Das von der DFG geförderte Netzwerk “Morphologie als Paradigma” nimmt seinen Ausgang von Ernst Cassirers Diagnose eines paradigmatischen Status’ des morphologischen Gestaltbegriffs. Vor dem Hintergrund des Übergangs von ding- zu relationslogischen Begriffen und der herausgehobenen Stellung der Lebenswissenschaften im 21. Jahrhundert gewinnt der Begriff der Morphologie an Aktualität – auch für die Philosophie. Als den Rahmen einzelwissenschaftlicher Forschung übersteigendes Paradigma unterläuft der Morphologiebegriff die Trennungen von Lebens-, Natur- und Kulturwissenschaften und hat deshalb die Funktion eines umfassenden, wissenschaftlichen Orientierungsideals. Als solches wird er zum Gegenstand für eine Kulturphilosophie, die – wie Ernst Cassirer gezeigt hat – in engem Austausch mit der Theorie und Empirie der Lebens- und Kulturwissenschaften stehen muss. Die Forschergruppe will sowohl historisch-kritisch, wie komparativ und systematisch die Verwendungsweisen und Möglichkeiten morphologischer Methodologie reflektieren.
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morpholog (8. Februar 2016). Morphologie als Paradigma. Morphologie als Paradigma. Abgerufen am 26. Juli 2026 von https://morpholog.hypotheses.org/1