“Das Ende der Suche” lautet der Titel des Beitrags von Maren Burghard im Blog des Deutschen Museums betitelt, der – wie ich finde – den Paradigmenwechsel bei der Recherche gut auf den Punkt bringt:
Hier zeigt sich die eigentliche Verschiebung der medialen Ordnung. KI-Systeme organisieren Wissen nicht mehr als offenes Netz von Verweisen, sondern als schlüsselfertig erzählte Einheit. Sie bestimmen, was relevant ist und wie es erscheint. Für alle, die Informationen öffentlich zugänglich machen – ob Institutionen, Redaktionen, Organisationen oder einzelne Personen –, verändert sich damit die Situation grundlegend. Digitale Sichtbarkeit hängt nicht mehr allein davon ab, ob Informationen irgendwo im Netz bereitstehen, sondern ob sie in den Antworten der Systeme überhaupt noch vorkommen – und in welcher Form sie dort erzählt werden.
Das macht es auch so schwer, es in die Informationskompetenz-Curricula zu integrieren, da es sich nicht – wie bisher – darum handelt, etliche neue Quellen mit knappen Anweisungen ins Skript/in den Ablauf zu integrieren, sondern um die Frage, wie und wo das methodisch seinen Platz hat und wieviel von den “alten” Inhalten man weiterhin vermittelt.