Schwoap: Der Beginn!

Neulich in einer Umfrage entschied sich eine knappe Mehrheit dafür, dass ich mal wieder eine meiner bekloppten Fotostorys in Angriff nehmen möge. Manch einer, der dieses Blog noch nicht so lange kennt, dachte vielleicht, dass es schöne Fotos zu gucken geben würde, aber so ist es nicht. Es handelt sich hier um einen Bericht von den Dreharbeiten eines der ambitionierten Projekte meines Fernsehsenders Rübenbrei TV. Genau, ich besitze einen eigenen Fernsehsender! Das ist praktisch, nicht umsonst hat ja sogar die Politikerimitation Berlusconi so was. Mein Sender hat natürlich wesentlich mehr Qualität. Wir überzeugen mit Inhalt, anstatt fast nackte Frauen zu zeigen.

Die Schwoap also! Die Schwoap ist eine wundervolle Symbiose aus Schweinkram und Soap! So was war noch nie da! Ich setzte mein Autorenhuhn Hera Huhn an das Drehbuch, und sie sorgte für den nötigen schweinkramigen, seifigen Inhalt. Nebenbei hatte sie noch die Idee, den berühmtesten Porno Erotikfilm der Welt zu reloaden. Das ist gut, man kann die Ansprüche gar nicht hoch genug schrauben.

Wer diesen Film noch nicht kennt, hier die legendärste Szene:

Nie wurde ein brillanteres Drehbuch geschrieben!

Frau: „Ja, das ist der Stromkasten, mit dem wir immer Probleme haben, wenn Sie sich den mal angucken könnten?“
Mann: „Ja, gern, aber warum liegt hier überhaupt Stroh rum?“
Frau: „Und warum hast Du ’ne Maske auf?“
Mann: „Hm… Dann blas mir doch einen.“

Dieses Ablenkungsmanöver, um nicht verraten zu müssen, warum er eine Maske trägt — brillant!

Aber zurück zur Schwoap. Es liegt in der Natur der Schweinkramsache, dass die Hauptdarsteller aus brillanten Sauspielern bestehen müssen. In der ersten Folge werden wir Florinda Fonroe kennenlernen, eine Sauspielerin von Format! Ihr Idol ist Marilyn Monroe, und ihre Nacktbilder im Playborstenvieh erregten großes Aufsehen weltweit.

In der Rolle des Maskenträgers sehen Sie Hotte Horst. Hotte nennt sich Hotte, weil er im Umkreis von 30 cm das hotteste Schwein überhaupt ist. Sein größtes Vorbild ist er selbst. Kein Wunder, handelt es sich doch um eines der legendären Häkelschweine! (Nein, Rechtschreibprüfung, kein Schweinigels und auch keine Weinschänke! Meine Güte, die kennt Häkelschweine nicht, ist es zu glauben? In was für einer Welt leben wir eigentlich?)

Wer mehr über diese brillanten Sauspieler und viele andere, die noch in Nebenrollen auftauchen werden (aber nicht alle heute), erfahren möchte, kann sich mein frisch aktualisiertes Monsters Meute durchlesen. Bitte auswendig lernen, das kann nie schaden, falls Sie mal zu dem berühmten Rübenbrei-TV-Quiz „Wer wird Euroniär?“ eingeladen werden sollten (man kann bis zu einem Euro gewinnen)!

Als Regisseurin benannte ich mein Huhn für alle Fälle, Ihr kennt sie alle: Trudi Träumlich. Der Fotojournalist, der Euch von den Dreharbeiten berichtet, bin ich selbst höchstpersönlich, jawoll, Eure Lieblingsweltherrscherin. Hätte ich es bloß gelassen, aber hinterher ist man ja immer schlauer.

Aber lest selbst. Wertvoller Tipp am Rande: Ein Klick vergrößert. Noch ein Klick vergrößert noch mehr, es ist der helle Wahnsinn! (Herr Berlusconi, auf die Bilder klicken, auf die Bilder!! Nicht auf … ach, egal, sind Sie wenigstens beschäftigt.)

Das war das. Seid Ihr noch da oder schon vor Schreck auf den Mars geflohen? Müsst Ihr nicht, ich halte ja meine schützende Hand über die Erde! Natürlich werdet Ihr über weitere Vorfälle und überhaupt den Fortgang der Story und den ganzen Rest auf dem Laufenden gehalten…

Lösung des Monsterrätsels # 2

Ihr erinnert Euch?

Hier nun endlich die Lösung:

Die Schlampensau Scarlett hatte bei den Dreharbeiten zur Schwoap das Drehbuch gefressen und einfach einen Schporno aus meiner Schwoap gemacht, weil sie mangels Drehbuch die Handlungsstränge nicht mehr parat hatte. Durch das viele Quieken wurde sie heiser, das hat sie aber nicht kapiert, sondern dachte, dass sie sich die Schweinegrippe eingefangen hätte. Dummes Schwein. 😉

Schildmaid hat einen Tätschelaward verdient, da sie uns auf die richtige Spur brachte. Nach Rücksprache mit Scarlett hat sich herausgestellt, dass sie bei der Auswahl des Schals auch modische Aspekte berücksichtigt und an die Darstellerinnen in „Vom Winde verweht“ gedacht hatte. Das heißt, dass auch Markus und WdW einen Award verdient haben. Und WdW sowieso, weil sie die richtige Lösung ebenfalls gepostet hatte. Kritische Stimmen murmelten etwas von „Schummelei“, aber das ist laut Reglement nicht verboten. Zu allem Überfluss stellte sich heraus, dass Scarlett doch Verwandte in Mexiko hat, die hier heimlich (!!) zu Besuch waren. Also hat auch Lioman recht.

Das heißt eine Runde Tätschelawards in alphabetischer Reihenfolge:

Lioman

Markus

Schildmaid

WdW

So viel Tätscheligkeit war nie!

Was ist eigentlich mit der Schwoap?

Keiner fragt sich, wie es in Sachen Schwoap vorangeht, aber ich erzähle es Euch trotzdem, ist es doch ein wichtiger Hinweis für die Lösung des Monsterrätsels # 2.

Vor zwei Wochen drückte ich Trudi das Drehbuch für die nächsten zehn Folgen in die Hand, schwor sie darauf ein, nichts zu verändern, nicht mal ein Satzzeichen, und verließ das Set, weil ich dringend im Weißen Haus Präsenz zeigen musste. Dort geht es ja drunter und drüber, Barack bricht Wahlversprechen, Rahm wird vernachlässigt, so konnte es nicht weitergehen.

Als ich vor einigen Tagen einen kurzen Zwischenstopp in der Welteroberungszentrale einlegte, traf ich auf eine verzweifelte Trudi und ließ mir das Filmmaterial zeigen.

Davon kann ich nicht eine Sekunde verwenden! Scarlett, die sich inzwischen von ihren 198,5 kg wieder auf 200 kg raufgefressen hatte (meine Nougatvorräte! Verdammt!), übernahm endlich ihre Hauptrolle. Diese sah vor, dass sie als Schlampensau mit allen Ebern und Keilern ein Verhältnis anfangen und jede Menge Intrigen spinnen würde. Wohlgemerkt: Es gab so etwas wie einen Handlungsstrang in meinem Drehbuch! Aber das Filmmaterial enthielt ausschließlich Sexszenen mit Scarlett und den anderen Schweinen! Das war keine Schwoap mehr, sondern ein sog. Schporno (also ein Schweineporno), nur hat Rübenbrei TV gar keinen Schpornokanal! Scarlett hat das komplette Kamasautra nachgedreht! (Das Kamasautra ist eine Art Kamasutra der Schweinewelt, nur mit noch viel mehr Bildern und so gut wie gar keinem Text.)

Ärgerlich fragte ich Trudi, was mit meinem Drehbuch passiert war. „Das haben die Schweine gefressen“, war ihre kleinlaute Antwort. „Nougat war alle.“ Umgehend stellte ich Scarlett zur Rede, die sich einen Schal um ihren Hals geschlungen hatte und nur noch krächzte. Ich hörte etwas wie „Ich glaube, ich habe Schweinegrippe“ heraus, mir war aber völlig klar, dass diese Heiserkeit nur von ihrem vielen Gequieke bei den Dreharbeiten stammen konnte. Darauf angesprochen, guckte sie mich mit kleinen Schweinsäuglein an und flüsterte schließlich ein zustimmendes „Oh.“

So eine Riesensauerei! So kann ich nicht arbeiten!

Aber immerhin werdet Ihr nun das Monsterrätsel # 2 lösen können, ich bin da ganz optimistisch.

Monsterrätsel # 2

Ihr erinnert Euch noch an mein epochales Monsterrätsel Nr. 1? Das mit der Tablette? Nun denn, wir wollen die Tradition der Monsterrätsel nicht sterben lassen.

Hier also ein neues Rätsel: Warum hat Scarlett, die wichtigste Darstellerin in meiner Schwoap, einen trendigen Schal um ihren grazilen Hals geschlungen?

Gebt alles! Wie immer werde ich hier nach und nach einige Tipps, so wertvoll wie ein kleines Schweinesteak, veröffentlichen.

Nachtrag: Zu gewinnen gibt es wie immer einen Monstertätschel-Award mit individuellem Text.

Scarlett

Tipp 1: Es hat nichts mit Herrn Wiefelspütz zu tun. Dafür aber ziemlich viel mit Schweinkram!

Tipp 2: Die Schwoap spielt eine Rolle…

Tipp 3: Es geschah wie gesagt während der Dreharbeiten zur Schwoap. Die Gute hat das was verwechselt. Als Stichwort werfe ich den Begriff Schporno in die Runde.

Neues aus der Zentrale / Schwoap

So eine Schwoap zu drehen, kann ziemlich viel Staub aufwirbeln. Gestern dachte ich so bei mir, mach doch mal einen Locationwechsel. Ich muss ja noch Szene 2 drehen: Lisa, die ihr Praktikum bei Eberhard antritt. Das Oval Office wäre dafür doch der ideale Drehort. Gesagt, getan, abgepasst, wann Barack Termine hat und mit den Borstenviechern in sein Büro geschlichen.

Dummerweise hatte er wohl was vergessen und kam noch mal in sein Büro. In dem Moment musste Lisa fürchterlich niesen. Sofort entfaltete Barack hektische Aktivitäten:

Siehe hier. Und das auf einem Sonntag! Alles wg. Lisa, dieser dummen Sau! Swine influenza, ist das zu glauben? Haben doch meine Schweine nicht, die haben nur Maul- und Klauenseuche. Frechheit, das…

Egal. Zu etwas komplett anderem. Gestern hier in der Welteroberungszentrale, so um die Mittagszeit herum, hörte ich ein leises Kratzen an der Tür. Ich öffnete sie vorsichtig, witterte ich doch eine Krötenlist oder Gefahr durch den kleinen Italiener. Es lag aber nur ein Päckchen auf der Schwelle. Da Bomben bekanntlich ticken und nicht kratzen, nahm ich das Gebilde an mich, anstatt es in wilder Panik wegzuschleudern, und öffnete es. Zum Vorschein kam eine Schokoladendose:

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Allerdings keine Nougatschokolade. Außerdem wurde das Kratzgeräusch lauter. Schokolade, die kratzt? Nein, gibt es nicht. Vorsichtig öffnete ich die Dose und sah:

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Etwas Plüschiges! Man könnte sogar sagen: Etwas Puscheliges!

Und das Bild wurde sofort klarer, denn wer kam aus der Dose gekrabbelt (oder: Das ist also der Dose Kern)?

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Murmel! Ich erkannte sie sofort! Ihr erinnert Euch bestimmt noch an die Romanze, die meinem Murmelchen so sehr die Sprache verschlagen hat, dass er schon seit Wochen keine Weisheiten mehr murmelt? Und nun war sie hier! Der Traum seiner schlaflosen Nächte! Schnell half ich Murmel aus der Dose und freute mich erst mal weltherrschaftlich über ihren Besuch! Was für eine puschelige Überraschung! Sie hatte sogar Blumen (Rosen) dabei. Scheinbar eine sehr emanzipierte Murmelfrau. (Eigentlich bin ich mir immer noch nicht 100 %ig sicher, dass sie ein Weibchen ist. Aber ihre Stimme klingt ein bisschen mädchenhaft. Und ich hoffe auf kleine Murmeltierchen, also wäre es gut, wenn sie weiblich wäre, da Murmelchen ja männlich ist.)

Nun hatte ich allerdings ein kleines Problem: Wie Murmelchen die freudige Botschaft mitteilen? Er fiel ja neulich schon in Ohnmacht, als Murmel noch weit weg in ihrer Heimat verweilte. Auch Murmel war auf einmal sehr schüchtern, weiß sie doch um Murmelchens sensibles Gemüt. Also rief ich einfach mal schnell bei Rahm Emanuel an. Ein Mann, der auch „Enforcer“ genannt wird, sollte wissen, was zu tun ist, oder? Rahm war nicht ganz so amüsiert (klar, es war mitten in der Nacht in Washington, ich hatte ihn geweckt), gab mir aber den Tipp, dass Murmel sich heimlich ranschleichen und Murmelchen erschrecken solle. Ich war skeptisch, aber Murmels Augen leuchteten, sie war begeistert von der Idee.

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Murmelchen war gerade in seine Lektüre vertieft, ich musste ihm ein Obama-Sonderheft kaufen, in dem er jeden Tag liest, in der Hoffnung, Baracks „Yes we can“-Dynamik zu lernen. Schon seit Tagen hörte ich ihn murmeln: „Yes I can Murmel anrufen!“ Und nun war Murmel hier und stupste ihn an, in der Pfote eine rote Rose (die weiße war für mich — ist Murmel nicht eine ganz Sympathische?)

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Romantisch! Der erste Augenkontakt! Ich war hin und weg!

Nach zehn Minuten dachte ich: Murmelchen, sag was! Begrüße sie!

Nach 20 Minuten überlegte ich, noch mal Rahm anzurufen oder alternativ schnell ein Rosamunde-Pilcher-Buch zu kaufen, um nachzulesen, was man in so einer Situation machen könnte.

Nach 30 Minuten wurde es sogar Bernd dem Brot zu bunt. Er stupste Murmelchen an und flüsterte: „Sag was zu ihr!“

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Ich stellte schnell passende Musik ein („Bastien und Bastienne“ klingt doch fast wie „Murmel und Murmelchen“, oder?)

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Murmelchen flüsterte zurück: „Was denn?“ Bernd antwortete: „Das weiß ich doch nicht. Ich kenne mich mit diesem ganzen Romantikgetue nicht aus. Vielleicht Gnampf?“

Schweigen. Ich beschloss, aktiv zu werden, obwohl ich mich mit Romantik noch weniger als Berndi auskenne. Also raus in den Garten mit den beiden.

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Begeistert erkundete Murmel den Kirschbaum und flitzte die Äste rauf und runter. Murmelchen guckte sehr besorgt und blieb immer in ihrer Nähe, um sie gegebenenfalls auffangen zu können. War aber nicht nötig, Murmel ist eine begabte Kletterin.

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Danach setzte ich die beiden in einen Gartenstuhl, wo der Hursch den lieben Gast begrüßte. Weder von Hutze noch Hursch droht Murmel irgendeine Gefahr. Murmel beschnupperte Murmelchens Arm. Ich weiß nicht, ob das in der Welt der Murmeltiere Zuneigung ausdrückt, aber es sah schön, friedlich und romantisch aus.

Danach gab’s erst mal ein kleines Festmahl für Murmel, denn mittlerweile war die erste Aufregung verflogen und sie hatte großen Hunger, also gab’s lecker Bioobst für sie:

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Nach diesem für alle aufregenden Tag richtete ich Murmel ein kuscheliges Schlafplätzchen ein, das ihr zu gefallen scheint. Sie kuschelte sich sofort ein. Murmelchen bewachte ihren Schlaf.

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Schlafende Murmeltiere sind so puschelig!

Heute habe ich die beiden nicht ständig mit der Kamera verfolgt, sondern auch mal allein gelassen. Ich glaube, Murmelchen redet jetzt sogar ab und zu mit ihr. Wahnsinn!

Vorhin kam Murmel an und fragte, ob sie mit ins Weiße Haus darf, um sich bei Rahm für den guten Tipp bedanken. Sie scheint überhaupt relativ unternehmungslustig zu sein, vielleicht kommt sie ja auch mal mit in die Irrenanstalt. (Murmelchen schreckte davor immer zurück, mit dem Argument: Lauter Irre und Bekloppte, was soll ich da?)

Das wird eine spannende Zeit. Ich bedanke mich bei deGünn dafür, dass er Murmel die Reise ermöglicht hat! (Ich hoffe, das stimmt? Oder hat sie sich womöglich doch heimlich fortgeschlichen?) Wie lange darf sie denn bleiben?

Von Murmelchen soll ich Euch folgendes Gemurmel ausrichten: Frühling! Liebe!

Hm…

P. S.: Diese Woche Thema bei Saris Fotoprojekt: „Wahnsinn“. Das ist ja fast noch besser als „Monster unterm Bett“.

P. P. S.: Rahm sieht heute so müde aus, warum bloß?

P. P. P. S.: Murmel hat sich schon mit Bo angefreundet.