fußball-Lehrer«, und Öster­reich nicht »Österreich« sondern »die Al­penrepublik«, »der Alpenstaat«, oder originel­lerweise gar »der Bergstaat«.
    (Klar gibts in Österreich auch Berge, ihr Heinis, möchte man ausrufen, es gibt auch Kirchen: ist Österreich deswegen »der Kirchenstaat«? In Deutschland gibts Inseln, ist Deutschland des­­wegen ein »Inselstaat«?)

    Die Gendersternsinger*innen von “Pinkstinks – Magazin, Kampagnenbüro und Bildungsor­ganisation gegen Sexismus“ bringen es indessen zuwege, in einem Artikel über »Männer, die sexistisch über Frauen reden« Wortwiederholungen konsequent zu vermeiden, indem sie »Männer« bzw. »Frauen« alternierend durch die Begriffskonstrukte »maskuline Perso­nen«, »mas­kuline Menschen« bzw. »feminine Personen«, »feminine Men­schen« oder »weiblich ge­­lesene Menschen« ersetzen: genderingmanieristischer Schwur­bel­schwatz in schönster Blüte!

    (Männlich gelesene Menschen werden dort hingegen nicht angeführt – bloßes Versehen, oder womöglich ein Fall von geschlechtsspezifischer Diskriminierung?)

    Genderingphonetisches

    Aktuell findet im Rundfunk allenthalben die befremdliche Manier Verbreitung, das Gen­der­stern­chen beim Sprechen vermittels Glottisschlag als sog. “Gender-Pause“ phonetisch zu ar­­ti­­ku­lieren: wo man/frau/divers die lieben Zuhörer*innen ehemals korrekt gegendert als »lie­be Zuhöre­rinnen und Zuhörer« ansprach, da sagt man/frau/divers nunmehr »liebe Zuhörer-[Glottisschlag]-innen«. Hört sich zwar einigermaßen befremdlich an (als brauchten die lieben Zu­­hörer außen sich davon nicht angesprochen zu fühlen), aber befremdlich wirken aktuelle Trends mitunter halt.¹
    In welcher Weise sich die gesprochene Glottisschlag-Genderpause schrift­lich trans­kribieren oder in Laut­schrift­zeichen wiedergeben ließe, ist derweil noch ungeklärt. Im internationa­len pho­ne­ti­schen Alphabet wird zur Darstellung des Glottisschlages der Buchstabe ʔ ver­wendet, sodass in der Niederschrift der Rede also »liebe Zuhörerʔinnen« stünde.

    Durch Gendern per Glottisschlag lassen sich beim Spre­chen nun wertvolle Sekundenbruch­tei­le ein­spa­ren: z.B. anstelle der korrekt gegenderten Verkehrsfunk-Meldung »Achtung Auto­fahrerinnen und Auto­fahrer, es kommt Ihnen eine Geisterfahrerin oder ein Geisterfahrer ent­­gegen« (damits nicht bereits gekracht hat ehe man/frau/divers mit dem Ver­lesen der Mel­dung fertig ist) in der Kurzfassung »Achtung Autofahrerʔinnen, es kommt Ihnen einʔe Gei­s­­ter­fah­rerʔin entgegen«.
    Werbesekunden im Rundfunk kosten Geld, bei der Durchsage der Kurzfassung des korrekt gegenderten Rezept-Hinweises »Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder Ihre Apothe­kerin oder Ihren Apotheker« stößt die Methode freilich an ihre Grenzen: »Fragen Sie Ihreʔn Aʔ˙˙ʔrztʔin oder Apothe­kerʔin.« – wie man/frau/divers die Umlautpunkte˙˙ eines Ä ohne A darunter zwischen den beiden Gender-Glot­tisschlägen phonetisch umsetzen will, muss wohl ein ungeklärtes Rät­sel blei­ben.
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    ¹ (Wie Männerdutt oder Plateau-Sneakers. Oder die affige Manier, den Zuhörer*in­nen neu­­­erdings anstatt eines »Guten Morgen!« den Dummspruch »Einen wunder­schönen guten Mor­gen!« entge­gen­zu­krähen: den man/­frau/­di­­vers den Sprecher*in­nen wieder in den Schna­­bel zu­rück­stop­fen möchte noch bevor sie die Silbe »wun–« zuende her­­vorgebracht haben.)