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“Suchmaschinen gaben uns Quellen, KI-Systeme geben uns Antworten”

“Das Ende der Suche” lautet der Titel des Beitrags von Maren Burghard im Blog des Deutschen Museums betitelt, der – wie ich finde – den Paradigmenwechsel bei der Recherche gut auf den Punkt bringt:

Hier zeigt sich die eigentliche Verschiebung der medialen Ordnung. KI-Systeme organisieren Wissen nicht mehr als offenes Netz von Verweisen, sondern als schlüsselfertig erzählte Einheit. Sie bestimmen, was relevant ist und wie es erscheint. Für alle, die Informationen öffentlich zugänglich machen – ob Institutionen, Redaktionen, Organisationen oder einzelne Personen –, verändert sich damit die Situation grundlegend. Digitale Sichtbarkeit hängt nicht mehr allein davon ab, ob Informationen irgendwo im Netz bereitstehen, sondern ob sie in den Antworten der Systeme überhaupt noch vorkommen – und in welcher Form sie dort erzählt werden.

Das macht es auch so schwer, es in die Informationskompetenz-Curricula zu integrieren, da es sich nicht – wie bisher – darum handelt, etliche neue Quellen mit knappen Anweisungen ins Skript/in den Ablauf zu integrieren, sondern um die Frage, wie und wo das methodisch seinen Platz hat und wieviel von den “alten” Inhalten man weiterhin vermittelt.

OpenAlex

OpenAlex 2026: Was die neuen Entwicklungen für uns als Bibliothek bedeutenBlogeintrag der TIB Hannover von Linna Lu und Christian Hauschke.

OpenAlex trat an, die Lücke zu füllen, und entwickelte sich im Laufe der letzten Jahre zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Zitationsdatenbanken wie Dimensions, Scopus oder Web of Science (siehe auch diesen früheren Blogbeitrag).

Auch in den letzten Monaten hat sich OpenAlex deutlich weiterentwickelt: neue technische Grundlagen, ein erweiterter Datenbestand, verbesserte Suchfunktionen und ein neues Nutzungsmodell.

Langsame, systematische Austrocknung der Internetquellen

Erste große Website wegen Googles AI Suchergebnissen geschlossen
Übersicht mit KI: Erste große Website macht ganz konkret wegen Googles AI Suchergebnissen dicht – weil sie deshalb keine Besucher mehr “erfährt”.

Der Diebstahl der KI und die Effekte, die dies für die Internetnutzug und -recherche haben wird, wird hier plastisch geschildert. Holland-Cycling.com schließt 2026 seine Homepage. Artikel auf Herrmontag.

Überblick über Bibliotheksdienstleistungen auf e-teaching.org

Neu im Portal: Bibliothekswissenschaftlerin Anja Dorn beschreibt auf e-teaching.org, wie digitale Bibliotheksdienste neue Perspektiven für #Lehre, Forschung und gesellschaftliche Teilhabe eröffnen. 👉 https://www.e-teaching.org/projekt/organisation/digitale-bibliotheksdienste

— e-teaching.org (@e-teaching.org) September 10, 2025 at 10:00 AM

Dank an die Software, die hinter dem Angebot nicht sichtbar ist.

@base schreibt auf Mastodon über #libxml2, auf dessen Dienstleistung das Angebot fußt, indem die geharvesten Daten damit in eine Ordnung gebracht werden. Ein Hinweis auf die vielfältigen Beziehungen von Open Source Software. Beziehungen heißt auch Abhängigkeit, das kommt in dem Beitrag zum Ausdruck. Deshalb Danke! Wir alle schätzen das Angebot von BASE sehr!

“The AI powered Library Search That Refused to Search”

“The AI powered Library Search That Refused to Search”
aarontay.substack.com/p/the-ai

Mit Faktencheck käme man nicht weiter

“Im Artikel stehen Passagen, die man der Nachrichtenlogik folgend eben einfach zitiert, denn man ist ja nur Nachrichtenredaktion, nicht Faktencheckabteilung. Und mit einem Faktencheck käme man an vielen Stellen auch gar nicht weiter, denn wenn jemand die Wirklichkeit bis ins Unkenntliche verdreht, müsste man oft schon ziemlich weit ausholen, um das zu erklären.”

Meiner Meinung nach einer der wichtigsten Newsletter zurzeit, weil er jeden Tag den Finger in die Wunde (des Journalismus, der öffentlichen Wahrnehmung) legt: Das Altpapier.

Änderungen im Suchmaschinenbereich

Sven Gigold referiert den Trend, dass Suchmaschinen eher zu Findemaschinen werden und dass der AI-Einbingungstrend dies noch verstärkt, so dass tendenziell weniger Traffic von Suchmaschinen zu Homepages, insbesondere zu mittleren und kleinen geleitet werden. Die diskutierten Lösungen – Blogrolls, Aggregatoren oder Linksammlungen überzeugen nicht recht, weil sie die Masse der Homepages gar nicht erschließen können und auch schnell(er) veralten. Zumal ja zu Recht gesagt wird, dass viele schon von den Suchmaschinen abgewandert sind und die Suche bei TikTok, YouTube oder Reddit verwenden …

Übrigens, Sven Gigold hat UberBlogr aufgebaut.

Neues KI-Suchinstrument

Cool! NEW Research Tools: Allen Institute for Artificial Intelligence Introduces Ai2 Paper Finder infodocket.com/2025/03/27/rese #AI #researchtools #libraries

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Die Ergebnisse stammen – wie bei Elicit – aus der Datenbank Semantic Scholar. Man könnte die beiden Suchinstrumente also miteinander vergleichen.

Test von Bezahlsuchmaschinen

“Bedenkt man den Privatsphäre-Verlust, der in der Aufzeichnung und Auswertung der täglichen Suchanfragen bei werbefinanzierten Suchmaschinen einhergeht, dann ist das Versprechen und die Technik der beiden kostenpflichtigen Suchmaschinen eine tolle Entwicklung. Für ein paar Euro im Monat bekommt man eine werbefreie Suche, die sogar technisch anonym gebaut ist. Der Support ist gut und die Bemühungen um den Datenschutz sind bei beiden Organisationen überzeugend verankert.”

Matthias Eberl hat auf dem Kuketz-Blog zwei Bezahlsuchmaschinen getestet: Metager und Kagi. Hier ist der vollständige Text.

Zeitschriftenartikelinhaltssuche JURN ist gewandert

Wenn man im Inhalt von Zeitschriftenartikeln suchen will, kann man DOAJ verwenden, das allerdings einen Schwerpunkt auf englischsprachigen Open Access-Journals setzt. Möglich ist auch die Suche in Google, wenn man ein spezifisches Journal durchsuchen will, indem man mit site: dessen URL angibt und dann die Suchwörter anschließt. Wenn man frei zugängliche Journals im Netz suchen will, gibt es noch JURN, dessen URL wieder geändert wurde. – Alles drei probate Mittel, wenn man an keine Uni angeschlossen ist und keine lizenzierten Datenbanken zur Hand hat.

DBIS relaunch

DBIS in neuem Design!
Seit dem 15. Oktober ist das Datenbank-Infosystem DBIS mit komplett überarbeitetem Layout und neuer Benutzeroberfläche aufrufbar. Mit dem Update ist nicht nur eine modernere und intuitivere Nutzung möglich – die Webseite steht nun auch in englischer Sprache zur Verfügung!
Das DBIS verzeichnet alle wichtigen Infos zu Datenbanken und macht eine schnelle und fundierte Auswahl möglich.
Über die #HAB_WF können Nutzende auf das Infosystem zugreifen: hab.de/elektronische-medien/

Serveranlage der Herzog August Bibliothek: Eine Vielzahl an verschieden farbigen Kabeln verläuft vor einer Einheit mit LAN-Ports.