Islam für alle!

Hatice Akyün, Kolumnistin des „Tagesspiegel“, hat eine großartige Idee. Einen Feiertag mehr für alle:

Morgen ist wieder Bayram, das muslimische Zuckerfest. In den nächsten Tagen werde ich in dem Haus wohnen, in dem ich aufgewachsen bin, mich von vielen Menschen umarmen und küssen lassen und stundenlang in Küchen sitzen, deren Gerüche ich nur allzu gut kenne. Ich werde mich die nächsten Tage großartig fühlen, auch wenn ich schräg auf dem Sofa liege und meinen vollen Bauch von mir strecken muss. Während wir uns gequält bedienen, wird meine Mutter mit immer neuen Schüsseln aus der Küche kommen und sagen: „Süß lass uns essen, süß lass uns reden.“ Ich werde nicht wieder wegwollen und bin mit allem einverstanden, ohne zu wissen, worauf dieses Einverständnis eigentlich beruht. […]

Was wäre eigentlich so verkehrt daran, den Muslimen in Deutschland einen offiziellen Feiertag zuzusprechen? Christen und Muslime hätten gemeinsam frei, um Bayram zu feiern. Das absatzorientierte Halloween hat sich bei uns doch auch ohne Gegenwehr durchgesetzt. Ich fordere hiermit Bayram für alle. Es sollte ein religionsübergreifendes Fest sein. Schließlich feiere ich auch Weihnachten, ohne Christin zu sein. Ich kaufe einen Tannenbaum, schmücke ihn gemeinsam mit meiner Tochter, packe Geschenke ein und brate eine große Gans. Wir leben alle in einem Land, unterstehen alle denselben Gesetzen, haben alle die gleichen Wünsche. Und diejenigen, die von uns glauben, beten alle zum gleichen Gott. Bayram als Feiertag wäre ein Zeichen, dass die Konkurrenz der Religionen letztendlich ohne Sinn ist.

Das sind in der Tat schöne, edle und noble Worte, die einem so richtig ans multikulturelle Herz gehen. Nur so richtig konsequent erscheint mir die Forderung von Frau Akyün nicht. Denn wenn es so ist, dass Bayram und Weihnachten eh fast das Gleiche sind, wir alle in einem Land leben, alle denselben Gesetzen unterstehen, alle die gleichen Wünsche haben, alle zum selben Gott beten und die Konkurrenz der Religionen letzendlich ohne Sinn ist – warum treten wir dann nicht gleich geschlossen zum Islam über? Dann könnten wir nämlich auch noch alle gemeinsam das Opferfest feiern, den Ramadan begehen und beim abendlichen Rauchen der Wasserpfeife darüber debattieren, was der Dschihad für jeden von uns bedeutet.
gaywest

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